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Neu ist besser

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chillie

106 Aufrufe

Neben der rein plakativen Aussage des Titels, zitiere ich hier auch gerne eine meiner Lieblingsserien (How I met your mother). Ist neu wirklich immer besser, darum geht es in einer Frage - der voreilige Schluß ist: Ja.

Klar ist das eindimensional - aber neu heißt ja auch Veränderungen zu bereits bekannten. Auch wenn mich mein Urlaub nicht so erholt hat wie erhofft, hatte er einen Effekt, den ich nicht bedacht hätte. Er hat mich klarer im Kopf gemacht für das was um mich herum vorgeht.

In der Woche vor meinem Urlaub hatte ich ein Schlüsselerlebnis hinsichtlich meines Einsatzes für meinen AG. Streß bis in den Abend der sich auf Sohn und Frau übertragen hat, nur damit ich am nächsten Tag um 6 Uhr los kann - 700km an einem Tag abreißen usw.

In anderen Wochen hätte ich es abgehakt, aber nach allem was mich so die letzten Wochen privat und im Job nervt war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Mein Wunsch an mich war, meinen Einsatz zu "normalisieren".

Das Ergebnis diese Woche (ausser, dass einer der unnötigsten Termine des Jahres ausgefallen ist), ich habe meinen Einsatz einfach um ... naja sagen wir 10% reduziert. Ich habe an keinem Tag länger als kurz vor 6 gearbeitet und ich habe z.B. heute nach einem Termin früher Feierabend gemacht. Möglich ist das u.a. weil meine Bemühungen das Team weiter zu qualifizieren und so die übertragbaren Aufgaben anzureichern von Anfang des Jahres endlich Früchte tragen (was im übrigen einer meiner Ansatzpunkte meines praktischen DA Teils ist ;) ).

Der Effekt ist faszinierend und erschreckend zu gleich: in so einer Umgebung fühle ich mich wohler, bin im Kopf freier und agiere wieder statt zu reagieren. Mit konstruktiven Folgen für meine Planung wie es jetzt und vor allem nach dem 30.6. weiter gehen soll, für meine Familie und für die Diplomarbeit.

Auch wenn der unterwöchentliche Seitenoutput weiterhin gering ist, habe ich mein verkorkstes Kapitel umgebaut, 1 Seite Text in eine halbseitige Grafik verwandelt und mit ein paar Änderungen im Aufbau meine "Schreibkrise" (war eher eine Strukturkrise) überwunden. Im übrigen steht die endgültige Struktur meines Theorieteils nun komplett. Und so langsam wird aus meiner Abneigung gegen dieses Ding eine Hassliebe - das Thema ist jeden Tag meiner Arbeit brandaktuell und ich setzte fast jeden Tag mein neu gewonnenes Wissen in der Praxis ein.

Da wird einem schon mal warm ums Herz. Anders kann man es sich ja sonst kaum erklären, dass ich teilweise bis 1 Uhr Nachts an dem Teil schraube, obwohl ich es lieber heute als morgen ins Eck donnern möchte oder ggf. sogar rituell anzünden (mit und/oder ohne Einhorn).


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8 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

das Thema ist jeden Tag meiner Arbeit brandaktuell und ich setzte fast jeden Tag mein neu gewonnenes Wissen in der Praxis ein.

Das könnte doch zumindest ein wenig Motivation bringen. Und wenn es "nur" dazu dient, Dir die Arbeit leichter zu machen, was dann ja wieder das Studium und andere Lebensbereiche leichter macht.

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Das ist ja mal eine neue Variante: anzünden mit Einhorn! *notier*

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Das könnte doch zumindest ein wenig Motivation bringen. Und wenn es "nur" dazu dient, Dir die Arbeit leichter zu machen, was dann ja wieder das Studium und andere Lebensbereiche leichter macht.

Ja und Nein.

Ich muss gestehen, dass ich bei der DA noch mehr in der typischen "ich finde kein Ende"-Falle gefangen bin, als bei den anderen Arbeiten.

Wahrscheinlich genau aus o.g. Grund: Einerseits benötige ich das Wissen tagtäglich, bzw. ist dieses Wissen für mich ein Pfund mit dem ich wuchern kann. Der Grad in dem ich praktisch die Kundenorientierung in unserer Niederlassung steigern konnte macht mich sehr zufrieden. Dafür brauche ich eine klare Toolbox.

Auf der anderen Seite sitze ich Abends dann an der Fachliteratur, wovon es immer mehr wird und wovon soo vieles relevant ist. Jedes mal, wenn ich eine neue Determinante, Komponente, Facette beleuchte finde ich etwas, was ich hätte noch hier und/oder da anmerken können. Eigentlich ist das Themengebiet viel viel zu groß für nur eine DA als muss ich etwas weglassen. Darüber war ich mir vorab auch im klaren - aber so richtig transparent ist es mir jetzt immer noch nicht.

In so einer FH Diplomarbeit ist es sicherlich nicht verwerflich, die allgemein bekannten Theorien wiederzukauen, wenn am Ende die Anwendung auf die Praxis kritisch und sauber vollzogen ist ... allerdings möchte ich natürlich in der tatsächlichen Praxis auch so gut wie möglich werden.

Ein kleiner Teufelskreis.

An dieser Stelle muss ich übrigens (ich brüte gerade wieder über meiner Literatur) anmerken, dass ich - sollte ich jemals darüber nachgedacht haben irgendwas mit Psychologie zu studieren und sei es nur Wirtschafts... - in so einem Moment total neben der Kappe war. Mir sind die Ergebnisse daraus deutlich lieber als diese komische Wissenschaft selbst (sorry Psychologie-Studenten ;) )

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Markus Jung

Geschrieben

Mir sind die Ergebnisse daraus deutlich lieber als diese komische Wissenschaft selbst (sorry Psychologie-Studenten ;) )

Ein Gedanke, den ich auch als Psychologie-Student teilweise nachvollziehen kann und der auch meine Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise mit prägt.

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Eigentlich ist das Themengebiet viel viel zu groß für nur eine DA als muss ich etwas weglassen.
ging mir damals bei meiner BA genauso - und das ist mir wesentlich schwerer gefallen, als den Rest zu schreiben. Was ist "unwichtig" genug oder zu tief im Geschehen, um weggelassen werdne zu können?

Der Blogeintrag gefällt mir aber dennoch - ich denke, du hast inzwischen einen guten Draht zur Arbeit aufgebaut :)

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Hauptsächlich geht es ja meist um den Anspruch den man selbst an das Thema stellt, so bald man darin fit ist. Objektiv betrachtet haben beide Betreuer mein Expose abgesegnet.

Klar habe ich dort nirgendwo klare Grenzen ziehen können, allerdings habe ich klar beschrieben, dass das theoretische Hauptkonstrukt eindeutig eingekürzt werden muss.

Wenn ich jetzt an den einen Betreuer denke, der mir eine 1/3 2/3 Aufteilung vorgeschlagen hat, bin ich froh mich umentschieden zu haben. In 15-20 Seiten hätte es nie geklappt so ein Modell aufzubauen, damit ich in der Praxis noch die restlichen 30-35 Seiten hätte mit der Erkenntnis füllen können, die mir wichtig ist.

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Mein Problem war ebenfalls der eigene Anspruch. Ich wollte eben noch hü und hott erklärt haben, weil es meiner Meinung nach wichtig für das Gesamtverständnis und eben das Thema selbst war. Unterm Strich habe ich dann viele Dinge in den Anhang gepackt - damit sie eben drin waren, aber es wäre zuviel Text geworden, sie im Hauptteil zu verwenden.

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