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Kurvig und bergig.


Anyanka

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Ja, Tach auch!

Mich gibt es noch, wenn auch in letzter Zeit eher in mitlesender, etwas wortkarger Form.
Halten wir fest: so ein Studium hat, zumindest in meinem Fall, so gar nichts mit einer geraden Strecke oder gar der kürzesten Verbindung zwischen zwei Punkten zu tun. Vielmehr erinnert es mich an einen "grandiosen" Ausflug, den ich mit dem Göttergatten vor Jahren mal auf Mallorca gemacht habe, nämlich auf der Straße nach Sa Calobra. Kurz zusammengefasst: die Straße war zu schmal, die Kurven zu eng und zu zahlreich, ich hatte Hunger, mir war heiß und die Wasserflasche war leer. Meine Laune war unterirdisch. Ich kann da tatsächlich ziemlich viele Parallelen zu meinem Studium erkennen, besonders zum aktuellen Semester. 😂
 

Viel Neues gibt es nicht wirklich zu berichten, also bleibt das hier einfach mal Lebenszeichen und  "Status quo". 
Ich hänge immer noch am Modul Zielgruppen und Fallmanagement, in dem ich mich endgültig für die Klausur entschieden habe (die Alternative wäre das Schreiben einer Fallstudie gewesen). Das Modul ist ok, ich komme ganz gut zurecht und empfinde die zugehörige WhatsApp-Gruppe als gute Unterstützung, da ziemlich viele Lernhilfen (meist in Form von BrainYoo-Karten) zur Verfügung gestellt wurden. Dass ich es immer noch nicht abgeschlossen habe liegt an vielen Faktoren, über die ich ja im Laufe des Studiums schon oft geschrieben habe - viele Termine, kranke Kinder, mangelnde Energie.

In den letzten Wochen waren meine Akkus einfach nur leer. Da ging nicht mehr viel, egal wie sehr ich wollte. Kein Mana mehr, hätte ich früher bei WOW gesagt (ist heute wohl der Tag der doofen Vergleiche, erst Serpentinen, jetzt Magier-Analogien). Sowas passiert dann wohl, wenn man in den ersten 8 Monaten des Jahres die Energie aufbraucht, die man sich auf das ganze Jahr hätte aufteilen sollen. In schlechten Momenten bin ich davon frustriert und falle in ein sehr tiefes, schwarzes Loch, weil der Anspruch an mich selbst einfach mal wieder höher ist, als das, was ich im Moment erreichen kann. In guten Momenten weiß ich, dass ich mein Bestes gebe, dass es nach fast 3 Jahren Studium wohl normal ist, wenn mal die Luft raus ist und dass es gerade in diesem Jahr wirklich reichlich emotionale Hürden gab. 
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Es gibt auch Positives zu berichten - ich hatte vor Kurzem ein wirklich tolles Gespräch mit meiner Anleiterin für mein ab Januar stattfindendes Praktikum. Ich bin ganz begeistert davon, wie ernst bei diesem Träger die Ausbildung der Praktikanten genommen wird und wie viel Gedanken man sich dazu macht. Meine Praktikumsvereinbarung musste ich ja von der @IU Internation. Hochschule genehmigen lassen, und, man höre und staune, das ging innerhalb einer halben Stunde per E-Mail - schon echt schnell, vor allem wenn man auf der anderen Seite inzwischen seit knapp 4 Wochen auf eine Antwort der IT-Abteilung zur neuen Learn App wartet. 🙄
Dem Praktikum steht also nicht mehr viel im Wege - außer einer amtsärztlichen Untersuchung, einem polizeilichen Führungszeugnis, einer Belehrung zum Infektionsschutzgesetz, einer Überprüfung meiner Masernimpfung ... 😅
Zum Praktikumsbetrieb selbst kann und werde ich natürlich hier nichts Genaueres preisgeben, außer vielleicht, dass ich im Bereich der Erziehungs- und Familienhilfe arbeiten werde. Ich bin sehr gespannt und freue mich schon sehr darauf, auch wenn die Kombination Praktikum - Familie - Studium sicher eine Herausforderung ist (aber eben eine gute 🙂).
 
Die Klausur für mein aktuelles Modul würde ich gerne irgendwann in den nächsten 2 Wochen schreiben, dann fällt sie zumindest noch in mein aktuelles Semester, was mir irgendwie aus Prinzip wichtig wäre - nur eine einzige Prüfungsleistung wäre mir tatsächlich unangenehm. Mal sehen, ob es klappt.
 
Demnächst steht dann noch ein kleiner Rückblick aufs 6. und ein Ausblick aufs 7. Semester an. Ich halte Euch auf dem Laufenden - früher oder später. 😉
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Bearbeitet von Anyanka

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13 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das Praktikum in trockenen Tüchern, darauf kannst Du Dich doch schon einmal freuen! :thumbup:

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Zitat

Ich bin sehr gespannt und freue mich schon sehr darauf, auch wenn die Kombination Praktikum - Familie - Studium sicher eine Herausforderung ist (aber eben eine gute 🙂).


Das habe ich auch gedacht...und  gehofft, dass das mit den Kiddies bloß klappt usw.
Ende vom Lied: Den Kids ist das Praktikum nicht mal aufgefallen :-) 

Dann kanns ja  bald losgehen bei dir :-) Ich bin schon sehr auf deine Eindrücke gespannt!

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vor 2 Stunden schrieb schwedi:

Das Praktikum in trockenen Tüchern, darauf kannst Du Dich doch schon einmal freuen! :thumbup:

Ich freue mich wirklich, total. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall prima, ich habe ein sehr gutes Bauchgefühl und auch "richtig Bock". Das ist das, was ich mit dem Studium erreichen wollte - der Neustart im sozialen Bereich, auch wenn es erstmal "nur" das Praktikum ist (sind ja trotzdem, da Teilzeit, ca. 8 -9 Monate, das fühlt sich schon nach was an. 😊)

 

vor 1 Stunde schrieb Vica:

Das habe ich auch gedacht...und  gehofft, dass das mit den Kiddies bloß klappt usw.
Ende vom Lied: Den Kids ist das Praktikum nicht mal aufgefallen :-) 

Dann kanns ja  bald losgehen bei dir :-) Ich bin schon sehr auf deine Eindrücke gespannt!

Ja, ich ahne auch, dass es den Kids völlig egal ist, wie Mutti ihren Vormittag verbringt. 😅 Die Arbeitsstelle ist zum Glück weder sehr weit von zu Hause, noch weit von Schule und Kita entfernt, also logistisch hoffentlich gut machbar. Außerdem wird mein Mann halt mit eingespannt - für Hol- und Bringdienste, wenn die Kids mal krank sind oder ich nachmittags mal arbeite. Väterverantwortung und so. Mal sehen, ob er dafür auch einen Preis gewinnt, wie der Astronautinnen-Gatte aus dem Beitrag neulich😂
 

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Silberpfeil

Geschrieben

Schön, von Dir zu lesen! Ich glaube, als ich so einen Durchhänger im Studium hatte, war das exakt zum selben Zeitpunkt wie Du jetzt. Man hat schon viele Anstrengungen hinter sich, aber vor einem liegt halt auch noch ein Berg. Und dann kommt auch noch das Leben dazu. Das kann einen schon runter drücken.

Ich freue mich auch auf Deine Eindrücke aus dem Praktikum.

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Anyanka

Geschrieben (bearbeitet)

vor 7 Stunden schrieb Silberpfeil:

Man hat schon viele Anstrengungen hinter sich, aber vor einem liegt halt auch noch ein Berg. Und dann kommt auch noch das Leben dazu. Das kann einen schon runter drücken.

Ja, und gerade in diesem Jahr war es vielleicht ein bisschen viel Leben. Ich muss da echt ein bisschen den Druck rausnehmen. 
Danke für die lieben Worte! 😘

 

@Muddlehead Danke für das Erinnern an diesen Beitrag. Das ist das Schöne an diesem Forum, hier wird man verstanden und man merkt, dass man nicht allein ist mit seinen Anstrengungen. Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil in deinem Blogpost die Umfrage der iu zum Thema Master erwähnt ist. Ich würde jeden, der mir das im Moment vorschlägt, absolut auslachen, aber gleichzeitig überlege ich ja jetzt schon, womit ich dann die Zeit fülle, wenn irgendwann kein Studium als Zeitfresser mehr da ist. Endlich Dänisch lernen! Endlich Japanisch lernen! Endlich Programmieren lernen oder Gitarre spielen! Ich hab echt einen an der Marmel. 🙈😂

 

 

Bearbeitet von Anyanka
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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

vor 22 Minuten schrieb Anyanka:

Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil in deinem Blogpost die Umfrage der iu zum Thema Master erwähnt ist. Ich würde jedem, der mir das im Moment vorschlägt, absolut auslachen, aber gleichzeitig überlege ich ja jetzt schon, womit ich dann die Zeit fülle, wenn irgendwann kein Studium als Zeitfresser mehr da ist. 

 

Ich habe, voller Überzeugung, über den Master schon oft nachgedacht. Es ist wirklich schwierig. Ich glaube, das ist so ein Ego-Ding. Aber bei mir nähert sich die 4X Jahreszahl und rückblickend habe ich in den 4,5 Jahren eine Menge verpasst. Also im Sinne, viel Autopilot, wenig Bewusstes erleben. Daher hadere ich immer noch stark. Ich habe aber auch davor bereits viel Zeit in die Karriere investiert. Der Master auf dem Friedhof zu sein, bringt's ja auch nicht wirklich. Von daher muss man/ich über den ROI richtig hart nachdenken. Ups anbahnende Early-Midlife-Crisis. 😄

Bearbeitet von Muddlehead
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vor 37 Minuten schrieb Muddlehead:

Der Master auf dem Friedhof zu sein, bringt's ja auch nicht wirklich. Von daher muss man/ich über den ROI richtig hart nachdenken. Ups anbahnende Early-Midlife-Crisis. 😄

 

Ich bin ja schon einen Schritt weiter und hab nach 1,5 Jahren Pause im Frühjahr den Master gestartet und bin jetzt schon mit der Hälfte der Module durch. (Na gut, eines fehlt noch, aber darauf habe ich gerade überhaupt gar keinen Bock, deshalb lasse ich es derzeit einfach liegen. Wie war das mit der Müdigkeit ...)

 

Denkt nicht, dass es damit aufhört. Natürlich hab' ich schon mal aufmerksam den Thread hier neulich um die (angeblich) besten berufsbegleitenden Promotionsmöglichkeiten verfolgt und ein wenig gegoogelt. Und den LinkedIn-Feed meiner lokalen Triple-Crown-Business-School abonniert, denn ein MBA da wäre zwar inhaltlich wenig sinnvoll, dafür aber auch nicht so einsam wie ein Fernstudium.

 

Ich glaube, wir brauchen alle eine Therapie. Aber vielleicht ist das hier ja gerade auch unsere Form davon ;-).

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Muddlehead

Geschrieben

vor 3 Minuten schrieb developer:

Ich glaube, wir brauchen alle eine Therapie. Aber vielleicht ist das hier ja gerade auch unsere Form davon ;-).

 

Das ist die beste Paraphrasierung zu all den Beiträgen in diesem Forum 😅 . 

 

 

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Das Statement konnte ich mir nicht verkneifen.

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Silberpfeil

Geschrieben

vor 2 Stunden schrieb developer:

Ich glaube, wir brauchen alle eine Therapie. Aber vielleicht ist das hier ja gerade auch unsere Form davon ;-).

Ich reihe mich da ein. 🙄 Vielleicht macht es tatsächlich süchtig. 

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

vor 10 Stunden schrieb Silberpfeil:

Ich reihe mich da ein. 🙄 Vielleicht macht es tatsächlich süchtig. 

 

Macht es - nicht für alle, aber doch für viele. 😉

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Vielleicht können die (angehenden) Psychologen aus unseren Reihen da mal ein Entzugsprogramm kreieren? Scheint ja durchaus eine Marktlücke zu sein. 😁

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Naja, bei manchen Suchtmitteln gibt es ja durchaus auch eine gesunde Dosis. 😉

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