Blog Arkon

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    6
  • Kommentare
    18
  • Aufrufe
    523

Und weg war die Euphorie

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Arkon

599 Aufrufe

Ich erinnere mich noch, dass ich bis zur Einführungsveranstaltung noch sehr euphorisch war und die Hefte regelrecht gefressen hatte.

Seite für Seite durchgeacktert und die A-Einsendeaufgaben gelöst.

Manche Hefte vielen mir dabei leichter, manche weniger.

 

Obwohl die Noten der A-Aufgaben recht ordentlich waren, war ich mir bis dato nicht sicher, ob ich das Studium auch wirklich schaffen werde, weil alles doch irgendwie alles neu war und ich noch keinen richtigen Gradmesser hatte, wo ich stehe.

Das wollte ich eben mit dem Einführungsprojekt herausbekommen.


Gut 2 Monate nach der Anmeldung bin ich also mit dem Zug nach Pfungstadt gefahren und habe mir eine Pesion nahe der Hochschule herausgesucht.
Beim ersten Teil der Veranstaltung hatte ich durch die 2 Monate bereits einen kleinen Vorteil, da ich zum einen die ersten Studienhefte schon bearbeitet hatte und mich auch schon recht gut im Online-Campus auskannte.
Ich konnte mich also voll und ganz auf das Studienheft mit dem Einführungsprojekt für Ingenieure widmen.
Dieses erste Projket sollte für mich auch ein erster Gradmesser meiner Leistung sein.

Im Nachhinein muss ich sagen, war der Gedanke völliger Blödsinn war, da dieses erste Projekt nicht mal ansatzweise den Schweregrad der nachfolgenden Klausuren, Labore oder auch B-Aufgaben hatte.

Trotzdem wollte ich halt hochkonzentriert in das Projekt gehen und habe das Heft gut dreimal durchgelesen.
Warum so oft? Das weiß ich heut auch nicht mehr :blink:

 

Das Einführungsprojekt war eine Gruppenarbeit und bestand darin, ein Fahrzeug aus Legobausteinen zusammenzubauen und selbststäng entlang einer schwarzen Linie fahren zu lassen.

Und hier habe ich auch den ersten Dämpfer bekommen.

Man konnte sich die eigenen Gruppenmitglieder ja kaum aussuchen, da man eh keinen kannte und so haben sich die unterschiedlichsten Charakteren gefunden.
Nachdem wir uns irgendwann einig waren, wer welchen Part übernimmt, haben wir es dann auch irgendwann geschafft eine Karre zusammenzuzimmern, die nach einigen Programmierversuchen auch gemächlich entlang der schwarzen Linie tuckerte.
Auftrag ausgeführt!!
Während bei den anderen Gruppen ein Wettstreit entbrannt ist, wer die schnellste Karre konsturieren kann, war in unserer Gruppe nichts mehr los.
Auftrag ausgeführt und das war's. Und ich hatte auch nicht mehr den Mut die anderen zu drängen und auch nicht die Muse allein weiter zu machen.
Also haben wir irgendwann die kurze Präsentation auf die schnelle vorbereitet und brav präsentiert.
Obwohl ich wußte, dass wir die Anforderungen erfüllt hatten, war ich doch erstaunt, dass es noch zu einem "GUT" gereicht hat.
Mit Ruhm bekleckert hatten wir uns ja wirklich nicht.

 

Eigentlich hätte meine Euphorie nach dieser gute Note noch höher sein müssen, aber was habe ich gemacht, als ich wieder zu Hause war? NICHTS!

Und das gleich 3 Monate lang.
Kein Heft angerührt, keine Aufgaben mehr gelöst. Nichts mehr fürs Studium.

Mir war klar, dass ich irgendwann die Euphorie für das Studium verlieren würde, aber bitte doch nicht schon nach 2 Monaten??
Es war so und es war wohl auch die gefährlichste Zeit in der nicht viel gefehlt hätte und ich hätte geschmissen, bevor es richtig losgegangen ist.

Die Tatsache, dass ich dann doch noch die Kurve bekommen habe, habe ich wohl meiner großen Schnauze im Vorfeld zu verdanken.
Hätte ich nicht bei Famliie, Freunden und Kollegen großspurig publik gemacht, dass ich das Studium schaffen will und hätten mich dieselbigen nicht schon gelöchert, wann ich denn Klausuren schreibe und wie weit ich denn bin, ich hätte es weiter schleifen lassen. So wollte ich mir aber die Peinlichkeit des Versagens durch Disziplinlosigkeit ersparen, denn es war eh schon peinlich genug, dass ich das erste Semester gerade mal mit 2 CreditPoints beenden werde.

Also habe ich irgendwann wieder den Hintern zusammengekniffen und weiter gemacht. Auch wenn zunächst sehr träge.


Ich habe diesen Teil hier bewußt geschrieben um Mut zu machen.

Wahrscheinlich kommt jeder, oder zumindest sehr viele, an den Punkt, wo man keine Lust mehr hat und nichts mehr macht. Und ja, das kann sehr früh passieren.
Je früher das passiert, desto größer ist die Gefahr, dass man irgendwann gar nicht mehr weiter macht.
Und genau hier will ich Mut machen.
Egal wie groß die Pause auch sein mag, aufstecken wegen fehlender Disziplin kann einen um die Früchte seines eigenen Leistungspotenzials bringen.
Ich hätte es irgendwann bereut.

 

 

 


9 Personen gefällt das
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


6 Kommentare


Erinnere Dich an den Grund, weshalb Du das Studium aufgenommen hattest. Kann Dich der Grund noch motivieren?

Hau rein, und viel Erfolg und Spaß dabei!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
StudiAlex

Geschrieben

Mir ging es auch so, dass ich nach der Anfangseuphorie  erstmal auf den harten Boden des Fernstudium Alltags geknallt bin.

Aber da hilft nur sich wieder aufzurappeln und sich zu motivieren.

1 Person gefällt das

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Danke für deinen Bericht. Er spiegelt etwas wieder, was sehr viele Fernstudenten erleben. 

 

Wie sieht es denn aktuell aus mit deiner Motivation?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Schade, dass du mit deiner Gruppe so ein Pech hattest. Ich kann verstehen, dass dich das runterzieht, grade wenn die Anderen anscheinend auch noch Spaß bei ihrer Aufgabe hatten.

Trotzdem hast du mit guter Note bestanden und das zählt am Ende.

 

Hattest du denn trotzdem die Möglichkeit, die ein oder andere Bekanntschaft zu schließen? Vielleicht findest du jemanden, mit dem du zusammen weiter machen kannst. Selbst verschiedene Personen für einzelne Module oder Semester wären ja schon mal ein Anfang. Dann hast du jemanden, der dich mitreißt und bist gezwungen, Termine und Fristen einzuhalten, um mit den anderen gemeinsam voran zu kommen.

 

Auch ein Lernplan kann helfen, war jedenfalls bei mir immer so. Darin habe ich mir vorgenommen, was ich bis zu welchem Termin erledigt haben will. Gleichzeitig musst du ganz bewusst Freizeit einplanen. Sonst hast du Zeiten, in denen du nichts mehr machst außer Studium und das überfordert auf Dauer.

 

2 Personen gefällt das

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Leider wird es auch bei anderen Gelegenheiten, wo du mit einer Gruppe arbeiten musst (ich sage nur "Projektarbeit") so sein, dass es Kommilitonen gibt, die nach dem Minimalprinzip vorgehen. Mir war das leider auch immer zu wenig :-( Aber da muss man durch - und das ist auch ein Teil dessen, was man im Studium lernt.

 

Wenn es dich beruhigt: ich habe bei meinem Bachelor auch nach der Einführungsveranstaltung mit viel Elan den notwendigen Bericht eingereicht, die 1,0 eingestrichen und dann monatelang NIX gemacht ;) bin trotzdem in Time mit dem Studium fertig geworden.

Geholfen hat aber nur, was chryssi gerade geschrieben hat: ich habe einen Kommilitonen kennengelernt, und wir haben das zusammen durchgezogen. Alle Klausuren zusammen geschrieben, die Vorbereitung "gemeinsam" gemacht (Lernkarten getauscht, Fragen gegenseitig beantwortet usw., einer hilft dem anderen) und das Projekt zusammen durchgezogen.

Kolloquium am selben Tag ;-)

So funktioniert das super ... und der Klausurplan ist ganz wichtig!  Anmelden und einen gewissen Druck aufbauen, dann klappt das auch :)

 

Drück dir die Daumen!

3 Personen gefällt das

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Am 9.5.2016 at 07:34 , schwedi sagte:

Erinnere Dich an den Grund, weshalb Du das Studium aufgenommen hattest. Kann Dich der Grund noch motivieren?

Hau rein, und viel Erfolg und Spaß dabei!

 

Es war eine Mischung auf Lustlosigkeit und Faulheit, wobei es wohl mehr Lustlosigkeit war.
Wenn man schon lieber Staub saugt, als zu lernen, will das was heißen.
Das Ziel selbst hatte ich eigentlich nie aus den Augen verloren. Mir hat irgendwo einfach nur der Tritt in den Hintern gefehlt.

 

Am 9.5.2016 at 18:01 , Markus Jung sagte:

Danke für deinen Bericht. Er spiegelt etwas wieder, was sehr viele Fernstudenten erleben. 

 

Wie sieht es denn aktuell aus mit deiner Motivation?

 

Autsch.
Das ist natürlich wieder ne sehr gute Frage.

Manchmal ist sie da und manchmal nicht. In letzter Zeit ist sie aber eher da um weiterzumachen.

 

Am 10.5.2016 at 09:28 , chryssi sagte:

Schade, dass du mit deiner Gruppe so ein Pech hattest. Ich kann verstehen, dass dich das runterzieht, grade wenn die Anderen anscheinend auch noch Spaß bei ihrer Aufgabe hatten.

Trotzdem hast du mit guter Note bestanden und das zählt am Ende.

 

Hattest du denn trotzdem die Möglichkeit, die ein oder andere Bekanntschaft zu schließen? Vielleicht findest du jemanden, mit dem du zusammen weiter machen kannst. Selbst verschiedene Personen für einzelne Module oder Semester wären ja schon mal ein Anfang. Dann hast du jemanden, der dich mitreißt und bist gezwungen, Termine und Fristen einzuhalten, um mit den anderen gemeinsam voran zu kommen.

 

Auch ein Lernplan kann helfen, war jedenfalls bei mir immer so. Darin habe ich mir vorgenommen, was ich bis zu welchem Termin erledigt haben will. Gleichzeitig musst du ganz bewusst Freizeit einplanen. Sonst hast du Zeiten, in denen du nichts mehr machst außer Studium und das überfordert auf Dauer.

 

 

Am Ende hieß es sowieso, dass die Note nicht im Zeugnis steht (obwohl sie ja nun trotzdem drin steht) und bei einer guten Note beklage ich mich auch nicht.
Für mich war es letztlich eine gute Erfahrung und hat mir auch gezeigt, dass es wichtig ist Kontakte zu knüpfen, was ich letztlich auch gemacht habe. So konnte ich zumindest bei zukünftigen Laborveranstaltungen mit Leute zusammentun, mit denen die Chemie stimmt. Nur die Laborveranstaltung Programmieren war noch etwas konfus.

 

Und wie Du schon erwähnt hast waren die Kontakte auch ein ganz wesentlicher Punkt, dass ich mich zusammenreißen musste, weil wir die ein oder andere Klausur zusammengeplant hatten.
Kontakte sind in so einem Fall unbezahlbar.

Am 10.5.2016 at 14:57 , Engel912 sagte:

Leider wird es auch bei anderen Gelegenheiten, wo du mit einer Gruppe arbeiten musst (ich sage nur "Projektarbeit") so sein, dass es Kommilitonen gibt, die nach dem Minimalprinzip vorgehen. Mir war das leider auch immer zu wenig :-( Aber da muss man durch - und das ist auch ein Teil dessen, was man im Studium lernt.

 

Wenn es dich beruhigt: ich habe bei meinem Bachelor auch nach der Einführungsveranstaltung mit viel Elan den notwendigen Bericht eingereicht, die 1,0 eingestrichen und dann monatelang NIX gemacht ;) bin trotzdem in Time mit dem Studium fertig geworden.

Geholfen hat aber nur, was chryssi gerade geschrieben hat: ich habe einen Kommilitonen kennengelernt, und wir haben das zusammen durchgezogen. Alle Klausuren zusammen geschrieben, die Vorbereitung "gemeinsam" gemacht (Lernkarten getauscht, Fragen gegenseitig beantwortet usw., einer hilft dem anderen) und das Projekt zusammen durchgezogen.

Kolloquium am selben Tag ;-)

So funktioniert das super ... und der Klausurplan ist ganz wichtig!  Anmelden und einen gewissen Druck aufbauen, dann klappt das auch :)

 

Drück dir die Daumen!

 

Daumen drücken musst Du mir nicht mehr, da ich ja bereits zum Ende gekommen bin und dies eigentlich nur noch ein Rückblick ist. :)

Trotzdem zeigt mir das, dass ich eigentlich viel früher hätte Kontakte knüpfen sollen und viel früher Ratschläge einholfen sollen, wie in diesem Forum.

Richtig Kontakte habe ich erst Mitte des zweiten Semesters geknüpft, die mir dann auch die nötige Fahrt gegeben haben. Das waren zwar keine Mitstudenten in meinem Studiengang, aber Vieles konnten wir dennoch gemeinsam lernen.

Einen Klausurplan habe ich mir auch sehr sehr spät erstellt und hat gezeigt, dass es auch besser gewesen wäre, wenn ich das viel früher durchgezogen hätte. (Das wird in meinem nächsten Blog auch deutlich).
Das Gemeinschaftsprojekt habe ich relativ spät im Studium durchgeführt und war eine praktische Aufgabe aus dem Unternehmen in dem ich tätig bin. Damit hatte ich nicht nur einen klassischen Heimvorteil sondern auch genug Kontakte zu Kommilitonen, sodass das Projekt sehr gut verlief.
Darüber werde ich auch noch in einem weiteren Blog beizeiten berichten.

 

1 Person gefällt das

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich. 
       
    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.