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Morgen gehts weiter und ein bisschen Geläster

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Sandra82

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Die Ferien sind vorbei, bei mir sind alle wieder gesund, morgen gehts los mit Modul 2.

Den Krams für Statistik habe ich noch nicht, nur die beiden Studienbriefe über empirische Sozialforschung. Diese entsprechen wohl dem Buch von Kromrey.

Viele sagen, dass man das stiefmütterlich behandeln kann, da bisher in den Klausuren höchstens 1 oder 2 Fragen dazu ran kamen.

Aber ich möchte es trotzdem durcharbeiten, weil ich denke, dass es fürs Gesamtverständnis nur förderlich sein kann, außerdem sträube ich mich ein bisschen dagegen, nur für die Klausuren zu lernen. Irgendwann wird man das Wissen bestimmt nochmal brauchen.

Das erinnert mich an den Jubelruf eines Kommilitonen, der die M1 Klausur bestanden hat, obwohl er (ich zitiere) "vom scheiß Lück nur 15 Seiten gelesen hat"

Da kann ich nur sagen selber schuld, denn davon mal abgesehen das dieses Buch total interessant ist, lernt man natürlich auch viel dabei, auch wenn es einem nachher nicht immer bewusst ist. Aber man kann immer wieder Verknüpfungen bilden usw. Außerdem, warum studiert denn einer Psychologie, der sich dann sträubt, bestimmte (wichtige) Literatur zu lesen? Versteh ich nicht.

In Moodle ging die Tage auch die Post ab, ich frage mich manchmal echt, warum sich manche Leute nicht selbst die Blödheit aus dem Schädel prügeln. (ich weiß, nicht besonders nett, aber ehrlich). Darum versuche ich jetzt, dieses besagte Forum zu meiden, ich kriege einfach Aggressionen. Ein Kommilitone hat die Klausur nicht bestanden (obwohl er schon drei Jahre studiert) und fordert nun die Herabsetzung der Bestehensgrenze, alternativ ginge auch eine Gutschrift von 60, höchstens 70 Sonderpunkten (von 500!!!), denn, in diesem Semester waren 60 % der Klausurfragen "schwammig". Er hat einen Brief verfasst, der einem die Tränen in die Augen treibt. Er beherrscht weder Rechtschreibung, noch Grammatik, es ist teilweise noch nicht mal eine sinnvolle Logik enthalten, ich weiß nicht wie man so schreiben kann, aber manche Sätze ergeben nicht mal einen Sinn!

Und das Beste: am Ende unterschreibt er mit "ihre lieben Studierenden" und setzt auch noch ein Smiley: :-) mit ran.

Ach, was ich noch ganz schlimm finde, ist die Ansicht einiger Kommilitonen, dass man als angehender Psychologe ein absoluter Menschenfreund sein muss. Einfühlsam, verständnisvoll, schließlich möchte man am Menschen arbeiten.

Ich seh das anders, denn wenn ich Erleben und Verhalten erforschen will, muss ich weder verständnisvoll noch einfühlsam noch "sanft" oder "lieb" sein. Manche Kommilitonen fangen sogar an, einen zu analysieren, das ist der Hammer. Ein Therapiegespräch ist gar nichts dagegen. "Ich denke, dass du dich überfordert fühlst. Nun versuchst du, dich aus der misslichen Lage zu befreien. Das kann ich verstehen." --> :blink::sneaky2: Da rollen sich meine Fußnägel auf! Einer hat mir sogar Abwehrreaktionen bescheinigt:lol:

Ob die Leute wohl wissen, dass sie erst nach dem Master Psychologen sind, und als Psychologe nicht automatisch Therapeut? Und dass man eigentlich nicht in Hagen studiert, um Therapeut zu werden? Warum darf ich nicht offen sagen, wenn ich jemanden blöd finde, warum muss ich Mutter-Theresa-mäßig jedem Menschen Wärme und Liebe entgegenbringen?:confused:

Egal, ich steiger mich gerade rein.

Ich freue mich auf mein neues Modul, auch wenn ich noch großen Respekt davor habe. Alles, was ich bisher schon so gelesen habe, kommt mir ziemlich schwierig vor, aber so war es ja vor M1 auch einmal.


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13 Kommentare


Rumpelstilz

Geschrieben

Das Grün rechts schaut gut aus!

Und ich würde auch Pickel kriegen, wenn es im Forum meines Studienganges so zu- und hergehen würde. Gibt es denn getrennt Foren für die verschiedenen Semester oder wenigstens Unterforen oder muss man sich das bis zu Schluss antun?

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Hm. Ich habe anfangs deine Reaktion geteilt und mich auch über den Brief gewundert. Aber ich kann dennoch gut nachvollziehen, dass die entsprechende Person sich jetzt an ihren letzten Grashalm klammert doch noch irgendwie Psychologie studieren zu können und nicht sieht, dass diese Wahrscheinlichkeit nicht besonders hoch ist. Die "Beratungsresistenz" finde ich unter den Umständen nachvollziehbar.

Auch die Kritik an den ganzen kritischen Posts kann ich gut verstehen. Es geht ja nicht darum, alle Menschen toll zu finden, egal was für Schwachsinn sie machen - aber ein Problembewusstsein für Gruppensituationen zu entwickeln. Der Thread lief dann ja doch irgendwann darauf hinaus, dass alle auf diese einen Person herabgeschaut haben. Da hätte man sich auch einfach zurücklehnen können, als klar wurde, dass die Person mit konstruktiver Kritik nichts anfangen kann. Irgendwann wird er sich mit der Realität auseinander setzen müssen und das wird bestimmt nicht schön sein. Da muss man nicht auch noch ewig auf ihn einreden. Ich finde, es wäre am sinnvollsten den Thread ruhen zu lassen, statt weiter Belustigung daraus zu ziehen.

Und nur weil man sich noch nicht Psychologe nennen darf und nicht vor hat jemals Therapeut zu werden, heißt das nicht, dass man sich nicht für Gruppenphänomene interessieren darf oder überlegen darf, was andere Menschen zu ihren Handlungen bewegt. ;)

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eisenbahner

Geschrieben

hmm, ja solche komischen Leute triffst Du glaube ich überall mal. Manchmal frage ich wie die dahin kommen und wie die dann mal arbeiten wollen. Ich kann mit sowas auch nicht umgehen. Nur fehlt mir die Zeit mich ernsthaft über sowas aufzuregen....

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@ Zitrone: ich bin eher auf die Diskussion auf FB eingegangen. Aber im großen und ganzen hast du schon recht. Ich kann ihn natürlich auch in dem Punkt verstehen, dass er unbedingt weiter machen möchte und alles versucht, aber dann verstehe ich absolut nicht, warum er sich nicht helfen lässt. Einige hätten Korrektur gelesen, er hat auch viele Tips bekommen, wie er das besser schreiben kann und was er besser lassen soll, aber mit einem mal hat er den Brief einfach abgeschickt. Somit ist ja die Chance für diejenigen, die da mitmachen wollten, weil sie auch noch Punkte brauchten, vertan, denn mit diesem Brief wird er glaube ich absolut nichts erreichen können. Hätte er z.B. statt "alle Studierenden" nur "Ich" oder "Die Verfasser dieses Briefes" geschrieben, dann wäre das Thema ziemlich schnell vom Tisch gewesen.

Alle Menschen toll zu finden, doch, das erwarten einige, aber wie gesagt, diese Diskussion lief auf FB.

@ Rumpelstilz: es gibt schon getrennte Foren, aber dieser Thread war wie ein Unfall, man musste einfach hinsehen, auch, wenn man nicht wollte;)

@eisenbahner: das wird mein Problem sein, ich hatte doch noch zuviel Zeit. Wenn ich mir überlege, was ich in der Zeit für sinnvolle Dinge hätte tun können:blushing:

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Ok, die Diskussionen auf Facebook bekomme ich gar nicht mit, da bin ich in keiner Psychologie-Hagen-Gruppe drin.

Das Problem ist ja, dass, egal was er macht, nichts so viele Sonderpunkte erreichen kann, wie er haben will und deshalb wird ihm auch Hilfe anderer nicht helfen können. Wenn jemand mal 1-2 Punkte mehr braucht, um zu bestehen, kann es schon klappen, zu gucken, ob irgendwo eine Frage falsch bewertet ist oder so. Das war es ja, was bei meiner Klausur vor einem Jahr damals der Fall war. Zwei Antworten waren eindeutig falsch zugeordnet - das waren keine Interpretationssachen sondern eindeutige Fehler. Dafür haben dann alle die Punkte gutgeschrieben bekommen und viele sind eine Notenstufe höher gewandert. Aber das hilft auch nicht, wenn mehr als 2% fehlen.

Ich finde in dem Brief kann man vor allem eines gut erkennen - nämlich wieso er nicht bestanden hat. Die Fragen wirkten wohl vage auf ihn, weil er an manchen Stellen eben doch Wissenslücken hatte - und diese Wissenslücken führen dann zu größeren Interpretationen der Antworten und Fragen. Er hat ja Beispielfragen aufgeführt - zum Beispiel die Frage zur Reifung. Diese finde ich absolut eindeutig und sie wird durch seine Beispielumformulierung nicht eindeutiger.

Zu den Foren: Es gibt getrennte Foren die zu den jeweiligen Modulen gehören und von den Dozenten betreut werden - diese Foren werden nur bei Modulbelegung freigeschaltet. Die Diskussion fand im allgemeinen Forum für alle Psychologie-Studierende statt, das studentisch betreut wird und in ein Forum pro Modul aufgeteilt ist - aber jeder kann hier überall posten und lesen.

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Du hast es wieder sehr schön auf den Punkt gebracht. Doch dass er Wissenslücken hat, gibt er ja nie und nimmer zu, es ist alles die Klausur schuld.

Zumal der Brief mit den unklaren Fragen ja schon kurz nach der Klausur abgeschickt wurde, und daraufhin ja tatsächlich einige Fragen sogar komplett gutgeschrieben worden sind. Zwar nicht viele - weit entfernt von 60 Punkten - aber immerhin. Fand ich gut.

Die Frage mit der Reifung fand ich als einzige Frage ziemlich schlimm, weil ich überhaupt nicht wusste, was das sollte, ich weiß es auch jetzt noch nicht. Ich hab das wohl so dermaßen überlesen, und herleiten konnte ich es auch nicht. Also auch hier eine Wissenslücke von mir, allerdings hab ich sofort erkannt, dass der Fehler bei mir selbst liegt.

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Ich kann mich nicht daran erinnern, ob es in M1 schon ausgeführt wird - aber ich nehme schon an, dass es an einer Stelle irgendwo stand. In M3 wird das nochmal ausführlicher beschrieben. Unter Reifung wird die Entwicklung, die durch das Älter-Werden geschieht, verstanden. Wenn jemand in die Pubertät kommt, ist das ein Reifungsprozess, wenn jemand ein Training macht, ist das kein Reifungsprozess - auch wenn in der Antwortmöglichkeit steht, dass die Person jetzt "reif" ist. Die Antwortmöglichkeit ist natürlich ein bisschen gemein, aber ich fand sie auch einfach lustig, weil die Irreführung so offensichtlich wird, wenn man weiß, was gemeint ist.

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Oh, wusstet ihr, dass man auch als Rewi-Studentin ins Psych-Cafe reinkommt?

Das war ein unsinniger Beitrag. Tut mir leid

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eisenbahner

Geschrieben

:lol: Hi Sandra, na ja ich bin von den Zeitdieben auch nicht gefeit, darum hänge ich ja sooft auf FI ab, statt in meine QUM (Qualitätsmanagement) -Unterlagen zu gucken.....:sneaky2:

Solche Leute gibt es immer, wir hatten bei der AKAD auch zwei oder drei solche, was dann passiert siehe mein Blogbeitrag (na ja inKurzform , ein verärgerter Prof kann die Bestehensquote schon mal um 20 % drücken- innerhalb eines Jahres........)

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@Zitrone: Aaahhh, dann hab ich das sogar richtig erraten :-)

@Aliud: Wenn dir mal langweilig ist, kann ich dir besagten Thread und vor allem den Brief empfehlen.

@eisenbahner:blink: ich hoffe, unser prof ist nicht verärgert sondern bloß belustigt;)

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Habe "Reifung" jetzt gerade bei M3 im Lernen-Skript gehabt. Also gibts eigentlich nur zwei Möglichkeiten für M1: Entweder war das Thema bei dem Grundlagenfach Allg. Psy. oder bei Päd. Psy.

Was unseren "lieben Studierenden" angeht - ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr, was ich davon halten soll. Sandra, du hast mir bisher immer aus der Seele geschrieben, ich mag deine ehrliche, direkte Art - die ist so furchtbar wenig "schwammig" ;)

Zitrone, dir würde ich ja auch gern zustimmen, aber ich kann nun mittlerweile gar kein Fünkchen Mitleid mehr für betreffende Person (b. P.) aufbringen. Ich kann ja auch verstehen, wenn sich jemand an jedem Strohhalm klammert, aber nicht verstehen kann ich, wenn man dann seine eigenen Unterstützer quasi links liegen lässt.

Ich glaube mittlerweile tatsächlich, dass b. P. ziemlich Spaß an der ganzen Sache hat - wie meinte eine Kommilitonin: Er hat die Fäden in der Hand. Alternativ halte ich eine Studie des sozialpsychologischen Lehrstuhls für möglich. Worst Case: Alles ist echt und der arme Professor Renner hat einen wirklich schlimmen Brief erhalten.

Tja, wie dem auch sei...weiß eigentlich jemand, wann man exmatrikuliert wird, wenn man endgültig eine Prüfung nicht bestanden hat?

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Danke fürs Kompliment, gibt es doch noch Menschen, die sich nicht an meiner Ausdrucksweise stören:)

Ich denke mal, wenns die Notenbescheide schriftlich gibt, dann steht doch alles fest, oder? Oder gibts dann noch eine Widerspruchsfrist? Falls ja, wird er spätestens danach fliegen. Ich gönns ihm:sneaky2: Vor allem, nachdem er selbst diejenigen nieder macht, die ihm nur helfen wollen.

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hab mir das auf moodle jetzt auch mal angeschaut, echt der Hammer.... :drool:

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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
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      Angebote der Uni
       
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      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
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      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
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      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.