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Hirnfrost und Coaching-Fragen.


Anyanka

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Selbst hier im Norden der Republik hat uns die Kälte derzeit voll im Griff. Und irgendwie scheinen auch meine Finger und meine Gehirnzellen ein bisschen eingefroren zu sein, das würde zumindest erklären warum es diese Woche einfach mal so überhaupt nicht nach Plan läuft.

 

Ich hatte mir viel vorgenommen. Wollte endlich vorankommen in Soziologie, damit ich eventuell schon bald die Klausur hinter mich bringen kann - geklappt hat das bisher nicht wirklich. Von bisher 3 Abenden konnte ich nur an einem lernen, weil einfach auch die Kinder mal einfordern, Mama-Zeit zu haben (und das mit Recht - sie sollen nun nicht zu kurz kommen, wenn ich hier schon meinen "Studien-Egotrip" durchziehe). Oder, so wie gestern, der Tag so voll war mit Krabbelgruppe, Entwicklungsgespräch, Kinderturnen und anderen Dingen, dass ich einfach abends nur noch geschafft war und eh nichts mehr in meinen Kopf passte.

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Und auch heute lief der Tag einfach nicht rund und ich finde den Einstieg ins relativ stumpfe Auswendiglernen nicht. Meine Seele lechzt eher nach Schokoladenpudding als nach dem 3-Stadien-Gesetz und in meinem Kopf geht es eher um Popcorn als um Popper.

 

Auch mit solchen Wochen muss man klarkommen. Muss sich eingestehen, dass es eben "nicht mal eben so nebenbei" zu schaffen ist, einen Bachelor zu machen. Dass es auch belastend ist, für alle Beteiligten, auch wenn es vielleicht die Anstrengung wert ist. Doch wo holt man sich am besten Unterstützung?

 

Die IUBH bietet allen Studenten ein kostenloses Gruppencoaching an, mit 4 Terminen à 45 Minuten. Dort werden zentrale Themen des Fernstudiums aufgearbeitet: Wie kann ich ein Fernstudium in meinen Alltag integrieren? Wie gehe ich mit Stress, Rückschlägen und Prüfungsangst um? Wie teile ich meine Zeit am besten ein, wie motiviere ich mich? Ein, wie ich finde, sehr nützliches Angebot.

Auch einen persönlichen "Study Coach", mit dem man regelmäßig Kontakt hält, kann man kostenlos bekommen, diesen habe ich allerdings (bisher) nicht in Anspruch genommen. Für das Gruppencoaching allerdings hatte ich mich bereits im Dezember angemeldet, nur leider keinen Platz mehr bekommen. Für Januar hatte ich mehr Glück und konnte am Dienstag den ersten (Online-)Termin wahrnehmen.

 

Fast hätte ich das Ganze noch verpasst - so viel dann zu meinem Zeitmanagement...aber zum Glück wurde ich von einer lieben Kommilitonin noch rechtzeitig per WhatsApp erinnert.

Nach einer kurzen Vorstellung des Coaches und der Teilnehmer (von acht angemeldeten Studenten waren ganze drei anwesend - offensichtlich bin ich nicht als Einzige verpeilt!) ging es um unsere persönlichen Beweggründe für ein Studium und darum, was für uns "Motivation" bedeutet. Erfrischend fand ich, dass dabei vom Coach schon alles ziemlich genau hinterfragt wurde - das regt zum Nachdenken an. Kein einfaches "Toll, was Sie sich da vorgenommen haben, Tschakka, das schaffen Sie!", sondern ein klares "Schauen Sie genau, ob das, was sie da motiviert WIRKLICH für ein ganzes Studium reicht." 

Ich fand es gut und hilfreich, einfaches Bauchpinseln ist nicht das, was ich mir unter einem Coaching vorstelle - ich möchte gern auch mal zum Grübeln gebracht werden, natürlich auf eine Weise, die ich als positiv empfinde und die mich nicht herunterzieht. Ich fand den Coach super, er brachte das Ganze sehr sympathisch, prägnant und nachvollziehbar rüber. Ich freue mich schon auf den nächsten Termin und würde sagen, gerade jetzt kommt das bei mir zum richtigen Zeitpunkt.

 

Erzählt mal - was sind Eure Gründe, das Studium begonnen zu haben? Was motiviert Euch, was möchtet ihr erreichen? (Wie war das: "Soziale Arbeit - na ja, finanzielle Gründe kann DAS ja nicht haben." 😂 - es sind aber nicht nur die Studenten der Sozialen Arbeit gefragt!)

 

 

 

 

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Haha! Jetzt weiß ich, wer du in der WA Gruppe und der FB Gruppe bist! 😃

Wir hatten auch eine kleine Konversation. 😋

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@Anyanka

"Erzählt mal - was sind Eure Gründe, das Studium begonnen zu haben? Was motiviert Euch, was möchtet ihr erreichen? (Wie war das: "Soziale Arbeit - na ja, finanzielle Gründe kann DAS ja nicht haben." 😂 - es sind aber nicht nur die Studenten der Sozialen Arbeit gefragt!)"

 

  • Nicht zufrieden stellender Job mit eher primitiven Vorgängen (Produktionsmitarbeiter) 
    • Wollte etwas aufregenderes machen
  • Zu wenig Geld verdient
    • Nicht als Absolution, aber Geld macht doch glücklich(er) ;-)
  • Schichtdienst
    • Wollte raus aus der Schicht und rein in die Gleitzeit

 

 

@Markus Jung, ich bekomme keine Möglichkeit zum Zitieren des Originalbeitrages angezeigt, schaue ich da irgendwie auf die falsche Stelle vom Monitor? ^^

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Zitat

Erzählt mal - was sind Eure Gründe, das Studium begonnen zu haben? Was motiviert Euch, was möchtet ihr erreichen? (Wie war das: "Soziale Arbeit - na ja, finanzielle Gründe kann DAS ja nicht haben." 😂 - es sind aber nicht nur die Studenten der Sozialen Arbeit gefragt!)

 

Ich geb's zu - meine Hauptmotivation war der akademische Abschluss. Den nicht zu haben limitiert mich im Job und aus dieser Situation möchte ich raus - auch wenn ich meinen Job grundsätzlich sehr gerne habe, will ich zumindest das Potential zur Weiterentwicklung haben.

Mittlerweile finde ich das Studium aber so dermaßen spannend, dass der akademische Abschluss längst nicht mehr der alleinige Faktor ist - ist auch gut so, weil als Hauptmotivator wäre das 3 Jahre lang wahrscheinlich auch nicht wirklich ausreichend um mich bei der Stange zu halten. Die Motivation kommt mittlerweile zu 100% von innen. :)

 

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vor 7 Stunden, MichiBER schrieb:
  • Nicht zufrieden stellender Job mit eher primitiven Vorgängen (Produktionsmitarbeiter) 
    • Wollte etwas aufregenderes machen
  • Zu wenig Geld verdient
    • Nicht als Absolution, aber Geld macht doch glücklich(er) ;-)
  • Schichtdienst
    • Wollte raus aus der Schicht und rein in die Gleitzeit

 Finde ich sehr gut nachvollziehbar. Du bist schon beim Master, oder? Das eröffnet einem wahrscheinlich wirklich noch ganz andere Möglichkeiten.

 

vor 1 Stunde, PantaRheia schrieb:

Mittlerweile finde ich das Studium aber so dermaßen spannend, dass der akademische Abschluss längst nicht mehr der alleinige Faktor ist - ist auch gut so, weil als Hauptmotivator wäre das 3 Jahre lang wahrscheinlich auch nicht wirklich ausreichend um mich bei der Stange zu halten.

 Das mit dem Abschluss kann ich schon verstehen. Ich habe einen  Beruf gelernt, bei dem es auch mit Weiterbildungen keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten gibt, es sei denn man studiert… Allerdings war das ein Studium, was ich irgendwie nie machen wollte (wäre auch als Fernstudium nicht möglich gewesen).  Recht hast du definitiv: es muss schon auch Interesse da sein, ansonsten bleibt die Motivation auf der Strecke. 

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psychodelix

Geschrieben (bearbeitet)

@Anyanka

 

Zitat

Muss sich eingestehen, dass es eben "nicht mal eben so nebenbei" zu schaffen ist, einen Bachelor zu machen.

 

Mein erstes Bachelorstudium berufsbegleitend habe ich noch "nebenbei" mit Job und zwei Teenagern geschafft. Sogar mit 1,9 als Endnote.

Jetzt an der FernUni Hagen ist es schon anspruchsvoller und mehr Stoff. Da bin ich froh, wenn eine 3 vor dem Komma steht.

 

Zitat

Erzählt mal - was sind Eure Gründe, das Studium begonnen zu haben? Was motiviert Euch, was möchtet ihr erreichen?

 

Psychologie wollte ich neben Medizin und Jura damals nach dem Abitur nie studieren. :51_scream:

Medizin...da schlitterte ich irgendwie rein und habe nach dem Grundstudium aufgehört. Psychologie...das war mein dritter Anlauf, dem habe ich dann nachgegeben  und es macht schon irgendwie Spaß, wenn die Statistik nicht so präsent wäre.

 

Meine Motivation? Ich habe keine. Also nicht wirklich. Für mich ist es Spaß und Interesse. 

Den Bachelor Psychologie mache ich zu Ende, aber den Master in Psychologie hatte ich nie wirklich im Sinn. Aber wenn ich zwei Module aus dem Bachelor in Philosophie belege (und bestehe) kann ich in Hagen den Master in Philosophie machen und das ist schon eher mein Ding! Ich versuche gerade einen guten Bekannten vor Ort dazu zu bringen, dass er mit mir zusammen den Master macht. Ist schöner, als alleine vor dem Stoff zu sitzen.

Beruflich wird es mir eher nichts bringen - dazu bin ich dann mit über 50 Jahren wohl zu alt.

Bearbeitet von psychodelix
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vor 16 Stunden, Anyanka schrieb:

 Finde ich sehr gut nachvollziehbar. Du bist schon beim Master, oder? Das eröffnet einem wahrscheinlich wirklich noch ganz andere Möglichkeiten.

 

Ja, ich bin jetzt am Master dran. Jedoch bin ich mir noch nicht sicher, was danach sein wird. Bleiben und mehr Geld verlangen, Abteilung wechseln oder gänzlich in einer anderen Firma weitermachen.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Am 25.1.2019 um 13:35 , MichiBER schrieb:

 

@Markus Jung, ich bekomme keine Möglichkeit zum Zitieren des Originalbeitrages angezeigt, schaue ich da irgendwie auf die falsche Stelle vom Monitor? ^^

 

Es gibt diese Möglichkeit nur bei Forenbeiträgen und Blog-Kommentaren. 

 

Als Workaround kannst du die Stelle mit Copy and Paste in deinen Kommentar einfügen und dann die Kommentarfunktion aus dem Editor verwenden, das ist der Button mit den Anführungsstrichen (zumindest am Desktop, ich weiß nicht, ob es den am Smartphone auch gibt).

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