Aus dem Leben einer Fernstudentin

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    349
  • Kommentare
    1.581
  • Aufrufe
    6.707

WIP - wirklich interessante Perspektive

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
HannoverKathrin

49 Aufrufe

Vor gut 2 Wochen habe ich die Kopie von meiner WIP-Klausur erhalten. Ein paar Tage danach habe ich mir die Zeit genommen und die Ausführungen zu meinen eingeforderten 12 und zugesprochenen 3 Punkten durchgelesen.

Da ich in meinem Blog ziemlich alles zum Studium dokumentieren möchte, soll der Bericht hierzu nicht fehlen. Auch wenn das Thema schon längst vom Tisch ist...

Was ich positiv bemerken möchte: auf alle von mir bemängelten Aufgaben wurde einzeln eingegangen.

Was ich negativ feststelle: die Erläuterungen sind teilweise bei den Haaren herbeigezogen. Ich habe bislang nichts gegen das Widerspruchsverfahren auszusetzen gehabt, aber bei den Begründungen frage ich mich wirklich ob das ein "Ausschuss" wirklich nochmal prüfend nachgelesen hat.

Beispiele? Gerne!

Aufgabe: Wie ist die Eignung von Zwang als wirtschaftspolitisches Instrument zu beurteilen?

Meine Lösung: Ein Spiegelstrich von mir: "Aufwendig und teuer"

Korrekturrichtlinie: (Spiegelstrich) Ressourcenverbrauch

Stellungnahme vom Prüfer: ungenaue Beschreibung für einen Ressourcenverbauch. Keine vollständige Beschreibung.

- Oh mein Gott ich habe Ressourcenverbrauch in eigenen Worten wiedergegeben und NICHT den SB blind zitiert.

Auch sehr schöne weitere Stellungnahme zu der Aufgabe vom Prüfer: "Es fehlt das ein Verhalten der Marktteilnehmer erzwungen wird".

??? Die Aufgabenstellung sagte ja bereits es besteht Zwang. Soll ich nun einen Spiegelstrich aufstellen und einfach
Zwang
hinschreiben?

So in der Art habe ich noch 3-4 weitere Passagen.

- Anstelle von Montan-Union habe ich nur Stahl- und Kohleindustrie geschrieben.

- Bei der Erläuterung von EU-Recht-Zuständigkeit habe ich nur
grenzüberschreitend
geschrieben. Nicht explizit dass es sich dabei um EU-Mitgliedsstaaten handeln muss. Tja das klingt einfach
zu
logisch. Und steht lustiger Weise nicht im SB! Da wird das wortgenaue Runterbeten des SB zur Schlinge...

Unter einem verdammt übergenauen (pingeligen, pedantischen, ... :rolleyes:) Standpunkt könnte man die Bemerkungen unterstützen. Besonders mit dem grenzüberschreitend ist es unter objektiven Gesichtspunkten ohne Hinweis "Mitgliedstaaten" natürlich grenzwertig.

Wäre nicht kurz danach die BSP-Note eingetroffen, hätte ich mich vermutlich noch tagelang darüber geärgert. Einen Einspruch gegen das Urteil stand jedoch nie zur Sprache. Das ist mir die Mühe nicht wert.

Schlussfolgerung die ich daraus gezogen habe? Ich werde diesen Herren nicht als Betreuer für meine Projektarbeit anfragen. Ob die Position Zweitprüfer für die BA-Thesis noch zumutbar ist, werde ich mir überlegen wenn es soweit ist.

EDIT: Nun wie das Thema wieder so präsent ist, komme ich zu der selbstkrischen Überlegung, ob ich wirklich auf den Prüfer sauer bin/war oder evtl. doch eher auf mich und meine evtl. Dusseligkeit...


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


4 Kommentare


Oh das hört sich nicht gut an :-(

Aber deiner Beschreibung entnehme ich, dass die Note doch akzeptabel war oder?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das klingt wirklich pingelig. Ich hatte so einen Fall auch schon mal, ich weiß gar nicht mehr in welchem Modul. Da dachte ich mir auch "meine Güte, man kanns auch übertreiben", aber ich habs auch dabei belassen.

Ich glaube, man muss einfach damit rechnen, dass manche Korrektoren sehr viel wert auf den Wortlaut des SB legen - leider weiß man das erst, wenn die Klausur vorbei ist :(

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich habe das schon öfters gehört, dass es eine Merkmal der Bachelor/Masterstudiengänge sei, dass eher der Wortlaut der Unterlagen gefordert wird als eigene Wortwahl. Ich habe Anfang 90er studiert. Damals war es wesentlich, dass man die Dinge mit eigenen Worten formuliert.

Deswegen ist das eines der Themen, die mir Bauchweh machen: Werde ich im Stande sein, meine Arbeiten so zu formulieren, dass sie den Ideen der Prüfer entsprechen? Schwierig finde ich, wenn diese nicht explizit angegeben werden. Dein Beispiel bestätigt meine Vorbehalte...

Dir weiterhin viel Glück. Nicht ärgern, nutzt nichts. ICh würde mich aber trotzdem ärgern.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

@Lyrix

Nach der Klausur hatte ich Angst sogar durchgefallen zu sein, in Anbetracht dessen ist ein Befriedigend sehr gut. Aber natürlich möchte man im Endzeugnis schon lieber ein gut stehen haben, oder ein 2,7 statt 3,0.

@Rumpelstilz

Es kommt auf den Prüfer an und hat denke ich nichts mit Bachelor/Master zu tun. Das Problem ist, im Fernstudium eine einheitliche Bewertung von unterschiedlichen Prüfern zu gewährleisten. Manche Prüfer klammern sich mehr, andere weniger an die Korrekturrichtlinie (KRL). Ich hatte einen Professor, der hat sich die KRL in meinen Augen gar nicht angesehen und nach eigenem ermessen bewertet. Zumindest war ihm total egal dass ich ganz andere Sachen schrieb als eigentlich gefordert...

Hier hätte der Prüfer vermutlich einfach gerne mehr gehört. Auch wenn im SB nicht mehr steht...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich. 
       
    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.