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Blockade deluxe

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chillie

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Ich sitze jeden Tag, früh, Mittag und Abends - nutze die Zeit um mich vorzubereiten ... was ich drauf habe, geht locker von der Hand - wo ich Lücken habe ... kann ich mir zum 37ten mal die Stelle im Studienbrief ansehen, kann ich mir extra nochmal Notizen machen, kann ich mir ein Mindmap zeichnen ... diese elenden kleinen Details scheinen mir ohne Ecken und Kanten zu sein und entfleuchen meinem Hirn in Sekunden. :(

Ich habe mir wohl auch eine falsche Woche für meine Klausur ausgesucht - oder es ist eine Wechselwirkung mit meiner Laune - in der Arbeit geht mir diese Woche alles auf die Nerven ;)

Während ich den Text hier tippe, liegen die SB, Übungsaufgaben und meine Notizen neben mir und warten nur auf Bearbeitung ... allerdings bin ich aktuell so demotiviert das ich gar nicht anfangen möchte ... mein Unverständnis kommt wohl gerade daher, da mir KLR super viel Spaß macht, aber sich das ganze irgendwie nicht in die Detailfragen niederschlägt.

Was ich mich in solchen Momenten frage ist ... wie gehen die Studenten damit um, die sich fast (ausschließlich?) auf Basis der Altklausuren vorbereiten ... wenn man seine eigenen Antworten mit der Detailfülle der Musterlösungen abgleicht kann man eigentlich nur ein schlechtes Gewissen bekommen, manchmal habe ich das Gefühl das genau das der "Downer" ist, der mich vor Klausuren immer erwischt ... die hochtrabenden und explizit ausformulierten Antworten mit exakter Punktevergabe pro "hätte ich niemals da hingeschrieben"-Fakten bringen einen schon ins Zweifeln. In solchen Momenten stelle ich mir aber immer den passenden Dozenten vor und denke mir, das dieser auch nur ein Mensch ist und hoffentlich nicht auf derartigen Quark wert legt.

Ich nehme mir einfach für meine nächste Lernklausur vor, das ganze lockerer anzugehen und mich nicht psychologisch selbst auszutricksen ... diese Musterlösungen könnte wahrscheinlich nichtmal ein Prof. selbst geben ... warum sollte ich es können. Schlußendlich habe ich am Samstag 120 Minuten Zeit mich von Erinnerung A über Gedankenfetzen B zu meiner Argumentation X zu hangeln um am Ende vllt. doch eine Vernünftige Punktzahl für etwas zu erhalten, das lt. Musterlösung so nicht ganz richtig wäre.

Ich sehe schon ... bloggen ist Therapie ... plötzlich bin ich deutlich motivierter und ich werde mich nochmal auf meine Unterlagen stürzen.

Bis denn...


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4 Kommentare


Michael Knight

Geschrieben

Ich falle auch immer wieder darauf rein und sage mir "das hättest Du nie geschafft". Dabei muss natürlich tatsächlich berücksichtigen, dass es sich um Musterlösungen handelt, d.h. besser geht nicht. Zumindest nicht im Rahmen einer Klausur.

Schlecht ist allerdings, wenn die Musterlösung nur aus Formeln besteht ...

Naja, wie dem auch sei. Insgesamt ist es ein Riesenvorteil, Klausuren mit Musterlösungen zu bekommen. Das hätte ich nun vor dem Studium niemals erwartet. Stell Dir mal vor, Du hast die Musterlösungen nicht, kommst aber selbst nicht auf die Lösung. Das war der Standardfall in meinem BWL-Studium und das ist dann wirklich zum Verzweifeln. Dann besser gar keine Altklausuren.

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Das stimmt wohl - ich korrigiere ja damit nur meine eigene Lösung und blättere da vorher nicht drin.

Bin aber auch schon an einer Einsendeaufgabe fast verzweifelt weil ich (Mathe) nach mehrmaligen Lösungsversuchen jedes mal ein anderes Ergebnis hatte. Bisher hatte ich aber keinen nerv das Ding einfach mal einzusenden um zu sehen was nun richtig ist.

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Michael Knight

Geschrieben

Hab ich bislang auch noch nicht geschafft. Eigentlich ne sinnvolle Sache, aber das ist mir zu aufwendig. Vor allem muss die Form dann ja zumindest halbwegs stimmen. Meine Krickeleien könnte im Normalfall niemand entziffern. Frag mich sowieso immer wie die das bei der Klausurkorrektur hinbekommen.

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Ich seh es genau so.. Es ist gut alte Klasuren mmit Musterlösung zu haben (kenn ich auch nicht aus mienem Erststudium). Man kann so schon bei der Vorbereitung schauen, worauf in der Klausur Wert gelegt wird..

Kurz gesagt - Tschakka..

Ich leide (bis) Samstag mit dir..

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      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!