Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Es ist viel passiert

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HannoverKathrin

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Von einem Wochenresümee mag ich gar nicht sprechen, immerhin war KW38 mit der 12. Schreibwoche meiner Bachelorarbeit unerwartet arbeitsarm.

Am Mittwoch hat mein 2. Korrekturleser mir seine Anmerkungen in den Briefkasten geschmissen. Er hat sich dann erstmal in den Urlaub verabschiedet und es nicht geschafft gehabt die Hinweise noch in Word einzugeben. Naja, hab ich eben eine handschriftliche Version zum Entziffern gehabt, versprühte irgendwie auch seinen Charme ;)

Wie erwartet war die Rechtschreibung sehr gut. Ebenfalls wie erwartet, war meine Kommasetzung jedoch wohl katastrophal. :rolleyes: Ansonsten hat er mir sehr viel markiert gehabt, was ich gem. unserer Regeln für wissenschaftliches Arbeiten so anwenden MUSS. Häufig habe ich 2 Autoren eines Buches und diese muss ich mit einem , trennen. Er kennt das scheinbar mit einem /. Somit haben mich seine viele blauen Striche erst ganz schön erschreckt. Im Laufe der ersten Seiten war aber klar, dass ich nur einen Bruchteil seiner Anmerkungen wirklich umsetzen muss.

Ratzfatz war am Wochenende alles fertig. Also war es endlich Zeit die Seitenumbrüche und Leerzeilen auf das richtige Niveau zu bringen. Ein Bekannter hat mir sogar noch meine beiden hässlichen Grafiken hochauflösend neu erstellt.

Montag war also alles soweit, das Dokument war fertig.

Dienstag bin ich dann zum Copyshop gefahren. Nachdem ich erst online einen Auftrag abgeben wollte, habe ich mich dann doch entschieden, die hannoverschen Wirtschaft zu unterstützen. 2 Copyshops kamen lt. Gelbeseiten und Internetauftritt in die engere Auswahl. Zum Glück sogar nur 3 Minuten von einander entfernt.

Im 1. Geschäfts habe ich mich keine 5 Minuten aufgehalten. Die Hardcover waren leider überhaupt nicht das was ich erwartet hatte. Anstelle einer schönen Prägung wurde da nur im selben Farbton ein bedrucktes Blatt Glanzpapier aufgeklebt. Der Farbton war absolut identisch und auf die Entfernung würde man es nicht erkennen (so auch auf den Fotos im Internet), aber wenn man das Buch in der Hand hat, sieht man natürlich die Ränder vom Papier. Also gleich weiter zum 2. Geschäft.

Die Hardcover die dort lagen waren schon besser, wobei das blaue Exemplar mich nicht so überzeugen konnte. Naja, ich hab dann ohne weiteres Nachfragen 3 Schwarze bestellt. Der Auftrag wurde sogar gleich mit mir bearbeitet und ich musste nicht an einem anderen Tag nochmal kommen. Im Nachhinein muss ich sagen, hab ich an dem Tag jedoch soviele Fehler gemacht... Ich hätte meinem Gefühl trauen sollen und wieder gehen (ich glaube der Laden dient hauptsächlich der Geldwäsche). Ich hätte vorher Fragen zum Druck des Covers stellen sollen. Und ich hätte mir nicht über 1 Stunde meines Lebens dort stehlen lassen sollen, in dem ich die ganze Zeit dabei bin. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Letztendlich hat mein Cover nur 3 Zeilen geprägt bekommen können, mehr gibt die Maschine nicht her. Die Qualität ist nicht die Beste, aber auch nicht so schlecht, dass man sich dafür schämen müsste. War eben nicht ganz das was ich erwartet hatte. Letztendlich hab ich 70 Euro für meine 3 Exemplare bezahlt, also weit weniger als sonst im Internet. Aber mit der Leistung wäre ich auch vermutlich zufriedener gewesen. Naja, sei es drum. Immerhin war es auch ein sehr schönes Gefühl das warme Papier in den Händen zu halten und zu erleben wie meine Bachelorarbeit entsteht.

Bedingt durch die lange Bearbeitungszeit (s/w-Seiten raussuchen und durch Farbseiten ersetzen, Prägemaschine heißlaufen lassen, 3 Cover prägen) habe ich es Dienstag jedoch nicht mehr zu Post geschafft.

Aber gestern, gestern war endlich der große Tag! Ich habe im Schreibwarengeschäft die teuren, gepolsterten Riesenumschläge gekauft und bin zur Post gedüst. 3 Einschreiben sind nun unterwegs und hoffentlich bald an ihrem Bestimmungsort.

Beim Brennen der CD und dem Gedanken, dass das Studium nun wirklich vorbei ist, drehte sich schon ziemlich der Magen um. Richtig realisiert habe ich es auch nun noch nicht. Aber das wird sicher noch kommen.

Später telefoniere ich ein wenig und organisiere meine Geburtstags-/Studienendeparty. Ich denke mal mit dem Versenden der Einladungen kommt nochmal etwas Aufregung ins Spiel.

Auf jeden Fall ein tolles Thema um seinen 330 Blogbeitrag zu feiern. Kaum zu glauben, dass es jetzt echt vorbei sein soll...


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7 Kommentare


Glückwunsch, ich hänge immer noch im typischen Loch nach dem 4. Semester fest. Mein familiäres Umfeld erhöht schon den Druck endlich anzumelden.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Glückwunsch, ich hänge immer noch im typischen Loch nach dem 4. Semester fest.

lol, ich wusste gar nicht dass dieses Loch auch für Sonderstudiengänge gilt ;)

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Herzlichen Glückwunsch, liebe Kathrin :) Ich wünschte, ich wäre auch schon an diesem Punkt angelangt...

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HannoverKathrin

Geschrieben

Herzlichen Glückwunsch, liebe Kathrin :) Ich wünschte, ich wäre auch schon an diesem Punkt angelangt...

Ich weiß ich hab nun leicht reden, aber: Durchhalten!!!

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Hey Kathrin,

super! Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche Dir eine sehr kurze Wartezeit und ein tolles Ergebnis.

Wie viele Grafiken hast Du denn in Deine Arbeit insgesamt eingebaut und auf welche Seitenzahl bist Du am Schluss gekommen?

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HannoverKathrin

Geschrieben

Es sind inkl. allem 60 Seiten geworden. Ohne Deckblatt, Verzeichnisse, Eigenständigkeitserklärung genau 50. Auf den 50 Seiten finden sich 11 Grafiken. Teilweise farbig und teilweise schwarz-weiß.

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      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
      Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen  In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
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      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker