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Java ist auch eine Insel...


Angelus

611 Aufrufe

Und als Insel wäre es mir gerade auch sehr viel lieber ;-)

 

Ich habe nun die Einsendeaufgabe im Modul Objektorientierte Programmierung I abgegeben.

 

Nach einer reinen Bearbeitungszeit von ca. 252 Stunden habe ich 51 DIN A4-Seiten Code zur Bewertung abgegeben.

 

Die Aufgaben waren, nachdem man durch die Programmierung durchgestiegen ist, raffiniert und praxisnah gestellt. Wie gut ich die begriffen und bewältigt habe, wird man sehen... Es gab vier Themenblöcke, die alle zu bearbeiten waren. Eine Auswahlmöglichkeit gab es in diesem Modul nicht (außer eventuell, welche Jahresaufgabe man wählt). Die Schwierigkeit sowie die mögliche zu erreichende Punktzahl stieg mit jeder Aufgabe an. Die Aufgaben 3 und 4 bauten aufeinander auf.

 

Da ich keinerlei Vorkenntnisse hatte, bin ich an dem Modul ziemlich verzweifelt. Wie man aus meinen bisherigen Beiträgen ersehen konnte, habe ich mich mal hier und dort nach verschiedenen VHS- und Online-Kursen umgesehen und mehrere Bücher (durch-)gearbeitet. Und mich mit ziemlicher Sicherheit ziemlich verrannt. Na ja, zumindest lt. YouTube-Videos a la "Bin ich zu dumm zum programmieren" hat es mich nicht allein getroffen. Es hilft wirklich nur üben, üben, üben...

 

Ich würde mir wünschen, dass die srh ihre Vorlesungen sowie den generellen Lern-Medienmix überarbeitet. Man ist leider ziemlich aufgeschmissen, wenn man je Modul ein- und dieselbe Vorlesung serviert bekommt. Meistens muss man auch an den festen Terminen (ich nutze nur die Online-Veranstaltungen) teilnehmen, da oft keine Aufzeichnungen vorhanden sind.

 

Als Studienmaterial gab es hier das bereits vorgestellte Buch "Java ist auch eine Insel" sowie einen dazugehörigen Leittext zudem ein paar Studyflix-Animationsvideos zur Vorstellung einzelner Themen. Die Vorlesung erstreckt sich über 2 Abende mit jeweils 2 Stunden.

 

Der Fachdozent ist meiner Meinung nach sehr kompetent und hilft auch bei Fragen zügig weiter. 

 

OOP II wird definitiv noch etwas auf sich warten lassen. Ich hoffe zumindest, dass ich durch eine größere Pause da nicht schon wieder (wie zu Anfang des Studiums) großartig etwas wiederholen muss. Allerdings wird in anderen Modulen die Programmierung als solche (z. B. in Software Engineering I) auch in irgendeiner Weise benötigt und kann gar nicht mehr ganz aus dem Gedächtnis verschwinden ;-)

 

Ich hoffe, dass ich dieses Jahr noch Rechnerstrukturen und Betriebssysteme sowie Software Engineering I abschließen kann. Ersteres hatte ich vor einer Ewigkeit bereits angefangen und bei SE I gefällt mir die diesjährige Aufgabenstellung besser als die für nächstes Jahr. Ich brauche jetzt auf jeden Fall mal ein paar Module, die was "räumen" und schneller von der Hand gehen.

 

Soweit ich das mitbekommen habe, dauert die Benotung der OOP-Module gerade etwas, aufgrund der Masse an eingehenden Prüfungsleistungen. Das kann ich verstehen, nach der ganzen Arbeit würde ich ungern nochmals von vorne beginnen müssen. Und der Jahreswechsel ist bei der srh ja die einzige richtige Deadline. Also Daumen drücken, abwarten und endlich mal was in der Seitenleiste abändern :-)

9 Kommentare


Empfohlene Kommentare

super geschrieben 


Die Insel hätte ich nach Statistik auch gebraucht. 
Hoffentlich hast du nicht das gleiche Problem wie ich mit meinem Modul (zu große Pause und ich war wieder total lost)

 

ich drück dir die Daumen 

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Zitat

Es hilft wirklich nur üben, üben, üben...

Yep.

Codieren ist ein Handwerk. Bei mir wurden damals Grundprinzipien unabhängig der Sprache gelehrt. Also, auf der einen Seite die Ideen hinter den Konzepten, und dann die Anwendung in diversen Sprachen.

Da kann es von Vorteil sein, nicht mit einer Sprache zu beginnen, die bereits gewisse Annahmen trifft.

Als alter Sack finde ich die Reihenfolge: Rechnerarchitektur, Assembler Programmierung, C und von da in Java und C++ ganz praktisch. Von da dann evtl. nen mind-wipe durch LISP :)

 

Du hast halt die Grundkonzepte, die du quasi immer anwenden kannst (Sequenz, Verzweigung, Wiederholung, Aufruf) und wendest diese dann innerhalb deines Paradigmas (strukturiert, Objekt orientiert, funktional, whatever) entsprechend an.

 

Direkt mit OOD / OOP einzusteigen, ohne eine Idee zu haben, welches Problem OOD eigentlich lösen soll, finde ich nicht wirklich optimal. Auch, da man dann nicht die notwendige Grundlage hat, um zu entscheiden, wie man ein Problem angehen soll :)

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Ja, so eine theoretische Einführung hätte ich auch nicht schlecht gefunden. Ich hatte im Akademiestudium kurz in die OOP-Grundlagen an der Fernuni reingeschaut, aber ohne praktische Beispiele, hab ich von den Abgrenzungen nix kapiert.

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Es ist IMO ein recht nachvollziehbarer Prozess.

 

Du hast Code. Code wird mehr und unübersichtlich. Also nutzt du strukturierende Elemente, um es wartbar zu machen.

 

Das Spiel beginnt von neuem. Jetzt hast du das Problem, dass du Daten und deren Methoden als Einheit sehen willst, weil es eben bestimmte Probleme leichter macht. Das führt zu den Beginnen von OOD.

Also fängt man mit Namenskomventionen an. Dann werden Zeiger auf die Funktionen als Teil der Daten aufgenommen.

Ist aber eher umständlich, damit umzugehen. Als Lösung wird dann OOP eingeführt.

 

Und das Spiel beginnt von Neuem.

 

Wenn man weiß, welche Probleme der jeweilige Ansatz lösen soll, fällt es auch leichter, sich im konkreten Fall für die eine oder andere Lösung zu entscheiden.

 

Aber man braucht halt wirklich etwas Erfahrung, damit man reinkommt. Daher ist ja auch "Erfahrung mit X" der Kernpunkt bei der Einstellung.

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Vielleicht komme ich gerade (wie immer) mit den Usern durcheinander, aber hattest du dir nicht Gedanken darüber gemacht, zur FOM zu wechseln? Bist du unzufrieden an der SRH?

Zum WiSe '23 wird übrigens die Studiengebühr erhöht, aber ich glaube, das ist für dich nicht mehr relevant^^.

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vor 13 Minuten schrieb FOM Alumni:

aber hattest du dir nicht Gedanken darüber gemacht, zur FOM zu wechseln?

Hat die FOM jetzt Informatik Studiengänge?

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Vorher hatte die FOM einen relativ unbeliebten allgemeinen Informatik-Studiengang. Seit Neustem "Cybersecurity"-Studiengänge. Also Informatik, nur in sexy verpackt. Wobei der Fokus auf der Schnittstelle zwischen IT und Betriebswirtschaft liegen soll. Die FOM will nach wie vor eine Wirtschaftshochschule bleiben (unterstelle ich ihr jetzt einfach mal), allerdings in möglichst andere Zweige reingreifen. Wir waren der erste Jahrgang Soz-Arb und die Hälfte unserer Dozenten waren Betriebswirte und Juristen. Unsere Ausbildung war dementsprechend auch stark in einem betriebswirtschaftlichem Fokus. Hätte ich dort den Master gemacht, wäre das Ziel darin auch nicht die Vorbereitung auf die therapeutische Arbeit gewesen, sondern mehr das Leiten von Einrichtungen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen.

Ich unterstelle der FOM auch, dass sie die (internationale) Voldemort Universität, nicht nur als Marktbegleiter, sondern als direkte Konkurrenz wahrnimmt (bis zur Pandemie hatte sie jedenfalls noch mit "größte Hochschule Deutschlands" geprahlt, dem ist jetzt nicht mehr so, sondern "eine der größten Hochschulen Europas" - weird flex, but we get what you mean). Da Voldemort von ursprünglich Gastro und Tourismus bis hin zur eigenen Health Fakultät expandiert ist, zieht die FOM ähnlich mit, aber behält den wirtschaftlichen Touch.

 

Die IT-Studiengänge sind übrigens teurer als der Rest, wieso auch immer (wenn man dort mehr Equipment gestellt bekommen sollte, kann ich es verstehen. Kann ich mir aber nicht vorstellen, die Info würde die FOM jedenfalls nicht "verstecken"). Vielleicht eine Warnung seitens der FOM, dass man lieber 2x vor Studienbeginn nachdenken sollte, ob man dort wirklich IT studieren willl... Gute Nacht

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vor 6 Stunden schrieb FOM Alumni:

Vielleicht komme ich gerade (wie immer) mit den Usern durcheinander, aber hattest du dir nicht Gedanken darüber gemacht, zur FOM zu wechseln? Bist du unzufrieden an der SRH?


Ja, das war ich. Im Bezug auf den fehlenden Medienmix. Daher auch das Liebäugeln mit der FOM und den auch strukturierteren Live-Terminen. Dann ist mir allerdings noch aufgefallen, dass die Diploma eigentlich das gleiche System wie die FOM anbietet. Meine Tendenz geht da mittlerweile stark zum Technischen Redakteur. Aber zum Einen ist’s selten im öD (wo ich bleiben möchte) da zielgenau - weil unbekannt… - was zu finden und zum Anderen bietet sich der Zweig eh besser als Aufstockung/Ergänzung an. Und dann gibt’s halt auch Weiterbildungen. Master gibt’s glaube ich bisher noch nicht wirklich als Fernstudium.

 

Grundsätzlich ist die SRH in Ordnung, das Liebäugeln kommt von Motivationslöchern ;-)

 

Zumal ein Zurück in den Web- und Medieninformatik-Studiengang ziemlich sicher auch nicht möglich wäre, schließe ich anderweitiges Probieren vernunftgemäß aus… Gleichzeitig haut leider zeitlich und finanziell nicht hin…

Bearbeitet von Angelus
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Moin.

 

Ich habe gerade OOP I & OOP II erledigt und kann die Eindrücke grundsätzlich bestätigen. In meinen Augen ist es jedoch kein Problem auf Assembler / C zu verzichten, da der Schwerpunkt in diesem Studiengang nicht auf diesem Bereich liegt. Das Vermitteln grundlegender Konzepte wäre problemlos auch in Java möglich und OOP I versucht das auch zu erzwingen. Die vier Teilaufgaben der Einsendeaufgabe sind aufsteigend in der Komplexität.

  1. String- / Char-Operationen + Schleifen
  2. Einfaches Spiel auf der Kommandozeile
  3. Vorgegebenes UML in Code gießen und die Anforderungen berücksichtigen
  4. Operationen auf und Modifikationen an dem erstellten Code (3) vornehmen

 

Die ersten zwei Einsendeaufgaben scheinen mit den Übungsaufgaben und ein wenig Google problemlos lösbar zu sein, mein unerfahrener Kollege hat dafür keinen Tag benötigt. Bei Einsendeaufgabe 3 wird es bereits etwas komplexer, da die Übungen zu UML nicht ganz so ausführlich sind und hier im Vergleich zu den vorherigen Aufgaben der OOP - Anteil stark zunimmt. Nach den Übungen und einem sanften Einstieg durch 1 und 2, darf hier selbstständig mit Paketen, Sichtbarkeiten, Vererbung und Interfaces gearbeitet werden. Mein größter Kritikpunkt trifft hierbei tatsächlich die Formulierung der Einsendeaufgaben, da diese nicht immer absolut eindeutig sind.

 

Das Studienmaterial besteht aus einem 77 - Seiten starken Leitheft, welches Aufgaben stellt, kurz auf die Grundlagen eingeht und dann auf verschiedene Kapitel im entsprechenden Standardwerk aufmerksam macht. Die Lösungen sind dabei am Ende vollständig aufgelistet und können somit als Orientierung verwendet werden. Interessant ist dabei, dass die letzte Aufgabe (37) bereits die grundlegende Lösung für die Einsendeaufgabe 4 beinhaltet.

 

Grundsätzlich halte ich das Konzept dieses Moduls für gut, allerdings kann es für Einsteiger fordernd und frustrierend sein. Ein regelmäßigeres Betreuungsangebot könnte hier Abhilfe schaffen - oder die Nutzung der verschiedenen WhatsApp- und Teams-Gruppen. Dabei scheinen viele diese komplett zu ignorieren oder schlicht zu übersehen ... Ergänzend noch der Hinweis, dass mein Kollege dem Prof. zwei Nachrichten geschrieben und in beiden Fällen sehr zeitnah die entsprechenden Antworten erhalten hat. Mein positiver Eindruck aus der Vorlesung hat sich somit grundsätzlich bestätigt.

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