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Ehrgeiz - am Rande ... oder doch nicht?

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Esme

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Eben kam der Notenbescheid zu einer Klausur vom März an. In der Seitenleiste habe ich EBU (E-Business) auch direkt grün eingefärbt. Wieder was erledigt!

Dabei fiel mir auf, dass ich zwar Ehrgeiz habe, aber halt nicht wirklich. Quasi nur am Rande. Kennt ihr das?

Am Anfang denke ich mir "Möglichst gut abschneiden! 1,x muss schon sein! Bist doch nicht doof ..."

Irgendwann denke ich mir dann "Pffff ... den Aufwand ist es mir echt nicht wert. Lieber auch etwas Freizeit haben. 4 gewinnt! Am Schnitt ändert es schlußendlich eh nicht viel. Bestanden ist bestanden. So what!"

Damit lebe ich gut. Dann schreibe ich die Klausur und bin guter Dinge. Bestanden ist sie. Warscheinlich sogar "ganz gut" gelaufen. Yeah! Gut, dass ich nicht mehr Aufwand reingesteckt habe ...

Und dann kommt die Note. Bei EBU jetzt z.B. eine 1,7. Also "gut". "gut" ist aber eine 2! Quasi. Und eine 2 ist "schlecht". Hmpf! Eine 1 wäre besser. Verdammt. Wie blöd! Das hätte echt besser laufen können. Menno ...

Für einen Moment ärgert mich das total. "Nur" eine 1,7 ... herrje!!

Zum Glück ist der nächste Gedanken sofort "ey - 1,7! Das ist super. Und für was besseres hättest du mehr Lernen müssen - und darauf hast du keine Lust." ... Was dann endet bei "Alles bestens. Check!"

Aber diesen Kreislauf habe ich IMMER. Bei jeder Klausur. Bei jeder Hausarbeit. IMMER wenn es um Benotung geht. Da ist Ehrgeiz, aber halt nicht wirklich. Quasi.

Geht es nur mir so?! Manchmal komm ich mir selbst blöd vor ...


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11 Kommentare


Hihi, ich hab mich auch grad über meine 1,3 geärgert. Obwohl ich auch mit 4 gewinnt an den Start gegangen bin. :rolleyes:

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psychodelix

Geschrieben

4 ist bestanden.

Bestanden ist gut und 2 ist fast 1.

Der Spruch steht auf einer Karte, die ich meiner Tochter geschenkt habe.

:thumbup:

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Ja, das kenne ich auch.

Die Grundüberlegung für mein Studium ist, mit vertretbarem Aufwand möglichst schnell fertig zu werden.

Aber in Fächern die mich interessieren (Mathe, Informatik etc.) wollte ich früher immer der Beste sein. Dieser Ehrgeiz kommt jetzt auch wieder hoch ;)

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Oh ja, das kenne ich... Wenn man sich nur mal entscheiden könnte, gnadenlos ehrgeizig zu sein oder auch nicht...

Dann könnte man sich die Energie für die emotionalen Wechselbäder einfach sparen!

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Ich bin momentan sehr stark bei "4gewinnt" angekommen (wobei ich ehrlich gesagt nicht wirklich wo mit ner 4 rechne). Ich bin sogar so weit, dass es mir "egal" ist wenn ich die TERP10 Prüfung morgen nicht auf Anhieb bestehe. Klar, ich ärgere mich kurz. Aber für richtig lernen ist grad die Luft raus. Vorallem weil die Prüfung jetzt nur zwei Wochen hinter den Klausuren ist. Und Ostern brauchte ich einfach mal Zeit für andere Dinge als lernen.

Es wird einfach Zeit das Studium zu beenden - eindeutig!

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SebastianL

Geschrieben

hahaha, das hört sich ganz nach Dir an :lol:

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Hehe, musste eben voll grinsen. Genau die innere Diskussion habe ich gestern Abend mit mir geführt.

9 Tage bis zur Prüfung und ich habe nen Film geschaut, weil ich keine Lust hatte nach 12h Büro.

Aber wenn deine Ergebnisse dann so gut ausfallen, fährst du ja eine sehr gute Strategie :D

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Eben noch eine Note bekommen ... "nur" eine 2,0. Dabei hatte ich da echt ein besseres Gefühl.

Aber wieder gilt: gemessen am betriebenen Aufwand ist die Note spitze!

Noch eine Note ausstehend ...

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War bei mir auch so!

Entweder 1,0 oder 1,3 .... zur Not noch 1,7 ....

Aber alles was drüber war, war dann gleich wie nie 4,0 ...

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!