Studymania

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Neue Technologie? ... oder das Slade'sche Gesetz

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krypt0lady

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Das Slade'sche Gesetz der Computergeschichte besagt, dass diejenigen, die nicht die Lehre aus der Computergeschichte ziehen, dazu verdammt sein werden, alles wieder neu zu kaufen - nur eben neu verpackt.

Also, schauen wir uns mal um:

Web 2.0 - es wird sozial.

Kaum zu glauben, aber auch vor Facebook tauschten sich Menschen über das Internet aus. Über E-Mail, Usenet, Mailinglisten, Foren etc.

Das einzig neue an Facebook etc. ist wahrscheinlich der für jeden einsehbare Ego-Info-Striptease. Obwohl auch das war bereits vorher möglich.

Web 2.0 - es wird informativ.

Twitter ist neu? Nein, nur neu verpackt. Das Internet Protokoll Finger gibt es seit den 70er. Auch darüber konnte man kund tun, was man gerade machte.

Cloud Computing

Der neuste Schrei .... na ja eher ein "back to the roots" mit ein paar Stolpersteinen.

Lang lang ist's her, da wurden Informationen und Programme auf Großrechnern gespeichert und über ein Terminal abgerufen.

Dann kamen die PCs - die persönlichen Computer (ah macht es Klick warum die so heißen?) - dumm nur, dass man Backups vernachlässigte (musste man vorher ja auch nicht machen), sich so manch eine Krankheit einfing - schließlich musste man sich vorher um Sicherheit auch keine Gedanken machen. :blink:

Da kommen also nun ganz pfiffige Leute auf die Idee Daten im Netz zu speichern.

Und wie waren Terminals und Großrechner verbunden? Genau, über ein Netzwerk. Und was ist das Internet? Richtig, ein Netzwerk.

Naja, Marketing lässt grüßen: Cloud hört sich einfach besser an als Großrechner oder Mainframe. :thumbup1:

Game over

Und World of Warcraft Zocker? Bis auf die Grafik aber nichts anderes als Rogue ... oder? :rolleyes:

Mal schau'n wann die blaue Schrift auf gelben Hintergrund (wegen der besseren Lesbarkeit) wieder auf den Websites auftaucht. Darüber können wir dann twittern, bloggen ... oder einfach 'ne E-Mail schreiben. :lol:


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7 Kommentare


Interessant.

Diesen Cloud-Hype verstehe ich überhaupt nicht.....

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Danke für den unterhaltsamen und informativen Rückblick in die Geschichte des Computerns! :)

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Die Großrechner hatten damals den Vorteil, dass die Datenleitungen nicht schnell sein mussten. Es wurden ja nur Schriftzeichen und mal ein Steuercode übertragen. DAMALS gab es keine schnellen Leitungen, brauchte es auch nicht. War die Leitung mal gestört, ging nichts verloren da die Terminals nur Anzeigegeräte waren.

Das einzige was sich wirklich verändert hat, ist die Bedienung. Und ob es (technischer) Fortschritt ist, wenn jetzt jeder einen (Groß-)Rechner bedienen kann, bleibt auch fraglich.

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Michael Knight

Geschrieben

Das Gesetz scheint nicht besonders bekannt zu sein. Auf die Schnelle kann ich weder bei wiki (deutsch und engl.) noch bei google überhaupt was finden. Lediglich ein kurzen Foreneintrag findet man immer wieder. Naja und jetzt steht bei google Dein Blogeintrag an erster Stelle. Wo hast Du das rausgekramt?

Im Übrigen hinkt der Vergleich Cloud Computing / Mainframe-Rechner in meinen Augen. Du übersiehst, dass Cloud Computing nichts mit einem zentralen Server zu tun hat, wie es bei der Mainframe-Architektur der Fall war. Cloud Computing kann auch nicht mit einer Client-Server-Architektur (wie bei Mainframe) verglichen werden. CC betont die dynamische Skalierbarkeit, damit hatte eine klassische Mainframe-Architektur nun gar nichts am Hut. Das Wort "Cloud" betont gerade, dass sich die Daten nicht auf einem zentralen Rechner bzw. in einem Rechenzentrum befinden, sondern auf vielen Rechnern in der Wolke theoretisch weltweit verteilt sind. Ein Blick in die "Geschichte" des CC liefert wiki:

Der Begriff „Cloud Computing“ wurde maßgeblich durch einige schnell wachsende Internetfirmen wie Amazon, Google und Yahoo geprägt. Diese Firmen standen aufgrund des schnellen Wachstums ihrer Nutzerbasis vor dem Problem, ständig wachsende Systeme vorhalten zu müssen, die auch zu Spitzenlastzeiten (für Amazon wäre dies z.B. das Weihnachtsgeschäft) ein Vielfaches der Nutzerzahl bedienen zu können, als dies für das sonstige Tagesgeschäft nötig war

Auch der weitere Artikel zu CC bei wiki ist lesenswert.

Aus meiner Sicht hat das rein gar nichts mit Marketing zu tun. Es ist eine komplett andere Technologie, die zu Mainframe-Zeiten schlicht nicht denkbar war.

Dein Vergleich finger/twitter halte ich für noch unpassender. Finger dient ursprünglich dazu über andere am System angemeldete Nutzer Informationen zu erlangen. Twitter verfolgt doch einen komplett anderen Ansatz. Hier kann der Nutzer bewusst Informationen publizieren. Dazu war finger nie gedacht. Finger ist eine Pull-Technologie, Twitter eine push-Technik. Für mich insgesamt absolut nicht vergleichar und zu völlig anderen Zwecken entwickelt.

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@Michael: Das Slade'sche Gesetz ist mir u.a. im Usenet über den Weg gelaufen. Ja, Wikipedia scheint nicht alles zu kennen.

Ich habe keinen Vergleich gezogen, sondern will nur aufzeigen, dass es sich bei all diesen "neuen" Ideen, um althergebrachtes handelt. Weiterentwickelt - ja, aber mehr nicht.

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Michael Knight

Geschrieben

Ja, Wikipedia scheint nicht alles zu kennen.

Genau, und erstaunlicherweise google auch nicht. Wir könnten jetzt eine weitere Diskussion beginnen, ob etwas, dass sich weder bei wiki und insbesondere nicht mit einem Treffer bei google findet, überhaupt irgendeine Relevanz besitzt. Ich habe sowas mal mit Kollegen diskutiert, ist sehr interessant, welche Ansichten da in den unterschiedlichen Generationen herrschen.

Weiterentwickelt - ja, aber mehr nicht.

Naja, und ich wollte eben aufzeigen, dass das aus meiner Sicht nicht stimmt. Twitter als eine Weiterentwicklung von finger zu bezeichnen ist schon sehr aus der Luft gegriffen - finde ich. Streiche in meinen Ausführungen gerne das Wort 'Vergleich', falls Du Dich daran störst. Technisch betrachtet ist das einfach falsch. Das ist in etwa so, als wenn ich behaupte, das Handy sei eine Weiterentwicklung des Lautsprechers. Und jetzt sag nicht, Du bist Mathematikerin ... und das ist alles nur Definitionssache ...

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Naja, ganz so einfach ist es doch nicht. Facebook führt unterschiedliche Dienste einfach zusammen auf einer Seite. Aber ob das gut ist, lässt sich sicher bezweifeln.

Twitter ist sicher auch nichts neues, aber Nachrichten von Millionen miteinander verbinden und durchsuchbar zu machen ist schon nett.

Die Cloud ist sicher gehypt, aber ohne sie läuft in Zukunft nix mehr. Mainframe ist stark vereinfacht, weil eine "Cloud" aus multiplen Systemen an unterschiedlichen Standorten bestehen kann.

Das Slad'sche Gesetz heisst für mich eigentlich. Mal das Ding weiss an, schleif die Ecken ab, kleb nen Apfel Aufkleber drauf und verkauf es für den dreifachen Preis ;-)

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