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In der Probezeit abserviert...

Higgins

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Ja......ich weiß immer noch nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin sprachlos, enttäuscht, verärgert, traurig und habe das dumpfe Gefühl, so dermaßen über den Tisch gezogen worden zu sein, dass es nicht mehr feierlich ist. Was ich in den letzten Wochen mit meinen Vorgesetzten erlebt habe geht auf keine Kuhhaut und mir bleibt nur festzustellen, dass ich noch nie in meinem ganzen Berufsleben so schlecht von einem Arbeitgeber behandelt wurde wie hier.


Der Witz daran ist, dass bis vor 3 Wochen eigentlich noch alles in Ordnung war. Dass ich dachte, dass es eigentlich sehr gut läuft. Dass ich mich sehr wohl gefühlt und mich mit allen gut verstanden habe. Wie hätte ich auch etwas anderes denken und fühlen sollen, nachdem mein Zwischengespräch im Dezember so gut lief. Man wäre ja so froh dass ich da wäre und würde sich so freuen wenn ich bleibe. Ja Pustekuchen, so einen linken Verein wie in diesem Haus habe ich echt noch nie erlebt.


Denn vor drei Wochen hatte ich - 5 Wochen vor Ende der Probezeit - das Abschlussgespräch. Und dort wurden mir Dinge vorgeworfen, von denen ich in den ganzen Wochen und Monaten noch nie etwas gehört hatte. Weder von meinen Anästhesiekollegen, noch von den Ärzten. Völlig an den Haare herbeigezogene Kritiken, die nicht mal im Ansatz einem Körnchen Wahrheit entsprachen. Ich würde keine Eigeninitiative zeigen etwas zu lernen (nö, natürlich nicht, ich gehe nur zu meinen Kollegen und frage: kannst du mir sagen wie dieses und jenes funktioniert? Wie ist der Ablauf da und dort? Kannst du mir mal dies und das zeigen? Wenn das keine Eigeninitiative ist, ja was denn dann?!), ich wäre unkollegial, weil ich die Kollegen nicht zur Pause auslöse (ja klar, ich frage nur meine Kollegen: willst du jetzt mal was essen/trinken gehen? Aber eine Pause ist das natürlich nicht...sowas ist mir in meinen 25 Jahren Berufserfahrung noch nie vorgeworfen worden), ich hätte den geforderten Reanimationskurs nicht besucht (sicher, das war nur ein Geist den meine Kollegen dort gesehen haben und unterschrieben habe ich dabei natürlich auch nicht dass ich anwesend war), ich wäre völlig überfordert damit, Anästhesiepflege und OP- Springertätigkeiten parallel zu bewältigen und müsse dadurch, dass ich jeden Tag im OP sei eigentlich wissen was zu tun sein (klar, das schafft man sicher locker ohne die lange versprochene und nicht eingehaltene Einarbeitung, außerdem lernt man ja so gut, wenn man ab und zu mal ein paar Anweisungen hingeworfen bekommt. Dass OP-Pflege eine eigene, zweijährige Fachweiterbildung ist und ich noch nie im OP gearbeitet habe ist natürlich völlig unwesentlich und spielt keine Rolle) usw. und so fort. Ich war so dermaßen sprachlos in diesem Gespräch, dass ich darauf kaum etwas erwidern konnte und einfach nur wie vor den Kopf geschlagen dasaß.


Bei all dem habe ich das dunkle Gefühl, einer Art "Experiment" zum Opfer gefallen zu sein. Als wäre ich ein Versuchskaninchen gewesen, dessen man sich entledigt wenn man merkt, dass die Vorstellungen die man sich gemacht hat in der Praxis einfach nicht umsetzbar sind. Weder mit mir, noch mit jemand anderem. Deshalb gibt es auch keinen Nachfolger für mich, sondern alles läuft wieder so ab wie es vor meiner Einstellung gewesen war. Mein Mann hat zu der ganzen Geschichte nur gesagt, dass das alles vermutlich von Anfang an von den Oberen so geplant war. Überraschen würde mich das nicht. Mir hätte von Anfang an zu denken geben sollen, dass den Job intern keiner machen wollte und ich die einzige  Bewerberin war. Und das bei den eigentlich sehr guten Rahmenbedingungen. Offenbar bin nur ich so dumm gewesen, mich darauf einzulassen.


Das Beste kam aber erst nach diesem Abschlussgespräch. Manchmal ist das Leben besser als jede Soap, oder schlechter, je nach Blickwinkel. Mehrfach hat mich meine direkte Vorgesetzte auf das Abschlussgespräch angespochen und mir gesagt, wie leid es ihr täte und wie unfair ich behandelt wurde. Dass man schon früher mit mir darüber hätte sprechen sollen. Dass sie versuchen würde eine alternative Stelle im Haus für mich zu finden. Hä, hab ich was verpasst? Ich bin so schlecht, dass ich die Probezeit nicht bestehe, aber dann doch wieder so gut, dass man mich nicht gehen lassen will? Ich hab diese Gelegenheiten vordergründig erstmal genutzt um meinen gesamten Ärger und Frust loszuwerden. Über die Ungerechtigkeit mich einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dass ich keine Gedanken lesen könne und mir keiner irgendwas gesagt hätte. Wenn niemand Kritik an einem übt kann man auch nichts verändern. Dass die Dinge die mir vorgeworfen wurden nicht der Wahrheit entsprächen und keine Kündigung rechtfertigen. Ja, ich hätte ja recht. Super, das hilft mir natürlich ungemein weiter...


Immerhin hat sie dann verschiedentlich interveniert und die letzten Wochen versucht, mir eine andere Stelle im Haus zu verschaffen. Zuerst wurde mir eine Stelle auf der ITS angeboten, was ich abgelehnt habe. Zum einen weil ich das auf die Dauer gesundheitlich nicht mehr schaffe (Rücken und so) und zum anderen, weil ich dann genau mit den Kollegen und Ärzten zusammenarbeiten müsste, die hinter meinem Rücken irgendwelches Zeug über mich erzählt haben, aber nicht die Courage hatten mir ihre Kritik ins Gesicht zu sagen. Ich habe die Leute übrigens darauf angesprochen, keiner von denen will  etwas davon gewusst haben...


Danach bot mir meine Chefin an mich auf der Anästhesie unterzubringen. Laut meiner Anästhesiekollegen war dann dort angeblich nichts frei (aber mir gegüber jammern wie unterbesetzt man doch sei, wie groß der Personalnotstand sei, um wie viele Dinge man sich mit dem wenigen Personal kümmern müsse). Dann kam auf Betreiben meiner Chefin der Pflegedienstleiter zu mir und bot mir eine Stelle auf der Überwachungsstation an. Zuerst freute ich mich darüber, weil meine Fortbildung im Berufsalltag damit nicht ganz ungenutzt wäre. Bis sich die "Überwachungsstation" als 40-Betten-Pflegestation entpuppte, wo es nur ein paar Betten mit Monitor gab. Die Stationsleitung lachte fast, als ich mich vorstellte und nach der Überwachungsstation fragte. Ob mir der Pflegedienstleiter nichts gesagt hätte. Hier käme man allenfalls auf gut Glück mit der Intensivpflege in Berührung und müsse natürlich nicht nur die Überwachungsbetten, sondern die ganze Pflegestation mit betreuen. Ich stand da und fühlte mich dermaßen verschaukelt, das kann ich echt keinem sagen. Und fragte mich was das ganze soll. Überall werden händeringend Intensiv-und Anästhesiepflegekräfte gesucht (im Übrigen auch in dieser Klinik) und die versuchen mich in eine Pflegestation zu stecken?! Als ich mit dem Pflegedienstleiter darüber sprach, meinte der nur scheinheilig, ob er mir nicht gesagt hätte dass es sich bei der Überwachungsstation nur um ein paar Monitorbetten handle. Er hätte mich dann beizeiten (klar wenn es ihm passt, wenn überhaupt) auf die ITS übernommen. Davon war aber anfangs keine Rede, außerdem hatte ich ihm doch schon erklärt, dass und warum ich da nicht hin wollte. Ich habe dankend abgelehnt und mich bemüht freundlich dabei zu bleiben. Und mich die ganze Zeit gefragt, in welchem Film ich hier eigentlich gelandet bin...


Der aktuelle Stand ist nun, dass mich meine Chefin vor ein paar Tagen wieder einmal angesprochen hat (wenn das alles nicht so tragisch wäre könnte man direkt ein bisschen Komik in der ganzen Sache entdecken). Ich weiß nicht wie viele Gespräche ich inzwischen mit der Frau hatte.... Sie wolle mir unbedingt helfen, sie hätte im Haus herumtelefoniert und es sei eine Stelle im Funktionsbereich frei, ob ich daran interessiert sei. Da die Stelle durchaus was mit Intensiv bzw. Anästhesiepflege zu tun hat habe ich bejaht. Daraufhin sollte ich eine formlose Bewerbung an die PDL schicken und man würde sich dann mit mir in Verbindung setzen. Das war letzten Mittwoch.


Tja, so siehts also aus. Jeder mit dem ich darüber rede sagt mir, ich soll die Klinik in den Wind schießen, die hätten mich nach all dem nicht verdient. Ich weiß auch nicht....Wenn das mit der Funktionsstelle in den nächsten zwei Wochen nicht klappt bin ich zum ersten Mal seit vielen Jahren arbeitslos und das will ich eben nicht sein. Das von mir so sorgsam geplante Hauptpraktikum fürs Fernstudium ist natürlich futsch. In den letzten Wochen gings mir so schlecht, dass ich nichts fürs Studium tun konnte. Ich habe Zukunftsängste und mir gehen die Alternativen aus. So viele Klinken gibts in der Gegend nun auch nicht, dass ich die große Auswahl hätte. Pflege ist definitiv keine Option mehr. Nach 25 Jahren in dem Beruf ist mein Rücken im Eimer, ich habe Schulterschmerzen und seit letztem Jahr einen Fersensporn, der mir langes Laufen verleidet. Ich habe schon an eine Umschulung gedacht, müsste damit aber beruflich nochmal von vorne anfangen, und das mit fast 42 Jahren. Außerdem wüsste ich gar nicht, auf was ich umschulen sollte. Die meisten Umschulungen hier in der Gegend sind im kaufmännischen Bereich und Kaufleute gibts wie Sand am Meer. Klar könnte ich vielleicht mein Studium nutzen und mich auf Leitungspositionen bewerben. Aber ohne Berufserfahrung nimmt mich da vermutlich auch keiner...


Ja. Man möge mir diesen Jammerpost verzeihen...Im Moment lecke ich noch meine Wunden und versuche mich neu zu orientieren.


LG Higgins

 



25 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich habe jetzt mit mir gehadert, ob ich den "Gefällt mir"-Button anklicken soll oder nicht. Denn mir gefällt das gar nicht, was du schreibst... und ich weiß auch ehrlich nicht, was ich dazu sagen soll. Das ist eine ziemlich miese Sache. Mir fehlen da einfach nur die Worte. :(

 

Vielleicht tun sich neue Türen auf, wenn du erstmal deine Wunden versorgt hast und es dir wieder besser geht. Ich drücke dir die Daumen. 

Bearbeitet von TomSon
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Puh harter Toback.

 

Das mit dem "Gefällt mir" hatte ich auch kurz Überlegt :(

Bearbeitet von klausu
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Von mir gibt es ein "Gefällt mir", einfach weil Du der Community sowas anvertraust. Das ist immer fies, ich war mal in einer ganz ähnlichen Situation, wo ich auch glaubte "Es funzt", und dann verduzt am Ende der Probezeit den Job nicht erhielt. Autsch. Da musst Du jetzt einfach durch, wir stehen Dir im Geiste bei. Du bist 42 Jahre alt ? Fortgeschrittenes Alter, ja, biblisch nein ! :) Du bist ja entlassen worden und hast immerhin, sperrfristenfrei, Anspruch auf ALG I !

 

 

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Autsch, ich finde, dass da echt schrecklich mit dir umgegangen wird. Für mich hört sich deine Beschreibung so an. als wärst du nur eine Spielfigur im Spiel der anderen. Ich weiß, dass sich "arbeitlos sein" schrecklich anhört, wenn man doch so gern schaffen möchte. Aber schau doch mal, dadurch hast erst mal etwas Ruhe die Situation zu verdauen und wieder einen positiven Ausblick zu gewinnen. Vielleicht ist arbeitslos doch nicht ganz soooo schlimm. Ich wars auch schon mal für drei Monate. Und die haben mir gut getan. Im zweiten Monat habe ich dann auch mit etwas Abstand im Rücken einen guten neuen Job gefunden und konnte dort erholt durchstarten.

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Danke erstmal für eure Anteilnahme...

 

Also arbeitslos sein an sich finde ich jetzt auch nicht so schlimm, wenn es nicht allzu lange dauert. Ich war das auch schon ein paar Monate und habe die Zeit für Erholung, Bewerbungen und zur Neuorientierung genutzt, also das ist es nicht. Sorgen machen mir die ganzen Horrorgeschichten, die ich aus dem Freundes-und Bekanntenkreis vom Arbeitsamt höre: Vermittlungen entgegen der eigenen Qualifikation, Vermittlungen 100 km vom Wohnort entfernt, irgendwelche "Maßnahmen" damit man aus der Statistik verschwindet, die Forderung schriftlich zu beweisen, wann und wo man sich beworben hat usw :o. Eine Freundin von mir musste ein Jahr lang diverse Anträge, psychische Tests und Arztkonsultationen über sich ergehen lassen, bevor das Arbeitsamt ihr eine Umschulung bezahlt hat. Arbeitslos zu sein ist also heute nicht mehr ganz so "einfach" wie früher. Ein "biblisches Alter" habe ich zwar tatsächlich noch nicht ;), aber ich denke schon dass es schwierig wird, wenn man sich mit ü40 nochmal komplett neu orientieren möchte.

 

Dazu kommt noch, dass ich total planlos bin und nicht wirklich weiß wo ich hinwill. Kein Ziel zu haben bedeutet ja, keinen Weg zu haben den man gehen kann. Deshalb muss ich jetzt erstmal meine Gedanken sortieren, alle Möglichkeiten aufschreiben und schauen, was davon am ehesten in Frage kommt. 

 

LG Higgins

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@ Higgins : wenn Du nach dem leistungsbezogenen ALG I ins ALG II ("Hartz IV") rutscht, das wäre fies und das solltest Du vermeiden. Offenlegen des Vermögens, tägliche Verfügbarkeit & Co. :( ! Das wäre nach glaube ich einem Jahr dann der Fall.

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Ich weiß es ist bei wenigen Alternativen schwer, aber schieß die Firma/ Klinik in den Wind. ich spreche aus Erfahrung, wenn die einmal mit dir gemacht haben wie sie wollen, werden sie das immer wieder machen und das ist kein Job der Welt wert!

 

Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt mit einer richtig guten Arbeit und anständigen Kollegen !

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Das sind so Niederlagen im Leben, die kein Mensch braucht. Sie nehmen einem so viel!

 

Was ist mit denn mit Pflegeberatung? Das hat dir doch Spaß gemacht. Dieser Zweig wird doch durch das PSGII noch ausgeweitet, die Stützpunkte ausgebaut.

 

 

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Higgins

Geschrieben (bearbeitet)

Ein Jahr ist ne lange Zeit, da kann viel passieren und ich glaube nicht, dass es so lange dauert bis sich was tut bzw. ich mich orientiert habe. Ist aber schon mal gut zu wissen, dass man so ein Zeitfenster hat... Ende Februar habe ich einen Beratungstermin beim Arbeitsamt und schaue mal, was die Dame zu meiner Situation vorzuschlagen hat.

 

Heute kam mir die Idee evtl. das Studienfach zu wechseln. Mit der Entscheidung Pflegemanagement zu studieren war ich ja eigentlich nie so ganz glücklich, weil es beruflich einfach zu sehr einschränkt. Vielleicht wäre Gesundheits-und Sozialmanagement bei der HFH besser, weil es mehr Möglichkeiten eröffnet und ich eigentlich schon im Gesundheitswesen bleiben möchte. Das hängt allerdings davon ab, wie viel mir angerechnet werden würde. Immerhin stehe ich kurz vor dem Ende des PM-Studiums und wenn sich eine Anrechnung nicht lohnt, habe ich keine Lust nochmal von vorne anzufangen...

 

Auch für eine mögliche Umschulung hab ich schon ein paar (noch unausgereifte) Ideen. Das Leben geht also weiter :)

 

LG Higgins

 

@Beetlejuicine: Pflegeberatung wäre definitiv eine Option und ich schaue auch nach solchen Stellenanzeigen. Im Moment gibts nur leider keine. Aber ich schaue weiter.

Bearbeitet von Higgins
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Oh Mann, das ist schon wirklich unglaublich.

Ich denke den Wechsel des Studienganges solltest du dir gut überlegen. Es ist wirklich die Frage ob ein Abschluss in Gesundheits- und Sozialmanagament besser für dich ist, als Pflegemanagement, wenn du ausschließlich Berufserfahrung in der Pflege hast. Für evtl. Leistungspositionen in diesem Bereich bietet sich doch vielleicht besser Pflegemanagement an...

 

Oh ja berichte bitte von dem Termin bei der Agentur für Arbeit. ich bin gespannt, was sie dir raten. Ich gebe mal einen Tipp ab: Sie suchen eine Pflegestelle für sich, weil sie dich nirgens anders unterbringen können und diese Leute nunmal gesucht werden. Die haben ja immer sooooo viel Ahnung dort;)

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Blöde Situation. 

 

Mir stellt sich dennoch die Frage - angenommen du bekommst einen anderen Job in der Klinik und es läuft dort auch soweit. Ist das dann das, was du möchtest? - Oder machst du es, weil du nicht arbeitslos sein möchtest? Wenn du jetzt nach der Probezeit übernommen worden wärst, wärst du dann damit zufrieden gewesen?

 

Ansonsten denke ich auch, dass eigentlich der Studiengang Pflegemanagement bei deinem Berufsweg schon ganz gut passt und dir mehr Möglichkeiten eröffnen könnte als jetzt ein Wechsel.

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@jennys: nun ja, ich dachte mit einem Studienfach-Wechsel komme ich vielleicht auf Umwegen in den kaufmännischen Bereich von Gesundheits-und Sozialeinrichtungen (also z.B. als Verwaltunsgangestellte im KH). Aber vielleicht ist der Gedankengang auch naiv, zumal ich nicht mal sicher bin ob das der richtige Weg wäre...

 

Mit dem Arbeitsamt hast du vermutlich recht :lol:, aber das mache ich definitiv nicht mit, nö B).

 

@ Markus: Hauptsächlich mache ich es um nicht arbeitslos zu sein. Meine jetzige Stelle ist zwar ganz nett, aber ich bin mir sicher in 2-3 Jahren wäre ich wieder unruhig geworden, wegen Langeweile und Unterforderung. Und mit der Funktionsstelle ist es ähnlich, das ist auch nicht  wirklich was von Dauer, aber besser als ein reiner Pflegejob oder Arbeitslosengeld. Was tut man nicht alles, um keine Lücke im Lebenslauf zu haben...

 

LG Higgins

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Dazu kommt noch, dass ich total planlos bin und nicht wirklich weiß wo ich hinwill. Kein Ziel zu haben bedeutet ja, keinen Weg zu haben den man gehen kann. Deshalb muss ich jetzt erstmal meine Gedanken sortieren, alle Möglichkeiten aufschreiben und schauen, was davon am ehesten in Frage kommt. 

 

Da würde ich an deiner Stelle auch ansetzen und erstmal Energie investieren, um das zu klären. Ggf. mit Unterstützung, wenn du irgendwo nicht mehr weiter kommst.

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Deine Sorge mit der Arbeitslosigkeit kann ich gut verstehen, es ist natürlich "charmanter" sich aus einem Job heraus eine neue Stelle zu suchen - Wobei die Job Agentur freiwillig hinzugezogen werden kann. Fühlt sich einfach anders an. 

Gibt es eigentlich keinen Betriebsrat o.ä.? Vielleicht ließe sich mit dessen Hilfe eine Klärung der Situation bzw. Untersützung für eine Umorientierung innerhalb der Einrichtung (evtl. mit Aussenstellen?)?

Gibt es in Deinem Studium Wahlpflichtfächer/-module? Vielleicht würde Dir eine entsprechende Wahl schon als "Neuorientierung" etwas helfen, statt das ganze Studium neu auszurichten bzw. umzuschmeissen.

Ich hoffe es findet sich ein schneller Lichtblick für Dich! 

 

Grüße von snowchild

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Laut meinem Kündigungsschreiben hat der Betriebsrat die Kündigung "zur Kenntnis genommen", allerdings bezweifle ich, dass die den genauen Hintergrund kennen. Meine Chefin ist im Personalrat und hat gemeint, sie würde meinen Fall auf der nächsten Sitzung ansprechen, weil man so einfach nicht mit Angestellten umgeht. Versteh ich allerdings nicht so ganz, denn immerhin ist sie ja Teil dieser Entscheidung gewesen und hat somit dazu beigetragen :confused:.

 

Wie auch immer, irgendwelche Interventionen bzgl. Betriebsrat bringen mir vermutlich mehr Mühe als Nutzen, deshalb lasse ich das. Morgen hab ich ein Gespräch mit dem PDL ( das Vierte übrigens :lol:) zwecks "Umorientierung innerhalb der Einrichtung", d.h. besagte Funktionsstelle ist im selben Haus, was mir zumindest die nächsten Monate entgegen käme, bis ich was anderes/besseres finde. 

 

Die drei Wahlpflichtfächer in meinem Studium sind jetzt nicht so aussagekräftig, dass man daraus unbedingt einen Nutzen für die berufliche Zukunft generieren könnte: Stationäre Altenhilfe, stationäre Krankenversorgung und ambulante Dienste. Mein Interesse geht eher Richtung Verwaltung im Krankenhaus bzw. generell in Gesundheitseinrichtungen, das kann man daraus nicht unbedingt ableiten. Das mit dem Studienfachwechsel war jetzt nur so ein Gedanke, sicher bin ich mir da aber auch noch nicht....

 

LG Higgins

 

 

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Morgen hab ich ein Gespräch mit dem PDL ( das Vierte übrigens :lol:) zwecks "Umorientierung innerhalb der Einrichtung", 

 

Das Engagement des PDL finde ich klasse. Ich drücke die Daumen, dass das Gespräch zu einer guten Lösung führt bzw. vielleicht ja schon geführt hat.

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Nicht immer hat man mit einer Entscheidung wirklich etwas zu tun - nur weil man "dabei" war. Vielleicht ergibt sich ja zumindest vorübergehend dort noch was. Dauerhaft würde ich nach der Aktion wohl nicht bleiben wollen. Wäre für mich ein klarer Grund mich _sehr_ ernsthaft neu umzuschauen, selbst wenn am Ende doch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis dort zustande kommt

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Ein Widerspruch des Betriebsrats gegen eine ordentliche Kündigung beeinträchtigt nach meiner Kenntnis die Wirksamkeit dieser Kündigung nicht. Falls jedoch der Betriebsrat unter Berufung auf § 102 Abs. 3 Be­trVG widersprochen hat, müsste der Arbeitgeber im Falle einer Kündigungsschutzklage den Arbeitnehmer auf dessen Verlangen hin bis zur endgültigen Entscheidung weiterbeschäftigen.

Da es sich aber, wenn ich das recht verstanden habe, um eine Probezeitkündigung (innerhalb der ersten 6 Monate des Arbeitsverhältnisses?) handelt, wird das mit einer Klage eher schwierig. Es sei denn, der Arbeitgeber hätte den Betriebsrat vor Aussprechen der Kündigung nicht oder fehlerhaft angehört. Dazu würde ich mir aber auf jeden Fall anwaltlichen Rat holen.

 

Ich würde mir wirklich überlegen, ob ich dauerhaft in diesem Umfeld bleiben möchte, selbst wenn ich in ein anderes Team bzw. in eine andere Abteilung wechseln könnte. Und eine kleine "Lücke" im Lebenslauf nach einer Probezeitkündigung ist m.E. auch kein Beinbruch.

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vor 1 Stunde, Markus Jung sagte:

 

Das Engagement des PDL finde ich klasse.

 

Naja, ich weiß nicht ob man das wirklich Engagement nennen kann. Mir kommt es eher wie eine Hinhaltetaktik vor, vor allem nach dem Gespräch heute.Irgendwie fühle ich mich zum wiederholten Male für dumm verkauft...


Die Stellenanzeige im Funktionsbereich hat sich nämlich als Leitungsposition herausgestellt, mit viel Erfahrung in besagter Funktion. Wenn ich das vorher gewusst hätte wäre klar gewesen, dass ich dafür nicht in Frage komme. Die Bewerbung war also völlig umsonst. Dazu kommt noch, dass diese angebliche Leitungsstelle erst vor wenigen Tagen als völlig normale Stelle im Net ausgeschrieben wurde und dort mit keinem Wort etwas von Führung erwähnt wird.


Der PDL meinte zudem noch zu mir, er müsse erstmal eine neue Leitung suchen und mit dieser absprechen, was er/sie wolle. Allerdings frage ich mich, was das mit mir zu tun hat. Unabhängig von einer Leitung gibt es in diesem Bereich eine definierte Anzahl freie Stellen mit einem bestimmten Anforderungsprofil. Und etweder ist da eine Stelle frei oder nicht. Mal abgesehen davon, dass weder im Net noch auf der Homepage der Klinik nach einer Leitung gesucht wird. Und auch nicht intern im Intranet.  Aber er wird sich in ein paar Tagen nochmal mit mir in Verbindung setzen....:rolleyes:


Ich frage mich echt wozu. Das hätte er mir alles am Telefon sagen können. Das Gespräch hat vielleicht 5 Minuten gedauert, dann war ich wieder draußen. Und dafür bin ich extra früher aufgestanden und an meinem freien Tag zur Arbeit gefahren.


Ich bin so dermaßen frustriert, das kann ich echt keinem sagen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich diesen Arbeitgeber ad acta legen und mich nach was anderem umsehen sollte. Irgendwann ist sogar bei mir das Maß voll.

 

@Naledi: Danke für den gesetzlichen Hintergrund. Tatsächlich handelt es sich hier um eine Probezeitkündigung und damit habe ich rechtlich wenig bis gar keine Handhabe. Zu einem Anwalt zu gehen ist mir die Geschichte auch nicht wert. Lieber konzentriere ich mich auf die Zukunft und auf einen besseren (weil fairen) Arbeitgeber.


LG Higgins

 

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vor 3 Stunden, Higgins sagte:

 

...


Ich bin so dermaßen frustriert, das kann ich echt keinem sagen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich diesen Arbeitgeber ad acta legen und mich nach was anderem umsehen sollte. Irgendwann ist sogar bei mir das Maß voll.

 

...

 

 

Dann solltest Du genau das tun ! Bauchgefühl / Instinkt zeigt oft in die korrekte Richtung !

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vor 6 Stunden, Higgins sagte:

 

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich diesen Arbeitgeber ad acta legen und mich nach was anderem umsehen sollte. Irgendwann ist sogar bei mir das Maß voll.

 

Ich habe auch so einen "netten" Arbeitgeber, bei ich mit Sicherheit nicht alt werde. :(

Aber hier weiß ich, was wie läuft und woanders ist es nicht unbedingt besser.

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Das tut mir leid psychodelix und ich hoffe, dass sich deine berufliche Situation entweder bessert oder du einen anderen Arbeitgeber findest.

 

LG Higgins

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schwedi

Geschrieben (bearbeitet)

Puh, diesen Blogeintrag habe ich eben erst gelesen.

Natürlich "gefällt mir" Deine Situation nicht, ich wünsche Dir viel, viel Glück und Erfolg, dass Du bald eine Stelle findest, die für Dich dauerhaft passt!

Wie man so mit Menschen umgehen kann, das ist nicht zu begreifen, und in dem Haus spart man sich die Energie wohl besser für die Jobsuche woanders...

Bearbeitet von schwedi
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Danke schwedi :)

 

Bin grade dabei mir woanders einen Job zu suchen, für mich ist der Arbeitgeber Geschichte...

 

LG Higgins

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