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Man möchte sich die Haare raufen

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Sandra82

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... bei dem Bibliothekskurs. Als ich gestern in Kapitel 5 gearbeitet habe, dachte ich irgendwann: "Was zum Teufel liest du da eigentlich?" Ich hatte also weder eine Ahnung, was mir der Text sagen will, noch, an welcher Stelle ich mich überhaupt befinde. Das Gelesene ist einfach an mir vorbeigeflogen. Dieser Kurs ist so uninteressant (aber dennoch nötig), dass ich ihn lese, ohne das was hängen bleibt. Denn als ich zurückgeblättert habe, konnte ich mich gar nicht erinnern, überhaupt was aus den letzten Kapiteln gelesen zu haben. Also habe ich mich erstmal dem Inhaltsverzeichnis gewidmet, um überhaupt einen Überblick zu bekommen, was mir dieser Kurs eigentlich vermitteln will. Merke: einen Überblick verschaffen ist tatsächlich von Vorteil und ich habe nun zumindest eine ganz leise Ahnung, was ich mit dem Kurs soll.

Kapitel 1 "Der Weg zu wissenschaftlicher Information. Einführung in das lokale Bibliothekssystem der UB Hagen" ist ziemlich umfangreich mit 47 Seiten, auch, wenn viele Abbildungen (Screenshots (?)) enthalten sind. Ich finde es sinnbefreit, da man auch so sehr gut mit dem System der UB zurecht kommt. Darüber zu lesen, wie, wann und warum ich wo klicken soll, ist schon ätzend.

Kapitel 2 "Information Retrieval I. Die Digitale Bibliothek (DigiBib)" besteht aus 17 Seiten.

Kapitel 3 "Wissenschaftliche Informationskompetenz und "Scholarly Communication"" hat einen Umfang von 80 Seiten, wobei 3 nicht relevant sind. Dieses Kapitel ist zwar recht interessant, es geht darum, wie wissenschaftliche Information überhaupt entsteht, wer die Akteure in der Wissenschaft sind, welche Publikationsformen es gibt, der Prozess der Publikation wird erläutert usw. Allerdings ist das alles echt nichts, was man für eine Klausur lernen möchte. Ich würde mich lieber mit psychologischen Themen befassen.

Kapitel 4 "Information Retrieval II. Grundlagen und Recherchestrategien und -techniken" ist für mich schrecklich nervig, und so kommt es halt, dass man beim Lesen ständig mit den Gedanken abschweift.

Kapitel 5 "Information Retrieval III. Fachspezifische Recherchen" ist interessanter als die anderen und nützlich dazu, aber diese Themen würde ich mir eben eher durchlesen, wenn ich sie auch brauche.

Das wars. Also ein ziemlich dicker Studienbrief mit insg. 285 Seiten.

Ich habe beschlossen, meine wertvolle Lernzeit am Morgen und Vormittag, während die Kinder nicht da sind, nicht mit diesem Kurs zu verschwenden und mich in dieser Zeit eher auf Kurs 3400 und 3401 zu konzentrieren, denn so langsam muss ich mich an die Klausurvorbereitung machen. Und den Kurs 3402 werde ich eher stiefmütterlich behandeln und am Abend bzw. Wochenende lesen und durcharbeiten. Wenns dann nicht reicht, habe ich pech gehabt.

Was den Kurs 3401 angeht, habe ich gestern das Thema Quasi-experimentelle Designs angeguckt und muss sagen, dass mir das Kapitel über die Untersuchungsdesigns generell viel Spaß macht. Es ist angenehm geschrieben und hochinteressant, wenn auch viel Information auf einmal.

Gestern Abend habe ich angefangen, den Lück (Geschichte der Psychologie) zu bearbeiten. Also durchgelesen, verstanden und markiert habe ich ihn ja schon, ich wusste jetzt nur nicht, wie ich ihn mir für die Klausurvorbereitung "zubereiten" soll. So hab ich erstmal eine MindMap mit dem Inhaltsverzeichnis erstellt und mich dann an eine Zusammenfassung gemacht, die aber nicht allzu umfangreich werden soll. Ich fliege jetzt nur noch drüber und schreibe mir das raus, was ich nicht eh schon im Kopf habe und für wichtig halte. Und auf der Mindmap hake ich dann das jeweilige (Unter-)kapitel ab, wenn ich fertig bin.

So. Jetzt ist mein kleiner Teufelrich aufgewacht (nachdem er mich schon um 5.30 Uhr geweckt hat *heul*, dann aber wieder eingeschlafen ist).


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6 Kommentare


Den Bibliothekskurs fand ich auch schrecklich. Wenig hilfreich und gleichzeitig so lang und mühsam zu lesen. Ich habe damals beschlossen mit "Mut auf Lücke" ranzugehen und ihn nicht ganz gelesen, sondern mir vorher anhand des Inhaltsverzeichnisses und des Glossars Stichwörter herausgesucht, zu denen ich anschließend im Text Informationen gesucht habe. Es wurden dann tatsächlich die Sachen abgefragt, die ich als relevant empfunden habe und somit hatte ich Glück. Aber letztes Semester sind wohl auch sinnlosere Dinge abgefragt worden.

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Ja das habe ich auch mitbekommen, viele haben sich darüber aufgeregt, dass die Fragen zu dem Kurs wohl "gemein" waren. Es war wohl üblich, den Kurs eher zu vernachlässigen, und die, die sich drauf verlassen haben, hatten dann den Salat. Aber wenn die Zeit eh schon knapp ist, dann ist es echt schwer, sich da motiviert ran zu setzen, wo doch die anderen beiden Kurse so viel wichtiger und interessanter sind.

Ich habe auch schon überlegt, ob ich mir hauptsächlich das Glossar anschaue, aber ich möchte den Kurs wenigstens einmal durchgelesen haben, vielleicht habe ich Glück und erkenne dann ein paar Sachen wieder.

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Wir hatten anstelle eines schriftlichen Bibliothekskurses mehrere Online-Tutorien. Das finde ich in diesem Falle sehr viel besser, da man die Dinge, die angesprochen werden, gleich ausprobieren kann (und auch muss).

Die Lernzielüberprüfung fand dann angewendet statt: Man kann bestimmte Aufgaben, die man mit online-Bibrecherche lösen musste. Das lässt sich bei diesem Thema m.E. wirklich gut machen, man kann auch das Publikationsverfahren und die Quellenverwendung nachvollziehen.

Auf mich wirkt es ziemlich veraltet, das Wissen und die Kenntnisse über eine Onlinebib in einer schriftlichen Klausur abzufragen. Das ist ja meiner Meinung nach nun wirklich nichts, was man auswendig lernen muss, sondern man muss es anwenden können.

Da kann ich gut verstehen, dass der Kurs langweilig ist. Wünsche dir so guteMotivation wie es halt geht.

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Das Problem ist, dass ein Online-Tutorial mit Interaktiven Aufgaben wesentlich mehr Resourcen benötigt als eine MC-Klausur. Gerade im ersten Modul von Psychologie sind aber pro Semester etwa 1000 Studierende für die Klausur angemeldet. Da stelle ich es mir recht schwer vor, die Leistungen aller zu überprüfen, wenn es keine standardisierte Form ist. Aber Schade finde ich es auch. Es gibt durchaus Dinge die ich an der Fernuni für den Umgang mit der Bibliothek noch lernen hätte können/sollen, aber aus einer trockenden Benutzungsanleitung klappt soetwas meistens nicht so gut.

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Das stimmt natürlich und ist in erster Linie eine Kostenfrage.

Allerdings gibt es bei uns diese Tutorien auch als Aufzeichnungen. Man bekommt darin die Aufgabe, stoppt die Aufnahme, führt sie durch und lässt nachher die Aufnahme weiterlaufen. Dort wird dann die Lösung erklärt, mögliche Varianten aufgezeigt etc.

Ich denke, sowas wäre auch für die Fernuni machbar. Es müsste allerdings auch im Interesse der Fernuni sein, diese Inhalte attraktiver anzubieten, denn an sich ist das ja nicht primär Stoff, den man als Psychologe braucht, sondern um das Studium erfolgreich zu absolvieren.

Leider ist es müssig, darüber nachzudenken, da Sandra die Prüfung ja nicht ändern kann...

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Ich finde es dennoch interessant, die Möglichkeiten zu besprechen. Rein prinzipiell sind die DozentInnen durchaus für Vorschläge (am sinnvollsten über den Weg der studentischen Gremien) offen, allerdings nur, wenn sie gut durchdacht sind und möglichst wenig Aufwand bereiten (gerade sind viele auch mit der Erstellung der Master-Materialien stark belastet, außerdem nimmt die Bachelor-Arbeit-Betreuung viele Kapazitäten weg und die ersten schreien auf, dass sie keinen Platz für ihre BA finden).

Mit solchen Videos ist es bestimmt sinnvoller als mit geschriebenen Informationen. Was jetzt schon interaktiv ist: Es gibt eine Modulbetreuung, die gerade in M1 noch recht aktiv ist, die man mit Fragen löchern kann. Da der Bibliothekskurs allerdings erst bei der Bearbeitung der BA so richtig praktisch relevant wird (davor hat man ja nur MC-Klausuren) ist das nicht so hilfreich.

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