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Was habe ich eigentlich früher....

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Beetlejuicine

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... mit meiner Zeit gemacht?

Mein Praxisbericht ist fertig und derzeit bei meiner Einrichtungsleitung zum Lesen. Ich bin gespannt, wie die Reaktion ist.

Ansonsten habe ich eine weitere Betreuung angenommen und habe nun 3 ehrenamtliche Betreuungen. Für die Ehrenamtlichen werden nur leichte Fälle vergeben. Man kann dabei wunderbar die ersten Formalien üben, sodass man - wenn man das mal möchte - in die Berufsbetreuung übergehen kann. Mein Mann ist auch neugierig und geht nächste Woche mit mir zu einer Fortbildungsveranstaltung des Betreuungsvereins. Die machen das so ca. alle 2 Monate und so lernt man nach und nach, wie z.B die jährliche Rechnungslegung geht oder wo es welche Leistungen gibt und und und .... Mein Mann kann sich vorstellen sowas auch zu machen. Jeden, den es gerade interessiert: Man erhält für die ehrenamtliche Betreuung eine Aufwandsentschädigung nach § 1835a BGB von 399 € im Jahr. Ich finde das gar nicht sooooo wenig, wenn man bedenkt, dass der Aufwand überwiegend von zuhause aus erledigt werden kann. Ich hab ein Faxgerät und mir ein Programm installiert, mit dem man auch ehrenamtlich Betreuungen verwalten kann, es ist limitiert auf eine bestimmte Anzahl und kostenfrei.

Am Samstag soll ich eigentlich unter die Leute. Meine Freundin will, dass ich mit zu einer Ü 30 Party gehe. Ich bin a) schon eher U50 und B) ist mein WE immer limitiert. Samstags einkaufen, Schreibtisch. Abends Familie. Wenn ich nun Samstagabend weggehe, dann fehlt mir auch der Sonntag, weil ich da kaputt bin. Unterm Strich habe ich dazu einfach keine Lust. Und je älter ich werde, desto weniger Willen habe ich die Bedürfnisse von anderen zu erfüllen, die gegen meine eigenen gehen. Zur Zeit eh, da ich umfänglich ( positiv) ausgefüllt bin mit Familie, Job, Studium, Ehrenamt und meinen Hunden.

Macht ihr anderen Menschen zuliebe Zugeständnisse? z.B goldwerte Zeit mit Dingen verbringen, wozu ihr gar keine Lust habt? Andere Menschen meinen es ja nur gut ("du musst auch mal raus", "du musst auch mal was anderes machen, als nur arbeiten und studieren",....) Ist das so? Wenn ich doch mittig und glücklich bin und einfach nicht so viele private soziale Kontakte benötige.


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7 Kommentare


Hey super das du dich so engagierst und auch noch dein Mann dafür begeistern kannst :)

Das mit den Freunden kenne ich all zu gut, aber ab und zu gehe ich dann doch mal mit :) Immerhin sind Freunde immer für einen da und es ist ja auch ein geben und nehmen :)

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Weidenhamster

Geschrieben

Ich würde sagen, dass das ganz auf die Freunde ankommt. Ich habe schon dankend abgelehnt, aber mich manchmal auch auf so manches Abenteuer eingelassen (was im Nachhinein betrachtet gar nicht so verkehrt war).

Ich war früher (in meiner Jugend) immer recht isoliert und da tut mir Freundkontakt schon sehr gut. Es hat sich halt herausgestellt, dass die Freunde, wenn man ihre Gesellschaft oft ablehnt, auch irgendwann nicht mehr nachfragen...

Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, etwas zu unternehmen, dass euch beiden gefällt? In diese Richtung versuche ich dann immer zu gehen.

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Markus Jung

Geschrieben

Mittlerweile versuche ich immer mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten und Partys zum Beispiel gehören bei mir eher selten dazu. Klar führt das dann schon dazu, dass ich von vielen auch irgendwann nicht mehr zu deren großen Feiern eingeladen werden. Doch sie wissen, dass ich zu zweit oder im kleinen Kreis sehr gerne was mit ihnen unternehme und so leidet der Kontakt im Grunde nicht.

Ob ich anderen Menschen Zugeständnisse mache hängt auch davon ab, ob es diesen zum Beispiel sehr wichtig ist, dass ich irgendwo mit dabei bin. Dann mache ich schon auch mal etwas mit, wo ich eigentlich keine Lust darauf habe. Aber nicht nur, weil sie meinen mir etwas Gutes damit tun zu wollen - was ich aber eigentlich gar nicht möchte.

Diese ehrenamtlichen Betreuungen finde ich interessant. Was machst du da so konkret? Geht es vor allem darum, dass du Verwaltungsaufgaben übernimmst? Drei Betreuungen neben deinen anderen Aufgaben erscheint mir erstmal recht viel. Wie hoch ist denn so der Aufwand pro Betreuung?

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Nein, ich mache keine Dinge auf die ich absolut keine Lust habe!

Ich versuche dann eher Kompromisse zu finden. Dass man auch mal raus muss, okay... gern auch mit den Freundinnen... aber sicher nicht auf die Ü30-Party. Da muss es auch was geben, was mir auch Spaß macht, und mir nicht den kompletten Folgetag noch mit raubt. Kino ist für mich immer ne gute Option.

Die ehrenamtlichen Betreuungen finde ich auch ne tolle Sache!

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Zur Betreuung habe ich vor ner Weile mal einen Bericht gesehen. Da wurde ein Mann begleitet, der vorallem alte Menschen betreut, die in einem Heim wohnen und keine Angehörigen haben. Manche Sachen waren echt hart. Vorallem betreust du Leute, die meistens bald sterben - dem Alter geschuldet. Glaube ich könnte mich da nicht genug abgrenzen auf Dauer ...

Besagter Mann hat das aber beruflich gemacht, nicht ehrenamtlich.

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Ich mache relative wenig Zugeständnisse. Und "du musst mal raus / was anders tun / kannst doch nicht immer am Schreibtisch..." löst bei mir Abwehrreflexe aus. Eher reagiere ich auf ein " ich möchte dich an dem Abend gerne sehen, das würde mir etwas bedeuten". Dann bin ich gerne für meine Freunde da, ich brauch sie ja auch. :001_wub: Allerdings versuche ich auch wie Stolluba Events zu vermeiden, die mir den Folgetag rauben. Aber man kann ja auch Parties folgetagverträglich gestalten. Ich gehe dann halt um 1 Uhr und trinke keinen Alkohol. Das ist dann für mich ein guter Kompromiss. Und, wie entscheidest du dich den nun?

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Ich bin auch kein großer Fan von Parties, die einen für den nächsten Tag unbrauchbar machen.

Zugeständnisse sind auch ok, aber es geht halt leider nicht immer.

Es macht auch keinen Spaß, wenn man mit Freunden unterwegs ist und ständig im Hinterkopf ein Prüfungs-/Abgabetermin rumschwirrt. Da ist es mir doch lieber, wenn man längerfristig ein Treffen plant. Dann kann ich es besser in meine Terminplanung einbauen und habe dann kein schlechtes Gewissen und kann mich besser entspannen.

Früher habe ich gerne kurzfristige, spontane Aktionen mitgemacht...aber das ist während des Studiums halt leider nicht mehr so einfach machbar.

Ich würde eher fragen, ob ein gemütliches abendliches Treffen zum Essen oder vielleicht sogar ein Bowlingabend oder sowas drin wäre.

Da kann man sich auch meist besser unterhalten als bei einer Ü30-Party.

Wenn die Freunde wollen, dass man mal wieder raus geht und mit ihnen was unternimmt, wäre es doch schöner, wenn man sich in einer entspannten Atmosphäre unterhalten kann. Wer will, kann danach immer noch was trinken oder tanzen gehen. ;)

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      So Long...
      Forensiker