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Blogschreiber identifiziert

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Lernhilfentk

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Aushang in meiner Hochschule: Ein Student hat im Internet einen Blog geschrieben. Dieser sei derart diffamierend und mache derart falsche Angaben, dass man eine Gegendarstellung für wichtig halte. Diese enthält v.a. den Hinweis, dass man den Blogschreiber aus den Zusammenhängen erkennen könne.

Angegeben war auch die Homepage des Blogs. Soviel sei gesagt: Meiner ist es nicht. Dennoch habe ich mir die besagte Adresse gleich mal angesehen- der Blog wurde mittlerweile jedoch entfernt. Es lässt sich daher nicht mehr sagen, was dort wie dargestellt wurde.

Natürlich ist es immer schwierig, schwere Verleumdungen aus dem Internet beseitigen zu lassen. Allerdings weiß ich auch nicht, ob der Aushang wirklich nur das gebracht, was er bringen sollte (Beseitigung des Blogs) oder ob den Blog jetzt nicht noch mehr Leute angeklickt haben. Schwieriges Thema...

Wo fängt Werbung für die Hochschule an, wo hört sie auf?

Mache ich ausreichend deutlich, dass mein Blog meine persönliche Meinung enthält?

Sicher ist es ungeschickt, Wut auf Verhältnisse an der Hochschule nur in einem Blog zu verarbeiten. Es gibt ja Asta etc., so dass man solche Dinge i.d.R. direkt ansprechen könnte. Auch scheint mir ungeschickt, wenn ich im Studium an der Hochschule bin, ein bestimmtes Maß an Niveau und Anstand zu unterschreiten-man macht sich damit das Leben sicher nur unnötig schwer. Letztlich wie gesagt, der Blog ist weg. Eine objektive Beurteilung entfällt damit.

Ich weiß nur, dass mir Anonymität sehr wichtig ist, und ich nicht als Blogschreiber identifiziert sein möchte. Weder von Hochschule, Kommilitonen, Kollegen, etc. Dennoch kann an der Hochschule sicher herausgefunden werden, wer ich bin. Möchte ich dann darauf angesprochen werden? Nein, sicher nicht.

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich kenne einige Blogs, in denen ziemlich schamlos und dabei unsachlich über Anbieter und Hochschulen abgeledert wird. Ich kenne aber auch genauso viele dünnhäutige Leute, die schon bei leiser Kritik den Vorwurf der Diffamierung erheben. :-/ Für die bessere Lösung hätte ich gehalten sich direkt an den Blogger zu wenden. Vielleicht war man sich doch nicht so sicher und ist deshalb den Weg über den "wir-wissen-wer-du-bist"-Aushang gegangen, oder oder oder...

Du kannst ja mal mit archive.org versuchen. Wenn's den Blog lange genug gab, hast du gute Chancen, dass du so doch nochmal reinlesen kannst, um dir ein Bild zu machen.

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Das finde ich auch ein schwieriges Thema. Einerseits kann man u.a. hier im Blog seinen Frust u. was (fach-)hochschulbezogen ist rauslassen - andererseits, wenn ich manches u. durchaus auch Aussagen von mir, rein von der Anbieterseite aus lesen müßte, fühlte ich mich vermutlich (auch) schnell "gerufmordet". :blink:

Da die Waage zwischen wirklich informativ & sachlich und dem eigenem Empfinden & Frust zu halten, ist mitunter aber auch schwer u. auch irgendwie nicht gewollt. Schließlich will man in dem Moment hier einfach mal Dampf ablassen.

Ich hoffe jedenfalls, dass mein Anbieter auch mich versteht und sie wahrscheinlich alle ganz liebe Menschen sind, die ihr Möglichstes geben, manchmal kommt es nur nicht an oder wird nicht richtig gewürdigt! *keine Ironie* :(

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Warum ist Ihnen Anonymität so wichtig? Wenn Sie jetzt jemand wären, der öffentlich rummaulen würde, Leute beschimpft, eher ein unterirdisches Sprachniveau hat - ja, dann würde ich Sie verstehen. Aber all das trifft doch nicht zu.

Wenn jemand intelligente Beiträge schreibt (sei das nun ein normales Posting oder auch Blogs), dann kann er/sie durch Sichtbarkeit und Identifizierbarkeit eigentlich nur gewinnen.

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@KanzlerCoaching: Danke für die Blumen:) Dennoch, mir ist vor allem nach Ruhe. Das ist vielleicht auch ein Standpunkt, der möglicherweise auch dem Moment bzw. dem Studium geschuldet ist. Durch meine Telekolleg-Homepage weiß ich, wie sich das Gegenteil anfühlt: Da war ich zum damaligen Zeitpunkt an der Schule recht bekannt, und wurde auch oft angesprochen. Bei 400 Schülern passiert das dann nicht gerade selten. Für mich muss sowas in Bezug auf einen Blog nicht unbedingt sein.

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Es wäre jetzt auch kein Weltuntergang, aber ich kann auch drauf verzichten, dass alle Welt weiß, wer hinter mir steckt. Genau begründen kann ich es nicht. Aber verstehen, wenn es bei anderen so ähnlich ist :)

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Ich weiß nur, dass mir Anonymität sehr wichtig ist, und ich nicht als Blogschreiber identifiziert sein möchte. Weder von Hochschule, Kommilitonen, Kollegen, etc. Dennoch kann an der Hochschule sicher herausgefunden werden, wer ich bin. Möchte ich dann darauf angesprochen werden? Nein, sicher nicht.

Du kannst eigentlich fast davon ausgehen, dass auf dieser Plattform laufende Blogs bei den Hochschulen bekannt sind und gelesen werden.

Letztlich bin ich auch nur offentsichtlich annonym geblieben, eben nur für den unbedarften FI Leser. Viele Leute können und konnten mich über Xing & Co, den Hochschul-Online-Campus o.ä. verknüpfen und bei der HFH haben mehrere Leute mein Blog gelesen. Zwischenzeitlich ist sogar ein Artikel von mir in der Semesterzeitung erschienen, auf den mich einer meiner Kunden angesprochen hat - alles nur wegen dem Blog.

Finde ich auch nicht verwerflich - das ganze ging nämlich auch so. Letztlich wurde ich auch erst hinterher darauf angesprochen, beim studieren hat es nicht gestört.

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Den Aushang der Hochschule empfinde ich als unprofessionell - insbesondere, da demnach ja bekannt ist, wer der Blogger war. Warum hat man diesen nicht direkt kontaktiert und um Veröffentlichung einer Gegendarstellung etc. gebeten, notfalls auch mit der Androhung rechtlicher Schritte. Aber ihn/sie in dieser Form an den öffentlichen Pranger zu stellen, halte ich für nicht angemessen.

Beim Schreiben von Blog- und Forenbeiträgen sollte sich meiner Meinung nach jeder überlegen, ob er das, was er da gerade von sich gibt, auch in dieser Form und mit diesen Worten den Betreffenden persönlich ins Gesicht sagen könnte und würde.

Bei deinem Blog hatte ich da aber noch nie ein schlechtes Gefühl.

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@chillie: Ich gehe auch davon aus, dass es einige Leser an der Hochschule gibt. Aber zwischen Lesen und ansprechen besteht einfach ein Unterschied, und wie gesagt, ich hätte gerne einfach meine Ruhe:)

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