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Über diesen Blog

 
Mein Weg von einer schlechten Hauptschülerin zu einer (hoffentlich) guten B.A.-Absolventin…

Bildungstechnische Voraussetzungen:
 
  • Quali aus purer Bequemlichkeit gerade so bestanden
  • Ausbildung als Krankenschwester
  • Weiterbildung als Fachkrankenschwester Anästhesie & Intensivpflege
 
Geplanter Abschluss:
B.A. Pflegemanagement an der  Hamburger Fernhochschule
 
Bachelor Pflegemanagement: Module
 
1.Semester HS 2012
Gesundheitsökonomie und Gesundheitssysteme: Klausur
Grundlagen der Organisationspsychologie: Komplexe Übung
Management in Organisationen: Klausur
Pflegewissenschaftliche Grundlagen: Klausur
Wissenschaftliches Arbeiten
 
2.Semester FS 2013
Betriebswirtschaftliche Grundlagen: Klausur
Pflege im Prozess: Klausur
Arbeitsgestaltung in der Pflege: Hausarbeit
Management der eigenen Person: Komplexe Übung
Wissenschaftliches Arbeiten
 
3.Semester HS 2013
Betriebliches Rechnungswesen: Klausur
Management von Projekten: Klausur
Pflegewissenschaft und Transfer: Klausur
Gesundheit und Gesellschaft: Hausarbeit
Wissenschaftliches Arbeiten
 
4.Semester FS 2014
Einführung in die Pflegeforschung: Klausur
Finanzieung und Steuerung: Klausur
Herausforderungen für die Pflege: Komplexe Übung
Management von Gruppen: Komplexe Übung
Wissenschaftliches Arbeiten

Notendurchschnitt Grundstudium: 2,1
 
5.Semester HS 2014
Management von Qualität im Gesundheitswesen: Klausur
Management von Personal: Klausur
Recht in Organisationen: Klausur

Case Management und Integrierte Versorgung: Hausarbeit
Wissenschaftliches Arbeiten
 
6.Semester FS 2015
Nursing Leadership: Klausur
Beratung, Anleitung & Schulung: Komplexe Übung
Sozialrecht in der Pflege: Klausur
Studienschwerpunkt Ambulante Dienste: Klausur
Wissenschaftliches Arbeiten
 
7.Semester HS 2015
Wissenschafliches Arbeiten: Komplexe Übung
Studienschwerpunkt Stationäre Krankenversorgung: Hausarbeit
Bachelor Thesis
 
Hauptpraktikum: 13 / 20 Wochen anerkannt / Praktikumsbericht

Einträge in diesem Blog

Higgins

Allgemeines Recht: durchgefallen

Schon als ich die Prüfungsfragen gelesen habe war mir klar, dass es dieses Mal wohl kein gutes Ende nehmen würde und ich - wenn überhaupt - nur sehr knapp bestehe.

 

Tja, und so war es dann auch: 45 Punkte - 5 Punkte haben gefehlt.

 

Das ist die erste Klausur in 4 Jahren, die wirklich extrem mies gelaufen ist.

 

Aber ich habs mir auch selber zuzuschreiben. Erstmal habe ich ziemlich spät angefangen und dann auch wirklich nur das allernotwendigste gemacht. Obwohl ich wusste dass die Klausur schwer ist, bin ich nicht zu den Präsenzen gefahren. Ich habe nicht geübt, nicht richtig gelernt und ständig waren andere Dinge wichtiger.

 

Verwunderlich, dass es da überhaupt 45 Punkte geworden sind...

 

Nun ja, Shit happens, man soll ja aus seinen Fehlern lernen. Im Dezember muss ich nochmal ran.

 

LG Higgins

 

Higgins

Mich hats ja heute Morgen fast vom Stuhl gehauen:

 

Laut Vorabmeldung habe ich Sozialrecht mit einer 1,7 bestanden :D...

 

Das hätte ich nie und nimmer gedacht. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass die Klausur (entgegen meiner Befürchtungen) nicht besonders schwer war.

 

Das bedeutet wieder einen Schritt Richtung Endspurt und eine große Last von meinen Schultern. Coole Sache  :thumbup:

 

Jetzt hoffe ich, dass es im allgemeinen Recht genauso läuft.

 

LG Higgins

Higgins

Umsonst studiert?

Eine heikle Frage der ich mich gerade stellen muss, nicht nur weil die Luft aus dem Studium mehr als raus ist und ich mich kaum noch motivieren kann, sondern auch weil ich überhaupt nicht weiß was ich nach dem Abschluss damit anfangen soll.

 

Eigentlich war das ursprüngliche Ziel das ich mit dem Studium verfolgt habe ganz allgemein aus meinem Job rauszukommen und ganz konkret in Richtung Pflegeberatung zu gehen. Nachdem ich dann im 6. Semester das Praktikum im Pflegestützpunkt gemacht habe war schnell klar, dass sich das wohl nicht so umsetzen lassen wird. Zum einen weil die Stellen in dem Bereich begrenzt sind und zum anderen, weil besagte begrenzte Stellen vorzugsweise mit Sozialarbeitern besetzt werden. Damit waren meine Vorstellungen von einem Jobwechsel erstmal hinfällig. In den letzten Jahren hat es hier in der Gegend gerade mal eine Stellenanzeige in dem Bereich gegeben. Tja, klug ist, wer sich vorher informiert...

 

Ich habe mir ja dann in verschiedenen Blogbeiträgen Gedanken um mögliche Alternativen gemacht und bin ehrlich gesagt nicht sehr weit gekommen. Mehrmals habe ich zwar gesagt, dass ich mir durchaus Leitungspositionen vorstellen könnte (weil es da einfach die meisten Stellen gibt für Pflegemanager), aber wenn ich ganz ehrlich bin sträubt sich alles in mir dagegen. Was dann noch übrig bleibt mit einem PM-Studium sind Stellen im Qualitätsmanagement oder beim MDK, was ich auch nicht so prickelnd finde und eher einer Verlegenheitslösung gleichkäme. Abgesehen davon sind auch hier die Stellen sehr begrenzt.

 

Klar, ich möchte nach dem Abschluss Soziale Arbeit studieren und kann das PM-Studium dann in diesem Rahmen sehr gut verwerten. Aber bis ich dahin komme dauert es auch nochmal vier bis fünf Jahre, wenn alles glatt geht. Und was mache ich in der Zwischenzeit mit dem Abschluss? Weiter auf der Intensiv arbeiten? Alleine bei der Vorstellung graut es mich.

 

Ab Juli fange ich wieder an zu arbeiten, mein Vertrag ist befristet auf ein Jahr. Spätestens in sechs Monaten muss ich also wissen, was ich möchte und wohin ich möchte. Das Problem ist nur, mir fällt nix ein...

 

LG Higgins

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Higgins

Juristische Methodenlehre

Seit Wochen beschäftige ich mich damit und es treibt mich einfach zur Verzweiflung :thumbdown:. Mal abgesehen davon, dass ich die Subsumtionstechnik unglaublich umständlich und nervig detailverliebt finde, gelingt es mir einfach nicht die ganzen Gesetze auf konkrete Fälle anzuwenden. Alles was dabei rauskommt ist weit entfernt davon, einigermaßen logisch, stringent, übersichtlich und geordnet auszusehen. Wenn ich meine Lösungen mit denen aus den Studienheften vergleiche frage ich mich, was ich falsch mache oder nicht verstehe und warum es mir nicht gelingt, das was ich weiß auf die Fälle anzuwenden. Ich kann noch nicht mal eine grobe Lösungsskizze anfertigen. Dabei habe ich mir schon Videos zum Thema auf youtube angesehen und in den Studienbriefen gibt es auch ein extra Kapitel dazu. Theoretisch weiß ich schon was zu tun ist, nur in der Praxis unter Prüfungsvoraussetzungen gelingt mir das einfach nicht.

 

Lernt man das im Laufe der Zeit? Oder muss man dafür eine natürliche Begabung haben? Gibt es vielleicht irgendwelche empfehlenswerten Bücher, Internetseiten oder Hefte mit (einfachen) Übungsfällen die man kaufen/sich anschauen kann?

 

Für Sozialrecht ist es zwar zu spät, die Prüfung schreibe ich morgen. Aber in 4 Wochen habe ich nochmal eine allgemeine Rechtsprüfung und würde mich freuen dann wenigstens ein bisschen das Gefühl zu haben einigermaßen gut vorbereitet zu sein.

 

Help...

 

LG Higgins

 

Higgins

Zugegeben, der Titel ist zwar etwas provokant gewählt und bei mir spielen sicherlich noch andere Faktoren eine Rolle (z.B. Hashimoto). Aber wenn ich mir die letzten vier Jahre so ansehe ist schon deutlich erkennbar, dass ich seit Beginn des Fernstudiums massiv zugenommen habe. Inzwischen hat die Geschichte leider ein derart gesundheitsschädigendes Ausmaß erreicht, dass ich einfach bald was unternehmen muss wenn ich mich wieder wohlfühlen und langfristig gesund bleiben möchte.

 

Früher war ich jemand, der mit einer Vollzeitstelle in einem körperlich anstrengenden Beruf gearbeitet hat und zusätzlich noch jeden Tag 25 km mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren ist. Auf die Ernährung musste ich dabei kaum achten, konnte ich doch mein Gewicht mit der Masse an Bewegung super einfach halten. Ich habe normal gegessen, Süßigkeiten moderat konsumiert und Fast Food so gut wie nie gekauft.

 

Heute arbeite ich zugunsten des Fernstudiums von 100% nur noch 40%. In meiner Freizeit sitze ich oft stundenlang vor dem PC und fasse Studienbriefe zusammen. Oder ich lerne über Stunden für eine Prüfung. Oder ich schreibe an einer Hausarbeit. Gerade vor den Prüfungsphasen, die oft viele Wochen dauern, überkommt mich dann auch noch zusätzlich das unstillbare Bedürfnis jede Menge Süßkram zu konsumieren. Zwecks Zeitmangel greife ich auch ganz gerne mal auf „schnelle“ Gerichte wie Döner, Pommes, Pizza &Co zurück. Über die Jahre bin ich so immer inaktiver und "verfressener" geworden und dadurch immer schwerer.

 

Es wird also Zeit was zu ändern. Da das Studium noch mindestens ein Jahr dauert kann ich ja wohl schlecht sagen, dass ich erst in einem Jahr anfange :lol: (zumal das nächste Studium schon wartet). Deshalb würde mich mal interessieren, wie es anderen Fernstudenten mit dem Thema geht und welche Lösungen sie für sich gefunden haben (sofern es hier überhaupt welche gibt mit diesem Problem :rolleyes:).

 

Momentan bereite ich mich ja auf Sozialrecht vor und könnte Berge von Süßkram verdrücken, v.a. weil der Prüfungstag immer näher rückt... :ohmy:Sicherlich spielt da auch die Befürchtung durchzufallen eine große Rolle. Ich habe mir überlegt, ob ich wieder mit Radfahren und Schwimmen anfange (obwohl Letzteres bei meinem Übergewicht mehr als peinlich ist). Fitnesscenter ist gar nichts meins, Fitness-DVD`s auch nicht. Vielleicht noch inlinern...

 

LG Higgins


 


 

Higgins

Auch wenn die Note nicht unbedingt zu meinen Besten gehört (was gerade meiner fehlenden Motivation geschuldet ist) so bin ich natürlich trotzdem froh, dem Ziel wieder ein Stückchen näher gekommen zu sein. NLS bedeutet „Nursing Leadership“, d.h. es geht dort um Führungsrollen in der Pflege, neue Führungs-Ansätze, deren Unterschiede und auch um Vernetzung bzw. Netzwerkaufbau innerhalb der Pflege. War ganz interessant, sich damit auseinanderzusetzen.

 

Die nächste Klausur wird Sozialrecht im Mai sein, eine der schwersten im gesamten Studium (zusammen mit Recht in Organisationen, die dann Ende Juni dran ist). Fast nur Fallbeispiele mit viel Text in der Lösung, wenig Zeit zum Schreiben und natürlich tausend Paragraphen die man abrufen muss bzw. man sollte wenigstens wissen, wo man diese in den Gesetzesbüchern findet. Ich bin sehr gespannt, ob ich die Prüfung im ersten Anlauf bestehe.

 

Meine Motivation ist ja momentan auch nicht gerade die Beste, was vor allem daran liegt, dass ich mir mal wieder zu viel aufgehalst habe. So im Nachhinein hätte ich noch ein halbes Jahr mit der Anmeldung für Soziale Arbeit warten sollen, weil ich dafür eigentlich gar keine Zeit aufbringen kann. Sozialrecht und Recht in Organisationen sind so aufwendig, dass ich gar keine Puffer mehr für andere Sachen habe. Das wird auch noch bis Ende Juni so bleiben. Ich habe das massiv unterschätzt. Nun ja, mal sehen, wie ich das alles unter einen Hut bekomme.

 

Dazu kommt noch meine nicht existierende Arbeitssituation und die ganzen Bewerbungen, die nebenbei noch geschrieben werden müssen. Die Arbeitgeber von heute sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Erst anklingen lassen, dass ich übernommen werde und dann plötzlich mit angeblich neuen Bewerbungen auftauchen, die man sich erst noch anschauen wolle. Hallo :confused:? Das nervt mich grade ziemlich, weil ich mit Sicherheit davon ausgegangen bin bald einen Arbeitsvertrag zu bekommen. Und nun muss ich in der letzten Aprilwoche sechs Bewerbungen fürs Arbeitsamt aus dem Ärmel schütteln, weil ich mir dessen aufgrund o.g. Aussage nicht mehr sicher sein kann. Man kann sich da echt auf gar nichts mehr verlassen. Wieder was gelernt. 

 

LG Higgins

 

 

Higgins

Neuer Job in Aussicht...

Nachdem ich diesen Blog in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt habe, möchte ich nun ein paar Dinge auf den neuesten Stand bringen was Beruf und Studium betrifft. Vor allem, weil ich in nächster Zeit vermutlich wenig Zeit haben werde hier zu lesen und zu schreiben.

 

Im März habe ich insgesamt neun Bewerbungen geschrieben. Davon gab es zwei schriftliche Absagen ohne Kontaktaufnahme. Bei drei weiteren, die mich angerufen und Interesse bekundet hatten, stellte sich im Telefongespräch heraus, dass die Arbeitsbedingungen für mich unpassend sind (2x Vollzeit, 1x 450 Euro-Job). Bei vier Einrichtungen ist es zu Vorstellungsgesprächen gekommen. Einer Einrichtung davon habe ich direkt nach der Hospitation abgesagt, weil die Arbeit selbst nichts für mich ist (Behindertenhilfe). Zu einem Vorstellungsgespräch bin ich dann doch nicht hingegangen, weil die Bewerbung eher eine Alibi-Bewerbung fürs Arbeitsamt war und mein Interesse daran gering bis gar nicht ausgeprägt.

 

Das Vorstellungsgespräch als PDL war ein kompletter Reinfall und eine ähnliche Geschichte wie auf meiner letzten Arbeitsstelle, nur dass ich es hier rechtzeitig aufgrund meiner Erfahrung gemerkt habe. Wieder so eine undefinierte, neu geschaffene, in der Praxis nicht durchführbare Stelle (was an der Stellenanzeige selber nicht erkennbar war), in die man bei 50% Stellenumfang ein Dutzend oder mehr Aufgabengebiete reinpacken wollte und gleichzeitig von mir erwartete, das ich als PDL zwei Tage in der Woche! in der Pflege mitarbeite. Neben allem anderen wohlgemerkt. Man suche einen „innovativen“ Mitarbeiter, der die Dinge ganz anders mache als andere, z.B. nachts! in der eigenen Freizeit! auf die Station zu kommen und zu schauen, was die Pflegekräfte so machen :ohmy:. Klar, ich hab ja sonst nichts Besseres zu tun. Oder in der Freizeit auf jeden Fall an Aktionen und Veranstaltungen der Einrichtung teilzunehmen. Bei mir war schon nach der Hälfte des Gesprächs der Ofen aus, allerdings habe ich nichts gesagt und mich nach dem Gespräch nur höflich verabschiedet.

 

Das letzte Vorstellungsgespräch war dann in der Klinik, die hier in der Gegend einen schlechten Ruf hat und die bei mir deswegen als letztes auf der Liste stand. Und ausgerechnet hier hatte ich dann den positivsten Eindruck. Das Gespräch war offen, direkt und ehrlich, mir wurde nichts vorgemacht und auch Probleme nicht verheimlicht. Die Stelle wäre wieder auf einer Intensivstation, diesmal mit 40% Stellenumfang. Und ja, ich weiß dass ich eigentlich nicht mehr in der Pflege arbeiten wollte, aber nach erst 5 Wochen Arbeitslosigkeit habe ich ehrlich gesagt schon die Nase voll. Vom Bewerbungsmarathon, davon dass mir das Arbeitsamt im Nacken sitzt und mir regelmäßig Vermittlungsvorschläge fürs Altenheim oder Zeitarbeitsfirmen schickt. Davon immer das Risiko einer Sperre zu tragen, wenn man die Anforderungen der ARGE nicht erfüllt. Da nehme ich lieber die Stelle auf der ITS, arbeite in einem Bereich in dem ich mich auskenne, verdiene wieder mein eigenes Geld und habe bei 40% genug Zeit für die Studien.

 

Da in den nächsten Wochen wahnsinnig viele Termine geplant sind und mir schon gesagt wurde dass Dienstplan tauschen schwierig werden könnte, habe ich den Zeitpunkt der potenziellen Arbeitsaufnahme auf den 1.Juli gelegt. Mitte April mache ich einen Hospitationstag und danach wird dann Tacheles geredet.Mal sehen obs was wird und ob ich dann die Probezeit bestehe. Ehrlich gesagt, brauche ich dbzgl. unbedingt ein Erfolgserlebnis, weil mich die Geschichte mit der letzten Arbeitsstelle ziemlich demoralisiert hat.

 

Für das HFH-Studium bedeutet das, dass ich möglichst viele Sachen bis Juli erledigen muss, um danach genug Raum für den Arbeitsantritt und für eine von zwei Hausarbeiten zu haben. Dazu gehören mehrere Präsenzen, drei Klausuren und eine Komplexe (praktische) Prüfung im Sinne einer Präsentation:

 

Am 22/23. April zwei Präsenztage für den Studienschwerpunkt

 

Am 29. April einen Präsenztag als Vorbereitung auf die Bachelorarbeit

 

Am 13/14. Mai nochmal zwei Präsenztage für Studienschwerpunkt und Bachelorarbeit

 

Am 20. Mai einen Präsenztag für die Hausarbeit im Studienschwerpunkt

 

Am 28. Mai die erste Rechtsklausur

 

Am 3.Juni die Komplexe Prüfung/Präsentation zur Bachelorarbeit

 

Am 11. Juni eine weitere Klausur in Personalmanagement

 

Am 25. Juni die zweite Rechtsklausur

 

Und zwischen all dem ein Dutzend Geburtstage, die in unserer Familie fast alle auf den Mai fallen und natürlich die DIPLOMA-Vorlesungen :blink:

 

Aber: Ich wollte es ja so haben :lol:

 

LG Higgins

 

 

 

 

 

Higgins

Erstmal zu den guten Nachrichten: Heute ist endlich die Immatrikulationsbestätigung der DIPLOMA eingetroffen und ich freue mich wie Bolle :thumbup:. Allerdings muss ich kurzfristig das Studienzentrum wechseln, weil das mit München doch nicht so klappt wie ich es mir vorgestellt hatte. Also gestern die DIPLOMA angerufen und gefragt, was ich machen soll. Mir wurde mitgeteilt, ich soll einfach einen neuen Antrag ausfüllen und einschicken. Das habe ich dann gestern in aller Eile noch getan und warte jetzt auf eine Rückmeldung. Ich denke, ich werde dann auch bei Gelegenheit einen Blog dazu eröffnen.

 

Zum Studium an der HFH: Anfang April ist die nächste Prüfung und ich lerne auch dafür, aber ehrlich gesagt fällt es mir nach der langen Pause unheimlich schwer wieder reinzukommen. Ich muss mich buchstäblich jeden Tag dazu zwingen und es klappt auch mehr oder weniger, mal besser, mal schlechter. So im Rückblick würde ich keine so lange Pause mehr machen, weil der Wiedereinstieg echt ein Kampf ist.

 

Und nun zu dem, was mich tierisch ärgert: Die ARGE. Ich hatte mit meiner Sachbearbeiterin extra besprochen, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Altenpflege kann und möchte. Ja, ja, das versteht sie auch. Und was bekomme ich für Vermittlungsvorschläge? Stellenangebote für Altenheime! Von ihr persönlich! Das kann doch echt nicht wahr sein...

 

Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass man sich auf solche Vermittlungsvorschläge bewerben MUSS, weil sonst Sanktionen drohen. Aber ich hab schon acht Bewerbungen geschrieben, von denen zwei Drittel noch ergebnislos sind. Ich muss doch auch mal abwarten, ob sich daraus was ergibt und kann doch nicht ununterbrochen Bewerbungen raushauen. Immerhin ist das auch nicht ganz billig und die Chancen bei den noch ausstehenden Arbeitgebern unterzukommen stehen auch recht gut. Und jetzt bombardieren die mich hier mit Vermittlungsvorschlägen, obwohl ich grade mal drei Wochen arbeitslos bin. Mensch, ich kann mir selber einen Job suchen und brauch keine Hilfe dafür! Schon gar nicht, wenn die so unpassend ist...:thumbdown:

 

LG Higgins

 

 

Higgins

Ich bräuchte mal einen Rat bzgl. des Arbeitszeugnisses meines letzten Arbeitgebers. Grund dafür ist, dass ich mir nicht mehr sicher bin ob es wirklich so schlecht ist, dass es eine Korrektur unbedingt erfordert. Die eine Seite findet es noch o.k., die andere findet es so schlecht, dass es meine ganze Bewerbung versauen würde.


Im Prinzip war ich ja auch nur ein halbes Jahr dort beschäftigt, also müsste ich dieses Zeugnis vielleicht auch nicht zwingend meinen Bewerbungsunterlagen beifügen. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass es Bewerber gibt, die alle Zeugnisse unter einem Jahr Beschäftigung gar nicht erst mitschicken. Und inzwischen hab ich so viele Zeugnisse und Nachweise, dass der Stapel Papier fast nicht mehr in die Klemmschiene der Bewerbungsmappe passt.


Jedenfalls wollte ich mal wissen, was ihr von folgenden Formulierungen haltet (das Internet hat mir da auch nicht wirklich weiter geholfen):


.........vielseitige und gute Fachkenntnisse, die jederzeit sicher und zielgerichtet eingesetzt wurden.....
...schnelle Auffassungsgabe ermöglichte es auch schwierigere Situationen zu überblicken und Wesentliches zu erkennen....
....erledigte Aufgaben mit großem Engagement und persönlichem Einsatz während gesamter Beschäftigungszeit......
...erwies sich auch bei hoher Arbeitsbelastung als belastbar.....
......handelte umsichtig, genau und gewissenhaft....
....hervorzuheben sind absolute Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit....
.....hat sich zügig eingearbeitet und erzielte respektable Ergebnisse....
......waren wir in jeder Hinsicht zufrieden....
........ausnahmslos höflich und freundlich......
.....scheidet zum.....aus, wünschen beruflich und privat Erfolg und alles Gute......


Bilde ich mir das nur ein oder ist das - obwohl einigermaßen positiv formuliert - ein grottenschlechtes Zeugnis?


Mal abgesehen davon, dass die Beschreibung der Aufgabenbereiche (die Details vermissen lässt) und die nachfolgende Beurteilung den Eindruck erwecken, dass ich nicht mal in der Lage war diesen einfachen Arbeitsbereich zu bewältigen. Ich finde, dass hier das Bild eines völlig inkompetenten, verlogenen Versagers vermittelt wird. Oder doch nicht?


Bin für jede Interpretation dankbar, vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm wie ich denke...


LG Higgins

 

Higgins

Obwohl noch nicht so viel Zeit vergangen ist gibts doch ein paar Neuigkeiten und ich bin wenigstens ein bisschen schlauer was mein zukünftiges Vorgehen anbelangt. Deshalb hier mal ein Update über die verschiedenen beruflichen Bereiche:


Ehemaliger Arbeitgeber:


Nur der Vollständigkeit halber hier aufgeführt: Hat sich wie erwartet nicht mehr gemeldet und die Stellenanzeige ist auch aus dem Net verschwunden. Das Thema war für mich aber sowieso erledigt, deshalb keine große Traurigkeit :rolleyes:.


Beratungsgespräch mit dem Arbeitsamt :


War Ende Februar und sehr aufschlussreich, vor allem nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine Sachbearbeiterin ist sehr nett gewesen, hat gleich von Anfang an klar gemacht, dass sie eine Eingliederung ohne "Zwang" befürwortet und dass sie von Anfang an eine Vertrauensbasis schaffen möchte. Wir hätten ja beide das gleiche Ziel, nämlich eine Festanstellung und es würde nichts bringen mir eine Arbeit aufzudrücken, die ich eigentlich nicht machen möchte. Dann würde ich nach kurzer Zeit wieder beim Arbeitsamt vorstellig werden und das sei ja nicht Sinn der Sache. Diese Einstellung von ihr hat schon mal sehr viel Druck rausgenommen und die Atmosphäre deutlich entspannt.


Wir haben dann besprochen wie es weitergehen kann und ich bin dabei relativ offen gewesen was meine gesundheitliche Situation betrifft. Sie hat dann auch verstanden, warum ich nicht mehr in die Pflege möchte und mir dann eine Stelle angeboten, die halbwegs kompatibel ist mit meinen Rücken-bzw. sonstigen Beschwerden. Das andere Stellenagebot habe ich zwar freundlich entgegengenommen, werde mich da aber definitiv nur im Notfall bewerben. Erstens weil die Klinik einen sehr schlechten Ruf hat was die Arbeitsbedingungen angeht und zweitens, weil ich nicht mehr auf 30 oder 40 Betten-Normalstationen arbeiten werde, wo man im Spätdienst alleine mit zwei Schülern dasteht. Solche Zeiten liegen hinter mir, da nehme ich dann auch gerne eine Sperre in Kauf.


Neben meiner Arbeitssituation habe ich interessehalber kurz das Thema Umschulung angesprochen. Und wie erwartet sind mir dann jede Hoffnungen, die ich mir vielleicht mal darauf gemacht haben könnte, genommen worden. Erstens weil ich einen sogenannten "Mangelberuf" habe und mir keiner eine Umschulung bezahlt, wenn in meinem Bereich händeringend Fachkräfte gesucht werden. Und zweitens weil man sich nicht (mehr) einfach aussuchen kann, in welchen Beruf man umschulen möchte. Nach diversen gesundheitlichen Gutachen wird erstmal geschaut, was man noch körperlich leisten kann. Dann wird eruriert, was der Arbeitsmarkt überhaupt hergibt, wo gesucht wird und wo Defizite bestehen. Danach bekommt man zwei Berufe vorgeschlagen und muss sich dann für einen entscheiden. Man kann also nicht frei wählen, wohin man möchte.Tja.  


Dann habe ich sie gefragt, ob ich die Zeit der Arbeitslosigkeit für ein Praktikum zur beruflichen Neuorientierung nutzen könnte. Ich dachte wenn schon arbeitslos, dann kann ich doch wenigstens endlich das noch fehlende Hauptpraktkum für die HFH ableisten. Nur ist es leider so, dass nur berufsbezogene Paktika erlaubt werden, also solche, die direkt etwas mit meinem Beruf und einem zukünftigen Arbeitgeber zu tun haben, z.B. im Rahmen einer Hospitation oder des Probearbeitens. Weil man "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muss" und das ist mit einem längeren Praktikum eben nicht der Fall. Schade...


Wir sind dann so verblieben, dass ich pro Monat 6 Bewerbungen im Umkreis von 25 km schreiben und darüber einen Nachweis führen soll. Dieser Nachweis muss am Ende eines jeden Monats eingereicht werden und wird entsprechend kommentiert. Dazu gehörte auch eine sogenannte "Eingliederungsvereinbarung", die ich unterschreiben musste.  Und dann war das Gespräch auch schon wieder vorbei...


Aktuelle Bewerbungen:


Zwei habe ich inzwischen verschickt und von einer schon eine Rückmeldung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Außerdem habe ich mich entschlossen, auch Bewerbungen auf Leitungspositionen mit einzubeziehen, also stellvertretende PDL, WBL usw. Auch wenn ich keine praktische Erfahrung vorweisen kann: Frechheit siegt und vielleicht versucht es ja doch ein Arbeitgeber mit mir. Wenn es klappt habe ich automatisch das Hauptpraktikum in der Tasche. Und selbst wenn sich nach ein paar Monaten rausstellen sollte, dass der Arbeitsbereich doch nichts für mich ist, dann kann ich mir die Zeit wenigstens anerkennen lassen und das PM-Studium beenden.


Außerdem habe ich beschlossen, zukünftig in Vorstellungsgesprächen authentischer zu sein, und deutlich zu sagen was ich mir erhoffe bzw. erwarte. Immerhin prüft nicht nur das Unternehmen ob ich zu ihnen passe, sondern auch ich prüfe, ob das Unternehmen meinen Vorstellungen entspricht. Mir ist nämlich beim Vorstellungsgespräch mit meinem letzten AG im Nachhinein bewusst geworden, dass ich viel zu "gefällig" agiere, wenn ich einen Job unbedingt haben möchte. Dabei blende ich dann ganz gerne mal negative Schwingungen und Zweifel aus. Da muss sich unbedingt was ändern.   


Fernstudium:


Momentan bereite ich mich auf die Prüfungen in April, Mai und Juni bei der HFH vor. Wenigstens hier möchte ich meinen Zeitplan einhalten. Außerdem habe ich einen Immatrikulationsantrag für das SS 2016 an die DIPLOMA verschickt und heute die Eingangsbestätigung erhalten. Immatrikuliert wird dann offiziell erst, wenn die Akkreditierung abgeschlossen ist.


Ja, ich weiß, so ein Doppelstudium auf den letzten Metern ist stressig und vielleicht bin ich auch zu naiv was die Arbeitsbelastung angeht, aber versuchen möchte ich es wenigstens. Wozu Zeit verlieren, die meisten Klausuren bei der HFH habe ich bald geschafft und dann bleiben nur noch zwei Hausarbeiten und die BA übrig. Und die eine Hausarbeit wird nichtmal benotet, sondern nur mit bestanden/nicht bestanden gewertet. Irgendwie kann und möchte ich nicht mehr länger warten...:blushing:


LG Higgins

 

 

Higgins

In den letzten Tagen habe ich viele Überlegungen darüber angestellt, wie es nun beruflich und auch mit dem Fernstudium weitergehen soll.


Und zu einer Entscheidung bin ich schon mal gekommen: Ich werde das Studienfach nicht wechseln. Im besten Fall bekäme ich die Hälfte der Module angerechnet, was aber immer noch genug Module für die nächsten (mindestens) zwei Jahre bedeutet. Das wäre fast so, als würde ich von nochmal von vorne anfangen, ohne sicher sein zu können, dass diese Entscheidung irgendeinen beruflichen Nutzen hat. Mit dem Fach Pflegemanagement weiß ich das zwar auch nicht wirklich, aber es passt besser zu dem was ich später (eventuell) vorhabe und in meinen Lebenslauf.Außerdem bin ich schon fast am Ende des Studiums angelangt, das Ziel mit nur 5 Klausuren und zwei Hausarbeiten greifbar nahe, da macht ein später Wechsel einfach keinen Sinn mehr.


Daneben bin ich verschiedene Szenarien meiner möglichen beruflichen Zukunft durchgegangen und habe mich gefragt, was davon am ansprechendsten ist:


Möglichkeit 1:


Ich suche mir einen Job mit dem man ein bisschen Geld verdienen kann (höchstens 30-50%) bspw. in einer Arztpraxis, in der Dialyse oder einer anderen Funktionsabteilung, eben  überalll wo es keine direkte Pflege gibt. Daneben mache ich eine fachfremde Umschulung, sofern die vom Arbeitsamt getragen wird, z.B. Verwaltungsfachangestellte, Fachkraft für Postdienstleistungen oder Rechtsanwaltsfachangestellte.


Beurteilung: Eher skeptisch, weil ich damit beruflich wieder bei null anfange und alles andere umsonst gewesen wäre, v.a. das Studium, in das ich mich so reingehängt habe und für das so viel Geld draufgegangen ist.


Möglichkeit 2:


Möglichkeit 1 mit dem Unterschied, dass ich eine Umschulung in meinem Bereich mache, also im Gesundheitswesen. Das könnten z.B. Kauffraum im Gesundheitswesen, Sozialversicherungsfachangestellte oder medizinische Fachangestellte sein. Geht aber finanziell auch nur, wenn das Arbeitsamt mitmacht, sonst können wir uns das nicht leisten (eine Umschulung als Kauffraum im Gesundheitswesen kostet hier als Selbstzahler 17000 Euro).


Beurteilung: Damit bleibe ich in einem Bereich, wo ich mich eigentlich ganz wohl fühle, wo ich schon Vorkenntnisse und wenigstens zum Teil nutzbare Qualifikationen mitbringe. Außerdem haben diese Berufe einen großen Verwaltungsanteil, was meinen Interessen entgegenkommt.Trotzdem fange ich auch hier irgendwie wieder von ganz unten an.


Möglichkeit drei:


Ich suche mir wie bei Möglichkeit 1 einen enstprechenden Job, fange aber nebebei das Sozialarbeitsstudium an, von dem ich schon so lange träume.


Beurteilung: Mein absoluter Favorit denn: 1. kann ich damit im Gesundheits-bzw. Sozialwesen bleiben, 2. möchte ich evtl. mal Richtung Krankenhaussozialarbeit gehen, wofür sowohl meine bisherigen Qualis als auch das PM-Studium nützlich sind, 3. gibt es auch hier einen großen, von mir bevorzugten Verwaltungsanteil und 4. lassen sich ein Studium Pflegemanagement & Sozialarbeit wunderbar in einem weiteren Arbeitsgebiet, nämlich der Pflegeberatung, kombinieren.


Ja, das wären so meine Gedanken dazu...


LG Higgins

Higgins

In der Probezeit abserviert...

Ja......ich weiß immer noch nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin sprachlos, enttäuscht, verärgert, traurig und habe das dumpfe Gefühl, so dermaßen über den Tisch gezogen worden zu sein, dass es nicht mehr feierlich ist. Was ich in den letzten Wochen mit meinen Vorgesetzten erlebt habe geht auf keine Kuhhaut und mir bleibt nur festzustellen, dass ich noch nie in meinem ganzen Berufsleben so schlecht von einem Arbeitgeber behandelt wurde wie hier.


Der Witz daran ist, dass bis vor 3 Wochen eigentlich noch alles in Ordnung war. Dass ich dachte, dass es eigentlich sehr gut läuft. Dass ich mich sehr wohl gefühlt und mich mit allen gut verstanden habe. Wie hätte ich auch etwas anderes denken und fühlen sollen, nachdem mein Zwischengespräch im Dezember so gut lief. Man wäre ja so froh dass ich da wäre und würde sich so freuen wenn ich bleibe. Ja Pustekuchen, so einen linken Verein wie in diesem Haus habe ich echt noch nie erlebt.


Denn vor drei Wochen hatte ich - 5 Wochen vor Ende der Probezeit - das Abschlussgespräch. Und dort wurden mir Dinge vorgeworfen, von denen ich in den ganzen Wochen und Monaten noch nie etwas gehört hatte. Weder von meinen Anästhesiekollegen, noch von den Ärzten. Völlig an den Haare herbeigezogene Kritiken, die nicht mal im Ansatz einem Körnchen Wahrheit entsprachen. Ich würde keine Eigeninitiative zeigen etwas zu lernen (nö, natürlich nicht, ich gehe nur zu meinen Kollegen und frage: kannst du mir sagen wie dieses und jenes funktioniert? Wie ist der Ablauf da und dort? Kannst du mir mal dies und das zeigen? Wenn das keine Eigeninitiative ist, ja was denn dann?!), ich wäre unkollegial, weil ich die Kollegen nicht zur Pause auslöse (ja klar, ich frage nur meine Kollegen: willst du jetzt mal was essen/trinken gehen? Aber eine Pause ist das natürlich nicht...sowas ist mir in meinen 25 Jahren Berufserfahrung noch nie vorgeworfen worden), ich hätte den geforderten Reanimationskurs nicht besucht (sicher, das war nur ein Geist den meine Kollegen dort gesehen haben und unterschrieben habe ich dabei natürlich auch nicht dass ich anwesend war), ich wäre völlig überfordert damit, Anästhesiepflege und OP- Springertätigkeiten parallel zu bewältigen und müsse dadurch, dass ich jeden Tag im OP sei eigentlich wissen was zu tun sein (klar, das schafft man sicher locker ohne die lange versprochene und nicht eingehaltene Einarbeitung, außerdem lernt man ja so gut, wenn man ab und zu mal ein paar Anweisungen hingeworfen bekommt. Dass OP-Pflege eine eigene, zweijährige Fachweiterbildung ist und ich noch nie im OP gearbeitet habe ist natürlich völlig unwesentlich und spielt keine Rolle) usw. und so fort. Ich war so dermaßen sprachlos in diesem Gespräch, dass ich darauf kaum etwas erwidern konnte und einfach nur wie vor den Kopf geschlagen dasaß.


Bei all dem habe ich das dunkle Gefühl, einer Art "Experiment" zum Opfer gefallen zu sein. Als wäre ich ein Versuchskaninchen gewesen, dessen man sich entledigt wenn man merkt, dass die Vorstellungen die man sich gemacht hat in der Praxis einfach nicht umsetzbar sind. Weder mit mir, noch mit jemand anderem. Deshalb gibt es auch keinen Nachfolger für mich, sondern alles läuft wieder so ab wie es vor meiner Einstellung gewesen war. Mein Mann hat zu der ganzen Geschichte nur gesagt, dass das alles vermutlich von Anfang an von den Oberen so geplant war. Überraschen würde mich das nicht. Mir hätte von Anfang an zu denken geben sollen, dass den Job intern keiner machen wollte und ich die einzige  Bewerberin war. Und das bei den eigentlich sehr guten Rahmenbedingungen. Offenbar bin nur ich so dumm gewesen, mich darauf einzulassen.


Das Beste kam aber erst nach diesem Abschlussgespräch. Manchmal ist das Leben besser als jede Soap, oder schlechter, je nach Blickwinkel. Mehrfach hat mich meine direkte Vorgesetzte auf das Abschlussgespräch angespochen und mir gesagt, wie leid es ihr täte und wie unfair ich behandelt wurde. Dass man schon früher mit mir darüber hätte sprechen sollen. Dass sie versuchen würde eine alternative Stelle im Haus für mich zu finden. Hä, hab ich was verpasst? Ich bin so schlecht, dass ich die Probezeit nicht bestehe, aber dann doch wieder so gut, dass man mich nicht gehen lassen will? Ich hab diese Gelegenheiten vordergründig erstmal genutzt um meinen gesamten Ärger und Frust loszuwerden. Über die Ungerechtigkeit mich einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dass ich keine Gedanken lesen könne und mir keiner irgendwas gesagt hätte. Wenn niemand Kritik an einem übt kann man auch nichts verändern. Dass die Dinge die mir vorgeworfen wurden nicht der Wahrheit entsprächen und keine Kündigung rechtfertigen. Ja, ich hätte ja recht. Super, das hilft mir natürlich ungemein weiter...


Immerhin hat sie dann verschiedentlich interveniert und die letzten Wochen versucht, mir eine andere Stelle im Haus zu verschaffen. Zuerst wurde mir eine Stelle auf der ITS angeboten, was ich abgelehnt habe. Zum einen weil ich das auf die Dauer gesundheitlich nicht mehr schaffe (Rücken und so) und zum anderen, weil ich dann genau mit den Kollegen und Ärzten zusammenarbeiten müsste, die hinter meinem Rücken irgendwelches Zeug über mich erzählt haben, aber nicht die Courage hatten mir ihre Kritik ins Gesicht zu sagen. Ich habe die Leute übrigens darauf angesprochen, keiner von denen will  etwas davon gewusst haben...


Danach bot mir meine Chefin an mich auf der Anästhesie unterzubringen. Laut meiner Anästhesiekollegen war dann dort angeblich nichts frei (aber mir gegüber jammern wie unterbesetzt man doch sei, wie groß der Personalnotstand sei, um wie viele Dinge man sich mit dem wenigen Personal kümmern müsse). Dann kam auf Betreiben meiner Chefin der Pflegedienstleiter zu mir und bot mir eine Stelle auf der Überwachungsstation an. Zuerst freute ich mich darüber, weil meine Fortbildung im Berufsalltag damit nicht ganz ungenutzt wäre. Bis sich die "Überwachungsstation" als 40-Betten-Pflegestation entpuppte, wo es nur ein paar Betten mit Monitor gab. Die Stationsleitung lachte fast, als ich mich vorstellte und nach der Überwachungsstation fragte. Ob mir der Pflegedienstleiter nichts gesagt hätte. Hier käme man allenfalls auf gut Glück mit der Intensivpflege in Berührung und müsse natürlich nicht nur die Überwachungsbetten, sondern die ganze Pflegestation mit betreuen. Ich stand da und fühlte mich dermaßen verschaukelt, das kann ich echt keinem sagen. Und fragte mich was das ganze soll. Überall werden händeringend Intensiv-und Anästhesiepflegekräfte gesucht (im Übrigen auch in dieser Klinik) und die versuchen mich in eine Pflegestation zu stecken?! Als ich mit dem Pflegedienstleiter darüber sprach, meinte der nur scheinheilig, ob er mir nicht gesagt hätte dass es sich bei der Überwachungsstation nur um ein paar Monitorbetten handle. Er hätte mich dann beizeiten (klar wenn es ihm passt, wenn überhaupt) auf die ITS übernommen. Davon war aber anfangs keine Rede, außerdem hatte ich ihm doch schon erklärt, dass und warum ich da nicht hin wollte. Ich habe dankend abgelehnt und mich bemüht freundlich dabei zu bleiben. Und mich die ganze Zeit gefragt, in welchem Film ich hier eigentlich gelandet bin...


Der aktuelle Stand ist nun, dass mich meine Chefin vor ein paar Tagen wieder einmal angesprochen hat (wenn das alles nicht so tragisch wäre könnte man direkt ein bisschen Komik in der ganzen Sache entdecken). Ich weiß nicht wie viele Gespräche ich inzwischen mit der Frau hatte.... Sie wolle mir unbedingt helfen, sie hätte im Haus herumtelefoniert und es sei eine Stelle im Funktionsbereich frei, ob ich daran interessiert sei. Da die Stelle durchaus was mit Intensiv bzw. Anästhesiepflege zu tun hat habe ich bejaht. Daraufhin sollte ich eine formlose Bewerbung an die PDL schicken und man würde sich dann mit mir in Verbindung setzen. Das war letzten Mittwoch.


Tja, so siehts also aus. Jeder mit dem ich darüber rede sagt mir, ich soll die Klinik in den Wind schießen, die hätten mich nach all dem nicht verdient. Ich weiß auch nicht....Wenn das mit der Funktionsstelle in den nächsten zwei Wochen nicht klappt bin ich zum ersten Mal seit vielen Jahren arbeitslos und das will ich eben nicht sein. Das von mir so sorgsam geplante Hauptpraktikum fürs Fernstudium ist natürlich futsch. In den letzten Wochen gings mir so schlecht, dass ich nichts fürs Studium tun konnte. Ich habe Zukunftsängste und mir gehen die Alternativen aus. So viele Klinken gibts in der Gegend nun auch nicht, dass ich die große Auswahl hätte. Pflege ist definitiv keine Option mehr. Nach 25 Jahren in dem Beruf ist mein Rücken im Eimer, ich habe Schulterschmerzen und seit letztem Jahr einen Fersensporn, der mir langes Laufen verleidet. Ich habe schon an eine Umschulung gedacht, müsste damit aber beruflich nochmal von vorne anfangen, und das mit fast 42 Jahren. Außerdem wüsste ich gar nicht, auf was ich umschulen sollte. Die meisten Umschulungen hier in der Gegend sind im kaufmännischen Bereich und Kaufleute gibts wie Sand am Meer. Klar könnte ich vielleicht mein Studium nutzen und mich auf Leitungspositionen bewerben. Aber ohne Berufserfahrung nimmt mich da vermutlich auch keiner...


Ja. Man möge mir diesen Jammerpost verzeihen...Im Moment lecke ich noch meine Wunden und versuche mich neu zu orientieren.


LG Higgins

 

Higgins

Yes, I can!

Urlaub ist doch was Schönes :001_wub:. Da hat man mal wieder richtig Zeit für ein paar Freizeitaktivitäten. Und natürlich dafür, Blogeinträge zu verfassen…;)

 

So schnell kann es gehen…Ich habe mich tatsächlich entschieden: sobald die meisten Restprüfungen des PM-Studiums abgeleistet sind, werde ich mich an der DIPLOMA zum B.A. Soziale Arbeit anmelden. Sofern der Studiengang dann akkreditiert ist, aber offenbar muss man sich da keine Sorgen machen. Das ist wahrscheinlich die letzte Möglichkeit in meinem Alter (41) nochmal die Kurve zu kriegen und meinen Traum zu verwirklichen. Und ich hab keine Lust irgendwann dazustehen und zu bereuen, dass ich es aufgrund diffuser Zweifel nicht gewagt habe…

 

Das bedeutet aber auch, dass ich mich 2016 ziemlich ranhalten muss, wenn ich mich schon ab Oktober immatrikulieren möchte. Oktober deshalb, weil April einfach zu früh wäre und ich im PM-Studiengang noch zu eingespannt bin.

 

Wegen der Prüfungen an beiden Hochschulen dürfte es eigentlich keine Probleme geben, weil HFH und DIPLOMA einen unterschiedlichen Semesterbeginn haben und beide ihre Klausurtermine erst aufs Ende des Semesters legen.  Somit überschneidet sich nichts.

 

So, damit aber eine Einschreibung zum Wunschtermin funktionieren kann, müssen 2016 viele Dinge erledigt werden:

 

Im Januar fange ich wieder an die SB zusammenzufassen und zu lernen.

 

Im Februar endet meine Probezeit, dann möchte ich meine Leitung fragen, ob sie grundsätzlich bereit wäre das Restpraktikum von 7 Wochen zu übernehmen. Voraussichtlich arbeite ich nämlich ab Juni wieder 50%, deshalb würde sich das in dem Sommermonaten anbieten.

 

Im April, Mai und Juni schreibe ich dann jeweils eine Klausur.

 

Im Juni steht die Komplexe Übung als Studienleistung an, bei der man Thema, Gliederung und Inhalt der eigenen Bachelorarbeit in einer Präsentation vorstellen muss. Bedeutet im Vorfeld einiges an Vorbereitung. Nebenbei läuft hoffentlich das Hauptpraktikum.

 

Von Juli bis September schreibe ich dann die Hausarbeit im Studienschwerpunkt (empirische Studie), und von Oktober bis Dezember ist dann die Hausarbeit über das Hauptpraktikum dran (vorausgesetzt das klappt mit meiner Leitung …).

 

Im Dezember schreibe ich dann die letzte Klausur des Jahres, so dass am Ende nur noch eine Klausur und die Bachelorarbeit für 2017 im Studiengang PM übrig bleiben.

 

Tja, viel zu tun…

 

Was mir allerdings noch ziemliche Kopfzerbrechen bereitet ist mein zukünftiges Studienzentrum der DIPLOMA, v.a. weil man da alle zwei Wochen hinsollte. Nach allem was ich gelesen habe, läuft es bei der DIPLOMA nämlich um Einiges anders als bei der HFH. Hier sind nicht nur die Studienbriefe prüfungsrelevant, sondern auch Skripte der Dozenten und deren Stoff. Man sollte also möglichst zu den Präsenzen alle zwei Wochen hinfahren, um die Erfolgschancen einer Klausur zu erhöhen. Dementsprechend spielt die Nähe bzw. Entfernung des SZ eine große Rolle.

 

Zuerst hatte ich mich total gefreut, als ich eins gar nicht so weit von mir entfernt entdeckte. Das war dann aber überraschenderweise auf dem Immatrikulationsantrag gar nicht aufgeführt. Eine Nachfrage an die DIPLOMA ergab dann, dass dieses SZ zu einem Kooperationspartner gehört und der Studiengang Soziale Arbeit nur an den eigenen SZ angeboten wird. Tja, Pech gehabt. Jetzt hab ich zwei SZ zur Auswahl, die mehrere hundert km weit weg sind, so dass ich freitags hin und samstags nach dem Unterricht wieder zurückfahren werde. Mit einem Quer-durchs-Land-Ticket der DB ist eine Anreise zwar relativ günstig machbar, aber die Unterkünfte bzw. die Hotels werden vermutlich recht teuer auf die Dauer. Klar, man könnte auch in ein Hostel gehen, aber das mag ich -ehrlich gesagt - nicht so gerne. Hygiene und so…

 

Mir fällt gerade ein, dass ich gar nicht weiß wie es steuerlich bei einem Zweitstudium (und Zweit-Bachelor) aussieht, ob man da auch was absetzen kann. Da muss ich mich doch glatt mal informieren.

 

LG Higgins

Higgins

Gedankenkarussell

 

 

In letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken, die sehr wenig mit meinem aktuellen Studium zu tun haben (welches ich aber weiterhin beenden möchte, keine Sorge :)), wer also kein OT lesen möchte, darf diesen Blogeintrag gerne überspringen .

 

Gestern ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich permanent nach Gründen suche, warum ich keine Sozialarbeit studieren sollte. Also habe ich mich mal hingesetzt und alle Punkte aufgeschrieben, die dafür sprechen. Folgende Liste ist dabei herausgekommen:

 

Was spricht für ein Sozialarbeit-Studium:

 

  1. Sozialarbeit ist ein unheimlich breitgefächertes Feld und bietet dadurch eigentlich für jede Persönlichkeit  irgendeine Arbeitsnische.
  2. Ich habe mich in den letzten 20 Jahren enorm weiterentwickelt und bin nicht mehr ganz so extrem verschlossen wie früher. Ich kann besser auf andere Leute zugehen und mich unterhalten. Der Job als Krankenschwester hat wesentlich dazu beigetragen, also ist vielleicht noch mehr Potenzial zur Veränderung vorhanden als ich denke.
  3. Es ist produktiver, stärke-bzw. ressourcenorientiert zu denken als defizitorientiert. Introversion ist keine Krankheit, kein Makel und keine Schwäche, sondern nur ein Persönlichkeitsmerkmal. Als Introvertierter habe ich viele Eigenschaften und Stärken zu bieten, die in der Sozialarbeit nützlich sein können. Vielleicht gibt es sogar Arbeitsgebiete, wo man Introversion sehr gut gebrauchen kann.
  4. Sozialarbeit ist eines der wenigen Themen, das mich mit echter Leidenschaft erfüllt, mich morgens aus dem Bett getrieben und zu Höchstleistungen angespornt hat. Seit ich 16 bin wollte ich nie wirklich etwas anderes werden als Sozialarbeiterin.
  5. Nur weil etwas schwierig ist und mich vor Herausforderungen stellt bedeutet das nicht, dass es besser ist es nicht zu tun. Mit der Einstellung geht man jeder Möglichkeit aus dem Weg, zu wachsen und zu reifen. Wenn ich so zurückblicke, hab ich mich vor allem durch Schwierigkeiten weiterentwickelt, nicht dadurch den bequemen Weg zu gehen.
  6. Es wird Zeit, dass ich meinen Blickwinkel ändere und meinen tief verwurzelten Introversions-Komplex ablege. Extraversion ist  nicht der Maßstab aller Dinge. Nur weil gewisse Leute denken, dass Introvertierte besser im Büro aufgehoben sind, muss das noch lange nicht der Wahrheit entsprechen. Die wichtigste Frage ist doch: Glaube ich daran, dass ich diese Arbeit schaffen kann? Ja, tue ich.
  7.  

Ich finde, diese Liste sieht doch ganz gut aus…

 

Im Übrigen bin ich bei der Suche nach Lösungen für das Problem auf einen Blog für introvertierte Menschen gestoßen. Der Betreiber als Betroffener hat ein Buch geschrieben, das vielleicht nochmal interessante Ansätze bietet und zu einer Änderung des Blickwinkels beitragen kann. Ich bin gespannt.

 

LG Higgins

 

 

Higgins

Ich fasse es einfach nicht....

Was habe ich mir jahrelang ein Bein ausgerissen, um Soziale Arbeit studieren zu können, das glaubt keiner. Zuerst die ganzen zahllosen Versuche, auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife bzw. das Abitur nachzuholen, was aus diversen Gründen scheiterte. Die Fachweiterbildung habe ich dann nur aus dem Grund gemacht, damit ich über die "Meisterprüfung" ohne Abi an einer Dualen Hochschule angenommen werde. Zwei Jahre lang habe ich mindestens 50 Bewerbungen geschrieben, um daneben einen dafür nötigen Ausbildungsbetrieb zu finden. Neben massig Absagen gab es auch ein paar Vorstellungsgespräche und mein Traum wurde tatsächlich zum Greifen nah. Bei einem Betrieb hätte es vermutlich sogar geklappt, wenn das Praktikumsentgelt von 200 Euro mir nicht in die Quere gekommen wäre. Das konnte ich meinem Mann als zukünftigen Alleinverdiener mit einem Haufen Schulden (durch Hausbau und welche aus meiner Singlezeit) einfach nicht antun. Und so platzte mein Traum, weil ich auch bei BASA keinerlei Chancen gehabt hätte. Also sah ich mich nach möglichen Alternativen um und meine Wahl fiel dann auf Pflegemanagement, weil es sich gut in meinem Lebenslauf machte und noch die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt versprach. Eine rein rationale Entscheidung.


Und jetzt erfahre ich, dass die DIPLOMA ab nächstes Jahr einen Studiengang Soziale Arbeit anbietet, meinen absoluten Wunsch-Traum-Studiengang, schon mein halbes Leben lang. So ein Mist. Das macht mein Mann auf keinen Fall mit. Nochmal 4 Jahre Studium, nochmal 4 Jahre Stress, nochmal einen Haufen Geld hinlegen, obwohl sich das jetzige PM-Studium noch nicht mal praktisch im Job bezahlt gemacht hat. Ganz zu schweigen davon, dass ich demnächst (vermutlich) schon einen Bachelor haben werde.


Mist Mist Mist....

 

Higgins

 

Seit rund zwei Monaten bin ich nun in meinem neuen Job und kann inzwischen sagen, dass ich mit diesem Wechsel eine der besten Entscheidungen meines Lebens getroffen habe. Die Arbeit macht großen Spaß, die Arbeitskollegen sind sehr nett und die Rahmenbedingungen für meine Bedürfnisse fast perfekt. Ich fühle mich ausgesprochen wohl dort, es macht wieder Freude sich zu engagieren und die Zusammenarbeit mit den meisten Leuten klappt besser als ich je gedacht hätte. Tja, alles bestens könnte man meinen…

 

Doch leider ist mit dem lange herbeigesehnten Jobwechsel, der ja Hauptantrieb fürs Studium war,  jede Motivation flöten gegangen. Die Hausarbeit Anfang des Jahres ist die letzte wirkliche Leistung gewesen, die ich fürs Studium erbracht habe. Danach hatte ich eine private Baustelle um die ich mich kümmern musste und habe damals beschlossen, ein paar Monate Pause einzulegen. Auch weil ich mich ausgebrannt gefühlt habe und nach drei Jahren Fernstudium einfach ein bisschen Abstand vom Stress wollte. Nun ist just in dieser Pause, die nur bis Ende August dauern sollte, der Jobwechsel hineingefallen. Da ich mich nur schwer auf zwei Sachen gleichzeitig konzentrieren kann, habe ich dem neuen Job erstmal Priorität eingeräumt und mir zwei Monate Einarbeitungszeit gegeben, bevor ich mich wieder mit dem Studium befasse. Tja, die zwei Monate sind inzwischen rum, es ist November  und ich habe weder Kraft, noch Motivation, noch Zeit, mich wieder aufs Studium einzulassen.

 

Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass mir die Umstellung mehr als schwer fällt. Erst hatte ich fast ein Jahr Berufsverbot in der Schwangerschaft. Danach zwei Jahre Elternzeit, mit jeder Menge Freizeit fürs Studium. Dann habe ich mit 30% Teilzeit wieder angefangen, was etwa einer Woche im Monat entspricht. Kein Problem, da ein Fernstudium unterzubringen. Insgesamt hatte ich also fast fünf Jahre jede Menge freie Zeit zur Verfügung. Und nun bin ich seit September ad hoc auf 80% Teilzeit gewechselt, d.h. vier Tage Arbeit pro Woche in einem körperlich anstrengenden Job. Klar, ich habe trotzdem drei freie Tage in der Woche und manch einer packt es auch mit einem Vollzeitjob alles unter einen Hut zu bringen. Allerdings gehöre ich nicht dazu und das macht mir ziemlich zu schaffen, weil ich den Anspruch an mich habe, dass ich das doch auch irgendwie hinkriegen müsste. Doch die Realität sieht so aus, dass ich fast jeden Tag total geschafft von der Arbeit komme und froh bin, wenn ich noch etwas im Haushalt mache. Die drei freien Tage erhole ich mich und arbeite das ab, was liegengeblieben ist. Dann noch ein bisschen Beziehungspflege hier und ein bisschen Familytime dort und schon ist das verlängerte Wochenende wieder rum. An ein Studium ist da gar nicht zu denken.

 

Ich müsste mich, das Studium und alles andere also eigentlich wieder neu organisieren. Aber ich habe keine Lust. Von einem Studienabbruch hält mich nur ab, dass ich schon mehr als zwei Drittel geschafft habe. Es sind nur noch 5 Klausuren, zwei Hausarbeiten und die Bachelorarbeit, also im Prinzip alles überschaubar. Aber ich lebe ehrlich gesagt deutlich besser und entspannter ohne Studium, ohne den Druck und den Stress. Gleichzeitig wäre es pure Verschwendung jetzt alles hinzuwerfen. Ich habe so viel Zeit, Geld und Nerven in die ganze Geschichte investiert, dass es dumm wäre jetzt aufzugeben. Was also tun mit diesem Zwiespalt?

 

Nach reiflicher Überlegung lasse ich es dieses Jahr einfach gut sein, mache Silvester einen Schnitt und fange im Januar wieder an. Ich muss ja nicht im Turbogang die letzten Klausuren/HA bewältigen, so wie in den ersten vier Semestern, sondern kann mir alle Zeit der Welt lassen. Offiziell bin ich im 7. Semester und müsste eigentlich an meiner BA sitzen, inoffiziell bin ich irgendwo im 5. Semester steckengeblieben. Ab Januar beginnt die dreisemestrige gebührenfreie Zeit an der HFH und ich denke, es müsste machbar sein das Studium in anderthalb Jahren zu beenden. Nur werde ich dabei einfach kleinere Schritte machen und etwas langsamer laufen als zu Beginn des Studiums. Das ist zumindest der Plan :).

 

LG Higgins

 

Higgins

Jobwechsel – endlich!

Ich hab ja schon fast nicht mehr daran geglaubt und jetzt ist es doch passiert. Seit bestimmt einem Jahr schaue ich schon nach passenden Stellenanzeigen und fand einfach nichts, hatte schon Angst niemals aus meinem unliebsamen Job rauszukommen. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell: Zufällig doch die perfekte Anzeige gefunden, sofort eine Bewerbung geschrieben, zwei Tage später angerufen worden ob ich möglichst bald zum Vorstellungsgespräch kommen könnte und dann im Vorstellungsgespräch gleich eine Zusage erhalten. Und das alles innerhalb einer Woche :cool: .

Und ich freue mich so sehr darüber, weil der Job gerade perfekt zu meinen Vorstellungen passt, auch wenn er auf den ersten Blick nichts mit meinem Studium zu tun hat. Denn es ist keine Leitungsposition –wie man vielleicht annehmen könnte- sondern eine Stelle in der Anästhesie eines ambulanten Operationszentrums mit Anbindung an ein Klinikum. Für mich ergibt sich dadurch die Chance nochmal neu anzufangen und bei meinem zukünftigen Arbeitgeber einen völlig anderen Eindruck zu machen als bei meinem jetzigen. Und wer weiß, evtl. ergibt sich dann dadurch im Laufe der Zeit die Möglichkeit aufzusteigen/sich umzuorientieren und damit die Kenntnisse aus dem Studium anzuwenden.

Was mir momentan aber wichtiger ist sind die tollen Rahmenbedingungen des neuen Jobs. Keine Pflege mehr, kein Waschen, keine Lagerungen (mein Rücken sagt danke!), kein Schichtdienst sondern feste Arbeitszeiten von 8-16 Uhr. Und das alles in Teilzeit, nur etwa 8 km von meinem Wohnort entfernt. Das bedeutet, ich kann endlich wieder mit dem Rad zur Arbeit fahren (und mal wieder etwas gegen mein Übergewicht unternehmen *hüstel*), lerne neue Leute kennen (das Team und die Leitung scheinen sehr nett zu sein) und kann nebenbei mein Studium weiterführen. Das Leben kann manchmal so schön sein…:001_wub:

Auch beim Hauptpraktikum hat sich etwas getan, so dass die neue Stelle in der Beziehung kein Problem darstellt. Die HFH hatte nämlich vor kurzem ein Beratungsgespräch zum Thema angeboten, das ich natürlich sofort genutzt habe. Und dort konnten dann alle Fragen, Unsicherheiten und Ärgernisse in diesem Zusammenhang geklärt und aufgelöst werden. Das heißt, ich muss mir bzgl. des Hauptpraktikums keine Sorgen mehr machen und hoffe, dass die HFH diese Form des Beratungsgespräches auch für andere Studenten anbietet. Ich glaube, damit würden viele Sorgen und Nöte gar nicht erst entstehen bzw. diesen zeitnah entgegengewirkt werden.

Also: Mir geht’s super, das Leben ist gerade einfach nur toll ich freue mich tierisch auf den neuen Job :thumbup:.

LG Higgins

Higgins

Eigentlich wollte ich diesen Blogeintrag gar nicht veröffentlichen, habe nun allerdings erfahren dass sich die Umstände etwas verändert haben. Wohl aufgrund massiver Beschwerden einiger Studenten ist der Dozent um den es hier geht nicht mehr bei der HFH beschäftigt. Eine Entscheidung die ich sehr begrüße, weil man das echt keinem zumuten kann. Ehrlich gesagt ärgere ich mich immer noch so sehr über die ganze Geschichte, dass ich mir hier ganz gerne mal Luft machen möchte. Wie ich inzwischen weiß bin ich offenbar die einzige aus meinem Kurs gewesen, die dumm genug war sich das ganze Theater anzutun. Alle anderen haben sich entschieden, die HA zu einem späteren Zeitpunkt bei einem anderen Dozenten zu schreiben, etwas, das ich auch hätte tun sollen. Aber naja, hinterher ist man immer schlauer…

Zur Einstimmung

Ich hatte ja schon an anderer Stelle erwähnt, dass man im Grundstudium noch keine Themenvereinbarungen für die Hausarbeiten verfassen muss. Man geht nur zum Unterricht und fragt die Dozenten, was und wie sie die HA gerne hätten, worauf sie Wert legen usw. Daneben orientiert man sich an der Anleitung zur Hausarbeit der HFH und legt dann einfach mit dem Schreiben los. Im Prinzip ist man also relativ auf sich gestellt und muss die HA eigenverantwortlich und ohne Begleitung durchführen. Mir persönlich hat dieses Verfahren ganz gut getaugt, weil ich ohnehin jemand bin der das ganze lieber alleine und ohne Einmischung fabriziert. Dementsprechend stand ich dem Procedere der nun anstehenden Themenvereinbarung mit regelmäßigem Dozentenkontakt, Austausch und Korrekturen eher skeptisch gegenüber. In enger Zusammenarbeit werden hier alle nötigen Bestandteile der Themenvereinbarung erstellt. Dazu gehören ein Exposé, eine grobe Gliederung und eine vorläufige Literaturliste. Die Kontaktaufnahme bleibt dabei freigestellt und kann persönlich erfolgen (sofern man in der Nähe wohnt) oder über Telefon, E-Mail usw. Wenn die Themenvereinbarung fertig ist wird sie der HFH zur Sichtung vorgelegt. Und erst wenn durch die HFH eine Themenbestätigung erfolgt, kann man mit dem Schreiben anfangen.

Der Unterricht in CMV…

Mir war schon vom ersten Unterrichtstag an klar, dass eine Hausarbeit bei diesem Dozenten keine einfache Kiste werden und ich vermutlich nur mit viel Glück bestehen würde. Von den vielen Stunden Unterricht die man positiv hätte nutzen können ging etwa ein Drittel der Zeit dafür drauf uns zu erklären, was ihm alles am Fach CMV nicht gefiel. Angefangen bei den Inhalten der Studienbriefe über die Definition zum Wort Case-Management bis hin zu den Vorgaben der HFH zur Hausarbeit. Ich habe mich schon damals gefragt wie die HFH jemanden als Dozent einstellen kann, der sich weder mit den Inhalten des Fachs noch mit den Vorgaben der HFH identifizieren kann.

Ein weiteres Drittel (wenn nicht mehr) wurde dafür verschwendet, unter Mithilfe von uns Studenten seine persönliche, eigene Definition des Wortes Case-Management zu kreieren, weil ihm die Definition im Studienbrief nicht gefiel. Mindestens zwei Stunden saßen wir da und betrieben unter seiner Anleitung Wortklaubereien, legten jedes Wort auf die Goldwaage und kamen doch zu keinem Ergebnis das ihn zufriedengestellt hätte. Mir ging diese Haarspalterei schon damals unheimlich auf die Nerven und ich hatte (leider berechtigterweise) Sorge, dass sich diese Pedanterie auch auf die Hausarbeit niederschlagen könnte. Wenn eine Kommilitonin nicht irgendwann mal angemerkt hätte, dass wir uns vielleicht mal langsam den Inhalten der Studienbriefe zuwenden sollten um die noch wenige verbleibende Zeit zu nutzen, hätten wir vermutlich bis zum Ende des Unterrichts an dieser (absolut sinnfreien) Definition gefeilt.

Das letzte Drittel der Zeit durften wir uns dann seine Anforderungen an eine HA zu Gemüte führen, völlig unabhängig von den Vorgaben und der Struktur HFH. Dass wir erst zwei HA mit völlig unterschiedlichen Schwerpunkten geschrieben hatten, bei denen jeweils andere Anforderungen zu erfüllen waren schien dabei nicht zu interessieren. Er war der Meinung dass, wenn man einen akademischen Abschluss erreichen will, auch eine wissenschaftliche, diesem Anspruch gerecht werdende HA abliefern müsse. Das stimmt ja auch prinzipiell, nur sollte man dabei vielleicht auch den Wissenstand der Studenten nicht außer Acht lassen und berücksichtigen, dass es sich hier eben noch nicht um die Bachelorarbeit handelt.

Darüber hinaus war er grundsätzlich nicht damit einverstanden dass wir eine Projektarbeit schreiben sollen (wie von der HFH eigentlich gefordert), sondern hielt uns explizit dazu an diese Vorgabe nicht einzuhalten. Er wollte, dass wir eine normale Literaturarbeit schreiben. Als ich ihn gefragt habe, ob es dann nicht zu Problemen mit der HFH bzgl. Themenvereinbarung kommen könnte war seine Antwort, dass es bei ihm noch nie zu Schwierigkeiten diesbezüglich gekommen sei. Hätte ich mich mal lieber nicht auf diese Aussage verlassen…

Die nächste und letzte Unterrichtseinheit (die anderen konnte ich nicht besuchen, aber was ich sehr viel später darüber gehört habe reichte mir ehrlich gesagt schon) war genauso eine zweifelhafte Angelegenheit. Er hatte uns empfohlen, einige unserer alten Hausarbeiten mitzubringen und diese dann zwecks Verbesserungspotenzial mit ihm durchzugehen. Das sah dann praktisch so aus, dass er sich die HA Seite für Seite ansah, an allem Kritik übte und kein gutes Haar daran ließ. Das ganze glich einem einzigen Verriss, vor allem angesichts der Tatsache dass wir -wie schon erwähnt -zu diesem Zeitpunkt erst zwei Hausarbeiten geschrieben hatten. Er war mit Nichts zufrieden und hatte an allem etwas auszusetzen. In einer kurzen, unbeobachteten Pause habe ich dann eine Kommilitonin gefragt, ob er mit den Hausarbeiten der anderen Studenten auch so umgegangen sei. Sie meinte dazu, dass er bis jetzt jede vorgelegte HA mit vernichtender Kritik belegt und auseinandergenommen hätte und dass er für keine HA ein gutes Wort übrig hatte. Das beunruhigte mich so sehr, dass ich in einem passenden Moment von ihm wissen wollte, wie seine Notenvergabe bis jetzt so ausgesehen habe. Dabei kam heraus, dass nur 4 Studenten ihre HA bei ihm abgegeben hatten, von denen zwei durchfielen und zwei mit einer vier bestanden. Er wunderte sich dabei noch über die geringe Anzahl der abgegebenen HA und fragte sich bzw. uns, wie diese Studenten jemals mit ihrem Studium vorankommen wollten. Mich überrascht das im Nachhinein nicht sonderlich…

Erstellung der Themenvereinbarung und Ablehnung

So im Rückblick wäre es definitiv besser gewesen sich einen anderen Betreuer zu suchen, weil die ganze zweimonatige Zusammenarbeit eine einzige Quälerei war. Was ich bereits im Unterricht vermutet hatte trat dann auch tatsächlich ein. Neben einer unglaublich stark ausgeprägten Pedanterie und Kleinkariertheit (mit der ich übrigens gar nicht umgehen kann, im Privatleben mache ich um solche Leute einen großen Bogen) stimmte die Chemie zwischen uns überhaupt nicht und unser Denken war total unterschiedlich. Wir hatten zum Teil völlig verschiedene Ansichten darüber, wie eine gute HA gestaltet sein musste und konträre Meinungen über Struktur und Aufbau. Seine Verbesserungsvorschläge fand ich teilweise völlig unlogisch, teilweise verstand ich auch nicht was er genau von mir wollte. An seinen E-Mails war zu erkennen, dass es ihm mit mir wohl ähnlich erging, weil er meine Rückfragen auch nicht wirklich verstand bzw. nicht adäquat darauf einging. Insgesamt kam es häufig zu Missverständnissen und teilweise auch zu Reaktionen seinerseits, bei denen ich daran zweifelte, ob ich es hier wirklich mit einem Erwachsenen zu tun hatte (pampiger Tonfall, beleidigt sein). Darauf, dass ich ihn die ganze Zeit über "pampern" musste, um eine einigermaßen konstruktive Zusammenarbeit zu ermöglichen, möchte ich gar nicht näher eingehen.

Gleichzeitig war vor allem seinen formalen Kritiken und Korrekturen anzumerken, dass er sich weder die Vorgaben der HFH zum wissenschaftlichen Arbeiten noch die Anleitung zur Hausarbeit durchgelesen hatte, was in meinen Augen für einen Dozenten der HFH unverzeihlich ist und überhaupt nicht geht. Auch angebliche Fehler bzgl. Zitation (auf Grundlage der HFH-Vorgaben!), Kommaregeln, Rechtschreibung und Grammatik konnte ich nicht wirklich ernst nehmen, da mir diese völlig willkürlich erschienen und er sich selber nicht daran hielt. Nach kurzer Zeit war ich schon total angenervt, wenn ich nur eine E-Mail von ihm in meinem Postfach fand und sperrte mich dagegen sie zu lesen, weil ich mich danach immer nur mies und begriffsstutzig fühlte. Mehr als einmal dachte ich daran die ganze Sache abzubrechen, aber ich hatte keine Lust nochmal ein halbes Jahr zu warten bis ich die HA bei einem anderen Betreuer schreiben konnte. Ich musste ohnehin noch drei andere Hausarbeiten schreiben und wollte nicht, dass sich alles anstaut. Also biss ich die Zähne zusammen- auch wenn es mir schwerfiel -und hoffte nur, dass die ganze Angelegenheit irgendwie schnell vorbeigehen würde. Ich war dann froh, als wir endlich ein einigermaßen und für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis erreichen konnten und schickte die Themenvereinbarung schlussendlich nach Hamburg zur Bestätigung.

Als kurze Zeit später die Ablehnung der Themenvereinbarung eintraf war ich nicht sonderlich überrascht, weil ich schon so eine Vorahnung hatte. Die HFH wandte völlig zu Recht ein, dass es sich hier nicht um die geforderte Projektarbeit handelte und ich die Themenvereinbarung nochmal neu verfassen sollte. Während ich bereit war das Thema damit sofort fallen zu lassen, fing der Dozent völlig unabhängig von mir und zuerst ohne Rücksprache eine Diskussion mit der HFH an, warum es sinnvoller und überhaupt angebrachter sei keine Projektarbeit sondern eine Literaturarbeit zu verfassen. Ich weiß das deshalb, weil er mir die Kopien dieses Dialogs –nach denen ich gar nicht gefragt hatte-via E-Mail zukommen ließ. Man könnte vielleicht meinen, dass es ihm darum ging mir einen Gefallen zu tun und er deshalb intervenierte damit ich das Thema behalten konnte. Aber wenn ich mir die Inhalte dieser Mails durchlese bin ich mir ziemlich sicher, dass es dabei nur darum ging dass er Recht behalten und seinen Willen durchsetzen wollte. Offenbar hielt er seine Vorstellungen von einer guten Hausarbeit für maßgeblicher als die Vorstellungen seines Arbeitgebers und brachte das auch schriftlich zum Ausdruck. Die HFH reagierte auf diese Uneinsichtigkeit ziemlich professionell muss ich sagen und versuchte ihn darauf hinzuweisen, dass ihre Vorgaben einem bestimmten Zweck dienen. Trotzdem war er nicht bereit von seinen Vorstellungen abzulassen. Sein Kompromiss bestand schließlich darin, die Themenvereinbarung so anzupassen, dass sie sowohl seinen als auch den Vorgaben der HFH genügte, wobei der Schwerpunkt eindeutig zu seinen Gunsten ausfiel. Für mich ein fauler Handel, denn das bedeutete im Ergebnis, dass ich dadurch zwei Hausarbeiten schreiben und in einer unterbringen musste, weil es sich eigentlich um zwei völlig verschiedene Themen handelte. Und das auf maximal 20 Seiten, ohne dafür mehr Zeit zu haben als bei einer normalen Hausarbeit. Im Nachhinein ärgere ich mich deshalb maßlos über mich selbst. Dass ich nicht die Courage hatte meinen Mund aufzumachen und ihn vor die Wahl gestellt habe. Dass ich das ganze Theater zu meinen Lasten überhaupt mitgemacht habe. Ich stand am Ende ziemlich dumm da, weil ich mir durch mein Schweigen einen Haufen Mehrarbeit aufgehalst habe, die noch nicht mal honoriert wurde.

Der Schreibprozess

Ich schrieb die HA in dem Wissen, dass ich seinen Ansprüchen nie genügen würde. Er hatte ausnahmslos sämtliche HA zerpflückt und schlecht benotet die ihm vorgelegt wurden, warum sollte ich also eine Ausnahme sein. Trotzdem versuchte ich –wie sich später herausstellte wenig erfolgreich-seine Vorstellungen zu erfüllen. Auf der einen Seite schrieb ich also eine vergleichende Literaturarbeit, auf der anderen Seite eine Projektarbeit. Notgedrungen musste ich aus Platzgründen Abstriche machen und konnte viele Dinge nur oberflächlich abhandeln. Trotzdem kam ich auf fast 30 Seiten, ohne das Gefühl zu haben dass beide Fragestellungen erschöpfend behandelt werden konnten. Nach zwei Monaten wurde ich gerade so fertig und war einfach nur froh, dass ich diese unleidige Hausarbeit endlich abgeben konnte.

Die Bewertung –Widerspruch ja oder nein?

Schon als ich die fertige HA verschickte war mir klar, dass die Benotung bestenfalls zwischen drei und vier liegen würde. Drei Wochen später bekam ich dann den Bewertungsbogen mit einer 3,3 zugesandt. Wie bei allen anderen Hausarbeiten die er beurteilt hatte war auch bei mir im Prinzip alles schlecht, sowohl formal als auch inhaltlich. Der Bewertungsbogen der HFH war ihm natürlich nicht genug, nein, er musste zusätzlich auf einem extra Blatt mein Versagen dokumentieren. Was mich besonders ärgert ist, dass er sich auch hier nicht die Mühe gemacht hat die Vorgaben der HFH zur Zitation durchzulesen und genau diese Zitierweise zu kritisieren. Daneben bemängelte er meine Quellenangaben wegen angeblich fehlerhafter Seitenzahl-Angaben, ohne zu merken, dass es sich hier um zwei Artikel eines Autors zum gleichen Thema handelte. Als Dozent sollte man schon in der Lage sein die genannten Quellen auch korrekt zu recherchieren und die von anderen geforderte Sorgfalt auch bei sich selber anwenden. Inhaltlich kritisierte er grob gesagt die fehlende Tiefe der Themen und dass ich einige Perspektiven nicht berücksichtigt hatte. Da frage ich mich doch, wo ich das noch hätte unterbringen sollen, wenn ich sowieso schon die vorgegebene Seitenzahl massiv überschritten hatte. Die einzig positive Bemerkung bezog sich darauf, dass ich mir den Anspruch gestellt hatte sowohl eine vergleichende Literaturarbeit als auch eine Projektarbeit in einem zu schreiben. Da dieser Anspruch aber nicht von mir stammte sondern von ihm initiiert wurde, kann man hier nur von einem an dieser Stelle völlig unangebrachten Eigenlob sprechen. Vom Rest will ich gar nicht erst anfangen, weil er viele Sachen bemängelte, die er auch schon vor Erstellung der HA hätte ansprechen können und die so vermeidbar gewesen wären. Aber sich ständig auf Nebenschauplätze konzentrieren und mir den Unterschied zwischen Binde-und Gedankenstrich erklären wollen...

Ich habe mir kurz überlegt, ob ich einen Widerspruch gegen Bewertung und Benotung einlegen soll, bin dann aber zu dem Schluss gekommen dass es mir die Mühe nicht Wert ist. Ich habe bestanden, das ist alles was zählt.

Und die Moral von der Geschicht…

Die Erfahrungen die ich hier gemacht habe sind die mit Abstand schlimmsten des gesamten Studiums. Immerhin habe ich daraus gelernt, dass die Chemie zwischen Student und Dozent grundlegend wichtig ist und es einfach menschlich stimmen muss, damit eine konstruktive Zusammenarbeit möglich ist. Mit dem Wissen von heute würde ich so ein Theater definitiv nicht mehr mitmachen und die ganze Sache gleich abbrechen. Leider bin ich jemand der meistens seine Klappe hält um niemandem Schwierigkeiten zu machen. Das ist etwas was ich in Zukunft auf jeden Fall verändern muss, damit nicht nur mir sondern auch anderen kein Schaden erwächst. Denn vieles wäre vermeidbar gewesen, wenn ich mich auch beschwert und unter die Zusammenarbeit schnell einen Schlussstrich gesetzt hätte.

Rein fachlich ist es jetzt auch nicht so, dass ich gar nichts mitgenommen hätte und ein paar Sachen werde ich in Zukunft mit Sicherheit berücksichtigen. Beispielsweise dass der Titel einer Hausarbeit prägnant sein und mit dem Inhalt übereinstimmen sollte. Oder dass der Inhalt gut strukturiert werden kann, indem man ihn pyramidenartig aufbaut, um so einen roten Faden beizubehalten. Oder dass man auch Kleinigkeiten wie z.B. Wortabstände usw. berücksichtigen und überarbeiten sollte. Man kann also nicht sagen, dass der Dozent nichts vom Hausarbeiten schreiben verstehen würde oder dass er dbzgl. inkompetent wäre. Aber wenn es menschlich und sozial so extrem hapert, nützt eben auch die größte Fachkompetenz nichts.

Bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich bei den nächsten Hausarbeiten hoffentlich mehr Glück habe und mich mit den verantwortlichen Dozenten besser verstehe.

LG Higgins

Higgins

Länger nicht mehr hier gewesen....

Inzwischen sind fast vier Monate ins Land gegangen und so wird es mal wieder Zeit für ein kleines Update über die letzten Entwicklungen.

Hauptpraktikum

Von Januar bis März habe ich ja im Pflegestützpunkt gearbeitet und dadurch eine Teilanrechnung des Praktikums von 13 Wochen erreicht. Eigentlich wollte ich die noch fehlenden 7 Wochen auch im Pflegestützpunkt ableisten und hatte zu diesem Zweck auch alles abgeklärt, d.h. im Sommer sollte ich nochmal für zwei Monate kommen. Nur hat mir die HFH jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht und möchte, dass ich das restliche Praktikum explizit in einer pflegerischen Leitungsfunktion verbringe. Damit sind meine Pläne hinfällig und ich muss mich doch um einen anderen Praktikumspatz kümmern. Das ärgert mich schon etwas, weil ich im Sommer eigentlich den Praktikumsbericht schreiben wollte und nun wieder alles nach hinten rausgeschoben wird. Aber nun ja, so ist es eben leider.

Hausarbeit in „Case Management und integrierte Versorgung“

Zu diesem Thema hatte ich eigentlich einen eigenen ausführlichen Blogeintrag verfasst, mich aber nun entschlossen diesen nicht zu veröffentlichen, um mein Studium nicht zu gefährden. Das liegt nicht an der HFH, sondern am Dozenten mit dem ich es hier zu tun hatte. Nur so viel: Die Zusammenarbeit war einfach nur furchtbar und ich bin froh, dass es vorbei ist. Inzwischen ist er –warum auch immer- nicht mehr für das Fach CMV als Dozent und Betreuer zuständig, worüber ich für alle nachrückenden Studenten sehr dankbar bin. Zumindest diesen bleibt dadurch einiges erspart. Meine Note ist nicht berauschend, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet. Widerspruch werde ich dagegen und gegen seine Bewertung nicht einlegen, weil es mir die Mühe einfach nicht wert ist. Ich habe bestanden, die Zeile ist grün und das ist alles was zählt. Allerdings graut mir aufgrund dieser Erfahrung ehrlich gesagt schon vor den nächsten Hausarbeiten…

Nächste Ziele

Im Mai nehme ich an der komplexen Übung im Fach „Beratung, Anleitung und Schulung teil“. Im Juni stehen dann zwei schwere Rechtsklausuren an, wobei ich mir noch nicht sicher bin ob ich wirklich beide schreibe. Aktuell bin ich ziemlich studiumsmüde und kann mich nur schwer motivieren. Die Hausarbeit in CMV hat mich einiges an Kraft gekostet und ich fühle mich auch emotional ziemlich „geschlagen“. Deshalb würde ich im Sommer gerne mal wieder richtig Urlaub mit meiner Family machen und das Studium für ein paar Wochen Studium sein lassen.

Das mal in aller Kürze

LG Higgins

Higgins

Dieser Gedanke kommt mir oft in den Sinn wenn ich mir momentan meinen Alltag anschaue. Morgens stehe ich zwischen halb und dreiviertel sechs auf, verbringe den halben Tag im Pflegestützpunkt, danach wird schnell zu Mittag gegessen und ein bisschen mit meiner Tochter gespielt. Dann fasse ich ein paar Seiten Studienbriefe in NLS zusammen, lerne etwas zum Thema SGB und ambulante Hilfeleistungen (weil ich demnächst selber einfache Beratungsgespräche durchführen soll) und treffe Vorbereitungen für die Hausarbeit in CMV (sofern mir bei dem Part nichts dazwischen kommt). Haushalt und andere Sachen bleiben oft liegen bzw. werden aufs Wochenende verschoben. Tja, und dann ist der Tag eigentlich schon fast vorbei, das (inzwischen schon wieder kranke) Kind muss ins Bett, ich bin total erledigt und schlafe meist vor dem Fernseher ein :blushing:. Insgesamt nicht so prickelnd grade, aber da muss ich wie so viele andere eben durch.

Zur Hausarbeit in CMV gibt es inzwischen übrigens Neuigkeiten: Nachdem ich die Themenvereinbarung diese Woche erneut eingereicht habe bekam ich eine Nachricht dass das Thema trotz Mängel bestätigt wird. Ich bin aber darauf hingewiesen worden, dass die Überarbeitung eigentlich immer noch nicht den Vorgaben entspricht und es sich bei der HA nicht um eine Literaturarbeit, sondern hauptsächlich um eine Projektarbeit handeln soll. Also muss ich meine Planung und auch die Überarbeitung vom Dozenten komplett über den Haufen werfen und alles nochmal neu erarbeiten. Gleichzeitig stehe ich vor dem Problem, dass es sich um eine potenziell realisierbare (aber im Endeffekt fiktive) Projektarbeit handelt und ich nicht genau weiß, wie und wo ich eigentlich anfangen soll. Zum Projektmanagement selber gibt es zwar ein paar Studienbriefe an denen ich mich orientieren kann, was aber nicht über die Tatsache hinweg täuscht dass ich mit Projekten überhaupt gar keine Erfahrung habe. Den Bearbeitungsbeginn habe ich auf Anfang Februar gelegt und insgesamt 8 Wochen Zeit etwas einigermaßen Vernünftiges zustande zu bringen.

Ansonsten konnte ich vor kurzem den ersten Studienschwerpunkt wählen und habe mich von den drei Möglichkeiten stationäre Krankenversorgung, ambulante Dienste und stationäre Altenhilfe für die ambulanten Dienste entschieden. Zum einen weil mein Interesse überwiegend in diese Richtung geht und zum anderen, weil der Schwerpunkt perfekt mit meinem Praktikumsplatz zusammenpasst. Ich muss ja in dem Fall ohnehin auch noch eine Hausarbeit schreiben, da sind natürlich einige Hintergrundinfos und theoretisches Grundwissen ganz gut. Außerdem haben die Kollegen im Stützpunkt schon angemerkt, dass sie auch ein Auge auf die HA werfen möchten und mir helfen werden :thumbup:. Das finde ich natürlich toll und erleichtert mich auch ziemlich, weil die zwei einfach Ahnung von ihrem Geschäft haben und die HA dadurch abgerundet bzw. verbessert wird.

Was den zweiten Studienschwerpunkt angeht bin ich noch etwas unsicher und weiß nicht wofür ich mich entscheiden werde. Das hängt davon ab ob, wann und wo ich einen neuen Job bekomme oder nicht. Außerdem muss ich im 2. SSP eine eigene Studie durchführen und ich dachte mir dass es vielleicht Sinn macht, diese Studie in Vorbereitung auf die Bachelorarbeit zu organisieren. Eine Idee für die BA habe ich schon, allerdings möchte ich-wenn ich ehrlich bin-keine Studie an meinem aktuellen Arbeitsplatz machen. Dieser spräche eher für den Studienschwerpunkt stationäre Krankenversorgung, eine neue Stelle eher für den SSP stationäre Altenhilfe. Aber vielleicht ist es auch noch zu früh sich darüber Gedanken zu machen. Momentan bin ich ja beschäftigt genug….:rolleyes:

LG Higgins

Higgins

Praktikum - Bericht

Ehrlich gesagt war ich ja eigentlich nie so recht begeistert davon, dass man im PM-Studium ein Pflichtpraktikum ableisten soll. Aber nach zwei Wochen muss ich gestehen, dass so ein Praktikum ganz nützlich ist und man dabei gut herausfinden kann, ob der vermeintliche Traumjob wirklich ein Traumjob ist oder nicht. Und manchmal stellt sich dabei sehr schnell heraus, dass die eigenen Vorstellungen nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun haben.

Grob gesagt gliedert sich die Arbeit im Pflegestützpunkt in etwa fünf Bereiche auf:

1.Pflegeberatung

Entweder die Klienten kommen zu uns ins Büro oder wir machen Hausbesuche. Inhaltlich deckt die Beratung fast das gesamte Sozialgesetzbuch ab, d.h. man muss fit sein was die ganzen Leistungen und Paragraphen betrifft. Man hilft bei Anträgen, Korrespondenzen, Widersprüchen und gibt Informationen über zustehende Leistungen weiter. Dazu gehören auch diverse Broschüren und anderes Infomaterial. Mit vielen Klienten besteht über Jahre Kontakt und es entsteht immer wieder Beratungsbedarf.

2.Allgemeine Koordinierungsaufgaben

Koordinierung zwischen Klienten und Anbietern diverser Leistungen, Klienten und Behörden, Klienten und dem Pflegestützpunkt, zwischen Pflegestützpunkt und Kollegen anderer Beratungsangebote (z.B. Altenhilfe, Sozialamt, Eingliederungshilfen), zwischen Anbietern und Pflegestützpunkt, zwischen verschiedenen Leistungsangeboten, zwischen Selbsthilfegruppen usw. Dazu gehören auch regelmäßige Dienstbesprechungen zwischen den unterschiedlichen Abteilungen innerhalb des Amtes.

3.Organisation von Veranstaltungen und Projekten

Organisation von Räumlichkeiten, finanziellen Mitteln und Sprechern, die Planung und Strukturierung von Programmen und Inhalten, die Vorbereitung eigener Vorträge (ca. 3x im Monat), die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Außerdem die gesamte Planung, Organisation, Koordination und Evaluation diverser Projekte im Pflegestützpunkt.

4.Netzwerkaufgaben

Sammeln von Informationen diverser Anbieter (Heime, ambulante Pflegedienste, Tagespflege, Hauswirtschaftliche und sonstige Hilfen), regelmäßiger Kontakt mit bekannten Anbietern, Überprüfung neuer Anbietern, Erstellung und Aktualisierung eines entsprechenden Informations-Katalogs für die Klienten, Kontaktpflege und Informationsaustausch mit Ämtern, Behörden, Krankenkassen, dem MDK und anderen Einrichtungen.

5.Allgemeine Bürotätigkeiten

Führen von Statistiken und Dokumenten, Telefonate (man telefoniert unglaublich viel), Terminvereinbarungen, Aktenvermerke und deren Aktualisierung usw. Ablegen, Strukturieren und Ordnen diverser Notizen, Dokumente und Informationen, allgemeiner Schriftverkehr mit diversen Leuten.

Qualifikationen und Berufschancen wenn man im PSP arbeiten möchte:

Hier bin ich nach den ersten Gesprächen mit meinen Kollegen sehr schnell desillusioniert worden. Als der PSP eingerichtet wurde gab es auf zwei Stellenausschreibungen 80 Bewerbungen. Die meisten Stellen werden an Sozialarbeiter vergeben und wenn man als Pflegekraft in dem Bereich arbeiten möchte muss man einiges mitbringen. Die Krankenschwester in meinem PSP hat den Job deshalb bekommen weil sie mindestens 20 Jahre Berufserfahrung hat, davon viele Jahre im ambulanten Pflegedienst als PDL (mit entsprechender Weiterbildung und den entsprechenden Kontakten). Sie hat also ihr ganzes Netzwerk in den Pflegestützpunkt mit eingebracht. Außerdem ist inzwischen eine Weiterbildung als Case-Manager zwingend vorgeschrieben und zukünftig auch eine Weiterbildung als Pflegeberater. Mal eben als Berufsanfänger hier einsteigen kann man sich also abschminken.

Mein Eindruck:

Warum diese Arbeit ein Traumjob ist:

• Die Tätigkeit im Pflegestützpunkt ist wahnsinnig spannend, vielfältig und betrifft die unterschiedlichsten Themenbereiche

• man lernt total viel und erwirbt sehr breit gefächerte Kompetenzen

• Kontakt und Zusammenarbeit mit den verschiedensten Leuten und Einrichtungen

• Sehr selbständiges und flexibles Arbeiten

• Kein Zeitdruck, kaum Stress, sehr freundlicher Umgangston

• Freie Zeiteinteilung

• Alles ist sehr entspannt und locker, kein Vergleich zu dem Rumgehetze und Druck/Stress auf einer Station

Warum diese Arbeit kein Traumjob ist:

• Die ständige Telefoniererei: Ich hasse telefonieren. Vermutlich bin ich eine der wenigen Frauen die dem nichts abgewinnen kann.

• Vorträge halten: man sagt zwar ich wirke kompetent und selbstsicher bei Referaten, aber ich spreche gar nicht gerne vor Menschen.

• Kommunikation: Man muss in dem Job sehr, sehr viel reden. Extrem viel. Mit den Klienten, mit Kollegen, den Anbietern und Behörden. Und ich rede weder gerne, noch viel. Ich kann zwar wenn ich muss bzw. wenn ich Lust dazu habe und ich kann mich auch gut ausdrücken, aber ich finde es oft sehr anstrengend, manchmal mehr als körperliche Arbeit. Meine Kollegen sind da ganz anderes, da wird gequatscht ohne Punkt und Komma und offensichtlich haben sie sehr viel Freude daran. Ich dagegen empfinde so viel Kommunikation manchmal als sehr mühsam.

Fazit:

Obwohl es einige Punkte gibt die mir nicht so gefallen kann ich mir grundsätzlich vorstellen in dem Bereich zu arbeiten. Jeder PSP ist ja auch ein bisschen anders (denke ich zumindest), also kann man die Erfahrung nicht verallgemeinern. Die größte Herausforderung wäre für mich tatsächlich die permanente Kommunikation, aber vielleicht ist das auch nur eine Sache der Gewohnheit... Bis jetzt gefällt es mir sehr gut dort und ich bin gespannt wie sich die Arbeit noch entwickelt. Im Übrigen sieht die Planung vor, dass ich im Sommer nochmal für zwei Monate dort arbeite. Wenn nichts mehr dazwischen kommt ist mein Hauptpraktikum also abgedeckt :thumbup:.

LG Higgins

Higgins

Gute und schlechte Nachrichten…

Zuerst zum Positiven:

Seit einigen Tagen habe ich nun das Hauptpraktikum im Pflegestützpunkt angefangen und fühle mich sehr wohl dort. Meine Vorgesetzten sind sehr nett und alles läuft sehr professionell ab. Ich habe einen eigenen Schlüssel für das Büro bekommen, einen Laptop und einen Schreibtisch. Sogar ein kleines Praktikumsentgelt bekomme ich. In alles was aktuell so ansteht werde ich mit einbezogen und glaube dass ich noch sehr viel lernen werde. Pflegeberatung ist ein sehr umfassendes, weitverzweigtes Gebiet und steht mit diversen Behörden und Leuten in Kontakt, so dass man dementsprechend viel netzwerken kann. Außerdem bekommt man einiges an Insiderinformationen, gerade was anstehende Projekte und potenzielle Stellen betrifft. Ich denke also, dass dieses Praktikum in einiger Hinsicht sehr nützlich sein wird.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Monaten so viele Überstunden angesammelt, dass ich in Januar und Februar so gut wie gar nicht arbeiten muss. Das bedeutet dass ich fast ein Vollzeitpraktikum ableiste und mir keine Sorgen mehr wegen der Stunden machen muss. Der Stützpunkt ist wahnsinnig flexibel was Arbeitszeiten angeht und wir sprechen jede Woche neu ab, ob ich vormittags, nachmittags oder sogar einen ganzen Tag kommen kann. Teilweise finden sogar sehr interessante Abendveranstaltungen statt, die ich dann mitorganisieren darf. Auch wegen einer Verlängerung habe ich schon angefragt und mir wurde gesagt, das wäre prinzipiell kein Problem. Allerdings bekommt der Pflegestützpunkt von April bis Mai noch eine Praktikantin, was dann doch ein bisschen viel wäre. Aber wenn ich wolle könne danach im Sommer nochmal kommen. Meine Probleme mit dem Hauptpraktikum haben sich also vermutlich erledigt :thumbup:.

Und nun zum Negativen:

Das Prüfungsamt der HFH hat mein Thema für das Modul CMV nicht bestätigt. Zu den genauen Hintergründen und wie ich dazu stehe mag ich mich an dieser Stelle noch nicht auslassen, kann aber so viel sagen dass die Verantwortung dafür nicht bei mir zu suchen ist. Mein Betreuer und ich versuchen das jetzt noch irgendwie hinzubiegen, es kann aber sein dass das nicht funktionieren wird. Insgesamt ist die Situation grade nicht wirklich einfach. Aber nun gut, wir werden sehen wie es sich entwickelt.

LG Higgins

Higgins

Erstmal hoffe ich, wenn auch verspätet, dass hier alle gut im neuen Jahr angekommen sind…:)

Natürlich habe auch ich mir Gedanken darüber gemacht, wie meine Ziele 2015 aussehen sollen und letztendlich steht dabei nur ein ganz großes im Fokus:

• Das Studium zu einem guten Ende bringen

Im Einzelnen bedeutet das für die nächsten 12 Monate folgendes:

• 2 Hausarbeiten

• 2 komplexe Übungen

• 5 Klausuren

• und das Hauptpraktikum

Darauf wird meine gesamte Konzentration liegen. Natürlich werde ich dabei versuchen, einen Mittelweg zwischen Freizeit/Familie und Studium zu finden, aber ich denke es wird trotzdem einfach Zeit, dieses Studium stringent und konsequent seinem Ende näher zu bringen. Wenn ich o.g. Vorhaben geschafft habe, bleiben für das 8.Semester ab Januar 2016 nur noch die Studie übrig (mit entsprechender Hausarbeit) und die BA. Summa summarum müsste ich also hoffentlich im Sommer 2016 fertig sein, wenn alles wie geplant läuft :thumbup:.

Daneben steht noch die Jobsuche im Raum und wird von mir wohl ab Frühjahr in Angriff genommen werden, so dass ich ab Sommer oder Herbst 2015 wechseln kann. Mal sehen, was der Arbeitsmarkt so hergibt.

Und dann habe ich mir natürlich schon mal erste Gedanken darüber gemacht, wie es nach dem Studium (mit einjähriger Pause) weitergehen soll. Vor allem deshalb weil ich feststellen musste, dass einige Hochschulen bestimmte Voraussetzungen verlangen (z.B. ein bestimmter Notendurchschnitt, Berufserfahrung nach erstem Hochschulabschluss oder Englischkenntnisse) die man teilweise schon beim Bachelor mit einplanen sollte. Also habe ich mich mal auf dem „Master-Markt“ umgesehen und überlegt, in welche Richtung und zu welcher Hochschule ich am ehesten tendiere….

1.Schritt: Vorüberlegungen

Uni oder Fachhochschule

Ganz klar Fachhochschule, weil ich eher ein praxisorientierter Mensch bin und gerne anwende was ich lerne. Mit ausschließlich theoretischen Auseinandersetzungen habe ich es dagegen nicht so.

Fernstudium oder berufsbegleitendes Studium

Eine ganze Weile habe ich berufsbegleitende Studiengänge fokussiert, weil das mal eine nette Abwechslung gewesen wäre. Gerade die Frankfurter Hochschule erschien mir mit ihrem Pflege-Master sehr attraktiv, v.a. weil ich mich sehr fürs Case-Management interessiere. Auch die FOM mit ihrem Public Health- Master hätte mir sehr gut gefallen. Nachdem ich dann aber nach Zugverbindungen und Unterkünften geschaut hatte war mir schnell klar, dass diese Rahmenbedingungen für drei Jahre nicht umsetzbar sind bzw. ich nicht bereit bin, diesen Aufwand auf mich zu nehmen. Ich kenne mich: das erste halbe Jahr sehr engagiert und jede Präsenzphase mitnehmend. Aber danach bin ich mir ziemlich sicher, dass es mir eher auf die Nerven gehen wird wenn ich alle zwei Wochen für drei oder vier Tage wegfahren und in fremden Betten übernachten muss. Deswegen kommt das eher nicht in Frage.

Konsekutives oder nicht -konsekutives Studium

So viele nicht-konsekutive Studiengänge gibt es zwar nicht, aber der Master „Betreuung/ Vormundschaft/ Pflegschaft hatte es mir definitiv angetan, zumal eine optionale Berufsbetreuung noch immer im Raum steht. Letztendlich ist der Studiengang aber extrem paragraphenlastig und schränkt einen doch sehr auf dem Arbeitsmarkt ein. Außerdem tendiere ich eher zu einem Studiengang, der schon vorhandenes Wissen vertieft und ausbaut.

2.Schritt: Persönliche Anforderungen

Damit sind Voraussetzungen /Bedingungen gemeint, die ich an die Hochschule stelle:

• Reputation: d.h. die Hochschule sollte schon einige Jahre auf dem Markt sein, einen guten Ruf haben und Erfahrung mit Fernstudiengängen mitbringen

• Studienzentrum Stuttgart oder München: weil diese Zugverbindungen für mich am günstigsten sind

• Präsenztage: am besten wenige und fakultativ

• Preis: sollte noch bezahlbar sein

• Inhalt: dieses Mal gehe ich weniger nach dem was auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist (obwohl das natürlich trotzdem noch eine gewisse Rolle spielt) sondern mehr nach meinem Interesse für die Inhalte der verschiedenen Module

• Prüfungen: bevorzugt praxisorientiert durch Fallarbeiten, Hausarbeiten etc.

• Prüfungstermine: es sollte mehrere Termine pro Modul und Semester geben

• Credit Points: sollten mit 120 CP so bemessen sein, dass ich insgesamt auf die geforderten 300 CP komme

• Flexibilität innerhalb des Studiums: kostenlose Verlängerung, o.g. Auswahl an Prüfungsterminen, mögliches Vorziehen von Modulen etc.

Potenzielle Fernhochschulen für eine engere Auswahl

Nach der o.g. Vorauswahl sind 6 Hochschulen übrig geblieben:

1. HFH

2. DIPLOMA

3. Deutsche Hochschule für Prävention

4. WINGS

5. SRH

6. Apollon

Die ersten drei habe ich dann recht schnell von meiner Liste gestrichen, weil die Studiengänge aus diversen Gründen nicht so wirklich zu mir gepasst haben:

1.HFH: „Master Management von Organisationen und Personal im Gesundheitswesen“

Wenn ich eine Möglichkeit sehen würde den Master im „eigenen Stall“ zu absolvieren wäre die Wahl sehr einfach gewesen und ich hätte mich sofort für die HFH entschieden. Denn im Grunde bin ich bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr zufrieden, komme mit Organisation und Struktur der Hochschule gut zurecht und habe den Eindruck, dass die HFH wirklich daran interessiert ist ihre Studenten zum Abschluss zu führen. Aber: der Master gefällt mir irgendwie nicht so richtig… Er kommt mir ein bisschen „unausgegoren“ vor, was vielleicht auch daran liegen mag, dass es ihn noch nicht so lange gibt. Im Einzelnen sind für mich dabei folgende Punkte zu kritisieren (mit Betonung auf „meine“, denn: es mag durchaus Leute geben die das anders sehen und denen dieser Master gefällt):

Der Titel

Ich finde den Titel insgesamt etwas unglücklich gewählt. Erstens die Hervorhebung von Personal und Organisationen, was ich für den Arbeitsmarkt sehr reinschränkend finde, d.h. wenn man nicht nur an Führungspositionen interessiert ist wird man es mit dem Abschluss bei der Stellensuche wohl eher schwer haben. Zweitens isoliert und begrenzt der Titel das Management auf die zwei o.g. Aspekte, obwohl dazu viele Dinge mehr gehören.

Die Module

Diese finde ich eher einseitig und passen auch nicht so hundertprozentig zum Titel. Wissenschafts-und Forschungsanteile scheinen sehr zu dominieren, obwohl das mMn eine eher untergeordnete Rolle in Führungspositionen spielt. Einige Module erinnern mich sogar an den Bachelor-Studiengang PM, was mich etwas irritiert, weil ein Master eigentlich etwas Weiterführendes sein sollte. Aber was mich am meisten stört ist diese Begrenzung auf Personal und Organisationen. Bereiche wie z.B. Qualitäts-und Projektmanagement, Sozial-und allgemeines Recht, Marketing und Arbeitspsychologie/Konfliktmanagement sehe ich in den einzelnen Modulen überhaupt nicht. Und ich denke ein zukünftiger Arbeitgeber kann das –falls doch vorhanden-aus den Modulbezeichnungen auch nicht ableiten. Ganz zu schweigen davon, dass man keinen einzigen Studienschwerpunkt wählen kann. Schade.

Komplexe Übungen

Erstmal finde ich es gut dass die HFH im Master deutlich mehr Wert auf Praxisbezug und Anwendung legt. Aber: Ich kenne die komplexen Übungen der HFH und die Anforderungen können sehr, sehr unterschiedlich sein. Da ist von „ich lese nicht mal die SB und bestehe durch pure Anwesenheit“ bis zu „ich muss mich monatelang vorbereiten und aktiv mitarbeiten um zu bestehen“ alles dabei. Das ist mir ehrlich gesagt zu riskant - weil: wenn schon ein Master, dann möchte ich auch was dabei lernen.

2.DIPLOMA: Master Medizinalfachberufe

Die DIPLOMA ist hauptsächlich deshalb in die Vorauswahl gekommen, weil sie einige der Bedingungen erfüllt die ich aufgelistet hatte. Aber im Prinzip ist dann doch der Inhalt entscheidend und der passt leider so gar nicht zu meiner Vorbildung bzw. meinen Interessen. Ich denke der Studiengang macht vielleicht eher für Leute Sinn, die z.B. eine Tätigkeit in der Physiotherapie oder Reha haben, mit einer großen Affinität zur Forschung. Für Leute aus der Krankenpflege finde ich den Studiengang eher ungeeignet.

3.Die DHfPG: Master für Prävention und Gesundheitsmanagement

Wenn mein Ziel darin bestünde in die Prävention zu gehen oder ich aus dem Bereich kommen würde, wäre dieser Master mit Sicherheit interessant. Aber mein Hintergrund bzw. meine Interessen gehen leider auch hier völlig an den Studieninhalten vorbei. Für die diversen Präventionsberufe (Ernährungs-, Diabestes-, Fitnessberater usw. ) ist er deshalb mMn definitiv besser geeignet.

Tja, damit sind nur noch drei Hochschulen fürs Finale übrig geblieben, die potenziell und real in Frage kommen. Weil ich noch mehr Informationen brauchte habe ich mir dann von diesen drei Hochschulen die entsprechenden Studienführer bestellt. Ich muss sagen, alle waren sehr schnell und ich hatte nach 2-3 Tagen die Unterlagen in der Hand.

Die WINGS: Master Gesundheitsmanagement/Health Care Management

Positiv

• Die WINGS hat auf dem Fernunterrichts-/Fernstudiengangssektor die längste Erfahrung

• Prüfungen finden u.a. durch Projekte, Fallstudien und Planspiele statt, was sich sehr interessant und nach viel Input/Praxistransfer anhört

• Gruppenarbeiten setzen sich aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, was zu anderen Blickwinkeln beitragen kann

• Der Abschluss berechtigt zur Promotion

• Die Dozenten wirken extrem kompetent, fast nur Professoren mit viel Erfahrung

• Die WINGS erfüllt viele meiner o.g. Rahmenbedingungen

Negativ

• Der Studiengang hat eigentlich nur 90 CP, 30 CP kann man durch ein Jahr Berufserfahrung „ersetzen“ (das hat für mich so ein „Gschmäckle“…)

• Alles wirkt ein bisschen „zu modern“ auf mich: Onlinevorlesungen, Videokonferenzen, eine Studiums-App, ein Tablet zum Studium, Online- Dokumente usw. Das ist mir ein bisschen zu viel „online“.

• Die Module sind auch hier sehr forschungs-und wissenschaftsdominiert

• Bei vielen Modulen habe ich den Eindruck, dass ich das schon im Bachelor hatte oder schon Wissen aus meiner Vorbildung mitbringe (z.B. gibt’s ein Modul Grundlagen der Medizin)

• Der Preis ist wirklich hoch: fast 600 Euro pro Monat

Die SRH Riedlingen: Master Health Care Management

Positiv

• Man bekommt die Studienmaterialien zugeschickt, hat also etwas in der Hand mit dem man arbeiten kann

• Man kann sich jedes Semester neu entscheiden ob man das Semester in Voll-oder Teilzeit absolvieren möchte, ohne dass sich der Preis ändert

• Es gibt Seminar, Gruppen-und Fallarbeiten, außerdem mündliche Prüfungen, Präsentationen und Hausarbeiten, das spricht für einen sehr guten Praxistransfer

• Die Module treffen genau meine Interessen und sind sehr breit gefächert

Negativ

• Die Kompakt-Präsenzwoche: ich finde es schon anstrengend, an zwei aufeinander folgenden Tagen 4 Stunden mit dem Zug unterwegs zu sein um ins Studienzentrum zu kommen, geschweige eine ganze Woche…

• In dieser einen Woche werden die ganzen Prüfungen des Semesters abgenommen, was ich persönlich schwierig finde weil es meinem Lernrhythmus total zuwiderläuft. Ich finde es besser wenn Prüfungen wie bei der HFH über das Semester verteilt werden.

• Der Preis ist mit 520 Euro auch nicht gerade der günstigste

• Das Eignungsgespräch

• Es gibt nur zwei Wahlmodule im 4.Semester, die mir nicht so ganz zusagen

Die Apollon: Master Gesundheitsökonomie

Positiv

• Der Preis ist im Vergleich mit anderen Anbietern der günstigste

• Studienmaterial wird auch hier zugeschickt

• Die Praxis-und Anwendungsorientierung durch Fallarbeiten, Rollenspiele und Gruppenarbeiten etc.

• Die Hochschule hat sich explizit auf die Gesundheitswirtschaft spezialisiert

• Sehr flexibles Studienmodell , sowohl was Seminar-und Klausurtermine angeht als auch die selbständige Planung innerhalb des Studiums/der Module, außerdem gibt es eine Voll-und Teilzeitvariante

Negativ

• Wenn man kein Absolvent eines entsprechenden affinen BA-Studiums an der Apollon ist muss man vor Beginn des Studiums u.U. ein 6-monatiges Propädeutikum ableisten

• Die Module und Schwerpunktfächer finde ich insgesamt ziemlich uninteressant

• Zu manchen Veranstaltungen muss man nach Bremen fahren, das wäre für mich eine halbe Weltreise

Fazit und vorläufiges Ergebnis:

Wenn sich in den nächsten zwei Jahren nichts Elementares in meiner Meinung oder meinem Berufsumfeld verändert ist die SRH Riedlingen eindeutig mein Favorit. Hauptsächlich wegen der Studieninhalte und der Möglichkeit jedes Semester neu entscheiden zu können, ob man die Voll-oder Teilzeitvariante wählt. Das ist, wenn die Familie mal mehr Zeit und Aufmerksamkeit braucht, eine ideale Option. Vor allem für meinen Mann, der sich manchmal doch schwertut mit dem Studium. Das wäre dann ein guter Mittelweg zwischen seinen und meinen Bedürfnissen.

Auf jeden Fall ist für diese Hochschule eine gute Vorbereitung und zeitlicher Vorlauf vonnöten denn: 1. muss man auf dem Anmeldebogen der SRH seine Englischkenntnisse angeben (die bei mir doch recht dürftig sind, d.h. darum müsste ich mich vorher noch kümmern).2. muss man ein Eignungsgespräch durchlaufen und ich habe keine Ahnung was da gefordert wird und ob man sich darauf vorbereiten kann (macht aber wahrscheinlich Sinn) und 3. das nötige Geld will erstmal angespart werden. Heißt mit anderen Worten, es ist ganz gut dass ich jetzt schon weiß wo die Reise hingehen soll.

Eine Alternative zur SRH gibt es nicht. Wenn die Inhalte der Apollon anders wären bzw. meinen Interessen mehr entgegen kämen wäre sie die zweite Wahl, weil es einfach nur wenige negative Punkte gibt, mit denen man durchaus leben kann. Aber wenn der Inhalt nicht passt kann man sich eben nur schwer für ein paar Jahre zum Studium motivieren.

So, und nun wieder zum Bachelor und den nächsten Aufgaben ;). Bis März muss ich eine Hausarbeit schreiben (und hoffe dass die Themenbestätigung bald kommt), das Praktikum ableisten und mich auf eine Klausur vorbereiten. Mit der Zusammenfassung habe ich heute angefangen.

Ich freue mich auf ein spannendes und ereignisreiches neues Jahr :thumbup:

LG Higgins

Higgins

LIEBSTER-Award - 2.Teil

So, und weils so schön war nun noch die Fragen von Markus…;)

1.Wann und wie hast du das erste Mal davon erfahren, dass es ein Fernstudium gibt?

Das war mit Anfang/Mitte 20 durch die ganzseitige Werbung von SGD & Co. in den Zeitschriften. Irgendwann dachte ich mir dann, dass es auch für die Pflege passende Fernstudiengänge geben muss und voilá…

2. Was ist für dich der größte Vorteil, sich mit einem Fernkurs/Fernstudiengang weiterzubilden?

Dass man seine Berufstätigkeit mit einem Studium verbinden kann und dadurch finanziell unabhängig bleibt. Und natürlich dass man seine Zeit ohne Vorgaben von außen selber flexibel einteilen kann.

3. ... und der größte Nachteil bzw. die größte Herausforderung?

Nachteile sehe ich keine, für mich ist diese Erfahrung bzw. Art zu lernen eine große Bereicherung.

Herausforderungen sehe ich persönlich darin, die Motivation über mehrere Jahre aufrecht zu erhalten und immer wieder neu zu beleben. Außerdem einen gangbaren Mittelweg zu finden zwischen Studium und Freizeit/Familie.

4. Welchen Fernstudiengang würdest du dir wünschen, dass es ihn geben sollte?

Für den Bereich Pflege wünsche ich mir mehr Studiengänge die nicht nur auf Leitungspositionen fixiert sind, weil ich das Angebot extrem einseitig finde. Ein Fortschritt ist schon mal, dass es inzwischen einen Bachelor Psychiatrische Pflege gibt und auch Studiengänge in Palliative Care. Was ich persönlich noch toll finden würde wäre ein Studiengang „Case-Management und integrierte Versorgung“.

Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass es „Soziale Arbeit“ nicht nur bei BASA online geben würde und v.a. nicht mit diesen fast unerfüllbaren Zugangsvoraussetzungen.

5. Hast du dich durch das Fernstudium verändert?

Ich bin auf jeden Fall deutlich disziplinierter als früher und habe mehr Durchhaltevermögen. Dass ich mich derart in Fächer reinhänge die mich nicht interessieren wäre vor dem Studium undenkbar gewesen.

6. Bereust du manchmal die Zeit, die du in deine Weiterbildung investierst?

Ganz klar: Nein.

7. Was ist in dir in deinem Leben jenseits des Fernstudiums wichtig?

Meine Familie, soziale Kontakte, Entspannung, Spaß und Freude am Leben.

8. Wie könnte Fernstudium-Infos.de für dich noch besser werden?

Ich finde es sehr gut so wie es ist, v.a. den Umgangston hier muss ich besonders positiv hervorheben :thumbup:.

Manchmal wünschte ich mir hier mehr „Pflege-Studenten“, v.a. mit eigenen Blogs, aber darauf hat das Forum ja keinen Einfluss...

LG Higgins

Higgins

LIEBSTER-Award

Da ich von snowchild nominiert wurde, hier meine Antworten:

1.Wieviel (Arbeits-)Zeit wendest Du im Durchschnitt je Woche für das Fernstudium auf?

Schwer zu beantworten, weil das sehr, sehr unterschiedlich ist... Tatsächlich gibt es immer wieder Wochen wo ich sogar überhaupt nichts mache :blushing:. Aber wenn ich mich festlegen müsste wären es wohl etwa 10-14 Stunden außerhalb und 20-30 Stunden innerhalb der Prüfungsvorbereitung (je nach Fach).

2. Welche Erfahrungen hast Du mit Gruppenarbeit gemacht? Bzw. gab es keine Gruppenarbeit? Selbstgewählte oder "zusammengewürfelte" Gruppen?

Meistens eine Mischung aus selbstgewählten/zusammengewürfelten Gruppen, bei denen von fruchtbarer Zusammenarbeit mit sehr viel Input bis zu langweiligen, sich endlos in die Länge ziehenden Sessions schon alles dabei war.

3. Welche Vor- bzw. Nachteile siehst Du in dem Verfassen von Hausarbeiten vs. Klausurenschreiben? Wie sehen Deine persönlichen Vorlieben aus?

Vor dem Studium war ich überzeugt davon, dass ich Klausuren den HA vorziehen würde. Inzwischen bin ich da aber definitiv anderer Meinung. Erstens weil man sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt und dadurch enorm viel hängenbleibt. Zweitens weil man durch Hausarbeiten u.a. auch Dinge wie Selbstorganisation, Struktur und logisches Argumentieren lernt. Bei Klausuren dagegen reproduziert man nur Wissen, das danach meist schnell wieder vergessen wird.

4. Was war (ca.) die längste und die kürzeste Wartezeit auf Noten in Deinem Fernstudium?

Die kürzeste 2 Wochen, die längste 6 Wochen.

5. Verläuft das Fernstudium für Dich so, wie Du es Dir vorgestellt hast bzw. wie die Ankündigungen/Beschreibungen des Anbieters waren?

Ich finde, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der HFH stimmt und man das bekommt was man erwartet. In dem Sinne stimmen also Ankündigungen und Beschreibungen mit der Wirklichkeit überein.

Allerdings hatte ich vor dem Studium eher „romantische“ Vorstellungen vom Studieren selbst, die jetzt nicht unbedingt etwas mit dem Alltag eines Studenten zu tun haben. Da bin ich dann zwar etwas unsanft in der Realität gelandet, aber das tut meiner Motivation keinen Abbruch.

6. Wie motivierst Du Dich selbst, wenn es mal nicht so im Fernstudium läuft, wie Du es Dir vorstellst bzw. sich u.a. zeitlich oder thematisch Promleme ergeben?

Ich rufe mir in Erinnerung, warum ich das Fernstudium ursprünglich angefangen habe. Irgendwelche Belohnungsschemata funktionieren bei mir nicht, weil die nichts mit dem Studium und der Motivation dafür zu tun haben.

7. Kennst Du die inhaltlichen Unterschiede Deines Fernstudienganges zum Präsenzstudiengang (sofern vorhanden) und empfindest Du Dein Fernstudium bzw. den Abschluss als einen "Abschluss zweiter Klasse"?

Ehrlich gesagt habe ich mich mit möglichen Unterschieden noch nie detailliert befasst, also kann ich dazu nichts sagen. Aber mein Fernstudium bzw. den Abschluss würde und werde ich nie als Abschluss zweiter Klasse empfinden. Auch in einem Fernstudium bekommt man nichts geschenkt und muss für seinen Abschluss hart arbeiten, ebenso wie bei Präsenzstudiengängen.

8. Was würdest Du grundsätzlich an einem Fernstudium Interessierten gerne mit auf den Weg geben? Was ist Deiner Meinung nach besonders beachtenswert?

1.Ein klares Ziel vor Augen bzw. etwas Konkretes worauf man hinarbeitet finde ich sehr wichtig. Sonst ist man nicht in der Lage sich über mehrere Jahre konstant zu motivieren und am Ball zu bleiben.

2.Man sollte ein Fernstudium vor Beginn mit den Bedürfnissen der eigenen Familie/dem Partner abstimmen bzw. mit zeitintensiven Hobbys oder sonstigen Interessen. Eine gute Portion Realismus ist dabei sicher nicht verkehrt, denn der Zeitaufwand und die Abstriche für ein Fernstudium werden sehr oft unterschätzt.

So, und nun wünsche ich allen einen guten Start ins neue Jahr :). Feiert schön :thumbup:

LG Higgins