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Von Licht und Bandwürmern

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chillie

35 Aufrufe

Es werde Licht - nachdem ich die ganze Zeit unter einer kleinen Schreibtischlampe gelitten habe die leider nur eine E14-Fassung hat und somit keine hellen Birnen schluckt ist mir am Wochenende endlich eine "große" Lampe zum halbwegs guten Preis untergekommen.

Heute lieferte mein Haus-und-Hof-Lieferant (Amazon) prompt an und ich bin begeistert. Ich weiss zwar noch nicht ganz wie ich das Ding linkshänderfreundlich (also rechts) unterbringe, aber selbst das Deckenlicht ist nicht so hell. Macht richtig Spaß vor einem sauber ausgeleuchteten Studienbrief zu sitzen und das sehr unangenehme Deckenlicht bleibt aus.

Aber in einem Fall bringt auch die tolle Lampe kein Licht ins Dunkle. Ich sitze aktuell an Steuerlehre und am Studienbrief für Körperschaftssteuer - alles kein schwieriges Thema... aber gerade ist wohl meine Frustschwelle ziemlich niedrig (muss ich deswegen gleich wegbloggen ;) ).

Der Grund für meinen Frust ist ein Satz (ja tatsächlich nur einer), den ich gerne denjenigen der ihn geschrieben hat auswendig lernen lassen würde:

Festzuhalten ist, dass es Sinn und Zweck der Regelung zur verdeckten Einlage ist, die richtigen Besteuerungsfolgen Platz greifen zu lassen, mithin diejenigen steuerlichen Konsequenzen auszulösen, die sich eingestellt hätten, wenn die jeweiligen Rechtsverhältnisse einzeln abgewickelt worden wären und am Ende der betreffende Betrag der verdeckten Einlage offen in die Kapitalgesellschaft eingelegt worden wäre

Wer so etwas als didaktisch sinnvoll und übersichtlich bezeichnet wird von mir ab sofort gesteinigt. Anspruch in akademischen Texten schön und gut, aber einen derartigen Satz zu schreiben gehört bestraft, denn allein schon ihn zu verstehen erfordert mehrere Minuten :mad:

So... nun habe ich mich genug aufgeregt und ich muss weiterlernen, wehe dem es folgen noch mehr solcher Sätze!!!


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11 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Hallo chillie, für was für ein Produkt hast Du Dich denn entschieden? - Ich habe vor kurzem ein Daylight erworben und bin damit nicht so recht glücklich. Allerdings soll es auch primär meinen PC-Arbeitsplatz "belichten" und scheint dafür einfach nicht geeignet zu sein.

Im Grunde bin ich mit meiner aktuellen Beleuchtung von der Decke her sehr zufrieden. Wenn die nur nicht 6x 40 Watt (240 Watt) verbrauchen würde (Halogen). Ich verbrauche pro Monat soviel Strom wie eine durchschnittliche drei-köpfige Familie (sicher nicht nur wegen der Lampe, sondern auch wegen der rund um die Uhr laufenden Rechner etc.)...

Viele Grüße

Markus

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Ich habe mich für diese hier entschieden - 100 EUR ist zwar immer noch viel Geld, allerdings studiere ich nunmal meistens Nachts und das noch sicher 2 Jahre, somit muss auch das Licht stimmen.

Leider ist sie aus Plastik, aber die Lampen aus hochwertigerem Material kosten nochmals 50% mehr.

Gerade die Deckenbeleuchtung + Schreibtisch (insg.170 Watt) kann den Arbeitsplatz nicht so angenehm ausleuchten wie diese Lampe.

Wenn ich kein Licht zum arbeiten sondern nur Beleuchtung für das "Ambiente" brauche habe ich hier auch ein Philips Living Colors stehen - das genügt mir dann meist auch, aber ist nur eine Spielerei und nicht mehr.

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Dein Frustsatz ist ja wirklich keine leichte Kost... Mit drei Gläsern Rotwein absolut keine Chance :rolleyes:

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Markus Jung

Geschrieben

@chillie: Puh, das ist wirklich ein Batzen Geld. Aber ich stimme Dir zu, das eine gescheite Beleuchtung schon eine Investition wert ist. Da ich ja eigentlich mit der Qualität der Beleuchtung zufrieden bin, werde ich wohl die 100 Euro erstmal "verbrennen" bzw. weiter versuchen, mit meinem Daylight (diesem hier) doch noch eine Lösung zu finden.

Die Helligkeit ist schon okay, nur habe ich entweder halb in die Lampe geschaut, oder Reflektionen entweder auf dem Monitor oder sonstigen Geräten.

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Michael Knight

Geschrieben

Mir gefällt die Formulierung ;-) Als Steuerignorant habe ich allerdings auch ohne Rotwein keine Chance das zu verstehen. Besonders schön finde ich: "Platz greifen zu lassen". Das kannte ich noch gar nicht. Ich hoffe, es alsbald verwenden zu können :-)

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Michael, hast Du Dich bei Deinem BWL Studium wohl durch die entsprechende Prüfung gemogelt ;)

Dummerweise wird so ein Satz ja nicht zu gutem Deutsch, nur weil man geschliffene Ausdrücke verwendet. Wahrscheinlich hat aber der Lektor hier selbst nicht verstanden worum es geht. Anders kann ich es mir nicht vorstellen, dass der Rest des SB eigentlich sehr verständlich geschrieben ist ;)

Gehabet euch wohl :-)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Ähm... ja... klingt nett... ich freu mich ja riesig auf das Thema... *Ironie*

Richtiger Moment nochmal meinen Wunsch zuäußern, einfach nur BWL-Fächer zu haben :D

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Michael Knight

Geschrieben

Michael, hast Du Dich bei Deinem BWL Studium wohl durch die entsprechende Prüfung gemogelt

Wie gesagt, Steuerignorant. Alles was mit Steuern zu tun hatte, habe ich nicht belegt. Dazu sei gesagt, dass wir viel mehr Wahlmöglichkeiten hatten, als Ihr es habt.

Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich die Steuerfächer nicht mehr in meinem Studienplan habe Platz greifen lassen. Kann ganz praktisch sein, darüber bescheid zu wissen.

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Es bleibt somit Festzuhalten, dass es Sinn und Zweck des Fächerkanons Steuerlehre ist, den Studenten auf das Leben, insbesondere auf die Herausforderungen der fiskalischen Geldbeschaffung, ausdrücklich sei hierbei das Einkommensteuerrecht als solches genannt, vorzubereiten um tiefergehende Kenntnise Platz greifen zu lassen um alltägliche Vorgänge in Politik und privatem Umfeld entsprechend mit Fachkenntnis beurteilen zu können.

...

Steuerkenntnisse sind lt. Autor übrigens ziemlich banal ... den Steuerlaien erkennt man nämlich daran das er das "s" bei den Steuerarten nicht weglässt. Einkommenssteuer <-> Einkommensteuer :D

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Bei solchen Sätzen ist man endgültig im Studentenleben angekommen.

Wie muss die Wirkung erst sein, wenn einem solch ein Satz in einer Vorlesung vor den Latz geknallt wird?

Auf der anderen Seite kann man mit solchen Sätzen missliebige Kollegen mundtot machen!!!!

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Ärgerlich für mich, aber vllt. interessant für andere. Die Leuchte gibt es aktuell bei Plus für deutlich weniger als ich bezahlt habt ( :-( )

Klick mich

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
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      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

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      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
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      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)