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Zielmapping

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chillie

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Um mir selbst Lernstoff besser auf- und vorzubereiten nutze ich Mindmapping schon seit einiger Zeit.

Vor kurzem habe ich auch das DIN A3 Papier samt handgemalten Maps für mich entdeckt.

Bei der Analyse der aktuellen Situation und der entsprechenden Verbesserung ist mir vor allem eines aufgefallen, allein auf einen Zettel oder in mein Büchlein zu schreiben ist für Ziele, Visionen und ähnliche Ideen der falsche Ort.

Schließlich kann man daraus neue Anregungen gewinnen und sehen in welche Richtung man geht, man gehen könnte ... zum anderen ist ein Überblick über die Ziele auch eine Möglichkeit um Motivation zu tanken.

So etwas sollte an einem sinnvollen und zentralen Ort zusammengetragen werden, damit man schnell und regelmässig einen Blick darauf werfen war somit das Ziel.

Realisiert habe ich es nun über eine Mindmanager Map, welche ich in Kategorien wie Privat, Beruflich, Studium, Ideensammlung und persönlich unterteilt habe um darunter in konkrete Ziele und in Gedanken zu unterteilen.

Machbar ist das sinnvollerweise nur virtuell, denn selbst auf A3 wäre der Ausdruck etwas unübersichtlich.

Mit dieser Lösung tüftele ich nun schon 1-2 Wochen herum und bin nun eigentlich ziemlich zufrieden damit. Jedes mal wenn ich nun einen neuen Einfall o.ä. habe, habe ich Zugriff auf meine bisherigen Ideen um diese jederzeit neu beurteilen zu können und auch um mich daran zu inspirieren.

Hierbei hat sich der Mindmanager wirklich bewährt, denn so flexibel kann natürlich kein Blatt Papier sein.

Nun bleibt abzuwarten wie sich meine Gedanken nun in dem Map-Monstrum weiter entwickeln, vor allem wie sich die mittel- und langfristigen Ziele entwickeln, denn dafür ist das Teil schließlich auch gedacht.


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13 Kommentare


Klingt sehr interessant, bin gespannt auf deine weiteren Einschätzungen dazu : )

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Hast Du hier keine Bedenken, dass Du Dich in Deinen Ideen, Zielen, Notizen usw. verzettelst? Map-Monstrum klingt so unendlich, d.h . es ist viel Platz, um VIEL zu notieren. Alleine schon der Name würde mich abschrecken. Ich bin auf Deine weiteren Ausführungen gespannt.

Viele Grüsse

Zippy

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Hilft euch das eigentlich wirklich? Also solche Dinge wie "Zielmapps" oder Listen mit Zielen usw. aufzustellen? Ich hab zwar auch Ziele - aber nicht in der Masse.

Im Büro ist es einfach: Ziel ist ein zufriedener Kunde (ok, scheint nicht bei jedem so zu sein ... :D)

Studium ist auch klar: Ziel ist, die Klausuren für das 3./4. Semester wirklich auch in einem Jahr durchzustehen ... Feinplanung steht da im Endeffekt auch

Der Rest meines Lebens besteht nicht aus Zielen (außer vielleicht der Woche Urlaub Ende April, die jetzt schon fest gebucht ist). Da will ich meine Ruhe - will eben auch mal ziellos auf der Couch rumhängen oder (auch ohne Ziel) aufm Rad durch die Gegend strampeln.

Mehr würde mir da durchaus auf die Nerven gehen - vor allem weil ich mir da schon Ziele setzen würde, die ich aus eigener Kraft so nicht erreichen könnte.

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Ích denke genau dafür ist ein Mindmapping-Programm schließlich gut.

Was ich bisher nie genutzt habe, ist die Möglichkeit die Arme ein- und auszublenden, da ich bisher immer nur so gearbeitet habe um einen guten Ausdruck zu bekommen.

Nun soll das Teil ausschließlich am Rechner bleiben. Je nach dem mit welchem Ast ich mich beschäftige sind dann die anderen reduziert. Auch die Unterpunkte die mich in dem Fall nicht interessieren sind zusammengeklappt.

Das ganze ist auch wirklich nur als übersichtliches Chaos gedacht - wenn ich davon etwas aufgreifen möchte oder umsetzen, werde ich es anders aufgreifen.

Wobei ich eigentlich sogar zwischen verschiedenen Zielen noch Verbindungen ziehen müsste um das Chaos zu perfektionieren, nur dann wäre ein Netz besser als eine Mindmap - ob es so ein flexibles Tool überhaupt gibt weiß ich aber nicht ;)

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Hilft euch das eigentlich wirklich? Also solche Dinge wie "Zielmapps" oder Listen mit Zielen usw. aufzustellen? Ich hab zwar auch Ziele - aber nicht in der Masse.

Logisch - denn neben solchen Sachen basiert meine eigene Organisation auch darauf alles möglichst simpel zu halten. Das unter einen Hut bringen ist nicht immer ganz einfach, aber ich nutze die einfachste Form der Organisation um das zu realisieren und dazu gehört auch zu wissen was das Ziel ist - und damit meine ich nicht nur Oberziele.

Meine eigene Motivation ist wohl digital - sprich an oder aus. Wenn ich mir selbst eine zu lange Leine lasse verfalle ich relativ schnell in eine "wird schon werden"-Stimmung.

Auch wenn es sich vielleicht anders liest. Mein Zeit- und Selbstmanagement ist direkt in mein Leben integriert und kostet mich in der ganzen Wochen vielleicht 45 Minuten mehr - dafür ernte ich daraus Motivation und ein gutes Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein.

Seitdem ich mich etwas mehr mit meiner eigenen Motivation beschäftige kann ich mit Fug und Recht behaupten das vor allem im Job aber auch Privat und im Studium meine Zufriedenheit angestiegen ist.

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Ich denke, man muss so eine gewisse Balance zwischen "frei nach Schnauze planen" und "feste Ziele haben" finden. Der eine schreibt/mal sie sich auf, der andere hat es im Kopf, usw. Ich persönlich habe auch schon mal eine MindMap benutzt, um mir über meine Ziele und Wünsche klar zu werden und das hat mir geholfen. Trotzdem benutze ich das Ding jetzt nicht im Leben als eine Art Erinnerungsstütze an meine Ziele, o.ä. Dafür brauche ich auch mehr kreative Freiheit und so eine MindMap würde mich dann nur einschränken. Aber es tut hin und wieder gut, einfach mal drauf zu schauen um herauszufinden, was ich damals eigentlich wollte und ob das immer noch stimmig ist.

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Ich bin eher so der typische Chaot à la "wird schon werden". Zumindest im Privatleben. Im Job gehöre ich zu den Glücklichen, denen das was sie tun sowieso Spass macht - irgendwie läufts da die letzte Zeit von selbst.

Und im Studium bin ich sowieso davon überrascht, wie toll alles geht :D also die Motivation zum Lernen, der Ehrgeiz etc.

Mir würde ein "Plan" da nur störend ins Gehege kommen :D grob reicht vollends ;)

Ich finde aber toll, dass bei euch teilweise genau diese Planung die Motivation und Zufriedenheit hebt!

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Hm .. das einzige was ich plane ist der Termin zur Klausur ..wie ich dann das Ziel erreiche geht völlig ungeplant von statten. Bis jetzt klappt es so ganz gut. ;-)

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Michael Knight

Geschrieben

Als vollkommen Planloser bin ich von Euren Planungsmaßnahmen (ZTD; GPX und wie das alles heisst) ja immer wieder erstaunt. Ich kann mir das irgendwie überhaupt nicht vorstellen. Ich sehe das eher wie Engel912 ... was bringt es, das alles aufzuschreiben? Motivation? Ok, das könnte ich nachvollziehen. Aber hast Du so viele Ziele, dass Du dafür eine Mindmap brauchst? Mir ist schon klar, dass Du das hier nicht veröffentlichen möchtest, aber könntest Du mal (gerne auch entfremdete) Beispiele nennen? Ich hab echt null Plan, was man da so hinschreibt. Sind das langfristige Ziele? Kurzfristige? Ist "Freitag, 16h Kiste Bier kaufen" auch ein Ziel? Für mich wäre es das, aber was bringt es, das in einer Mindmap zu verankern? Ist "Klausur am 1. Juli gut schaffen" ein Ziel? Für mich wäre es das. Hier das Gleiche, was bringt es, das in einer MindMap niederzulegen? Muss man diese Zen-Ebooks lesen um das zu verstehen?

Der von Dir erwähnte Begriff "Selbstmanagement" ist mir auch ziemlich unklar. Nennt man Terminplanung auch Selbstmanagement? Du schreibst, dass Du dafür 45min/Woche aufwendest. Was kann man sich darunter vorstellen? Ich verwende ca. 1min pro Woche für Terminplanung, mir gehts aber auch noch ganz gut ;-) Was verpasse ich, wenn ich mich nicht selbst manage??

Über eine kurze Erhellung meines gerade sehr schläfrigen Geistes wäre ich sehr dankbar.

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Tjo das ist wirklich schwierig zu beschreiben, aber ich versuche es mal:

Aber hast Du so viele Ziele, dass Du dafür eine Mindmap brauchst?

Dabei geht es mir weniger um das nachhalten konkreter Ziele, das geschieht auf andere Art und Weise. Was ich damit bezwecke ist die Visualisierung und die Sammlung von Ideen, Wünschen und Zielen.

könntest Du mal (gerne auch entfremdete) Beispiele nennen?

Beispiele könnten z.B. unter privates ganz trivial die Urlaubsplanung sein, wie lange, wohin, was darf es kosten, oder auch Ziele Kosten zu sparen unterteilt in Kategorien Haushalt, Auto usw. usw.

Im Arm Studium könnte man sich z.B. vorstellen Themen für eine Hausarbeit zu sammeln oder für die Abschlussarbeit ebenso Dinge wie man die Vorbereitung verbessern kann.

Im persönlichen Arm kannst Du Dir Dinge vorstellen wie Ziele des Selbstmanagement selbst, was man damit erreichen möchte usw.

Sind das langfristige Ziele? Kurzfristige?

Mittel- und langfristige ... für kurzfristige Ziele müsste ich ständig damit arbeiten, das wäre pure Zielverfehlung, dafür gibt es RTM.

Muss man diese Zen-Ebooks lesen um das zu verstehen?

Nein, das denke ich nicht das die Lektüre allein ausreicht um das nachzuvollziehen, man muss sich dafür interessieren und vor allem einen eigenen Vorteil daraus gezogen haben. Bevor ich es versucht habe, hätte ich auch nie gedacht das es funktioniert. Über meinen ehemaligen Chef hab ich immer gelacht ... nun mache ich manche Sachen selbst.

Nennt man Terminplanung auch Selbstmanagement?

Hmm ... es ist wohl ein Teil davon, aber Terminplanung muss jeder machen. Selbstmanagement ist in meinen Augen das Bemühen die eigene Energien zu aktivieren und möglichst so optimal einzusetzen um einen maximalen Nutzen daraus zu ziehen.

Im Job kann das natürlich entbehrlich sein, wenn man viel unter Zeitdruck arbeitet.

Da ich seit einiger Zeit aber in einem Bereich arbeite in dem ich sowohl die Arbeitsintensität als auch die Einteilung der einzelnen Bereiche selbst bestimme musste ich eben eine Möglichkeit finden auch die Motivation und Energie zu mobilisieren dafür selbst die Verantwortung zu übernehmen. Gleiches gilt natürlich für das Studium, somit betreibt jeder Fernstudent auch Selbstmanagement und lernt lieber anstatt vorm TV zu sitzen.

45min/Woche aufwendest. Was kann man sich darunter vorstellen?

Pflege von RTM, ausmachen von Tageszielen, Feedback zu Verbesserungen, Zielabgleich, Priorisierung von Aufgaben und ähnliches

Was verpasse ich, wenn ich mich nicht selbst manage??

Das kannst Du nur selbst herausfinden ;)

Ob das natürlich jetzt wirklich transparent ist (oder überhaupt sein kann) bezweifele ich ja - wie immer gilt aber, erlaubt ist was Spaß macht.

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Michael Knight

Geschrieben

Ok, erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Die Ziele sind also doch "trivialer" als ich angenommen habe. Es ist ja nicht so, dass ich keine Ziele habe (2 wichtige habe ich ja oben genannt :-)), aber ich sehe noch keinen Nutzen, das aufzuschreiben. Ich habe eben nicht so viele Ziele, dass ich diese nicht im Kopf behalten kann. Was ich z.B. nicht habe sind Tagesziele. Ist z.B. "Auftrag XY abschliessen" ein Tagesziel? Du nennst "Urlaub" als Ziel - klar, das Ziel habe ich auch. Wenn Du nun im Urlaub warst, dann machst Du dahinter einen Haken und freust Dich oder wie? Sorry für meine blöden Fragen, aber da Ihr Euch damit ja echt viel Mühe macht, würde ich das gerne zumindest verstehen.

RTM nutze ich auch, aber das ist irgendwie was anderes (und hat auch ein bisschen mit meinem Faible für technische Spielereien zu tun, denn im Prinzip bräuchte ich das nicht).

wie immer gilt aber, erlaubt ist was Spaß macht.

Da hast Du natürlich vollkommen recht.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Okay Mr. Hasselhoff :) hat mir schon viel vorweggenommen.

Ich habe mich ja selbst gerade erst mit dem Ebook befasst und werde nun das Ein oder Andere in mein Selbstmanagment einarbeiten. Aber diese MindMaps scheinen bei dir ja nun wirklich "auszuarten". Die Idee mit den Kosten sparen finde ich gut. Dafür ist sowas wirklich praktisch. Bei einer Urlaubsplanung wüsste ich nicht was ich da weiter entwickeln könnte. Ziel, Dauer, Kosten, Ansprüche ans Hotel und dann? Da hilft der Urlaubsfinder von Holidaycheck und Co. wunderbar, alle möglichen Varianten stehen zur Auswahl. Aber wenn ich weiß was ich will, dann weiß ich was ich will.

Das Argument mit mit der Veranschaulichung kann ich wiederrum gut verstehen. Manchmal ist es wirklich interessant/lustig zu sehen, was man doch vor 2 Jahren oder so im Kopf hatte. Aber ich stufe diese MindMaps nun eher als "Optisches Tagesbuch" ein. Einen weiteren Nutzen kann ich da leider aktuell nicht ziehen.

45 Minuten die Wochen. Naja zuerst klingt es viel. Aber letztendlich sind es nur 6 Minuten am Tag. Okay, Sonntag bissl mehr :-P

Das ist denke ich, ein guter vertretbarer Wert.

Langfristige Ziele im MindMap. Hm... wenn man den Weg dorthin skiziert macht es Sinn. Aber sonst würde ich eher einen DinA4-Ausdruck machen mit dem einen Ziel im Mittelpunkt. Bei mir z. B. "Ich werde Bachelor of Arts". Dass zeigt mir klar wo ich hin will und warum ich den ganzen "Scheiß" eigentlich mache. Der Weg dorthin wird mit dem Kalender geplant, nicht über MindMaps.

Aber jeder so wie er mag. Wenn man das Mapszeichen auch so lieb gewonnen hat, macht es sicherlich Spaß es auf andere Dinge zu erweitern. Einfach dem Erstellen wegen.

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Aber ich stufe diese MindMaps nun eher als "Optisches Tagesbuch" ein. Einen weiteren Nutzen kann ich da leider aktuell nicht ziehen.

Ich weiss nicht ob es nun richtig ankam oder nicht, aber genau das ist der Hauptzweck. Eine möglichst übersichtliche Sammlung von Gedanken und eben auch Zielen.

Diese ganzen Dinge kommen aus meinem Notizbuch, daraus trage ich alle Aufgaben die kurzfristig zu erledigen sind in RTM ein.

Ideen, Inspirationen, Ziele usw. bleiben aber im Büchlein zurück ohne einen Überlick zu haben, ohne Zusammenhänge herstellen zu können.

Darum ist die Map die Lösung und zwar nur im Rechner da das Teil eben lebt.

Das mit dem Urlaub war natürlich das simpelste Punkt der mir eingefallen ist. Schlußendlich sind das aber alles Punkte die in meinem Notizbuch standen.

Der absolute Pro-Punkt ist eben zu wissen wo sich alles befindet und sich nicht alles merken zu müssen.

Klar gibt es ungefähr 1.423.782 Plätze in der Welt und im Internet an dem sich Informationen usw. auch befinden können ... allerdings spare ich ne Menge Zeit und vor allem vergesse ich wichtige Dinge weniger seitdem ich Infos an wenigen Orten sammele.

Dazu gehören meine private und meine berufliche Inbox, mein Notizbuch, RTM, Evernote, meine 2 Mailprogramm (beruflich & privat) und nun eben die langfristige Übersicht.

Einigen wir uns also darauf das Ziele eher das Ergebnis aus den Notizen sind und somit der Blogpost eher Notemapping heissen sollte ;)

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      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)