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Blöde Erkenntnisse und bittere Wahrheiten

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Beetlejuicine

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Meine Überschrift liest sich theatralisch, aber genauso fühlt es sich an.

Ich bin seit Mitte Dezember krank gemeldet, weil ich quasi von heute auf morgen nicht mehr konnte. Ich hatte immer ein ganz besonderes Gefühl für meinen Betrieb und habe dort für mein Leben gerne gearbeitet. Nun issses weg.

Statt dessen mag ich partout nicht hin und stehe innerliche Kämpfe aus, die mir den Schlaf rauben.

Das Problem ist, und das kann ich mir nur sehr schwer eingestehen: Ich will nicht mehr ans Bett. Ich hab einfach keine Lust mehr auf kranke Menschen, auch Gerüche, auf Probleme. Ich möchte bitte nichts mehr davon hören, sehen und riechen. Wenn ich daran denke, dass ich mich ins Auto setzen muss und meine Tour fahren soll, dann krieg ich Herzrasen. Ich hab Rückenschmerzen, im Nacken eine Blockade, die mir ständig die Arme einschlafen läßt und mich im wahrsten Sinne lähmt.

Es ist aber nicht so, dass ich generell nicht mehr brenne, ich hab viel Energei fürs Studium und hab daneben auch Freude an anderen Dingen, es ist also nicht einfach nur dunkel. Es ist einfach nur das Lichtlein für die aktive Pflege aus.

Als Krankenschwerster ein Unding sowas auszusprechen. Seit 20 Jahren mache ich das!

Mein Arbeitgeber will natürlich wissen, wie es weitergeht! Kann ich absolut verstehen. Allein, ich weiß es nicht. Ich hab sicherlich nicht ohne Grund Weiterbildung für Leitungsfunktionen gemacht, mir war das bereits länger bewußt, dass ich das nicht mehr jahrelang kann. Aber darf man denn vor einer Herde her laufen, wenn man die Arbeit der Herde selbst nicht mehr machen will?

Jeden morgen stehe ich auf und horche nach meinen Gefühl: Nichts. Da ist keines. Am liebsten würde ich kündigen, zuhause bleiben, bis ich weiß, was ich machen will. Nur, wer kann sich sowas leisten? Ich nicht.

Wie soll man das seinem Arbeitgeber vermitteln?

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15 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Wow. Cool dass du das hier so offen schreibst, wirklich. Hört sich wahrscheinlich komisch an, wenn ich Küken sage, ich weiß wies dir damit geht und was du fühlst. Ich hatte das bereits im Wechsel 2012 auf 13 und bin danach in der Forschung gelandet. Ich habs noch mal was versucht und war nicht glücklich. Pflege ist nunmal auch oft meiner Meinung nach ein von vielen (nicht in der Pflege ausgebildeten) psychisch unterschätzer Job. Naja im Oktober war bei mir das Pflegefeuer aus.

Ich habe aus ähnlichen Bedenken, wie du die Woche vor Weihnachten ein PDL Angebot ausgeschlagen, trotz einer enormen Hartnäckigkeit der Fragenden.

Ich kann nur für mich sprechen, aber mir hat wirklich die jeweils genommene Auszeit und mich nur auf das Studium und was mir Spaß macht konzentrieren geholfen um mich neu auszurichten und mir auch bewusst zu werden was geht was ich kann und was nicht.

Ich halte dir die Daumen und bin mir sicher, du wirst deinen Weg gehen

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Mein Blog ist derzeit auch nur für registrierte User frei geschaltet. Ich finde die Rückmeldung in dieser Community tatsächlich sehr gut, hier schreiben überwiegend reflektierte Menschen, die auch was zu sagen haben und an manchen Stellen auch die richtigen Fragen stellen.

Eine generelle Auszeit wäre natürlich der Knaller, aber mit Kindern kann man sich das nicht aussuchen, ob man Geld verdient oder nicht. Ich muss arbeiten. Ich könnte etwas weniger, aber das ist es auch nicht.

Eigentlich langweile ich mich und PDl kann ich mir sehr gut vorstellen. Es ist halt nur die Frage, ob man sich oben hinstellen kann und sagen kann: Macht ihr mal, ich koordiniere hier nur, sorge für die Einhaltung der Qualitätsprüfrichtlinien usw. DAS sind nämlich meine Stärken. Ich bin sehr strukuriert und sehe sehr viel. Und ich habe ein Gespür für Menschen, also für Mitarbeiter.

Ihr merkt schon, ich verkaufe mir selbst meine Wünsche und suche Absolution für meine Unlust weiter zu pflegen.

Ich bin mir auch sicher meinen Weg zu finden, nur leider kann ich nicht gut mal eben so konstitutive (haa, BWL!) Entscheidungen treffen. Ich bin eher vorsichtig und sehr genau abwägend, bevor ich loslaufe.

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Es ist halt nur die Frage, ob man sich oben hinstellen kann und sagen kann: Macht ihr mal, ich koordiniere hier nur, sorge für die Einhaltung der Qualitätsprüfrichtlinien usw. DAS sind nämlich meine Stärken. Ich bin sehr strukuriert und sehe sehr viel. Und ich habe ein Gespür für Menschen, also für Mitarbeiter.

Dann verstehe ich jetzt dein Problem nicht. Du möchtest gerne eine Leitungsposition und siehst dort auch deine Stärken. Was hindert dich jetzt also konkret dran? Gibt es einfach derzeit keine entsprechenden Angebote oder stehst du dir eher selbst im Weg?

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Ich denke die Sache ist die Angst vieler Pflegender. Wir sehen oftmals viele PDLs die die Berührungspunkte zum Bett verloren haben das kann gut gehen aber leider oftmals auch nicht.

Ich denke aber auch, dass der Punkt kommt, wo man nicht immer am Bett stehen kann, man muss aber lernen die Sorgen auf Seite zu legen. Der Wechsel in die Forschung hat mich ja auf die Seite der Beratung geführt. Menschen, die am Bett sind, ohne, dass ich noch am Bett bin oder je außer in der Ausbildung eine Klinik beruflich von innen gesehen habe.

Es ist ein Prozess und ich denke man kann das lernen, aber die Hemmschwelle ist groß, gerade in unserem Beruf. Was kannst du dir denn vorstellen? Hat dein Chef vielleicht eine Möglichkeit in der du zum Beispiel was halb halb machen kannst also erst noch einen Fuß drin hast und dann nach und nach rauschleichst?

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Gibt es einfach derzeit keine entsprechenden Angebote oder stehst du dir eher selbst im Weg?

Oh, Angebote in meinem Beruf gibt es zuhauf, noch dazu habe ich ja den PDL Schein, den man dazu benötigt. Ich stehe mir nur gerade selbst etwas im Weg. Menschen, die in der Pflege arbeiten sehen zuerst immer alle anderen, dann sich selbst. Es zählt nur die Arbeit, die man "ackern" nennt, am Schreibtisch sitzen oder Besprechungen sind keine Arbeit. DAS kenn ich von vielen Pflegekräften, die in weniger aktive Bereiche wechseln. Die haben das Gefühl nicht zu arbeiten, nichts zu leisten. In der Pflege sieht man das von unten auch ein Stück weit so. Die "da oben" haben am WE frei, machen keine Spätdienste und stellen auch noch Regeln auf. Da hat man nicht so das Verständnis für. Liegt aber eben auch viel am Personalmangel und der oft unglaublichen Belastung in der Pflege. Wenn man das dritte WE in Folge einspringen muss, dann hat man kaum noch Verständnis, dass andere am WE immer zuhause sind. Geht mir ja oft auch so.

Was kannst du dir denn vorstellen? Hat dein Chef vielleicht eine Möglichkeit in der du zum Beispiel was halb halb machen kannst also erst noch einen Fuß drin hast und dann nach und nach rauschleichst?

Ich bin ja schon stellvertretende PDL, Leitungserfahrung liegt also vor. Nur ist es eben so, dass in einem Pflegedienst das fahren der Touren deswegen nicht wegfällt. Das macht man neben der Pflegetätigkeit.

Ich weiß also, dass ich das kann und auch Freude dran habe, mich treibt ja "nur" das schlechte Gewissen um, dass ich eine Leitungsfunktion begleiten möchte, am Wochenende frei haben will und nicht mehr morgens um 6 Uhr los will, während andere das dann ja noch tun müssen.

Andererseits habe ich das 20 Jahre getan und muß es vielleicht auch von der anderen Seite sehen: Ich nehme meine wunderbare praktische Erfahrung mit in den Stand, den ich mir a) durch Weiterbildung und B) durch Engagement erarbeitet habe und gebe weiter, was ich kann.

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Okay, ich bin ja selber aus dem außerklinischen Bereich :D. Aber eben pädiatrische Intensiv. Da hat es sich irgendwann entwicklet, dass zwar die stellv. und leitendende PDL noch Rufbereitschaften gemacht haben, aber heute tun sie das nicht mehr weil es einfach nicht leistbar ist. ABer dann sind wir natürlich auch in der nicht fahrenden außerklinischen Pflege.

Die Entscheidung wird sicher nicht leicht, aber irgendwann musst du sie wahrscheinlich treffen, es wird immer jemanden geben, der nicht glücklich ist, aber was macht dich glücklich. Die anderen aus dem Kopf zu bekommen ist schwer.

Meine Kollegen lachen heute noch über meine irrwitzige Arbeitsweise (jetzt sind das Informatiker und Ökonomen) die haben ne To do Liste und bearbeiten die über ein oder zwei Wochen und werden wahnsinning, dass meine ständig leer wird uns sie die nicht füllen können. Das ist das was uns etwas ausmacht wir ackern, du willst heute fertig werden, denn morgen gibt es eine neue Liste und oben drei spürt man, dass man was gemacht hat. Ich habe jetzt über ein Jahr gebraucht um mich umzugewöhnen aber jetzt geht es mir super. Vielleicht musst man einfach den ersten Schritt wagen :D.

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In der Pflege sieht man das von unten auch ein Stück weit so. Die "da oben" haben am WE frei, machen keine Spätdienste und stellen auch noch Regeln auf. Da hat man nicht so das Verständnis für.

Oh, das ist nicht nur in der Pflege so ;)

Ich kenne mich ja nun in der Branche nicht aus, aber man hört ja allgemein nichts Gutes von der Pflegebranche (Personalmangel, Überarbeitung, ..). Ich denke aber, dass es solche Leitungspositionen nicht ohne Grund geben und dort natürlich auch gearbeitet wird - nur eben anders als man das 20 Jahre lang kennen gelernt hat. Wie du selbst schon sagtest, du hast jetzt 20 Jahre lang an der Front gearbeitet und man muss schon ein spezieller Typ sein, wenn man das 45 Jahre durchhalten will. Ich selbst könnte nie in einem Gesundheitsberuf arbeiten und bin immer sehr froh, dass es Menschen gibt, die das mit Leib und Seele tun. Aber irgendwann ist halt mal Schluss und man muss sehen was man macht. Da du ja selber Ambitionen für eine Leitungstätigkeit hast, dann hält dich ja eigentlich nichts auf - außer du selbst.

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Den ersten Schritt habe ich ja bereits getan: sehr rechtzeitig Auszeit, um klare Gedanken zu fassen und um nicht umzufallen. Man kann keine klaren Gedanken finden, wenn man absolut an seinen Grenzen ist. Und ich weigere mich auch bis zum bitteren Erbrechen meine Pflicht zu tun, um dann alleine dazustehen, denn dann will auch keiner mehr was von mir wissen. Ein Stück Selbstschutz ist also da und den nutze ich nun aus meine Gedanken zu ordnen und eine Entscheidung zu treffen. Ich hadere eben einfach noch, aufgrund meiner Loyalität und letzendlich habe ich viel Herzblut in den Betrieb gesteckt.

Da hat es sich irgendwann entwicklet, dass zwar die stellv. und leitendende PDL noch Rufbereitschaften gemacht haben, aber heute tun sie das nicht mehr weil es einfach nicht leistbar ist
Eben, und so geht es mir halt auch. Ich WILL diese Doppelfunktion nicht mehr leisten. Ich sehe es einfach nicht mehr ein, weil ich etwas anderes will.

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Ich denke aber, dass es solche Leitungspositionen nicht ohne Grund geben und dort natürlich auch gearbeitet wird

Selbstverständlich! Und mehr denn je. Früher wurden diese Stellen mit denen besetzt "die an der Reihe waren". Heute müssen ökonomische Gesichtspunkte beachtet werden, es steht uns ein demographischer Wandel bevor mit wahnsinnigen Herausforderungen ans Gesundheitsystem. Es ist einfach nicht mehr so, dass Schwester Ingeborg Oberschwester wird, weil sie am Nettesten ist, nein, es muss jemand machen, der das Große und Ganze versteht, der an den Schnittstellen zu den Ökonomen kommunizieren kann, der harte und weiche Fakten verbinden kann und der die Notwendigkeit sieht alte Pflegezöpfe abzuschneiden, um Pflege in Zukunft bezahlbar und leistbar zu machen. Jemand, der gleichzeitig aber auch für die Pflege bei den Ökonomen hinterfragen kann und sich dann kein X für ein U vormachen läßt, eben weil er auch das Fachwissen hat. Deswegen gibt es auch einen Wandel in den Leitungspositionen zum Studium hin, bis dato genügt in der Pflege ja ein "einfacher Schein" für die PDL.

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Ich kenne mich mit Pflege jetzt nicht aus, aber mir scheint, du weißt eigentlich ganz genau, was du machen willst, hast aber (noch) ein "schlechtes Gewissen", weil du dann genau eine derjenigen bist, über die bei den "Praktikern" geschimpft wird (und über die du vielleicht früher auch geschimpft hast), richtig?

Wie kawoosh schreibt - das gibt es in jeder Branche ;) Du bist ja aber dann nicht in der Leitungsposition aufgrund von "Vitamin B" oder weil du Glück hattest, sondern weil du es dir hart erarbeitet hast! Du kommst von der Basis und hast den Job 20 Jahre gemacht, du weißt also, wovon du sprichst und kannst dich in die Mitarbeiter hineinversetzen. Eine bessere Vorgesetzte können sich die "Praktiker" doch eigentlich gar nicht wünschen :thumbup:

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Hi,

arbeite zwar eher pädagogisch, aber auch bei uns gibt es Pflege. Bei weitem nicht in solchem Ausmaß wie bei Dir, aber sie ist da. Und auch ich merke: Das will ich langsam aber sicher nicht mehr machen. Und auch noch so einige andere Sachen.

Ich glaube aber, dass das vielleicht auch einfach eine Nebenwirkung des Studiums ist. Das erste Mal, dass ich gemerkt hatte, es verändert sich was, war nach dem 3. oder 4. Präsenzwochenende. Irgendwie, als ich am heimischen Bahnhof durch die Unterführung lief, dachte ich mir, mit jedem Wochenende ein Stückchen mehr Abschied. Obwohl man nach Hause kommt. Und so war und ist es auch. Stück für Stück. Ganz unbemerkt. Ich schreibe in meinem Blog nicht viel über meine Arbeit. Das was ich zu sagen habe, lässt sich nicht genau benennen. Ich verändere mich als Person. Ich verändere meinen Blick auf die Dinge. Und mein Umfeld kann da, auch wenn sich da tatsächlich auch viel bewegt, nicht mithalten. Die Schuhe werden immer kleiner.

Eine Bekannte von mir, die meinen Studiengang vor mir belegt hatte, sagte mir auf meine Frage, wie es ihr gehe: Ich möchte nie mehr mit Menschen arbeiten. Das war im 5./6. Semester. Bei mir ist es nicht ganz so verheerend. Aber ich kann es nachvollziehen. Man versteht die Hintergründe besser und sagt sich, schönen Dank auch.

Ich finde es ist ein Trugschluss, dass Leitung alles machen muss, was der Rest auch macht. Meine jetzige Stelle ist genau so ausgerichtet. Das ist wirklicher Mist, jedenfalls ist das momentan so meine Stimmung. Leitung heißt ja nicht, dass Du noch mehr leisten musst als die anderen ( und das tust Du bei dieser Struktur), sondern dass Du andere Dinge leisten musst. Da kann ich Dich sehr gut verstehen. Ich gehe immer noch zur Arbeit, weil ich einfach merke, dass die (zugegebenermaßen sehr herausfordernden) Herausforderungen dafür sorgen, dass ich mich noch mehr weiterentwickle. Gleichzeitig verstärkt das natürlich das Problem, dass der Schuh noch mehr drückt.

Trotzdem kann ich auch verstehen, dass der Absprung schwer ist. Ich tue mich auch schwer, mich an den Gedanken einer komplett freigestellten Leitungsstelle zu gewöhnen. Meine Ausrede: Das könnte aber schiefgehen, wenn ich dann mit BWL etc. konfrontiert bin. Das ist aber letztlich Quark, denn ich kann ja auch erwarten, dass ich eingearbeitet werde.

Letztlich heißt es da wohl: Bewerben!

LG

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Aber darf man denn vor einer Herde her laufen, wenn man die Arbeit der Herde selbst nicht mehr machen will?

Wenn ich Teil der Herde wäre, hätte ich lieber ein Leittier, das meine Probleme aus eigener jahrelanger Erfahrung verstehen kann, als eines, dass ganz nüchtern da ran geht und gar nicht am eigenen Leib erfahren hat, was das bedeutet.

Du hast den Job 20 Jahre gemacht, und zwar wie du es beschreibst mit vollem Einsatz und dadurch bestimmt auch gut. Und du machst dann etwas, wo sich deine Erfahrung weiter auszahlt. Da brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben. Die Alternative ist, dass du irgendwann völlig ausgebrannt bist und vielleicht sogar arbeitsunfähig - und das nutzt dann wirklich keinem.

Jeden morgen stehe ich auf und horche nach meinen Gefühl: Nichts. Da ist keines. Am liebsten würde ich kündigen, zuhause bleiben, bis ich weiß, was ich machen will. Nur, wer kann sich sowas leisten? Ich nicht.

Mit deinen Symptomen könntest du dich durchaus krank schreiben lassen und aktiv daran arbeiten, wie es weiter gehen soll. Aber im Grunde weißt du das ja schon und es passt doch auch zu deinem Studium. Ich würde dir empfehlen zu versuchen, so schnell wie möglich (und mit gutem Gewissen!) in die Leitungsfunktion zu wechseln, die du dir verdient und erarbeitet hast.

Abschließend möchte ich nochmal meinen großen Respekt für alle diejenigen ausdrücken, die in der Pflege arbeiten. Ich würde das vermutlich keine 20 Tage - geschweige denn 20 Jahr durchhalten.

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Wow, was für eine Rückmeldung!

Ich danke wirklich jedem hier für das, was er geschrieben hat. Jeder hat ein Stück weit Recht und einige Spiegel sind dabei:

Eigentlich weiß ich, was ich will, hab aber nur ein schlechtes Gewissen und auch Lerhilfentk hat so recht mit seiner Beobachtung. So hatte ich das noch gar nicht gesehen, dass das Studium letztendlich auch zum wachsen führt und man dann auch unweigerlich dort hin will, wo das Studium auch hinführt.

Heute morgen ist da auch wieder ein Gefühl: Ich hab richtig Lust auf was Neues, auf Abenteuer und Herausforderung.

Jetzt geht es noch ums umsetzen, da wird es noch einige Klippen geben und vor Allem muß ich ja erstmal neue Arbeit finden.

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In meinem vorherigen Job im Einzelhandel habe ich mich über die Jahre als nebenher-Leitung aufgerieben. 50 Stunden/Woche im Laden auf der Fläche gearbeitet und die Leitungsaufgaben sollten nebenher gehen. Und ich Kuh habs mitgemacht und mich dabei noch toll, produktiv, engagiert, belastbar, etc gefunden. Auch wenn ich im Rückblick verstehe, wie es dazu kam und was es mit mir gemacht habe und somit eigentlich ganz reflektiert über diese Jahre nachdenken kann, habe ich auch nach fast drei Jahren Büroarbeit jeden Freitag Abend ein schlechtes Gewissen, weil ich am WE frei habe. Und komme mir immer wieder unheimlich faul vor, weil ich nicht mehr 70 Wochenstunden arbeite. :blink:

Ich finds toll, dass du die Reissleine gezogen hast. Lass dich krank schreiben und nutze die Zeit um deine Gedanken neu zu sortieren und dich von alten Gedankenmustern zu lösen. Und schau dich nach einem Arbeitgeber um, der zu deiner Vorstellung von Leitung passt.

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Hi Lumi, ich bin ja bereits krank geschrieben.

Und ja, genauso geht oder ging es mir auch, man freut sich sogar über ein Lob, weil man neben alle dem Tagesgeschäft auch noch alles Mögliche andere geschafft hat. Und je mehr Abstand ich kriege, desto schlimmer finde ich es eigentlich.

Toll, dass ihr hier so berichtet und man sich wiederfinden kann.

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