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"Holeradidudeldö" - Das Jodeldiplom...da hat man was Eigenes! (Teil 5)

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KanzlerCoaching

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Der Sommer ist vorbei, Hitzewellen gibt es keine mehr und damit fehlt auch jede Ausrede, den nächsten Blogbeitrag noch ein bisschen aufzuschieben. Wohlan also! Widmen wir uns wieder der Reflexion über Jodeldiplome...

In den ersten Jahren eines beruflichen Lebens steht man vor vielen Entscheidungen, deren Reichweite man als junger Mensch noch gar nicht so richtig überblicken kann. Eine davon ist, wie lange man sich für seine Ausbildung Zeit nehmen will.

Nun sind die Zeiten Gott sei Dank vorbei, in denen „Mädchen sowieso schnell heiraten und dann Kinder bekommen“ und deswegen ohne langwierige Schul- und Berufsausbildung ins Arbeitsleben eintreten oder in denen Jungen zu hören bekommen „Dein Großvater hat nicht studiert, ich, Dein Vater hab nicht studiert und aus uns ist auch was geworden. Mach Deine Lehre und verdien Dein eigenes Geld!“ Dieser Kampf ist bei ganz vielen schon ausgefochten.

Dafür gibt es andere Entscheidungen, die zu treffen sind: Lieber schnell die Ausbildung, Fachschule und/oder Studium durchlaufen, um damit schon sehr jung seine erste Stelle suchen zu können? Oder doch lieber eine breite und fundierte Ausbildung angehen, um damit sozusagen als fertiger Experte auf dem Arbeitsmarkt aufzutreten. Letzteres geht natürlich auf Kosten des Alters. Wer kennt nicht die Story vom „ewigen Studenten“, der sich nicht zum Examen entschließen kann, weil immer noch eine weitere Vertiefung eines Wissensgebietes lockt?

Sehr viele von Ihnen hier in diesem Forum sind ja den ersten Weg gegangen – und versuchen jetzt, parallel zum Beruf, die Theorie „nachzubessern“: bei einzelnen Themen oder sogar eines vollständigen Studienganges.

Würden Sie Ihr Ausbildungs- und Berufsleben noch einmal so leben wie gehabt? War Ihr Weg bis zum heutigen Tage gut so, wie er war? Oder würden Sie alles ganz anders machen, wenn eine gute Fee käme und Ihnen die Wahl ließe, noch einmal neu zu beginnen?


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13 Kommentare


Hallo

Nein würde ich nicht. ich würde wenn ich das wüßte was ich heute weiß , warscheinlich maximal 5 Jahre in einem Lehrberuf arbeiten um dann massiv den zweiten Bildungsweg zu beschreiten.

Den Techniker würde ich auch nicht mehr machen, weil ein Studium doch mehr lohnt und schnelelr zur Karieere führt. Somit wären Telekolleg und Fernstudium eine sinnvolle Alternative.

Aber mit großer Wahrscheinlichkeit würde ich in der Schule fleißig sein , mit 1,5 mein Abi machen und dann an einer anerkannten Uni etwas studieren was mich brennend interssiert . Mechatronik zum Beispiel oder Informatik. (der Punkt stimmt schon mal)

Das Problem bei meinen Weisheiten ist aber, das ich in meinem bisherigen Leben nie wirklich unglücklich war. Ich habe im Bergbau meinen Spass gehabt und habe es auch genossen mit 2 Lokomoltiven und 10.000 PS mit 2500 Tonnen am Zughaken durchs Rheintal und über den Spessart zu fahren.

Auch mein Job in der Transportleitung heute macht mir immer noch verdammt viele Spass. Die Technikerschule in Gotha war zwar kein direkter Karrierturbo erweiterte meinen Horrizont zumindest soweit das ich für mich erkannte das ich mich in der Technik, (in der Problemlöserecke) am wohlsten fühle. Nebenbei habe ich die FH Reife erworben was mir mein jetziges Studium ermöglicht, wobei ich wiederum viel , viel mehr Spass habe.

Irgendwie passte das alles zusammen, ein Schritt führte zum nächsten. Hat zwar manchmal ein bischen gedauert ging auch mal ums Eck aber irgendwie gings immer weiter.

Es gibt immer gerne Dinge die man gern hätte aber manchmal muss man auch mit den Dingen zufrieden sein, die man hat. Es könnte manches viel Schlimmer sein.

Also was würde ich wirklich anders machen? Vieleicht etwas mehr Fleiß, etwas mehr Zielstrebigkeit und etwas früher etwas strukturierter sein. Ich denke der Rest ergibt sich eh von selbst .

Übrigens, sehr interssante Fragestellung

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Mein Lebenslauf ist weit entfernt von geradlinig. Bis zum Abi ging alles problemlos. Dann kam Studium 1. Das erste Jahr lief gut, dann starb mein Bruder und ich musste einfach nur raus. Deshalb bin ich erstmal für ein Jahr ins Ausland gegangen und habe dort gejobbt. Als ich zurück kam, machte ich das Pflichtpraktikum fürs Studium. In der Zeit wurde ich auch schwanger. Da stand ich nun: schwanger, sitzen gelassen und irgendwie war das Praktikum auch nichts. Die Tätigkeit ansich war super, nur die Zeiten grausam, 10-19Uhr, oft auch erst gegen 22Uhr raus aus dem Büro.

Naja, ich war jung, voller Hormone und wechselte dann zu Lehramt. Philosophie war toll, Mathe weniger. Mein Problem war auch, dass ich bis dahin nie lernen brauchte, es einfach nicht konnte. Ich quälte mich noch vier Jahre durch das Studium und gab dann auf. Es folgte wieder ein Jahr Praktikum und wieder eine Ausbildung. Als Fachinformatiker/Anwendungsentwicklung. Ich studiere nun auch wieder genau das, was ich schon im ersten Studium studiert habe.

Mit dem Wissen von heute würde ich es wohl anders machen: Ausbildung, dann Fernstudium. Einfach um meiner Tochter und mir ein schönes Leben zu ermöglichen, also das, was ich heute mache, nur 10Jahre früher. Andererseits hätte ich eine Menge Erfahrungen verpasst. Allein die Zeit im Ausland möchte ich nicht missen, ich weiß auch nicht, ob ich nach dem Tod meines Bruders eine Ausbildung abgeschlossen hätte, vermutlich eher nicht.

Fazit: ich hätte es einfacher haben können, aber es war gut so, wie es war.

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Über diese Frage hab ich mir schon öfter Gedanken gemacht und kam immer zu dem Entschluss, dass ich es genauso machen würde. Mit der Einschränkung etwas früher auf mein StudierendenHerz zu hören. :-)

Die wirklich heftigen Schläge des Lebens kommen meist ohne das man sie beeinflussen kann. Plötzlich wird der eigene Weg zur Nebensache und man muss erst wieder auf die Beine kommen und auf diesen Weg zurückfinden.

Ich glaube nicht an Schicksal oder Bestimmung, sondern daran, dass man vorher nie genau weiß was passiert. Hätte ich direkt nach der Schule (an die ich noch mind. 2 Jahre hätte anhängen müssen) hätte ich vielleicht nicht die Freunde die ich habe, wäre nicht mit Kollegen aus der Ausbildung nach Australien geflogen, wäre durchs Studium gefallen,... wer weiß das schon.

Mir könnte es schlechter als jetzt gehen, deshalb geht es mir jetzt gut und ich bereue nicht. :-)

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Mit dem Wissen das ich heute habe, würde ich so einiges anders machen. Ich hätte damals nicht angefangen Öffentliche Verwaltung zu studieren, weil das ist wie ich heute denke ein Fehler gewesen. Ich hätte gleich meine Ausbildung zur Bürokauffrau machen sollen und danach gleich mit der Weiterbildung anfangen sollen. So habe ich immer wieder ein paar Jahre Leerlauf drin gehabt in denen ich einfach nichts gemacht habe. Ok es ging privat in den Jahren auch immer gut bergauf und -ab. Ich hätte auch den Wirtschaftsfachwirt nicht machen sollen, denn das einzige was er mir gebracht hat, ein Loch auf dem Konto, die Erkenntnis das er einen nicht weiterbringt und ein Grundlagenwissen in BWL (wobei dies doch manchmal hilfreich ist). Wenn ich das alles so im nach hinein betrachte, hätte ich deutlich früher an mein Ziel kommen können. Aber ich finde ein paar Umwege machen das Leben doch immer deutlich interessanter und spannender. Geradlinig kann ja jeder :rolleyes:

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Ich denke, mein Ausbildungsweg war soweit ganz ok. Nach dem Abitur ("Kind, mach das, dann haste was ...") wurde ich zu einer Ausbildung "genötigt", weil ich mich nicht für ein gewinnbringendes Studium entscheiden konnte ("wir unterstützen dich im Studium, aber nur, wenn du was studierst, womit man Geld verdienen kann"). Nach Abschluß meiner Industriekauffrau-Lehre hab ich noch knapp 3 Jahre als Sachbearbeiterin in der Logistik gearbeitet, bevor ich dem Ruf meines Herzens gefolgt bin. In diesem Falle eher weniger der Leidenschaft für Computer, als der für meinen damaligen Freund :-D

Im Endeffekt hätte ich aber - wenn ich vor 15 Jahren schon gewußt hätte, welches Talent ich für IT habe - Informatik studieren sollen. An einer Präsenzuni, ganz normal. Dann hätte ich einen Schritt weniger im Leben machen müssen.

Allerdings würden mir auch die Erfahrungen der kaufmännischen Seite komplett fehlen. Wenn heute einer von SAP spricht, weiss ich wenigstens, was gemeint ist und wie SAP für RW funktioniert (ich war auch mal Sachbearbeiterin in der Kontokorrent-Buchhaltung - und ja, ich weiss was das ist ;)). Ich möchte auch nicht missen, mich mit Rechnungslegung, Mahnwesen usw. auszukennen.

Allerdings würde ich meinen Beruf, den ich seit 10 Jahren ausübe, nicht mehr eintauschen wollen. Vielleicht zieht es mich irgendwann weiter in Richtung Führungsebene und Management (auf IT-Seite). Dann bringen auch die kaufmännischen Kenntnisse wieder etwas.

Umsonst gelernt gibts nicht - weil Wissen ist Macht. Nix Wissen macht aber entgegen mancher Aussage auf jeden Fall etwas!

Langweilig in 4 Jahren zum Master und mit 22 Jahren "fertig" ausgebildet mit 4 Praktika im Ausland im Unternehmen zu stehen, das halte ich persönlich für Quälerei des jungen Menschen! Die meisten haben im Leben noch nichts erlebt, konnten noch keine wirklich "falsche" Eintscheidung treffen (meistens haben die Entscheidungen sogar noch die Eltern getroffen) und dann sollen sie 65 Jahre vor sich hin arbeiten? Ich weiss wirklich nicht, ob es das dann gewesen ist!

Wie man an mir sieht, wusste ich mit 18/19 noch nicht, was ich mal machen will - das kam erst später ;)

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Mein Weg war bisher: Schule (mittlere Reife), Ausbildung FIAE, Arbeit, nebenberuflich Technikerlehrgang und jetzt nebenberuflich das Fernstudium. Bis auf den Techniker würde ich aber alles noch genauso machen. Gerade die Ausbildungszeit war in meinem bisher kurzen 24jährigen Leben die allerbeste Zeit und die würde ich keinesfalls missen wollen.

Lustigerweise hab ich zu Schulzeiten immer gesagt, dass ich nie studieren würde, obwohl es vom Schnitt her eine Option war. Damals habe ich aber auch nicht in Betracht gezogen, dass es ja auch sowas wie ein Fernstudium gibt. Trotzdem bin ich heute immer noch glücklich, nie ein Präsenzstudium besucht zu haben. Aber vielleicht ändert sich das in 10 Jahren ja auch noch mal ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Sehr beeindruckend. Der Blogbeitrag - aber auch die zum Teil sehr persönlichen Antworten.

Und: Ist es wirklich schon der 5. Teil des Jodeldiploms? - Ich hätte jetzt eher so auf den 3. getippt.

Jetzt zu mir selbst: Im nachhinein kann man immer leicht sagen, ja, wenn ich dies und jenes anders gemacht hätte, wäre ich schneller und vielleicht leichter zum Teil gekommen. So habe ich mir schon manches Mal gedacht, dass ich gerne mal das richtige Studentenleben erlebt hätte. Also mit Campus, mit Studierenden, die man häufig sieht und mit denen man auch etwas unternimmt und vielleicht mal Party macht und ganz besonders mit einem Studium, auf das man sich voll konzentriert, ohne noch Arbeit und andere Verpflichtungen nebenher zu haben. Auf der anderen Seite war ich aber nach dem Abi noch gar nicht so weit. Also war es so schon richtig, wie es ist. Und von allen Abschnitten (Ausbildung, Angestelltentätigkeit, Studium etc.) habe ich profitiert. Und außerdem hätte ich natürlich ohne Fernstudium meine heutige Tätigkeit nicht gefunden und wäre nun wahrscheinlich in irgendeinem langweiligen und/oder stressigen Angestelltenjob.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ja, die Berichte finde ich auch sehr beeindruckend und ich freue mich sehr über die Ausführlichkeit. .... wenn ich hier so reinschaue, dann habe ich Lust auf ausführliche Interviews ...

Ich brems mich grad ein bisschen ;)

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Ach ja, die gute Fee schon wieder. Diese Fee habe ich inzwischen ja durchschaut ... scheint mir direkt aus dem Marketing zu stammen - viel versprechen und hintenrum was anderes meinen.

Um so besser, dass ich heute die Dienste der Fee gar nicht in Anspruch nehmen würde. Objektiv könnte man meinen, dass es mit dem heutigen Wissen sinnvoller wäre zu sagen, nochmals neu zu beginnen. Allerdings stellt sich mir hier schon die Frage wann?

Im Gegensatz zu vielen Kommentatoren habe ich eben kein Abi.

Es war nicht so, dass ich nicht hätte auf das Gymnasium wechseln können ... als Arbeiterkind hatte das "damals" allerdings keine wirkliche Priorität. Realschule war eine gute Alternative. Man sprach aber kaum über die Möglichkeiten, die man als Realschüler hat weiter zu machen.

In der Schule musste ich mich nicht sonderlich anstrengen und konnte mit minimalen Aufwand einen guten Abschluss erzielen. Nicht das erste mal wollte ich mit dem Vorangegangenen nichts mehr zu tun haben.

Die Industriekaufmann-Lehre war aus heutiger Sicht das beste was mir passiert ist. Sowohl Bank- als auch Speditionskaufmann hatten nicht geklappt. Ich hatte die Möglichkeit bei einem sehr renommierten Ausbildungsbetrieb alle Bereiche als wirklicher Azubi (nicht als Hilfskraft) zu durchlaufen und habe gemerkt, dass mir "die Industrie" ziemlichen Spaß macht.

Das allein reicht aber meiner Meinung nach nicht, wenn man mit 19 Jahren ausgebildet auf den Arbeitsmarkt losgelassen wird. Als Azubi hat man bis dahin durchaus schon 3 Jahre Kontakt mit dem Arbeitsmarkt gehabt. Heutzutage kann es vorkommen, dass ein G8-Schüler mit 19 schon 2-3 Semester studiert ... beinahe fertig und mit dem Bachelor angeblich für den Arbeitsmarkt qualifiziert ist.

Ich hatte mit der ziemlichen breiten IKM-Ausbildung auf jeden Fall keinen Plan wo die Reise hingehen soll ... allerdings auch keinen Wunsch das zu präzisieren und weiter zu machen.

Nach einem Zwischenjob und dem Zivildienst stand ein ziemlich interessanter Job an. Allerdings hatte ich damals keinen Plan und entschied mich aus optischen Gründen dafür. 3 Jahre ... und die deprimierende Erfahrung später, dass Vertrieb nichts für mich ist war der Wunsch da weiter zu kommen. Hier würde ich heute vllt. anders entscheiden ... gleich den "richtigen" Weg gehen, statt einem IHK Fachwirt eher gleich ein Studium angehen.

Wobei aber auch hier nicht hadern möchte. Die Erfahrungen waren hilfreich und während der Weiterbildung fand ich meinen heutigen Arbeitgeber. Der nächste Schritt ist der aktuelle ... hier gibt es nicht viel zu bereuen ... zu dem Zeitpunkt war ich mit dem Job absolut unzufrieden und sah Entwicklungspotential in einen fordernden Job nur über ein Studium.

Lange rede kurzer Sinn ... eine Abkürzung über Abi - Studium zu meinem jetzigen Job sehe ich einfach nicht. Meine praktische Erfahrung bietet mir in meinem Job einfach mehr Möglichkeiten und das Studium wird mir (ich bin überzeugt davon) in der Zukunft helfen. Persönlich habe ich oft mit meinen Jobs gehadert sogar mit der Richtung. Hier und heute bin ich zufrieden ... sehe endlich einen Plan und kann nach fast 10 Jahren Berufsleben auf die Frage wo ich mich mittelfristig sehe sogar eine valide Antwort geben!

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Da hab ich doch auch eine Meinung zu :-)

Abitur mit 20, direkt danach eine 2,5 Jährige Ausbildung zum Bankkaufmann, direkt danach im Anschluss die Fortbildung zum Bankfachwirt, ein halbes Jahr Pause und jetzt das Abendstudium bei der VWA.

Mein Resultat: Schnelligkeit ist nicht alles. Ich hatte einen Chef, der ist innerhalb von 4,5 Jahren zum Abteilungsleiter aufgestiegen. Hat nebenbei in Vollzeit Sparkassenfach- und betriebswirt bezahlt bekommen und noch 1 Jahr an der FHWT für den Diplomkaufmann(FH) rangehängt. Nicht nur, dass mir die Art und Weise der Fortbildung Kopfschmerzen bereitet, nein, es fehlte jegliche Sozialkompetenz. Das Führungsverhalten war ein klarer schwarz/weiß Bild, die Leistungsträger wurden weiter gepushed, die Schwächeren eiskalt ausortiert. Personalentwicklung? Fehlanzeige. Fundiertes Fachwissen? Fehlanzeige. Es fehlte auch einfach die Erfahrung, normal nach nicht mal 5 Jahren, wo soll die auch herkommen?

Zurück zu mir: Die Ausbildung war sinnvoll, ich stärkte meine Sozial- und Handlungskompetenz und wurde sehr schnell erwachsen. Ich lernte eigenverantwortlich und strukturiert zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, für Fehler einzustehen und für gute Leistungen belohnt zu werden. Es reifte die Erkenntnis: Möglichst wenig falsch machen, schnell Verantwortung übernehmen und auch mal mehr als 100% ohne Aufpreis leisten --> es wird honoriert.

Der Bnkfachwirt bot mir bei weitem nicht den geistigen Input, den ich gerne gehabt hätte. Ich stelle mich lieber neuen Problemstellungen, als bereits bekannte Lösungsansätze einfach auswendig zu lernen. Trotzdem lernte ich in der Fachvertiefung das kennen, was jetzt für meinen Job unerlässlich ist. Dazu viel nettes drumherum. Ich würde sagen, ohne diesen Abschluss, wäre ich jetzt nicht soweit, wie ich bin. Man wird geistig einfach mehr reifer als nur die 2 Jahre, die man sich ja sowieso schon weiter entwickelt.

Mein Studium jetzt, scheint mich schon weiter anzusprechen. Ich kann das Niveau schwer abschätzen, aber rechne mir für den Bachelor gute Chancen aus. Mein Wunsch ist es für die Bachelorarbeit orgendwo einen Beitrag für den eigenen Arbeitgeber zu leisten, aber bis da soweit ist, werden noch 1,5 Jahre vergehen.

Ein Vollzeitstudium käme jetzt schon nicht in Frage. Der Mehrwert einer theoretischen Ausbildung in Verknüpfung mit der direkten Anwendungsmöglichkeit in der Praxis ist einfach zu groß, den möcte ich nicht mehr missen. Was ich jeden Tag im Betrieb an neuen "Verknüpfungen" erlerne, kann ein Vollzeitstudent unmöglich während seiner Praktikas lernen.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Grüße von der Fee! Sie liest hier neugierig mit, trinkt ihren Kaffee, den sie hier immer von mir bekommt, und lehnt sich entspannt zurück, weil sie ja keine Leben zurückdrehen muss für einen frischen zweiten Anlauf. Das strengt nämlich ziemlich an, meinte sie, als ich den Blogbeitrag schrieb. Niemand solle meinen, dass das bisschen Sternenstaub in die Luft schmeißen alles sei. Das sei nur die Show drumherum für die Märchenschreiber!

:rolleyes:

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Hab gerade noch mal alles nachgelesen, und wissen Sie, was für mich das Erstaunlichste ist?

Niemand von Ihnen, der hier eine Lanze fürs Fernstudium und damit für den zweiten Bildungsweg bricht, hat die Plackerei schon hinter sich und blickt jetzt mit dem Abstand von Jahren und einem Jahreseinkommen von 150 000 Euronen aufwärts auf diese harte Zeit zurück. Denn dann wären ja alle sicher, dass sich der Stress finanziell zumindest gelohnt hat.

Sie sind alle mittendrin, Sie haben Frust, keine Zeit, keine Sicherheit, ob sich das wirklich lohnt - aber Sie beschreiben eine Art von anpackendem Realismus, von dem sich mancher Vollzeitstudent mit Bafög und Muttis Waschmaschine um die Ecke ein bis zwei Scheiben abschneiden könnte!!

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Was mich betrifft: Ja, ich würde alles noch einmal genau gleich machen. Ich habe nach Matura zwei Berufsausbildungen absolviert, ich habe in beiden Berufen gearbeitet und in einem sowas wie Karriere gemacht. Jetzt habe ich Kinder, die aus dem Gröbsten raus sind und Lust auf mehr Bildung. Ich möchte den Bereich, in dem ich schon immer gearbeitet habe, vertiefen, mir mehr Hintergrundwissen aneignen, da es das Feld ist, das mich nach wie vor am meisten interessiert.

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    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 8
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
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      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • lenarex
      Von lenarex in BWL - Bachelor of Arts - Ein Wechsel 6
      Hallo zusammen!
       
      Vielen Danke für die ausführlichen Kommentare unter meinem letzten Blogeintrag, bei dem ich gefragt habe, wie man am besten ein Lernplan erstellt.
       
      Ich habe mich nun mal an einen versucht, ob das so gut ist? Keine Ahnung, die Zeit wird es zeigen.

      So bin ich vorgegangen:
      1. Alle Präsenzen, Klausuren, Einsendeaufgaben in einen Kalender geschrieben
      2. Geschaut welche SBs ich bis zu den jeweiligen Terminen durch gearbeitet haben muss
      3. Eine Reihenfolge der SBs erstellt mit jeweiligen Deadline
      4. Seitenzahl zusammen gerechnet
      5. Im Kalender Termine geblockt, wann ich nicht kann
      6. Restlichen Tage gezählt und durch die Seitenanzahl der SBs eingetragen
      7. Seitenzahl pro Tag in Kalender eingetragen mit jeweiligen Modul
       
      Das Ganze hat etwas Zeit gekostet, aber ich glaube ich kann mich mit soetwas motivieren und lerne nicht ins blaue hinein.
       
      Ich habe euch den Plan mal beigefügt. Die Zahl ist immer die Seite bis zu der ich arbeiten möchte.
       
      Meint ihr das klappt?
       
       
      Kalender 2017.xls