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aquila

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  1. Die Anzahl der Klausuren oder Leistungsnachweise sagt nicht wahnsinnig viel aus. So ist bspw. der MSc in Management (HIMS/ FernUni Hagen) ebenfalls "nur" mit zwei Klausuren und einer Thesis (sowie einer unbewerteten Gruppenarbeit) ausgestattet. Leider sagt es auch nichts über die Schwierigkeiten. Manchmal ist es einfacher viele Klausuren zu speziellen Themen zu schreiben, als wenige große, die dann viele Themen bearbeiten und man nicht weiß, wie detailliert man lernen muss. Worauf Du vielleicht achten solltest, sind die CP die verliehen werden. Das Programm der FH kenne ich nicht und mit dem der zfuw habe ich mich lange nicht mehr beschäftigt, war aber, meiner Erinnerung nach, nur auf 60 CP ausgelegt. Da mag sich aber etwas geändert haben. Bezüglich Kontakt zu Absolventen: Da gibt es immer zwei Wege. Entweder man fragt beim Anbieter nach ob sie nicht irgendwelche Testimonials unter den Absolventen gibt, deren Kontakte sie weitergeben. Haken ist - diese Absolventen sind dann meist wirklich überzeugt und über die Schattenseiten wenig auskunftsfreudig. Alternativ kann ich nur empfehlen über XING oder LinkedIn nach Absolventen zu suchen. Nicht wenige, aber natürlich nicht alle, sind durchaus auskunftsbereit wenn man fragt.
  2. aquila

    Master of...... vs. MBA

    Executive MBA - kurz EMBA, sind im Grunde part time MBA, die einen besonderen Fokus auf schon aktive Führungskräfte haben, Executives eben. Die Programme sind meist noch einmal einen guten Touch teurer und die Formalkriterien sind oder sollten deutlich schärfer sein, als beim klassischen MBA. Neben deutlich mehr Jahren Berufserfahrung (häufig fünf aufwärts), wird einschlägige und nachgewiesene Führungserfahrung über einen gewissen Zeitraum (meist zwei Jahre oder mehr) verlangt. Da das Programm anders strukturiert ist, wird dann eben auch ein EMBA verliehen und kein MBA. Haken: In Deutschland gibt es einige EMBA Programme, die das "E" irgendwie falsch verstanden haben und ihre mehr oder minder klassischen MBA als Part Time oder DL anbieten. Diese haben aber leider nichts mit einem echten EMBA zu tun, teilweise nicht einmal mit einem MBA (Es gibt EMBA-Programme in D, die weder Führungserfahrung verlangen, noch generalistisch sind, sondern sehr fachspezifisch. Faktisch ist das aber dann ein MA oder MSc in berufsbegleitender Form, nur teurer verkauft durch die drei, in dem Fall vier Buchstaben.) Das Problem der klaren Fachbezüge gibt es aber auch bei anderen MBA-Anbietern in Deutschland. Das sollte man sich nicht unbedingt täuschen lassen. Ein "MBA in [bspw.] Marketing oder Accounting oder Taxation etc." ist faktisch gesehen keiner. Hier hat der MBA reine Marketingaspekte.
  3. aquila

    Master of...... vs. MBA

    Nein, ganz im Gegenteil. Was in Deutschland häufig genug fehl läuft und auch zum schlechten Ruf des MBA beiträgt ist, dass die durchschnittliche, wirkliche Berufserfahrung kaum durchgesetzt wird und auch die Auswahl der MBA-Studenten zu wünschen übrig lässt. Gerade die bekannten FT-Programme stellen die Klassen sehr bewusst zusammen, so gut es das Bewerbungsportfolio hergibt. Mehr als zwei Jahre postgraduierte Berufserfahrung, in der Regel nur die, die sich dabei auch noch hervorgetan haben, unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Herkunft, unterschiedliche Fächer usw. und die alle, mit völlig unterschiedlichen Ansätzen auf einem Haufen, DAS ist gelebtes Lernen...und auch einer der Gründe, warum berufsbegleitende MBA mitnichten den Ruf der guten FT-Programme haben. Sie haben zuwenig Interaktion unter den Teilnehmern. Zuwenig Austausch. Sich selbst bei Präsenzphasen immer mal zu treffen ist etwas völlig anderes, als 12-24 Monate faktisch aufeinander zu hocken und immer wieder in neuen Konstellationen arbeiten zu müssen. Sicherlich hat es natürlich auch Vorteile, das erlernte Wissen gleich anzuwenden, aber dann bleibt man in seiner Umgebung, der Tellerrand liegt woanders. Letztlich ist es natürlich auch eine sehr subjektive Frage, was man selbst besser findet. Ich kann Dich, Jedi, schon verstehen, wenn Du selbst von FT-Programmen nichts hältst. Auch dafür gibt es gute Argumente und zweifelsfrei gibt es Personen, die mit einem berufsbegleitenden MBA besser fahren als mit jedem anderen Programm. Allerdings sollte man nicht die Augen vor der sehr klaren vorherrschenden Meinung verschließen. Selbst wenn man selbst gute Argumente hat und vielleicht (aus eigener Sicht) richtig liegt gegen den Strom zu schwimmen, so würden es die meisten, mit bei denen man sich mit dem Abschluss bewirbt, doch anders sehen. Und da geht im Zweifel die Herkunft und die Art des Programms (kurz "Ruf") weit vor zwei Jahre TeilzeitMBA-Job-Erfahrung. Die Diskussion gibt es ja nicht nur dort, sondern in vielen Bereichen berufsbegleitender Studiengänge.
  4. aquila

    Master of...... vs. MBA

    Ja, ein MBA verlangt ein Erststudium und auch postgraduierte Berufserfahrung. Dabei muss es nicht zwanghaft ein Master sein, häufig reicht, rein vom Formalkriterium, ein Bachelor. Da es aber in der Regel Auswahlkriterien bei den Bewerbern gibt, kann es durchaus sein, dass Masterabschlüsse Pluspunkte bringt. Andere hingegen verlangen in der Tat Masterabschlüsse. Das hängt auch mit dem Punkt zusammen, dass ein MBA eben "nur" eine fachunabhängige Weiterbildung ist. Wie schon erwähnt ist gerade in Deutschland die MBA-Situation, freundlich gesagt, unübersichtlich. In der deutschen Wirtschaft ist sein Nutzen noch umstrittener als weltweit. Ich denke, vielleicht sollte ich das Wenn und Aber noch etwas ausbreiten: MBA haben eine klare Hierarchie: Full-time vor Part-Time vor Dinstance/Online. International anerkannte und hoch angesehene Distance Learning bzw. Online-Programme sind extrem rar. Vielleicht weltweit 20. Bei den Part-Time, PT, Programmen sieht es schon etwas anders aus. Selbst einige der hochangesehenen MBA-Schmieden bieten PT-Programme an. Wichtig dabei ist, diese nicht mit den sogenannten EMBA-Programmen zu verwechseln, deren wirklich bekannten Vertreter alle PT sind. Den großen Bereich der anerkannten MBA sind Full-Time Programme. In Deutschland würde ich schon bei den Full-Time-Programmen vielleicht max. 10 für wirklich passabel halten. Bei den PT sind es weniger und DL? Einen wirklich anerkannten Anbieter im DL-Bereich (deutscher Herkunft) wüsste ich nicht. Ich würde mich in dem Fall international umsehen. So gilt bspw. das Programm der Open University als ziemlich gut - auch wenn die OU in Deutschland wieder einen zweifelhaften Ruf hat. Es gibt aber auch weitere. Der nächste Aspekt, der bedacht werden sollte, ist die deutsche Eigenart, Fachwissen hoch anzusehen. Vielen deutschen Unternehmen, vor allem wenn es sich nicht um große multinationale Konzerne handelt, tendieren dazu lieber Leute einzustellen, die "ihren Bereich" gelernt haben. Managementwissen ist eher suspekt...denn was bringt es, wenn man nicht versteht, was die Untergebenen machen. So sinngemäß eine verbreitete Denke. Letztlich bleibt die Frage aber übrig, von all diesen Dingen (fast) unabhängig: Was willst Du erreichen und was ist Dein Hintergrund? Davon würde ich abhängig machen, ob ein MBA die richtige Wahl ist oder ob es nicht sinnvollere, vielleicht fachspezifischere Master gibt. Aber selbst wenn man aus der Antwort zu einem MBA tendiert, ist die Beantwortung dieser Frage(n) wichtig, denn daran kann man sich orientieren, welches der MBA-Programme wirklich in Frage kommen. Wenn es lediglich um die Erlangung bisher unbekannter BWL-/Managementgrundlagen geht, der MBA aber selbst nicht unbedingt als Türöffner dienen soll, dann kommen sicherlich einige Programme mehr in Frage. Strebt man klare Karriereunterstützung durch die drei Buchstaben an, sind die Möglichkeiten sehr viel begrenzter. Wichtig ist in dem Moment auch zu klären, ob ein PT oder DL-Programm besser wäre oder, oder ob eventuell es lieber FT sein sollte. Trotz allem würde ich bei berufsbegleitenden Programmen mir in dem Moment auch die Management(lehre)programme mit MA oder MS-Abschluss betrachten (bspw. der MSc in Management, HIMS, FernUni Hagen, oder der MA in Ökonomie und Management, TU Kaiserslautern, zfuw.de). Manchmal könnte das die bessere Alternative sein.
  5. aquila

    Master of...... vs. MBA

    Nein, ein MBA ist mitnichten anspruchsvoller als ein anderer Master. Nicht einmal an einer Elite-Uni (wenn man diesen dann mit einem Master dort vergleicht). Der MBA ist anders und hat einen ganz anderes Ziel und eine andere Grundlage. Wenn man das versteht, dann begreift man auch schnell, warum er in manchen Unternehmen hoch oder höher angesehen wird als ein klassischer Master...vergessen dabei sollte man aber nicht einige Wenn und Aber. Ein Mittelding zwischen Master und Promotion ist der MBA nicht. Im Gegenteil, weit gefehlt. Eine Promotion ist eine, insbesondere im Ausland sehr wissenschaftlich ausgerichtete Möglichkeit. Der MBA ist ein, bzw. sollte es sein, sehr anwendungsorientierter Studiengang. So anwendungsorientiert, dass er in den 1990er Jahren als akademischer Abschluss, selbst aus Harvard, nicht in Deutschland anerkannt wurde. Der MBA ist ein klassischer Weiterbildungsstudiengang und basiert schlicht auf "nichts". Ganz im Gegenteil zu typischen Mastern, die auf einem Erststudium aufbauen. Der MBA soll die Absolventen auf eine Führungsposition vorbereiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das ist aber international und daher kommt dieser Doktor-MBA-Vergleich ursprünglich, für viele Unternehmen wichtiger, als einen wissenschaftlichen Doktor einzustellen. Dabei muss bedacht werden, dass die angelsächsischen Länder im Vergleich zu den deutschsprachigen gar nicht so extrem auf Fachwissen und Abschlüsse achten, sondern Erfahrung wichtiger ist. Doktoren in der Wirtschaft gibt es im Vergleich nicht so viele, da der PhD eine klare Ausrichtung auf eine Karriere in Forschung und Lehre haben, ganz im Gegensatz zu unseren Doktoren, die häufig aus Prestige- und Karrieregründen erworben werden um später in die Wirtschaft zu wechseln. Dieses Ziel haben Doktoranden dort sehr viel seltener. Vielleicht aber erst einmal zum Hintergrund. Der MBA ist ursprünglich ein Abschluss in Managementlehre (als Teilgebiet der BWL) für NICHTWiWis. Das ist auch der große Vorteil den viele Unternehmen sehen: a) die Leute sollen im MBA zu Führungskräften ausgebildet werden und nicht das Kleinklein eines normalen BWL-Studiums. b) Es ist eine sinnvolle Ergänzung für bspw. Techniker, Ingenieure, Naturwissenschaftler, die jetzt die groben unternehmerischen Zusammenhänge erfahren, die sie im Studium nicht hatten. Daher sind bei den wirklich guten MBA-Programmen, max. 1/4 bis 1/3 der Teilnehmer mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund ausgestattet. Letztlich ist die Frage, was man selbst will, wohin man sich entwickeln möchte und was man dafür lernen muss, ob ein MBA sinnvoll ist oder man doch besser den klassischen Weg weitergeht - oder - als dritte Variante ein Weiterbildungs Arts/Science-Master macht. Wer bspw. fachlich Karriere machen möchte, auch BWLer, der ist mit einem MBA vielleicht gar nicht so gut bedient, sondern sollte seine erworbenen Kenntnisse nicht nur erweitern, sondern vertiefen. Eine klare und allgemeingültige Antwort ist aber schlicht nicht möglich, wann und ob ein MBA besser für eine Person ist. Vielleicht dazu ein paar Dinge zu den Wenn und Aber: Der MBA ist alles aber nicht unumstritten. Gerade in den letzten Jahren sind wahnsinnig viele neue Studiengänge entstanden, die keinen wirklich Anspruch haben. Gerade bei einem MBA ist die Herkunft deswegen von sehr entscheidender Bedeutung, will man wirklich den MBA auch als Karriereunterstützung nutzen. In Deutschland sind diese Studiengänge rar, zumal viele sehr häufig, bzw. die meisten, von BWLern überbevölkert sind. Die allermeisten MBA-Studiengänge, auch weltweit, sind nicht das Geld wert, was sie kosten und werden auch so geschätzt bei den Arbeitgebern. Die Faustformel beim MBA ist ziemlich einfach: je internationaler, je besser akkreditiert (eigentlich gelten nur drei Akkreditierungen als international akzeptiert) und je bedeutender die Hochschule, desto besser.
  6. Da möchte ich kurz noch einmal einhaken. "de facto" heißt nicht "nur" - auch mit FH-Mastern ist eine Promotion durchaus möglich...aber...aber...aber... Der Punkt, wenn Dir eine Promotion vorschwebt, über den Du zusätzlich nachdenken solltest, ist, ob Du dann überhaupt einen berufsbegleitenden Master anstreben willst. Selbst wenn von einer Universität verliehen, sind viele andere Universitäten und Doktorväter berufsbegleitenden, insb. Fernstudiengängen gegenüber negativ eingestellt. Selbst Hagen mit den regulären und nicht weiterbildenden Studiengängen genießt in der Uni-Landschaft den Ruf von Schmalspur. Sicherlich, wenn der Master von einer FH ausgestellt wurde und nicht max. 1,3 im Schnitt aufweist, sind die Probleme noch einmal größer, aber bereits ein Teilzeitstudium gehört zu den Stolpersteinen für eine Promotion. Was auch nur bedeutet, dass das Finden eines Doktorvaters, wenn man kein spezielles Vitamin B hat oder an der Master-Uni bleiben will / kann, deutlich erschwert ist - aber natürlich auf keinen Fall unmöglich. Wenn Du wirklich an eine Promotion (in Deutschland) denkst, würde ich Dir zwar auch tendenziell von einem FH-Master abraten, allerdings ist ein berufsbegleitender Uni-Abschluss nicht viel besser, aber sicherlich etwas. Noch heikler wird es, wenn dann die Promotion noch extern laufen soll. Vitamin B hingegen kann helfen - und dann ist auch ein FH Master kein großes Hindernis mehr. Ich persönlich würde aber dann wirklich eher über einen Vollzeitmaster nachdenken - möglichst an einer promotionsberechtigten Hochschule.
  7. Ich kann jetzt nichts speziell zu diesem Anbieter sagen. Ich selbst habe berufsintegriert studiert, was bedeutet, dass ich nach dem ersten Lehrjahr auch "ausbildungsintegriert" studiert habe. Auch sonst hatte ich über Jahre immer wieder mit ähnlichen Studiengängen zu tun (als Dozent sowie von der Arbeitgeberseite). Zeitanspruch: Dieses solltest Du nicht unterschätzen. Wobei er sehr stark davon abhängt, wie verzahnt Berufsschule und Studium laufen. Es gibt durchaus Anbieter bzw. gab, die das nicht abgestimmt haben mit der Berufsschule und ggf. Klausuren dort mit Klausuren im Studium übereinfielen. Das ist dann richtig anstrengend. Wenn das halbwegs koordiniert abläuft, dann ist das durchaus machbar - wenn man den Ehrgeiz und die Disziplin dafür hat. Mit den Vorlesungen alleine ist es nämlich nicht getan. Es gibt aber durchaus auch immer wieder Leute, auch nicht zu knapp, denen die Doppelbelastung Studium UND Ausbildung zuviel ist. Die Antwort ist letztlich zu individuell um sie allgemein zu geben. Mehraufwand: Deutlich. Zwar haben sich die Inhalte ein klein wenig angeglichen, aber Studium ist etwas anderes als Ausbildung. Das kommt m.E.n. zu 80% (mindestens) on top. Aber auch hier hängt viel davon ab, wie gut (in dem Fall) die Inhalte aufeinander abgestimmt sind....was jetzt zu Punkt drei führt: Profitiert man von einer Wechselwirkung von Studium und Berufsschule? Dazu gibt es von den meisten Absolventen eine recht klare Meinung, die aber nicht unbedingt von den Dozenten immer geteilt wird - meiner Meinung nach aus mangelnder, eigener Erfahrung. Diese Meinung ist, und der schließe ich mich aus Erfahrung an, dass man weit weniger profitiert als man allgemein hin annimmt oder annehmen könnte. Sicherlich profitiert man in einem gewissen Rahmen. Die Ausbildungsinhalte geben eine gewisse Grundlage für das Studium (beim Buchhaltungsschein bspw. auch mehr) und das Studium etwas mehr Weitsicht für die Ausbildung. Letztlich hängt einiges davon ab, hatte ich oben schon erwähnt, wie gut das Studium mit der Ausbildung/ Berufsschule verzahnt ist. Zeitlich und Inhaltlich. Da aber schon die reinen Grundlagen BWL im Studium problemlos das ganze oder zwei Semester füllen oder auch der Matheschein, nur mal so als Beispiele, dieses aber faktisch in der ersten Berufsschulphase durchgekaut wird (in der Ausbildung), ist schnell verständlich, dass beides nicht so ohne weiteres Deckungsgleich ist. Die letztliche Frage, die aber bleibt, ist - in wie weit bist DU dafür geeignet? Das ist schwer zu beantworten. Meine Erfahrung zeigt, dass Leute, denen der Ausbildungsstoff eher leicht fällt, die Spaß daran haben und auf jeden Fall diesen Bereich studieren wollen, meist sehr gute Karten haben. Leute die im Gegenteil dazu eher das Studium noch anfangen, um mal zu sehen wie weit man kommt, aber eigentlich hatte ich nie vor zu studieren (oder wenn dieses immer "weit weg" war), oder einfach das Interesse am Fach nicht wirklich groß ist, aus denen rekrutieren sich die meisten Abbrecher. Leute, denen schon der Ausbildungsstoff als sehr anspruchsvoll vorkommt, die schaffen es in aller Regel nicht parallel. Aber auch da habe ich schon Leute gesehen, die selbst mit einer unterdurchschnittlichen Ausbildung später berufsbegleitend oder auch Vollzeit ziemlich passable doch noch ihr Studium gemacht haben. Ich glaube für die war dann einfach nur die Zweifachbelastung (neben den Faktoren Arbeit und Freizeit/Familie), zu viel. Lange Rede, kurzer Sinn: Überleg Dir, ob es wirklich ausbildungsintegrierend sein muss. Wenn Du persönlich den aus Deinen Augen berechtigten Zweifel hast, dass Du beides mit viel/ voller Leistung parallel machen kannst, dann überleg Dir lieber, ob Du nicht erst das Eine und dann das Andere machen willst. Soviel Zeit verlierst Du dadurch nicht.
  8. aquila

    Whiteboardfolie

    Ich arbeite gerne im Rahmen von Projekten (beruflich) mit Flipcharts und wenn möglich auch mit der adhesiven Folie. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Der große Vorteil der Folie ist, dass man sie faktisch überall hinkleben kann, ohne mit Heftzwecken, Klebefilm etc. arbeiten zu müssen. Allerdings - kleine Einschränkung - sie ziehen eben auch Staub an. Auf die Dauer oder auf staubigen Untergrund (bspw. Putz, oder wenn man sie auf den Boden ablegt), verlieren sie ihre Anziehungskraft. Wirklich dauerhaft benutzbar sind sie also nur bedingt. Mit Blick auf die Beschriftung gibt es u.U. ein weiteres Aber (je nachdem wie Du sie nutzen willst). Mit klassischen non-permanent Whiteboardmarkern kannst Du die Folien nur bedingt abnehmen und transportieren ohne Gefahr zu laufen, dass es verwischt. Dafür kannst Du abwischen und korrigieren wie an einem Whiteboard. Wichtigster Punkt ist aber vermutlich Dir klar zu werden, wie Du dieses Medium nutzen möchtest. Wenn Du genügend Platz hast für ein ausreichendes Whiteboard und es Dir ausreicht, würde ich dieses nutzen. Willst Du aber Dein Zimmer ggf. zutapezieren, mal auch um-die-Ecke-kleben, die Tür mitnutzen und ggf. das Fenster, aber bist nicht sonderlich an Transport und Wiedernutzung an einem anderen Ort interessiert, dann würde ich sogar zur Folie tendieren. Wenn Du regelmäßig abhängen willst um später es wieder an die Wand zu pinnen - nimm lieber Papier oder nutz Permanentstifte - was aber dann die Vorteile der Folie fast auf null reduziert. Kleiner Tipp am Rande: Ein Papierflipchart ist mitnichten wirklich billiger - je nach Menge. Denn ich kann nur dazu raten sich auch gleich einen Ständer zu besorgen. Es schreibt sich darauf weit besser als auf einer schrägen Fläche als an der Wand (typisch für die Folie) oder auf dem Schreibtisch (der meist nicht groß genug ist).
  9. aquila

    Fernstudium Chemie

    Ich glaube den Zeitaufwand pro Woche kann man für eine Person nicht genau schätzen. Die Angaben der Anbieter liegen ja meist bei einer Bandbreite an Erfahrung ihrer Studenten, gewürzt mit etwas Marketing. Alles unter 15h pro Woche würde ich persönlich aber erst einmal hinterfragen. Klar kann das sein, aber dann sind es Leute, die ausgesprochen schnelle Auffassungsgaben haben. Ich denke die allermeisten Studenten bei seriösen Studiengängen dürften so zwischen 15 und 25h pro Woche liegen. Letztlich hängt aber neben den persönlichen Eigenschaften und Vorbildungen, auch sehr viel von den eigenen Ambitionen ab. Wie schnell man ein Studium machen möchte aber vor allem auch, mit welchen Noten?
  10. aquila

    Fernstudium Chemie

    Ganz klassische - in dem Fall dann universitäre Chemie - ist das hier auch nicht, aber geht in diese Richtung, eben an einer (Fach-)Hochschule. Viele andere Anbieter gehen eher den Weg Chemieingenieurwesen o.ä. Der Punkt, warum hier im Vergleich zum normalen, klassischen Chemievollzeitstudium, solche Möglichkeiten bestehen, liegt in der zwingenden Vorbildung, in dem Fall Ausbildung. Davon unabhängig sollte man aber schon sehen, dass dieser Studiengang durchaus anwendungsorientiert konzipiert ist. Das ist jetzt keine Kritik, finde ich sogar sehr gut, aber trifft das ganz klassische Chemiestudium nicht, wo man faktisch mit dem Bachelor nichts anfangen kann.
  11. Ich habe es mit Text-to-speech-Software versucht mir das Material im Masterstudium anzueignen. Genau genommen nur das zweite Semester...danach habe ich damit nicht weiter gemacht. Mir lagen die Skripte komplett in pdf-Form vor, einmal ein ocr drüber und vorlesen lassen. Es gibt aber zwei sehr wichtige Aspekte, die man berücksichtigen sollte: 1.) Die pdfs genauso wie andere gescannte (Fach-)Bücher etc. sind in aller Regel nicht so aufgebaut, dass text-to-speech es direkt und sinnvoll abarbeiten kann. Formeln, Graphiken, Seitenzahlen, Tabellen etc. sorgen dafür, dass teilweise der Textfluss völlig zerstört wird. Gerade bei Controlling und Co, wo evtl. auch noch mathematische Formeln wichtig wurden in quantitativen Analysen, war das faktisch nicht hörbar. Dieses dann anzupassen, durch die Übernahme der Skripte in Word und dortige Anpassung, ist allerdings ausgesprochen aufwendig und kostet viel Zeit. Du muss nicht nur die Formen richtig setzen (bspw. textliche Fußnoten an die richtige Stelle und reine Literaturquellen schlicht raus), sondern im Zweifel auch andere Dinge in eine "lesbare" Form übersetzen (bspw. Graphiken, Formeln, Tabellen). Ob es eine Software gibt die korrekt komplexere, mathematische Formeln lesen kann? Weiß ich nicht. 2.) Fast noch wichtiger ist die Frage, ob Du überhaupt ein auditiver Lerntyp bist. Ich habe dadurch festgestellt, dass ich es überhaupt nicht bin. Selbst stundenlanges rauf- und runternudeln hat mir weniger geholfen als es einmal selbst zusammenzufassen. Wenn Du schreibst, dass Du vornehmlich liest und niederschreibst, dann würde ich zumindest erst einmal vermuten, dass Du vor allem ein motorischer und visueller Lerner bist. Ob Du dann mit direkt vorgelesenem, auch wenn von Dir bearbeitet, gut fährst, weiß ich nicht. Bei mir war es letztlich rausgeschmissene Zeit und im dritten Semester habe ich mir die Mühe schon nicht mehr gemacht. Zuviel Aufwand, zuwenig Ertrag. Aber da kannst Du natürlich anders sein. Letztlich wirst Du es aber selbst ausprobieren müssen. Aus meiner heutigen Sicht würde ich ggf. meine persönlichen Zusammenfassungen und Skripte, wenn überhaupt, vorlesen lassen. Um diese bin ich ohnehin nicht herum gekommen.
  12. aquila

    Flipchart oder Whiteboard fürs Studium

    Ich bin, zugegeben, etwas irritiert über diese Diskussion. Ich persönlich liebe Flipcharts und White-Boards sowie Metaplanwände - beruflich. Auch und gerade, weil nicht nur ich, sondern alle meine Projektmitglieder immer wieder drauf gucken und ggf. ergänzen oder verändern können. Komplexere Beziehungen und Flowcharts plotten wir uns auch gerne mal mit Schriftgröße 7 auf DIN A0 aus, um es konventionell mit Tesa an die Wand zu pinnen. Dabei bevorzugen wir allerdings adhäsive Flip-Chart-Folie. 1. Weil sie ohne Problem fast überall hängt, zweitens man problemlos auch mehrere nebeneinander hängen kann und drittens - man kann verändern ohne das es irgendwann mit tausendfachem Durchgestreiche unleserlich wird. Nachteil: es ist erheblich teurer. In solchen Konstellationen machen diese Dinge Sinn...ohne Frage...aber im Studium?! Bei meinen beiden Studiengängen (beide nebenberuflich) habe ich weder das eine noch das andere gebraucht. Wozu? Was kann ich darauf schreiben, was nicht auch auf ein normales Blatt Papier geht? Wenn ich mal etwas anderes brauche als DIN A4 geht doch? Kleben, kaufen, alles möglich. Vor allem aber ein andere Gedanke bringt mich zu einem großen Fragezeichen: Im Studium habe ich soviele Informationen, Fächer und Zusammenhänge, dass ich mehr als ein Whiteboard und unzählige Blätter am Flipchart bräuchte, dass dieses einfach nur noch unübersichtlich wird. Rein vom wirtschaftlichen Standpunkt würde ich mir dafür nichts dergleichen anschaffen. Das geht problemlos ohne.
  13. aquila

    Definition "Wissenschaftliches Hochschulstudium"

    Ich vermute more hat die Tabelle von dieser Seite: http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/vka/entgeltgruppen.html Ich glaube, was hier evtl. auch etwas zur Verwirrung beiträgt sind die Begriffe höherer und gehobener Dienst. Diese sind ausschließlich für die Beamtenlaufbahn vorgesehen und nicht für Angestellte des öD.
  14. Ich kann verstehen, dass man es nicht allzu schön findet den potentiellen Abschluss nach hinten zu schieben. Auch mein Ego wäre da ziemlich gefrustet. Du bist aber anscheinend sehr fixiert darauf, dass Du ggf. zwei weitere Semester brauchst. Grundsätzlich kann ich das verstehen, jedoch würde ich versuchen nicht so negativ meine Sicht darauf zu beschränken. Du machst 1,5 Jobs, arbeitest Dich dabei in einen neuen ein, in eine Führungsposition. Du hast diese nicht nur erreicht, sondern füllst sie bald mit Leben. Das alleine würde viele Leute schon überfordern. Dich nicht. Dein Ego sollte dieses ruhig mal anerkennen und Du Dir eingestehen, dass Du da schlicht mehr leistest als der Durchschnitt je wird. Zu allem Überfluss studierst Du sogar noch nebenbei. Auch hier mal der klare Hinweis: Die meisten Menschen könnten sich selbst in einem niederen 9-5-Job kein berufsbegleitendes Studium vorstellen. Das alleine sollte Egofutter sein. Aber nein, Du kombinierst es nicht nur mit der Einarbeitung in einen neuen Job (siehe oben), sondern machst nebenbei auch noch den alten weiter, steigst in der Hierarchie auf usw. ey - wenn das nicht mal wirklich ein Ego aufbauen sollte. Das ist Hammer. Überleg Dir doch mal wieviele das schaffen?! Und zu guter letzt: Dein Ego sollte Stolz auf das erreichte Pensum sein und auch Stolz, dass Du nicht blindlings versuchst jetzt alles absolut unter einen Hut zu bekommen. Denn darunter würde der Job, das Studium und letztlich Du selbst zu sehr leiden, und Dein Ego dann endgültig.
  15. aquila

    Erfahrungen zum Studieren ohne Abitur

    Grundsätzlich würde ich einer Person, die sich eher praktisch als theoretisch veranlagten sieht, immer eher zu einem Fachhochschulstudium raten als zu einem universitären. Allerdings sollte man es auch hier nicht unterschätzen und auch nicht unbedingt versuchen hier Studiengängen als mehr oder weniger theoretisch einzuordnen. Vieles hängt von den tatsächlichen Inhalten der Module ab und ggf. von den Dozenten. So kann auch ein Informatikstudium eher anwendungsorientiert sein, während Medieninformatik sehr theorielastig daher kommen mag. Davon mal abgesehen, ja, ein Studium (egal ob Uni oder FH) ist natürlich auch ohne Abitur oder entsprechend schulischer Hochschulzugangsberechtigung schaffbar. Dafür gibt es ausreichend Beispiele. Allerdings sollte man sich schon klar darüber sein, dass die Abbruchquoten unter diesen Studierenden weit überdurchschnittlich sind und die meisten es nicht erfolgreich beenden. Soviel zum Thema Schwarzmalerei. Letztlich ist aber ein Einzelner keine Statistik. Ob man besteht - ob DU bestehst - hängt nahezu ausschließlich von Dir selbst ab. Wenn Du den Ehrgeiz, den Fleiß und die Disziplin mitbringst evtl. Fachgebiete zu nachzulernen wo Dir ggf. auch die bspw. mathematischen Grundlagen der Oberstufe fehlen oder schlicht länger brauchst um Dich durch den Stoff zu wühlen und ein sehr gutes Stück zu quälen, dann hast Du durchaus gute Chancen. Aber anstrengend wird es, keine Frage. Und nebenberuflich ist dabei nicht zwanghaft unbedingt die leichtere Variante, nur anders schwer, je nach Typ auch schwerer. Ein Studium ist aber grundsätzlich kein Selbstläufer. Eine AHR, FHR oder fbHR helfen lediglich beim Einstieg manches schneller zu verstehen bzw. manche Grundlagen bereits zu haben, die in der Vorlesung nach zwei Wochen und nicht wie in der Oberstufe nach einem Jahr, durchgeackert sind. Es gibt zwar eine Korrelation zwischen Schul- und Studienerfolg, aber es ist kein Fixum, wie man an den Abbruchquoten von Abiturienten sieht. Viel wichtiger finde ich persönlich aber einen Punkt, den dedo schon nannte: Wenn Du es Dir zutraust und die Bedingungen (alle, privat, Hochschule, AG, Finanzen etc.) es zulassen, dann versuche es und beiß Dich durch. Klar, Du kannst Geld und Freizeit verlieren und ohne Abschluss dastehen...aber sonst? Nur gewinnen. Wissen. Selbstachtung, selbst wenn Du den Abschluss nicht machen solltest. DU hast es dann wenigstens versucht...und über das "wenn Du erfolgreich bist", darüber brauche ich dann wohl keinen Tastaturanschlag mehr verlieren.
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