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"Holeradidudeldö" - Das Jodeldiplom...da hat man was Eigenes! (Teil 6)

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KanzlerCoaching

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Wir sprachen hier ja schon darüber: Auch eine noch so breit angelegte Ausbildung genügt nicht für ein ganzes Arbeitsleben. Sollte man sich deshalb nicht regelmäßig weiterhin Wissen aneignen und sich spezialisieren, um ein wirklich attraktiver Mitarbeiter für Unternehmen zu sein. Auch nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem Studium? Man redet doch so viel von „Employability“ und da heißt es doch, nur aktuelles Wissen gewährleiste, dauerhaft interessant für den Arbeitsmarkt zu sein.

Und so nehmen Menschen es dann in Angriff, das Projekt „Lebenslanges Lernen“. Sie reihen Seminar an Seminar, sammeln Zertifikate zu den unterschiedlichsten Themen rund um ihren Job und erwecken so den Eindruck, dass da jemand Fortbildungen sammelt wie andere Leute Briefmarken. Richtige Weiterbildungs-Junkies eben!

Dann gibt es auch noch Leute, die sind interessiert. An allem! Sie bilden sich folgerichtig auch in allem fort....Sprachen, Marketing, Übungsleiter für Qi Gong.....und sie schreiben auch alles in ihre Unterlagen. „Wissen Sie, das mache ich, um meine Vielseitigkeit und Flexibilität zu belegen....“

Wenn man dann zu einem Lebenslauf von zwei Seiten eine Anlage von drei Seiten über die absolvierten Fortbildungen liest, dann drängt sich schon der Gedanke auf, wann dieser Mensch wohl noch Zeit hatte zu arbeiten und zu leben.....

Ich frage mich dann, ob das wirklich sein muss. Nicht, dass Sie mich jetzt falsch verstehen – es soll jeder die Kurse machen, zu denen er Lust hat. Aber will die Welt wirklich alles wissen? Und vor allem: muss sie das wissen?

Andererseits: Für Evelyn Hamann war das Jodeldiplom ein Baustein in einer beispielhaften Karriere. Also muss ja auch an solchen Fortbildungen wohl was dran sein, oder?


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10 Kommentare


Oft finde ich es nicht ganz einfach, mir darüber klar zu werden, was ich in einer Bewerbung an "Freizeitausbildungen" angeben soll. Bisher musste ich mich selten bewerben, aber wenn, dann waren es immer Stellen, bei denen "weitere Interessen" auch etwas über Fähigkeiten, die man in diesem Job brauchen kann, aussagen.

Ich habe mehrmals diejenigen, die mich angestellt haben, später danach gefragt. Es ist interessant und sehr unterschiedlich, was da für gut und ansprechend gehalten wird!

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Sowas wie ein roter Faden (oder wenigstens ein mittelrosa Fädchen) sollte dann schon erkennbar sein, wenn man überlegt, was alles in die Bewerbung kommt. ;)

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ich habe es bisher so gemacht , das ich die ausgeschriebene Stelle für mich analysiert habe und dann nur die relevanten Weiterbildungen /Interessen genannt habe.

Ich denke aber , das sich viele Menschen bei diesem Thema sehr unsicher sind (nicht alle sind gute Verkäufer) , so gehen wohl dann viele nach dem Motto " Masse ist Klase " vor.

Wenn ich mein Studium mal schaffen sollte und mich dann bewerbe , denke ich werde ich mir die paar 100 Euro für einen Coach zu diesem Thema auch gönnen. Weil bei einem Einsatz von 12000 Euro für die Ausbildung machen die paar 100 Euro dass Kraut auch nicht fett, erhöhen aber die Chancen ungemein...

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Als für "ein paar hundert Euro" für ein Coaching muss man schon ein paar Problemchen mitbringen. Manchmal geht das auch ganz schnell (und damit relativ preiswert)!

;)

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na ja - Qi Gong ist für mich ein Hobby und gehört damit nicht in den Lebenslauf. Besonders, wenn der schon schön voll ist und man ihn nicht braucht, um dem AG zu zeigen, dass man nicht die ganze Freizeit als Couch-Potatoe vor dem Fernsehen verbringt. Oder vielleicht die soziale Kompetenz beweisen kann.

bei dem Sprachkurs würde ich unterscheiden, ob es nun ein VHS--Kurs ist -Donnerstag abend von 19:30-21:00 Uhr- oder ob es ein Vorbereitungskurs für das Cambridge Zertifikat ist. Beim Marketing-Kurs ist es ähnlich - ist es ein Kurs bei der IHK über 3 Monate oder ein mehrjähriges Studiium mit einem Workload mit 15 Std./Woche? Zusätzlich kommt es auf den Job an: wenn ich mich um einen Job in der Marketing-Abteilung eines internationalen Unternehmen bewerbe, wäre es dumm, diese Fortbildungen nicht zu erwähnen. Aber bei einer Sachbearbeiter-Stelle beim Autohaus um die Ecke?

es kommt wohl immer darauf an, was genau man macht, in welchem Umfang, mit welchem Ziel, wie lange es her ist und natürlich auch auf den potenziellen Job......ist glaub ich, gar nicht so einfach, immer den Geschmack des Personalers zu treffen. Zuviel zeigt zuwenig Zeit für den Job, zuwenig zeigt kein Engagement :confused:

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Hallo!

Die bisherigen Kommentare zeigen, so finde ich, ganz prima die Knackpunkt mit den Jodel- und sonstigen Diplomen: Was passt als Angabe wann!

Man macht ja Weiterbildungen aus einer gewissen Motivation heraus, egal, ob das jetzt kurze Präsenzseminare, VHS-Kurse oder Fernkurse mit unterschiedlichem zeitlichen Umfang oder inhaltlicher Tiefe sind. Das ist einem so wichtig, dass man Zeit und/oder Geld dafür ausgibt, dass man Energie reinhängt.

Der "Weiterbildling" hält das in der Regel für einen Wert an sich - und will das auch kommunizieren. Und ist oft gewaltig überrascht, dass der Empfänger dieser Botschaft (der Chef, die Kollegen, der zukünftige Arbeitgeber durch den Lebenslauf) diese Botschaft nicht verstehen oder aber falsch verstehen.

Haben Sie schon solches "falsche Verstehen" erlebt?

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Das würde mich jetzt aber auch interessieren: Wann kommt so eine Weiterbildung beim Gegenüber eher negativ an?

Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass das Zertikat über einen Kurs, in dem Word, Excel und Co erlernt wurden, ab einer bestimmten angepeilten Hierarchiestufe eher pille-palle wirkt.

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Hallo

Bei mir, na ja ich habe meine Technikerausbildung wohl eher schlecht verkauft und habe den Fehler gemacht schlecht oder unangepasst auf die Bedürfnisse des Gegenübers ein zugehen. Das Feedback gerade in Bezug auf die Ausbildung " bildest Dir wohl was drauf ein...." war eher vernichtend...

Für deratige Veranstaltungen notwendige Skills bekommt man leider bei den meisten Ausbildungen nicht mitgeliefert.

Egal, wie schon geschrieben beim nächsten mal suche ich mir jemand der sich mit sowas auskennt. Einen kenne ich ja schon...:-)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Dann komm ich mal mit Beispielen:

Sachbearbeiterin, Ausbildung Industriekauffrau, findet das Thema "Führung" spannend und hat deshalb dazu Kurse und kurze Seminare gemacht. Nicht nur eins! Titel in der Richtung "Wie führe ich richtig" oder "Führung durch Motivation". Sie ist überzeugt, da Tolles gelernt zu haben und schreibt das nicht nur in den Lebenslauf, sondern erklärt auch einiges dazu im Vorstellungsgespräch...

Ingenieur, Ende 40, hat viele Seminare, die im Unternehmen angeboten wurde, mitgemacht, etwa die Hälfte Themen zu Soft Skills. Ca. 5 im Jahr. Warum sie im alle genehmigt wurden? Keine Ahnung.

Er zählt sie auf. Alle! Man kann sich ausrechnen, wie viele das bei 15 Jahren Firmenzugehörigkeit waren.

Ein Wirtschaftswissenschaftler mit mehreren Jahren Erfahrung als Consultant in einem renomierten Unternehmen will weg vom Consulting hin ins Controlling in einem Unternehmen aus einer Branche, in der er keine Erfahrungen hat. Als Beleg, dass er dafür geeignet ist, will er einen Kurs und ein ehrenamtliches Engagement aus seiner Studentenzeit angeben, der Kurs ca. 14 Tage lang....

Noch mehr Beispiele?

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Hallo

Bei mir, na ja ich habe meine Technikerausbildung wohl eher schlecht verkauft und habe den Fehler gemacht schlecht oder unangepasst auf die Bedürfnisse des Gegenübers ein zugehen. Das Feedback gerade in Bezug auf die Ausbildung " bildest Dir wohl was drauf ein...." war eher vernichtend...

Große Gefahr! Man ist ganz stolz und übersieht dabei, dass die Qualifikation eigentlich nicht ins Suchraster des Unternehmens passt. Beim andern entsteht der Eindruck, dass da jemand "angeben" will.

Nicht zu vergessen: Jede erfolgreiche Ausbildungskarriere neben dem Job ist auch ein unausgesprochener Angriff auf alle, die ihr Dasein als Couchpotatoe kultivieren und tausend Ausreden finden, warum sie nicht...

Der Weiterbildling kann dagegen gar nichts machen. Er ist einfach durch die Tatsache, dass er mitsamt seinen Bescheinigungen existiert, schon der verkörperte Angriff.

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      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)