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kurtchen

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Beiträge erstellt von kurtchen

  1. Ich habe mir ein Thema ausgesucht, mit dem ich mich im Studium gerne beschäftigt hätte, das aber im Curriculum meines Studienganges nicht vorkam. Man könnte sagen, dass ich die Abschlussarbeit genutzt habe, um eine subjektiv empfundene fachliche Lücke im Curriculum zu schließen. Die berufliche Verwertbarkeit hat mich nicht interessiert. Ich wäre überrascht, wenn ich das Gelernte jemals in einem beruflichen Kontext anwenden könnte.

  2. vor 11 Stunden hat Anyanka geschrieben:

    Im Ausland käme es vielleicht darauf an, wie die gesetzlichen Anforderungen an einen Sozialarbeiter sind - und das ist natürlich stark vom jeweiligen Land abhängig. Vor Jahren bekam mein Mann tatsächlich mal 2 Angebote aus der Schweiz, zu der Zeit war die deutsche Ausbildung dort sehr gefragt, trotz anderer gesetzlicher Vorraussetzungen. Und dann mag es Länder geben, die das ganze sowieso etwas entspannter sehen mit der Ausbildung und in denen man im sozialen Bereich Chancen hat, ohne das auf sowas geschaut wird (kann ich allerdings nicht belegen, ist eher eine Vermutung).

    Als Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit als Sozialarbeiter im Ausland erscheint mir, dass es im Zielland ein nennenswert ausgebautes und ausreichend finanziertes System der sozialen Sicherung gibt. Das ja nun leider nicht in allen Regionen der Welt der Fall. Die Schweiz gehört sicher zu den Ländern, die sich in dieser Hinsicht einiges leisten können.

     

    Als weitere Voraussetzung erscheint mir, dass es in dem Beruf einen Mangel an einheimischen Arbeitskräften gibt, so dass potentielle Arbeitgeber den Nachteil in Kauf nehmen, dass eine deutsche Fachkraft mit der nationalen Gesetzgebung und den dort etablierten Formen der sozialen Arbeit nicht vertraut ist. Auch das mag in der Schweiz der Fall sein.

     

    Außerdem müsste man sprachliche und kulturelle Hürden zu überwinden. Die scheinen mir im Falle der Schweiz noch vergleichsweise niedrig.

     

    Und schließlich müsste man in der Lage sein, sich als Mensch, der einen westeuropäischen Lebensstandard gewohnt ist, an das Einkommensniveau des Ziellandes anzupassen. Das halte ich für keine Kleinigkeit. (Ich habe in den späten 90ern vier Sommer lang ehrenamtlich in Ferienlagern in Ungarn mitgearbeitet. Meine Teamkollegen waren meistens ungarische Lehrer. Obwohl in Ungarn vieles deutlich billiger war als in Deutschland, blieb mir völlig unbegreiflich, wie meine ungarischen Kollegen von ihrem Lehrergehalt überleben konnten. Und Ungarn ist, rein volkswirtschaftlich betrachtet, durchaus eine vergleichsweise wohlhabende und komfortable Region der Welt.)

     

    Es gibt ja immer wieder ungewöhnliche und beeindruckende Lebensgeschichten. Aber abgesehen von der Schweiz und skandinavischen Ländern gehört meiner Meinung nach schon etwas dazu, als deutscher Sozialarbeiter im Ausland eine existenzsichernde Beschäftigung zu finden.

  3. Am 26.1.2021 um 14:24 hat JackeHose geschrieben:

    Ich sehe mich nicht immer an einem Ort. Es kann sein, dass ich zum Beispiel irgendwann aufs Moped steige und erst in Ghana wieder absteige. Und dort auch bleibe. Oder auch nicht. Dahingehend stelle ich es mir wieder einfacher vor im Ausland einen Job als Sozialarbeiterin zu finden, denn als Psychologin?

    Soweit ich weiß, ist ein Studium der Sozialen Arbeit in Deutschland schon klar auf die deutsche Gesetzgebung und die deutschen sozialstaatlichen Institutionen bezogen. Ich glaube nicht, dass dieser Studiengang besonders geeignet ist, internationale berufliche Mobilität zu ermöglichen.

     

    Richtig ist, dass Soziale Arbeit bereits mit dem Bachelor konkrete Beschäftigungsperspektiven bietet. (In Deutschland, auf dem gegenwärtigen Niveau sozialer Sicherung und Vorsorge.)

  4. Inzwischen gibt es berufsbegleitende Studiengänge mit dem fachlichen Schwerpunkt IT-Sicherheit. Ein Beispiel wäre der Online-Studiengang B.Sc. IT-Sicherheit der TH Lübeck. Da 20% Präsenzanteil vorgesehen ist, ist das natürlich eher was für Leute, die in Norddeutschland leben. Aber auch in anderen Regionen Deutschlands gibt es inhaltlich ähnliche Studienangebote.

     

    Ein Alter von Anfang 30 sollte für einen Wechsel vom Sozial- in den IT-Bereich jedenfalls noch kein Hindernis sein.

  5. vor 55 Minuten, M.knoed schrieb:

    Leider geben sie das Modulhandbuch aber erst nach Aufnahme des Studiums heraus, was für mich absolut nicht nachvollziehbar ist.

    Das finde ich nicht transparent. Andere Anbieter stellen Ihr Modulhandbuch online, z.B. die private IUBH oder auch die staatliche HS Albstadt-Sigmaringen.

  6. Eine Sache wundert mich noch: Du schreibst, dass Du für einen Master Verteilte und Mobile Anwendungen eingeschrieben bist, aber eigentlich interessiert Dich IT-Management. Wäre es dann nicht eine Option, einen Master mit eben diesem Schwerpunkt zu studieren?

     

    Die IUBH bietet z.B. einen Master IT-Management. (Den gibt es übrigens auch in einer Variante mit 60 ECTS.) Es gibt noch einige weitere Optionen mit diesem Schwerpunkt.

  7. Zitat

    Insgesamt warst du ja sehr lesefreudig im Urlaub 👍.

    Im Fernstudium blieb mir leider kaum Zeit, auch mal etwas fiktionales zu lesen. Es hat mich auch kaum gestört, weil ich nicht mal dazu kam, das zu vermissen. Jetzt merke ich langsam, dass doch etwas gefehlt hat. Ich habe in den letzten drei Jahren immer wieder mal ein Buch "für später" gekauft. Da hat sich inzwischen ganz schön was angesammelt, was ich nun nach und nach entdecken kann.

  8. Zu "Brave New World" würde ja eigentlich auch gut "Fahrenheit 451" und "1984" passen. Ich finde dystopische Gesellschaftsentwürfe spannend, weil sie - wie du schon sagtest - zum Nachdenken über Gesellschaft anregen.

     

    Im Urlaub gelesen:

    - "Mein Fall" von Josef Haslinger: Der Autor berichtet über seine Missbrauchserfahrungen in einem katholischen Internat. Besonders interessant ist, wie sich seine Einordnung im Laufe der Jahrzehnte immer wieder ändert. Insbesondere die Hemmung, auszupacken. Nicht mal aus Scham sondern eher aus einer Art "Fürsorge" für die Täter.

    - "Heimat" von Nora Krug: Die Autorin ist in den 80ern in Deutschland aufgewachsen, als Erwachsene nach New York ausgewandert und hat dort einen Juden geheiratet. Es geht um ihr kompliziertes Verhältnis zu ihrer Heimat, das geprägt ist durch das Thema der Schuld an der Judenverfolgung. Das wird für sie Anlass, ihrer eigenen Familiengeschichte in der Nazi-Zeit und den Kriegsjahren nachzugehen. Spannend ist hier, wie sich unterschiedliche Versionen der gleichen Familiengeschichten im Lichte neuer Aussagen von Zeitzeugen und neuer Quellen entfalten. Das ganze ist als Bilderbuch gestaltet, mit vielen Zeichnungen, eingeklebten Photos, Zeitungsausschnitten, Dokumenten. Es ist nicht nur eine gute Geschichte. Auch visuell gibt es einiges zu entdecken.

    - "Pirouetten" von Tillie Walden: Autobiographische Graphic Novel. Die Autorin hat als Schülerin in den USA recht ambitioniert Eislaufen betrieben, nahm an Wettkämpfen teil. Der Sport gab ihr Sicherheit und Struktur, aber sie erlebte ihn auch schon früh als Druck, von dem sie sich befreien wollte. Zweiter Erzählfaden ist ihr Coming-out. Das ist mit der Eislaufgeschichte verwoben, weil man sich im Leistungssport keine Blöße gibt.

    - "This One Summer" von Jilian und Mariko Tamaki: Eine Coming of Age Geschichte. Spielt in den USA in einem Ferienort am See. Für mich weniger wegen der Geschichte interessant sondern vor allem wegen der graphischen Darstellung des Ferienortes und der Ferienstimmung. Passte gut zu meinem eigenen Urlaub.

  9. Ich würde empfehlen, dem Thema Mietvertrag einige Aufmerksamkeit zu widmen. Also nicht Standardvordruck vom Kiosk, im schlimmsten Fall mit handschriftlichen Ergänzungen. So hat es meine Mutter gemacht, obwohl ich mit Engelszungen auf sie eingeredet und ihr das Versprechen abgerungen habe, sich vernünftig beraten zu lassen. Das hat sie damals viel Geld und noch mehr Nerven gekostet. Zumindest beim ersten Mal würde ich einen Fachmann drüberschauen lassen.

  10. Hausarbeiten im ersten Semester sind in vielen Studiengängen normal.

     

    Prinzipiell gehört es zur Studierfähigkeit, eine eigenständige Recherche zu einem gegebenen Thema durchzuführen und deren Ergebnisse in angemessener Form schriftlich zu präsentieren. Darum gehört in vielen Bundesländern die Anfertigung einer Facharbeit zur Oberstufe. In manchen Bundesländern ist sie auch unerlässlich für die Abiturzulassung.

     

    Ich finde es positiv, dass die Hochschule Deiner Freundin schon im ersten Semester die Möglichkeit gibt, sich im wissenschaftlichen Arbeiten zu üben und Feedback dafür zu erhalten. Die an die Arbeit angelegten Maßstäbe werden im ersten Semester i.d.R. wohlwollender sein als in späteren Phasen des Studiums.

  11. Ja, solche Plattformen finde ich mittlerweile auch interessant. Für mich als Informatiker z.B. weil es dort Angebote für Sprachen und Frameworks gibt, die noch längst nicht in die Lehrpläne der Hochschulen vorgedrungen sind. In meinem Job programmiere ich z.B. aktuell in Go. Für den Einstieg in die Sprache habe ich einen Online-Kurs genutzt. Den habe ich gar nicht zu Ende gemacht, denn sobald ich produktiv wurde, konnte ich an den Problemen weiterlernen. Aber der Kurs war trotzdem sein Geld wert. Go hat ein paar eigenwillige Sprachkonzepte und es hat meine Einarbeitung sehr beschleunigt, bestimmte "Ecken und Kanten" einmal explizit erklärt zu bekommen.

     

    Außerdem sind solche Angebote vergleichsweise günstig. Das ist oft eine gute Möglichkeit, punktgenau Wissen nachzutanken. Und da hat roth natürlich einen Punkt: Wer ein Hochschulstudium absolviert hat, sollte das Mindset und die Arbeitstechnik haben, z.B. solche Möglichkeiten zu finden und auch effektiv zu nutzen.

  12. Hier war ja nicht die Rede davon, seinem Chef mit irgendwelchen Ansprüchen zu kommen, sondern bestimmtes Fachwissen in Form eines Modulstudiums gezielt nachzurüsten. Natürlich kann man sich in alle möglichen Themen selbst einlesen. Ich denke, dass es trotzdem Vorteile hat, wenn man sich die Zeit nehmen kann, einem strukturierten Curriculum zu folgen. Und finde es prinzipiell gut, wenn es Möglichkeiten zur Weiterbildung auf Hochschulniveau gibt.

     

    Ich arbeite ja aktuell in einem wissenschaftlichen Umfeld, d.h. meine Kollegen und Vorgesetzten sind Leute, die forschen und publizieren. Das ist nun eigentlich das, was ich mir unter einem Akademiker vorstelle. Und mein Eindruck ist, dass diese Leute durchaus Wertschätzung für die Fachlichkeit haben, die man durch ein strukturiertes Ausbildungsprogramm erwerben kann. Die Vorstellung, sich künftig alles selbst beibringen zu müssen, weil man sonst kein richtiger Akademiker sei, ist mir dort jedenfalls noch nicht begegnet.

     

    Auch erlebe ich meine Kollegen nicht als Menschen, die Probleme alleine lösen. Es gibt ein hohes Maß an fachlichem und überfachlichem Austausch. Ich sehe eine hohe Bereitschaft, den Rat von Leuten zu suchen, die etwas besser wissen oder können als man selbst. Und das sind nicht immer nur Akademiker.

  13. An der britischen Open University gibt es schon lange das sogenannte Open Degree, also die Möglichkeit, sich seinen Bachelor frei aus Modulen unterschiedlichster Fachbereiche zusammen zu bauen. Wenn ich mich recht erinnere, gab es das sogar bevor die Uni sogenannte Named Degrees eingeführt hat. Ob das auch beim Master üblich war, weiß ich nicht.

     

    Allerdings haben Module an der OU typischerweise einen Workload von 30 (manchmal auch nur 15) ECTS, d.h. mit der Wahl eines Modules legt man sich inhaltlich für ein ganzes oder zumindest für ein halbes Semster fest. Das schränkt die auf den ersten Blick grenzenlose Freiheit dann doch wieder ein. 

     

    In den 2000er Jahren fand ich dieses Konzept eines Open Degrees aus deutscher Perspektive verblüffend aber auch durchaus reizvoll. Getraut habe ich mich dann aber doch nicht, weil ich mich gefragt habe, wie ich einem deutschen Arbeitgeber erklären soll, was ich eigentlich studiert habe. So ist es damals dann doch ein Named Degree geworden.

     

    Gelegentlich denke ich mal daran, dass so ein Open Degree ein schönes Projekt für die Zeit nach meinem Erwerbsleben wäre. Leider sind die Studiengebühren in England dermaßen gestiegen, dass ich nicht hoffen darf, mir das als Rentner nochmal leisten zu können.

  14. An meiner Hochschule war es z.B. so, dass der Matheanteil für die Wirtschaftsinformatiker geringer war als für die Medieninformatiker. Die Anforderungen in Mathematik können sich von Hochschule zu Hochschule und von Studiengang zu Studiengang erheblich unterscheiden. Da kann eventuell ein Blick ins Modulhandbuch oder in die Skripte lohnen.

     

    Prinzipiell finde ich Deine Idee, die Sache "gestaffelt" anzugehen, nachvollziehbar. Als ich mich für mein Studium bei Springer Campus entschieden habe, gab es Hochschulzertifikate, die man neben dem Studium beim Bestehen bestimmter Modulkombinationen erwarb. Für mich bedeutete das eine gewisse Sicherheit, nicht "mit leeren Händen" gehen zu müssen, falls es für ein ganzes Studium nicht reichen sollte. Zum Beispiel hätte es ja durchaus sein können, dass mir der Wiedereinstieg in die Mathematik nicht gelingt. Oder meine familiäre Situation hätte sich ändern können. Darum fand ich es gut, dass es "Etappenziele" gab.

     

    Die Studiengänge von Springer Campus (Web- und Medieninformatik sowie Wirtschaftsinformatik) wurden imzwischen von der SRH Riedlingen übernommen. Insofern weiß ich leider nicht, ob es dieses Konzept mit den Zertifikaten so noch gibt.

     

    Ich fände es jedenfalls gut, wenn es mehr solche gestaffelten Angebote gäbe.

  15. vor 14 Stunden, andre w schrieb:

    Beim Bachelor werde ich Probleme mit Mathe bekommen, das habe ich vor 20 Jahren das letzte Mal gehabt und genutzt. Die Fächer bei dem IT Betriebswirt von der IUBH sahen ganz gut aus.

     

    Das hatte ich damals auch befürchtet. Mein Abi war 22 Jahre her und mein Job hatte rein gar nichts mit Mathe zu tun. Mathe hat auch mehr Arbeit gemacht als andere Module. Es ging aber dann doch ganz gut.

  16. vor 8 Stunden, andre w schrieb:

    [...] Gerade deshalb dachte es gibt so einen fancy virtuellen Campus, wo man "sich" trifft bzw. gemeinsam lernt in virtuellen Umgebungen.[...]

    Die Foren waren ja da, aber anscheinend hatten die Studierenden wenig Lust, sie zu nutzen.

     

    Zitat

    Dachte da sind wir 20 Jahre weiter mit Skype, Zoom, Discord etc. pp.

    Tja, so unterschiedlich kann man das sehen. Technisch gesehen ist das natürlich ein Fortschritt, dass man Videos streamen kann, dass nicht nur Broadcasts sondern auch Direktverbindungen möglich sind, auch peer to peer. Eine andere Frage ist, was das für's Lernen bringt. Meine Erfahrung ist: Mir persönlich bringt's wenig, meistens fühle ich mich eher ausgebremst.

  17. Ich habe bei Springer Campus Web- und Medieninformatik studiert. Deren Lernplattform hatte auch Foren und auch dort war nie etwas los. Im Laufe des Studiums habe ich dann bei Präsenz- oder Prüfungstagen andere Studierende kennengelernt. Und so gemerkt, dass es durchaus Austausch untereinander gab. Aber das organisierten sich die Leute lieber selbst, z.B. per WhatsApp oder auch klassisch per E-Mail. Also mit Medien und Diensten, die sie ohnehin verwendeten.

  18. Ich habe Informatik an einer FH studiert, war berufstätig und hatte Kinder, aber die waren schon nicht mehr klein und ich war auch nicht alleinerziehend.

     

    Damals habe ich mich für eine Hochschule entschieden, bei der ich den Workload flexibel steuern konnte, weil für alle Module regelmäßig Prüfungstermine angeboten wurden. (Etwa alle 8 Wochen.) Das ist für die Hochschulen natürlich ein gewisser organisatorischer Aufwand, weshalb diese Nische vorwiegend von privaten Anbietern zu entsprechenden Kosten besetzt wird. Mit einem festen Semestertakt wäre ich als berufstätiger Single vermutlich noch ganz gut zurechtgekommen, aber wahrscheinlich  nicht mehr mit Familie. Die Gewissheit, einen Klausurtermin 8 Wochen schieben oder einen Rückstand zeitnah wieder einholen zu können, war auch "psychologisch" wichtig: Um nicht die Nerven zu verlieren, um Studienmotivation aufrecht zu erhalten, um das Projekt Studium auch in einem akzeptablen Zeitrahmen abschließen zu können.

     

    Hohe Gebühren sind ein Ärgernis, aber sie relativieren sich, wenn man Beruf und Studium gut vereinbaren kann. Denn wenn die Vereinbarkeit schlecht ist, muss man eventuell seine Arbeitszeit stärker reduzieren, was zu Einnahmeausfällen führt, die sich leicht zur Größenordnung von Studiengebühren summieren können. Oder das Studium zieht sich in die Länge, was die Gefahr eines Abbruchs erhöht.

     

    Daher halte ich es für wichtig, dass Du realistisch abschätzt, ob die Organisationsform Deines Fernstudiums zu Deiner Lebenssituation und Deiner Belastbarkeit passt. Dabei immer bedenken: Ein (Fern-)Studium ist ein Langstreckenlauf. Was man selbst und die Familie für ein paar Monate aushält, geht nicht unbedingt über 3 bis 5 Jahre, zumal der Aufwand gegen Ende mit der Abschlussarbeit noch steigen kann.

     

    Freilich ist noch eine ganz andere Frage, was ein rechtswissenschaftlicher Abschluss einer FH im Vergleich zu dem einer Uni auf dem Arbeitsmarkt wert ist. Ermöglicht der Abschluss Dir auch das angestrebte Fortkommen? Hier würde ich mich generell nicht an den Prospekten der Anbieter orientieren sondern mich eher im angestrebten beruflichen Umfeld umhören, wie das gesehen wird. Ich hatte ein abgeschlossenes Erststudium an einer Uni und habe mich damals ganz bewusst dafür entschieden, Informatik lieber an einer FH zu studieren. Rückblickend bin ich auch zufrieden damit. Aber ob das in Deinem Feld vielversprechend ist, solltest du vorher gut abklären.

     

    Manche Studienzentren der FU Hagen haben eine Auswahl Skripte vorrätig, die man vor Ort einsehen kann. Das kann man telefonisch klären. Bei der Gelegenheit kann man schon mal einen Eindruck davon gewinnen, was neben dem Lernen an Aufwand für An- und Abreise zu Prüfungen oder Präsenzen hinzukommt (Anbindung an Öffis, Parksituation und so weiter).

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