Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    686
  • Kommentare
    5.313
  • Aufrufe
    17.648

Neu ist besser

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
chillie

91 Aufrufe

Neben der rein plakativen Aussage des Titels, zitiere ich hier auch gerne eine meiner Lieblingsserien (How I met your mother). Ist neu wirklich immer besser, darum geht es in einer Frage - der voreilige Schluß ist: Ja.

Klar ist das eindimensional - aber neu heißt ja auch Veränderungen zu bereits bekannten. Auch wenn mich mein Urlaub nicht so erholt hat wie erhofft, hatte er einen Effekt, den ich nicht bedacht hätte. Er hat mich klarer im Kopf gemacht für das was um mich herum vorgeht.

In der Woche vor meinem Urlaub hatte ich ein Schlüsselerlebnis hinsichtlich meines Einsatzes für meinen AG. Streß bis in den Abend der sich auf Sohn und Frau übertragen hat, nur damit ich am nächsten Tag um 6 Uhr los kann - 700km an einem Tag abreißen usw.

In anderen Wochen hätte ich es abgehakt, aber nach allem was mich so die letzten Wochen privat und im Job nervt war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Mein Wunsch an mich war, meinen Einsatz zu "normalisieren".

Das Ergebnis diese Woche (ausser, dass einer der unnötigsten Termine des Jahres ausgefallen ist), ich habe meinen Einsatz einfach um ... naja sagen wir 10% reduziert. Ich habe an keinem Tag länger als kurz vor 6 gearbeitet und ich habe z.B. heute nach einem Termin früher Feierabend gemacht. Möglich ist das u.a. weil meine Bemühungen das Team weiter zu qualifizieren und so die übertragbaren Aufgaben anzureichern von Anfang des Jahres endlich Früchte tragen (was im übrigen einer meiner Ansatzpunkte meines praktischen DA Teils ist ;) ).

Der Effekt ist faszinierend und erschreckend zu gleich: in so einer Umgebung fühle ich mich wohler, bin im Kopf freier und agiere wieder statt zu reagieren. Mit konstruktiven Folgen für meine Planung wie es jetzt und vor allem nach dem 30.6. weiter gehen soll, für meine Familie und für die Diplomarbeit.

Auch wenn der unterwöchentliche Seitenoutput weiterhin gering ist, habe ich mein verkorkstes Kapitel umgebaut, 1 Seite Text in eine halbseitige Grafik verwandelt und mit ein paar Änderungen im Aufbau meine "Schreibkrise" (war eher eine Strukturkrise) überwunden. Im übrigen steht die endgültige Struktur meines Theorieteils nun komplett. Und so langsam wird aus meiner Abneigung gegen dieses Ding eine Hassliebe - das Thema ist jeden Tag meiner Arbeit brandaktuell und ich setzte fast jeden Tag mein neu gewonnenes Wissen in der Praxis ein.

Da wird einem schon mal warm ums Herz. Anders kann man es sich ja sonst kaum erklären, dass ich teilweise bis 1 Uhr Nachts an dem Teil schraube, obwohl ich es lieber heute als morgen ins Eck donnern möchte oder ggf. sogar rituell anzünden (mit und/oder ohne Einhorn).


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


8 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

das Thema ist jeden Tag meiner Arbeit brandaktuell und ich setzte fast jeden Tag mein neu gewonnenes Wissen in der Praxis ein.

Das könnte doch zumindest ein wenig Motivation bringen. Und wenn es "nur" dazu dient, Dir die Arbeit leichter zu machen, was dann ja wieder das Studium und andere Lebensbereiche leichter macht.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das ist ja mal eine neue Variante: anzünden mit Einhorn! *notier*

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Das könnte doch zumindest ein wenig Motivation bringen. Und wenn es "nur" dazu dient, Dir die Arbeit leichter zu machen, was dann ja wieder das Studium und andere Lebensbereiche leichter macht.

Ja und Nein.

Ich muss gestehen, dass ich bei der DA noch mehr in der typischen "ich finde kein Ende"-Falle gefangen bin, als bei den anderen Arbeiten.

Wahrscheinlich genau aus o.g. Grund: Einerseits benötige ich das Wissen tagtäglich, bzw. ist dieses Wissen für mich ein Pfund mit dem ich wuchern kann. Der Grad in dem ich praktisch die Kundenorientierung in unserer Niederlassung steigern konnte macht mich sehr zufrieden. Dafür brauche ich eine klare Toolbox.

Auf der anderen Seite sitze ich Abends dann an der Fachliteratur, wovon es immer mehr wird und wovon soo vieles relevant ist. Jedes mal, wenn ich eine neue Determinante, Komponente, Facette beleuchte finde ich etwas, was ich hätte noch hier und/oder da anmerken können. Eigentlich ist das Themengebiet viel viel zu groß für nur eine DA als muss ich etwas weglassen. Darüber war ich mir vorab auch im klaren - aber so richtig transparent ist es mir jetzt immer noch nicht.

In so einer FH Diplomarbeit ist es sicherlich nicht verwerflich, die allgemein bekannten Theorien wiederzukauen, wenn am Ende die Anwendung auf die Praxis kritisch und sauber vollzogen ist ... allerdings möchte ich natürlich in der tatsächlichen Praxis auch so gut wie möglich werden.

Ein kleiner Teufelskreis.

An dieser Stelle muss ich übrigens (ich brüte gerade wieder über meiner Literatur) anmerken, dass ich - sollte ich jemals darüber nachgedacht haben irgendwas mit Psychologie zu studieren und sei es nur Wirtschafts... - in so einem Moment total neben der Kappe war. Mir sind die Ergebnisse daraus deutlich lieber als diese komische Wissenschaft selbst (sorry Psychologie-Studenten ;) )

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Mir sind die Ergebnisse daraus deutlich lieber als diese komische Wissenschaft selbst (sorry Psychologie-Studenten ;) )

Ein Gedanke, den ich auch als Psychologie-Student teilweise nachvollziehen kann und der auch meine Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise mit prägt.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Eigentlich ist das Themengebiet viel viel zu groß für nur eine DA als muss ich etwas weglassen.
ging mir damals bei meiner BA genauso - und das ist mir wesentlich schwerer gefallen, als den Rest zu schreiben. Was ist "unwichtig" genug oder zu tief im Geschehen, um weggelassen werdne zu können?

Der Blogeintrag gefällt mir aber dennoch - ich denke, du hast inzwischen einen guten Draht zur Arbeit aufgebaut :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hauptsächlich geht es ja meist um den Anspruch den man selbst an das Thema stellt, so bald man darin fit ist. Objektiv betrachtet haben beide Betreuer mein Expose abgesegnet.

Klar habe ich dort nirgendwo klare Grenzen ziehen können, allerdings habe ich klar beschrieben, dass das theoretische Hauptkonstrukt eindeutig eingekürzt werden muss.

Wenn ich jetzt an den einen Betreuer denke, der mir eine 1/3 2/3 Aufteilung vorgeschlagen hat, bin ich froh mich umentschieden zu haben. In 15-20 Seiten hätte es nie geklappt so ein Modell aufzubauen, damit ich in der Praxis noch die restlichen 30-35 Seiten hätte mit der Erkenntnis füllen können, die mir wichtig ist.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Mein Problem war ebenfalls der eigene Anspruch. Ich wollte eben noch hü und hott erklärt haben, weil es meiner Meinung nach wichtig für das Gesamtverständnis und eben das Thema selbst war. Unterm Strich habe ich dann viele Dinge in den Anhang gepackt - damit sie eben drin waren, aber es wäre zuviel Text geworden, sie im Hauptteil zu verwenden.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • graphita
      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 8
      Hallo liebe Blogleser,
       
      hier ganz druckfrische Informationen aus meinem Mitarbeiterentwicklungsgespräch:
      Der Master geht von Arbeitgeberseite her klar!
       
      Für die Pflicht-Präsenztage bekomme ich Dienstbefreiung, das Anerkennungs-Praktikum darf ich in unserer Einrichtung absolvieren (falls von Seiten der Diploma/MEU zulässig) und die Masterarbeit darf ich auch hier schreiben. Außerdem wird mir unser Ltd. Psychologe während des Studiums für fachliche Fragen zur Seite stehen.
      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker
    • csab8362
      Von csab8362 in Mein Weg zur BILDUNGswissenschaft 6
      Für mein Biwi Fernstudium in Hagen habe ich mich nun extra bei Facebook angemeldet um etwas auf dem laufenden zu sein. Obwohl ich kein grosser Fan von Facebook bin, aber naja man muss irgendwie mit der Zeit gehen.
      Jedenfalls habe ich heute gesehen, dass sich der Modulplan jetzt verändert, und weiß noch nicht wie ich das für mich einordnen sollte. Modul 1d war Statistik und auf das habe ich mich eigentlich schon sehr gefreut das wird jetzt irgendwie so ähnlich im zweiten Abschnitt behandelt und dafür fallen die Psychologiemodule heraus. Gerade auf die hätte ich mich so richtig gefreut, anstelle gibt es jetzt irgendwelche Medienmodule.
      Irgendwie alles ein wenig frustrierend, da ich mir mit Planänderungen immer sehr schwer tue. Und wie mache ich das jetzt? 
      Wenn ich drei einser Module habe kann ich die zweier machen vielleicht geht sich dann das Psychomodul doch noch aus, aber dann hätte ich kein Statistikmodul (keine Ahnung ob das überhaupt geht). Ich glaube ich muss mal beim Studienzentrum vorbei, hoffentlich hat meine Betreuerin so starke Nerven mit allen Fragen die ich habe.
      Bearbeitet wird von mir gerade 1b und 1c und naja meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. 1b (Bildung und Gesellschaft) geht noch, das kann mich irgendwie zumindest ein wenig interessieren, aber 1c ist sowas von mühsam, wenn ich eine Seite gelesen habe, und auf die nächste Seite blättere habe ich die vorige garantiert schon wieder  vergessen. 1c Bildung Arbeit und Beruf hat für mich zuerst wahnsinnig interessant geklunken, aber es ist für mich zu trocken, vielleicht weil ich null Bezug dazu habe, wie das deutsche Bildungssystem aufgebaut ist.
      Bleibt nur noch zu fragen:
      Alle Klarheit beseitigt?