Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Mein 1. Semester, ein guter Start

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HannoverKathrin

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Ich bin mir sicher dass mein Rückblick nicht so umfassend, interessant und amüsant wird wie Chillie seiner, aber ich stehe ja auch nicht in Konkurrenz zu ihm sondern möchte mir selbst ein Bild von dem machen, was die letzten 6,5 Monate passiert ist.

258,27 Stunden inkl. Vorbereitungen für den Mathevorkurs habe ich in diesen 6 Monate investiert.

Davon hat mich am meißten BWL gekostet: 88,10 Stunden

Platz 2 geht an Mathe 78,25

und Platz 3 Jahresabschluss 53,83.

- Der Vollständigkeit halber möchte ich Buchführung mit 13,58 Stunden erwähnen.

Dieses Modul habe ich angerechnet bekommen, weswegen ich mich gleich auf Jahresabschluss gestürzt habe.

Die letzte Prüfung war am Samstag den 4.7. und somit hat mein Semester 185 Tage gezählt. Von diesen habe ich immerhin 65% mit Lernen verbracht, = 120 Tage (+ zusätzliche 2 Tage bereits im Dezember 2008).

Im Durchschnitt habe ich an 4,4 Tage die Woche gelernt. Im Rückblick fällt auf, dass ich wirklich JEDE Woche wenigstens einen Tag gelernt habe. Selbst im Urlaub, selbst zu schwierigen Zeiten mit privaten Problemen, es gab immer mind. 3,83 Stunden pro Woche Workload. In meiner besten Zeit habe ich sogar 19,25 Stunden in einer Woche geschafft. - Ich erinnere mich noch genau, das war die harte Zeit des Mathevorkurses und irgendwie wollte damals alles nicht so rund laufen...

Unterm Strich bin ich bei durchschnittlich 9,57 Stunden die Woche gelandet. Von den 27 Wochen haben lediglich 17 Wochen mehr Zeit als 8 Stunden in Anspruch genommen. Ich würde sagen: da geht noch was! ;)

Was gibts noch zu meiner Lernzeit zu sagen? Ich habe durchschnittlich 2,15 Stunden pro Tag gelernt, das entspricht genau meinem Bauchgefühl täglich mind. 1,5 Stunden zu lernen. Schön wenn man sieht dass der Bauch und die Realität so nah beieinander liegen.

Zusätzlich zu diesen ganzen Zeiten, kommen noch die Präsenzbesuche. Ich habe alle Stunden vollständig mitgenommen und durch das Vorziehen von Jahresabschluss, durfte ich 13 Mal ins SZ Hannover fahren, 3 Mal im Januar für den Mathevorkurs der DAA anreisen und anfangs gab es zusätzlich eine Einführungsveranstaltung. 357 km sollten mich diese 17 Fahrten gekostet haben. Das scheint nun viel, aber Ich bin mir sicher, dass es im Vergleich zu anderen ein kleiner Wert ist.

Über die Ergebnisse kann ich aktuell leider nicht viel berichten. Jahresabschluss habe ich sehr gut abgeschlossen und für BWL gibt es die Vorabmeldung "bestanden". Das Bauchgefühl ist sich sicher; Mathe ist ebenso bestanden :)

Achso, wen es interessiert, ich habe 3 Kugelschreiber und 1,5 karierte Blöcke geopfert :D

Außerdem meine gesamten Reserven bezüglich Geschenkblöcken von Messen oder Hotels. Mein Verbrauch scheint also vergleichsweise gering. Evtl. macht ja dieses Semester so mancher Stift schlapp...

Nächstes Semester warten neue Module und neue Herausforderungen auf mich. Ich kann behaupten dass das 1. Semester sehr gut gelaufen ist. Trotz Frust gabs auch viel Lust und im nächsten Anlauf kann ich nun manche Dinge sicherlich gleich von Anfang an richtig/besser machen und planen. Das ist der Vorteil der Erfahrung. Ich weiß nun wie lange ein SB in der Bearbeitung braucht und wie intensiv doch Prüfungsvorbereitungsphasen sind. Ich bin mir sicher, das 2. Semester wird noch besser laufen!


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9 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Hey, Du bist ja statistisch fast so aktiv wie chillie ;-)

Danke für diesen interessanten Bericht. Und viel Erfolg für das zweite Semester!

Beste Grüße

Markus

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Hey, super interessanter Blog!

Finde es immer gut, wenn man einen kleinen Vergleich zur eigenen Lernzeit hat!

357 km sollten mich diese 17 Fahrten gekostet haben
Hast du es schön in der Nähe zu wohnen. Bei mir sind es bei einmaliger Teilnahme an der Präsenzverantstaltung schon 420 km!

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Tolle Sache - zum einen freut es mich natürlich das ich nicht der einzige mit einer leichten Meise hier bin *g* ... zum anderen sorgen natürlich mehrere Erfahrungsberichte auch für mehr Transparenz für neue Studenten und Interessenten.

Ich allein bin ja lange noch keine Maßgabe - aber je mehr Leute hier Erfahrungen offen zur Verfügung stellen um so leichter ist es für andere evtl. darauf zu schließen wie es sein kann.

65% der Tage mit lernen verbringen ist im übrigen ein stolzer Wert - bei mir sind es ja 75% nach 1,5 Jahren. Ich bin wirklich erschrocken, als ich das ausgewertet hatte. Gefühlt hatte ich mehr Freizeit - aber gerade wenn man sich neben dem Studium noch hier auf fi.de für das Thema Fernstudium einsetzt kommt leicht noch einiges mehr an Zeit dazu.

Mach weiter so! :)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Hast du es schön in der Nähe zu wohnen.

Ja ich habe für eine Strecke, (lt. Google) 10,5 km. Samstag Morgens ist das immer richtig richtig flott. Freitags gegen 14:30 Uhr ist es soweit auch noch ok, aber da plan ich immer lieber 10 Minuten mehr ein. (420 km sind übrigens richtig happig, dabei wirkt es so, als wenn die Zentren aus allen Ecken "schnell" erreichbar wären)

zum einen freut es mich natürlich das ich nicht der einzige mit einer leichten Meise hier bin

Also meine Lernzeiten zu notieren war mir immer klar. Ich habe sogar zwischen SB-Bearbeitung, Übungsaufgaben und Prüfungsvorbereitung unterschieden. Leider nicht von Anfang an, daher ist die Auswertung SB-Bearbeitung/AufgabenBearbeitung nicht richtig möglich.

Die 65% sind schon stolz, stimmt. Aber es bezieht sich ja nur auf die Tage. Manche Tage gabs auch nur ne Stunde Lernen. Evtl. sollten wir mal ausrechnen, wie viele Stunden unser Semester hatte und wie viele wir davon gelernt haben :D (soviel zum Thema "leichte Meise"

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Also meine Lernzeiten zu notieren war mir immer klar.

ich hatte das ganz zu Beginn auch mal angefangen - aber dabei irgendwie einen richtigen Kontrollkoller gekriegt. Inzwischen funktioniert das Lernen bei mir nur noch, wenn ich eben nicht das Gefühl habe (eher unterbewusst), dass ich "kontrolliert" werde - selbst wenn ich es nur selbst bin, die kontrolliert ;)

Schade halt, dass ich dadurch nicht so eine schöne Übersicht zaubern kann ... schicke Statistik- und trotz fehlender Angaben zum Verbrauch an Bleistiftminen und Textmarker finde ich sie ebenso beispielhaft und toll wie chillies!

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HannoverKathrin

Geschrieben

:D

Von 187 Tagen musste ich 112 Tage arbeiten (19 Tage Urlaub, Kurzarbeit, Feiertage und dann noch die ganzen Wochenenden abziehen).

55,77% meiner Zeit (innerhalb der 187 Tage) habe ich gearbeitet oder geschlafen (ich gehe mal von 9 Stunden die Nacht aus).

Von den restlichen 1985 Stunden Freizeit habe ich lediglich 258 Stunden gelernt, das macht einen gerundeten Anteil von 13% meiner Freizeit. Irgendwie kann das doch nicht stimmen... ?!

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Ich habe sogar zwischen SB-Bearbeitung, Übungsaufgaben und Prüfungsvorbereitung unterschieden. Leider nicht von Anfang an, daher ist die Auswertung SB-Bearbeitung/AufgabenBearbeitung nicht richtig möglich.

Das mache ich auch, darum kann ich ziemlich genau vorhersagen, das ich für einen Durchschnittlichen Studienbrief mit lesen, nachlesen, anstreichen, nochmal markieren, zusammenfassen ca. 13 Std. brauche ;)

Die obige Rechnung hab ich auch mal gemacht (hört jemand die Meise piepen? :D ) ... eigentlich erschreckend wie viel "Freizeit" man hat und wie oft man sich über zu wenig beschwert.

Aber es gibt so viele Sachen die Zeit kosten (z.B. sinnlos im Auto sitzen, Essen und Trinken, Einkaufen, auf fi.de surfen) die man einfach vergisst.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Die obige Rechnung hab ich auch mal gemacht

mal = eben gerade oder irgendwann mal?

Ich muss zugeben, diese Rechnung war etwas schockierend. Zumal ich mehr schlafe als Arbeite... aber davon ab, ich will zukünftig echt besser meine Freizeit gestalten.

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Sehr schön. Ich liebe solche Blogeinträge. Nach der Konstruktions-Prüfung wirds von mir auch einen Rückblick geben, allerdings ohne Studienmaterial wie Blöcke, Textmarker etc :D

Ich hab einfach übrigens auch nur 10km zum SZ :)

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      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
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      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
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      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link