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chillie

Was wurde eigentlich aus...

...diesem einen Fernstudenten da. Der eine, der mit der Ente und dem Hut... der immer so viele Diagramme hatte. Ja genau ... der mit dem Spleen, der Bleistiftminenzähler. Ach ... Halt! Das bin ja ich. Was ist nur aus mir geworden?

Keine Sorge, das wird jetzt keine große Enthüllungsstory wie in nachmittäglichen Privatsender-Shows, aber es ist inzwischen so viel Zeit vergangen, dass ich noch einmal hier nachlegen möchte. Schon über ein Jahr hängt meine Diplomurkunde jetzt im Arbeitszimmer (naja eine Kopie davon). Es gab hier im Forum eine Diskussion darüber, wie wohl die Halbwertszeit einer Weiterbildung ist.

So genau habe ich den Inhalt nicht mehr im Kopf, aber der allgemeine Tenor war ... ohne Weiterentwicklung unterliegt die Weiterbildung einem gewissen Verschleiß. Nun habe ich mehrere Jahre hier herumgebloggt bis zum bitteren Ende. Aber es gibt eben doch etwas, das hier noch fehlt!

Aber auf eine einfache Kosten-Nutzen-Analyse lasse ich mich und mein Studium nicht reduzieren. Warum aber nun nochmal darüber bloggen?

Ganz einfach, im November 2013 und somit über ein Jahr nach meinem Studienende steht bei mir eine Veränderung an. Viele der alten Hasen in den Blogs haben ohne großen Druck studiert - nicht unbedingt Just for Fun, aber mit eher unkonkreten Zukunftsplänen. So wie bei mir eben auch.

Angefangen habe ich natürlich mit dem Plan "Karriere" zu machen - nicht durch meine Ausbildung limitiert zu sein. Das Ziel habe ich erreicht.

Betrachtet man die trockenen Fakten konnte ich vom Studienbeginn bis zum Studienende meine Gehaltssituation um 40% verbessern - vom Sachbearbeiterposten zum Teamleiter und das ohne den offensichtlichen Bedarf eines akademischen Studiums. Darüber hatte ich auch schon mal gebloggt - darum auch das Wort "offensichtlich". Welchen Einfluss das Studium tatsächlich hat, lässt sich eben ohne den Schrieb schwer beweisen, nicht wahr?

Immerhin wussten meine Vorgesetzten von meinem Studium, ich habe mich selbst am Studium weiterentwickelt UND (nicht ganz unwichtig) mein Arbeitgeber ist nicht sonderlich dogmatisch was das Thema akademische Ausbildung betrifft.

Letztlich arbeite ich 7 Jahre bei meinem Arbeitgeber - die o.g. Entwicklung geschah nicht ad hoc, in zwei Karriereschritten konnte ich mich weiter entwickeln, immer genau dann, wenn es mir "zu blöd" wurde und ich in Betracht gezogen habe den Job zu wechseln. Die Karriereschritten haben mich auch beruhigt - denn letztlich zählt nicht nur die Halbwertszeit einer Weiter- oder Ausbildung sondern auch die Halbwertszeit eines Karriereschritts.

Ich bin inzwischen nicht mehr ganz so jung, aber mit Anfang 30 - Ausbildung, Aufstiegsfortbildung und FH-Studium mit Auszeichnung ist es der richtige Zeitpunkt Entscheidungen zu treffen vor allem nach der Arbeit die im Studium steckt ist es der richtige Zeitpunkt etwas zu tun. Ich war vor kurzem wieder davor Stellenanzeigen zu lesen ... und wie schon die letzten Male gibt es jetzt wieder eine interne Chance.

Ich bleibe also auch nach mehr als 7 Jahren bei meinem Arbeitgeber und kann zum dritten mal aufsteigen. Nach drei Jahren ... das sieht im Lebenslauf super aus *g*. Mehr Verantwortung, ein größeres Team und somit mehr Führungsverantwortung, finanziell lohnt es sich auch (nochmals +30%). Nichts ist umsonst, dafür steigt die Reisetätigkeit von aktuell ca. 5-10% wohl auf 30-50%.

Auch dieses mal steht nirgends geschrieben, dass dafür ein kaufmännisches Studium notwendig ist ... aber inzwischen weiß ich, dass ich nur durch mein Studium und meine Erfahrungen daraus, diesen Job überhaupt angenommen habe. Vor ein paar Jahren hätte ich alles mögliche hervorgekramt um mich vor der Entscheidung zu drücken.

Aber etwas Druck ist auch da - >10tsd EUR, 5 Jahre ... Zeit und Stress ... wann hole ich mir hier etwas zurück? Genau jetzt!

Der Nutzen eines Fernstudiums lässt sich nicht immer in Euro bemessen, lässt sich nicht durch Stellenbezeichnungen oder die Position im Organigramm ablesen. Ein Fernstudium ist nicht nur ein Wisch sondern ein Prozess und am Ende solcher Prozesse stehen nicht nur mehr Möglichkeiten zur Auswahl, sondern man ist vielleicht auch erst in der Lage die Alternativen auszuwählen.

Auch wenn es für Aussenstehende vielleicht schwer zu verstehen ist, aber wirklich erst hier jetzt und heute habe ich für mich erkannt, welchen Sinn das Studium für mich hat. Ein Jahr hängt das Diplom an der Wand ... ob es dort hängt oder nicht, macht de facto keinen Unterschied. Aber jetzt ist das Ding rund - jetzt hat es sich gelohnt!

chillie

HFH-Absolventenfeier 2013

Das war sie jetzt also die Absolventenfeier. Wie fange ich jetzt am besten den Beitrag darüber an?

Vielleicht einen Schritt weiter vorne als gedacht. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich denn überhaupt hinfahren soll. Anfangs war ich mir sehr sicher - dann wieder nicht (wer sich hier ans Diplom-Bachelor-Chaos erinnert fühlt ... könnte ggf. Recht haben). Letztlich habe ich mir die Abschlussfeier gegönnt - anders kann man es nicht nennen, die Feier ist ein Luxus, in meiner Konstellation auf jeden Fall.

Ich traf jemanden, der mit dem Zug vom Bodensee angereist ist und mit seiner kleinen Tochter Morgen im Nachtzug zurückfährt ... ja, das ist anstrengend und sich das "zu leisten" ist Luxus.

Als Fernstudent lernt man ja geradezu derartigen Luxus zu vermeiden. Kostet Geld, ist ggf. mühsam und kostet vor allem Zeit - was man da hätte alles lernen können. Darum ist es doch eigentlich eine tolle Möglichkeit hier den Widereinstieg in die Unvernünftigkeit zu finden. Vernünftige Argumente gegen die Veranstaltung gibt es viele (Abstand zum Studienende, wenig bekannte Gesichter, Anreisezeit und -kosten) ... aber es gibt zwei dafür. Ein Argument ist die Stadt (ich mag Hamburg schon seit Jahren, auch wenn ich zuletzt eher nur den Flughafen zu Gesicht bekommen hatte) und das andere ist die Belohnung für die viele viele Arbeit, die man sich selbst und dem Partner zukommen lassen kann.

Wer weiß ... vielleicht überzeugt diese Überlegung ja den ein oder anderen Zweifler. Das gesamt Event mit den Ausflügen der vorherigen Anreise und Co. wird immer mit der Feier verbunden sein und somit eine tolle Erinnerung ergeben.

Nun aber zur Feier selbst. Begonnen hat alles bei gruslig kalten 6 Grad an den St. Pauli Landungsbrücken. Die netten HFH-Damen schickten uns zu einer Barkasse die uns auf eine große Hafenrundfahrt mitnahm. Vor einigen Jahren hatte ich schon eine kleinere Rundfahrt in den Containerhafen genossen, die heutige war auf jeden Fall schöner, auch wenn es recht kalt war. Sohnemann und Frau waren natürlich auch dabei. Abgesetzt wurden wir in der Nähe der Speicherstadt von wo wir dann zur Patriotischen Gesellschaft Hamburgs gelaufen sind. Dort gab es erst mal einen kleinen Sektempfang, alle Besucher mit Kinder wurden auf die Kinderbetreuung hingewiesen (tolle Sache!) und dann ging es mit Musik schon langsam ans Programm.

Natürlich wird viel geredet - Präsident, Verantwortliche, Gönner und Co. ... jeder der etwas auf sich hält oder einfach aus Jobgründen dabei sein muss hielt eine Rede ;)

Sehr schön war die Rede eines Absolventen, der nach 25 (!sic) Fachsemestern sein Studium abgeschlossen hat. Nicht gefallen hat mir hingegen die Rede des Senior Economist der Telekom - ganz einfach deswegen, weil zu einem Vortrag zum Thema Wissensgesellschaft nicht gehört, dass man seine Konzernpolitik (in diesem Fall sinkende Margen der Internetanbieter aufgrund steigender Datenmengen) ohne Einflechtung in das tatsächliche Thema breittrampelt ... just my 2 cents.

Geehrte wurde der 4.500ste Stundent und auch 3 Studenten mit Auszeichnung. Man munkelt einer davon wäre ich gewesen. Da ich weder eine Frau bin noch WIng mit 1,0 abgeschlossen habe (immerhin war einer noch schlimmer als ich) bin ich vllt. doch leicht zu enttarnen gewesen. Das Präsent ist übrigens ein schickes Notizbuch ... darin kann ich jetzt mit meinem schicken Füller, den mir die HFH geschenkt hat (den gabs übrigens einfach so), alle möglichen Sachen hineinschreiben. Wahrsch. zielt die HFH darauf ab, die Notizen eines weiteren Studiums darin zu verewigen.

Danach gab es Büffet und eine Pause. Die Kritik die ich vor kurzem gelesen habe, dass es zu wenige Stehtische gab, kann ich nicht bestätigen. Büffet war an 3 Stellen aufgebaut und im ganzen Haus gab es genügend Räume um das Essen einzunehmen. War auch ganz lecker.

Nach der Pause wurden nach Studiengang und bei Dipl. FH BWL sogar unterteilt nach Namen (weil es sooo viele waren) die Studenten nach vorne gerufen, es gab Fotos mit Handschütteln und ein Gruppenbild. Nach einer Verabschiedung dann noch ein großes Gruppenbild im Treppenhaus.

Von den 350 Leuten kannte ich leider nicht wirklich viele. Markus habe ich natürlich getroffen ausserdem noch die Studienzentrumsleitung aus Nürnberg. Ich glaube 2 Leute gesehen zu haben, die ich mal bei Klausuren getroffen habe ... aber das war's auch schon.

Alles in allem hat es mir gut gefallen, nicht nur die Feier sondern auch das Drumherum. Und da ich ja heute (und auch vorher) gelernt habe, dass die liebe HFH hier vertreten durch mehrere Personen mitliest und mich manche schon vermissen - oder wenigstens mein Blog, hier noch eine exklusive Neuigkeit.

Da ich mich, bis auf wenige Differenzen - die es wohl in jeder langen Zusammenarbeit gibt, sehr wohl bei euch gefühlt habe, könnte ich mir tatsächlich vorstellen, wenn ich denn wieder Bedarf hätte, zur HFH zurück zu kehren. Es wird sicherlich nicht aus Langeweile sein, so wie Herr Kuhn es mehrmals wiederholt hat, ich weiss was ich mit meiner Zeit anfangen möchte ... aber hey, ich bin knapp 32 ... ich muss noch länger arbeiten als ich überhaupt alt bin, evtl. besteht ja mal wieder Bedarf. Dann ist die HFH auf jeden Fall vorne dabei.

Und mit diesem Gedanken werde ich mein Blog jetzt erst einmal wirklich schließen. Er begann nach der Anmeldung und beim Gespräch, dass ich als Studierender ohne Abitur führen musste und endet jetzt nach der Absolventenfeier - ein Zeitraum von knapp 6 Jahren, seit ich die Anmeldung (am 28.07.07) abgesendet habe bis jetzt.

Oh man... und jetzt werd ich tatsächlich nochmal richtig wehmütig, aber überall wo eine Tür zu geht, geht wo anders wieder eine auf :001_wub:

ENDE

chillie

Das Tor zur Welt

Morgen ist es soweit, der offiziell letzte, finale, schlussendliche Schlusspunkt steht bevor. Die Abschlussfeier, die eigentlich Absolventenfeier heißt, ist gekommen.

Wir sind bereits seit Gestern in Hamburg und hatten heute trotz Mistwetter einen tollen Tag. Nicht nur der Junior ist völlig platt. Bleibt zu hoffen, dass Morgen das Wetter etwas besser ist.

Erst lädt die HFH zu einer Hafenrundfahrt und dann zur Veranstaltung. Mal sehen was so passiert und ob es meinem Sohnemann nach zwei aufregenden Tagen nicht zu langweilig wird.

Ein Fotoblog wie angekündigt fällt leider ins Wasser, da mich die die Datenbremse meines Vertages erwischt hat, wird jeder Fotoupload zur Qual ...aber im Nachhinein kann ich sicher noch etwas nachreichen.

chillie

Sei kein Frosch

Für alle die es wissen wollen (oder auch nicht) - nach dem letzten Beitrag habe ich lange überlegt, aber ich werde nun doch zur Abschlussfeier der HFH fahren.

Mit der günstigeren aber etwas anstrengenderen Anreise per Firmenwagen bleiben noch die Übernachtungen. Da ich fleissig arbeite fallen diese quasi nebenbei ab. Die Hafenrundfahrt der HFH ist auch was für meinen Sohn und große Schiffe angucken wird ihm sicher auch gefallen.

Warum ich den Aufwand doch in Kauf nehme, obwohl ich dort wahrsch. niemand weiter treffe? Ganz einfach, weil ich es mir Wert bin - wer weiß wie lange ich mich ärgern würde, wenn ich einen der wenigen "realen" Momente eines Fernstudiums einfach ausschlagen würde. Und da ich mich im Alltag selten als Dipl-Kfm. (FH) fühle, muss ich doch die Gelegenheit nutzen mal das tolle Ergebnis am eigenen Leib zu spüren.

chillie

Während in Villabajo noch gespült wird...

...wird in Hamburg gefeiert (also vielleicht).

Ach übrigens, hallo - ich bins, der ehemalige Fernstudent, der hier früher mal gebloggt hat. Aktuell gibt es mal wieder etwas mit Studiumsrelevanz, darum habe ich mal den Staub vom Blog gepustet.

Vor 4 Monaten hatte ich mein Zeugnis bekommen, da war's dann aus. Dabei war auch eine Einladung zur Abschlussfeier, auf die ich mich wirklich gefreut hatte. Aber wie das eben so ist im Leben, verschleißen viele Dinge schneller als man glaubt.

Mein Studium, die letzten Jahre sind schon etwas verblasst und übrig geblieben sind einige Erinnerungsruinen, wie bei so vielen Dingen die man hinter sich lässt.

Nun rückt der 27.04.2013 näher - ein Tag bei dem ich mich darauf gefreut hatte, die ganzen FI.de-Irren mal zu treffen. Allerdings hält sich die HFH mit einer offiziellen Einladung weiterhin zurück. Klar kenne ich das Datum, aber so richtig Lust ein WE für mehrere 100 EUR zu buchen ist nicht da, ohne es genau zu wissen.

Zwischenzeitlich meldet der HFH-"Flurfunk" hier im Forum, dass die ganze Organisation umgeworfen wurde und ein zusätzlicher Termin im Juni geschaffen wurde, weil (welch Überraschung ... das kann man ja bei einer steigenden Anzahl an Anmeldungen zur Abschlussarbeit ca. 6 Monate vorher... nicht wissen) so viele Absolventen nun noch mit dem Diplom dran waren.

Dieses ganze Brimborium verdirbt mir aktuell doch die Laune an der Feier, 10 Monate nach Abgabe der DA, 4 Monate nach dem Zeugnis weiß ich selbst gar nicht mehr, was ich eigentlich feiern möchte. Mit meiner Frau habe ich schon im tollen Rahmen gefeiert, bei den Menschen, die mir geholfen haben habe ich mich bereits bedankt und mein Diplom hängt als Kopie hier in meinem Kellerraum.

Vielleicht investiere ich das geplante Wochenende einfach in meinen nächsten Urlaub und lass es mit Sohn und Frau krachen...

chillie

Zieleinlauf im Fernstudiums-Marathon

So... jetzt werde Ihr euch denken, warum um Himmels willen denn noch ein Zieleinlauf, wo das Foto-Finish schon längt abgeliefert wurde. Das gibt es ja bekanntlich nur im Ziel, als Beweis dafür wer der Erste, der Beste, der Schnellste war.

Tja - zum einen nehme ich es jetzt mal nicht so genau, zum anderen habe ich eine so passende Geschichte zum Abschluss zu erzählen, dass man es dafür mal nicht so genau nehmen braucht. Wie bei so vielen Dingen im Leben, ergeben Dinge ja plötzlich hinterher einen Sinn. Realistisch betrachtet ist es natürlich eher so, dass man im Nachhinein Zusammenhänge zwischen Dingen herstellt, die man vorher nicht kennen konnte. Stichwörter sind der Placebo-Effekt oder die Selbsterfüllende Prophezeiung.

Aber egal ... ob nun eher esoterisch oder nüchtern Sachlich... ich mag einfach wenn eine Geschichte rund ist! Und nachdem ich inzwischen mehrfach aufgefordert wurde doch meinen Blog sauber abzuschließen... die Geschichte also rund zu machen, komme ich dem nun endlich nach. Ein anderer Grund ist auch, dass ich unbedingt Drohbriefe vermeiden möchte.

Nun kann man sich ja die Frage stellen, "...was will uns der chillie nach 679 Blogbeiträgen und 3.669 Forenbeiträgen denn noch sagen." ... Ja, stimmt! Aber wie heisst es so schön, es ist sicher schon alles gesagt nur noch nicht von jedem ;).

Der Grund warum ich so lange für den Abschlußblog gebraucht habe ist allerdings nicht darin zu finden, dass ich so lange überlegen musste was es zu schreiben gab. Zum einen beinhaltet dieser Blogpost ja auch die lange angekündigte Überraschung am Ende des Beitrags (die hat wirklich etwas Zeit gekostet) ... zum anderen war ich aber auch einfach mal froh, die ganze Fernstudiererei hinter mir lassen zu können. Und genau dieses hinter mir lassen, hat nun dazu geführt, dass dieser Abschlußbeitrag etwas anders aussieht, als ich es Anfangs selbst dachte. Mit genügend Abstand möchte ich keine Pros und Contras aufzählen oder auf lustige Anekdoten hinweisen, sondern ich möchte einen Kreis schließen und einen Lebensabschnitt entsprechend würdigen ... sowie einen sauberen Schnitt machen.

Bevor ich aber zum Winter 2012 komme blicke ich zurück. Und zwar gut 7 Jahre. Im Herbst 2005 hatte ich die Kündigung für einen Job erhalten, der mir keinen Spaß mehr machte, obwohl ich es mir lange eingeredet hatte. Ich war frustriert, da ich nicht wusste wo ich hin möchte, was ich gut kann und was mir lange Freude bereiten könnte. Die Folge war ein Loch ... das groß genug war um einen 2005er-chillie erstklassig darin zu verschlucken. Damals fiel unbemerkt der Startschuß für einen Marathon ... nein, es war schon eher ein 100km Ultra-Marathon.

Nun war es aber nicht nur, dass ich im Jahr 2005 nicht wie ein Marathonläufer aussah ... nein, Ausdauerleistungen waren - so dachte ich - damals nicht mein Ding.

Vielleicht einer der Gründe warum ich den Job damals verloren habe, langfristige Ziele verfolgen machte mir keinen Spaß - ich suchte den kurzen Kick. Deswegen verlor ich auch berufliche Ziele aus den Augen und zwar so weit, dass ich bereit war alles über den Haufen zu werfen und neu anzufangen ... also wenigsten theoretisch. Denn wer Ausdauer nicht kennt, läuft erst gar nicht los... weil es ja anstrengend werden könnte.

Also meldete ich mit zum 5km-Lauf ...in Form eines berufsbegleitenden Weiterbildungsangebots zum Wirtschaftsfachwirt IHK... an. Unbemerkt war ich schon die Ultra-Marathon-Distanz unterwegs, aber mit dem falschen Tempo!

Einer der Gründe warum ich dort Einstieg lagen ganz klar in der Anstrengungsvermeidung und dem Gedanken, dass ich längere Anstrengungen nicht durchhalten würde. In diesem Fall sicher auch eine selbsterfüllende Prophezeiung... aber eine die mich die nächsten Jahre immerhin antreiben würde.

Für mich erstaunlich konnte ich mich aber 9-10 Monate motivieren. Ich tauchte fast immer auf, arbeitete mit, fuhr die 40km einfach auch bei schlechtestem und schönsten Wetter.

Zum Ende hin traf dann die selbsterfüllende Prophezeiung ein - mich verlies die Lust und die Motivation. Obwohl ich viel hineingesteckt hatte, lernte ich nur halbherzig in den letzten Wochen und sah mich einem Problem ausgesetzt, dass mich beinahe wie ein Dämon verfolgt hat. Egal ob Schulabschluss oder Ausbildung - zum Ende hin ging mir die Luft... oder eher die Lust aus. Meine Leidensfähigkeit war klein ... Leiden ist unangenehm auch wenn das Ziel noch so nah ist. Darum zuckte ich mit den Schultern, dachte mir "wird schon" und kam mit einem blauen Auge durch, wie auch hier.

Nachdem ich also erst zu schnell war, dann zu langsam irgendwie angekommen war... war mir klar. So etwas mache ich nie wieder. Es war anstrengend, nervenaufreibend, kostet Zeit - Geld - und Mühe. Kommt mir gar nicht mehr in die Tüte, schwor ich mir Ende 2006 als alles vorüber war.

Zwischenzeitlich hatte ich einen neuen Job gefunden, der natürlich fast das gleiche war wie der alte. Mein Ziel war, Job machen und über die Runden kommen - und (aufgepasst) ... nicht länger als 1-2 Jahre da zu bleiben, denn ... so meinte ich ... langfristige Ziele & Co. sind ja nichts für mich (Anm. der Red.: ich arbeite immer noch bei dem Unternehmen!).

Also trottete ich gering motiviert auf der Ultra-Marathonstrecke dahin, nachdem ich mir selbst vorher bewiesen hatte, dass sowas doch nichts für mich ist.

Zwischenzeitlich hatte ich mir ein paar Marathonunterlagen angefordert ... ich wollte beim Fernstudienlauf starten. Eindeutig nicht einfach ... 42km Distanz... puh, ganz schön lang... das kann doch nur anstrengend werden - die Pläne landeten in der Schublade mit dem vermerk "später".

Später kam schneller als gedacht, denn das Leben versetzte mir einen derartigen Tritt, dass mir klar war, dass ich etwas ändern muss. Trotz eines Ziels und trotz hoher Motivation fürchtete ich mich aber vor der langen Zeit, die mir bevorstehen würde. Mein Plan war einfach ... aber für mich nachvollziehbar. Die 42km schaffst du niemals im Leben, sagte ich mir ... mach einfach etwas schneller und in 21km ist alles vorbei.

Dass das Ziel aber in 42km entfernt steht, das war mir leider nicht klar, als ich dann an der HFH startete... ich war jung, motiviert und es war am Anfang so leicht.

So frisch wie ich war legte ich bekanntlich ein mords Tempo hin, dass mir teilweise selbst schon schwindelig wurde. Nach 3 Semestern hatte ich schon 10km und für mich somit die Hälfte zurückgelegt. Allerdings war plötzlich die Luft raus - in dieser Zeit hab ich einen großen Teil meines Pulvers verschossen. Ich rang nach Luft, mir brannten die Beine und als bekennender Faulpelz suchte ich eher nach Abkürzungen um zum Ziel zu kommen.

Damals las ich hier im Forum und im Blog oft den von mir zitierten Marathonvergleich. Viele andere Studenten hatten mich darauf hingewiesen, dass ich das Tempo so nicht weiter gehen kann. Ich würde Puste brauchen, Ausdauer um am Ende überhaupt anzukommen und nicht vorher schon auszuscheiden. Damals war mir das allerdings trotz der vielen gut gemeinten Ratschläge so nicht klar - logisch, hatte ich mich doch schon so viele male vorher genau um diese Anstrengung drücken können und konnte ausweichen oder ... noch schlimmer ... mir einreden, dass 80% eines erreichten Ziels auch ganz OK sei.

Nun ist es im Jahr 2012 doch tatsächlich so, dass ich mich dafür entschieden habe in meiner Freizeit längere Strecken zu laufen. Für einen Anfänger wie mich, sind die längeren Strecken natürlich deutlich unter 42km, aber auch dafür benötigt man Ausdauer. Einfach im Wald stehen bleiben und 8km wieder nach Hause gehen, nur weil es etwas anstrengend war, ist kein Spaß - und wenn man seinen Aktionsradius erweitern will, muss man sich herausfordern und langsam (!) immer mehr und weiter laufen. Heißspornige Versuche hier etwas übers Knie zu brechen führt dann entweder dazu, dass einem genau dieses Knie weh tut... oder dass man sich irgendwo abholen lassen muss. Beides nichts für mein Ego.

Was aber passierte zwischen 2009 und 2012 ... zwischen dem Fernstudenten, der sich fast an dem viel zu kurz gefassten Ziel verbrannte und der jetzt als Absolvent genau das als Hobby tut, was er sich selbst immer ausgeredet hatte?

Das ist das große Geheimnis MEINES Fernstudiums. An anderer Stelle schrieb ich bereits, dass sich damals-chillie und heute-chillie sicher kaum wiedererkennen würden. Immerhin hat sich doch so einiges geändert.

Heute mache ich einen Job, den ich vor 7 Jahren sicher verflucht hätte und niemals für so ein Ziel überhaupt den Finger krumm gemacht hätte. Damals war ich für Zeitplanung und Struktur zu faul und baute darauf, dass alles schon so kommt wie es soll - heute kann ich verlässlich planen und auch genau das vermitteln. Heute habe ich berufliche Ziele über den jetzigen Job hinaus, damals dachte ich, dass die Ziele von allein kämen.

Damals waren "die anderen" diejenigen die mich motivierten, ich wollte das was andere hatten. Ein Haus, einen schicken Wagen vor der Tür... und und und. Heute bin ich bei mir angekommen und messe mich nicht an Fremden sondern an meinen Zielen.

Damals war ich ein Couchpotatoe - heute habe ich zu 2005 fast 40kg abgenommen und mein Leben auf den Kopf gestellt ... alles Dinge für die man die lange Puste braucht!

Um mir klar zu machen, warum man die lange Puste braucht, warum man sich die Kräfte einteilen sollte und dabei so schnell, wie es nur geht voran zu kommen, war das nächste Loch das folgte. Die anstehende Geburt meines Sohnes warf mich mal wieder in ein Loch, wenn auch ein kleiners.

Für mich erschien es wie ein toller Ausstiegspunkt - immerhin wäre ich ja nicht wirklich "schuld" gewesen, wenn ich es jetzt sausen lies. Darum drehte und wendete ich das Studium um es zu erleichtern, zu verkürzen.

Der größte Fehler wäre wohl damals gewesen, einfach weiter zu machen. Ich hatte mich auf der Ultra-Marathonstrecke verirrt und war erschöpft.

Das einzig richtige, das was mich irgendwie wieder in die Spur setzte und was vielleicht auch der Grund war für mich zu akzeptieren, dass schnell nicht immer das beste sein muss, war also die Pause. Ich blieb stehen - nahm mir Zeit für meine Familie - nahm mir Zeit für mich - nahm mir die Elternzeit um daheim zu blieben - nahm mir die Auszeit vom Studium - nahm mir Auszeit vom Blog und Forum.

Und genau dort fand ich das, was mich bis in den Dezember 2012 geführt hat. Ab da wird meine Geschichte so langsam rund.

Mit Rückkehr aus der Elternzeit konnte ich den Job wechseln und seitdem noch einmal aufsteigen. Ich habe mein Gehalt extrem verbessert und habe einen tollen Verantwortungsbereich. Ich habe mich für meine Familie entschieden und für meinen Sohn viel Zeit geopfert, damit ich das Studium schaffen kann ohne ihm die wenige Zeit die ich mit ihn hatte zu verkürzen... und in das Studium fand ich auch mit neuem Elan zurück.

Ich konnte die letzte Etappe angehen. Erholt und mit der richtigen Motivation bestückt ging es jetzt voran. Langsamer - manchmal nur im Gehtempo - aber kein einzige mal mehr blieb ich stehen. An manchen anspruchsvollen Stellen wollte ich natürlich wieder stehenbleiben, weil es doch so verdammt anstrengend ist, wenn man so lange unterwegs ist, aber es blieb beim jammern, beim zetern, beim schimpfen und beim motzen... ich blieb in Bewegung und habe für mich gelernt, dass es nicht immer nur schnell sein kann und nicht immer nur angenehm.

Nach der langen Zeit lief ich dann endlich im Ziel ein ... ein 100km Ultra-Fernstudienmarathon, der auf den vielen kleinen Etappen so unterschiedlich gelaufen ist und schlussendlich zu einem grandiosen Ergebnis geführt hat.

Wie man an meinen Schilderungen erkennen kann, beruht mein Stolz aber viel mehr auf die ganze Leistung, auf den Lebensabschnitt und vor allem auf dem was ich mir selbst bewiesen habe, als auf der 1,2. Die ist schon lange wieder vergessen (ehrlich) - aber die Lektion, die ich über mich gelernt habe, daran denke ich tatsächlich so gut wie jeden Tag.

Ich habe mir selbst beigebracht, dass Anstrengung nicht schlimm ist, dass Arbeit sein muss, dass auch Leiden Teil des Weges ist und dass jeder kleine Schritt ein Beitrag zum Ziel ist auch wenn es noch so weit weg erscheint.

Dass ich als neues Hobby den Langstreckenlauf für mich gewählt habe, ist eigentlich nur ein Zufall. Aber im Rückblick ist es doch schön, dass die Geschichte so einen geschlossenen Kreis ergibt. Besser hätte ich es im voraus auch nicht planen können :thumbup:.

Vielen Dank fürs lesen und damit ist mein Blog nach mehr als 5 Jahren nun tatsächlich am Ende. Vielleicht melde ich mich ja doch mal noch für einen Fernstudienmarathon an ... aber man soll ja erst mal regenieren und neue Form aufbauen. Wahrscheinlicher ist, dass ich vorher wirklich 42,195km laufen werde, bevor ich noch mal studiere.

Für alle die es bis hier durchgehalten haben, oder heruntergescrollt haben, noch der Hinweis auf eine kleine Auswahl meiner liebsten Blogbeiträge um nicht ganz das Thema zu verfehlen.

Zu guter letzt aber noch das Feuerwerk. Nach 3 Semestern hatte ich eine Entscheidung getroffen keine Zahlen-Daten-Fakten zu veröffentlichen, weil ich darauf nicht verzichten wollte. Für alle Interessierten, Neugierigen, Dauer-Blogleser und alle da draussen im Internet füge ich für euch das Weiter mit Bildung Factbook bei. Da mir die jetzige Version schon so viel Zeit gekostet hat, sind viele viele Statistiken die ich gern gemacht hätte leider nicht dabei, dennoch hoffe ich, dass ihr viel Spaß daran habt.

Macht's gut!

Viele Grüße

Daniel

chillie

Foto-Finish

Hier ist er, der ultimative Fotobeweis. Falls jemand vllt. dachte, ich schreibe tatsächlich 4,5 Jahre lang nur so vor mich hin ... nein, ich hab tatsächlich studiert und hier ist das Ergebnis:

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attachment.php?attachmentid=2061&d=1350735717

chillie

Ja wo isses denn...?

Genau das habe ich mich gefragt. Ja wo isses denn... das Zeugnis, dass angeblich so schnell verschickt wird.

Da ich heute Homeoffice hab, hab ich gedacht... schleich ich doch noch mal extra zum Briefkasten.... und was ist drin ...

... eine Werbe-Wochenzeitung ...

So ein "§%$§&%/!$&$&...!!! Und dann klemmt das Ding auch noch fest. Gibt's ja gar nicht - also wirklich - dann muss ich mich wohl mal bücken. Unser Briefkasten ist ja ganz unten. So... jetzt hab ich das Ding endlich draussen. Und wenn ich schon mal am Boden kniee was sehe ich da - ...

Ich glaub's ja nicht - da klemmt, ganz oben im Briefkasten, genau bündig, ein brauner fester Umschlag. An mich ... von der HFH ... mit meinem Zeugnis!

Da isses... auch wenn es jetzt neben mir auf dem Tisch liegt (maximal weit entfernt vom Kaffee) ... ich glaubs ja echt kaum noch. Irgendwie fühlt man sich als Diplom-Kaufmann (FH) dann doch nicht so viel anders, als als Wirtschaftsfachwirt oder als Industriekaufmann :cool:

Naja - cool ist es aber schon, das Zeugnis. Und das schönste auf dem Ding ist doch glatt der Satz

"Durch Beschluss des Prüfungsausschusses vom 01. Oktober 2012 wird gemäß § 22 Abs. 3 der Diplomprüfungsordnung auf Grund der herausragenden Leistungen in der Abschlussprüfung das Gesamtprädikat

mit Auszeichnung bestanden

verliehen"

Y:E:A:H!!!!!!!!!!!!!!

:thumbup::lol::001_wub:

chillie

Ich habe lang überlegt, welchen aussagekräftigen Titel ich denn so einem Blogbeitrag geben kann. Wie man sieht ... so wirklich geistreich oder aussagekräftig ist er nicht. Das allein ist aber auch nicht der Grund, warum ich so lange gebraucht habe, um überhaupt mal einen zusammenfassenden Eintrag zu schreiben.

Sinnvoller wäre wohl der Titel gewesen "Nichts ändert Dinge so sehr, wie die Zeit". Nun sind 3 Monate einerseits fast nichts. 3 von 51 Monaten macht 5,9% meiner Studienzeit aus, in der ich also nun auf das Ergebnis meiner DA gewartet habe.

Andererseits waren diese ca. 6% auch ein neues Abenteuer. Alles wieder auf Anfang, Dinge wieder entdecken, Dinge neu entdecken und neue Dinge entdecken ... dafür und für noch einiges mehr war nicht nur Zeit da sondern auch die Lust darauf (wir Fernstudenten wissen ja eigentlich genau, dass es nie wirklich um Zeit sondern eher um Lust geht).

Wenn ich so darüber nachdenke, haben mich diese 51 Monate natürlich sehr verändert. Man weiß ja nie, was gewesen wäre ohne das Studium ... aber so ein Fernstudium hinterlässt einen kräftigen Abdruck im eigenen Leben, wenn noch die ein oder andere persönliche Veränderung dazu kommt um so mehr.

Inzwischen frage ich mich fast schon, ob mich die letzten 3 Monate evtl. tatsächlich nochmal stärker verändert haben.

Eines ist aber sicher, mit jedem Tag, der mein Abgabetermin zurück lag, rutschte die ganze Fernstudiumsgeschichte in die Hintergrund. Das ganze drumherum, dass mich die ganze Zeit so stark beschäftigt hatte, dass ich teilweise kaum mehr etwas anderes gemacht hatte... ist plötzlich unwichtig, abgelegt, weggeschoben ... vllt. zusammen mit den Studienbriefen im Altpapiercontainer gelandet.

So kam es wie es kommen musste ... nach dem - gefühlt - 536sten mal, an dem ich die WebCampus-Seite geöffnet habe stand da nicht mehr in der DA spalte "angemeldet" sondern das Ergebnis.

Und so kam es wie es kommen musste ... es war mir (ehrlich) ... total egal!!! Und auch heute ändert das Wissen, dass ich es geschafft habe und wie ich es geschafft habe fast nichts, ich fühle mich trotzdem so wie vor 2-3 Wochen.

Naja egal, lange Rede kurzer Sinn ... viele interessiert sich auch noch, was nun aus dem ganzen geworden ist.

Vorab hatte ich ja bereits die Information erhalten, dass mein Zweitkorrektor mich mit 1,3 bewertet hat. Die Gründe dafür sind in meinen Augen auch nachvollziehbar. Laut Korrekturbogen hab ich an 3 Stellen einfach keine Begründung für eine Behauptung geliefert. Ansonsten kommt vor allem meine Quellenarbeit, der Sprachstil und die formalen Kriterien sehr gut weg. Die Argumentation war demnach auch OK.

Nachdem mein Erstkorrektor überzogen hatte (Gutachten vom 6.9. ;) ) hat es also noch gedauert. Immerhin 1 Seite Gutachten. Ähnlicher Tenor wie der Zweitkorrektor, hat aber weniger auszusetzen. Somit kassiere ich von ihm eine glatte 1,0.

Zusammen ergibt dass eine 1,1 in der Diplomarbeit. (habe ich schon gesagt, dass ich mich selten so wenig über eine 1 gefreut habe?!?!?!).

Die Gesamtnote im Notenblatt erscheint noch nicht. Ich habe aber am Freitagabend gleich das Widerspruchsverzichtsfax abgeschickt. Wenn meine Notenmeise.xls richtig rechnet (und das müsste sie) ... dann wird mich wohl bald ein Zeugnis erreichen mit der wahnsinnigen Endnote ....

*trommelwirbel*

*tusch*

*raunen*

*schweigen*

von

*dramatische Pause*

1,2

(ich glaube, dass hier zu schreiben, hat eine heilende Wirkung ... denn jetzt fühlt es sich auf einmal recht gut an)

Damit hätte ich, wenn sich seit der letzten Statistik nicht viel geändert hat, eine Note erreicht, die bisher nur 1,2% aller Absolventen hinbekommen haben. :ohmy: WOW...

Nun warte ich vor allem auf mein Zeugnis. So richtig viel anfangen werde ich erst mal damit nicht, im Job läuft es aktuel sehr gut. Allerdings habe ich meiner Chefin schon angedroht, dass sie - sobald das Zeugnis da ist - das SOFORT an die Personalabteilung weiterzuleiten hat und ggf. auch in einem sinnvollen Verteiler kräftig angeben soll... :lol:

chillie

Aus die Maus

Die DA Note steht seit gestern im Notenblatt. Aktuell habe ich noch nicht viel Zeit und Nerv ... ausführliches folgt später.

Aber so müssen die neugierigen warter ab sofort nicht mehr mit mir mitwarten.

chillie

Amnesie

Amnesie ... oder besser gesagt die besondere Form die Fernstudentenamnesie tritt meistens dann in Erscheinung, wenn ein Fernstudent seine Abschlussarbeit bzw. seine letzte Leistung abgelegt hat und auf das Endergebnis des Studiums wartet.

So oder so ähnlich könnte es im Lexikon "Per Anhalter durch das Fernstudium" stehen ;)

Die Amnesie hat bei mir inzwischen voll zugeschlagen. Wie man sicher merkt, hat sich meine Aktivität im Forum und im Blog eindeutig verringert. Ich glaube auch, dass - trotz meiner Pläne - das ganze nicht mehr zu steigern ist. Anstatt alles auf Druck zu verlängern werde ich wohl wirklich in ein paar Wochen den Schlußstrich setzen. Die Internetkurse sind - wenn ich Lust dazu habe - eher ein Zeitvertreib und mein persönlicher Anspruch an ein Blog ist eben auch, dass es regelmäßig, aktuell und mit handfesten Inhalt erscheint.

Davon einmal abgesehen hat die Amnesie inzwischen auch schon viele Verhaltensweisen gelöscht. Eigentlich kein Wunder, denn ich warte ja nun schon fast 3 Monate (!!!!) - so lange habe ich in meinem Studium auf nichts warten müssen.

Zwischenzeitlich schwanke ich also zwischen genervt und "is mir doch egal".

Letzeres resultiert vor allem aus o.g. Amnesie - denn neben den Verhaltensweisen, der Zeitplanung, der Stubenhockerei, dem Frust und der Lust, dem Fernstudentengefühl und und und ... ist mir tatsächlich in den letzten 3 Monaten etwas abhanden gekommen, was ich nicht erwartet hätte.

Der Sinn des ganzen... ich habe mich tatsächlich gefragt, was es denn ändert ob ich nun die Endnote habe oder nicht ... und aktuell - komme ich da zu keiner sinnvollen Antwort. Geschafft ist geschafft und die Leistung ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber ob es etwas ändert wenn die Note da ist? Ich glaueb nicht

chillie

Das Leben hat mich wieder

Eines gleich vorweg ... Nein, ich habe immer noch keine Note obwohl ich vor 11 Wochen meine DA abgegeben habe. Die Note des Erstkorrektors ist sicher irgendwo zwischen seinem Wohnort, Nürnberg und Hamburg.

Ich nehme an der berittene Kurier, der dafür verantwortlich ist wurde von Indianern überfallen oder ähnlichem ...

Allerdings hat mich das Leben wohl tatsächlich wieder, denn ich habe seit letzten Donnerstag nicht mehr ins Notenblatt gesehen.

Auch sonst fühle ich mich inzwischen maximal entfernt vom Fernstudentenleben. Alles was da so war ist weit weg.

Inzwischen hab ich mit meiner Frau vorab schon mal fein den Abschluss gefeiert und einen Studienabschlusskurzurlaub gab's auch schon ;) ... was bleibt?

Wenig schlafen? Kenne ich nicht mehr - ich schlafe super und fühle mich auch bestens. Es hat etwas gedauert aber zusammen mit ein paar anderen Freizeitaktivitäten geht es mir damit wirklich prima.

Wenig Bewegung? Kenne ich nicht mehr - meinen Arbeitszimmerkeller habe ich seit 11 Wochen nicht länger als 15 Minuten betreten.

Stress nach Feierabend? Habe ich nicht mehr - das ist auch gut so, meine Frau arbeitet wieder und der Kurze macht seit 1 Woche Krippeneingewöhnung. Dennoch läuft alles recht locker. Der August war im Job auch eher locker, so dass ich meine Arbeitszeiten moderat halten konnte.

Frust aufgrund mangelnder Motivation? Kenne ich aktuell auch nicht, alles was ich anpacke möchte ich auch genau so. Es wird sicher auch wieder anders, aber momentan kann ich mir das was ich tue genau einteilen.

Die zusätzlichen Aktivitäten der OpenCoursware Kurse laufen eher auf Sparflamme. Ich habe ein paarmal reingeklickt, aber aktuell kein rechtes Bedürfniss mich damit zu beschäftigen. Ich denke wenn es wieder dunkler wird sehe ich mir das mal genauer an - aber da ich keinen Druck habe und es auch gar nicht so wichtig ist, steht es hinten an.

Ansonsten merke ich schon den Effekt vor den ich mich gefürchtet habe. Langsam wird die Zeit knapp, obwohl ich jetzt keine 15-20 Stunden zusätzlich zu Überstunden an der DA schreibe. Aber so lange ich den Effekt einschätzen kann, muss ich mich auch nicht ärgern ... im Hinterkopf ist das "mit Studium hast Du das auch geschafft" da ... und es wirkt Wunder, wenn man sich selbst einreden will, dass etwas zeitlich nicht mehr geht.

Also... alles in allem ... bin ich absolut entspannt und warte weiter. Irgendwie bin ich übrigens so entspannt, dass ich Zwischenzeitlich nicht mal mehr weiß, was ich machen werde, wenn das Zeugnis da ist. :lol:

chillie

die halbe Wahrheit

Ob ein Glas halbvoll oder halbleer ist - dürfte egal sein, denn die Menge ist ja die gleiche. Ein halbes Hähnchen hat wiederum schon andere Problem ... denn es kann nicht mehr stehen ;)

Eine "Halbe" ist in Bayern ja eher ein Kinderbier und halbgar ist bei machen Lebensmitteln sogar ungesund.

Was hat das alles mit meinem Blog zu tun?

Naja es gibt Dinge, die erstaunen mich immer wieder mal. Das Thema meiner DA ist ja kundenorientiertes Mitarbeiterverhalten. Genau das ist mir heute widerfahren.

Ich bin gerade auf der Rückfahrt von einem geschäftlichen Termin, da klingelt mein Firmenhandy. Einer Nummer aus der Gegend meiner Kunden. Darum melde ich mich brav wie immer... am anderen Ende ist aber kein Kunde, sondern eine sehr nette Mitarbeiterin der HFH - die SZ Leiterin aus Nürnberg.

Sie hat wohl (hier oder im WebCampus) meine jammerei nicht mehr ausgehalten. Das bestätigt mich übrigens eindeutig darin, dass Jammerblogs hilfreich sind! :D

Zaubern kann sie zwar nicht, aber sie hat mich mit der ein oder anderen Information versorgt. Eine davon ist, dass ich weder heute noch Morgen noch Montag in den WebCampus gucken muss.

Die andere Information hat mich wiederum etwas überrascht, so ist nämlich mein Erstkorrektor, der bei der letzten HA extrem schnell war, der Grund warum ich langsam durchdrehe. Er hat wohl bis Ende dieser Woche (ergo Morgen) angekündigt, die Bewertung an das SZ zu schicken. Nur dann würde die Note nächste Woche in Hamburg ankommen und eingetragen werden. Wenn es Morgen nicht klappt, hat die SZ Leiterin 10 Tage Urlaub ... und es gehen weitere 10 Tage ins Land. B L Ö D!!!!

Naja, ehrlich gesagt finde ich irgend eine Info besser als gar keine. So gesehen kann ich davon ausgehen, dass ich erst gegen Mitte/Ende September ein Zeugnis in der Hand halten werde.

Also die Warterei geht weiter.

P.S.: Ach ja, jetzt hätte ich es fast vergessen. Die Dritte Information war übrigens die Note des Zweitbetreuers. Ich kann immerhin schon soviel sagen, dass der 1,1 Abschluss Geschichte ist. Andererseits... naja ... andererseits eben.

chillie

Coursera Gamification

Zwischenzeitlich habe ich den iTunesU Kurs der OU zu Philosophie abgeschlossen. Ein Review steht noch aus, aktuell ist der Freizeitstreß eindeutig höher :lol: ... so viel vorneweg ich fand es sehr interessant, diese Lernform hat etwas und ist für Freizeitwissensbegierige Ex-Fernstudenten genau richtig. Die Vorlesungsform des anderen Kurses (45 Minuten Vorlesungen) sprengen aktuell etwas die Zeit die ich mir dafür freigehalten habe.

Darum steht das hinten an. Ab heute startet aber ein Coursera Kurs, für den ich mich angemeldet habe. Der Kurs Gamification der University of Pennsylvania.

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dafür angemeldet. Einer davon ist, dass ich die Idee dahinter (wer nicht weiß worum es geht findet hier oder hier etwas Lesestoff) generell sehr interessant finde für meinen persönlichen Alltag, als Berater meiner Kunden bestimmte Ziele zu erreichen und auch als Führungskraft.

So haben Gamification-Elemente auch damit zu tun, dass ich so schön brav laufen gegangen bin die letzten Wochen. Andererseits habe ich auch im Job so etwas ähnliches laufen (einen inoffiziellen Wettbewerb um aus einer Senseo einen Vollautomaten zu machen - dafür hängt in meinem Büro so eine Art Highscoreliste :) ).

Ich bin gespannt was so passiert. Im Gegensatz zum iTunesU Kurs werde ich sicher auch hier und da mal etwas dazu schreiben. An den Assignments werde ich wohl nicht teilnehmen, aktuell möchte ich zum einen Coursera erst einmal testen und zum anderen einfach etwas über Gamification lernen.

chillie

die Zeit läuft ... ich auch

Eigentlich gibt es nicht viel neues aus chillie-Land, denn die Zeit läuft bekanntlich von allein. Da fällt mir der tolle Spruch ein: "Auch wenn der Zeiger steht, die Zeit vergeht!"

Der Zeiger steht zwar nicht, aber auf den Zeiger geht mir das Warten eindeutig.

Heute vor 8 Wochen ist die Abgabefrist der DA abgelaufen, eigentlich könnte also jetzt die Bewertung vorliegen. Aber die HFH hat im WebCampus schon "zugegeben" dass die Frist eigentlich nicht nach 8 Wochen sondern nach 2 Monaten endet, also für den 30.06. erst am 01.09.

So langsam ist die Geduld bei aller Freizeit, bei allem Ausgleich, bei aller Ablenkung und auch bei allem Verständnis wirklich vorbei.

Ich kenne es ja als Fernstudent selbst, dass eine Frist dazu verleitet sie einzuhalten. Eine DA lesen ist nicht einfach, sie zu bewerten auch nicht, aber mal ehrlich ... 8 (=in Worten -> A C H T) Wochen ...????

Es ist mir einfach ein Bedürfniss das Thema Fernstudium an der HFH endlich abzuschließen. Das Arbeitszimmer ist ausgemistet, die Studienbriefe recycelt, der HFH-Ordner am Rechner ist gezippt und archiviert, die HFH-Farben im Blog sind verschwunden das einzige was mich noch an die letzten 4,5 Jahre erinnert ist der Studienausweis in meinem Geldbeutel und die alltägliche Noten-Klick-Zeremonie um 6:10 Uhr.

Das Problem am Wartefrust ist schon, dass ich langsam das spinnen anfange. Ich frage mich, ob wohl eine Drittkorrektur notwendig ist, oder was los ist, dass sich das so zieht.

Lieber Fernstudiengott - ich bin ja sonst nicht so, aber kümmer' Dich mal um die wichtigen Sachen im Leben, nämlich dass ich endlich die blöde Note kriege und hier mal Ende im Gelände ist mit HFH-Studium. Hopp!!

Als kleiner Vergleich, was ich so die letzten Wochen gemacht habe, während mein Status von geduldig über leicht ungeduldig inzwischen zu genervt wechselte.

Ich habe viele viele Abende mit meiner Frau verbracht, ich habe viele leckere Sachen gekocht und gegessen, ich saß draussen in der Sommerwärme, ich habe einen tollen Urlaub verbraucht, ich habe weitere 3,4kg abgenommen, ich bin so gut wie nicht mehr müde am Morgen und... mein persönlicher Triumph - innerhalb dieser Wartefrist habe ich erfolgreich ein Couch to 5K (oder in meinem Fall ja Desk to 5K) Programm durchgezogen.

D.h. während einer oder zwei der Dozenten nicht in die Pötte kommen, bin ich - bisher tendentiell eher unsportlich - 8 Wochen lang regelmässig laufen gegangen, habe 140km hinter mich gebracht, stehe hin und wieder sogar schon um 5 (!) Uhr auf um vor der Arbeit zu laufen und werde Morgen zum Abschluss des Trainingsplans erstmalig 5km am Stück laufen und hinterher geht es mir blendend.

Eat this DA-Korrektor!

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Das schöne an dieser neuen Freizeitbetätigung ist, dass sie gegen die schlechte Laune hilft, die die DA aktuell hinterlässt. Ausserdem ist das Fernstudium nicht ganz unschuldig daran, dass ich das überhaupt geschafft habe und es auch weiter schaffen möchte.

Der "vor 4,5-Jahren-chillie" würde mir wohl einen Scheibenwischer zeigen, wenn ich ihm erzählen könnte dass er in 4-5 Jahren nicht nur 25kg abgenommen hat, sondern komplett die Ernährung umgestellt hat, erfolgreich im Job ist, gleichzeitig eine tolel Familie hat, kaum noch TV sieht, Zeitplanung beherrscht und bei allem ziemlich entspannt ist und vor allem auch noch 3-4x die Woche laufen geht und in 9 Monaten einen 10KM Lauf machen wird (oder im Oktober vllt. schon einen 7,3km Funrun) ... aber so ist das Leben :)

chillie

Anschluss verloren

Kein Anschluß unter diesem Fernstudenten.

Nicht, dass ich nach dem inoffiziellen Studienende nun Telefon und Internet gekündigt hätte. Ich selbst habe irgendwie den Anschluß an das Fernstudium verloren.

Hin und wieder grübele ich noch etwas rund um das Thema und frage mich, was ich machen würde, müsste ich die DA nochmal schreiben - und genau da komme ich zu dem Punkt, dass in den letzten Wochen den Anschluß zum Fernstudienthema total verloren habe. Das ist alles soooo weit weg.

Letzte Woche fragte mich jemand, ob ich so ein Fernstudium so nach dem Ende empfehlen würde... naja, meine Antwort war... deutlich ;)

Zudem liegt in meiner Schublade immer noch die vor langer langer Zeit angekündigte "Super-nie-dagewesene-Überraschung" ... da fehlt noch etwas.

Die OCW-Kurse tröpfeln so vor sich hin, ich nehme das ganze interessiert auf, aber ganz ganz ohne Zeitdruck. Ich habe mich nämlich entschlossen lieber ein Buch zu lesen, dass ich vor langer Zeit hier im Forum empfohlen bekommen habe (Guy Deutscher - Du Jane, Ich Goethe).

Mit jedem Tag mehr verblasst übrigens auch die noch so abstrakte Überlegung ob nicht doch ein Master noch drin wäre. Während ich Anfangs ein was-wäre-wenn-Spielchen gespielt habe, ist jetzt das Thema absolut weg vom Fenster.

Dafür treiben mich andere Geister um. Kaum hat man mal etwas mehr Luft, spielt das Hirn komische Spielchen (wie schon gebloggt) - "eigentlich" habe ich aktuell wenig Grund über einen Wechsel nachzudenken, dennoch treiben mich Gedanken um, ich lese regelmäßig Stellenanzeigen in der Gegend und checke ziemlich häufig die interne Stellenbörse... und das schlimme ist, obwohl es aktuell echt prima läuft, verursacht allein schon diese Sucherei eine gewisse Unzufriedenheit mit dem jetzigen Job ... komischer Kreislauf.

P.S.: Ach ja, ich warte übrigens immer noch auf das DA-Ergebnis.

chillie

Ach wie passend, die ZEIT hat heute einen Artikel parat, der mir gerade ganz recht kommt. Auch hier geht es im weitesten Sinne darum, warum es sinnvoll sein kann oder sinnvoll ist Ökonomie mit Philosophie zu verbinden.

Leider ist der Artikel zum einen sehr kurz und bedient zum anderen das nervtötende Klischee des bösen Ökonomen, der die Weltwirtschaft beinahe in den Ruin gestürzt hat.

Liberale Blätchen wie die Zeit ziehen in den Kommentaren ja besonders viele "Freigeister" an, die BWLer und VWLer als Wurzel alles Bösen ausgemacht haben, die das WiWi-Studium sowieo für Anspruchslos halten und davon ausgehen, dass die Inhalte vor allem darauf ausgerichtet sind auf Kosten anderer Gewinnmaximierung zu betreiben.

Das ist ein Umstand, der mir schon seit geraumer Zeit kräftig auf die Nerven geht. Bei solchen Kommentaren nutze ich einfach meine natürliche Gabe zur Ignoranz, aber im Artikel klingt ja ähnliches durch.

Nun hat aber meiner Meinung nach nicht die Ökonomie die Wirtschaftskrise verursacht, sondern der Mensch.

Und "der Mensch", dass sind wir alle. Du und ich und Sie da hinten auch - ja, genau SIE! Dadurch, dass wir uns eben nicht rational verhalten, dadurch dass wir uns dank kognitiver Disonanz eher die Fehler der anderen als unsere finden, dadurch dass wir uns durch einen "Herdentrieb" leiten lassen... dadurch dass wir unkritisch dem Konsum folgten.

Was war wohl zu erst da? Das Ei - der (über)Konsum durch uns alle - oder das Huhn - die Industrie die uns gerne alles zur Verfügung stellt was wir gerne hätten.

Naja, genug Wutrede für heute. Die Entwicklung wiederum finde ich gut und gut fände ich auch, wenn breitere Blickwinkel auf die BWL-Materie nicht nur in universitären Masterstudiengängen gelehrt werden.

Viele von uns hier, kommen aus der Praxis und dort wird relativ schnell klar wo eine Theorie funktioniert und wo nicht ... aber dennoch kann es nicht schaden, sich mit den weichen Dingen des wirtschaftlichen Alltags auseinanderzusetzen.

Da können die Kommentatoren und Foristen im Web noch so zetern, keiner von den ach so systemkritischen Schreiberlingen möchte in einer Welt leben, in der wir keine Ökonomie mehr benötigen!

chillie

Was passiert da in meinem Kopf...

Diesmal geht es nicht um die philosophischen Kurse, aber um eine beinahe philosophische Frage... oder vielleicht sogar mehrere.

Die erste Frage ist ja - und die stellen sich ja viele Fernstudenten - wozu das ganze? Das wozu ist mir hin und wieder abhanden gekommen und irgendwann war es leicht bis stark verwandelt wieder da. Hauptargument war - Bildung akademisieren, alles auf festere Beine stellen und die Qualifikation erhöhen.

In irgend einem Sinn habe ich die ganze Zeit ja für meine Karriere studiert. Bis zu meinem Studium hätte ich von mir übrigens gar nicht gesagt, dass ich überhaupt eine habe. Mein Anspruch und meine Denkweisen haben sich geändert, ebenso das Gefühl dafür, was ich kann und was vllt. nicht.

Nun bin ich (so gut wie) fertig. Einerseits habe ich vor kurzem gebloggt, dass ich recht zufrieden mit meinem Job bin. Andererseits keimt seit dem "Abschluss" unregelmässig aber immer wieder stärker werdend der Gedanke ... "Wie geht es weiter?"

Man merkt schon, irgendwo muss ich die Energie hinstecken die in letzter Zeit in die DA gegangen war. Freizeit, Familie, Laufen und OpenCoursware reichen wohl noch nicht aus... in meinem Hirn zünden regelmäßig bunte Ideenfeuerwerke und einige Funken davon haben kleine Glutnester in meine Gedanken gesetzt, die jetzt fröhlich vor sich hin glimmen (sprich: ich bin nicht ausgelastet ;) ).

Bei Kindern geht man ja davon aus, dass sie - wenn sie nicht ausgelastet sind - gern mal Unfug im Kopf haben, bzw. sich gerade dabei diesen ausdenken ...

So schlimm wird es bei mir schon nicht sein, immerhin hab ich noch nichts kaputt gemacht :lol: ... aber diese unterschwellige Beschäftigung mit der Veränderung bringt mich schon ins Grübeln.

Wie lange möchte ich meinen Job noch machen?

In wie weit kann ich mich in meiner Position noch adäquat weiterentwicklen?

Welche Entwicklungsmöglichkeiten bei meinem AG stehen mir offen?

Welche Alternativen bietet mir der freie Markt?

und dabei stosse ich auf meine Lieblingsfrage ...

Welche Positionen, die es am freien Markt gibt, entsprechen eigentlich meinem Profil? ... oder anders gesagt: Was, von dem was ich jetzt (auch sehr gern) mache und kann, finde ich in anderen Positionen wieder?

Viel zu denken...

chillie

Oktober?!?!?!?!?!!?

Hallo... ähm... also echt!

Im HFH-WebCampus hat die HFH heute auf die Frage einer Studentin vorgerechnet wann man bei Abgabe am 30.06.2012 in etwa mit dem Zeugnis rechnen kann, wenn alle die Fristen voll ausnutzen.

Das nette Ergebnis war dann ... ca. Anfang OKTOBER!!!

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Das ist doch nicht deren Ernst!

chillie

Das sind doch mal bewegende Fragen, oder? Leider ist die Kopfzeile nicht lang genug für die wirklich wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

Nun ist es ja so, dass ich generell gerne über das ein oder andere nachdenke. Leider ist nachdenken irgendwie nicht geeignet um es als Hobby anzugeben, zudem war ja bis vor kurzem Nachts lange aufbleiben und Diplomarbeiten und Motzblogs schreiben mein Hobby.

Jetzt habe ich wahnsinnig viel Zeit und in meiner Freizeit wahnsinnig viel Bedarf daran, mein Hirn in Trab zu halten. Einerseits habe ich immerhin schon angefangen den Stapel an Büchern (in echt) und den Stau in meinem Kindle abzulesen, aber irgendwie hat mir die ganze fernstudiererei den reinen Konsum von etwas abgewöhnt.

Auch wenn ein Buch auch im Jahr 2012 immer noch geeignet ist a) intellektuell zu wirken und B) auch etwas dabei zu lernen ist es - vor allem wenn es nicht um Unterhaltung geht - eher Konsum.

Netterweise bietet das Internet genügend Möglichkeiten von der passiven Wissensaufnahme zum aktiven Lernprozess zu begeben und das auch noch ohne ein teueres Fernstudium aber auch ohne die Gefahren autodidaktisch zu lange im trüben zu fischen.

Also... mich interessiert denken, ich habe Zugang zu iTunesU und somit einer Vielzahl an Wissensvermittlung. Deswegen habe ich mich für zwei "Kurse" entschieden.

Einer davon ist der Open University Taster Introducing philosphy: thinking and ethics, der andere eine OpenYale Vorlesung (und somit ohne besonders aufbereitetes Material für "Fernlerner) nämlich Philosphy and Science of Human nature.

Bevor ich das, was ich bisher gelernt habe und die Inhalte näher vorstelle möchte ich aber zum einen natürlich die Ausgangsfrage klären und zum anderen einmal festhalten, warum ich mir das eigentlich antue.

Natürlich... genau DIESE Frage stellt sich jeder Fernstudent. Aber (!) als Fernstudent steht da ein Ziel, man bezahlt ggf. viel Geld ... warum aber zum Teufel setzt sich jemand nach 4,5 Jahren Fernstudium hin, zieht sich Kurse in Englisch (!) über Philosophie (!!) rein... bloggt auch noch drüber (!!!) und hat in seiner wieder gewonnenen Freizeit (!!!!) kein Problem damit sogar Platon in Englisch zu lesen (!!!!!) ???

Tja, wer die Antwort wissen möchte... der muss nachdenken, nämlich über meine Beweggründe und meinen inneren Antrieb. Und ... et voilà ... schon stecken wir mitten drin in der Philosophie! (ätsch... voll erwischt :D)

Beide Kurse sind ziemlich unterschiedlich. Die OU ist bekannt für erstklassig aufbereitetes Material. Dabei nutzt die OU die Möglichkeiten der iTunesU App (die ich sowohl am iPhone als auch am iPad rege nutze) voll aus. Es gibt strukturierte Notizen, Videos, Interviews, Podcasts, Lesestoff und kleine Fragen. Insgesamt ist der Taster nicht sehr umfangreich, bietet aber einen guten Querschnitt.

Bei dem OpenYale Kurs handelt es sich um 1A-Videoaufzeichnungen eines ganzen Semesters in dem o.g. Kurs. Dieser geht etwas weiter über Philosophie hinaus - er nutzt vielmehr Philosophie UND empirische Wissenschafften und verknüpft philosophische denk- und argumentationsweisen mit Hirn- und Verhaltensforschung sowie Psychologie.

Neben den ca. 45-50 minütigen Videoaufzeichnungen (die - wie ich schon erwähnte - wirklich erstklassig sind) gibt es für jede Vorlesung Literatur zu lesen und einen sehr hilfreichen Reading Guide. Da es eben kein Kurs für "Fernlerner" ist, muss man hier selbst ran. Ein Buch das zu lesen war habe ich auf Deutsch, also hab ich das gelesen, bei anderen habe ich bisher dank GoogleBooks und Amazon sowie kostenlosen eBooks einiges gefunden.

Aber wie schon gesagt, die Inhalte stelle ich jeweils in einem separaten Blog vor.

Also... warum Philosophie? Und... warum gerade als BWL-Futzi? Das liegt sicher auch daran, dass mich der Studiengang der Uni Bayreuth (seitdem ich von ihm gehört habe) so sehr fasziniert hat. Wie man sieht geht also die Wirtschafterei und die Denkerei doch irgendwie zusammen, sogar so erfolgreich, dass auch die OU so einen Studiengang im Programm hat.

Nun lernt man bei der Einführung in die Philosophie, dass es gar keinen richtig definierten Begriff gibt, sondern Philosophie eher das ist, was nicht empirische Wissenschaft ist. Sie beschäftigt sich mit Fragen, die man mit empirischer Forschung nie herausfinden kann... z.B. warum jemand wie ich, sich so etwas antut. Das wird man nie mit empirischer Forschung herausfinden können.

Damit man mit Philosophie überhaupt etwas herausfinden kann muss man aber nicht nur im Elfenbeinturm sitzen, sich einen langen Bart wachsen lassen und nachgrübeln... sondern man bedient sich verschiedener Techniken, Gedankengebäuden und Analogien.

Eine davon ist das berühmte Trolley-Problem, welches sicherlich sehr bekannt ist. Dabei geht es darum, dass Dinge die offensichtlich zum gleichen Ergebnis führen (1 Mensch stirbt, 5 überleben) durch die Ausgangshandlung anders interpretiert werden. Dazu gibt es noch andere Gedankenexperimente die ich auch sehr interessant fand (darum geht es um Organspende und um wilde Bären). Nun schubst man also, wenn man sich mit Philosophie beschäftigt, dicke Männer eine Brücke runter (oder eben nicht) und denkt so vor sich hin.

Und genau da liegt für mich die Faszination. Ich beschäftige mich gerne mit Hintergründen, mit Beweggründen und mit der Abstraktion von Dingen. Ich wäge auch des öfteren ab, weswegen ich auch hin und wieder mal als Spielverderber gelte, dabei hinterfrage ich eben auch - obwohl ich bereits für etwas bin - ob nicht doch etwas zu beachten ist. Glücklicherweise komme ich damit prima klar, denn kritisch zu sein und "Konsum" (egal von was) zu hinterfragen, ist für mich ein hohes gut.

Also komme ich ungebildeter Bengel also daher und beschäftige mich eben mal damit, was sonst eher dem Bildungsbürger vorenthalten ist (ok das war jetzt arg polemisch ;) ) ... aber als "Arbeiterkind" und "Nicht-Abiturient" ist das nicht der typische Stoff mit dem man so im Leben in Kontakt gerät. Ich habe einige Bücher gelesen, aber aktive Beschäftigung mit dem Stoff ist etwas anderes.

Da ich das jetzt nicht aus langeweile mache, habe ich übrigens auch ein Ziel. Nur ist es natürlich ein anderes als beim Fernstudium. Das ist die pure Lust am Thema. Deswegen mixe ich auch beide Kurse, lese teilweise etwas mehr als vorgegeben oder weniger. Ich mache mir Notizen und ich blogge drüber.

Letztlich möchte ich einfach meine Denkwerkzeuge kritisch halten, Techniken kennenzulernen die mir helfen gedankliche Manipulation aufzuspüren und das ganze sauber und gut zu verargumentieren. Dazu gibt es kein Lernziel, keine Klausur und keine Hausarbeit, dazu gibt es aktive Prozess die im Hirn laufen und vor allem das Gefühl etwas getan zu haben (statt es nur gelesen zu haben) ... und ausserdem kann ich mal so tun, als hätte ich an einer Uni studiert, denn diese Erkenntnis bekommt man wenigstens Teilweise auch bei einer Yalevorlesung mit ... im Gedanken fragt sich mein Fernstudentenhirn doch öfters in wie wenigen didaktisch sauberen Seiten man so eine 45-min. Vorlesung hätte verpacken können ;)

Ach ja, bevor ich den Blog noch überziehe... es ist ja noch ein Teil der Ausgangsfrage offen. Dabei geht es um das Konzept der positiven und der negativen Freiheit das auf Isaiah Berlin zurückgeht. Während die negative Freiheit diese darstellt eine Entscheidung zu treffen bzw. wenn diese eingeschränkt wird, nicht treffen zu können, beschäftigt sich die positive Freiheit mit den inneren Zielen des Menschen.

Ist diese positive Freiheit eingeschränkt, opfert bspw. ein Fernstudent sein höheres Ziel der Weiterentwicklung, des Lernens und damit z.B. des erhöhten Einkommens für ein niederes Ziel wie z.B. ... Eis essen gehen, aufräumen, staubsaugen oder... naja Olympia gucken.

In dem Moment ist der Mensch (und auch der Fernstudent) also nicht frei, obwohl er ja könnte. Denn niemand hält ihn davon ab sich auf seine Bücher zu stürzen... ausser er selbst. Wie frei kann er also in dem Moment sein?

Mit dieser kleinen Frage reicht es jetzt aber auch für den ersten Philosophie-Blog (wenn das ganze etwas zu lang war, bitte Feedback!)... fröhliches denken!

chillie

1 Monat

Ich warte weiterhin.

Eigentlich wäre es mir lieber wenn es einen festen Termin geben würde. Fix nach 6 oder 8 Wochen kommt das Ergebnis und gut.

Inzwischen ist (vor allem dank 2 Wochen Urlaub) mein Drang in den WebCampus zu gucken auf 1x pro Tag gesunken.

An manchen Tagen habe ich gar nicht geguckt an anderen erst gegen Abend. Man merkt, es wird zunehmend unwichtiger.

So richtig interessiert mich das Ergebnis gerade eh nicht, ich will eigentlich nur endlich im Kopf mit dem Thema abschliessen.

So geht die Warterei eben weiter. Da ich 2 Wochen vor Abgabe mit meinem Laufplan angefangen habe, bin ich vllt. bei den 5K wenn ich das Ergebnis habe ... daran messe ich aktuell wie lange ich schon warte. Noch 2,5 Wochen und ich bin durch ...

in dem Sinne...

bitte warten ...bitte warten ...bitte warten ...bitte warten ...bitte warten ...

chillie

Hinter'm Horizont geht's weiter... (?)

Hin und wieder habe ich es ja schon anklingen lassen. So eine gewisse Wehmut was den Blog betrifft schwingt immer mit.

Nicht nur, dass mich die Bits-und-Bytes die ich hier gesammelt habe, lange begleitet haben und mir immer wieder die Möglichkeit gegeben haben zurückzublicken... nein, ich habe auch Freude daran gefunden und auch so etwas wie ein Hobby darin entdeckt. Zu allerletzt gibt es natürlich auch noch eine kleine aber feine Lerserschar, die mich auch immer wieder motiviert hat etwas neues zu schreiben.

Nun treibt mich schon seit einiger Zeit der Gedanke um, was ich wohl mit diesen tollen Erlebnissen machen kann. Einerseits das Studium beenden und etwas anderes machen... klar ... aber gleich zwei Dinge die mich beschäftigt haben und die mir auch Spaß machten zu begraben... das gefällt mir so gar nicht.

Aber welche Alternativen gibt es? Ein eigenes Blog... die Idee hatte ich schon öfter und immer wieder mal. Das ganze aufsetzen und betreiben kriege ich hin. Aber wo kriege ich denn die Leser her und noch viiiiel wichtiger... welches Thema soll es haben? Ich bin ein sehr interessierter Mensch, mir gehen viele Dinge durch den Kopf und ich beschäftige mich mit so einigem, da wäre sicher etwas dabei.

Allerdings gibt es da auch noch die anderen Punkte, die Punkte die mich schlussendlich auch durch das Studium gebracht haben. Möchte ich etwas machen, bei dem ich nicht gut bin? Möchte ich nur Mittelfeld sein? Natürlich nicht... aber in welchen Bereichen in denen ich mich tummele könnte ich ein Lücke finden, mich etablieren und regelmässig Inhalte finden? Schwierig (beinahe wie eine Geschäftsidee).

Auf der anderen Seite ist da neben den unglaublich vielen Dingen die ich aktuell gern tue einerseits die Zeitlücke. Ich habe mir freie Zeiten geschaffen, die sind noch da. Wie eine "Wunde" heilen diese Lücken langsam zu und wenn ich mich nicht versehe, habe ich plötzlich trotz keinem Studium so wenig Zeit wie bei Studiumszeiten. Da ich nicht Zwangshobbys anfangen möchte, gibt es noch Luft.

Aktuell habe ich angefangen zu laufen, ich lese wieder ... selbstverständlich verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie, ich koche wieder häufiger (das wäre z.B. auch ein Blog wert *g*) und ich beschäftige mich mit so einigen Dingen. Aber es ist noch Zeit da, da Fernsehen oder "doof glotzen" einfach keine attraktiven Alternativen sind.

Da kommen also zwei Stränge zusammen, ich blogge gerne und ich tue es gerne hier. Das eigene Blogprojekt ist noch nicht tot ... aber das müsste rund sein. Ich habe Zeit und ich bewege gerne meinen Geist. Was bleibt da?

Ich habe Kurse bei iTunesU belegt und mich aktuell für einen Open University Taster angemeldet, ich habe einen Open Yale Kurs abonniert und noch 2 weitere Kurse von anderen Universitäten angesehen. Zudem werde ich wohl den Coursera Kurs Gamification belegen.

Nun könnte ich diese Inhalte nutzen, um die Lebensdauer dieses Blogs etwas zu verlängern. Im Gegensatz zum Fernstudentenblog geht es hier um absolute Freiwilligkeit um die Lust daran sich selbst neuen Herausforderungen und Denkweisen zu stellen. Darum würde der Inhalt der Blogs auch stärker an die gelehrten Inhalte angelehnt werden.

Mein persönliches Interesse liegt schon seit langer langer Zeit darin, was Menschen bewegt, sie ausmacht, wo wir (unsere Kultur und Gesellschaft) herkommen. In einem anderen Leben hätte ich wohl einfach gerne Anthropologie studiert.

So belege ich Kurse in Philosophie. Dort bin ich übrigens gleich in den ersten Lektionen auf die Dinge gestossen, die Fernstudenten alltäglich bewegen, nämlich die positive Freiheit seine kurzfristige Lustbefriedigung für höhere innere Ziele zu opfern ;)

Das ganze ist noch im Reifeprozess, vllt. habt ihr etwas Feedback für mich. Ich gehe noch etwas in mich ... vllt. gibt es bald das ein oder andere Review.

Hier auf jeden Fall noch ein paar Links zu dem, wofür ich mich angemeldet habe, bzw. was ich abonniert habe oder was ich mir interessehalber angesehen habe:

Introducing philosphy: thinking and ethics - Open University

Philosphy and Science of Human nature - Open Yale

Political Philosophy: the meaning of freedom - Open University

Critical Reasoning for Beginners - University of Oxford

Gameification - Coursera (University of Pennsilvania)

chillie

Enthüllung...

Parental advisory - explicit content

Eines vorweg, aktuell habe ich Urlaub.

Dennoch habe ich die letzten Tage überlegt, ob ich das folgende hier wirklich schreiben soll.

Es interessiert evtl. den einen oder den anderen. Wiederum andere möchten es sicher nicht hören.

Aber heute war es dann so weit... ich kann nicht mehr an mich halten:

So scheiße gut wie aktuell in diesem Urlaub, ging es mir schon lange nicht mehr!!!!!!

Y:E:A:H!!!!!!!

:cool:Brenn' in der Hölle Fernstudium :cool:

P.S.: Und meine Note will ich aktuell auch nicht wissen!!!!

chillie

Bitte warten

Es ist immer noch nicht lange genug her um eine Note wirklich ehrlich erwarten zu können. Aber ... ich warte dennoch. Auch wenn ich heute erst Nachmittags zum ersten mal in den WebCampus geklickt habe, ich habe geklickt ... und ich gebe zu... ich werde es wieder tun.

Vielleicht bin ich ja auch durchgefallen (Panik! ... siehe unten) ... vielleicht sind 3 Wochen aber auch einfach zu kurz ;)

@Lilly

Abgabe -> CHECK

warten -> CHECK

Motzblog schreiben -> CHECK

warten -> CHECK

Panikblog schreiben und befürchten durchgefallen zu sein -> ... CHECK ;)

warten -> OFFEN

Eins kriegen -> OFFEN

die Note im Blog veröffentlichen -> OFFEN

Also wieder ab in die Warteschlange.

chillie

Master of Desaster

Ich lese neben so ein ... naja nennen wir es "Handtaschenpsychologie-Buch". Dort ist auch irgendwo der Fachbegriff für den Effekt zu finden, dass man dann besonders viele rote Autos sieht, wenn man selbst eines fährt.

Dieser Effekt könnte auch der Grund sein, warum es mir so vorkommt, dass man hier bei FI.de nur so von Masterstudiengängen erschlagen wird.

Mal davon abgesehen, dass auch Masterstudenten hier nach und nach das bloggen anfangen, immer wieder mal das ganze zur Diskussion steht wird/wurde mir ja auch schon x-mal angedichtet, dass ein Master für mich beinahe unausweichlich wäre.

An dieser Stelle kann ich ja mal alle Diskutanten einladen mir zu erklären, warum denn gerade ich so einen Master machen soll?

Ich gebe zu, mein "das kommt mir niemals in die Tüte" (oder so ähnlich) war ganz klar übertrieben. Denn... sag niemals nie. Bevor mir hier jetzt jemand das ganze Bachelor-Diplom-Drama auf's Brot schmiert... JA genau deswegen kann ich die obige Aussage relativieren. Einen Master kann ich nicht ausschließen. Das hat vor allem einen Grund - ich kann nicht in die Zukunft sehen.

Nun gehen wir mal davon aus, dass ich mein Studium nach 4,5 Jahren und am Ende mit hängen und würgen (was aber an mir und nicht am Studium lag) gut über die Bühne gebracht habe. Die Note wird auch ganz nett sein - in wenigen Wochen/Monaten bin ich Dipl-Kaufmann (FH).

An dieser Stelle darf ich auch mal einschieben warum genau ich schlussendlich ins Diplomkonzept gewechselt bin (wer sich darüber genauer informieren will, kann das ganze hin und her gerne im Blog nachlesen ... ausgewählte Links reiche ich auf Anfrage nach *g*). Es hat sich so einiges geändert von Beginn bis zum Ende - das entschiedenste war mein kleiner Sohn. Mit dem Dipl-FH wollte ich einen Fixpunkt setzen. Auch wenn ich an den Bachelor glaube erschien mir in der Situation ... "fertig machen und fertig sein" das Diplom der sicherer Hafen. Das war übrigens eine reine Bauchentscheidung. Letztlich lockte mich noch aber etwas anderes völlig unsachliches.

Im Gegensatz zu vielen WiWI/BWL-Studenten war das Studienfach für mich kein Notnagel. Als Schüler hab ich mir bereits in der Realschule den Wirtschaftlichen Zweig ausgesucht, weil ich ihn interessant fand. Als Ausbildungsberufe kamen nur welche in Betracht die auf ...kaufmann endeten. Damals habe ich mich auf die Klassiker beworben Bank-, Spedition- und Industriekaufmann. Ich weiß nicht wie es heute ist, aber "damals" waren diese 3 die Premiumausbildungen im kaufmännischen Sektor.

Die Zusage kam für den IKM und das nicht nur bei einer kleinen Firma, sondern bei einem Unternehmen dass damals zu einem der besten Ausbildungsbetriebe der Gegen zählte. Jedes Jahr ca. 20 Azubis in allen Bereichen, eine verantwortliche für die Ausbildung, feste Pläne mit Ausbildungszeiten in allen Bereichen und keine stupiden Hilfstätigkeiten. Mir hat das sofort Spaß gemacht und am Ende war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, dass auf dem Schrieb der IHK Kaufmannsgehilfe stand. Das hatte mir vorher keiner gesagt ;) ... springen wir etwas in die Zukunft ... meine Weiterbildung zum Fachwirt sattelte hier wieder auf. Fachwirt fand ich schon interessanter. Klang wie Betriebswirt ... naja nicht ganz aber fast. Ich fühlte mich aber nicht mehr wie der Kaufmannsgehilfe (das ist jetzt arg überspitzt ... aber das "Gehilfe" hat mich doch lange gestört. Nachdem ich mich im Studium eingelebt hatte und dann die Entscheidung treffen musste/wollte/sollte ist mir an der HFH etwas aufgefallen. Im Gegensatz zum typischen Dipl-Betriebswirt (FH) vergab die HFH den Dipl-Kaufmann (FH) ... das wusste ich als Bachelorstudent natürlich nicht, aber unterbewusst war das neben den sachlichen Punkten so ein kleiner unsachlicher Teufel auf meiner Schulter.

Ich lerne das Zeug gerne, ich bin gerne BWLer, ich bin gerne Kaufmann. Ich versuche tagtäglich das zu leben, was ich in Schule und Ausbildung über den Kaufmann gelernt habe. So ein kleines Ideal, dass nicht mit "Management" in der Neuzeit zu übersetzen ist, sondern eher in Richtung Intra-/Enterpreneurship geht. Und mit dem Diplom bin ich nun tatsächlich Diplomkaufmann (FH).

Was hat diese mittellange Ausschweifung also jetzt mit dem Master-Desaster zu tun? Ganz einfach, sie ist ein Teil der Wahrheit rund um meinen aktuellen Karrierestand. Mein Ego ist mit dem was auf dem Schriebs steht unterbewusst zufrieden, bewusst bin ich auch sehr zufrieden mit dem erreichten. Denn unter den 5 Kollegen, die Deutschlandweit "meinen" Job ausüben, bin ich der erste der tatsächlich das erfüllt was in der Jobbeschreibung steht (also den akademischen Abschluss).

Nun wäre ich vielleicht mehr Pro-Master, wenn ich unzufriedener wäre. Ich habe oft genug den Plan gepostet das Unternehmen zu wechseln. Ich hätte es vllt. gemacht wenn ich früher die Einstellung hätte, die ich inzwischen entwickelt habe UND noch den alten Job machen würde. Am Standort selbst ist das Karrierende erreicht, nur wenn meine Chefin kündigt/wechselt wäre ein interessanter Posten frei. Im Konzern gibt es nicht die Welt an Jobs die mich wirklich reizen, bzw. die mir mehr bieten als ich aktuell habe. Extern suche ich nicht direkt, ich lasse mich regelmässig mit Jobs aus der Region berieseln. Nun bin ich kein Controller oder Personaler - sondern habe einen Job, der so nicht in vielen Unternehmen existiert. Andere Bereiche gibt es, aber ob ich das möchte ... muss ich mir überlegen. Andere Jobs gibt es, aber ob ich da hin kommme... dazu brauche ich Führungserfahrung, bzw. mehr davon.

Und schon sind wir mittendrin im Desaster. Der Druck zu wechseln ist nicht da, seit fast 2 Jahren entwickele ich mich persönlich und finanziell in meinem Job weiter, ich habe höchste Anerkennung bei meiner Vorgesetzten und Zwischenzeitlich auch vom Ressortleiter. Was ich am Markt sehe ist uninteressant oder erscheint mir nicht zielführend.

Wozu also einen Master studieren? Ich würde mit einem Master in meinem Unternehmen erst mal keinen Cent mehr verdienen, in unserem Mutterkonzern gibt es Masterpositionen, aber die spielen in der Welt der Controller, Buchhalter und Konsorten... also nicht mein Ding. Braucht man einen Master im Bestandskundenmanagement... oder im Key-Account-Management? Das sind Fragen die sich mir entweder nicht stellen, oder die ich nicht valide beantworten kann.

Wenn also Geld und Aufstiegsmöglichkeiten als Ziel wegfallen so einen Irrsinn noch mal anzugehen, mein Ego mit dem erreichten zufrieden ist ... bleibt nur noch ein ideelles Ziel.

Das ist ja am einfachsten festzuhalten. Die üblichen Argumente fallen hier auf der Seite oft. "Jetzt, wo ich mich daran gewöhnt habe zu lernen...", "Später habe ich vllt. keine Lust mehr...", "Es sind ja nur noch 2 Jahre.." usw.

OK, also hier das Gedankenexperiment ... aus Langeweile, um wieder bloggen zu können, um mir selbst was zu beweisen oder warum auch immer suche ich mir einen Master. Dieser Master muss natürlich wieder im Fernstudium stattfinden, denn meine Zeit ist kostbar. Natürlich ändert sich nichts daran, dass ich eher der FH-Typ bin. Mathematische Beweise ... könnte ich sicher, wenn ich wollte... aber wozu?? Ich würde angewandt studieren wollen, dass hat mir die letzten Jahre gut gefallen und ich habe davon profitiert.

Damit würde aber natürlich der Sparfuchstipp (Fernuni) wegfallen - bleiben noch unzählige Angebote in der Preisklasse rund um die 10-15tsd EUR.

Nun habe ich in meine eigene Ausbildung bereits ca. 15tsd EUR investiert. Das allermeiste allerdings als meine Frau und ich DINKS waren. Neben dem Gehalts- gab es eben auch Familienzuwachs und vorerst auch keine zwei vollen Einkommen mehr. Neben der Tatsache, dass also nochmal so ein Betrag oben drauf kommen könnte darf man nicht vergessen, dass eine beinahe doppelt so hohe monatliche Belastung dahinter steht. 400 oder 500 EUR im Monat - dass muss man sich mal vor Augen halten, von welchen Summen wir hier sprechen.

Wie soll man das als Familienvater schultern ... guten Gewissens? Mit welchen Zielen sollte ich meine Familie zum Verzicht motivieren, bzw. wo müsste ich überhaupt verzichten um so einen Haufen Kohle einzusparen?

Egal welches der ganzen Argumente GEGEN einen Master aktuell wirklich greifbar ist bzw. auch langfristig valide. Das Geld ist DAS Gegenargument zur Aufnahme egal welchen Fern-Masterstudiengangs.

Ich wüsste nicht wo ich es hernehmen soll, ich habe keine Aussicht die Gebühren zu verdienen, ich habe Pläne in die ich 4-500 EUR im Monat lieber investiere als in die nächste Ausbildung. Das ist der Dreh- und Angelpunkt. 230 EUR erschienen mir am Anfang auch sehr viel Geld - das war es aber nicht. Damals hatte ich einen Schmerz, der größer war als der finanzielle ... jetzt bin zufrieden ... und der €-Schmerz wiegt maximal.

Auch wenn es sie gibt, die Masterstudiengänge die reizvoll sind... sei es vllt. ein Aufbaumaster im Bereich Wirtschaftsrecht oder vllt. auch ein normaler BWL-Master in dem es sogar einen Schwerpunkt Servicemanagement gibt... die Angebote die mich interessieren könnten existieren... es bleibt das warum.

Und frei nach Nietzsche ist nur dem, der ein Warum hat kein Wie zu schwer.

Wieso ... weshalb ...warum ... so lange sich die Finanzen nicht selbst regeln oder eine Karotte vor meiner Nase auftaucht die meinen Schmerz lindert bleibe ich (sobald ich es übrigens erst mal bin) Diplomkaufmann FH ... und bin darauf auch noch sehr stolz.

So viel zu der Geschichte chillie und der Master...

... to be continued

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