Springe zum Inhalt

Blog Fernstudienakademie

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
  • Einträge
    133
  • Kommentare
    1.411
  • Aufrufe
    12.026

Fernlehrgang SachbuchautorIn: Mein Tamagotchi macht mich fertig...

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Fernstudienakademie

340 Aufrufe

Erinnert Ihr Euch noch an diese seltsamen Tamagotchis, die man regelmäßig bekümmern, bespaßen und versorgen musste, damit sie nicht eines qualvollen elektronischen Todes starben? So ein ähnliches Dingen habe ich jetzt auch zu Hause – bloß nennt man es heutzutage nicht mehr Tamagotchi, sondern E-Book-Reader.

Er will immer mit zu mir ins Bett

Zu Beginn habe ich es gar nicht so richtig gemerkt, aber Petra van Cronenburg wies mich vor einiger Zeit auf diese Parallele hin: So ein E-Book-Reader verlangt – wie ein Tamagotchi – die volle Konzentration, will ständig (mit Lesestoff) gefüttert werden und so richtig wohl fühlt er sich nur, wenn ich ihn mit ins Bett nehme.

Mein E-Book-Reader und ich haben also inzwischen eine richtig innige Beziehung: Ich nehme ihn mit auf jede Reise, mit zu jedem Frisörtermin und mit zu jedem Arztbesuch, und wenn mal ein kleines Minütchen Langeweile droht, kommt das liebliche Wesen direkt auf meinen Schoß und wird von mir umkümmert.

Meine Umgebung findet ihn nicht soo toll

Was mich allerdings etwas traurig macht: Meine Umgebung liebt meinen treuen Begleiter nicht wirklich. Mal mault mein Umfeld, dass dieses doofe Geklicke beim Umblättern nerve, mal fragt mein Mann ganz spitz, ob ich denn jetzt – wo niemand so genau erkennen kann, was ich denn eigentlich derzeit lese – auch bei diesem Shades-of-Grey-Hype mitmache. Nein, ich mache nicht mit bei diesem SM-Gedönse, aber es ist schon trotzdem ganz schön, dass nicht jeder auf einen Blick erkennen kann, dass ich mir schon wieder einen Krimi reinziehe.

Aber mich nervt es auch manchmal

Allerdings muss ich gestehen, dass mich – nicht mein Reader, den ich hab ich ja lieb! – sondern diese neue Buchform E-Book schon manchmal nervt. In meiner Anfangseuphorie habe ich mir so manches 99 Cent-Schätzchen heruntergeladen – und sehr schnell die Lektüre abgebrochen, weil mir meine Lebenszeit für den Blödsinn, der da angeboten wird, einfach zu schade ist. Bei diesen Titeln steht dann zwar eine blumige 5-Sterne-Rezension nach der anderen bei Amazon, die aber vielleicht doch eher von wohlmeinenden Bekannten verfasst wurden.

Einkaufsverhalten ändert sich

Inzwischen hat sich mein Einkaufsverhalten geändert: Die 99 Cent-Schätzchen umgehe ich und fange erst ab einem Preis von 4,50 Euro plus an zu überlegen, ob das Buch vielleicht etwas für mich wäre. Bei diesen Werken ist nämlich ein Autor unterwegs, der von sich selbst und seiner Leistung so überzeugt ist, dass er seine Werke nicht zu absoluten Dumpingpreisen auf den Markt wirft. Das lässt m.E. schon eine gewisse Qualität erwarten. Bei diesen etwas "höherpreisigen" E-Books hatte ich (bislang) übrigens noch keine Totalausfälle – also bleibe ich zunächst einmal bei dieser Einkaufsstrategie.

Anne Oppermann

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  


20 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das ist doch mal echte Lebenshilfe in diesem Blog: für den E-Book-Konsumenten und für den E-Book-Verfasser!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Anne und alle anderen,

ich mag meinen Kindle immer noch, aber der ist nicht mehr so oft im Einsatz, wie zu Beginn, als er neu war. Ich habe die Bücherei vor Ort für mich entdeckt und damit, dass ich mir viel Lesestoff ausleihen und wieder zurück geben kann. Ich muss nicht jedes gelesene Buch im eigenen Regal haben, das würde echt überhand nehmen. Das Regal ist so schon überfüllt genug.

Zum Umfeld: Es gibt fast nur schwarz oder weiß, man mag den e-reader, egal ob Sony, Kindle oder Oyo (oder andere), oder eben nicht. ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@Werkstattschreiber

Ich oute mich jetzt mal als treue Anhängerin der Kirchenbücherei vor Ort! ;)

Wie Du brauche ich wirklich nicht jedes Buch im Regal stehen zu haben; die alllllermeisten verschenke ich sowieso, wenn ich sie durch habe.

Dieses Nicht-Verschenken-Können finde ich bei E-Books allerdings wirklich doof. Wenn ich schon fast den gleichen Preis wie bei einem herkömmlichen Buch zahlen muss (und das ist ja bei vielen Bestsellertitel so der Fall), dann nehme ich dann doch lieber das "echte" Buch - weil ich damit anschließend noch jemand anderen beschenken kann.

Wie siehst Du das?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Anne und alle anderen,

ein Buch (Roman) ist ja ein Einmal-Lesegenuss. Ganz selten, dass ich einen Roman zweimal lesen muss (will, möchte, würde... Außer: „Der Vorleser“, den ich für eine Einsendearbeit bei der Roman-Werkstatt brauche, den ich schon gelesen habe, aber nicht im Regal finde. Verliehen an die Tochter?) Mir ist es eigentlich egal, ob ich das in Buchform (Papier) oder auf dem e-reader habe. Mich interessiert der Inhalt. Wenn ich einen Titel weiterreichen will, dann kann ich das auch in der Form einer Empfehlung machen, z. B. zum Amazon-Link. Vielleicht ist es beim Sachbuch anders, das holt man bei Bedarf wieder hervor, um nachzuschlagen, um noch einmal zu lesen, um eine „Sache“ zu verstehen bzw. weiter zu verfolgen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Also, ich muss zugeben, dass ich eine Gerne-Verschenkerin bin....;)

Und das geht bei E-Books eben leider nicht...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Mh. Ich habe auch überlegt, mir zum Studium einen E-Bookreader zu kaufen. Damit ich die Studienbriefe immer dabei habe. Aber die liegen mir nur als Passwortgeschützte PDF vor. Und ich glaube nicht, dass der dann Spaß macht.

Ich habe die meisten meiner Bücher mehrfach gelesen. "Märchenmond" und "Es" bestimmt jeweils 10 mal :-). Und ich liebe die Bücher, denen man ansieht, dass sie oft gelesen wurden.

Und gegen "Shades of grey" wehre ich mich auch wehemend. Das werde ich nicht lesen. Man muß ja nicht jeden Trend mit machen ;-)

Schade finde ich es auch, dass die e-Books fast genau so viel kosten wie ein richtiges. Da greife ich dann auch lieber zum richtigen...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Bisher war ich jemand, der ein e-bookreader einfach wirklich ganz und gar nicht braucht. Grund ist der oben auch schon angesprochene: Ich bin Biblieotheksnutzerin. Soviel wie ich lese, das könnte ich gar nicht finanzieren, müsste ich die (e-)bücher kaufen.

Neu kann man in unserer Bib aber auch e-books leihen...:rolleyes:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

'sch waat, bis ich das umme runterladen kann, wie das vonner Piratenbraut!

Und vorher muss ich ja noch nen Reader haben!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich und was für umme? Anne!!!!

Aber ich werde für das geplante Zwischenwerk mehr als 99 Cent nehmen, das habe ich heute gelernt!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich gestehe, dass ich eine egoistische Bücherbesitzerin bin. Ich leihe mir ungern Bücher (außer in der Familie, Fachbücher und vergriffene Exemplare) ich will sie haben, zum Anfassen, zum in den Schrank stellen, zum immer wieder in die Hand nehmen, ...

Ich schiebe die Schuld auf meine Eltern, die um die 10.000 Bücher besitzen, ich komme nur auf ca 1000 und meine Tochter auf ca 150.

Einen Reader besitze ich noch nicht, bin aber gerade stark am überlegen, ob ich nicht doch einen brauche...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@paulaken

Der Reader hat halt den Vorteil, dass man von jetzt auf gleich ein Buch daheim hat, wenn einen der kleine Lesehunger packt. Neben der Handlichkeit des Dingens war das der Hauptgrund für mich....

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@ Anne

Hat denn ein E-Book ebenso viele Zeichen auf einer Seite wie ein "normales" Buch oder berechnet sich das dort anders? Muss das alles erst mit meiner Umdödlerin ins richtige Kindle-Format besprechen!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@Sabine

Zur Vergleichbarkeit der Seiten nimmt man halt die Normseite.

Auf einem Kindle kannst Du die Schriftgröße ja selbst bestimmen - und damit auch, wie viele Zeichen pro Seite sind. Somit sieht bei jedem Leser die Seite ganz anders aus.

Bei vielen E-Books steht bei der Beschreibung deshalb auch dabei: "Der Text umfasst ca. XXX gedruckte Seiten" , oder "Seitenzahl der Printausgabe: XXX"

Guck mal hier:

http://www.amazon.de/Rabenblut-dr%C3%A4ngt-Sonderpreis-30-09-ebook/dp/B008CQYYQK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1348037511&sr=8-1

Bei den "Produktinformationen"...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Nachtrag

Die Nikola Hotel (die Autorin des verlinkten Buches) hat das auch ganz pfiffig gemacht: Zeitlich terminiert hat sie ihr Buch verschenkt. Das Ziel war, dass es so in den Amazon-Kindle-Charts ganz nach oben gespült wurde - und sich deshalb auch anschließend besser - dann natürlich gegen Geld - verkaufte.

Hier gibt es noch einen kurzen Artikel, wie so etwas genau funktioniert:

http://virenschleuderpreis.de/index.php/2012/09/18/tina-folsom-uber-ein-gratisbuch-angebot-schaffung-von-sichtbarkeit-und-erhohung-der-ebook-verkaufszahlen/

Lohnt sich aber sicherlich eher bei absoluten Vielschreibern, die die Verkäufe ihrer neuen Bücher ankurbeln wollen...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden



×

Wichtige Information

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen: Datenschutzerklärung