Blog Fernstudienakademie

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    133
  • Kommentare
    1.411
  • Aufrufe
    8.986

Fernlehrgang SachbuchautorIn: Müssen Rezensenten eigentlich immer gemein sein?

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Fernstudienakademie

60 Aufrufe

Die tägliche Schreibarbeit eines Sachbuchautors mag zwar zum Großteil im stillen Kämmerlein vor sich gehen, aber irgendwann ist auch das umfangreichste Werk fertig, es wird publiziert – und wenn es gut läuft! – von der Öffentlichkeit interessiert aufgenommen.

Autoren werden nicht immer mit Lorbeeren überschüttet!

Dabei kommt es allerdings vor, dass der hoffnungsfrohe Autor nicht nur mit Lorbeeren überschüttet wird, vielmehr kann es bei den Buchrezensionen auch schon einmal Kritik hageln, mit der man sooo vielleicht nicht gerechnet hat.

Ich erinnere mich da noch an eine Rezension zu meinem ersten Ratgeber zum Thema Fernunterricht („Fit für den Fernunterricht“), die in der „Zeit“ erschien.

http://www.zeit.de/2003/38/C__a5_Gelesen_H_9flle

Der Rezensent war nicht nuuur begeistert und bemängelte z.B., dass das Buch nicht so besonders „anschaulich“ sei und „wenig Konkretes“ zu bieten habe.

O-Ha! Das saß! Ich erinnere mich noch gut: Den ganzen Tag bin ich recht verschnupft durch die Gegend gelaufen und fand es richtig gemein, dass dieser Rezensent das Buch so „in die Pfanne gehauen“ hatte.

Der Verlag ist begeistert!

Nachmittags bekam ich dann allerdings eine Mail von der Lektorin des Verlags Bildung und Wissen, die das Buchprojekt betreut hatte. Sie war ganz aus dem Häuschen, dass „die gute alte Tante ‚Zeit’“ das Buch besprochen hatte. Dieses Glück hätten nur die allerwenigsten Titel aus dem Verlag und sicherlich würde diese Buchbesprechung auch den Verkauf enorm ankurbeln.

Da war ich erst einmal baff: Die Buch-Kritik wurde also (aus Verlagssicht) gar nicht so negativ bewertet. Vielmehr würde sie sogar dabei helfen, dass sich das Buch noch besser verkaufen ließe. So hatte ich das bis dahin noch nicht gesehen.

Selbst eine „schlechte“ Kritik ist eine „gute“ Kritik

Selbst eine „schlechte“ Kritik ist (aus Verlagssicht) also im Grunde immer auch eine „gute“ Kritik!

Was bedeutet das nun für angehende Autoren?

  • Wer sich mit einem Buch in die Öffentlichkeit wagt, kann nicht davon ausgehen, dass alle Rezensenten völlig begeistert sind von diesem Werk.
  • Jede Kritik (auch eine nicht allzu positive) kann dabei helfen, das Buch bekannter zu machen, und so die Verkaufszahlen ankurbeln.
  • Aus den Rezensionen kann ein Autor eine ganze Menge für etwaige Nachfolgeprojekte lernen.

Geheimnisse aus der Rezensenten-Szene

Und nun noch ein kleines Geheimnis aus der Rezensenten-Szene: Manche (meist nicht allzu auflagenstarken) Medien geben bei Buchbesprechungen die Vorgabe, dass die Rezensenten ausschließlich positive Buchkritiken veröffentlichen sollen. Diese Zeitungen sehen sich nämlich in der Pflicht, ihren Lesern Bücher zu empfehlen (!), und haben nicht das Ziel, Bücher vorzustellen, die eh kein Mensch lesen will. Am liebsten werden dabei natürlich diejenigen Bücher über den grünen Klee gelobt, die im eigenen (Zeitungs-) Verlag erschienen sind. ;)

Anne Oppermann

P.S.: Ihr selbst seid ja als Fernstudierende in gewisser Weise immer auch Autoren: Wie geht Ihr mit der Kritik Eurer Tutoren (z.B. in Form von schlechten Noten) um – vor allem, wenn diese Kritik Euch unberechtigt erscheint?


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


24 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Also im Falle der ZEIT mag ja auch eine nicht so positive Kritik förderlich sein, weil es halt kaum jemand schafft, dort überhaupt zu erscheinen.

Aber wenn ich zum Beispiel an die Kritiken bei Amazon denke, da dürften sich (mehrere) negative Kritiken schon schnell als schädlich erweisen. Zumindest dann, wenn es zu einem Thema noch Alternativen gibt.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@Markus

Diese Amazon-Rezensionen sind schon nicht "ohne": Da kann ein Rezensent schon mal ungehemmt, und teilweise, ohne das Buch überhaupt richtig gelesen zu haben, "rumholzen" (oder im Gegenteil auch "rumsülzen"), ohne dass man als Autor man darauf Einfluss hat.

Ich denke, das ist halt das Medium Internet... ;)

Bei Zeitungsrezenseionen hat man allerdings meist (wohl auch nicht immer *g*) das Glück, dass der Rezensent den Text wenigstens gelesen hat.

"Wir" hatten ja bei "unserem" Buch eigentlich durchgängig positive Kritiken. Wie hättest Du denn reagiert, wenn da jemand über das Buch hergefallen wäre? Hättest Du es "sportlich" genommen oder hätte das schon an Dir und Deiner Autorenehre geknabbert?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Wie hättest Du denn reagiert, wenn da jemand über das Buch hergefallen wäre?

Das kommt sicherlich auf die Art der Kritik an. Ist diese sachlich und berechtigt, würde ich dies eingestehen und Besserung für die nächste Auflage geloben.

Ist diese unsachlich bzw. unqualifiziert würde ich ggf. davon ausgehen, dass dies auch die Leser der Kritik bemerken. Ggf. würde ich auch mit einem Kommentar reagieren.

Bei einer Rezension mit falschen Fakten würde ich diese richtig stellen.

... und abgesehen von dieser sachlichen Vorgehensweise würden mich sehr negative Kritiken schon belasten/ärgern, egal ob berechtigt oder nicht...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
werkstattschreiber

Geschrieben

Hallo Anne,

eine „echte“ Buchkritik hatte ich ja noch nicht, aber die Anmerkungen zu meinen EA sind schon immer speziell für mich. HIER habe ich es beschrieben. Nicht, weil ich das nicht hören bzw. lesen will, aber es ist ja auch immer ein Eingriff in meine (persönliche) „Schreibwelt“. ;) Allerdings nehme ich nicht alles hin, was man mir mitteilt. Ich überlege wirklich lange, welche der Kritiken für mich passend sind, aber auch, mit welchen ich nicht leben kann. Diese verwende ich dann auch nicht. Aber in Summe ist es meist passend, da plausibel erklärt wird, wieso, weshalb und warum.

Die Amazon Rezensionen (auch andere) lese ich meist nicht, da mir oft zu viel über das Buch verraten wird, das ich ja selbst lesen will. Okay, beim Sachbuch macht das Sinn, vorher zu wissen, was man bekommen wird.

Erst wenn ich das Buch selbst gelesen habe, dann kümmere ich mich um die Rezensionen (oder auch nicht, je nach Laune). Ich gehöre zu den Lesern, die sich vom Kladdentext (oder Buchrücken), vom Titel und/oder von Buchcover (Bild) verführen lassen.

Viele Grüße

werkstattschreiber

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@Werkstattschreiber

Deine "Lage" finde ich in diesem Zusammenhang ganz besonders: Dein Tutor hat gleichzeitig ganz viele Rollen inne:

* die eines "typischen Lesers", der ggf. über die "Zielgruppenadäquatheit" des Textes entscheidet

* die eines Lektors

* die eines "Tutors" und "Benoters"

* die eines "Verlagsverterters", der mit ggf. über die Aufnahme eines Werkes in das Verlagsprogramm entscheiden könnte

Ich denke, deshalb haben die Anmerkungen Deines Tutors ganz, ganz viele Facetten...

Hast Du denn vor der Abgabe Deiner Texte an die Tutoren noch eine Art "Beta-Leser" vorgeschaltet, der ggf. ja schon einiges an Kritik vorher abfedern könnte?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Kritik sagt m.E. sehr viel über den Kritiker aus. Bei amazon.de lese ich sehr gern die Rezensionen, schaue aber genau hin. Mir macht es Freude, Rezensionen zu lesen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sich der/die Autor/in richtig viel Mühe gegeben hat.

Beim Lesen der Rezensionen schaue ich: Ist die Rezension sehr fundiert/begründet viel oder lässt jemand in ein, zwei Sätzen Luft ab, um dann einen Stern zu vergeben?

Ebenso skeptisch werde ich, wenn ein Buch ganz viele positive Bewertungen erhalten hat, deren Inhalte aber fast identisch sind. Etwas peinlich wird es dann, wenn sich sogar Formulierungen wiederholen. Ein bisschen mehr Mühe sollte man sich schon machen, wenn Rezensionen gezielt lanciert werden.;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Wobei ich, Anne, diese Vermischung von Rollen eines Tutors in einem Kurs "Schreiben" für äußerst problematisch halte. Mindestens die Benotung/Bewertung müsste von den re´stlichen Rollen getrennt wahrgenommen werdne.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@Sabine

Das habe ich jetzt, ehrlich gesagt, nicht verstanden... (Bin halt blond im Geiste.. *g*)

Meinst Du ein Tutor sollte lieber nicht gleichzeitig "Benoter" und "Lektor" sein? Meinst Du, es braucht dafür zwei Menschen?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@kporsch: Zum Thema "gekaufte Rezensionen beim Amazon" habe ich übrigens schon einen separaten Blogbeitrag in der Pipeline... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
@kporsch: Zum Thema "gekaufte Rezensionen beim Amazon" habe ich übrigens schon einen separaten Blogbeitrag in der Pipeline... ;)

Bin schon gespannt. :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Ja, das meine ich und ich bin sogar sicher, dass es dafür zwei Menschen braucht.

"Benotung" ist eine sanktionierende Funktion. Lektorieren eher eine beratende.

Wenn der Lektorierte nun der Meinung ist, dass sein Lektor absolut unrecht hat (was ja bei Sachbüchern durchaus der Fall sein kann und auch so ist), was soll er dann machen? Sich der Meinung anpassen wegen der guten Note? Sagen "Sorry, Du hast null Ahnung vom Thema, deswegen ist diese und keine andere Gliederung, diese und keine andere sprachliche Darstellung richtig"? Denn grade bei einem Kurs beschränkt sich Lektorieren nicht nur auf Rechtschreibung und Zeichensetzung!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Wir machen das ja anders...

Die Benotung erfolgt bei uns erst dann, wenn alle Diskussionen mit den Teilnehmer abgeschlossen sind. Da geht der Text dann schon u.U. das ein oder andere Mal hin und her zwischen Tutor und Teilnehmer.

Und erst wenn der Teilnehmer sagt: "Gut is - nun gib mir ne Note, lieber Tutor!", dann kommt die auch.

Und mal ganz, ganz ehrlich: Bei so einem Autorenkurs geht es den allermeisten Teilnehmern wahrscheinlich gar nicht um die Note. Sondern um das Erlernen von Schreib-Techniken.

Meinetwegen könnten wir (zumindestens bei diesem Kurs) auch die Benotung ganz weg lassen. Aber ich denke, damit hätte dann u.U. auch die ZFU Probleme.... Und wir hätten schon recht gerne den ZFU-Stempel auf den Kurs... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich würde (mindestens auf Wunsch) trotzdem trennen. Und ich würde auch nicht den Text an sich bewerten, sondern den Prozess des "Schülers" bewerten, den er durchläuft.

Die Noten würde ich dann allerdings auch nicht so stehen lassen, sondern mit Text hinterlegen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Danke an alle schon mal für den wertvollen Input - Bloggen hier bei fi.de lohnt sich - nicht zuletzt wegen der tolllen Kommentare - wirklich sehr für mich! :)

So, mit dem Miteigentümer der Fernstudienakademie (= meinem wunderbaren Gatten *g*) habe ich jetzt besprochen, dass wir es den späteren Kunden ermöglichen wollen, auszuwählen, wie sie es mit der Benotung halten wollen: Mit und ohne Notenvergabe - beides soll "drin" sein.

Die Kommentare des Tutors wären dann natürlich in beiden Variationen gleichermaßen "sorgfältig" und umfassend.

Dieses Verfahren muss jetzt selbstverständlich noch mit der ZFU abgesprochen werden....

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
werkstattschreiber

Geschrieben

Die Bewertungen, die ich bekomme, beziehen sich nicht so sehr auf Rechtschreibung und Grammatik und Noten in dem Sinn gibt es gar keine. Es geht vielmehr um glaubwürdige Inhalte, gute Lesbarkeit und Verständnis. Das Problem beim Schreiben ist, versteht der objektive Leser, was der Autor sagen will, kann er der Geschichte gut folgen... Nur weil ich als Autor alles verstehe, heißt das nicht, dass es der Leser auch kann. Er kennt die Hintergründe, die ich so im Kopf habe, natürlich nicht. Er liest praktisch mit „leerem“ Kopf und ich mit „vollem“. ;)

Viele Grüße

werkstattschreiber

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@Werkstattschreiber

Ich denke auch, dass Noten bei einem Lehrgang zum Schreiben (gleichgültig, ob es sich dabei um Romane oder Sachbücher handelt) gar nicht so besonders viel bringen.

Wo will man sich auch "bewerben" mit dem Statmennt: Ich habe eine zwei minus in meinem Autoren-Lehrgang,, also bin ich wohl ein "halbwegs guter" Sachbuchautor? ;)

Dein Bild vom leeren und vollen Kopf finde ich interessant.

So ganz leer sollte der Tutoren-Kopf allerdings auch nicht sein ;), denn er sollte ja auch gucken, was Du aus den im Lehrbrief aufgeführten Inhalten, Tipps und Aufgaben in der Praxis gemacht hast.

Sonst bräuchte man ja gar keine Lehrbriefe... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Anne, stell Dir vor, es macht einer bei Dir den Lehrgang und will hinterher ein Fachbuch zum Thema "Quantenphysik" schreiben oder über "Das Leben und Sterben von Meerzellern in 1800m Tiefe am Polarkreis". Da haste doch richtig Ahnung von, oder?

Das Beispiel von Werkstattschreiber gefällt mir auch. Und auch das will ich weiter treiben...

Stellen wir uns ebenfalls vor, ein neuer James Joyce würde auf die Idee kommen, beim gleichen Institut wie Werkstattschreiber einen Fernlehrgang zu machen. Und der Tutor hat schon den alten James Joyce werde verstanden noch gemocht und konnte so die dahinter steckende Genialität nicht erfassen. Was ja durchaus im Rahmen des Möglichen ist.

Und der verteilt dann Noten im Extremfall!:ohmy:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Bei dem James Joyce-Beispiel: Nun, den mag ich auch nicht sooo ;) Obwohl der Bloomsday ja auf meinen Geburtstag fällt...

Aber ich denke, es ist schon ein schriftstellerisches Meiststück, den ignoranten Tutor dann doch von der eigenen Genialität zu überzeugen. Wenn das gelingt, hat man a) enorm an den eigenen Argumentationskünsten geackert und B) auch noch am Ende ne gute Note....

Nee, aber im Ernst: Du hast schon Recht: Noten sind bei solchen Lehrgängen immer schwierig...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
werkstattschreiber

Geschrieben

Oh nein, Anne. :ohmy:

Den „leeren“ bzw. „vollen“ Kopf habe ich nur auf den Inhalt der zu lesenden Geschichte bezogen. Der SL hat ja keine (Hintergrund)Infos dazu, außer das, was auf dem Zettel steht, sprich: den Text.

Keinesfalls wollte ich hier Stellung zum allgemeinen Wissenstand oder IQ (o. ä.) nehmen!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Keinesfalls wollte ich hier Stellung zum allgemeinen Wissenstand oder IQ (o. ä.) nehmen!

Warum eigentlich nicht? Ich meine, wenn man einen Kurs bucht, dann kennt man weder Qualifikation noch Vorlieben der Tutoren, man muss nehmen, was man kriegt.

Und bei Verlagen ist es ebenso. Da erzählt einem dann u.U. einer mit keiner Ahnung, was "der Leser" zum eigenen Fachgebiet wünscht.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@Werkstattschreiber

Ich glaube, ich habe das schon so einigermaßen richtig verstanden! ;) Ich fand das Bild auch sehr gelungen und aussagekräftig!

@Sabine

Zum Thema "Tutoren nehmen, wie sie sind.."

Das ist wohl schon so... Aber ein "guter" Tutor kann sich schon auf ganz verschiedene Menschen und deren Wünsche und Bedürfnisse einstellen.

Ich habs in meiner bestimmt schon 10 jährigen Tutorentätigkeit jedenfalls noch nicht erlebt, dass es (aus meiner Sicht) mit einem Teilnehmer nun so gaaar nicht passte. Ich weiß aber natürlich nicht, ob das "meine" Teilnehmer auch so sehen... ;)

Bei Lehrgängen mit vielen Teilnehmer kann man ja unter Umständen auch den Tutor wechseln, wenns nun so gar nicht klappen will.

Dieser Problem, dass es "von der Chemie her" nicht passt, gibt es aber natürlich in fast allen Lebensbereichen: bei Ärzten, Ausbildern, Verlagen. Kassierern, Postschalterbeamten, Kellnern.... Da ist es schon schön, wenn man da bei "Nichtgefallen" ausweichen kann - geht aber leider nicht immer.... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Nix "Chemie", Anne, mir ging es erst mal darum, dass ich beim Einstieg schwer beurteilen kann, was so ein Tutor im Koppe hat. Also ganz eindeutig die harten Skills!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Bei vielen (nicht allen) Anbietern ist es deshalb ja auch üblich, dass sich die Autoren und Kursbetreuer schon auf der Webseite mit ihrem bisehrigen Berufs- und Lebensweg vorstellen. Z.B. auch bei uns:

http://www.fernstudienakademie.de/constanzewolff/

Außerdem prüft die ZFU , was die einzelnen Betreuer so drauf haben. Für jeden Betreuer muss man einen Kurz-Lebenslauf inkl. Ausbildungsabschlüssen etc. vorlegen.

So ganz "deppert" sind die Leute also nicht, aber man kann aus solchen Zeugnissen natürlich nicht wirklich schließen, wie fit sie dann "in echt" in Sachen Fernkursbetreuung sind.

Da helfen aber manchmal Teilnehmerstimmen oder Beiträge hier bei fi.de zu einzelnen Lehrgängen, damit man als potenzieller Bucher nicht die "Komplett-Katze" im Sack kauft.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
werkstattschreiber

Geschrieben

Warum eigentlich nicht?

Weil das aktuell nicht das Thema war.

Ich meine, wenn man einen Kurs bucht, dann kennt man weder Qualifikation noch Vorlieben der Tutoren, man muss nehmen, was man kriegt.

Wenn ich einen Kurs buche, gehe ich erstmal davon aus, dass die über qualifiziertes Personal verfügen. Ob sich das dann während des Kurses bewahrheitet, wäre eine andere Geschichte.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 7
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link