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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Sind Viel-Leser die besseren Autoren?

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Fernstudienakademie

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Wer Autor werden will, muss gerne und viel lesen!

Das hört sich zunächst einmal nach einer echten Binsenweisheit an, aber ich glaube, in diesem Fernlehrgang der Fernstudienakademie hat sie doch noch ihren Platz. Ich habe schon den Eindruck, dass die allermeisten, die sich an die Aufgabe machen, selbst ein (Sach-) Buch zu schreiben, sehr gerne und sehr viel lesen.

Sachbücher – mehr als nur ein Instrument des Selbstmarketing?

Im Moment wird aber gerade das Verfassen eines Sach (!) -Buches gern auf die Funktion eines wirksamen Instruments zum Selbstmarketing reduziert. Das selbstverfasste Sachbuch ist zu einem wichtigen Mosaikstein in der eigenen Medienpräsenz geworden, das gleichberechtigt neben der Firmen-Webseite, dem Angebot von Seminaren und einem lebhaften Facebookauftritt seinen Wert hat.

Dieser Meinung stimme ich absolut zu: Das Verfassen eines Sachbuches macht aus einem „Normalo“ vielfach erst einen „echten“ (= von einer größeren Öffentlichkeit als solcher wahrgenommenen) Experten zu einem bestimmten Thema.

Aber wenn das Sachbuchschreiben in erster (oder manchmal fast einziger) Hinsicht als Marketinginstrument gesehen wird, fehlt meiner Meinung nach etwas ganz Wichtiges, was man vielleicht ganz großspurig als „Liebe zum geschriebenen Wort“ bezeichnen könnte.

O-Ha! Jetzt vielleicht mal wieder eine Nummer kleiner und weniger schwülstig...? ;)

Sachbuchautoren sollten selbst begeisterte Leser sein

Ich möchte gerne erreichen, dass die angehenden Sachbuchschreiber auch mal wieder den (begeisterten) Leser in sich entdecken. Damit dies gelingt, sollen unsere Lehrgangsteilnehmer in verschiedenen Aufgaben überlegen, welche Sachbücher sie selbst eigentlich gerne lesen und welche stilistischen Besonderheiten ihnen dabei gefallen.

Im Grunde geht es um die Frage, welche Vorbilder man in der Sachbuchautorenzunft hat. Dabei soll natürlich nicht herumkommen, dass die Kurs-Teilenehmer einfach den Stil des ihres Lieblingsautors XY kopieren, um dann ebenfalls einen tollen Bestseller zu landen. Denn: Kopieren bringt rein gar nichts! (Jetzt kommt kein zu Guttenberg-Witz! Nein, echt nicht! ;))

Verschiedene Schreibstile kennenlernen

Es geht mir vielmehr darum, dass die Teilnehmer dieses Fernkurses dafür sensibilisiert werden, wie unterschiedlich Schreibstile im Sachbuchgenre ausfallen können, um so am Ende ihren eigenen Weg als Autor zu finden.

Ich hoffe, das klappt....

Anne Oppermann

P.S.: Vielleicht als Frage in die Runde: Welche Sachbuchautoren mögt Ihr besonders gerne? Warum?

Ich habe mich vor Längerem ja schon mal als Jörg Schieb-Fan geoutet, der mir Ende der 90er Jahre mit seinen sehr gut verständlichen Ratgebern den Weg ins Computern (zumindest etwas) geebnet hat. Schieb ist somit schon so eine Art "Autoren-Vorbild" für mich geworden...


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11 Kommentare


Meiner Meinung nach merkt man oft, wenn ein Sachbuch primär ein Marketinginstrument ist. Ein Sachbuch muss meines Erachtens für sich stehen können und seinen Umfang gerechtfertigen. Pseudoamerikanisches Geschreibe, wo zuerst 100 Seiten lang die Erwartungen gepusht werden und einem gleichzeitig die Wirksamkeit der "Methode" aufgedrängt wird, um dann zum Schluss über wenige Seiten der eigentliche "Rat" erklärt wird - das kann ich nicht ausstehen.

Wenn jedoch jemand seine jahrelange Erfahrung zusammenfasst und verständlich darlegen kann, dann kann dies unglaublich hilfreich sein. Am liebsten ist es mir ,wenn jemand die eigenen Erkenntnisse nicht in jedem Fall als einzige richtige Möglichkeit sieht, sondern anderes auch gelten lassen kann.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Rumpelstilz

Diese "Werbegeschrei" mancher Sachbücher geht mir auch ziemlich auf die Nerven. ;) Diese Bücher scheinen aber schon ein interessiertes Publikum zu haben, das diese "Ruck-Zuck-Lösungen" für Probleme aller Arten sehr gerne kauft. Sonst würden solche Titel nicht immer wieder in den Bestseller-Listen ganz oben auftauchen...

Zu der Haltung, die Du ganz am Ende Deines Postings anführst, nämlich als Autor auch die Meinungen anderer stehen lassen zu können, gehört schon einiges an Souveränität. Wäre schön, wenn Autoren darin auch etwas gelassener würden. Vielleicht ist das auch ein bisschen eine Altersfrage...?

Wie seht Ihr das?

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Nein, das ist keine Altersfrage, das ist eine Sache der Grundeinstellung. Wenn ich meine, dass ich mit meiner Expertise der Nabel der Welt bin, dann "geht das nicht von alleine weg", nur weil man älter wird. Im Gegenteil, da kommt dann noch der Altersstarrsinn dazu!

Ein Lieblingsautor auf meinem Gebiet ist Heiko Mell, ein anderer zum Thema Changemanagement Hans-Peter Kruse - und dann gibt es noch ganz viele andere Lieblinge, aber da müsste ich mich jetzt vors Bücherregal stellen!

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Sabine

Der Heiko Mell ist doch auch Coach bei einer Zeitung, oder? Ich hab den auch immer in seinen Tipps als sehr "handfest" wahrgenommen.

Bei Kruse habe ich mal in einem Video das folgende "Experiment" gesehen (Leider finde ich das Video nicht mehr...):

Lesen Sie bitte folgende Begriffe:

Morgenstern

Abendstern

Zwergelstern

Häää, was ist denn ein Zwergelstern?

Ach sooo: Zwerg-Elstern.... ;)

War wohl ein Beispiel dafür, wie schnell Systeme greifen und man dann "betriebsblind" wird.

Wer solche Beispiele auf Lager hat, muss einfach ein guter Sachbuchautor sein. ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Heiko Mell hat eine Personalberatung und wer glaubt, dass Personalberater Personal (also Mitarbeiter) beraten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Nein, Heiko Mell rekrutiert im Auftrag von Unternehmen und schreibt in seinen Beiträgen darüber, wie die Berufswelt so ist. Keine Hilfestellungen, kein "Coaching" - einfach die Erscheiungsformen des Berufs- und Karrierelebens und dann "Friss Vogel oder stirb!"

Aber sehr amüsant zu lesen!!! Und sehr wahr!!!!!

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Markus Jung

Geschrieben

Welche Sachbuchautoren mögt Ihr besonders gerne? Warum?

Da ein Sachbuchautor meist ja nur auf einem Gebiet richtig fit ist, habe ich keinen Lieblingsautor, sondern mache mich zu jedem Thema wieder neu auf die Suche. Allgemein gefallen mir Sachtexte dann, wenn sie zwar fachlich fundiert sind (und nicht nur blabla), aber dennoch so formuliert sind, dass sie leicht verständlich sind.

Begeistert haben mich die Mathe-Bücher von Prof. Rießinger. Er hat es geschafft, selbst Mathe-Kenntnisse unterhaltsam zu vermitteln.

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Mein absoluter Favorit bei Sachbüchern ist Jared Diamond.

Auch wenn seine Thesen teilweise nicht ganz unumstritten sind, schreibt er über, für mich, hochinteressante Themen. Sein Schreibstil ist sehr ausufernd und ausführlich, aber immer verständlich und nachvollziehbar. Er regt zum Nachdenken an (besonders wichtig für einen Sachbuchautor) und verbindet viele Sachdisziplinen miteinander. Ich kann ihn nur empfehlen. Hier noch sein wikipedia-Eintrag.

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Bei Lehrbüchern, populärwissenschaftlichen Büchern und Ratgebern gehe ich meist nach dem Verlag. Es gibt ganz wenige Bücher, die ich wegen des Namens des Autors kaufe:

Das ist einmal Christoph Drösser. Er beantwortet auf NDR2, meist naturwissenschaftliche Fragen (z.B. Warum bekommt man Schluckauf) kurz und prägnant. Außerdem schreibt er - meine ich - für die Zeit.

Der andere Autor hat seinen Namen zur Marke im Bereich Steuern gemacht: Franz Konz.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@krypt0lady

Das mit dem Konz ist ein sehr gutes Beispiel, wie Buch, Autor und Thema zu einem einzigen "Markenzeichen" verschmelzen können.

Habt Ihr für solche "Markenzeichen" vielleicht noch andere Beispiele? Mir fällt so auf die Schnelle nix ein...

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Markus Jung

Geschrieben

Habt Ihr für solche "Markenzeichen" vielleicht noch andere Beispiele?

(Konrad) Duden?

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Der "Wöhe" - Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, immer noch ein Standardwerk. Nicht grade zum Totlachen beim Lesen, aber man findet einfach alles drin! Von daher auch ein Liebling.

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.