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aquila

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  1. Die Anzahl der Klausuren oder Leistungsnachweise sagt nicht wahnsinnig viel aus. So ist bspw. der MSc in Management (HIMS/ FernUni Hagen) ebenfalls "nur" mit zwei Klausuren und einer Thesis (sowie einer unbewerteten Gruppenarbeit) ausgestattet. Leider sagt es auch nichts über die Schwierigkeiten. Manchmal ist es einfacher viele Klausuren zu speziellen Themen zu schreiben, als wenige große, die dann viele Themen bearbeiten und man nicht weiß, wie detailliert man lernen muss. Worauf Du vielleicht achten solltest, sind die CP die verliehen werden. Das Programm der FH kenne ich nicht und mit dem der zfuw habe ich mich lange nicht mehr beschäftigt, war aber, meiner Erinnerung nach, nur auf 60 CP ausgelegt. Da mag sich aber etwas geändert haben. Bezüglich Kontakt zu Absolventen: Da gibt es immer zwei Wege. Entweder man fragt beim Anbieter nach ob sie nicht irgendwelche Testimonials unter den Absolventen gibt, deren Kontakte sie weitergeben. Haken ist - diese Absolventen sind dann meist wirklich überzeugt und über die Schattenseiten wenig auskunftsfreudig. Alternativ kann ich nur empfehlen über XING oder LinkedIn nach Absolventen zu suchen. Nicht wenige, aber natürlich nicht alle, sind durchaus auskunftsbereit wenn man fragt.
  2. Ich habe es mit Text-to-speech-Software versucht mir das Material im Masterstudium anzueignen. Genau genommen nur das zweite Semester...danach habe ich damit nicht weiter gemacht. Mir lagen die Skripte komplett in pdf-Form vor, einmal ein ocr drüber und vorlesen lassen. Es gibt aber zwei sehr wichtige Aspekte, die man berücksichtigen sollte: 1.) Die pdfs genauso wie andere gescannte (Fach-)Bücher etc. sind in aller Regel nicht so aufgebaut, dass text-to-speech es direkt und sinnvoll abarbeiten kann. Formeln, Graphiken, Seitenzahlen, Tabellen etc. sorgen dafür, dass teilweise der Textfluss völlig zerstört wird. Gerade bei Controlling und Co, wo evtl. auch noch mathematische Formeln wichtig wurden in quantitativen Analysen, war das faktisch nicht hörbar. Dieses dann anzupassen, durch die Übernahme der Skripte in Word und dortige Anpassung, ist allerdings ausgesprochen aufwendig und kostet viel Zeit. Du muss nicht nur die Formen richtig setzen (bspw. textliche Fußnoten an die richtige Stelle und reine Literaturquellen schlicht raus), sondern im Zweifel auch andere Dinge in eine "lesbare" Form übersetzen (bspw. Graphiken, Formeln, Tabellen). Ob es eine Software gibt die korrekt komplexere, mathematische Formeln lesen kann? Weiß ich nicht. 2.) Fast noch wichtiger ist die Frage, ob Du überhaupt ein auditiver Lerntyp bist. Ich habe dadurch festgestellt, dass ich es überhaupt nicht bin. Selbst stundenlanges rauf- und runternudeln hat mir weniger geholfen als es einmal selbst zusammenzufassen. Wenn Du schreibst, dass Du vornehmlich liest und niederschreibst, dann würde ich zumindest erst einmal vermuten, dass Du vor allem ein motorischer und visueller Lerner bist. Ob Du dann mit direkt vorgelesenem, auch wenn von Dir bearbeitet, gut fährst, weiß ich nicht. Bei mir war es letztlich rausgeschmissene Zeit und im dritten Semester habe ich mir die Mühe schon nicht mehr gemacht. Zuviel Aufwand, zuwenig Ertrag. Aber da kannst Du natürlich anders sein. Letztlich wirst Du es aber selbst ausprobieren müssen. Aus meiner heutigen Sicht würde ich ggf. meine persönlichen Zusammenfassungen und Skripte, wenn überhaupt, vorlesen lassen. Um diese bin ich ohnehin nicht herum gekommen.
  3. Ich kann verstehen, dass man es nicht allzu schön findet den potentiellen Abschluss nach hinten zu schieben. Auch mein Ego wäre da ziemlich gefrustet. Du bist aber anscheinend sehr fixiert darauf, dass Du ggf. zwei weitere Semester brauchst. Grundsätzlich kann ich das verstehen, jedoch würde ich versuchen nicht so negativ meine Sicht darauf zu beschränken. Du machst 1,5 Jobs, arbeitest Dich dabei in einen neuen ein, in eine Führungsposition. Du hast diese nicht nur erreicht, sondern füllst sie bald mit Leben. Das alleine würde viele Leute schon überfordern. Dich nicht. Dein Ego sollte dieses ruhig mal anerkennen und Du Dir eingestehen, dass Du da schlicht mehr leistest als der Durchschnitt je wird. Zu allem Überfluss studierst Du sogar noch nebenbei. Auch hier mal der klare Hinweis: Die meisten Menschen könnten sich selbst in einem niederen 9-5-Job kein berufsbegleitendes Studium vorstellen. Das alleine sollte Egofutter sein. Aber nein, Du kombinierst es nicht nur mit der Einarbeitung in einen neuen Job (siehe oben), sondern machst nebenbei auch noch den alten weiter, steigst in der Hierarchie auf usw. ey - wenn das nicht mal wirklich ein Ego aufbauen sollte. Das ist Hammer. Überleg Dir doch mal wieviele das schaffen?! Und zu guter letzt: Dein Ego sollte Stolz auf das erreichte Pensum sein und auch Stolz, dass Du nicht blindlings versuchst jetzt alles absolut unter einen Hut zu bekommen. Denn darunter würde der Job, das Studium und letztlich Du selbst zu sehr leiden, und Dein Ego dann endgültig.
  4. Grundsätzlich würde ich einer Person, die sich eher praktisch als theoretisch veranlagten sieht, immer eher zu einem Fachhochschulstudium raten als zu einem universitären. Allerdings sollte man es auch hier nicht unterschätzen und auch nicht unbedingt versuchen hier Studiengängen als mehr oder weniger theoretisch einzuordnen. Vieles hängt von den tatsächlichen Inhalten der Module ab und ggf. von den Dozenten. So kann auch ein Informatikstudium eher anwendungsorientiert sein, während Medieninformatik sehr theorielastig daher kommen mag. Davon mal abgesehen, ja, ein Studium (egal ob Uni oder FH) ist natürlich auch ohne Abitur oder entsprechend schulischer Hochschulzugangsberechtigung schaffbar. Dafür gibt es ausreichend Beispiele. Allerdings sollte man sich schon klar darüber sein, dass die Abbruchquoten unter diesen Studierenden weit überdurchschnittlich sind und die meisten es nicht erfolgreich beenden. Soviel zum Thema Schwarzmalerei. Letztlich ist aber ein Einzelner keine Statistik. Ob man besteht - ob DU bestehst - hängt nahezu ausschließlich von Dir selbst ab. Wenn Du den Ehrgeiz, den Fleiß und die Disziplin mitbringst evtl. Fachgebiete zu nachzulernen wo Dir ggf. auch die bspw. mathematischen Grundlagen der Oberstufe fehlen oder schlicht länger brauchst um Dich durch den Stoff zu wühlen und ein sehr gutes Stück zu quälen, dann hast Du durchaus gute Chancen. Aber anstrengend wird es, keine Frage. Und nebenberuflich ist dabei nicht zwanghaft unbedingt die leichtere Variante, nur anders schwer, je nach Typ auch schwerer. Ein Studium ist aber grundsätzlich kein Selbstläufer. Eine AHR, FHR oder fbHR helfen lediglich beim Einstieg manches schneller zu verstehen bzw. manche Grundlagen bereits zu haben, die in der Vorlesung nach zwei Wochen und nicht wie in der Oberstufe nach einem Jahr, durchgeackert sind. Es gibt zwar eine Korrelation zwischen Schul- und Studienerfolg, aber es ist kein Fixum, wie man an den Abbruchquoten von Abiturienten sieht. Viel wichtiger finde ich persönlich aber einen Punkt, den dedo schon nannte: Wenn Du es Dir zutraust und die Bedingungen (alle, privat, Hochschule, AG, Finanzen etc.) es zulassen, dann versuche es und beiß Dich durch. Klar, Du kannst Geld und Freizeit verlieren und ohne Abschluss dastehen...aber sonst? Nur gewinnen. Wissen. Selbstachtung, selbst wenn Du den Abschluss nicht machen solltest. DU hast es dann wenigstens versucht...und über das "wenn Du erfolgreich bist", darüber brauche ich dann wohl keinen Tastaturanschlag mehr verlieren.
  5. Wichtig ist es herauszubekommen, was man selbst für ein "Lerntyp" ist. In der Literatur werden in aller Regel vier beschrieben, wobei kaum einer in absoluter Reinform vorliegt. Auditiv, visuell, kommunikativ und motorisch. Motorisch veranlagte Lerne (bin ich auch), müssen sich dabei bewegen oder bspw. eben schreiben. Bei mir war es auch so, dass ich handschriftlich deutlich weiter und schneller kam als bei PC-zusammengefassten Scripten. Lesen und markieren oder auch bspw. die Texte als Hörbuch greifen bei mir nicht sonderlich. Dem Gegenüber habe ich aber auch guten Nutzen aus kommunikativen Lernformen gezogen. Weniger in der typisch gleichbereichtigten Lerngruppe als als (Nachhilfe)"Lehrer" oder auch in für mich selbst vorgetragene Vorlesungen. Davor die Karteikarten - handschriftlich - perfekt. Anderer Punkt: Dein Experiment in allen Ehren, aber von einmal würde ich nicht endgültig auf das Ergebnis schließen. Es kann auch durchaus sein, dass Dir bspw. VWL auch vom Thema oder der Komplexität mehr lag und Du Dich trotz des anderen, vielleicht auch schlechteren Vorgehens, besser vorbereitet gefühlt hast.
  6. aquila

    Betriebswirt (VWA)?

    Wenn ich kurz ergänzen darf. Es ist nicht nur, bzw. gar nicht so sehr der Unterschied VWA zu VWA was Probleme bereiten kann. Das ist von außen sogar relativ schwer zu beurteilen, denn nur weil es bereits eine Kooperation mit einer FH xy gibt heißt es nicht, dass eine andere VWA, die im Verbund den gleichen Ansprüchen genügen sollte, schlechter ist, nur weil es keine solch offizielle Kooperation gibt. Aus Arbeitgebersicht werden die VWA im wesentlichen relativ homogen gesehen. Klar, mit Ausnahmen. So hat bspw. die VWA Stuttgart eine herausragende Stellung während bspw. die VWA in Arnsberg/Lippstadt eher im normalen Fahrwasser schwimmt (nur so als Beispiel). Stuttgart kann allerdings auch als Wiege des DHBW-Systems kaum verglichen werden. In Bezug auf die Problematik der VWA sind andere Aspekte viel entscheidender: 1.) Die teilweise, früher noch mehr als heute, vorgetragene Überlegenheit ggü. anderen (immerhin anerkannten) Betriebswirten und dem immer wieder gerne suggerierten Eindruck, dass hier wirklich auf "universitärem Niveau" gelehrt wird und im Grunde zumindest einem Fachhochschulabschluß nicht hinterher steht. Dieses wird heute leider immer noch von der VWA bzw. ihren Absolventen wie ein Mantra vor sich her getragen und immer wiederholt. Leider wird es damit nicht richtiger. Nur weil "Professoren" Lehrstoff machen (wollen) wie in ihren regulären HS-Vorlesungen, ist der Stoff noch lange nicht so tief und breit. Die "Diplomarbeiten" sind in Umfang und wissenschaftlicher Tiefe im Schnitt nicht ausreichend für eine HS, selbst wenn sie recht gut benotet werden an einer VWA. Auch rechtlich gesehen, hatte ein Betriebswirt VWA mit einem Dipl. FH oder heutigen Bachelor kaum oder keine Übereinstimmungen. Es gibt zwar immer wieder gerne und vielzitierte Urteile, dass es so wäre, aber letztlich habe ich selbst an den VWA niemanden gesehen, der klar sagen konnte ob das Urteil auch letztinstanzlich Bestand hatte - aber, viel wichtiger - klar gibt es Einzelfälle, aber in Deutschland existiert kein case-law. Andere Gerichte haben in ähnlichen Sachverhalten anders entschieden. Diese, leider immer wieder und immer noch anzutreffende Realtitätsmissachtung ist es, was vielen VWAlern später das Leben schwer macht und letztlich einen guten Abschluß und deren Mühen innerlich entwertet. 2.) Es ist dahingehend immer noch eine Frage, was man vergleicht. Leider vergleichen viele Betriebswirte (VWA) sich mit Bachelorabschlüssen oder ehemals dem Dipl FH. Das ist natürlich schlicht falsch (s. 1.). Man sollte schon akzeptieren, dass es ein (nichtakademischer) Betriebswirt ist. Nicht weniger aber eben auch nicht mehr. Wer das akzeptiert, der fährt damit glücklicher. 3.) In Bezug auf die Kooperationsprogramme zum Bachelor kommen wir in andere Fragen. Seit diesen Programmen ist natürlich auch außerhalb recht offensichtlich geworden, dass der VWA-Betriebswirt wohl kein universitäres Niveau haben kann, wenn man gut 25% mehr Zeit benötigt um den gleichen Abschluß zu erhalten. Dieser Schritt hat den Betriebswirt (endlich) relativiert, wenn auch viele es immer noch nicht wahrhaben wollen. In Bezug auf diese Kooperationsprogramme gibt es aber durchaus große Unterschiede und die hängen nicht unwesentlich von der kooperierenden HS bzw. Berufsakademie ab. So hat die FH Münster, die unter den FH einen sehr guten Ruf genießt, natürlich einen völlig anderen Ruf als irgendeine Berufsakadmie, die, streng genommen, auch keine akademischen Bachelor ausstellen kann. Hinzu kommt, dass Berufsakademien in Deutschland in der Tat sehr unterschiedliche Qualitäten haben, die weniger vom Standort als vom Bundesland abhängen.
  7. aquila

    Betriebswirt (VWA)?

    Beispiele für Leute die es mit oder trotz (je nach Sichtweise) eines Betriebswirtes VWA steile Karrieren hingelegt haben gibt es natürlich. Einige davon kenne ich auch persönlich. Wie mit jedem anderen Abschluß auch oder eben auch bei Leuten ohne einen. Es ist allerdings vergleichsweise selten. Wenn man die teils sehr hohen Ziele der VWA-Anfänger sich anhört und leider auch immer wieder die sehr heiklen, unterstützenden Aussagen der VWA-Befürwortern mitbekommt - habe selber mal für eine VWA Vorlesungen gehalten - so verabschieden sich im späteren Verlauf der Jahre prozentual mehr von ihren Träumen als bspw. Leute einer Fachhochschule etc. und nicht wenige sind echt sauer, dass die Versprechungen sich nicht mit der Realität deckten. Wenn die VWA in Bezug auf die Arbeitsmarktrealitäten etwas ehrlicher wäre, dann ist das schon ein sehr interessanter Weg in Abgleich mit SGB oder Betriebswirt IHK. Aber solange sie diesen Betriebswirt immer weit über die anderen Stellen, was er aber schlicht nicht ist und Realität und Anspruch so weit differgieren, wird es diese Diskussion immer geben.
  8. Das mit dem Führen von dem erlangten Dr. ist mitunter durchaus problematisch. Es gibt durchaus die Möglichkeit, wenn erlaubt, den Dr. als "Dr." ohne jegliche weitere Bezeichnung zu führen - darüber kannst Du bei den entsprechenden Stellen Auskunft erhalten. Andernfalls musst Du ihn in Originalform und ggf. mit Hinweis auf Uni und Land führen. schnell, preiswert und legal schließt sich dabei nicht unbedingt aus, sondern ist eine Frage des Vergleiches. Mit am preiswertesten sind vermutlich sogar wirklich die deutschen Promotionen, extern. Da könntest Du aber bereits mit dem MBA auf wenig Gegenliebe stoßen. Wie schnell Du diesen dann machst, ist wiederum eine andere Frage aber je nach Fach, bspw. BWL, solltest Du mal mind. 3 Jahre einplanen, extern, das wäre aber dann schon schnell. Viele brauchen 5 und mehr Jahre.. Seriöse und legale Programme im Ausland sind übrigens selten wirklich kürzer. Auch die sollten in aller Regel so um 4,5 Jahre berufsbegleitend haben. Wenn Dir hier jemand etwas komplett mit drei Jahren anbietet, sollte man zumindest im Zweifel zweimal nachfragen.
  9. Meine Erfahrung mit dem Master ist etwas anders. Ich bestreite nicht, dass 8-10h/ Woche für den einen oder die andere Person ausreichend sind und wieder ein paar es in weniger Zeit, bzw. zeitlichem Aufwand bestehen. Die meisten dürften aber die durchschnittlichen 15-20h pro Woche daran sitzen, vor allem wenn man mit etwas Ehrgeiz an die Sache geht. Lehrnaufwand ist eine sehr individuelle Sache. Ob ich von einer Agentur kommend mich für den Master entscheiden würde, weiß ich nicht. Man sollte bedenken, dass gerade Dinge wie Mediaplanung etc., zumindest meines Wissens, kein Gegenstand des Masters sind. Zudem kommt es durchaus vor, dass der Vertriebsschwerpunkt als einziger zustande kommt. Letztlich ist es aber die Frage, was man will und braucht um seine Ziele zu erreichen.
  10. Bums. Natürlich bringt die Zentralbib. nur etwas, wenn man wirtschaftliches sucht. Subito ist hingegen fachunabhängig. Google Scholar ist übrigens auch eine nicht uninteressante Seite.
  11. Wenn man auf Hagen keinen direkten Zugriff hat, subito-doc.de - kostet natürlich etwas, ist aber extrem gut. Habe beide meiner Studiengänge u.a. darüber bestritten. Nach Literatur suchen würde ich hingegen über die Zentralbib. für WiWi in Kiel in deren Online-Katalog, danach kann man sich dann die Literatur über subito besorgen.
  12. Jain. Ich weiß, was Du meinst, die wortwahl ist aber mit Blick auf die deutsche Sprachregelung laut KMK falsch. Demnach ist ein MBA immer ein WEITERBILDUNGSmaster, also ein Master der berufliche Praxis in den Studieninhalt integriert und in der Regel mind. 1 Jahr Berufserfahrung vorsieht. Es kann hingegen aber auch Ergänzungsmaster für Nicht-Wiwis geben in BWL, die direkt und ohne Berufserfahrung und ohne Erfahrungsverbindung ablaufen...die sind lt. KMK zu den "konsekutiven" zu rechnen. Die Sprachregelung hat sich, ich meine 2010, geändert aber sich kaum in der Öffentlichkeit durchgesetzt. Es ist aber durchaus wichtig zu unterscheiden, weil man sonst evtl. in offiziellen Quellen falsch sucht oder bestimmte offizielle Studiengangsbeschreibungen falsch interpretiert. Aber zurück zu dem, was Du meintest: Ja, ein MBA ist in der Regel allen anderen Studienrichtungen offen. "Rein" - wären klassische MBA, die vornehmlich auf General Management ausgerichtet sind, aber durchaus darüber hinaus einen "kleineren" Schwerpunkt haben können. Diese gibt es natürlich auch in Deutschland, zu Hauf. Daneben gibt es die "MBA in" Varianten, die faktisch gesehen aber eigentlich kein wirklicher MBA sind. Neben dem preiserhöhenden Faktor geht es hier häufig darum, die Praxisnähe zu suggerieren. Aber auch diese haben ihre Berechtigung und können eine Alternative sein, wenn sie einen Schwerpunkt anbieten, den Du brauchst oder machen möchtest (siehe bspw. dem EMBA M&A der Uni Münster). Wenn Du googlest wirst Du gerade für MBA einige Datenbanken finden. Ansonsten empfiehlt sich auch immer der Hochschulkompass, wobei da eben die obige Unterscheidung wichtig wird. Daneben könnten für Dich sehr viele Ingenieurergänzungen zum W-Ing interessant werden, die dann zwei Jahre sich vornehmlich mit BWL beschäftigen. Neben dem genannten der TU Kaiserslautern (zfuw.de) gibt es bspw. auch den MSc in Management in Hagen. Marketing! Der MBA gehört zu dem Non-Plus-Ultra was akademische Weiterbildung angeht...wenn, ja wenn man ihn an der richtigen B-School macht. Ein solches Topprogramm ist aber eben auch für die HS extrem kostspielig, die Chancen für die Absolventen aber auch ziemlich groß...aber hier reden wir wirklich nur von den vielleicht, je nach dem wie man "Top" interpretiert, 20, 50 besten Programmen der Welt. Viele Programme, überall, nicht nur in Deutschland, sind auf diesen Zug aufgesprungen ohne wirklich das Geld wert zu sein. Selbst viertklassige Programme kosten häufig, trotz maximal 1/20 der Chancen von großen Namen, immer noch 1/10 der Gebühren...Geld was die Hochschulen auch gut gebrauchen können. Die meisten Weiterbildungsmaster sind übrigens, insb. für deutsche Verhältnisse, alles andere als preiswert. Auch Hagen will für den MSc in Management über 11.000 EUR reine Studiengebühr.
  13. Es gibt viele hochklassige "Master in Management"-Programme, teils konsekutiv, teils weiterbildend. Mannheim bspw. oder die HHL sind sehr bekannte Beispiele dieser Art. Rein vom Abschluss sind sie bspw. von dem der TU Kaiserslautern (MA in Ökonomie & Management) oder dem MSc in Management in Hagen nicht zu unterscheiden, aber sehr wohl auf einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium aufbauend. Oder bspw. der Advanced Management Master der PFH - konsekutiv. Es bleibt also auch heute schon nichts anderes übrig als sich Bewerbungsunterlagen oder -zeugnisse genau anzuschauen. Rein von einer Visitenkarte ist es nicht zu erkennen. Von daher weiß ich nicht wo das Problem liegt, denn das gibt es schon seit Jahren. Kleine Anmerkung aber wichtiger Hinweis: Schon vor ein paar Jahren hat die KMK eine sprachlich leichte aber entscheidende Änderung vorgenommen, die aber sich imm allgemeinen Sprachgebrauch noch nicht durchgesetzt hat. "Konsekutive" Studiengänge sind heute offiziell Studiengänge die direkt (!) nach einem Erststudium begonnen werden können und keine Art von Berufserfahrung integrieren oder erfordern. Wichtig deshalb, weil ein konsekutiver Studiengang heute KEIN einschlägiges Erststudium benötigt, sondern auch dann konsekutiv ist, wenn das Erststudium egal ist. Davon unterscheiden sich die "Weiterbildungsstudiengänge" - sie haben zwingend zum Inhalt berufliche Praxis mit den Studieninhalten zu verknüpfen. Daneben erfordern diese mind. 1 Jahr Berufserfahrung (wobei diese Regelung unter bestimmten Bedinungen ausgesetzt werden kann). Diese allerdings können durchaus ein einschlägiges Erststudium vorschreiben - müssen aber nicht. Es kommt heute also nur noch auf die Struktur des Studiums bzw. des Inhalts an und weniger auf die Zulassungskriterien - wie früher im Sprachgebrauch. Daher bspw. unterscheidet der Hochschulkompass bei der erweiterten Suche auch nur noch zwischen konsekutiv und weiterbildend.
  14. Wobei man auch bei den BWL-Hochschulen stark unterscheiden muss ob man hier von Voll-, Teilzeitpräsenz- oder DL-Studium redet. Es gibt renommierte Institute, WHU, HHL, FSFM, esb usw., aber die bieten alle keine klassischen Fernstudiengänge an und nur teils berufsbegleitende Varianten. Die Fernstudienanbieter (egal ob privat oder ÖR) hingegen kommen vom Ruf hinter diesen Hochkarätern lange, lange nicht hinterher. Aber natürlich gibt es auch unter den DL-Anbieter bessere und weniger gute Namen. Allerdings muss man das Feld dann für sich angucken und da spielen einige ÖR-Anbieter doch noch gut mit. Das BWL hier aber auch gerade so raussticht liegt auch daran, dass man für BWL als Hochschule "wenig" braucht. Gebäude, Lehrkörper, fertig. Die Investitionen sind relativ gering, die Zielgruppe riesig. Technische oder naturwissenschaftliche Fakultäten an privaten Hochschulen sind aufgrund ihrer enormen Kosten selten. Man braucht Labore, Geräte usw. Wenn man es auf Porter aufbauen möchte sind die Markteintrittsbarrieren sehr hoch, weswegen es nur sehr wenige überhaupt gibt. Das bekannteste Beispiel ist die Uni Witten-Herdecke mit ihren Medizinern - und die sind daran beinahe bankrott gegangen, obwohl die Medizinerausbildung lange Jahre als non-plus-ultra galt. Noch komplexer wird es im Fernstudiumbereich, weil gerade technische oder naturwissenschaftliche Fächer auch durchaus Präsenzseminare erfordern, die sich u.U. nur mit ganz speziellen Voraussetzungen umgehen oder integrieren lassen - bspw. in Ingenieurbereichen durch eine technische Ausbildung und einen solchen Arbeitsplatz. Ich denke daher wird sich der Anteil an privaten Anbietern in dem Bereich auch auf lange Sicht immer sehr übersichtlich halten.
  15. Ich glaube der Punkt ist vor allem, dass man sich klar machen muss, was man für berufliche Ziele hat, wie man diese erreichen kann/will und ob der oder jener Master einen dabei unterstützen kann. Es ist ein typischer MBA-essay für die Bewerbung einen Aufsatz darüber schreiben zu müssen, warum gerade dieses Programm einem persönlich und beruflich weiterbringen wird. Sich mit dem Gedanken mal auseinanderzusetzen ist glaube ich vorher nicht falsch und hilft dabei, den "richtigen" Master zu finden. Bei mir (damals bereits Führungskraft, Dipl. FH) sagte mein damaliger Chef klar auf den Kopf zu, dass ein weiterer akademischer Abschluß meine Karriere nicht beschleunigen wird. Ich habe den Master trotzdem gemacht. Nicht so sehr aus Karrieregesichtspunkten, sondern eher aus intrinsischer Motivation heraus. Auch das ist natürlich ein Grund. Ein paar fachliche Lücken konnte ich damit auch schließen - wobei ich nicht weiß, ob Dir mir beruflich später geholfen haben. Unterbewußt vielleicht.
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