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Neue Prioritäten


Silberpfeil

493 Aufrufe

In den letzten Tagen kamen die Noten für die Module Kompetenzorientiertes Unterrichten und Prüfen und Pharmakologie. In beiden Modulen habe ich eine 3. Und daran merke ich selbst, wie sich im Vergleich zum Bachelor meine Prioritäten verschoben haben, denn schon bei Abgabe beider Ausarbeitungen war mir klar, dass ich daran noch feilen könnte und mehr Zeit investieren könnte. Hab ich aber nicht. 😉 Draußen schien die Sonne, mein Motorrad hat laut gerufen: "Fahr mich!"

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Es standen Geburtstage von Freunden und verschiedene Treffen an, auf die ich unendlich viel mehr Lust hatte als auf den Schreibtisch. 😀

Im Bachelor hätte ich eine 3 vermutlich nicht so lustig gefunden, mittlerweile weiß ich aber auch, dass sich am Ende niemand für die Note interessiert. Man wird eingruppiert nach seinem Abschluss (Berufsausbildung, Bachelor, Master) und bekommt nicht mehr oder weniger für bessere Noten.

Die Module, in denen ich Einsen erzielt habe, sind ganz offensichtlich die, die mir am meisten Spaß gemacht haben und in denen ich viel Vorwissen hatte: Biopsychologie, Anatomie und Physiologie, Palliative Care. Die anderen Module habe ich bearbeitet und versucht, für mich Erkenntnisse daraus zu ziehen, die ich vorher nicht hatte. Für Fleißarbeiten an Ausarbeitungen hat mir letzten Endes das Sitzfleisch am Schreibtisch gefehlt. 😀

 

Meiner Meinung nach erkennt man daran, dass die Noten tatsächlich sehr fair und gerechtfertigt und alles andere als geschenkt sind. 

Wie steht Ihr zu Noten? Wichtig oder Beiwerk?

 

Viele Grüße

Silberpfeil

Bearbeitet von Silberpfeil

15 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Mir sind Noten sowas von egal. Wie bei dir kommt es null auf die Noten an, am Ende ist man im mittleren, gehobenen oder höheren Dienst. Noten? Egal.

 

Mittlerweile bin ich auch in dem Alter wo mir das relativ egal ist. Ich gebe die mir für mich zur Verfügung  stehendende Mühe. Mehr geht leider nicht.

Bearbeitet von cheester88
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Während meines ersten Studiums waren mir die Noten extrem wichtig, in meinem aktuellen Studium hingegen sind mir die Noten zwar durchaus wichtig, aber nicht mehr ansatzweise in dem Maße wie früher (ich muss dieses Mal keinen finalen Notenschnitt von 1,5 oder besser für meinen persönlichen Seelenfrieden haben)...

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Noten fand ich nie sooo wichtig. Bis auf die Noten im Abitur, weil die wichtig waren, um ggf. einen Nummerus clausus in Psychologie ohne Wartezeit zu packen. Letztendlich hab ich mich dann gegen Psychologie entschieden ...

 

Während des Studiums war es mir wichtig, dass meine Noten im oberen Bereich sind. Ob 1, 2 oder 2,5 war mir nicht so wichtig. Die Noten waren eher eine Rückmeldung, wie ich den Stoff verstanden und reproduzieren konnte. Und Noten bei Hausarbeiten waren mir wichtiger als die bei Klausuren.

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Ich muss nicht immer Einsen haben, aber ich finde es schon ganz schön, wenn Aufwand und Ertrag im Verhältnis stehen 😊

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vor 2 Stunden schrieb Lukas:

Ich muss nicht immer Einsen haben, aber ich finde es schon ganz schön, wenn Aufwand und Ertrag im Verhältnis stehen 😊

 

Eine Note ist ja in erster Linie eine Bewertung durch jemand Außenstehenden. Konkret heißt das, dass man einen hohen Aufwand getrieben hat, der Beurteilende aber der Meinung ist, dass der Ertrag äußerst dürftig ist. Und eine schlechte Note gibt.

 

Damit bekommt man dann eine Rückmeldung über die eigene geistige Leistung, unabhängig von der investierten Zeit und Mühe. Und genau das sollte man ja auch bekommen in einem Studium. Und auch wollen.

 

Oder sehen Sie das anders?

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Alanna

Geschrieben (bearbeitet)

Sind mir Noten an sich wichtig? => Ja, siehe weiter unten.

Sind mir sehr gute Noten wichtig? => Schön ja, wichtig nur bedingt. Da halte ich es auch ganz gerne mal mit dem guten, alten Pareto... 😉

 

vor einer Stunde schrieb KanzlerCoaching:

Damit bekommt man dann eine Rückmeldung über die eigene geistige Leistung, unabhängig von der investierten Zeit und Mühe. Und genau das sollte man ja auch bekommen in einem Studium. Und auch wollen.

 

Oder sehen Sie das anders?

 

Grundsätzlich nicht. Aber für mich stellt eine Note auch eine Rückmeldung darüber dar, ob meine Lernstrategie und meine Schwerpunktsetzung richtig sind. Solange Mühe und Note im Verhältnis stehen, weiß ich, dass ich prinzipiell richtig unterwegs bin (und eine mittelmäßige Note bei mittelmäßigem Lernaufwand ein selbstgewähltes Schicksal ist). Wenn ich dagegen (regelmäßig) keinen Zusammenhang zwischen Lernaufwand und Note sehen würde, dann würde mich das schon beunruhigen.

 

Bearbeitet von Alanna
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vor 8 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Oder sehen Sie das anders?


Da spielt meiner Meinung nach dann die Art der Notengenerierung eine entscheidende Rolle. Hier wäre ein formatives Assessment und eine individuelle Bezugsnorm in meinen Augen deutlich geeigneter, da so auch die individuelle Lernkurve berücksichtigt wird, auch wenn - gerade im Studium - natürlich ein gewisses Niveau unabhängig davon sichergestellt werden muss (sachliche Bezugsnorm).

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Irgendwie soll so eine kleine Zahl ziemlich viel leisten:

 

  • Sie soll den Umfang erworbenen Wissens klassifizieren
  • Sie soll die Verarbeitung des erworbenen Wissens in Bezug auf verschiedene Themen bewerten
  • Sie soll Lernfortschritte sichtbar machen
  • Und dann soll sie noch (Lern-)Aufwand und erzielte Note abbilden.

Ganz schön viel! 

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vor 19 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Noten fand ich nie sooo wichtig. Bis auf die Noten im Abitur, weil die wichtig waren, um ggf. einen Nummerus clausus in Psychologie ohne Wartezeit zu packen. Letztendlich hab ich mich dann gegen Psychologie entschieden ...

 

Ja das ist echt manchmal seltsam wie es dann doch am Ende kommt. Ich hatte im Bachelor am Ende so ein Stress wegen guten Noten, dass ich mir fast das Studium versaut hätte (Wenn ich hier jetzt nicht eine x,x schreibe breche ich ab…..soweit war es schon) Bis mich eine gute Freundin sowas von auf den Hosenboden gesetzt hat, das es noch heute nachwirkt. Selbst in meiner Erziehung. Ja Noten sind wichtig, wichtiger ist aber, dass man sich Mühe gegeben hat und das gelernte verstanden hat.

Bearbeitet von cheester88
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vor 3 Stunden schrieb cheester88:

 

Ja Noten sind wichtig, wichtiger ist aber, dass man sich Mühe gegeben hat und das gelernte verstanden hat.

 

Und Zack hast du eine gute Note ;).

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Leider stimmt das in unserem Bildungssystem null. Grundschule is ein anderes heißes Pflaster 🥲

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vor 4 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Irgendwie soll so eine kleine Zahl ziemlich viel leisten:

 

  • Sie soll den Umfang erworbenen Wissens klassifizieren
  • Sie soll die Verarbeitung des erworbenen Wissens in Bezug auf verschiedene Themen bewerten
  • Sie soll Lernfortschritte sichtbar machen
  • Und dann soll sie noch (Lern-)Aufwand und erzielte Note abbilden.

Ganz schön viel! 

Genau  das ist der Punkt. Selbstverständlich ist die Bewertung von Leistung wichtig. Aber eine einzige quantitative Messung zu einem Zeitpunkt hat eben nur eine begrenzte Aussagekraft. Deshalb machen mich Noten nicht mehr verrückt. Natürlich müssen sie sich in einem bestimmten Rahmen halten. 

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Erstaunlich schwer zu beantworten, aber in manchen Kursen hatte ich schon höhere Ansprüche an gute Noten, weil ich ja auch dachte: "Das kann ich besonders gut!".

In anderen Kursen geht's hingegen nur um das nackte Überleben 😁 Da rennt man auch bei einer 3,7 auf die Straße und könnte vor Glück fremde Leute umarmen. 

Dann wiederum gibt's so Dinger, die keine Noten haben, sondern ein "Bestanden" oder "Nicht bestanden" ausweisen. Die waren mir sicher am egalsten. 

 

Dass ich nur bei einer guten Note auch alles verstanden und gut gelernt habe, hab ich so übrigens nie gesehen. Ich hatte auch schon eine 3,7 in einem Fach, in dem ich vom Wissensstand und Aufwand gut dabei war, aber offenbar schlecht beschreiben konnte, was ich meine. Und wiederum gibt's dafür einfach viel zu katastrophal formulierte MC-Aufgaben, die ich einfach semantisch nicht erfassen konnte. Auch da änderte sich das Ziel von "möglichst gute Noten schreiben" in "irgendwie Sinn in diese doppelt verneinten Schachtelsätze kriegen und bestehen". Meinen tatsächlichen Wissensstand habe ich da nie abgebildet gesehen😅

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Hallo Silberpfeil,

 

vielen Dank für deinen tollen Blog. Ich finde zunächst mal nicht, dass eine 3 eine schlechte Note ist. Und es ist so wie du ja bereits in deinem Blog erwähnt hast: letztendlich zählt ja nur der Studienabschluss für die Eingruppierung. Und deshalb hat für mich der Studienabschluss eine andere Priorität als die Noten. Die Noten sind letztlich von vielen Faktoren abhängig, die man nur in gewissem Maße beeinflussen kann. Bei mir war es oft so, dass ich bei den schweren Modulen, wo ich mit Mut zur Lücke zur Prüfung angetreten bin und diesbezüglich eher mit eine  schlechteren Note gerechnet hatte, positiv überrascht wurde und eine gute Note bekommen habe. Und bei anderen Modulen, wo ich auf eine sehr gute bis gute Note gehofft hatte, es eher eine durchschnittliche Note wurde. Und bei einem Modul, da hatte ich nicht bedacht, dass auch technische Pannen mitbewertet werden. Da musste ein Video hochgeladen werden und irgendwie hat uns, also ein paar Kommilitonen und mir die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass es mehrere Anläufe für das Hochladen des Videos gebraucht hat. Es hat letztlich geklappt, aber die Dozentin hat es uns übel genommen und sogar in die Bewertung reingeschrieben, dass alles andere gut war, aber wegen technischer Probleme beim Hochladen von Videos und der damit verbundenen Zeitverzögerung dies zum Notenabzug führt. Tja, dann hatten wir in dem Fall einfach nur Pech🙈🙉!

 

Aber unabhängig von den Noten, man profitiert trotzdem von allen Modulen in  einem Studium, egal ob Bachelor oder Master. Deshalb gilt bei mir die Devise: solange sich die Noten in einem einigermaßen guten Rahmen halten, ist noch alles in Ordnung. Denn wir haben ja alle noch andere Verpflichtungen und Priorität. Und die wertvollste Priorität ist unsere Gesundheit. 

Andere wichtige Prioritäten betreffen auch die Familie und soziale Kontakte oder Hobbys, damit man neue Kraft für das Studium tanken ️ kann! Offensichtlich tankst du am besten beim Motorrad fahren auf, was ja auch eine gesundheitsförderliche Wirkung hat!

 

Von daher wünsche ich dir weiterhin viel Spaß mit deinem Motorrad und deinem Studium. Und freue mich bald wieder von dir zu lesen.

 

Herzliche Grüße 

 

Byana 

 

 

 

 

 

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