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Jobangebot und Existenzielle Fragen...

Mewchen

608 Aufrufe

Ich muss mal kurz hier meine Gedanken niederschreiben, da sich bei mir gerade die Ereignisse überschlagen.

 

Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass ich meine aktuelle Arbeit zumindest bis zum Ende des vierten Semesters durchziehe, schon allein wegen der Finanzen und weil ich auch der Ansicht war, dass ich ohnehin in Sachsen keine Chancen habe, ohne Abschluss oder zumindest fortgeschrittenes Studium eine Anstellung zu finden.

Naja, ich wollte jedenfalls meine Möglichkeiten abklären und habe mich spaßenshalber bei einer Personalagentur beworben, die hauptsächlich Erzieher usw in Zeitarbeit vermittelt, der Verdienst wäre fast identisch mit dem der öffentlichen Träger.

 

Erstaunlicherweise wurde mir mitgeteilt, dass sie mich sofort als Erzieherin einstellen würden, und das nur, weil ich als eingeschriebener Student laut Jugendamt ausreichend qualifiziert sei, in der Betreuung zu arbeiten. 

 

Eigentlich wollte ich ja nur mal meine aktuellen Möglichkeiten abchecken. Spontan hat die Stadt Dresden Ende Juli aber ein Quereinsteigerprogramm beschlossen. Ich und eine andere Kollegin(gleicher Ausbildungshintergrund bis auf mein Fernstudium) wurden beide eingeladen und haben auch ein Jobangebot bekommen. Zunächst befristet bis Ende Juli 2020 als pädagogische Mitarbeiterin mit Möglichkeit zur Übernahme für eine Ausbildung und das bei 32 h bei gleichem Stundenlohn wie in meiner aktuellen Tätigkeit...

 

In mir schreit alles, das anzunehmen. Andererseits sehe ich nicht wirklich ein, nochmal die Ausbildung zu machen. Theoretisch bin in mit meinem Studium in 3 Jahren fertig, die Ausbildung würde nochmal 4 Jahre dauern...

 

Andererseits könnte ich so schon praktische Erfahrungen sammeln. Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, dass ich einfach weiter als pädagogische Mitarbeiterin beschäftigt bin und einfach mein Studium zum Abschluss bringe...

 

Fakt ist, gehaltstechnisch mache ich erstmal Einbußen, da ich jetzt weniger Stunden arbeite, aber zur Not würde ich mir noch einen Minijob suchen. Und auch das Risiko der befristeten Stelle ist nicht zu verachten. Mein Studium möchte ich auf jeden Fall weiter machen...

 

In meinem Kopf dreht sich alles, ich weiß noch gar nicht, wie ich mich jetzt entscheiden werde. 

 

So, das musste raus. 



10 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Was hast du denn derzeit "auf dem Papier" stehen, d.h. welche Ausbildung? Wenn ich es richtig interpretiere (korrigiere mich), noch nichts in deinem Zielberuf? Dann wäre die Quereinsteiger-Stelle bei der Stadt doch inhaltlich durch die praktische Erfahrung nicht verkehrt. Vielleicht kannst du ja auch kurzfristig in Erfahrung bringen, ob sich das verlängern ließe, so dass du dein Studium parallel abschließen kannst. Andererseits klingt auch die Ausbildung plus Studium als mittelfristiges Ziel gar nicht so verkehrt, die Finanzen ausgeklammert. 🙂

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Die Möglichkeit, umfangreiche Praxiserfahrungen zu sammeln, sollte man gerade bei einem pädagogischen Studium nicht verachten. Meiner Meinung nach lässt das Nebeneinander von Studium und Praxis einen erheblichen Mehrwert erwarten, auch und gerade für Dein Studium. Wenn Du denn zeitlich alles unter einen Hut kriegst und Dein Studium trotzdem vorantreibst. Ich kann jedenfalls gut verstehen, dass es Dich reizt, diese Chance zu ergreifen.

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Ich stand vor einer ähnlichen Entscheidung wie Du. Eigentlich wollte ich nur neben meiner Tätigkeit als Krankenschwester als Dozentin an einer Schule arbeiten, um Praxiserfahrung zu sammeln, und habe ein Angebot für eine feste Anstellung bekommen.

 

Ich habe angenommen und es keinen Tag bereut. Die finanziellen Einbußen fange ich mit einem Minijob auf. Aber die relevante Praxiserfahrung und das Verknüpfen von Inhalten aus dem Studium im Berufsalltag sind meiner Meinung nach kaum mit Geld aufzuwiegen.

Wie oben schon geschrieben wurde, ist das gerade im pädagogischen Bereich sehr wichtig. (Oder umgekehrt: wie viel Chancen haben Pädagogen ohne Erfahrung?)

 

Und abgesehen davon macht es einfach Spaß. 🙂

Jeden Tag gehe ich wieder gern zur Arbeit.

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Ich sehe es im wesentlichen hso, wie die anderen auch. Praxiserfahrung, und dann auch noch bezahlte, ist ziemlich viel wert. Müsstet du nicht vielleicht ohnehin noch ein Praktikum machen? 

 

Die zusätzliche Ausbildung wäre halt noch eine zusätzliche Qualifikation und nicht sooo schlecht im Lebenslauf. Vielleicht kannst du sie aufgrund des Schulabschlusses oder Studiums mindestens verkürzen oder tatsächlich ganz weglassen. Vielleicht kannst du dich danach bei der zuständigen Stelle informieren? 

 

Befristung wäre für mich auch ein Thema. Leider wird erfahrungsgemäß häufig vorher viel versprochen, woran sich später niemand erinnert. Wie stehen allgemein die Chancen, falls die befristete Stelle tatsächlich endet, wieder in deinem jetzigen Beruf anzufangen? Oder ist die Stelle tatsächlich deswegen befristet, weil sie im Zusammenhang mit der Ausbildung steht? 

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Ich bin etwas hin und her gerissen. Formal würde ich sagen, dass Du mit einer Erzieherausbildung und Deinem BWL Studium gut aufgestellt bist und damit, vielleicht in einigen Jahren, eine Kita leiten könntest. Einfach mal als Blick in die Zukunft.

 

Andererseits denke ich aber, dass Dir langfristig mit einem Abschluss in Kindheitspädagogik mehr Türen offen stehen, als mit einer Erzieherausbildung. Und wenn ich Dich richtig verstanden habe. bist Du mit dem Studium auch schneller fertig, als mit der Ausbildung.

 

Ich würde also schauen, ob ich nicht in der Einrichtung arbeiten kann und parallel dazu das Studium absolviere. Du siehst ja selbst, dass man als Pädagogikstudent ohne Abschluss (noch kein Bachelorzeugnis / Masterzeugnis in Pädagogik in der Hand) Perspektiven hat. In drei Jahren wird sich die mangelnde Personalsituation am Arbeitsmarkt für Pädagogen nicht aufgelöst haben. Die Chancen bleiben.

 

Schau mal in den Blogs von Ahanit rein. Sie stand vor einiger Zeit vor einem ähnlichen Problem.

 

 

 

 

 

Bearbeitet von anjaro

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vor 21 Stunden, thb schrieb:

Was hast du denn derzeit "auf dem Papier" stehen, d.h. welche Ausbildung? Wenn ich es richtig interpretiere (korrigiere mich), noch nichts in deinem Zielberuf? Dann wäre die Quereinsteiger-Stelle bei der Stadt doch inhaltlich durch die praktische Erfahrung nicht verkehrt. Vielleicht kannst du ja auch kurzfristig in Erfahrung bringen, ob sich das verlängern ließe, so dass du dein Studium parallel abschließen kannst. Andererseits klingt auch die Ausbildung plus Studium als mittelfristiges Ziel gar nicht so verkehrt, die Finanzen ausgeklammert. 🙂

Zur Zeit habe ich noch nichts in dem Bereich, deswegen bin ich ja so heiß dadrauf

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vor 21 Stunden, kurtchen schrieb:

Die Möglichkeit, umfangreiche Praxiserfahrungen zu sammeln, sollte man gerade bei einem pädagogischen Studium nicht verachten. Meiner Meinung nach lässt das Nebeneinander von Studium und Praxis einen erheblichen Mehrwert erwarten, auch und gerade für Dein Studium. Wenn Du denn zeitlich alles unter einen Hut kriegst und Dein Studium trotzdem vorantreibst. Ich kann jedenfalls gut verstehen, dass es Dich reizt, diese Chance zu ergreifen.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich ws definitiv machen wetde

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vor 11 Stunden, tiransich schrieb:

Ich sehe es im wesentlichen hso, wie die anderen auch. Praxiserfahrung, und dann auch noch bezahlte, ist ziemlich viel wert. Müsstet du nicht vielleicht ohnehin noch ein Praktikum machen? 

 

Die zusätzliche Ausbildung wäre halt noch eine zusätzliche Qualifikation und nicht sooo schlecht im Lebenslauf. Vielleicht kannst du sie aufgrund des Schulabschlusses oder Studiums mindestens verkürzen oder tatsächlich ganz weglassen. Vielleicht kannst du dich danach bei der zuständigen Stelle informieren? 

 

Befristung wäre für mich auch ein Thema. Leider wird erfahrungsgemäß häufig vorher viel versprochen, woran sich später niemand erinnert. Wie stehen allgemein die Chancen, falls die befristete Stelle tatsächlich endet, wieder in deinem jetzigen Beruf anzufangen? Oder ist die Stelle tatsächlich deswegen befristet, weil sie im Zusammenhang mit der Ausbildung steht? 

In meinem aktuellen Unternehmen würden die mich sofort wieder nehmen... Aber eher stelle ich mich an die Supermarktkasse, bevor ich wieder Lohnbuchhaltung mache.

 

Die Befristung ist natürlich suboptimal, aber jeder Monat praktische Erfahrung macht mich interessant für Dienstleister in dem Bereich.

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Hallo Mewchen,

 

wir drücken Ihnen bei Ihrer Entscheidung auf jeden Fall die Daumen und würden uns natürlich freuen, wenn Sie ihr Studium bei uns weiterführen und erfolgreich abschließen würden. 🙂

 

Viele Grüße,

Rebecca Reif

Online-Marketing/Redaktion

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vor 21 Stunden, DIPLOMA schrieb:

Hallo Mewchen,

 

wir drücken Ihnen bei Ihrer Entscheidung auf jeden Fall die Daumen und würden uns natürlich freuen, wenn Sie ihr Studium bei uns weiterführen und erfolgreich abschließen würden. 🙂

 

Viele Grüße,

Rebecca Reif

Online-Marketing/Redaktion

Ein Abbruch kommt für mich nicht infrage. Mein Studium möchte ich definitiv weiterführen

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