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Vom Zweifeln und doch irgendwie Weitermachen

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LaViva712

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Hallo zusammen!

Vielleicht sollte ich zuerst über mich schreiben. Über meine Motivation, dieses Studium zu absolvieren.

Also, ich heiße Lisa, bin 19 Jahre alt, habe vor einem halben Jahr Abitur (bzw. Matura wie es bei uns heißt) an einem Oberstufenrealgymnasium mit Schwerpunkt Naturwissenschaften gemacht und lebe in Österreich. Ich muss gestehen, dass ich mich bis zum Beginn dieses Studiums schon für Politik interessiert habe, allerdings eher in einer Weise, in der man sich als mündiger Bürger eben für bestimmte Vorgänge innerhalb der eigenen Nation interessiert. Meine Leidenschaft waren bzw. sind nach wie vor die Naturwissenschaften. So weit so gut, oder schlecht, wie man will. Nun ist es mir aufgrund persönlicher Probleme nicht möglich, ein Studium (vorzugsweise Biologie) an einer Präsenzuni zu absolvieren, deshalb also ein Fernstudium.

Und wie das mit Fernstudien eben so ist, insbesondere hier in Österreich, ist das Angebot ja nicht allzu groß und so muss man sich eben hin und wieder für etwas entscheiden, dass man nie zu studieren erwog. :blink: Klingt irgendwie seltsam, ist es vielleicht auch.

Wie dem auch sei, im vergangenen Sommer habe ich mich für den oben genannten Studiengang eingeschrieben. Ich war gespannt und neugierig, was kommen würde. Als dann die Skripten fast zum selben Zeitpunkt ins Haus geflattert kamen, habe ich das erste Mal gezweifelt. Man wird, wie das vermutlich bei einigen Fernstudien so ist, vom Umfang des Stoffes beinahe erschlagen. Immer wieder sagte ich mir, dass soll das ganze Semester abdecken. ;)

Dann habe ich begonnen, vor mich hinzustudieren - ein Skript nach dem anderen zu bearbeiten und dabei versuchen, den Überblick zu bewahren, was zugegebenermaßen nicht immer so leicht fällt. Na ja, wie das Leben so spielt, haben private Probleme mir einiges an Lernzeit geraubt (mehrere Wochen), zumal mich in dieser Zeit auch noch starke Zweifel am Sinn und Unsinn dieses Studiums kamen. Und so sah ich mich Ende diesen Jahres dazu gezwungen, die Prüfungen für dieses Semester erst mal auf Eis zu legen. Ich habe fieberhaft nach passenden Alternativen zum Studium gesucht, mir lange den Kopf zerbrochen und konnte mich doch nicht so recht entscheiden. Und irgendwie habe ich dann doch ständig weitergemacht, die Skripten dennoch zusammengefasst, Fragen formuliert, versucht, mir die Dinge einzuprägen.

Und so blieb es dann dabei. Ich habe mich auch für das kommende Semester rückgemeldet. Und hoffe, dort richtig durchstarten zu können.

Natürlich, meine Motivation für dieses Studium ist nicht die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden und es wird auch in Zukunft nicht leicht für mich sein, wirklich dranzubleiben, aber dennoch bin ich zuversichtlich, dass ich es schaffen kann. :)

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12 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das kann ich als eingeschriebene Studentin an der FU Hagen sehr gut nachvollziehen, dass Du Dich vom Material erschlagen fühlst. Ich finde den Stoff unglaublich viel.

Ich fühle mich mittlerweile an einer privaten Fernuni besser aufgehoben, weil man eben nicht von Stoff erschlagen wird und man auch keine zeitlich immer sehr engen Einsendeaufgaben absolvieren muss.

Viel Erfolg und vor allem auch ein bißchen Spaß weiterhin.

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Ich habe natürlich keinen Vergleich bezüglich der Stoffmenge, aber, wenn man noch nie studiert hat, haut einen das im ersten Moment natürlich um. Ich bin immer noch ein bisschen auf der Suche nach Alternativen. Im Notfall könnte ich nämlich die Rückmeldung auch noch stornieren, mal sehen, ob ich vielleicht doch etwas finde, was mir mehr zusagt.

Aber danke. :)

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Schau dir doch mal Kitsunes Blog hier an, die studiert an der Open University Health Science, bzw anfänglich Biologie, wenn ich mich nicht irre.

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Hallo und willkommen hier! Vielleicht hilft ein Blog mit deiner Motivation weiter? Mir hilft es jedenfalls, wenn ich mich nicht so 'allein' fühle mit den Fernstudienthemen.

Ich weiss nicht, wie dein Englisch ist und wie deine finanzielle Situation, aber es gibt die Möglichkeit, Naturwissenschaftliche Studiengänge als Fernstudien zu absolvieren: an der Open University.

Das ist wesentlich teurer als in Hagen und eben halt auf Englisch, aber meiner Erfahrung nach ist das Material ist sehr gut aufbereitet und auch die Betreuung ist persönlich und gut.

edit: Lumi und ich haben wohl gleichzeitig geschrieben!

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Ich kann deine Gedanken und Zweifel sehr gut nachvollziehen. Ich studiere an der FernUni im Master Governance und habe vorher einige Module im Bachelor Politik absolviert. Die Masse kann einen schon erschlagen. Ich persönlich habe mich mit der Zeit aber immer besser daran gewöhnt und habe auch mal Mut zur Lücke. Die kompletten Skripte ins Hirn zu prügeln ist schlicht nicht möglich.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und bin gerne behilflich, wenn Fragen auftauchen.

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Ich finde die Gesamtkonstellation bei dir problematisch. Vor allem, dass du (so liest es sich für mich zumindest) ein Fach studiert, dass dich zwar schon irgendwie interessiert, von dem du aber nicht begeistert bist. Du hattest vor Beginn Zweifel, während des ersten Semesters und auch aktuell und schaust irgendwie nach Alternativen. Hinzu kommt, dass das Fernstudium gerade an der FernUni Hagen wirklich sehr anspruchsvoll ist und es auch nicht immer die Unterstützung gibt, die man sich vielleicht wünschen würde. Und dann kommen bei dir auch noch private Probleme hinzu.

Das alles zusammen sind keine sehr guten Voraussetzungen für so ein komplexes Projekt wie ein Uni-Fernstudium.

Was ist denn für dich die Motivation und Perspektive für das Studium? - Was möchtest du damit erreichen? Wo möchtest du nach dem Abschluss hin? - Politik hat ja nun reichlich wenig mit Naturwissenschaften zu tun...

Mir ist ja nicht bekannt, was für dich die Hinderungsgründe sind, an einer Präsenzuni zu studieren. Aber lassen sich diese Hindernisse nicht eventuell aus dem Weg räumen? Oder ein Fernstudiengang finden, der eher in die eigentlich von dir favorisierte Richtung geht? - Sofern du in Englisch einigermaßen fit bist, könnte da die Open University, wie von Rumpelstilz vorgeschlagen, interessant sein. Insgesamt ist das Angebot an Fernstudiengänge aus dem Bereich Naturwissenschaften, speziell Biologie, leider nicht gut - aber das hast du ja auch schon gemerkt.

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Danke für eure Antworten. :) Es ist mir klar, dass die Situation alles andere als ideal ist. Man sollte das nicht falsch verstehen, die persönlichen Probleme (eine psychische Erkrankung) beeinträchtigen mich nicht direkt beim Studieren oder Lernen selbst (zumindest meistens nicht, da letzte Semester ist allerdings auch sonst noch alles Mögliche hinzugekommen), allerdings kann ich nicht ein Präsenzstudium beginnen, da ich dazu hier ausziehen müsste. Dem bin ich einfach nicht gewachsen momentan.

Ich habe mich auch schon des öfteren über die OU informiert, allerdings schrecken mich da die residential schools ab, auch das wäre für mich in der derzeitigen Situation kaum machbar.

Meine Motivation für ein Studium allgemein ist, dass ich immer schon den Wunsch hatte, zu studieren, leicht lerne und einfach an und für sich wissbegierig bin. Allgemein konnte ich mich bisher auch für verschiedenste Dinge u. Themenfelder begeistern, wenn ich mich erst einmal etwas damit beschäftigt habe. Entschieden habe ich schlußendlich allerdings mehr nach dem Ausschlussprinzip bzw. das Fach genommen, dass mich am ehesten interessieren könnte. Sicherlich nicht so klug, aber mangels wirklicher Alternativen zum damaligen Zeitpunkt vllt. verständlich. Das Lernen allein bzw. zu Hause bin ich gewohnt, da ich auch am Gymnasium sehr viele Fehlstunden hatte und mir den Stoff demnach mehr oder weniger selbst beigebracht habe.

Jedenfalls habt ihr mich jetzt darin bestärkt, mich noch einmal nach passenderen Alternativen umzusehen u. ggf. auch den Mut zu einem Wechsel zu haben.

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Danke für deine offenen Worte.

Meine Motivation für ein Studium allgemein ist, dass ich immer schon den Wunsch hatte, zu studieren, leicht lerne und einfach an und für sich wissbegierig bin.

Ohne wissbegierig zu sein macht ein Studium keinen Sinn. Und wenn du leicht lernst, wird das die Sache auf jeden Fall deutlich einfacher machen.

Wenn ich ehrlich sein darf, finde ich dies für ein so großes und aufwändiges Projekt wie ein Fernstudium aber zu wenig.

Du bist 19 Jahre jung, hast also das ganze Leben vor dir. Du hast eine psychische Erkrankung, die dich momentan einschränkt, aber mit der du ja vermutlich in Behandlung bist. Meine ganz persönliche Meinung ist, dass vor einem möglichen Wechsel des Studiengangs etc. wichtig wäre, wenn du dir jetzt Gedanken machst, wo es denn in deinem Leben in beruflicher Hinsicht hin gehen soll. Da dürfen und sollen natürlich deine Interessen und Vorlieben mit rein spielen, aber schon auch ein Ziel, eine Perspektive heraus erwachsen, die dir zum Beispiel irgendwann auch finanzielle Unabhängigkeit erlaubt. Und so ein Ziel kann dann auch enorm motivieren und helfen, auch dann weiter zu machen, wenn es gerade mal nicht läuft - und das kommt in jedem Studium vor.

Was die Open University angeht ist das System dort ja recht komplex und die Studiengänge unterscheiden sich stark. Soweit mir bekannt, finden nicht zwingend in allen Studiengängen residential schools statt und die Open University fährt diese eher zurück. Wenn bisher über die Studienberatung berichtet wurde, wurde diese meist als sehr hilfsbereit beschrieben. Vielleicht lohnt es sich für dich, da einfach mal nachzufragen? - Natürlich würden an der Open University auch deutlich höhere Kosten entstehen als an der FernUni Hagen.

Du könntest auch mal kitsune ansprechen - sie studiert Naturwissenschaften an der Open University.

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Danke für die Info, kitsune.

Also, ich denke ich muss das nochmal ganz präzise sagen. Es sieht derzeit (nach mehreren Jahren Therapie) nicht danach aus, als könne ich wieder völlig "gesunden". Dementsprechend muss ich meine Zukunftsplanung eben auch danach richten, was für mich von dieser Warte aus möglich ist. Das ist eben auch der Grund, weshalb ich mich nicht auf eine berufliche Perspektive festlegen möchte. Ich denke, gerade, wenn man einen "Makel" hat, muss man relativ flexibel sein. Zumal ich auch keine Ahnung habe, wie sich das in Zukunft entwickeln wird und ob ich überhaupt Chancen am Arbeitsmarkt haben werde. Das klingt jetzt vielleicht doof, aber ich möchte nicht zu große Erwartungen entwickeln, die dann vielleicht nicht erfüllt werden. Aber, egal welches Studium ich anfange, natürlich überlege ich mir dabei auch, was dann eventuell später damit für mich möglich sein wird bzw. möglich sein könnte. Ich kann und möchte mich nur nicht auf ein einziges Berufsfeld festlegen, auch wenn ich schon verstehen kann und weiß, dass das eine wichtige Quelle für Motivation ist.

Die Frage - Studieren ja oder nein?- stellt sich aber an und für sich nicht. Momentan habe ich keine anderen Alternativen. Und ich bin fest entschlossen, ein Studium zu absolvieren.

Wie auch immer, ich werde mich jetzt noch einmal eingehender informieren und sehen, was möglich ist und was meinen Neigungen am ehensten entspricht. Danke auf jeden Fall für eure Ratschläge. :)

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Bezüglich OU noch folgende Info:

1. Man möchte in Zukunft die Studiengänge eher weltweit orientiert anbieten. Dazu gehört, dass die residental schools reduziert werden. In einem meine Module wurde an einem Beispiel aufgezeigt, wie Inhalte, die früher in residental schools gelehrt wurden (vor allem wegen der Anschauungsmaterialien) heute sehr gut mit Hilfe von Computertechnologie vermittelt werden können.

2. Die OU ist ausgelegt auf Studierende mit besonderen Bedürfnissen jeglicher Art. Dazu gehören Behinderungen aller Art, Lebensumstände aller Art etc. Beispiele sind körperliche Behinderungen, Pflege von Angehörigen, sehr abgelegener Wohnort, unregelmässige Jobs, Strafanstalt, Militär, geistige und körperliche Krankheiten, häufig Umzüge etc. etc. So ist es z.B. gang und gäbe, Prüfungen und Hausarbeiten aufzuschieben, sofern jemand, der krank ist, ein Krankheitsschub erleidet.

In deinem Fall würde es sich - sofern dich dort ein STudiengang interessiert, du gut Englisch kannst und es finanziell möglich ist - zumindest lohnen, dass du dich mal konkret erkundigst, inwiefern man dir entgegen kommen könnte. Sofern ein Entgegenkommen überhaupt notwendig ist.

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In meinem letzten Modul waren auch sehr viele Leute mit Problemen unterschiedlichster Art, vor allem psychische. Soweit ich das mitbekommen habe ist die OU da wirklich klasse und kommt den Leuten sehr entgegen. Einer meiner Mitstudenten hat z.B. extreme Angstzustände, er darf die Examinations zuhause schreiben und auch verschieben wenn er merkt, dass es an dem Tag einfach nicht geht.

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