Aus dem Leben einer Fernstudentin

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verwirrung

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HannoverKathrin

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Das Ende vom Studium rückt näher und auch der Gedanke bezüglich des berüchtigten "danach" schleicht sich gelegentlich ein. Privat ist soweit klar: das Leben wird schön. Durch das lange Einschränken werde ich meine Freizeit später zu schätzen wissen und diese auch entsprechend verplanen (und genießen). Aber wie sieht es beruflich aus? Wie soll es hier weitergehen?

Ich habe das Studium nicht gestartet weil ich einen konkreten Veränderungswunsch hatte. Ganz im Gegenteil, eigentlich ist es mehr eine Sicherheitsmaßnahme für später falls mich der Wunsch mal in ein paar Jahren packen sollte. Aber bislang ist da nichts. Ich bin aktuell als Sekretärin tätig und das macht mir Spaß. Die Abteilung in der ich arbeite gefällt mir ebenfalls und die Zusammenarbeit mit meinem Chef ist gut. Er würde mich am liebsten zur Sachbearbeiterin (= Einkäuferin) umschreiben, aber das ist eine Tätigkeit die mir überhaupt nicht liegt und auch keine Freude bereiten würde.

Was mir die letzten Jahre besonders Freude gemacht hat, ist die neue Zusatzaufgabe der Bildungskoordination. Nicht nur für meine Abteilung, sondern für alle Einkaugsabteilungen buche ich Ende des Jahres alle Seminare fürs Folgejahr. Ansonsten bin ich für Umbuchungen, Stornierungen, etc. zuständig. Meine Überlegung war somit, mich evtl. mal mit der richtigen Weiterbildungsabteilung kurzzuschließen und mal zu horchen wie das da so läuft.

Das Problem das ich aber klar sehe: wie soll ich da reinkommen? Die Abteilung ist klein und übersichtlich / die Personen arbeiten schon lange da / vom Alter her wird niemand demnächst ein Kind erwarten = wenn niemand geht kommt auch keiner dazu.

Das wäre eine Sache die ich mir gut vorstellen kann, aber als nicht erreichbar einschätze.

Und jetzt öffnet sich plötzlich eine kleine Tür, eigentlich eher ein Fenster. Es wird demnächst in der Abteilungsleiterrunde besprochen, ob es Sinn macht ein Projekt zu starten. Ziel soll es sein, die berufliche Weiterbildung zu optimieren und unsere fachlichen Belange besser abzudecken. Da könnte also förmlich eine Stelle für mich entstehen. Die Administration liegt mir und durch meine Tätigkeit als aktuelle Bildungskoordinatorin hätte ich gute Chancen mich für diesen neuen Bereich ins Gespräch zu bringen. Aber wie ist meine Reaktion auf diese Nachricht? Angst! Nicht Panik, aber schon Unbehagen. Im Grunde sollte ich am Besten damit starten mich ins Projektteam aufstellen zu lassen. Aber das bedeutet Arbeit. Viel Aufwand bezüglich Recherche, Abstimmung, Planung. Nicht zu vergessen die Auftritte in den Gremien um das Projekt bekannt zu machen und für seine Umsetzung zu werben. Okay -> Panik…

In meiner kleinen Welt fühle ich mich wohl und ich bin bequem geworden. Ich kann pünktlich Feierabend machen und schaffe es Probleme/Sorgen auf der Arbeit zu lassen und meine Zeit dann ohne große Gedanken an die Arbeit zu verbringen (wobei ich es trotzdem fertigkriege, dass mir beim Zähneputzen vergessene Dinge einfallen). Aber was wird nach dem Studium sein? Im Moment verbringe ich meine freie Zeit bei fi.de - aber ohne Studium auch kein Blog und somit auch kein (oder kaum) fi.de.

Dieses Semester benötigt meine volle Aufmerksamkeit: der SSP ist wichtig und eigentlich muss ich auch noch Zeit finden meine Projektarbeit vorzubereiten (eigentlich sogar zu schreiben). Aber die Arbeit im Projektteam könnte ich auch fürs Studium nutzen. Wäre das nicht zur BA-Thesis ausbaubar? Arbeitsplatzbezogene Weiterbildung organisieren bla bla.

Verwirrende Situation für mich. Was soll ich tun?


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3 Kommentare


Man entschuldige die Ausdrucksweise, aber:

Was soll ich tun?

Den Arsch hochkriegen! Das hört sich nach einer klasse Chance an! Selbst wenns nicht funktionieren sollte ist dein Name mehr Leuten bekannt. Das Studium als Ausrede zu nutzen zählt nicht ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Ich sehe es wie Engel912, wenn Du Dir diese Chance aus Bequemlichkeit oder vorgeschobenen Grünen entgehen lässt, wirst Du Dich später vielleicht sehr darüber ärgern. Und wenn es erstmal mehr Aufwand (zeitlich oder auch "emotional") bedeutet, dann fährst Du halt im Studium mal einen Gang zurück und Du schreibst ja auch selbst schon, dass das Thema sogar was für die Thesis werden könnte.

In meiner Angestelltenzeit habe ich mich mal in einer ähnlichen Situation nicht beworben - und habe es hinterher bereut, besonders als ich dann erfahren habe, dass eine Person die Stelle bekommen hat, die sicherlich nicht besser qualifiziert dafür war, als ich es gewesen wäre.

Also: ran!

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Wie stand's so schön in den Studienbriefen zu "Management komplexer Problemsituationen"? Wie war doch gleich die natürliche Reaktion auf die namensgebenden Situationen? ;)

Ein Vorteil haben so Projekte ja: sie sind irgendwann vorbei. Also wenn du aufgrund des Projektes im Studium einen Gang runter schalten müsstest, ist die ganze Sache absehbar. Letzten Endes musst du dich aber auch wohl fühlen mit der Entscheidung - vielleicht hilft hier eine Pro-/Kontra-Liste? Oder ein Gespräch mit dem Projekt-Verantwortlichen bzw. generell mehr Informationen zum Projekt, damit du das alles besser einschätzen kannst?

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.
    • graphita
      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • narub
      Von narub in WBH und ich in B.Sc. Wirtschaftsinformatik 15
      Hey liebes FI,
       
      mann war ich faul hier Und leider nicht nur hier, im Studium gab es ein echtes Motivationsloch... So sehr, dass ich mich geschämt habe hier einen Status zu vermelden. (Es ist doch nur ein Bachelor, deine Kollegen sind jetz schon formal qualifizierter als du, mehr Geld kriegst du eh nicht .. bla bla)
      Naja, große Dinge bestehen halt aus vielen kleinen Schritten, also weiter gehts.
       
      Zuletzt habe ich die berühme ITI (Informationstechnologie) Klausur geschrieben und warte seither auf die Note (vom Dezember) - habe sie bei Prof. Lausen geschrieben und sie war inhaltlich absolut fair (wie die Übungsklausuren) und dabei habe ich sie extra zweimal verschoben, weil ich so unsicher war.
       
      Meine Betreuungsfrist geht bis Mitte 2018, also will ich 2017 die meisten Leistungen ablegen - im März kommt SCM (Supply Chain Management) und WFP (weiterführende Programmierung).
      Bis April muss ich die B-Aufgabe Servicemanagement hinbekommen, da ich sie leider schon heruntergeladen habe - und seit kurzem gibt es dann nur noch 6 Monate Zeit, ansonsten gilt sie als nicht-bestanden.
       
      Jaaa, und dann bin ich doch wirklich fast überzeugt, das CSUS Auslandspraktikum in den USA zu machen, v.a. weil hier 18 CP geleistet werden. Ich befürchte das Projekt schaffe ich so nebenher nicht.
      Außerdem ist das CSUS ein riesengroßer Schritt aus meiner Komfortzone hinaus. Erstens Ausland, dann noch ständig Gruppenarbeit/Präsentationen mit fremden Leuten, und dann auch noch auf Englisch - das ist schon eine Art Konfrontationstherapie oder so
      Aber ich bin schon recht aufgeregt und freu mir heimlich schon ein Loch in den Bauch. Der Reisepass ist beantragt
       
      Wünsche euch allen ein gutes Vorankommen - und immer schön durchhalten, man steht sich doch nur selbst im Weg
       
      Grüße
      narub