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Aua , bin ich weit weg ..

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eisenbahner

254 Aufrufe

Hallo ihr Lieben,

irgendwie habe ich mich weiter von dem Thema Studium entfernt als gut ist, aber langsam, ganz langsam rudere ich zurück. Das letzte halbe Jahr hat mir gezeigt was mir Spaß macht und hat mir diverse Wege gezeigt wie schön das Leben auch ohne die Top Karriere sein könnte......

Wer jetzt ein Servus oder ein Leb Wohl erwartet, liegt nicht ganz richtig. Was ist los?

Ich war ja immer online schon recht aktiv und jeder weiß dass die sozialen Netzwerke recht miese Zeitdiebe sind. Dann kam noch die Kombination Fotografie mit teuren elektronischen Spielsachen zusammen und die tolle Erfahrung mit der eigenen Fotografie recht gut anzukommen. Wenn berücksichtigt das mir in meinem beruflichen Leben ein wenig die Anerkennung fehlt bin ich das perfekte Opfer für die Sucht nach der kurzen virtuellen Anerkennung in Form von Likes ,Herzchen , Faves und der Sucht steigenden Followerzahlen .

Ich hatte mit dem Fotografieren über die Jahre fast aufgehört weil ich merkte ich nerve mein Umfeld und ohne Publikum zu fotografieren ist auf Dauer fad. Für wen sollte ich mir denn den Stress geben. Tja was soll ich sagen , auf einmal hat das funktioniert, ich hatte das Publikum was ich immer wollte und es war viel cooler nächtelang zu Fotografieren oder mit Lightroom rumzubasteln, hübsche Bilder zu machen und sich zu freuen das man auf 500px um die 500 und auf Instagram fast 1200 Follower hat als sich in ein Studium zu stressen wo man nicht so richtig wusste ob es Sinn macht .

Gegen das Studium sprechen:

-Der Nutzen in der Firma ist zweifelhaft

-Der Firma ist es glaube ich egal was ich tue

-Es wird lange dauern

-der jetzige Schichtdienst passt die nächsten Jahre perfekt zu meinem jetzigen Lebensmodell

-mir gehen so viele Dinge ab

-ich habe ja meine Ersatzbefriedigung wo ich meine Anerkennung hole. Wenn ich das Thema verfolge könnte ich ja vielleicht irgendwann auch mal was verkaufen…..

Dafür spricht:

-ich bin 44 ,

-für einen Wechsel in die Kreativbranche bin ich zu alt, die Konkurrenz ist mörderisch und ich bin mir sicher die dann geforderte Zeit um gut zu sein passt noch schlechter zu meinem Lebensmodell

-das Studium ist mehr oder weniger bezahlt also es ist zwar Blödsinn über Monate zu zaheln und nichts zu tun aber so what ich fange ja wieder an…

-wie alle Drogen musst du auch auf der Suche nach Anerkennung immer mehr nachlegen um den Reiz zu erhalten, waren es am Anfang 30 Likes die toll waren ist man jetzt enttäuscht wenn es unter 150 sind. Der Aufwand aber um die Likes zu bekommen steigt bei steigenden Followerzahlen extrem an …… ist am Ende auch unwichtig, Fakt ist wenn man sowas aktiv betreibt sind 10 h die Woche gar nix. Bilder machen, bearbeiten, posten jeden Tag ein neues. Dann liken, kommentieren nur um selber Likes zu bekommen und am besten noch eine eigen Präsenz betreiben die andere Bilder vorstellt und bei einer weitern mitarbeiten selbstverständlich ohne eine Cent raus zu bekommen. Ok hier gibt es wieder mehr Follower und noch mehr Likes .

Na ja eine gewisse Fähigkeit zur Selbstreflektion schadet nicht zu erkennen das eine derartige Entwicklung ungut ist. Wenn man sich mit 3, 4 guten Leuten unterhält und alle haben die gleichen Probleme und man hört Aussagen: „ es wird unfair gegenüber meiner Familie ….“ Tja ich habe zumindest mal erkannt das es so nicht weiter geht und werde /muss umsteuern.

-Tochter im Kindergarten funktioniert , ich habe also mindestens noch 2 ½ Jahre wo ich an den Vormittagen Zeit habe

-Ich bin 44 , hatte ich schon mal stimmt…. Ok diesmal der Aspekt, die Einschläge kommen näher. Drei Kollegen mit Schlaganfällen innerhalb von 4 Monaten , drei vermutete Fälle von Burnout oder zumindest was in dem Bereich. Massive Schlafapnoe führte bei einem entfernten Bekannten zur Schichtdienstuntauglichkeit. Was soll werden wenn man es gesundheitlich doch nicht mehr kann? Als gelernter Ossi bin ich feige und brauche einen Plan B …

Im Prinzip ist der letzte Punkt der Entscheidende. Will ich irgendwann nicht Fahrgastzählungen durchführen oder Gebäude bewachen, sollte ich noch was tun. Die Erfahrung lehrt das Qualifikation sich mittelfristig doch auszahlt. Ich denke auch mein gewisser Erfolg in die Welt der sozialen Netze beruht ein wenig auf meiner soliden Ausbildung. Also werde ich dran arbeiten meine Internetaktivität auf ein normales Maß zu begrenzen und befasse mich ab sofort wieder mit IMA 02.

Ich denke das ist eine meiner größten Stärken und Schwächen zugleich, ich kann nicht halb. Ich muss mich zu 110 % mit einer Sache befassen. Daran muss ich arbeiten, hier habe ich echt ein Thema. Aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht sollte ich mir hier sogar Hilfe suchen….

Sobald sich Neuerungen ergeben hört ihr von mir. Versprochen ….


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4 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Sehr interessante und ehrlich-offene Reflektion. War richtig spannend für mich zu lesen.

Den Wunsch nach schneller Belohnung/Anerkennung kann ich gut nachvollziehen. Natürlich ist es besser, diese in Bereichen zu bekommen, die mit dem Job oder Menschen im eigenen Umfeld zu tun haben - gerade wenn viel Zeit dafür drauf geht.

Jedenfalls finde ich es gut, dass du dich entschieden hast, dich jetzt doch auch deinem Studium wieder anzunähern.

Ich freue mich darauf, weiter von dir zu lesen.

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Vielen Dank für den Beitrag. Mir geht es gerade ähnlich, dass ich mich vom Studium entfernt habe. Schuld ist die fehlende Anerkennung von Seiten der Arbeit und keine Aufstiegschancen. Mit meinem neuen Hobby Scrapbooking belohne ich mich deshalb selber... allerdings ist das frühere Gleichgewicht zwischen Job, Studium und Freizeit durcheinander geraten und beläuft sich häufig nur noch auf Job und Freizeit. Das Ziel, einen ersten akademischen Abschluss zu erreichen, will ich aber nicht abschreiben.

Indem ich mich für ein Seminar an meiner Hochschule (mit Termindruck!) angemeldet habe, versuche ich mich zu zwingen etwas fürs Studium zu tun und weiterzukommen.

Ich wünsche dir noch viel Erfolg und Kraft für dein weiteres Studium.

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Hallo Markus

Ich habe es auch bewusst etwas ausführlicher geschrieben , weil ich den Fall selber sehr interessant finde. Gerade Instagram ist ein Spiegel unserer Gesellschaft , jedoch mit einer irren Geschwindigkeit. Ein Beitrag hat die Lebensdauer von nur wenigen Stunden, dann ist er quasi Tod . Es ist alles sehr interessant, obwohl es da nur um Bilder geht lernt man sehr viel über zwischen menschliche Interaktion. Gerade die Geschwindigkeit und der Suchtcharakter , haben mich jedoch zum Bremsen gebracht, weil mir als rationalem Menschen das alles zuviel wurde. es ist aber klar zu sehen, welche Gefahren in diesem so harmlosen Medium wirken, ..... Faszinierend.

So jetzt werde ich den Jetlag der letzten Nachtschichten ausnutzen und versuchen mir die Matritzen wieder näher zu bringen .

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Danke für deinen Beitrag. Bin Ende Januar in Garmisch für meinen neuen Arbeitgeber. Sollen wir da mal was abmachen? Auf der Rückfahrt kann ich gerne mal im Raum München vorbeischauen ;)

meld dich per PN, würde mich freuen

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)