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Warum studier ich eigentlich noch?!

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MarcoNellessen

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:blink: Hä?! Wie jetzt?! :confused:

Naja, in letzter Zeit werde ich öfter gefragt, weshalb ich das Studium überhaupt mache. Seit 1,5 Jahren bin ich ja bei einem anderen Arbeitgeber und habe dort relativ großen Spielraum, was meinen Aufgabenbereich angeht. Auch der Verdienst kann sich sehen lassen. Ein "fertig" studierter Kollege verdient beispielsweise weniger als ich.

Mein Studium kostet monatlich 265 €. Noch 2 Jahre lang... Das heißt, wenn ich fertig bin, habe ich einen Kleinwagen abbezahlt. Aktuell könnte ich die 265 € auch gut sparen, da ich geplant habe so mit 30 ein Häuschen zu bauen.

Entsprechend gering ist häufig die Motivation. Bringt mir der Studienabschluss tatsächlich einen besseren Job? Mehr Gehalt? Meine Work-Life-Balance kann sich aktuell auch sehen lassen. 09:00-17:30 von Mo bis Fr mit 30 Tagen Urlaub im Jahr. :rolleyes:

Nunja, eigentlich will ich es durchziehen, allein schon um es mir selbst zu beweisen. Und ja: natürlich lerne ich auch einiges dazu. Manche Module finde ich sogar persönlich recht interessant. Zweifel kommen trotzdem manchmal durch... Doch wahrscheinlich hätte ich den aktuellen Job gar nicht, wenn ich das Studium nicht begonnen hätte. Voraussetzung war das Studium zwar nicht, aber es hat mich dazu bewogen die Bewerbung damals abzuschicken...

In diesem Sinne auf mindestens 2 weitere Jahre und nochmal ca. 6500 € Studiengebühren ;)


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3 Kommentare


Das Problem an dieser Frage ist... wenn man die einmal rausgelassen hat aus ihrem Käfig, kommt die regelmäßig wieder, setzt sich auf den Schoß, schnurrt ganz laut und klebt ein einem fest.

Dieses Mistvieh wird man dann irgendwie bis zum Ende des Studiums nicht mehr los...

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Du hast also derzeit einen tollen Job:

Ein "fertig" studierter Kollege verdient beispielsweise weniger als ich.

09:00-17:30 von Mo bis Fr mit 30 Tagen Urlaub im Jahr.

Wirst du in der Firma bis zur Rente bleiben? Werden deine Chefs immer bleiben? Der Akademiker kann dann evtl. nur aufgrund seines Titels an dir vorbeiziehen. Wo endet die Karriereleiter mit bzw. ohne Studium? Wie sicher sind Arbeitsplatz,Gehalt und Arbeitszeit bei Outsourcing, neuem Investor oder verändertem Marktfokus?

Studiere einfach für dich! Vermutlich hast du Recht, es wird keinen Gehaltssprung und keinen rasanten Aufstieg für ich geben. Aber der Abschluß wird das -durch das hohe Gehalt offensichtliche- in dich gesteckte Vertrauen rechtfertigen und eine betriebliche Weiterentwicklung ermöglichen. Deine Firma wird keinen Wechselwillen bei "überbezahlten" Akademikern vermuten, mit Hochschulabschluss sieht das dann anders aus. Da muss auch die Firma was bieten.

Es war also nur der innere Schweinehund, der sich bei dir gemeldet hat. Ring ihn nieder und weiter geht's.

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Ich sehe das so wie wasserfall. Und offensichtlich bist auch noch relativ jung - Häuschen mit 30 ... Es ist oft eine Frage der Perspektive, vieles kann sich in Deinem Leben noch verändern u. mit einem abgeschlossenen Studium kannst Du nicht verkehrt liegen. ;) Es muß ja auch nicht immer der Arbeitgeber/Beruf sein, der einen zu Veränderungen zwingt, sondern man selbst verändert sich im Laufe des Lebens noch. Und da Dich das Studium als solches ja interessiert, würde ich nichts hinschmeissen - Katze streicheln, aber nicht mit ins Bett. :thumbup: Das Häuschen kann doch auch noch "2" Jahre warten, oder?

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      Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
      Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen  In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker