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"Holeradidudeldö" - Das Jodeldiplom...da hat man was Eigenes! (Teil 5)

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KanzlerCoaching

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Der Sommer ist vorbei, Hitzewellen gibt es keine mehr und damit fehlt auch jede Ausrede, den nächsten Blogbeitrag noch ein bisschen aufzuschieben. Wohlan also! Widmen wir uns wieder der Reflexion über Jodeldiplome...

In den ersten Jahren eines beruflichen Lebens steht man vor vielen Entscheidungen, deren Reichweite man als junger Mensch noch gar nicht so richtig überblicken kann. Eine davon ist, wie lange man sich für seine Ausbildung Zeit nehmen will.

Nun sind die Zeiten Gott sei Dank vorbei, in denen „Mädchen sowieso schnell heiraten und dann Kinder bekommen“ und deswegen ohne langwierige Schul- und Berufsausbildung ins Arbeitsleben eintreten oder in denen Jungen zu hören bekommen „Dein Großvater hat nicht studiert, ich, Dein Vater hab nicht studiert und aus uns ist auch was geworden. Mach Deine Lehre und verdien Dein eigenes Geld!“ Dieser Kampf ist bei ganz vielen schon ausgefochten.

Dafür gibt es andere Entscheidungen, die zu treffen sind: Lieber schnell die Ausbildung, Fachschule und/oder Studium durchlaufen, um damit schon sehr jung seine erste Stelle suchen zu können? Oder doch lieber eine breite und fundierte Ausbildung angehen, um damit sozusagen als fertiger Experte auf dem Arbeitsmarkt aufzutreten. Letzteres geht natürlich auf Kosten des Alters. Wer kennt nicht die Story vom „ewigen Studenten“, der sich nicht zum Examen entschließen kann, weil immer noch eine weitere Vertiefung eines Wissensgebietes lockt?

Sehr viele von Ihnen hier in diesem Forum sind ja den ersten Weg gegangen – und versuchen jetzt, parallel zum Beruf, die Theorie „nachzubessern“: bei einzelnen Themen oder sogar eines vollständigen Studienganges.

Würden Sie Ihr Ausbildungs- und Berufsleben noch einmal so leben wie gehabt? War Ihr Weg bis zum heutigen Tage gut so, wie er war? Oder würden Sie alles ganz anders machen, wenn eine gute Fee käme und Ihnen die Wahl ließe, noch einmal neu zu beginnen?


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13 Kommentare


Hallo

Nein würde ich nicht. ich würde wenn ich das wüßte was ich heute weiß , warscheinlich maximal 5 Jahre in einem Lehrberuf arbeiten um dann massiv den zweiten Bildungsweg zu beschreiten.

Den Techniker würde ich auch nicht mehr machen, weil ein Studium doch mehr lohnt und schnelelr zur Karieere führt. Somit wären Telekolleg und Fernstudium eine sinnvolle Alternative.

Aber mit großer Wahrscheinlichkeit würde ich in der Schule fleißig sein , mit 1,5 mein Abi machen und dann an einer anerkannten Uni etwas studieren was mich brennend interssiert . Mechatronik zum Beispiel oder Informatik. (der Punkt stimmt schon mal)

Das Problem bei meinen Weisheiten ist aber, das ich in meinem bisherigen Leben nie wirklich unglücklich war. Ich habe im Bergbau meinen Spass gehabt und habe es auch genossen mit 2 Lokomoltiven und 10.000 PS mit 2500 Tonnen am Zughaken durchs Rheintal und über den Spessart zu fahren.

Auch mein Job in der Transportleitung heute macht mir immer noch verdammt viele Spass. Die Technikerschule in Gotha war zwar kein direkter Karrierturbo erweiterte meinen Horrizont zumindest soweit das ich für mich erkannte das ich mich in der Technik, (in der Problemlöserecke) am wohlsten fühle. Nebenbei habe ich die FH Reife erworben was mir mein jetziges Studium ermöglicht, wobei ich wiederum viel , viel mehr Spass habe.

Irgendwie passte das alles zusammen, ein Schritt führte zum nächsten. Hat zwar manchmal ein bischen gedauert ging auch mal ums Eck aber irgendwie gings immer weiter.

Es gibt immer gerne Dinge die man gern hätte aber manchmal muss man auch mit den Dingen zufrieden sein, die man hat. Es könnte manches viel Schlimmer sein.

Also was würde ich wirklich anders machen? Vieleicht etwas mehr Fleiß, etwas mehr Zielstrebigkeit und etwas früher etwas strukturierter sein. Ich denke der Rest ergibt sich eh von selbst .

Übrigens, sehr interssante Fragestellung

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Mein Lebenslauf ist weit entfernt von geradlinig. Bis zum Abi ging alles problemlos. Dann kam Studium 1. Das erste Jahr lief gut, dann starb mein Bruder und ich musste einfach nur raus. Deshalb bin ich erstmal für ein Jahr ins Ausland gegangen und habe dort gejobbt. Als ich zurück kam, machte ich das Pflichtpraktikum fürs Studium. In der Zeit wurde ich auch schwanger. Da stand ich nun: schwanger, sitzen gelassen und irgendwie war das Praktikum auch nichts. Die Tätigkeit ansich war super, nur die Zeiten grausam, 10-19Uhr, oft auch erst gegen 22Uhr raus aus dem Büro.

Naja, ich war jung, voller Hormone und wechselte dann zu Lehramt. Philosophie war toll, Mathe weniger. Mein Problem war auch, dass ich bis dahin nie lernen brauchte, es einfach nicht konnte. Ich quälte mich noch vier Jahre durch das Studium und gab dann auf. Es folgte wieder ein Jahr Praktikum und wieder eine Ausbildung. Als Fachinformatiker/Anwendungsentwicklung. Ich studiere nun auch wieder genau das, was ich schon im ersten Studium studiert habe.

Mit dem Wissen von heute würde ich es wohl anders machen: Ausbildung, dann Fernstudium. Einfach um meiner Tochter und mir ein schönes Leben zu ermöglichen, also das, was ich heute mache, nur 10Jahre früher. Andererseits hätte ich eine Menge Erfahrungen verpasst. Allein die Zeit im Ausland möchte ich nicht missen, ich weiß auch nicht, ob ich nach dem Tod meines Bruders eine Ausbildung abgeschlossen hätte, vermutlich eher nicht.

Fazit: ich hätte es einfacher haben können, aber es war gut so, wie es war.

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Über diese Frage hab ich mir schon öfter Gedanken gemacht und kam immer zu dem Entschluss, dass ich es genauso machen würde. Mit der Einschränkung etwas früher auf mein StudierendenHerz zu hören. :-)

Die wirklich heftigen Schläge des Lebens kommen meist ohne das man sie beeinflussen kann. Plötzlich wird der eigene Weg zur Nebensache und man muss erst wieder auf die Beine kommen und auf diesen Weg zurückfinden.

Ich glaube nicht an Schicksal oder Bestimmung, sondern daran, dass man vorher nie genau weiß was passiert. Hätte ich direkt nach der Schule (an die ich noch mind. 2 Jahre hätte anhängen müssen) hätte ich vielleicht nicht die Freunde die ich habe, wäre nicht mit Kollegen aus der Ausbildung nach Australien geflogen, wäre durchs Studium gefallen,... wer weiß das schon.

Mir könnte es schlechter als jetzt gehen, deshalb geht es mir jetzt gut und ich bereue nicht. :-)

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Mit dem Wissen das ich heute habe, würde ich so einiges anders machen. Ich hätte damals nicht angefangen Öffentliche Verwaltung zu studieren, weil das ist wie ich heute denke ein Fehler gewesen. Ich hätte gleich meine Ausbildung zur Bürokauffrau machen sollen und danach gleich mit der Weiterbildung anfangen sollen. So habe ich immer wieder ein paar Jahre Leerlauf drin gehabt in denen ich einfach nichts gemacht habe. Ok es ging privat in den Jahren auch immer gut bergauf und -ab. Ich hätte auch den Wirtschaftsfachwirt nicht machen sollen, denn das einzige was er mir gebracht hat, ein Loch auf dem Konto, die Erkenntnis das er einen nicht weiterbringt und ein Grundlagenwissen in BWL (wobei dies doch manchmal hilfreich ist). Wenn ich das alles so im nach hinein betrachte, hätte ich deutlich früher an mein Ziel kommen können. Aber ich finde ein paar Umwege machen das Leben doch immer deutlich interessanter und spannender. Geradlinig kann ja jeder :rolleyes:

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Ich denke, mein Ausbildungsweg war soweit ganz ok. Nach dem Abitur ("Kind, mach das, dann haste was ...") wurde ich zu einer Ausbildung "genötigt", weil ich mich nicht für ein gewinnbringendes Studium entscheiden konnte ("wir unterstützen dich im Studium, aber nur, wenn du was studierst, womit man Geld verdienen kann"). Nach Abschluß meiner Industriekauffrau-Lehre hab ich noch knapp 3 Jahre als Sachbearbeiterin in der Logistik gearbeitet, bevor ich dem Ruf meines Herzens gefolgt bin. In diesem Falle eher weniger der Leidenschaft für Computer, als der für meinen damaligen Freund :-D

Im Endeffekt hätte ich aber - wenn ich vor 15 Jahren schon gewußt hätte, welches Talent ich für IT habe - Informatik studieren sollen. An einer Präsenzuni, ganz normal. Dann hätte ich einen Schritt weniger im Leben machen müssen.

Allerdings würden mir auch die Erfahrungen der kaufmännischen Seite komplett fehlen. Wenn heute einer von SAP spricht, weiss ich wenigstens, was gemeint ist und wie SAP für RW funktioniert (ich war auch mal Sachbearbeiterin in der Kontokorrent-Buchhaltung - und ja, ich weiss was das ist ;)). Ich möchte auch nicht missen, mich mit Rechnungslegung, Mahnwesen usw. auszukennen.

Allerdings würde ich meinen Beruf, den ich seit 10 Jahren ausübe, nicht mehr eintauschen wollen. Vielleicht zieht es mich irgendwann weiter in Richtung Führungsebene und Management (auf IT-Seite). Dann bringen auch die kaufmännischen Kenntnisse wieder etwas.

Umsonst gelernt gibts nicht - weil Wissen ist Macht. Nix Wissen macht aber entgegen mancher Aussage auf jeden Fall etwas!

Langweilig in 4 Jahren zum Master und mit 22 Jahren "fertig" ausgebildet mit 4 Praktika im Ausland im Unternehmen zu stehen, das halte ich persönlich für Quälerei des jungen Menschen! Die meisten haben im Leben noch nichts erlebt, konnten noch keine wirklich "falsche" Eintscheidung treffen (meistens haben die Entscheidungen sogar noch die Eltern getroffen) und dann sollen sie 65 Jahre vor sich hin arbeiten? Ich weiss wirklich nicht, ob es das dann gewesen ist!

Wie man an mir sieht, wusste ich mit 18/19 noch nicht, was ich mal machen will - das kam erst später ;)

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Mein Weg war bisher: Schule (mittlere Reife), Ausbildung FIAE, Arbeit, nebenberuflich Technikerlehrgang und jetzt nebenberuflich das Fernstudium. Bis auf den Techniker würde ich aber alles noch genauso machen. Gerade die Ausbildungszeit war in meinem bisher kurzen 24jährigen Leben die allerbeste Zeit und die würde ich keinesfalls missen wollen.

Lustigerweise hab ich zu Schulzeiten immer gesagt, dass ich nie studieren würde, obwohl es vom Schnitt her eine Option war. Damals habe ich aber auch nicht in Betracht gezogen, dass es ja auch sowas wie ein Fernstudium gibt. Trotzdem bin ich heute immer noch glücklich, nie ein Präsenzstudium besucht zu haben. Aber vielleicht ändert sich das in 10 Jahren ja auch noch mal ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Sehr beeindruckend. Der Blogbeitrag - aber auch die zum Teil sehr persönlichen Antworten.

Und: Ist es wirklich schon der 5. Teil des Jodeldiploms? - Ich hätte jetzt eher so auf den 3. getippt.

Jetzt zu mir selbst: Im nachhinein kann man immer leicht sagen, ja, wenn ich dies und jenes anders gemacht hätte, wäre ich schneller und vielleicht leichter zum Teil gekommen. So habe ich mir schon manches Mal gedacht, dass ich gerne mal das richtige Studentenleben erlebt hätte. Also mit Campus, mit Studierenden, die man häufig sieht und mit denen man auch etwas unternimmt und vielleicht mal Party macht und ganz besonders mit einem Studium, auf das man sich voll konzentriert, ohne noch Arbeit und andere Verpflichtungen nebenher zu haben. Auf der anderen Seite war ich aber nach dem Abi noch gar nicht so weit. Also war es so schon richtig, wie es ist. Und von allen Abschnitten (Ausbildung, Angestelltentätigkeit, Studium etc.) habe ich profitiert. Und außerdem hätte ich natürlich ohne Fernstudium meine heutige Tätigkeit nicht gefunden und wäre nun wahrscheinlich in irgendeinem langweiligen und/oder stressigen Angestelltenjob.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ja, die Berichte finde ich auch sehr beeindruckend und ich freue mich sehr über die Ausführlichkeit. .... wenn ich hier so reinschaue, dann habe ich Lust auf ausführliche Interviews ...

Ich brems mich grad ein bisschen ;)

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Ach ja, die gute Fee schon wieder. Diese Fee habe ich inzwischen ja durchschaut ... scheint mir direkt aus dem Marketing zu stammen - viel versprechen und hintenrum was anderes meinen.

Um so besser, dass ich heute die Dienste der Fee gar nicht in Anspruch nehmen würde. Objektiv könnte man meinen, dass es mit dem heutigen Wissen sinnvoller wäre zu sagen, nochmals neu zu beginnen. Allerdings stellt sich mir hier schon die Frage wann?

Im Gegensatz zu vielen Kommentatoren habe ich eben kein Abi.

Es war nicht so, dass ich nicht hätte auf das Gymnasium wechseln können ... als Arbeiterkind hatte das "damals" allerdings keine wirkliche Priorität. Realschule war eine gute Alternative. Man sprach aber kaum über die Möglichkeiten, die man als Realschüler hat weiter zu machen.

In der Schule musste ich mich nicht sonderlich anstrengen und konnte mit minimalen Aufwand einen guten Abschluss erzielen. Nicht das erste mal wollte ich mit dem Vorangegangenen nichts mehr zu tun haben.

Die Industriekaufmann-Lehre war aus heutiger Sicht das beste was mir passiert ist. Sowohl Bank- als auch Speditionskaufmann hatten nicht geklappt. Ich hatte die Möglichkeit bei einem sehr renommierten Ausbildungsbetrieb alle Bereiche als wirklicher Azubi (nicht als Hilfskraft) zu durchlaufen und habe gemerkt, dass mir "die Industrie" ziemlichen Spaß macht.

Das allein reicht aber meiner Meinung nach nicht, wenn man mit 19 Jahren ausgebildet auf den Arbeitsmarkt losgelassen wird. Als Azubi hat man bis dahin durchaus schon 3 Jahre Kontakt mit dem Arbeitsmarkt gehabt. Heutzutage kann es vorkommen, dass ein G8-Schüler mit 19 schon 2-3 Semester studiert ... beinahe fertig und mit dem Bachelor angeblich für den Arbeitsmarkt qualifiziert ist.

Ich hatte mit der ziemlichen breiten IKM-Ausbildung auf jeden Fall keinen Plan wo die Reise hingehen soll ... allerdings auch keinen Wunsch das zu präzisieren und weiter zu machen.

Nach einem Zwischenjob und dem Zivildienst stand ein ziemlich interessanter Job an. Allerdings hatte ich damals keinen Plan und entschied mich aus optischen Gründen dafür. 3 Jahre ... und die deprimierende Erfahrung später, dass Vertrieb nichts für mich ist war der Wunsch da weiter zu kommen. Hier würde ich heute vllt. anders entscheiden ... gleich den "richtigen" Weg gehen, statt einem IHK Fachwirt eher gleich ein Studium angehen.

Wobei aber auch hier nicht hadern möchte. Die Erfahrungen waren hilfreich und während der Weiterbildung fand ich meinen heutigen Arbeitgeber. Der nächste Schritt ist der aktuelle ... hier gibt es nicht viel zu bereuen ... zu dem Zeitpunkt war ich mit dem Job absolut unzufrieden und sah Entwicklungspotential in einen fordernden Job nur über ein Studium.

Lange rede kurzer Sinn ... eine Abkürzung über Abi - Studium zu meinem jetzigen Job sehe ich einfach nicht. Meine praktische Erfahrung bietet mir in meinem Job einfach mehr Möglichkeiten und das Studium wird mir (ich bin überzeugt davon) in der Zukunft helfen. Persönlich habe ich oft mit meinen Jobs gehadert sogar mit der Richtung. Hier und heute bin ich zufrieden ... sehe endlich einen Plan und kann nach fast 10 Jahren Berufsleben auf die Frage wo ich mich mittelfristig sehe sogar eine valide Antwort geben!

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Da hab ich doch auch eine Meinung zu :-)

Abitur mit 20, direkt danach eine 2,5 Jährige Ausbildung zum Bankkaufmann, direkt danach im Anschluss die Fortbildung zum Bankfachwirt, ein halbes Jahr Pause und jetzt das Abendstudium bei der VWA.

Mein Resultat: Schnelligkeit ist nicht alles. Ich hatte einen Chef, der ist innerhalb von 4,5 Jahren zum Abteilungsleiter aufgestiegen. Hat nebenbei in Vollzeit Sparkassenfach- und betriebswirt bezahlt bekommen und noch 1 Jahr an der FHWT für den Diplomkaufmann(FH) rangehängt. Nicht nur, dass mir die Art und Weise der Fortbildung Kopfschmerzen bereitet, nein, es fehlte jegliche Sozialkompetenz. Das Führungsverhalten war ein klarer schwarz/weiß Bild, die Leistungsträger wurden weiter gepushed, die Schwächeren eiskalt ausortiert. Personalentwicklung? Fehlanzeige. Fundiertes Fachwissen? Fehlanzeige. Es fehlte auch einfach die Erfahrung, normal nach nicht mal 5 Jahren, wo soll die auch herkommen?

Zurück zu mir: Die Ausbildung war sinnvoll, ich stärkte meine Sozial- und Handlungskompetenz und wurde sehr schnell erwachsen. Ich lernte eigenverantwortlich und strukturiert zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, für Fehler einzustehen und für gute Leistungen belohnt zu werden. Es reifte die Erkenntnis: Möglichst wenig falsch machen, schnell Verantwortung übernehmen und auch mal mehr als 100% ohne Aufpreis leisten --> es wird honoriert.

Der Bnkfachwirt bot mir bei weitem nicht den geistigen Input, den ich gerne gehabt hätte. Ich stelle mich lieber neuen Problemstellungen, als bereits bekannte Lösungsansätze einfach auswendig zu lernen. Trotzdem lernte ich in der Fachvertiefung das kennen, was jetzt für meinen Job unerlässlich ist. Dazu viel nettes drumherum. Ich würde sagen, ohne diesen Abschluss, wäre ich jetzt nicht soweit, wie ich bin. Man wird geistig einfach mehr reifer als nur die 2 Jahre, die man sich ja sowieso schon weiter entwickelt.

Mein Studium jetzt, scheint mich schon weiter anzusprechen. Ich kann das Niveau schwer abschätzen, aber rechne mir für den Bachelor gute Chancen aus. Mein Wunsch ist es für die Bachelorarbeit orgendwo einen Beitrag für den eigenen Arbeitgeber zu leisten, aber bis da soweit ist, werden noch 1,5 Jahre vergehen.

Ein Vollzeitstudium käme jetzt schon nicht in Frage. Der Mehrwert einer theoretischen Ausbildung in Verknüpfung mit der direkten Anwendungsmöglichkeit in der Praxis ist einfach zu groß, den möcte ich nicht mehr missen. Was ich jeden Tag im Betrieb an neuen "Verknüpfungen" erlerne, kann ein Vollzeitstudent unmöglich während seiner Praktikas lernen.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Grüße von der Fee! Sie liest hier neugierig mit, trinkt ihren Kaffee, den sie hier immer von mir bekommt, und lehnt sich entspannt zurück, weil sie ja keine Leben zurückdrehen muss für einen frischen zweiten Anlauf. Das strengt nämlich ziemlich an, meinte sie, als ich den Blogbeitrag schrieb. Niemand solle meinen, dass das bisschen Sternenstaub in die Luft schmeißen alles sei. Das sei nur die Show drumherum für die Märchenschreiber!

:rolleyes:

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Hab gerade noch mal alles nachgelesen, und wissen Sie, was für mich das Erstaunlichste ist?

Niemand von Ihnen, der hier eine Lanze fürs Fernstudium und damit für den zweiten Bildungsweg bricht, hat die Plackerei schon hinter sich und blickt jetzt mit dem Abstand von Jahren und einem Jahreseinkommen von 150 000 Euronen aufwärts auf diese harte Zeit zurück. Denn dann wären ja alle sicher, dass sich der Stress finanziell zumindest gelohnt hat.

Sie sind alle mittendrin, Sie haben Frust, keine Zeit, keine Sicherheit, ob sich das wirklich lohnt - aber Sie beschreiben eine Art von anpackendem Realismus, von dem sich mancher Vollzeitstudent mit Bafög und Muttis Waschmaschine um die Ecke ein bis zwei Scheiben abschneiden könnte!!

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Was mich betrifft: Ja, ich würde alles noch einmal genau gleich machen. Ich habe nach Matura zwei Berufsausbildungen absolviert, ich habe in beiden Berufen gearbeitet und in einem sowas wie Karriere gemacht. Jetzt habe ich Kinder, die aus dem Gröbsten raus sind und Lust auf mehr Bildung. Ich möchte den Bereich, in dem ich schon immer gearbeitet habe, vertiefen, mir mehr Hintergrundwissen aneignen, da es das Feld ist, das mich nach wie vor am meisten interessiert.

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