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Skype-Prüfung

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Rumpelstilz

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Wie heute früh angekündigt, hatte ich heute eine mündliche Prüfung via Skype.

Natürlich war ich ziemlich aufgeregt. Zwar kann ich problemlos stundenlang in Englisch daherquatschen, aber eine Frage gestellt bekommen, sich etwas Sinnvolles dazu überlegen und sofort eloquent in 'akademischem' Englisch antworten ist nochmal eine andere Liga.

Die Struktur der Prüfung kam mir dann entgegen:

Schon etwas vor 10h rief meine Tutorin per Videotelefon an und fragte, ob ich schon bereit sei und ob ich noch fragen hätte. Wir checkten kurz die Funktionen von Skype und sie erklärte mir die Vorgehensweise und was passieren würde, wenn z.b. die Verbindung nicht stabil ist.

Dann wurden mir einige grundsätzliche Fragen zum Thema Lerntheorien gestellt. Die waren nicht besonders schwierig, da dieses Gebiet wohl vor allem für Naturwissenschaftler neu ist, für uns Pädagogen hingegen wohlbekannt. Dann bekam ich einen Link zu einem kleinen Lernumgebung zum Thema "Kleinlebewesen" für die Grundschule. Dieses sollte ich mir für eine halbe Stunde anschauen und mir Überlegungen zu bestimmten Themen (unterliegende Lerntheorie, mögliche Alternativen und ihre Auswirkungen auf task syntax, task semantics, self assessment etc.) machen. Ich musste auch noch eine Festnetznummer angeben, falls Skype nicht funktionieren würde.

Ich habe mir die - nicht besonders tolle - Lernumgebung angeschaut und Notizen zu den Themen gemacht. Nach einer halben Stunde bekam ich wieder einen Anruf und mir wurden Fragen in Bezug zu dieser Lernumgebung gestellt. Das war insofern nicht so kompliziert, weil ich mich vorbereiten konnte und so vor allem "Schlüsselwörter" bereit hatte.

Am Ende dankte mir die Tutorin und sagte, ich würde "demnächst" im Assessmencenter des StudentHome meine Note und ein kurzes Feedback erhalten.

Das "demnächst" war dann ca. 15min später: Ich habe eine B bekommen :thumbup:. Im Feedback gab es Rückmeldungen für einzelne Bereiche. Mängel habe ich offenbar vor allem darin, mich 'concise' auszudrücken. Stimmt, das ist mir bewusst und ist nur teilweise ein Sprachproblem. Aber mit der Note bin ich mehr als zufrieden. Leider zählt sie nur 10% zur Modulnote, aber der Aufwand war auch nicht besonders gross.

Die Methode, eine mündliche Prüfung per Sykpe durchzuführen, scheint mir aber wirklich gangbar zu sein.


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8 Kommentare


Meines Wissens nach ist "B" eine Zwei? Klasse!

"Concise" musste ich auf Leo nachsehen - das Problem hätte ich auf Deutsch auch ;) Also mein Wissen kurz und präzise zu formulieren ...

Deswegen ist das "B" imho doppelt toll!

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Markus Jung

Geschrieben

Das war gerade richtig spannend, deinen Bericht zu lesen. Glückwunsch, dass es so gut gelaufen ist!

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Ja, das klingt wirklich alles sehr spannend! Bei uns gibt's zwar auch so genannte "skype slots", aber die denen eher der Beratung und Hilfestellung.

Glückwunsch zur B! :thumbup:

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Cool Mündliche Prüfung per Skype... könnt man gerade mal Vorschlagen, wäre vor allem was für Leute mit Prüfungsangst, da man die Gewohnte Umgebung nicht verläßt, könnte sich das Positiv auf die Angst und damit auf das Ergebnis der Prüfung auswirken...

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Markus Jung

Geschrieben

Ich weiß, dass das hier in Deutschland problematisch ist aufgrund der strengen Prüfungsanforderungen. Es könnte ja theoretisch sein, dass der Prüfling hinter der Kamera Unterlagen vorbereitet hat oder dort sogar jemand steht, der zum Beispiel mit Zetteln Tipps gibt etc.

Bei einem Fernstudiengang aus Österreich soll dies durch 360-Grad-Kameras und mit Mikrophonen verhindert werden.

Die FernUni Hagen bietet auch Fern-Prüfungen an, aber nur, wenn der Prüfling unter Aufsicht ist.

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Lernhilfentk

Geschrieben

Concise-Mangel ist doch auch so ein Stück weit Pädagogenkrankheit, nicht wahr:lol: Glückwunsch!

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Rumpelstilz

Geschrieben

Ja, concise-Mangel ist ganz klar eine Pädagogenkrankheit! Man wird aber durch Lehrerausbildungen auch 'dorthin gezüchtet'.

Identifiziert wird durch ein Foto, das bei Kursanmeldung eingesendet wird. Man kann es im Extremfall darauf anlegen, dass jemand anders für einem die Prüfung absolviert. Die Prüfung so aufgebaut, dass nicht Fakten abgefragt werden, sondern interpretiert, erklärt und vorgeschlagen werden muss. Da nutzt Hilfe nur dann etwas, wenn die andere Person eine Fachkraft ist und den Stoff von genau diesem Kurs gelesen hat, da sich Fragen z.T. auf Quellen beziehen.

Meiner Meinung nach kann man solche Prüfungen so gestalten, dass einem weder Notzen noch Helfer etwas bringen. Die Briten sind da aber m.E. wesentlich besser drin als die Deutschen, die oft bloss abfragen.

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