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Gedankenspiele und Zukunftsszenarien

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Higgins

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In den letzten Tagen habe ich viele Überlegungen darüber angestellt, wie es nun beruflich und auch mit dem Fernstudium weitergehen soll.


Und zu einer Entscheidung bin ich schon mal gekommen: Ich werde das Studienfach nicht wechseln. Im besten Fall bekäme ich die Hälfte der Module angerechnet, was aber immer noch genug Module für die nächsten (mindestens) zwei Jahre bedeutet. Das wäre fast so, als würde ich von nochmal von vorne anfangen, ohne sicher sein zu können, dass diese Entscheidung irgendeinen beruflichen Nutzen hat. Mit dem Fach Pflegemanagement weiß ich das zwar auch nicht wirklich, aber es passt besser zu dem was ich später (eventuell) vorhabe und in meinen Lebenslauf.Außerdem bin ich schon fast am Ende des Studiums angelangt, das Ziel mit nur 5 Klausuren und zwei Hausarbeiten greifbar nahe, da macht ein später Wechsel einfach keinen Sinn mehr.


Daneben bin ich verschiedene Szenarien meiner möglichen beruflichen Zukunft durchgegangen und habe mich gefragt, was davon am ansprechendsten ist:


Möglichkeit 1:


Ich suche mir einen Job mit dem man ein bisschen Geld verdienen kann (höchstens 30-50%) bspw. in einer Arztpraxis, in der Dialyse oder einer anderen Funktionsabteilung, eben  überalll wo es keine direkte Pflege gibt. Daneben mache ich eine fachfremde Umschulung, sofern die vom Arbeitsamt getragen wird, z.B. Verwaltungsfachangestellte, Fachkraft für Postdienstleistungen oder Rechtsanwaltsfachangestellte.


Beurteilung: Eher skeptisch, weil ich damit beruflich wieder bei null anfange und alles andere umsonst gewesen wäre, v.a. das Studium, in das ich mich so reingehängt habe und für das so viel Geld draufgegangen ist.


Möglichkeit 2:


Möglichkeit 1 mit dem Unterschied, dass ich eine Umschulung in meinem Bereich mache, also im Gesundheitswesen. Das könnten z.B. Kauffraum im Gesundheitswesen, Sozialversicherungsfachangestellte oder medizinische Fachangestellte sein. Geht aber finanziell auch nur, wenn das Arbeitsamt mitmacht, sonst können wir uns das nicht leisten (eine Umschulung als Kauffraum im Gesundheitswesen kostet hier als Selbstzahler 17000 Euro).


Beurteilung: Damit bleibe ich in einem Bereich, wo ich mich eigentlich ganz wohl fühle, wo ich schon Vorkenntnisse und wenigstens zum Teil nutzbare Qualifikationen mitbringe. Außerdem haben diese Berufe einen großen Verwaltungsanteil, was meinen Interessen entgegenkommt.Trotzdem fange ich auch hier irgendwie wieder von ganz unten an.


Möglichkeit drei:


Ich suche mir wie bei Möglichkeit 1 einen enstprechenden Job, fange aber nebebei das Sozialarbeitsstudium an, von dem ich schon so lange träume.


Beurteilung: Mein absoluter Favorit denn: 1. kann ich damit im Gesundheits-bzw. Sozialwesen bleiben, 2. möchte ich evtl. mal Richtung Krankenhaussozialarbeit gehen, wofür sowohl meine bisherigen Qualis als auch das PM-Studium nützlich sind, 3. gibt es auch hier einen großen, von mir bevorzugten Verwaltungsanteil und 4. lassen sich ein Studium Pflegemanagement & Sozialarbeit wunderbar in einem weiteren Arbeitsgebiet, nämlich der Pflegeberatung, kombinieren.


Ja, das wären so meine Gedanken dazu...


LG Higgins


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Ganz blöde Frage: Was spricht gegen eine zweite, reguläre Berufsausbildung? Warum bist Du darauf angewiesen, dass das A-Amt dazwischen ist bzw. es sich um eine Umschulung handelt? Und wieso muss man 17.000 € für eine Ausbildung zahlen? Ist der "Kaufmann im Gesundheitswesen" eine Privatveranstaltung?

Ich habe von Deinem Berufsbereich ja null Ahnung, daher frage ich mal so naiv nach. :blushing:

In puncto zweite Berufsausbildung spreche ich aus eigener "Erfahrung": Mein erster Beruf ist Buchhändlerin und ich habe nach ca. 10 Jahren eine "normale", zweite Berufsausbildung zur Bibliotheksassistentin gemacht. Ohne A-Amt oder Umschulung.

Was hat Dich dazu bewogen eine fachfremde Umschulung ins Auge zu fassen?

Die Idee ein zweites, ergänzendes Studium zu machen, klingt ganz gut - Allerdings klingt das auch bleibender Mehrbelastung. :(

Trotzdem: Hauptsache Du hast Ideen und suchst/eröffnest Dir Optionen & Perspektiven.

Finde ich super. :)

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Naja, mich mit 42 auf eine reguläre Ausbildung zu bewerben käme mir irgendwie komisch vor. Auch auf einen zukünftigen Ausbilder könnte das unter Umständen etwas lächerlich wirken, ganz zu Schweigen davon, dass ich dann mit 16/17-jährigen Schulabgängern konkurriere bzw. mit diesen in einer Klasse hocken würde :blushing:. Außerdem habe ich einen Mann der im Schichtdienst arbeitet und ein kleines Kind, da ist eine normale Ausbildung in Vollzeit undenkbar. Im Gegensatz dazu dauert eine Umschulung kürzer und kann in Teilzeit absolviert werden. Möglicherweise auf die ARGE angewiesen zu sein schmeckt mir auch nicht, aber die meisten Umschulungen hier werden von privaten  Bildungszentren angeboten, die mit dem Arbeitsamt kooperieren. Für Selbstzahler kostet das leider ein Vermögen.


Auf eine fachfremde Umschulung bin ich gekommen, weil ich überlegt habe was an Berufen außerhalb des Gesundheitswesens sonst noch interessant wäre. Immerhin bin ich in einer Situation, in der ich (fast) alles machen könnte, auch verschüttete Jugendträume verwirklichen. Es gab mal eine Zeit, da wollte ich zur Polizei gehen und Kriminalistik studieren, Briefträger werden und Ernährungsberaterin sein. Aber für manche Dinge ist es halt zu spät, deshalb die Überlegung was -wenn überhaupt fachfremd- in Frage käme.


LG Higgins

 

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Hey, das hört sich alles sehr interessant an! :thumbup:

Wenn du nicht mehr schulpflichtig bist, musst du auch nicht in die Berufsschule. Das ist dann eine freiwillige Veranstaltung. Unsere Azubis sind alles Studienabbrecher und besuchen keine Berufsschule. Etwas aufwändiger ist dann die Prüfungsvorbereitung, weil man das selber organisieren muss. Aber das ist sicherlich nichts, was einem gewieften Fernstudenten schwer fällt.

Und es kann für einen ausbildenden Betrieb auch sehr angenehm sein einen Azubi mit Berufserfahrung zu haben. Noch dazu zu einem günstigen Azubilohn.

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Keine Berufsschulpflicht? Das klingt aber kontraproduktiv bzw. abenteuerlich, da man ja die theoretischen Grundlagen zur Praxis benötigt. 

Während meiner beiden Berufsausbildungen waren wir mit einigen Umschülern zus. in der Berufsschule bzw. ggf. auch im Betrieb.

Bei meiner zweiten Ausbildung war ich knapp 32 Jahre (und ich war nicht die Älteste) und musste zu Lehrgängen (mehrmals im Jahr über ca. 6 Wochen), die mit "Berufsschule" vergleichbar sind - allerdings war ich im Öffentl. Dienst und für die Dauer der Ausbildung verbeamtet - vielleicht spielte das ja eine Rolle. :blink:

Das ist jetzt 15 Jahre her und verbeamtet wird während der Ausbildung nicht mehr.

Aber Ihr werdet schon wissen, wie das so läuft bzw. laufen kann. :blushing:

 

Deine Auswahl an verschiedenartigen Berufen ist auf jeden Fall interessant & abwechselungsreich.

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Higgins, ich sehe bei den Optionen 1&2 vor allem das Problem Beteiligung durchs Arbeitsamt. Als Pflegekraft hast Du keinen Beruf, in dem man keine Aussicht auf einen neuen Job hat nach einer Kündigung. Und somit ist die Chance von denen eine Umschulung oder ähnliches zu bekommen gleich Null, es sei denn Du könntest aus gesundheitlichen Gründen Deinen Job nicht mehr machen. Aber dann ist nicht das Arbeitsamt zuständig, sondern die Rentenversicherung.

 

Daher ist meines Erachtens nach nur Option 3 realistisch. Und da könntest Du Dir mal an der Apollon den Studiengang Sozialmanagement anschauen, da kannst Du Dir wahrscheinlich einige Module aus dem PM-Studium anrechnen lassen und dadurch einiges an Zeit sparen. Und der hat unter anderem ja die Zielgruppe klinische Sozialarbeit. 

Das ist meine Option 2 nach dem PM-Studium, ich schwanke zwischen Master machen, oder eben dieses Sozialmanagement-Fernstudium.

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Higgins

Geschrieben (bearbeitet)

@Stolluba: Deine Argumente sind zwar nicht von der Hand zu weisen, aber gesundheitlich bin ich inzwischen so angeschlagen, dass eine Umschulung durchaus im Bereich des Möglichen liegen könnte. Allerdings bin ich ehrlich gesagt nicht wirklich scharf auf eine Umschulung und würde viel lieber zum zweiten Mal studieren. "Fernstudieren" liegt mir, ich mach das gerne und um meinen Traum zu verwirklichen ist ein Sozialarbeitsstudium einfach die beste Wahl. Sollte das aus welchen Gründen auch immer nicht funktionieren (man weiß ja nie...) liebäugle ich noch mit Psychologie an der PFH.


Sozialmanagement an der Apollon habe ich mir angesehen, allerdings ist mir der Studiengang (wie übrigens die meisten an der Apollon, auch Psychologie) viel zu wirtschafts- und BWL-lastig. Das hatte ich in PM leider schon zur Genüge.... Außerdem ist der Studiengang wieder auf Führungspositionen ausgelegt, etwas das völlig an meinen Interessen vorbeigeht. Aber trotzdem danke für den Vorschlag :), man muss ja auch über den eigenen Tellerrand schauen können.


LG Higgins

 

bearbeitet von Higgins

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Da Du ja glaube ich auch in meinem Block immer mal wieder mit liest, weißt Du vermutlich, dass ich aktuell ja auch wegen gesundheitlicher Probleme mal mehr und mal weniger arbeite bzw. arbeiten kann. Ich habe diesbezüglich natürlich auch mit der Rentenversicherung gesprochen, und da war leider die Aussage, dass es heute kaum noch möglich ist aus dem Pflegebereich raus zu kommen... am ehesten würde man so Sachen wie WBL oder PDL bezahlt bekommen, oder irgendwas in Richtung Alltagsbetreuung.

Das war mit ein Grund, warum ich mich fürs Studium entschieden habe, lieber nehme ich das selber in die Hand, als zu warten bis ich krank genug bin, dass die endlich was machen!

 

Ich würde beim Sozialmanagement knapp die Hälfte der Module angerechnet bekommen und damit auch knapp die Hälfte an Zeit sparen... Andererseits würde ich eben eigentlich gern einen Master machen... ich muss mal sehen wohin es mich dann zieht wenn ich fertig bin. Die Master im Pflegebereich sind mir auch alle zu sehr auf Management ausgerichtet.

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Inwiefern spielen bei den betrachteten Möglichkeiten deine persönlichen Umstände eine Rolle? Was sagt dein Mann dazu? Was sind die Einschränkungen (Zeit? Geld? Sonstiges?) die sich daraus für euch als Familie ergeben? Wie sind nach einem zusätzlichen Studium die Chancen eine Stelle in deiner Region zu finden? Lohnt sich ggf. eine Beratung/ein Coaching (nicht beim AA) für diese Entscheidung?  (Ich frag einfach mal nach, du musst natürlich nicht antworten!)

 

Ich bin ja prinzipiell auch ein Freund von Träume verwirklichen. Deswegen mache ich ein Fernstudium. Deswegen hat mein Gatte hat auch mit 29 eine zweite Ausbildung angefangen und macht aktuell mit 34 seinen Techniker in Vollzeit. Aber wenn er danach nochmal mit irgendwas kommen würde das a) viel Zeit und Geld kostet und b ) dazu führt, dass er _wieder_ nicht voll verdient ... warscheinlich (oder sehr sicher) würde ich ausflippen *seufz*  Es harmoniert einfach nicht mit den restlichen Plänen, die wir (eigentlich) gemeinsam haben.

 

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vor 20 Stunden, Stolluba sagte:

Ich habe diesbezüglich natürlich auch mit der Rentenversicherung gesprochen, und da war leider die Aussage, dass es heute kaum noch möglich ist aus dem Pflegebereich raus zu kommen...

 

Ich hatte ja keine Ahnung...:blink: Sieht so aus, als könnte man sich damit jeden Umschulungsgedanken abschminken :(.


@Esme: Natürlich habe ich meine persönlichen Lebensumstände mit berücksichtigt:


Zeit: Unsere Tochter ist unter der Woche bis halb zwei im Kindergarten, es bleibt also genug Zeit zum Lernen. Auch mein Mann ist vormittags oft nicht da.


Geld: Mit einer 50% Stelle meinerseits und dem Gehalt meines Mannes plus Kindergeld kämen wir sehr gut über die Runden, trotz Studienkosten von 200 Euro im Monat. Auf der hohen Kante haben wir auch noch ein bisschen.


Zukunftpläne als Ehepaar: Haben wir jetzt nicht wirklich bzw. keine speziellen die einander entgegenstehen. Kinder wollen wir beide keine mehr.


Arbeitsmarkt: Sieht hier für Sozialarbeiter ganz gut aus, d.h. ich schaue immer wieder was für Stellen angeboten werden und ob die mit meinen Interessen kompatibel sind. Da gäbe es genug.

 
Meinung meines Mannes: Wenn ich danach gehen würde hätte ich gar keine Weiterbildung gemacht und auch kein Studium ;). Er ist gegen fast alles in der Richtung, unterstützt mich aber trotzdem (Gott sei dank). Das einzige womit er sich anfreunden kann ist eine Umschulung: dauert nicht lange, kostet nichts wenn die RV einspringt, man bekommt seiner Meinung nach eher einen Arbeitsplatz und kann in Teilzeit absolviert werden, ist also mit Familienleben vereinbar. Aber wie wir schon gelesen haben ist das so gut wie ausgeschlossen.


Beratung/Coaching: gibts hier nur vom AA und eigentlich weiß ich ja inzwischen, was und wohin ich möchte...

 

LG Higgins

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      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
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      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!