Informatik B.Sc. an der WBH

  • Einträge
    222
  • Kommentare
    1.349
  • Aufrufe
    7.944

CSUS Praktikum - Es wird ernst (und anstrengend)

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
kawoosh

43 Aufrufe

Das Prakitkum ist unterteilt in zwei Studienfächer. Das ist einmal Intercultural Competence und einmal ein Short Course in Computer Gaming. Wir sind insgesamt 16 Teilnehmer, wovon allerdings nur 10 Informatiker sind. Die restlichen 6 sind Maschinenbauer, Mechatroniker oder Elektrotechniker. Für die gibt es einen parallelen Short Course in Mechatronics. In Intercultural Competence sind wir also alle zusammen und gehen dann immer in unsere speziellen technischen Kurse.

Die Verbindung zwischen der WBH und der SacState ist Professor Lünemann, der an hier seit 20 Jahren Intercultural Competence und noch einige andere Fächer unterrichtet. Ursprünglich kommt er aber aus Deutschland. Bereits am Sonntag hatten wir mit ihm schon unseren ersten Pflichttermin. Es ging zum Früschoppen ins Hoppy's, eine Bierkneipe mit eigener kleinen Brauerei, die nach deutschem Reinheitsgebot Bier braut. Dort gibt es auch einen deutschen Stammtisch. Gegen Mittag haben wir uns dort mit Professor Lünemann zum Essen und gemütlichen Biertrinken getroffen. Er hat uns einige organisatorische Dinge erklärt und bereits angefangen Material und die ersten Hausaufgaben für seinen Kurs zu verteilen. Wir sollen die kulturelle Herkunft unseres Namens beleuchten und am Dienstang kurz präsentieren. Natürlich auf Englisch ;)

Der Kurs selbst wird viel auf Gruppenarbeit basieren. Es gibt in den drei Wochen zwei Assignments, die am Ende in der Gruppe präsentiert werden sollen. Scheinbar wird viel Arbeit nach der Uni gemacht werden müssen, da der Stoff unseres Kurses normalerweise ein ganzes Semester ist. Für die Gruppenarbeiten hat uns Hr. Lünemann in vier Gruppen eingeteilt und jeweils einen Gruppenleiter bestimmt. Diese Gruppen gelten allerdings nur für seinen Kurs, da jede Gruppe eine Mischgruppe ist was die Fachrichtung betrifft.

Heute war also unser ersten Tag an der Uni. Vormittags gab es eine organisatorische Einweisung seitens der Uni. Unter anderem haben wir nun unsere OneCard, also unseren Studentenausweis der SacState, bekommen. Mit der können wir z.B. jedes öffentliche Verkehrsmittel in Sacramento kostenlos benutzen. Danach gab es für die Mechatroniker eine kurze Präsentation von deren Professor und dann eine kurze Einführung in Interkulturelle Kompetenz von Professor Lünemann. Im Anschluss folgte gleich eine Campus Tour, Mittagspause und dann gingen wir getrennte Wege in unsere technischen Kurse.

Zum Computer Gaming Kurs kann ich nur sagen, dass ich schwer begeistert bin. Bei uns werden verschiedene Leute aus dem Business zu Gast sein und versuchen uns in den kurzen drei Wochen etwas beizubringen. Unter anderem wird es einen Tagesausflug nach San Francisco zu EA Games geben und es kommt jemand von Riot Games (bekannt durch League of Legends). Letztendlich sollen wir ebenfalls in Gruppen am Ende der drei Wochen ein 3D-Spiel selbst entworfen haben und präsentieren. Auch das wird mächtig in Arbeit ausarten, da wir alle keinerlei Erfahrungen in Sachen Game Programming haben.

Insgesamt kann man also sagen, dass das hier wirklich kein Erholungsurlaub werden wird. Jedes der beiden Fächer wird heftig und arbeitsintensiv werden. Ich lasse das jetzt einfach mal auf mich zukommen.

Positiv zu bemerken sind die überaus freundlichen Mitarbeiter der SacState. Egal um was es geht, was wir für Probleme haben und wie doof wir uns anstellen, alle sind sehr bemüht uns irgendwie zu helfen. Beispielsweise wollten wir uns auf dem Campus alle ein Fahrrad ausleihen (10$/Monat), allerdings ist die Warteliste momentan zwei Wochen lang. Jetzt versucht Margo von der Uni mit einem anderen Fahrradverleiher für uns einen guten Deal auszuhandeln. Ich bin gespannt ob sie da was hinbekommt. Auch wenn es nicht klappen sollte, allein die Tatsache, dass sie es versucht hat mich wirklich beeindruckt. In Deutschland könnte ich mir sowas nicht vorstellen.

Die Uni selbst und der Campus ist der absolute Wahnsinn. Um vom einen zum anderen Ende zu laufen braucht man gute 15 Minuten! Mittendrin trifft man auf parkähnliche Anlagen mit Springbrunnen, riesigen Fressmeilen (sogar mit Burger King!) und unglaublich vielen Menschen. Immerhin hat die SacState im Schnitt 30.000 Studenten. Es gibt super Angebote für die Studenten, z.B. ein Fitness-Center für 3$/Monat oder wie schon erwähnt der Fahrradverleih. So wie ich das einschätzen kann wird hier richtig Wert darauf gelegt, dass die Studenten sich wohl fühlen und nichts auf dem Campus missen müssen.

Positiv für mich ist die Erkenntnis, dass ich weniger Probleme mit dem Englisch habe als gedacht. Sicherlich fällt mir das spontane Losplappern auf Englisch immer noch etwas schwer. Allerdings kann ich super Smalltalken und verstehe die Leute hier hervorragend. Den heutigen Unterrichten konnte ich problemlos folgen.

Da ich die Hausaufgaben für morgen bereits gestern erledigt habe, kann ich es also heute noch etwas ruhiger angehen lassen. Ab morgen sieht die Welt aber bestimmt schon anders aus. ;)


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


3 Kommentare


Das klingt super! Ich hoffe, du kannst aus diesem Praktikum viel für dich mitnehmen :) Genieß die Zeit trotz der vielen Arbeit.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Von deinem Bericht her habe ich jetzt schon den Eindruck, dass das Praktikum bestimmt anstrengend wird, aber auch in ganz vielen Bereichen richtig was bringen wird.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das klingt alles super interessant!

Ich denke, auch wenn die Wochen sehr streng und arbeitsreich werden, so wirst du rückblickend viel zufriedener sein als wenn es vor allem um "ein bisschen reinschnuppern" und social life gegangen wäre. Da hättest du dann ja besser 3 Wochen Ferien gemacht. Schliesslich ist es für dich ein rechter Aufwand gewesen, das Praktikum zu organisieren. Ich wünsche dir viel Energie!

Zur Freundlichkeit der Leute: Mir is das auch aufgefallen (ich habe in Canada gearbeitet). Das ist richtig "anerzogen". Es hat im Alltag viel Gutes. Allerdings stecken hinter der ganzen Dienstleistungsbereitschaft viele, viele Menschen die für einen unglaublich geringen Lohn arbeiten und die ihren Job, wenn sie solchen Extraaufwand wie bei euren Fahrrädern nicht machen, sofort los sind. Das ist die Kehrseite. Damit will ich nicht sagen, das das System schlecht ist, aber es ist halt das andere Extrem als in D, wo Mitarbeiterschutz m.E. oft einen zu hohen Stellenwert hat.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.