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Persönliches Zwischenfazit


Byana

656 Aufrufe

Liebe Fernstudium-Community,

 

jetzt so langsam wird es nach 10 Monaten Zeit für ein persönliches Zwischenfazit. Nach wie vor bin ich mit der HFH sehr zufrieden, auch wenn ich mir ein paar Dinge anders vorgestellt hätte. Aber wo läuft schon alles optimal ab, oder😉

Ich habe mal eine Liste mit Plus und Minuspunkten erstellt:

 

+ Von zentraler Relevanz war für mich die persönliche Betreuung und dies wird von der HFH zum größten Teil erfüllt. Bei allen Anliegen, wo ich hatte, sei es  von Dozenten* Innen / Lehrbeauftragten, von Mitarbeitern des Studierendenservices oder des Prüfungsamtes, Versandmitarbeiter und selbst sogar  von der Studiengangsleitung wurde ich hervorragend beraten und betreut.

+ Eng verbunden mit dem ersten Punkt ist auch der zweite Punkt: schnelle Erreichbarkeit der HFH. Telefonisch immer gut erreichbar und per Mail bekommt man spätestens am nächsten Tag eine Rückmeldung. Und ganz anders wie an der IU: hier werden keine Servicenummern zur Bearbeitung von Studierendenanfragen vergeben. Diesbezüglich fühle ich mich an der HFH auch  viel besser als Mensch behandelt und nicht als eine Nummer!

+WebCampus: sehr schön übersichtlich aufgebaut, einfach von der ️ Handhabung und leistet auch gute Dienste bei der Suche nach neuen Kommilitonen. Dadurch konnte ich neue Kontakte knüpfen, bin in verschiedenen WhatsApps-Gruppen mit drin und auch in der Lerngruppe beim Discord-Server.

+ Vernetzung im Studium ist also seitens der HFH ausdrücklich erwünscht und es wird einem leicht gemacht, Kontakte zu anderen Kommilitonen zu knüpfen.Und Vernetzung ist wirklich wichtig! Mit manchen Kommilitonen konnte ich auch Fahrgemeinschaften zu unserem Studienzentrum gründen und wir telefonieren oder treffen uns jetzt auch öfters.

+ Studieninhalte / Module: insgesamt gibt es 25 Studienmodule + die Bachelorabeit ( siehe beigefügten Ablaufplan). Diese werden in wissenschaftliche, fach- und bezugswissenschaftliche sowie berufsfeldbezogene Qualifikationen  unterteilt. Die meisten verschriftlichten Studieninhalte sind gut und übersichtlich aufgebaut und auch verständlich geschrieben, mit Übungsaufgaben und Lösungen. Zusätzlich gibt es im WebCampus noch Zusatzmaterial sowie eine Lernplattform. Die Wahlbereiche sind nach Zielgruppen wie Kinder, Familie, Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit Migrationshintergrund eingeteilt. Davon sollte man zwei Wahlbereiche wählen. Grosses Thema stellt das Wissenschaftliche Arbeiten dar, das sich durch fast alle Semester hindurch zieht. Das heißt, dass das Wissenschaftliche Arbeiten von der Pike auf bei der HFH gelernt wird. Des Weiteren gibt es noch zusätzliche Angebote wie die Schreib- und Lernberatung, Entwicklung von Lernstrategien sowie Stressbewältigungskurse. Des Weiteren wird psychologischer Betreuung von Studierenden angeboten, es gibt Modulfachberatung, Beauftragte für Studierenden mit chronischen Erkrankungen- / - Behinderung sowie eine Beauftragte, die bei Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und anderweitigen Verpflichtungen berät. Dies erscheint mir als eine gut durchdachte Lösung zu sein. 

+ Fernstudiumskonzept: 70 % des Lernstoffes erarbeitet man im Rahmen eines Selbststudiuums und 30 % sind unterstützend-angeleitete Präsenz-/Onlineseminare, die hauptsächlich Freitags abends sowie Samstags ganztags durchgeführt werden. Bei Onlineseminare ist durch Livestreams ein fachlicher Austausch  durch Mikrofon, Kamera oder Chats möglich. Es gibt auch ältere Videoaufzeichnungen, die man sich im Bedarfsfall auch anschauen kann.

+ Die Prüfungsvielfalt durch Klausuren, wissenschaftliche Hausarbeiten sowie Komplexen Übungen ( KÜ). Die KÜ's stellen vielfältige Möglichkeiten dar, das erworbene Wissen aus der Praxis und des Studiums im Rahmen von Synergieeffekten bei dieser anwendungsbezogen Prüfungsform einzubringen. Es werden beispielsweise Präsentationen und wissenschaftliche Poster / Plakate erstellt und in Gruppenarbeiten vorgetragen. Oder es werden pädagogischen Methoden und Beratungssituationen nachgestellt. Hier kann man eigene Kreativität mit einbringen und hat viel Gestaltungsspielraum, weshalb mir diese Prüfungsform am besten zusagt. 

+ Kein Druck wegen bestimmter Anzahl von Prüfungen: tatsächlich gibt es bei der HFH eine unbegrenzter Anzahl an Prüfungsversuchen, dies gilt jedoch nicht für die BA-Abschlussarbeit. 

+ Anerkennung: habe an der HFH am meisten anerkannt bekommen und bin mit 128 Credit Points gestartet, an anderen Hochschulen hätte es eine Anerkennung zwischen 90 und 106 Credit Points nur gegeben. Des Weiteren wurde mir der praktische Teil des Praxismoduls aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung erlassen, an anderen Hochschulen hätte ich entweder nur eine  teilweise Anrechnung oder gar keine Anrechnung meiner Praxisphase erhalten. Die Anerkennung meiner Praxisphase war mir persönlich aber sehr wichtig, da ich eine sichere Stelle habe und teilweise meine Arbeitszeiten sehr lang sein können. Hätte gar keine Zeit mehr gehabt, für noch einen zusätzlichen Praktikum!

- Zeit fürs Studium: je nach meinem Vorwissen variiert es stark. Prinzipiell lerne ich so ca. 12 - 15 Stunden für das Studium und komme damit ganz gut zurecht.Abgesehen von dem Modul Empirischen Methoden. Da war ich auch schon mal 25-30 Stunden in der Woche dran. 

+ Sonstiges: mir persönlich gefällt es, dass die HFH gemeinnützig und staatlich anerkannt ist. Auf einen wertschätzenden Umgang legt die HFH grossen Wert und das merkt man auch. Auch die ausführlichen Beschreibungen im Modulhandbuch sowie im Studienführer finde ich passend dargestellt!

 

So jetzt müssen auch die Minuspunkte angesprochen werden:

 

-Die Anzahl von Klausurterminen sowie der komplexen Übungen ist sehr begrenzt. Die Klausuren werden zwei bis maximal dreimal pro Semester angeboten! Am schlechtesten sieht es bei den komplexen Übungen aus, ein oder teilweise zwei Termine pro Semester finde ich persönlich extrem wenig  Und die Plätze sind dann ruckzuck weg. Hier würde ich mir mehr Flexibilität und mehrere Termine pro Semester von der HFH wünschen.

- Die Korrekturzeiten bis zu Bekanntgabe der Noten sind nach meinem Empfinden viel zu lang. Bei Klausuren ca. 8 - 10 Wochen, Hausarbeiten dauert es ca. 10 Wochen, manchmal auch länger. Und bei KÜ's ebenfalls bis zu 10 Wochen (wobei uns manche  Dozenten bereits am Tag der KÜ mitteilen, ob wir bestanden haben oder nicht! Aber bis es eingetragen wird, kommt es mir manchmal wie eine Ewigkeit vor.

- Kurze Videoclips oder Podcasts: Es gibt zwar ausgezeichnete Videos, die aufgezeichnet wurden und etwas länger dauern. Das ist zwar für die Rekapitulation der Studieninhalte super, aber so für zwischendurch oder fürs unterwegs zum Abhören, wären kürzere 10 - 15-Min. Videos ideal.

 

Noch ein kurzes Update: bis auf eine Hausarbeit habe ich zwischenzeitlich alle Ergebnisse erhalten und habe somit noch weitere 20 Credit Points erworben.

 

Mich würde es interessieren, wie lange ihr auf eure Studienergebnisse warten müsst? Und welche Prüfungsformen und -arten gibt es denn bei euch?

 

Wünsche allen noch einen guten Start in die neue Woche und bis bald.

 

Herzliche Grüße 

 

Byana 

 

 

 

 

Bearbeitet von Byana

9 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Wie schön, dass für dich das Gesamtpaket an der HFH stimmt und die Pro-Liste deutlich überwiegt!

 

Bei mir an der IU ist es auch von Modul zu Modul unterschiedlich, wie lange auf das Prüfungsergebnis gewartet werden muss. Die offizielle Korrekturfrist beträgt 6 Wochen, diese wird meist eingehalten, manchmal geht es auch schneller.

 

In meinem jetzigen Studiengang habe ich folgende Prüfungsformen: 

- Klausur (6x)

- Fachpräsentation (2x)

- Praxisreflexion

- Projektpräsentation

- Konzeptpräsentation

- Fallstudie 

- Hausarbeit

- Seminararbeit 

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Hallo Lukas,

 

freue mich über dein Feedback. Ja, mit dem Gesamtpaket an der HFH bin ich sehr zufrieden.  Allerdings war die IU tatsächlich bei den Korrekturfristen deutlich schneller 😉, das muss ich zugeben! Und die IU hat in Puncto der Vielfalt an Prüfungsformen aufgeholt, dennoch überwiegend der Klausuranteil deutlich, oder? Die anderen Prüfungsformen kommen ein bis maximal zwei Mal laut deiner Aussage vor? Welche von den angebotenen Prüfungsformen an der IU gefällt dir am besten?Bist du mit der IU prinzipiell zufrieden?

 

P. S. Bin trotzdem froh, dass ich nicht mehr an der IU bin. Die HFH passt in vielerei Hinsicht besser zu meinen Wertvorstellungen. 

 

Herzliche Grüße 

 

Byana 

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Also bei mir im Studiengang sind es tatsächlich mehr andere Prüfungsformen als die Klausur (6x Klausur und 8x andere Prüfungsformen). Hinzu kommen aber noch zwei Wahlpflichtmodule mit gesamt 4 Kursen. Wenn man hier also vier Kurse mit Klausur als Prüfung wählt, überwiegen wieder die Klausuren.

 

Ich mag tatsächlich Klausuren ganz gerne, wobei ich weiß, dass hier der langfristige Lerneffekt am geringsten ist. Ansonsten bin ich ein großer Freund von Präsentationen, hier spielt mir mein Job als Lehrer sicherlich in die Karten, da ich geübt bin in Präsentationen erstellen und dem ‚vortragen‘ bzw. frei sprechen. Bisher hatte ich allerdings nur Fachpräsentationen (vom inhaltlichen Anspruch zu vergleichen mit Hausarbeiten). Bald steht meine erste Projektpräsentation an. Hier werde ich wahrscheinlich eine One-Minute-Wonder-Fortbildung erstellen. Der Fokus dieser Präsentation soll dann, wenn ich das bisher richtig verstanden habe, eher auf dem Erstellungsprozess und dem Endergebnis liegen - ich werde sicher in meinem Blog berichten 😉

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Sehr schön differenziertes Fazit. 

 

Die Betreuung, die Möglichkeit von Präsenzen vor Ort und die Organisationsform als gGmbH sind auch Punkte, die mir gleich als Besonderheiten der HFH einfallen. 

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vor einer Stunde schrieb Markus Jung:

Sehr schön differenziertes Fazit. 

 

Die Betreuung, die Möglichkeit von Präsenzen vor Ort und die Organisationsform als gGmbH sind auch Punkte, die mir gleich als Besonderheiten der HFH einfallen. 

 

Recht herzlichen Dank für dein Feedback. Eine weitere Besonderheit stellt tatsächlich das Wissenschaftliche Arbeiten dar, das sich fast durchgängig über die ganzen Semester durchzieht. Im 7. Semester muss man dann eine KÜ als Vorbereitung zur BA in Form einer Präsentation durchführen ( vgl. dem Kolloquium) und danach erst erfolgt die schriftliche Ausarbeitung der BA erfolgt. Also im Prinzip wird an der HFH das umgekehrte Prinzip  wie i. R. an anderen Hochschulen verfolgt ( an diesen ist erst die Abschlussarbeit, dann die mündliche Prüfung). Das finde ich ist ebenfalls eine Besonderheit an der HFH. Mir persönlich gefällt auch die Philosophie der HFH zur mehr Bildungsdurchlässigkeit und chancengerechtere Bildung von Menschen beizutragen, sehr gut 👍🏻.

 

Herzliche Grüße 

 

Byana 

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vor 15 Stunden schrieb Lukas:

Also bei mir im Studiengang sind es tatsächlich mehr andere Prüfungsformen als die Klausur (6x Klausur und 8x andere Prüfungsformen). Hinzu kommen aber noch zwei Wahlpflichtmodule mit gesamt 4 Kursen. Wenn man hier also vier Kurse mit Klausur als Prüfung wählt, überwiegen wieder die Klausuren.

 

Ich mag tatsächlich Klausuren ganz gerne, wobei ich weiß, dass hier der langfristige Lerneffekt am geringsten ist. Ansonsten bin ich ein großer Freund von Präsentationen, hier spielt mir mein Job als Lehrer sicherlich in die Karten, da ich geübt bin in Präsentationen erstellen und dem ‚vortragen‘ bzw. frei sprechen. Bisher hatte ich allerdings nur Fachpräsentationen (vom inhaltlichen Anspruch zu vergleichen mit Hausarbeiten). Bald steht meine erste Projektpräsentation an. Hier werde ich wahrscheinlich eine One-Minute-Wonder-Fortbildung erstellen. Der Fokus dieser Präsentation soll dann, wenn ich das bisher richtig verstanden habe, eher auf dem Erstellungsprozess und dem Endergebnis liegen - ich werde sicher in meinem Blog berichten 😉

Hallo Lukas,

 

hört sich auf jeden Fall sehr spannend an. Hast du dich schon für die zwei Wahlpfichtmodule entschieden? Klausuren können mit Sicherheit durchaus auch einen Lerneffekt haben😉 und bei einigen Modulen lässt sich das Wissen nicht anders überprüfen als durch eine Klausur.

 

Aber ja Präsentationen sind doch nochmals was komplett anderes: da es hier insbesondere auf die kommunikativen / sozialen Aspekte viel mehr ankommt. Klar, als (angehender) Lehrer sollte man so was beherrschen 😃😅😉. Welche Fächer unterrichtest du (sorry, habe es jetzt nicht mehr parat)?

 

Hab früher selber mal vertretungsweise / nebenberuflich an der Krankenpflegeschule einmal wöchentlich während den theoretischen Blockphasen, an meinem früheren Klinikum ebenfalls unterrichtet. Das war, was ganz anderes als meine Kliniksozialdiensttätigkeit, hat mir aber auch viel Freude bereitet. 

 

Wie ist es bei dir mit den Lehrproben?

 

Wünsche dir noch viel Erfolg  bei deiner Projektpräsentation und bin schon sehr gespannt, 😃 was du berichten wirst?

 

Herzliche Grüße 

 

Byana 

 

 

 

 

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Ja, ich werde im Wahlpflichtbereich ‚Healthcare Management‘ und ‚Psychologie der Persönlichkeit‘ nehmen. 
 

In der Pflegeausbildung gibt es ja keine klassischen Schulfächer, sondern alles ist in Curriculare Einheiten gegliedert und Pflegepädagog:innen unterrichten hier quasi alles, was Thema der beruflichen Ausbildung, z.B. zur Pflegefachperson, ist (bei mir ist z.B. von ‚Bewegung unterstützen‘ über ‚Pflege bei Schlaganfall‘ bis hin zu ‚Berufspolitik‘ alles dabei.

 

Die Lehrproben bzw. Unterrichtsbesuche erfolgen im Rahmen der Praxisprojekte im Bachelor und im Master. 

Bearbeitet von Lukas
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Das mit dem Lerneffekt Hausarbeit vs. Klausur kann ich bei mir nicht beobachten. Es hängt wirklich davon ab, wie intensiv ich mich mit den Inhalten beschäftige. In beiden Fällen "seicht" oder "tief" möglich. Dann wohl eher "Hausarbeit/Klausur" vs. "Projekt" oder noch besser, Aufgaben die alle Sinne ansprechen, heißt auch mit Menschen zusammen erarbeitet werden. Also wo "Emotionen" entstehen.

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Als alter HFHase😉 kann ich jeden Plus- und Minuspunkt bestätigen! 
Da ich erst den BA und jetzt den MA dort studiere, habe ich kaum Zeitaufwand für Organisation, da ich alle Ansprechpartner:Innen kenne und umgekehrt. Das ist wirklich sehr angenehm. 
LG

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