Informatik B.Sc. an der WBH

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CSUS Praktikum - Awesome!

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kawoosh

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Awesome scheint das Lieblingswort in der Game Industry zu sein. Jeder Dozent hat dieses Wort bisher exzessiv genutzt. Irgendwann gewöhnt man sich ja an alles und jetzt sage ich zu allem möglichen "Oh, that's awesome!" :lol:

Mittlerweile haben wir hier Bergfest. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Letzten Freitag waren wir zum deutschen Stammtisch im Hoppy. Dort haben wir uns auch mit einigen Locals unterhalten können. Ein älterer Herr vom Stammtisch konnte uns sogar evtl. zu einer weiteren Tour zu den Intel Headquarters verschaffen. Seine Tochter arbeitet dort im Mangement. Im Moment versucht die Uni etwas zu organisieren. Ich bin sehr gespannt, ob das klappt.

Am Samstag Abend sind wir dann zum Footballspiel der SacState Hornets gegen die University of North Dacota im eigenen Stadion in der Uni gefahren. Das Spiel selbst war nicht so spannen, leider haben wir auch noch verloren, aber das Drumherum war der Wahnsinn. Natürlich hat vorher die SacState Marching Band die Nationalhymne gespielt, das war der Wahnsinn. Dann gab es die Hornet Dancers, die neben den SacState Cheerleaders während des Spiels am Rand getanzt haben. In der Halbzeitpause kamen mehrere Military Marching Bands und die SacState Marching Band zusammen und haben mehrere Stücke gespielt. Da waren bestimmt 400 Leute auf dem Platz und haben Musik gemacht. Absoluter Wahnsinn! Wir sind dann aber nach der Halbzeit gegangen und haben den Rest des Abends in Old Sacramento verbracht.

Sonntag ging es dann los Richtung Lake Tahoe. Absolut geniale Landschaft dort. Interessant war auch, dass almost instantly nach dem Überqueren der Staatsgrenze nach Nevada die Landschaft total anders war. Überall nur schnöde Wüste. Kein Vergleich zum grünen Sacramento. Die Nacht haben wir in Reno verbracht, "the biggest little city of the world". Dort haben wir im hoteleigenen Kasino ein paar Dollar verspielt ;) Aber ansonsten ist die Stadt nicht so schön. Montag Morgen ging es nach dem Frühstück dann weiter um den Lake Tahoe und wieder zurück nach Sacramento.

In Intercultural Competence haben wir heute die vorletzte Gruppenpräsentation gehalten. Es ging um das Thema "Education in different cultures" und wir mussten die Unterschiede zwischen dem deutschen und japanischen Schulsystem aufzeigen, was sich natürlich wissenschaftlich anhand bestimmter Faktoren sogar in Zahlen ausdrücken lässt. Leider haben wir die maximale Zeit um 1 Minute überschritten, sodass wir nur 8,5 von 10 möglich Punkten erreicht haben. Naja, who cares, trotzdem ein gutes Ergebnis.

Insgesamt gab es bisher also drei Präsentationen, wobei zwei davon Gruppenpräsenationen waren, und einen Test. Von bisher 60 möglichen Punkten habe ich im Moment 57 erreicht. Die letzte große Gurppenpräsentation nächsten Mittwoch gibt dann saftige 40 Punkte. Dort müssen wir der Chefetage einer fiktiven deutschen Firma vorstellen, was man beachten muss, wenn man entweder ein Produkt in Neuseeland neu einführen und bewerben will oder wenn man mit einer neuseeländischen Firma verhandeln möchte. Das wird sicherlich ein hartes Stück Arbeit, denn die Präsentation muss mindesten 40 Minuten lang sein und wir müssen sehr genau Recherchieren und die ganzen verschiedenen Dimensionen der Intercultural Communication auch korrekt anwenden. Nicht zu vergessen, dass natürlich auch die Präsentationstechnik atsrein sein muss - und das alles im flüssigen Englisch!

Insgesamt ist das Fach weniger langweilig als vorher befürchtet. Vieles war einen doch irgendwie schon klar. Jeder weiß, dass es Unterschiede zwischen den Kulturen gibt. Allerdings kann man jetzt eher verstehen, warum es diese Unterschiede gibt und wie man dann damit umgehen muss.

Computer Gaming fängt jetzt an richtig Spaß zu machen. Letzte Woche war eher therorielastig, in der man das Business gezeigt bekommen hat und wie man vorgehen muss, um ein erfolgreiches Spiel zu entwickeln. Wir haben sogar ganz kurz mit dem Dozenten ein kleines Minigame in zwei oder drei Stunden zusammengezimmert. Das war allerdings wirklich nur zum Anfüttern, denn heute ging es richtig los. Heute hatten wir eine kurze Skype-Session mit zwei Entwicklern von Riot Game, die das Spiel League of Legends entwickeln. Innerhalb einer Stunde haben die beiden uns erzählt, wie Riot Games sich von einer 30-Mann-Bude in eine riesige Firma mit 700 Mitarbeitern entwickelt hat und was dort für tagtägliche Aufgaben auf sie warten. Sie konnten uns sogar ein Beispiel einer Spielfigur zeigen, die sie modelliert und animiert haben.

Im Anschluss daran ging es dann los mit dem ersten Modellieren. Die Software zum Modellieren der 3D-Objekte ist ganz schön kompliziert, allerdings ist das sicherlich eine Übungssache. Mittlerweile bin ich auch etwas geübter. Und obwohl ich eine absolute Null in Kunst bin konnte ich sogar etwas modellieren, was man sogar erkennen kann :lol: Ich hab mal ein Bild angehangen. In der Software mit 3D-Ansicht sieht es natürlich besser aus, aber ich denke es kommt auch so ganz gut rüber. Zu Freitag sollen wir ein weiteres Objekt modellieren. Ich denke ich werde auf jeden Fall eine Tischlampe machen, weil die so schön einfach ist. Wenn ich dann in Stimmung bin mach ich vielleicht auch was komplizierteres. Maybe a shoe? Don't know yet.

Morgen wird es auch wieder spannend. Unser Ausflug zu EA Games nach San Francisco steht auf dem Plan. Um acht Uhr morgens geht es los. Gegen 10 sollten wir dann dort sein. Unsere Tour beginnt allerdings erst um eins, also bleibt noch ein wenig Zeit zum Sightseeing. :)

Ich werde jetzt noch schnell meine Lampe modellieren und dann geht es zum heutigen Abendprogramm über - wir gehen zu Hooters :D

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And don't forget: Everything's Awesome! :lol:


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7 Kommentare


Wahnsinn, deine Berichte sind immer so spannend!!:)

Schön langsam ärgere ich mich nicht am CSUS teilgenommen zu haben!:rolleyes:

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Das CSUS wird 2x im Jahr angeboten. Also einfach anmelden :) Es lohnt sich wirklich!

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Awsome ist meiner Erfahrung nach nicht das Lieblingswort der Game Industry, sondern von ganz Nordamerika!

Dein Bericht - awsome! Thanks!

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Klingt ja alles sehr spannend. Mich würde allerdings auch mal interessieren was denn die Maschinenbauer oder Mechatroniker so machen. Weißt du darüber etwas?

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Die Mechatroniker bauen einen Roboter, der wohl wie der Mars Rover sein soll und am Ende einen Hindernissparkour überwinden muss.

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen, vielen Dank für diesen neuen Bericht. Jeder Abschnitt ist auf seine eigene Weise spannend, sowohl was du so vom drumherum schreibst, als auch was das Studium angeht. Was mich ein wenig überrascht ist, wie hoch die Ansprüche sind (Punktabzug für eine Minute überziehen, Präsentationen in flüssigem Englisch, mal schnell was modellieren usw.).

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Ja, der Anspruch ist schon hoch, wobei uns aber auch viel entgegen gekommen wird. Immerhin machen wir hier in drei Wochen den gleichen Stoff, wie die amerikanischen Studenten in einem regulären Semester. Letztendlich muss man ja auch für die 20CP, die man hier angerechnet bekommt, auch etwas entsprechendes leisten.

Wir bekommen hier aber auch ständig gesagt, dass wir scheinbar eine recht schnelle Truppe sind. Zumindestens sind die amerikanischen Dozenten bisher sehr angetan von uns. Und auch Professor Lünemann sagt, dass wir eine der bisher stärksten Gruppen sind. Wobei ich bei ihm eher denke, dass das mehr ein Mittel zur Motivationsförderung ist ;) Könnte aber auch sein, dass meine deutsche Herkunft nur diesen Eindruck vermittelt, da man als Deutscher ja eigentlich nie mit sich zufrieden ist :D (Achtung, Verallgemeinerung!)

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)