Blog KanzlerCoaching

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KanzlerCoaching

Man hat gelernt, geübt und geübt. Man hat sich angestrengt, verzweifelt, gejubelt, schlecht geschlafen, kritisch auf die Kontoauszüge geschaut, wie sich denn die Abbuchungen fürs Jodeldiplom so auswirken und hat gerechnet.

Man hat mit dem Partner gestritten. Man hat mit dem Partner nicht gestritten, weil man einfach nicht die Energie dafür übrig hatte. Man hat gar nicht geschlafen. Man hat gezweifelt, ob es denn den ganzen Aufwand lohnt. Man ist zu Prüfungen gefahren und hat vor lauter vollem Kopf den Anzug zuhause hängen lassen, den man doch unbedingt fürs Mündliche braucht.

Man ist durchgefallen. Man ist grade noch mal durchgekommen. Man hat zum wiederholten Mal gute Vorsätze gefasst, ist an ihnen gescheitert, hat neue gefasst und hat sie durchgehalten.

Man hat sich verändert. Man hat immer gewusst, was man machen soll und muss, wenn freie Zeiten da waren. Man hat auf Urlaub verzichtet. Man hat Fenster geputzt oder das Auto ausgesaugt, nur um nicht an die Bücher zu müssen.

Und heute ist es vorbei. Man hält sein Abschlusszeugnis in den Händen.

Erreichte Ziele hinterlassen erst mal ein Gefühl der Leere. Je größer die Ziele, umso mehr Leere. Und es stellt sich die Frage: Was nun?

Das Leben genießen?

Sich auf den Job konzentrieren?

Einen neuen Job, passend zum Abschluss und zur erworbenen Qualifikation suchen?

Wieder mal den Partner in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken?

Mit den Kindern ein Baumhaus bauen?

Einen Schrittzähler kaufen und einen Plan aufstellen, wie man in einem Jahr marathonfit wird?

Eine neue Weiterbildung beginnen?

KanzlerCoaching

In jedem Frankreichurlaub lerne ich mindestens ein neues Wort, das im täglichen Gebrauch erst einmal nicht besonders notwendig erscheint, dessen Kenntnis dann aber ungeahnte Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.

Dieses Jahr waren es "hors jeu" (abseits) und "sélectionneur" (Nationaltrainer), im letzten Jahr "sous vide", das entscheidende Wort beim Traiteur, wenn man seine Pâté haltbar und deswegen "vakuum"verpackt mit nach Hause nehmen will. Im Jahr davor war es "rabat-joie", der "Spielverderber" oder die "Spaßbremse" - und damit sind wir beim Thema!

Ich bin eine! Wer regelmäßig meine Beiträge in den Foren liest, der wird bemerkt haben, dass ich in so manche Euphorie bei der Planung eines Fernlehrganges nicht einstimme:

•Welche Gehaltssprünge man im eigenen Unternehmen damit erzielen könne ...

•Welche Position dann bei Bewerbungen möglich wird ...

•Welche Karriere man damit machen kann ...

•Dass damit eine berufliche Neuorientierung in den Bereich des Möglichen rückt ...

ganz oft finde ich ein Haar in der Suppe. Und ich finde es nicht nur, ich schreibe auch noch darüber!

Bin ich ein Pessimist? Bin ich ein Fortbildungsfeind? Bin ich eine "rabat-joie", eine unverbesserliche Spaßbremse?

Nein, behaupte ich mal! Ich bin nur Realist. Dieses Realistentum lässt sich kurz und knapp in drei Aussagen zusammenfassen:

1.Überlegen Sie sich Ihr Ziel.

2.Recherchieren Sie, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

3.Überprüfen Sie kritisch, ob Ihre Grundannahmen über sich, den Job, das Arbeitsumfeld etc. stimmen oder ob Sie Illusionen nachhängen.

Und dann buchen Sie Ihre Fortbildung. Aber wirklich nur dann!!

Widerspruch? Zustimmung? Her damit!!!

KanzlerCoaching

In jedem Frankreichurlaub lerne ich mindestens ein neues Wort, das im täglichen Gebrauch erst einmal nicht besonders notwendig erscheint, dessen Kenntnis dann aber ungeahnte Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.

Dieses Jahr waren es "hors jeu" (abseits)und "sélectionneur" (Nationaltrainer), im letzten Jahr "sous vide", das entscheidende Wort beim Traiteur, wenn man seine Pâté haltbar und deswegen "vakuum"verpackt mit nach Hause nehmen will. Im Jahr davor war es "rabat-joie", der "Spielverderber" oder die "Spaßbremse" - und damit sind wir beim Thema!

Ich bin eine! Wer regelmäßig meine Beiträge in den Foren liest, der wird bemerkt haben, dass ich in so manche Euphorie bei der Planung eines Fernlehrganges nicht einstimme:

  • Welche Gehaltssprünge man im eigenen Unternehmen damit erzielen könne ...
  • Welche Position dann bei Bewerbungen möglich wird ...
  • Welche Karriere man damit machen kann ...
  • Dass damit eine berufliche Neuorientierung in den Bereich des Möglichen rückt ...

ganz oft finde ich ein Haar in der Suppe. Und ich finde es nicht nur, ich schreibe auch noch darüber!

Bin ich ein Pessimist? Bin ich ein Fortbildungsfeind? Bin ich eine "rabat-joie", eine unverbesserliche Spaßbremse?

Nein, behaupte ich mal! Ich bin nur Realist. Dieses Realistentum lässt sich kurz und knapp in drei Aussagen zusammenfassen:

  1. Überlegen Sie sich Ihr Ziel.
  2. Recherchieren Sie, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um dieses Ziel zu erreichen.
  3. Überprüfen Sie kritisch, ob Ihre Grundannahmen über sich, den Job, das Arbeitsumfeld etc. stimmen oder ob Sie Illusionen nachhängen.

Und dann buchen Sie Ihre Fortbildung. Aber wirklich nur dann!!

Widerspruch? Zustimmung? Her damit!!! :rolleyes:

Sabine Kanzler

KanzlerCoaching

Einfach nur so vor sich hinzuleben verändert schon. Denn es lässt sich ja nicht vermeiden, dabei Erfahrungen zu machen.

Wer im Gang des Lebens das Jodeln erlernen will, der lässt sich auf eine von vielen als absonderlich empfundene Art der Geräuscherzeugung ein. Wer dafür dann auch noch ein Diplom erwerben will, der erfährt ... ja, was erfährt der? Bewunderung? Manchmal! Ungläubiges Staunen, sogar Spott? Bisweilen!

Fast ebenso ergeht es demjenigen, der wohlgemut und hoch motiviert eine berufsbegleitende Weiterbildung, ein Studium zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag beginnt.

Die Entscheidung für eine berufsbegleitende Weiterbildung, ein Studium zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag verändert. Man erwirbt Wissen und neue Fertigkeiten. Alles nichts dagegen, was man dabei über sich selbst erfahren kann! Und wenn man dann erst mal so richtig angefangen hat und eine Weile dabei ist, dann stellt man fest, dass man neben den zu bearbeitenden Unterlagen auch noch so etwas wie einen Selbsterfahrungskurs gebucht hat.

Man sieht sich konfrontiert mit sich selber, seinen Grenzen, seiner manchmal lähmenden Lustlosigkeit, dem Gefühl der Überforderung. Aber auch mit einem Schwall von Endorphinen, Dopamin, Serotonin und wie die ganzen Glückshormone sonst noch heißen, die bisweilen durch den eigenen Körper schwappen: dem Triumph über eine gute Note, dem Sieg des Schweinehundes in einem selbst, der eigentlich pausenlos in einer Ecke lauert – immer auf dem Sprung nach der Scheibe Lustlosigkeit, Schlafbedürfnis oder Couching vor der Glotze.

Nicht zu vergessen mit den Veränderungen, die man u.U. im beruflichen Umfeld registriert:

Man weiß es auf einmal ebenso gut wie der Kollege.

Man weiß es auf einmal besser.

Man äußert dieses Wissen und wird gehört. Nicht immer gerne und begeistert, aber gehört.

Man muss mit dem Ruf leben, dass man ein Klugscheißer geworden ist; man muss überlegen, ob da was dran ist. Manchmal muss man feststellen, dass man nur anspruchsvoller geworden ist in dem, was einen interessiert. Und verliert dadurch vielleicht ein angenehmes und konfliktfreies Arbeitsklima.

Damit haben Sie nicht gerechnet. Das haben Sie auch nicht bestellt. Das wollen Sie im Grunde gar nicht!

Was tun? Einfach zurück schicken? Geht nicht. Der Absender verweigert nämlich die Annahme dieser Rücksendung. Und nun?

Erkennt sich jemand der hier Anwesenden? Ganz? Teilweise? Ein kleines bisschen?

Sabine Kanzler

KanzlerCoaching

Pünktlich zum Jahreswechsel lese ich die ZEIT und das ZEIT-Magazin! Die regelmäßige Lektüre der ZEIT war übrigens einer meiner guten Vorsätze Anfang 2011, um die Zeitung nicht ausschließlich hierfür zu verwenden! Sie sehen, ich habe wenigstens diesen Vorsatz durchgehalten!

Also, ich schlage das Heft auf und mein Blick bleibt auf dem Bild eines silvesterseligen Ehepaares hängen: beide mit geringeltem Spitzhütchen auf dem Kopf, er dazu stilsicher mit Luftschlangen über den Schultern, der Blick leicht verhangen; sie mit einem Zettel in der Hand, von dem sie sichtbar konsterniert abliest:

„Im Bett versagen“

„Job verlieren“

„Betrunken gegen Baum fahren“

- WAS IST DAS DENN?

Und er, mit dem schon beschriebenen verhangenen Blick: Hab mir nur Sachen vorgenommen, die ich erreichen kann.

Das ist es! Des Rätsels Lösung, die Antwort auf die immerwährende Frage, wie man seinen inneren Schweinehund besiegt, sich vor dem Scheitern bewahrt und Zufriedenheit erlangt! Man nimmt sich einfach das Richtige vor!

Was ist das bei Ihnen für das kommende Jahr?

Sabine Kanzler

KanzlerCoaching

Adventskrimi - diesmal ohne "Holeradidudeldö"!

Die Zeit des Studiums und der Lehrgänge ist eine Zeit, in der man (und frau) das Denkvermögen schult: genau betrachtet, analysiert, Schlüsse daraus zieht. Betrachten Sie diesen Blogbeitrag als einen Schritt auf diesem Weg der Erkenntnis!

In Krimis liest der Kommissar aus den Spritzspuren von Blut am Ort des Verbrechens gerne den Ablauf des Dramas, das zur Tat geführt hat. Einen Mord haben wir hier keinen, aber Spritzspuren! blogentry-18070-14430978342_thumb.jpg

Die, die hier auf dem Foto dokumentiert sind. Ähnliche befanden sich an der Küchenwand.

Der Ort des Geschehens: meine Küche, gestern gegen Abend.

Die Aktion: Zimtsterne backen.

Die Frage: Was ist passiert?

Der Gewinn: ein paar Zimtsterne (Foto folgt!) und ein Exemplar "Die perfekte Bewerbung: das persönliche Erfolgskonzept bei der Jobsuche", eigenhändig bekleckert mit Zuckerguss und Schokolade.

Gewinner: Der/die erste, der dieses Rätsel hier im Kommentar aufklärt.

Jetzt bin ich wirklich neugierig, ob einer draufkommt. :rolleyes:

KanzlerCoaching

Ich reibe mir erstaunt die Augen. „Soft Skills in zwei Semestern“ überschreibt die FAZ neulich den Hinweis auf ein Fernstudium zum Thema Sozialkompetenz. („Zwei Semester? Per Lehrbrief?“ fragt der Gatte und lacht, als ich ihm den Artikel vorlese. „Das muss schon ein armer Hund sein, wenn er das nötig hat! Vor allem, wenn er das dann mit Diplom belegt...“)

Klicks durch die angegebene Website: immerhin beinhaltet dieses Studium Präsenzphasen! Zum Schluss gibt es ein Hochschulzertifikat mit einem Qualifizierungsnachweis. Was da wohl bescheinigt wird? Mit Noten? Irgendwie erinnert mich das an frühere Schulzeugnisse. „Betragen – sehr anerkennenswert, Fleiß – recht groß“ steht da bei mir in einem Zwischenzeugnis der 11. Klasse. Allerdings findet sich unter „Bemerkungen“ der Satz „Vorrücken sehr gefährdet!“, was ja wohl damals im Klartext heißen sollte „Eine angenehme Schülerin, leider leistungs- und notenmäßig eine ziemliche Niete!“

Kein beruflicher Erfolg ohne Soft Skills, wird immer wieder in den unterschiedlichsten Veröffentlichungen betont, die Aussagen wurden durch empirische Untersuchungen gewonnen, „die Wissenschaft“ hat also festgestellt..... Wie genau sie das gemacht hat, finde ich selten. Stimmt auch hier der Satz „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“? Was so wichtig ist, dass muss gelehrt und trainiert werden. Und so boomt der Anbietermarkt. 1.180.000 Treffer bei der Eingabe von „Training Soft Skills“ bei Google stellen sicher, dass kein Entwicklungswilliger am fehlenden Angebot scheitern muss.

Was ist los mit uns? Sind wir ein Volk von inkompetenten Egomanen, die sich im sozialen Rahmen nicht bewegen können? „Soziale Kompetenz hat man oder man hat sie nicht!“ sagen Leute in meinem Umfeld, die immer wieder mit Personalauswahl befasst sind. Und „Lernt man das nicht zuhause, mit Freunden, im Job?“

Aber offenbar nicht mehr. Man bildet sich fort, schreibt es in seine Bewerbungsunterlagen – und macht damit einen guten Eindruck.

Oder etwa nicht?

KanzlerCoaching

Wir sprachen hier ja schon darüber: Auch eine noch so breit angelegte Ausbildung genügt nicht für ein ganzes Arbeitsleben. Sollte man sich deshalb nicht regelmäßig weiterhin Wissen aneignen und sich spezialisieren, um ein wirklich attraktiver Mitarbeiter für Unternehmen zu sein. Auch nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem Studium? Man redet doch so viel von „Employability“ und da heißt es doch, nur aktuelles Wissen gewährleiste, dauerhaft interessant für den Arbeitsmarkt zu sein.

Und so nehmen Menschen es dann in Angriff, das Projekt „Lebenslanges Lernen“. Sie reihen Seminar an Seminar, sammeln Zertifikate zu den unterschiedlichsten Themen rund um ihren Job und erwecken so den Eindruck, dass da jemand Fortbildungen sammelt wie andere Leute Briefmarken. Richtige Weiterbildungs-Junkies eben!

Dann gibt es auch noch Leute, die sind interessiert. An allem! Sie bilden sich folgerichtig auch in allem fort....Sprachen, Marketing, Übungsleiter für Qi Gong.....und sie schreiben auch alles in ihre Unterlagen. „Wissen Sie, das mache ich, um meine Vielseitigkeit und Flexibilität zu belegen....“

Wenn man dann zu einem Lebenslauf von zwei Seiten eine Anlage von drei Seiten über die absolvierten Fortbildungen liest, dann drängt sich schon der Gedanke auf, wann dieser Mensch wohl noch Zeit hatte zu arbeiten und zu leben.....

Ich frage mich dann, ob das wirklich sein muss. Nicht, dass Sie mich jetzt falsch verstehen – es soll jeder die Kurse machen, zu denen er Lust hat. Aber will die Welt wirklich alles wissen? Und vor allem: muss sie das wissen?

Andererseits: Für Evelyn Hamann war das Jodeldiplom ein Baustein in einer beispielhaften Karriere. Also muss ja auch an solchen Fortbildungen wohl was dran sein, oder?

KanzlerCoaching

Der Sommer ist vorbei, Hitzewellen gibt es keine mehr und damit fehlt auch jede Ausrede, den nächsten Blogbeitrag noch ein bisschen aufzuschieben. Wohlan also! Widmen wir uns wieder der Reflexion über Jodeldiplome...

In den ersten Jahren eines beruflichen Lebens steht man vor vielen Entscheidungen, deren Reichweite man als junger Mensch noch gar nicht so richtig überblicken kann. Eine davon ist, wie lange man sich für seine Ausbildung Zeit nehmen will.

Nun sind die Zeiten Gott sei Dank vorbei, in denen „Mädchen sowieso schnell heiraten und dann Kinder bekommen“ und deswegen ohne langwierige Schul- und Berufsausbildung ins Arbeitsleben eintreten oder in denen Jungen zu hören bekommen „Dein Großvater hat nicht studiert, ich, Dein Vater hab nicht studiert und aus uns ist auch was geworden. Mach Deine Lehre und verdien Dein eigenes Geld!“ Dieser Kampf ist bei ganz vielen schon ausgefochten.

Dafür gibt es andere Entscheidungen, die zu treffen sind: Lieber schnell die Ausbildung, Fachschule und/oder Studium durchlaufen, um damit schon sehr jung seine erste Stelle suchen zu können? Oder doch lieber eine breite und fundierte Ausbildung angehen, um damit sozusagen als fertiger Experte auf dem Arbeitsmarkt aufzutreten. Letzteres geht natürlich auf Kosten des Alters. Wer kennt nicht die Story vom „ewigen Studenten“, der sich nicht zum Examen entschließen kann, weil immer noch eine weitere Vertiefung eines Wissensgebietes lockt?

Sehr viele von Ihnen hier in diesem Forum sind ja den ersten Weg gegangen – und versuchen jetzt, parallel zum Beruf, die Theorie „nachzubessern“: bei einzelnen Themen oder sogar eines vollständigen Studienganges.

Würden Sie Ihr Ausbildungs- und Berufsleben noch einmal so leben wie gehabt? War Ihr Weg bis zum heutigen Tage gut so, wie er war? Oder würden Sie alles ganz anders machen, wenn eine gute Fee käme und Ihnen die Wahl ließe, noch einmal neu zu beginnen?

KanzlerCoaching

Holeradidudeldö - Jodeldiplom, dritter Teil

Manche Entscheidung, zu welchen Themen man sich weiterbilden sollte, ist einfach. Da muss man sich kaum Gedanken machen. Eigentlich sogar gar keine! Sich darin schlau zu machen schadet nie. Im Gegenteil: Hier dreht es sich um Kenntnisse, über die heute (gerade in anspruchsvollen Berufsfeldern und in größeren Firmen) niemand mehr groß ein Wort verliert. Man hat sie oder man hat sie nicht. Und wer sie nicht hat, der fliegt schon vor der ersten Bewerbungsrunde raus, weil die Basis nicht stimmt.

Sprachen zum Beispiel gehören dazu, in den meisten Fällen Englisch. Die muss man langfristig erlernen, nicht dann erst, wenn man sie braucht. Dabei ist in erster Linie wichtig, eine Sprache im Arbeitsalltag zu beherrschen, nicht zu belegen, wie viele Kurse man wo gemacht hat. Man muss sprechen können und auch verstehen: lesend, Auge in Auge im Gespräch mit dem Partner und auch am Telefon. Das alles gerne auch bei Mitmenschen, die selbst keine Muttersprachler sind und oft eigenwillige und landestypisch gefärbte Ausspracheregeln anwenden, die einem den Schweiß auf die Stirn treiben können. So etwas elegant zu bewältigen, das lernt niemand kurzfristig. Da muss man am besten schon ab Kindesbeinen ran.

Ein anderes Thema: PC-Kenntnisse, die grundlegende Beherrschung von MS Office. Mindestens Word für Windows, Powerpoint und Excel. Und die Beherrschung der Finger auf der Tastatur. „Adler Suchsystem“ (kreisen, spähen und dann im Sturzflug zustoßen) ist in den meisten Jobs ziemlich out, selbst leitende Angestellte bearbeiten ihre Mails heute selber und diktieren sie nicht mehr einer Sekretärin.

Dass man einigermaßen flüssig und auch grammatikalisch richtig sprechen und schreiben können sollte, das muss man in einem Internetforum kaum jemandem sagen. Jedenfalls nicht in diesem Forum. Ausdruck und Rechtschreibung sind hier richtig gut – wenn man mal vergleicht, was sonst so geboten wird.

Was in Ihren jeweiligen Branchen und Berufsfeldern zu den Basics gehört, das wissen Sie am besten. Oder etwa nicht?

Bevor Sie also zu größeren Höhenflügen aufbrechen, überprüfen Sie die Basis. Damit Ihr mit viel Engagement errichtetes Weiterbildungsgebäude nicht mangels eines soliden Fundamentes krachend zusammen bricht!

KanzlerCoaching

Holeradidudeldö - Jodeldiplom, zweiter Teil

Eine beliebte Frage in der Beratung ist denn auch "Ich würde gern wissen, was wirklich wichtig für einen zukünftigen Arbeitgeber ist. Ist es z.B. ein Computer Führerschein, ein SAP Zertifikat? Oder vielleicht ein Rhetorikkurs? Denn das persönliche Auftreten ist ja auch unheimlich wichtig ..."

Aus diesen zwei bis drei Sätzen lässt sich eine Menge an Fragen ableiten. "Wichtig" wofür genau ... welche Art von Arbeitgeber ... welche Branche ... in welchem Zeithorizont ... Fachzertifikate in welcher Tiefe und Breite der erworbenen Fachkenntnisse ... verbunden mit welcher praktischen Anwendung ... Rhetorik bei welcher Art von Trainer ... persönliches Auftreten in welchem Umfeld ... wichtig, um was zu erreichen ...? Man könnte die Fragen ohne große Mühe noch weiter aufsplittern!

Keiner quält sich ganz umsonst. Vor allem nicht über einen langen Zeitraum, wie das bei Fernstudien aller Art normaleweise üblich ist. "Wichtig ist, was hinten raus kommt!" meinte unser Ex-Kanzler Kohl. Das sagte er zwar nicht im Zusammenhang mit Fernstudien oder Weiterbildung ganz allgemein, es stimmt aber trotzdem. Irgendwie!

Die Fortbildungsbereitschaft eines Menschen gibt einen Hinweis auf seine Zielorientierung und Leistungsbereitschaft, sie kann es zumindest geben, wenn man als Empfänger einer Bewerbung oder als Vorgesetzter einen logischen Aufbau, eine Linie in den absolvierten Fortbildungen erkennt. Aber: von einem Hochschulabsolventen erwartet man beispielsweise, dass er mit dem Computer umgehen kann. Mit der Vorlage eines Zertifikats über einen elementaren Computerkurs würde dieser Absolvent zeigen, dass er keine realitätsgerechte Einschätzung hat, was in seiner Rolle wichtig oder selbstverständlich ist, wenn er so einen Kurs schon als erwähnenswerte und damit als besondere Leistung einschätzt.

Es kommt also "darauf an", ob eine Fortbildung also positiv bewertet wird, als überflüssig oder ob man gar darüber schmunzelt.

Der Anfang ist eigentlich immer der gleiche: Sie sollten einfach mal überlegen, was Sie beruflich vorhaben und welche Kenntnisse / welchen Ausbildungsgrad Sie dafür brauchen. Eine weitere Frage: wann wollen oder müssen Sie in welchem Zusammenhang dokumentieren, wie Sie sich fachlich fit halten. Klassischerweise sind die Bewerbungsunterlagen der Ort dafür, beim geplanten Stellenwechsel. In dieser Situation will man positiv auf sich aufmerksam machen. Reicht es da, das notwendige Wissen erworben zu haben? Manchmal - je nach angestrebter Position und gewünschtem Arbeitgeber - ist auch der Name des Weiterbildungsanbieters wichtig: betriebswirtschaftliche Fortbildung bei der IHK versus Weiterbildung bei der Management Academy St. Gallen ...

Wie haben Sie entschieden, welcher Kurs der richtige für Sie ist?

Sabine Kanzler

KanzlerCoaching

"Berufliche Weiterbildung, auch als Fortbildung bezeichnet, ist eine Form der Erwachsenenbildung, die dazu dient, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen." So weit Wikipedia. Gut zu wissen! Nur ist dieses Wissen nicht die Lösung aller Fragen, denn die Schwierigkeiten fangen für den Bildungswilligen nun erst an. Wer hat schon klare Vorstellungen, welche Fähigkeiten zukünftig gefragt sein werden oder welche aufbauenden Qualifikationen zum beruflichen Lebenslauf passen?

Einfache Fragen - komplizierte Antworten. Oft erst mal gar keine Antworten, sondern viele, viele weitere Fragen, die sich aus dem Entschluss zur Weiterbildung entwickeln.

Mit diesem ersten Beitrag möchte ich mich der Reihe der Bloger anschließen und dabei ein bisschen aus dem Beratungsalltag plaudern.

Kommentare, Anregungen, kritische Anmerkungen? Immer gerne!! :blushing:

Sabine Kanzler

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