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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Ich schreibe Ihre Biographie....

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Fernstudienakademie

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Im Sachbuchgenre gibt es eine Textsorte, mit der gar nicht wenige Texter ihr Geld verdienen, nämlich das Verfassen von Biographien, die von Kunden in Auftrag gegeben und am Ende auch bezahlt werden.

Schreiben im Kundenauftrag

Auftragsbiographen verfassen dabei Biographien von ganz „normalen“ Menschen, die das Bedürfnis haben, ihr Leben in Form eines Buches für die Nachwelt zu konservieren, sich es aber nicht zutrauen, den Text dafür selbst zu verfassen.

Eine Sonderform der Auftragsbiographie stellt das Verfassen von Unternehmenschroniken dar, die eine Firma etwa zu einem runden Jubiläum der Öffentlichkeit präsentieren möchte. Diese sog. „Corporate Books“ werden dann z.B. an Kunden, kooperierende Dienstleister oder aber an Pressevertreter, die sich über ein bestimmtes Unternehmen informieren wollen, (in der Regel kostenlos) übergeben.

Solche Biographien oder Unternehmenschroniken erscheinen häufig in Form von Self-Publishing, so z.B. bei Books on Demand (BoD) oder anderen darauf spezialisierten Dienstleistern.

Wie muss ein guter Biograph „gestrickt“ sein?

Ein „guter“ Auftragsbiograph zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus:

  • Wie alle „guten“ Autoren muss natürlich auch ein Auftragsbiograph über eine gute „Schreibe“ verfügen.
  • Dabei muss er verschiedene Stilebenen beherrschen, denn der Kunde liegt nicht nur den Inhalt des späteren Buches fest, sondern in vielen Fällen auch den „Ton“, in dem seine Erinnerungen verfasst werden sollen.
  • Ein guter Berufsbiograph muss darüber hinaus über ein gehöriges Maß an Empathie und Geduld verfügen, denn er muss sich in oft stundenlangen Gesprächen und Interviews ganz auf seinen Kunden einstellen können.
  • Wichtig ist außerdem ein gewisses psychologisches Geschick, wenn ein Kunde z.B. über einzelne Phasen seines Lebens sehr unglücklich ist oder bestimmte Entscheidungen, die er getroffen hat, bereut. Hier braucht er dann u.U. sogar den Beistand und den Trost seines Biographen.
  • Ein Berufsbiograph muss sich für Zeitgeschichte interessieren und über ein entsprechendes Hintergrundwissen über historische Zusammenhänge verfügen, um die Ausführungen seines Auftraggebers richtig einordnen zu können.
  • Darüber hinaus muss er dazu in der Lage sein, selbständig z.B. in Unternehmensarchiven oder Bibliotheken zu recherchieren.
  • Schließlich sollte er auf ein Netzwerk von Dienstleistern zurückgreifen können, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen können, so z.B. Fotographen, Layouter oder Lektoren.

Anne Oppermann

P.S.: Was haltet Ihr von solchen Auftragsbiographien? Ist es eine interessante Methode, individuelle Zeitgeschichte auf Papier zu bannen, oder haltet Ihr solche Biographien eher für einen Ausdruck gesteigerter Eitelkeit des Auftraggebers?


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7 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Für mich war es neu, dass scheinbar auch einige unbekannte Menschen nur für sich bzw. die Familie eine solche Biographie erstellen lassen. Ist ja sicherlich ein nicht geringer finanzieller und zeitlicher Aufwand, der da entsteht. Wobei, dass jemand selbst seine Memoiren erstellt, ist ja dann doch nicht so etwas Besonderes - warum dafür nicht auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es einem so wichtig ist und man über das notwendige Kleingeld verfügt.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Danke für Dein Feedback, Markus!

Ein entfernter Bekannter hat mal seine Memoiren selbst verfasst und wollte dann für seinen Text ein Feeback von mir als "Fachfrau". Bei dem Text wäre es schon besser gewesen, wenn er seine (gar nicht mal so uninteressante) Lebensgeschichte von einem professionellen Texter hätte nachzeichnen lassen, anstatt selbst zum Stift zu greifen. ;)

Wenn ein solcher Auftrag einen Texter herausgeht, kann das aber schon ordentlich ins Geld gehen; hier ein Honorarbeispiel:

http://www.autobiografieservice.de/index.php?page=mein-honorar

Für manche Texter ist das Verfassen von Biographien inzwischen schon deren "Brot-und-Butterjob"; Bedarf gibt es also durchaus...

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Markus Jung

Geschrieben

Nur um sich das in den Schrank zu stellen oder im Familenkreis herumzuzeigen ist das ein hoher Preis, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass er durchaus angemessen sein mag, wenn der Auftragsbiograph wirklich gründlich arbeitet.

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In den letzten Jahren gab es ein riesiges Thema, was mich ziemlich beschäftigt hat und über das ich gebloggt habe. Viele andere aus meinem weiten Umfeld haben ihre Erfahrungen, die sie in diesem Lebensabschnitt gemacht haben, in einem Buch heraus gegeben. Auch ich bin schon mehrfach gefragt worden, ob ich nicht ein Buch schreiben wollen würde. Ich könne so gut schreiben... Aber bisher reicht es mir zu bloggen...

lg

Caro

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Markus Jung

Geschrieben

@Caro: Magst du hier schreiben, um welches Thema es sich handelt und wo dein Blog zu finden ist? Oder möchtest du das lieber von deinen Aktivitäten hier getrennt halten?

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werkstattschreiber

Geschrieben

Hallo Anne,

ich finde es durchaus akzeptabel, dass jemand sich von einem Ghostwriter die Biographie schreiben lässt, aus welchen Gründen auch immer, oder es auch selbst tut. Ich lese quer Beet, auch Biographien, auch wenn ich diese Form des Schreibens für mich nicht in Erwägung ziehe. Ich will den Schatten meiner eigenen Vergangenheit nicht gerne begegnen. ;)

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      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!