Informatik B.Sc. an der WBH

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CSUS Praktikum - Es wird ernst (und anstrengend)

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kawoosh

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Das Prakitkum ist unterteilt in zwei Studienfächer. Das ist einmal Intercultural Competence und einmal ein Short Course in Computer Gaming. Wir sind insgesamt 16 Teilnehmer, wovon allerdings nur 10 Informatiker sind. Die restlichen 6 sind Maschinenbauer, Mechatroniker oder Elektrotechniker. Für die gibt es einen parallelen Short Course in Mechatronics. In Intercultural Competence sind wir also alle zusammen und gehen dann immer in unsere speziellen technischen Kurse.

Die Verbindung zwischen der WBH und der SacState ist Professor Lünemann, der an hier seit 20 Jahren Intercultural Competence und noch einige andere Fächer unterrichtet. Ursprünglich kommt er aber aus Deutschland. Bereits am Sonntag hatten wir mit ihm schon unseren ersten Pflichttermin. Es ging zum Früschoppen ins Hoppy's, eine Bierkneipe mit eigener kleinen Brauerei, die nach deutschem Reinheitsgebot Bier braut. Dort gibt es auch einen deutschen Stammtisch. Gegen Mittag haben wir uns dort mit Professor Lünemann zum Essen und gemütlichen Biertrinken getroffen. Er hat uns einige organisatorische Dinge erklärt und bereits angefangen Material und die ersten Hausaufgaben für seinen Kurs zu verteilen. Wir sollen die kulturelle Herkunft unseres Namens beleuchten und am Dienstang kurz präsentieren. Natürlich auf Englisch ;)

Der Kurs selbst wird viel auf Gruppenarbeit basieren. Es gibt in den drei Wochen zwei Assignments, die am Ende in der Gruppe präsentiert werden sollen. Scheinbar wird viel Arbeit nach der Uni gemacht werden müssen, da der Stoff unseres Kurses normalerweise ein ganzes Semester ist. Für die Gruppenarbeiten hat uns Hr. Lünemann in vier Gruppen eingeteilt und jeweils einen Gruppenleiter bestimmt. Diese Gruppen gelten allerdings nur für seinen Kurs, da jede Gruppe eine Mischgruppe ist was die Fachrichtung betrifft.

Heute war also unser ersten Tag an der Uni. Vormittags gab es eine organisatorische Einweisung seitens der Uni. Unter anderem haben wir nun unsere OneCard, also unseren Studentenausweis der SacState, bekommen. Mit der können wir z.B. jedes öffentliche Verkehrsmittel in Sacramento kostenlos benutzen. Danach gab es für die Mechatroniker eine kurze Präsentation von deren Professor und dann eine kurze Einführung in Interkulturelle Kompetenz von Professor Lünemann. Im Anschluss folgte gleich eine Campus Tour, Mittagspause und dann gingen wir getrennte Wege in unsere technischen Kurse.

Zum Computer Gaming Kurs kann ich nur sagen, dass ich schwer begeistert bin. Bei uns werden verschiedene Leute aus dem Business zu Gast sein und versuchen uns in den kurzen drei Wochen etwas beizubringen. Unter anderem wird es einen Tagesausflug nach San Francisco zu EA Games geben und es kommt jemand von Riot Games (bekannt durch League of Legends). Letztendlich sollen wir ebenfalls in Gruppen am Ende der drei Wochen ein 3D-Spiel selbst entworfen haben und präsentieren. Auch das wird mächtig in Arbeit ausarten, da wir alle keinerlei Erfahrungen in Sachen Game Programming haben.

Insgesamt kann man also sagen, dass das hier wirklich kein Erholungsurlaub werden wird. Jedes der beiden Fächer wird heftig und arbeitsintensiv werden. Ich lasse das jetzt einfach mal auf mich zukommen.

Positiv zu bemerken sind die überaus freundlichen Mitarbeiter der SacState. Egal um was es geht, was wir für Probleme haben und wie doof wir uns anstellen, alle sind sehr bemüht uns irgendwie zu helfen. Beispielsweise wollten wir uns auf dem Campus alle ein Fahrrad ausleihen (10$/Monat), allerdings ist die Warteliste momentan zwei Wochen lang. Jetzt versucht Margo von der Uni mit einem anderen Fahrradverleiher für uns einen guten Deal auszuhandeln. Ich bin gespannt ob sie da was hinbekommt. Auch wenn es nicht klappen sollte, allein die Tatsache, dass sie es versucht hat mich wirklich beeindruckt. In Deutschland könnte ich mir sowas nicht vorstellen.

Die Uni selbst und der Campus ist der absolute Wahnsinn. Um vom einen zum anderen Ende zu laufen braucht man gute 15 Minuten! Mittendrin trifft man auf parkähnliche Anlagen mit Springbrunnen, riesigen Fressmeilen (sogar mit Burger King!) und unglaublich vielen Menschen. Immerhin hat die SacState im Schnitt 30.000 Studenten. Es gibt super Angebote für die Studenten, z.B. ein Fitness-Center für 3$/Monat oder wie schon erwähnt der Fahrradverleih. So wie ich das einschätzen kann wird hier richtig Wert darauf gelegt, dass die Studenten sich wohl fühlen und nichts auf dem Campus missen müssen.

Positiv für mich ist die Erkenntnis, dass ich weniger Probleme mit dem Englisch habe als gedacht. Sicherlich fällt mir das spontane Losplappern auf Englisch immer noch etwas schwer. Allerdings kann ich super Smalltalken und verstehe die Leute hier hervorragend. Den heutigen Unterrichten konnte ich problemlos folgen.

Da ich die Hausaufgaben für morgen bereits gestern erledigt habe, kann ich es also heute noch etwas ruhiger angehen lassen. Ab morgen sieht die Welt aber bestimmt schon anders aus. ;)


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3 Kommentare


Das klingt super! Ich hoffe, du kannst aus diesem Praktikum viel für dich mitnehmen :) Genieß die Zeit trotz der vielen Arbeit.

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Markus Jung

Geschrieben

Von deinem Bericht her habe ich jetzt schon den Eindruck, dass das Praktikum bestimmt anstrengend wird, aber auch in ganz vielen Bereichen richtig was bringen wird.

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Das klingt alles super interessant!

Ich denke, auch wenn die Wochen sehr streng und arbeitsreich werden, so wirst du rückblickend viel zufriedener sein als wenn es vor allem um "ein bisschen reinschnuppern" und social life gegangen wäre. Da hättest du dann ja besser 3 Wochen Ferien gemacht. Schliesslich ist es für dich ein rechter Aufwand gewesen, das Praktikum zu organisieren. Ich wünsche dir viel Energie!

Zur Freundlichkeit der Leute: Mir is das auch aufgefallen (ich habe in Canada gearbeitet). Das ist richtig "anerzogen". Es hat im Alltag viel Gutes. Allerdings stecken hinter der ganzen Dienstleistungsbereitschaft viele, viele Menschen die für einen unglaublich geringen Lohn arbeiten und die ihren Job, wenn sie solchen Extraaufwand wie bei euren Fahrrädern nicht machen, sofort los sind. Das ist die Kehrseite. Damit will ich nicht sagen, das das System schlecht ist, aber es ist halt das andere Extrem als in D, wo Mitarbeiterschutz m.E. oft einen zu hohen Stellenwert hat.

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