Studymania

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Passierschein A38

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krypt0lady

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So, nun da ich eine Nacht über die gestrigen Telefonate mit Behörden geschlafen habe, werde ich wohl eine etwas objektivere Sichtweise darstellen können.

Da ich mich in Elternzeit befinde und das Elterngeld nun ausgelaufen ist, da die Maus nun 1 Jahr alt ist, habe ich überlegt die Zeit bis August (dann haben wir einen Kindergartenplatz mit 45h) in Teilzeit zu arbeiten (mein Arbeitgeber wäre super froh wenn ich schon jetzt kommen könnte). Dazu wollte ich wissen, ob ich die derzeitige Betreuungszeit um 5h verlängern könnte und habe mich gestern telefonisch auf die Suche nach einer Antwort gemacht.

Bei der Suche nach einer Auskunft kam ich mir vor, wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38. Ich wurde von einer Stelle an die nächste und wieder zurück verwiesen. Das Ende vom Lied war, dass mir im Endeffekt keiner sagen kann, ob es eine solche Genehmigung gibt. Ich muss dafür einen Antrag stellen und die folgenden Dokumente einreichen: Bestätigung vom Arbeitgeber, wieviele Stunden ich pro Woche arbeite und wann (das ist bei Gleitzeit etwas schwierig, denn ich darf nach telefonischer Auskunft keine Zeitspanne angeben, sondern muss die genaue Zeit mit bestätigen lassen :confused:) und Nachweise der Uni, wann ich an der Uni bin (auch nicht einfach bei einer Fernuni :confused:).

Außerdem durfte ich mir während der Telefonate schlaue Sprüche anhören, wenn die Gesprächspartner keine Antwort wussten. Z.B. meinte man zu mir, dass die 5h an Mehr-Betreuung wären nicht gut für meine Maus.

Dieser Meinung bin ich nicht, denn meine Maus mag gerne zur Tagesmama gehen und unter Leute sein. Ich halte es für einen wichtigen Prozess, dass sie merkt, dass die Welt nicht nur aus Mama und Papa besteht. Würde sie den ganzen Tag weinen und wäre die Eingewöhnung nicht gut verlaufen, dann hätte ich anders reagiert, aber so habe ich keine Bedenken.

Viel besser war aber die Aussage von einer Frau vom Jugendamt. Diese meinte: "Also mein Sohn war ja mehr zu Hause als an der Uni als er seinen Master geschrieben hat. Dann können Sie doch ohne Probleme Ihre Tochter im Nebenzimmer spielen lassen und während dessen an Ihrer Masterarbeit schreiben."

Daraufhin habe ich versucht zu erläutern, dass ich an einer Fernuni studiere und daher eh zu Hause bin und ein studieren "nebenbei" mit einer 1-jährigen nicht möglich ist. Ich bin gänzlich auf taube Ohren gestossen und diese Frau meinte die ganze Zeit zudem, dass ich ihr mitteilen müsste zu welchen Zeiten ich an der Uni wäre.

Also, wie gesagt: Passierschein A38. :rolleyes:


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3 Kommentare


Ich finde es gut, dass du nicht eine dieser "Helikopter"-Mamas bist, die jede Sekunde mit ihrem Kind verbringen müssen. Du machst das schon ganz richtig so :-)

Zu den Schwierigkeiten mit der Betreuung: Ist ja echt unglaublich. Wie weltfremd sind diese Leute denn bitte?

Drücke dir die Daumen, dass das alles so klappt, wie du dir das vorstellst.

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Ich arbeite in einer Behörde u d habe auf dem Schreibtisch einen Stapel Passierscheine liegen. Kann dir gerne welche abgeben, aber die helfen auch nicht wirklich bei dem täglichen Wahnsinn ;)

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Hm. Das kommt mir bekannt vor. Unser Jugendamt verliert auch ständig irgendwelche Unterlagen.

Ich würde an deiner Stelle den Spieß umdrehen: Es tut deinem Kind NICHT gut, so wenig Betreuung zu haben. Du hast den Eindruck, sie muss mehr mit anderen Kindern spielen. Es wäre für die Entwicklung SCHLECHT, wenn sie nur bei dir zu Hause sitzt, wärend du lernst.

Und der Kommentar mit dem Studium kommt nur von Leuten, die entweder gar nicht oder nie richtig studiert haben. Wer richtig studiert, auch im Fernstudium, der kann nicht nebenher die ganze Zeit das Kind im Raum haben. Auch im Fernstudium braucht man einen Platz zum Konzentrieren.

Weiterhin viel Glück!

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      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!