Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    68
  • Kommentare
    491
  • Aufrufe
    3.031

Man möchte sich die Haare raufen

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Sandra82

39 Aufrufe

... bei dem Bibliothekskurs. Als ich gestern in Kapitel 5 gearbeitet habe, dachte ich irgendwann: "Was zum Teufel liest du da eigentlich?" Ich hatte also weder eine Ahnung, was mir der Text sagen will, noch, an welcher Stelle ich mich überhaupt befinde. Das Gelesene ist einfach an mir vorbeigeflogen. Dieser Kurs ist so uninteressant (aber dennoch nötig), dass ich ihn lese, ohne das was hängen bleibt. Denn als ich zurückgeblättert habe, konnte ich mich gar nicht erinnern, überhaupt was aus den letzten Kapiteln gelesen zu haben. Also habe ich mich erstmal dem Inhaltsverzeichnis gewidmet, um überhaupt einen Überblick zu bekommen, was mir dieser Kurs eigentlich vermitteln will. Merke: einen Überblick verschaffen ist tatsächlich von Vorteil und ich habe nun zumindest eine ganz leise Ahnung, was ich mit dem Kurs soll.

Kapitel 1 "Der Weg zu wissenschaftlicher Information. Einführung in das lokale Bibliothekssystem der UB Hagen" ist ziemlich umfangreich mit 47 Seiten, auch, wenn viele Abbildungen (Screenshots (?)) enthalten sind. Ich finde es sinnbefreit, da man auch so sehr gut mit dem System der UB zurecht kommt. Darüber zu lesen, wie, wann und warum ich wo klicken soll, ist schon ätzend.

Kapitel 2 "Information Retrieval I. Die Digitale Bibliothek (DigiBib)" besteht aus 17 Seiten.

Kapitel 3 "Wissenschaftliche Informationskompetenz und "Scholarly Communication"" hat einen Umfang von 80 Seiten, wobei 3 nicht relevant sind. Dieses Kapitel ist zwar recht interessant, es geht darum, wie wissenschaftliche Information überhaupt entsteht, wer die Akteure in der Wissenschaft sind, welche Publikationsformen es gibt, der Prozess der Publikation wird erläutert usw. Allerdings ist das alles echt nichts, was man für eine Klausur lernen möchte. Ich würde mich lieber mit psychologischen Themen befassen.

Kapitel 4 "Information Retrieval II. Grundlagen und Recherchestrategien und -techniken" ist für mich schrecklich nervig, und so kommt es halt, dass man beim Lesen ständig mit den Gedanken abschweift.

Kapitel 5 "Information Retrieval III. Fachspezifische Recherchen" ist interessanter als die anderen und nützlich dazu, aber diese Themen würde ich mir eben eher durchlesen, wenn ich sie auch brauche.

Das wars. Also ein ziemlich dicker Studienbrief mit insg. 285 Seiten.

Ich habe beschlossen, meine wertvolle Lernzeit am Morgen und Vormittag, während die Kinder nicht da sind, nicht mit diesem Kurs zu verschwenden und mich in dieser Zeit eher auf Kurs 3400 und 3401 zu konzentrieren, denn so langsam muss ich mich an die Klausurvorbereitung machen. Und den Kurs 3402 werde ich eher stiefmütterlich behandeln und am Abend bzw. Wochenende lesen und durcharbeiten. Wenns dann nicht reicht, habe ich pech gehabt.

Was den Kurs 3401 angeht, habe ich gestern das Thema Quasi-experimentelle Designs angeguckt und muss sagen, dass mir das Kapitel über die Untersuchungsdesigns generell viel Spaß macht. Es ist angenehm geschrieben und hochinteressant, wenn auch viel Information auf einmal.

Gestern Abend habe ich angefangen, den Lück (Geschichte der Psychologie) zu bearbeiten. Also durchgelesen, verstanden und markiert habe ich ihn ja schon, ich wusste jetzt nur nicht, wie ich ihn mir für die Klausurvorbereitung "zubereiten" soll. So hab ich erstmal eine MindMap mit dem Inhaltsverzeichnis erstellt und mich dann an eine Zusammenfassung gemacht, die aber nicht allzu umfangreich werden soll. Ich fliege jetzt nur noch drüber und schreibe mir das raus, was ich nicht eh schon im Kopf habe und für wichtig halte. Und auf der Mindmap hake ich dann das jeweilige (Unter-)kapitel ab, wenn ich fertig bin.

So. Jetzt ist mein kleiner Teufelrich aufgewacht (nachdem er mich schon um 5.30 Uhr geweckt hat *heul*, dann aber wieder eingeschlafen ist).


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


6 Kommentare


Den Bibliothekskurs fand ich auch schrecklich. Wenig hilfreich und gleichzeitig so lang und mühsam zu lesen. Ich habe damals beschlossen mit "Mut auf Lücke" ranzugehen und ihn nicht ganz gelesen, sondern mir vorher anhand des Inhaltsverzeichnisses und des Glossars Stichwörter herausgesucht, zu denen ich anschließend im Text Informationen gesucht habe. Es wurden dann tatsächlich die Sachen abgefragt, die ich als relevant empfunden habe und somit hatte ich Glück. Aber letztes Semester sind wohl auch sinnlosere Dinge abgefragt worden.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ja das habe ich auch mitbekommen, viele haben sich darüber aufgeregt, dass die Fragen zu dem Kurs wohl "gemein" waren. Es war wohl üblich, den Kurs eher zu vernachlässigen, und die, die sich drauf verlassen haben, hatten dann den Salat. Aber wenn die Zeit eh schon knapp ist, dann ist es echt schwer, sich da motiviert ran zu setzen, wo doch die anderen beiden Kurse so viel wichtiger und interessanter sind.

Ich habe auch schon überlegt, ob ich mir hauptsächlich das Glossar anschaue, aber ich möchte den Kurs wenigstens einmal durchgelesen haben, vielleicht habe ich Glück und erkenne dann ein paar Sachen wieder.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Wir hatten anstelle eines schriftlichen Bibliothekskurses mehrere Online-Tutorien. Das finde ich in diesem Falle sehr viel besser, da man die Dinge, die angesprochen werden, gleich ausprobieren kann (und auch muss).

Die Lernzielüberprüfung fand dann angewendet statt: Man kann bestimmte Aufgaben, die man mit online-Bibrecherche lösen musste. Das lässt sich bei diesem Thema m.E. wirklich gut machen, man kann auch das Publikationsverfahren und die Quellenverwendung nachvollziehen.

Auf mich wirkt es ziemlich veraltet, das Wissen und die Kenntnisse über eine Onlinebib in einer schriftlichen Klausur abzufragen. Das ist ja meiner Meinung nach nun wirklich nichts, was man auswendig lernen muss, sondern man muss es anwenden können.

Da kann ich gut verstehen, dass der Kurs langweilig ist. Wünsche dir so guteMotivation wie es halt geht.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das Problem ist, dass ein Online-Tutorial mit Interaktiven Aufgaben wesentlich mehr Resourcen benötigt als eine MC-Klausur. Gerade im ersten Modul von Psychologie sind aber pro Semester etwa 1000 Studierende für die Klausur angemeldet. Da stelle ich es mir recht schwer vor, die Leistungen aller zu überprüfen, wenn es keine standardisierte Form ist. Aber Schade finde ich es auch. Es gibt durchaus Dinge die ich an der Fernuni für den Umgang mit der Bibliothek noch lernen hätte können/sollen, aber aus einer trockenden Benutzungsanleitung klappt soetwas meistens nicht so gut.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das stimmt natürlich und ist in erster Linie eine Kostenfrage.

Allerdings gibt es bei uns diese Tutorien auch als Aufzeichnungen. Man bekommt darin die Aufgabe, stoppt die Aufnahme, führt sie durch und lässt nachher die Aufnahme weiterlaufen. Dort wird dann die Lösung erklärt, mögliche Varianten aufgezeigt etc.

Ich denke, sowas wäre auch für die Fernuni machbar. Es müsste allerdings auch im Interesse der Fernuni sein, diese Inhalte attraktiver anzubieten, denn an sich ist das ja nicht primär Stoff, den man als Psychologe braucht, sondern um das Studium erfolgreich zu absolvieren.

Leider ist es müssig, darüber nachzudenken, da Sandra die Prüfung ja nicht ändern kann...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich finde es dennoch interessant, die Möglichkeiten zu besprechen. Rein prinzipiell sind die DozentInnen durchaus für Vorschläge (am sinnvollsten über den Weg der studentischen Gremien) offen, allerdings nur, wenn sie gut durchdacht sind und möglichst wenig Aufwand bereiten (gerade sind viele auch mit der Erstellung der Master-Materialien stark belastet, außerdem nimmt die Bachelor-Arbeit-Betreuung viele Kapazitäten weg und die ersten schreien auf, dass sie keinen Platz für ihre BA finden).

Mit solchen Videos ist es bestimmt sinnvoller als mit geschriebenen Informationen. Was jetzt schon interaktiv ist: Es gibt eine Modulbetreuung, die gerade in M1 noch recht aktiv ist, die man mit Fragen löchern kann. Da der Bibliothekskurs allerdings erst bei der Bearbeitung der BA so richtig praktisch relevant wird (davor hat man ja nur MC-Klausuren) ist das nicht so hilfreich.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.