Über mich

Hallo Leute ! puh wie fange ich an ?

Ich bin 27 Jahre alt und habe vor etwas in meinem Leben zu ändern. Wie man dem Blog entnehmen kann bin ich ehemaliger Hauptschüler, ein fürchterliches Stigma in der heutigen Zeit und Gesellschaft. Umso motivierter bin ich, meine Fehler aus der Vergangenheit zu beseitigen.

Mal kurz etwas zu mir:
Ich war damals nicht der fleißigste Schüler, im Gegenteil, ich hatte so viele andere Dinge im Kopf nur eben nicht die Schule. Und so begann es, ich schloss die Schule damals mit dem qualifierzten Hauptschulabschluss ab, darauf hin folgte eine Erstausbildung ( in der Gastronomie). Zu meinem Glück reichten die Noten um die mittlere Reife zu erlangen, für mich damals ein wirklich tolles Gefühl :) ! Leider, wie es eben so ist, wusste ich mit 16 Jahren nicht wohin der Weg mal gehen soll, und so merkte ich schon während der Ausbildung das ich in diesem Beruf nicht arbeiten wollte. Nach der Ausbildung folgte der Zivildienst, ein Wendepunkt in meinem Leben und die wohl intensivste Zeit für mich und meine Persönlichkeitsentwicklung. Doch wohin ? Nach kurzem überlegen war klar ich geh ins Krankenhaus. Medizin ? Mit Menschen arbeiten ? Klingt gut.

 

Ich absolvierte also meinen Zivildienst im Krankenhaus und bekam einen Einblick in das Berufsleben eines Krankenpflegers, mir war klar hier gehörst du hin! Motiviert und mit hohem Engagement konnte ich die Ausbildungsabteilung und die PDL damals überzeugen und erhielt einen Ausbildungsplatz zum Krankenpfleger. Ich war überglücklich und die 3 Jahre Ausbildung waren wirklich mit die schönste Zeit meines bisher jungen Lebens. Ich schloss die Ausbildung mit einer Gesamtnote von 1,3 ab, und lies selbst meine Mitschüler, welche Abitur hatten, weit hinter mir zurück. Die Übernahme in meinem Lehrkrankenhaus war vorhersehbar und ich wurde direkt auf meiner Prüfungsstation übernommen, arbeite nun seit 4 Jahren auf einer chirurgischen ITS.

Jetzt nach 4 Jahren setzt allerdings eine gewisse Ernüchterung ein, und die anfängliche Euphorie beginnt abzuflauen. Ein Grund dafür ist die privatisierung der Krankenhäuser und die folgen in der Krankenpflege. Massive Überstunden, 3 Schichtsystem, Personalunterbesetzung sind die Realität in der Pflege und ich habe vor Etwas zu ändern an meiner Situation.

Fakt ist ich fühle mich im Gesundheitssystem und in der Medizin zuhause, nur eben nicht in der Pflege. Zuviele Baustellen gibt es in diesem Beruf und es werden immer mehr. Und so keimte in mir der Wunsch nach mehr auf, eine Position um aktiv im Gesundheitssystem mitzuwirken und hinter die Kulissen zu blicken. Ein Studium ist dafür unumgänglich. Auch merke ich das mich der Alltag immer mehr in seine Fänge zieht, ich möchte gerne wieder lernen , meinen Horizont erweitern.

Problem, ich habe kein Abitur, nicht mal einen richtigen Realschulsabschluss um damit zu studieren. Mein erster Gedanke war das Abitur nachzuholen, was allerdings meine Pläne um 3 Jahre verschieben würde..
Ich hörte davon das man auch ohne Abitur studieren kann und es jährlich immer mehr Studenten gibt die dies machen. Ich ging in mich und dachte darüber nach was ich studieren möchte und wie ich dieses Ziel erreichen könnte. Ich entschied mich für eine Weiterbildung. Mit einer einschlägigen Weiterbildung im Gesundheitswesen, mit einem Mindestumfang von 400 Stunden, besitzt man die formale Voraussetzung um an fast jeder Hochschule in Deutschland zu studieren.

 

Da für meine derzeitige Situation ein Vollzeitstudium/Präsenzstudium nicht in Frage kommt ( allein aus finanziellen Gründen), habe ich mich mit dem Thema Fernstudium intensiv auseinander gesetzt. Und lese jetzt schon seit gut einem halben Jahr hier im Forum/Blog still und heimlich mit ^^ Viele Personen hier haben mich dazu motiviert und inspiriert meinen Weg nun zu gehen , danke dafür !

Was möchte ich gerne studieren ?

 

Pflegemanagement oder Gesundheits u. Sozialmanagement.

Von allen Hochschulen gefällt mir die HFH am meisten, Gründe dafür sind:
1.) die richtigen Studiengänge + ansprechendes Curriculum
2.) ein Studienzentrum der HFH liegt direkt in meinem Wohnort, Anfahrt von Zuhause zum SZ 15 minuten ^^ Perfekt !
3.) Zulassungvoraussetzung erfolgt über das Abitur oder eine Weiterbildung
4.) Guter Preis

 

Warum der Umweg über eine Weiterbildung ?

Meine Freundin ist selbst derzeit Studentin (Vollzeit) und befindet sich im 5. Semster, aus finanzieller Hinsicht ist daher ein Parallelstudium nicht so angebracht. Also werde ich die Zeit bis sie fertig ist überbrücken.

Welche Weiterbildung plane ich ?

Ich werde ab Mai eine Weiterbildung zur "Fachkraft zur Leitung im Gesundheits, Pflege und Sozialwesen" absolvieren, diese hat einen Workload von knapp 1000h und streckt sich auf 18 Monate ( 3 Semester).

 

2 Vorteile der Weiterbildung:
1.) Es ist eine zertifizierte Fernweiterbildung , das bedeutet ich habe die Möglichkeit erste Erfahrungen im Fernunterricht zu sammeln. Mit allem was dazu gehört, Onlinecampus, Lehrbriefen, Präsenztagen und Betreuern. Die Weiterbildung schließt mit einer Facharbeit (wissenschaftliches Thema) ab und hat einen Umfang von 40-60 Seiten , somit betrachte ich die Weiterbildung also als kleines "Vorstudium" :)

2.) die Inhalte der Weiterbildung sind eine perfekte Vorbereitung auf meine Wunschstudiengänge ! BWL, Personalführung usw.
Das bedeutet ich könnte mit Vorkenntnissen in das Studium starten und hätte einen relativ sanften Einstieg. Mir ist allerdings bewusst das der Schwierigkeitsgrad einer Weiterbildung nicht mit einem Studium vergleichbar ist !

So das war jetzt echt ne Menge Text, puh. Tat richtig gut das mal von der Seele zu schreiben.

Abschließend noch:
Ich habe vor meinen Weg in diesem Block zu dokumentieren, also vom Beginn der Weiterbildung bis Ende und hoffentlich noch mit meinem Wunsch vom Studium :)

Vielen Dank fürs lesen !

Grüße Robwood :P


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13 Kommentare


Das klingt nach einem sehr guten Plan! Herzlich Willkommen und viel Erfolg :)

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vor 51 Minuten, Julia sagte:

Das klingt nach einem sehr guten Plan! Herzlich Willkommen und viel Erfolg :)

Vielen Dank erstmal!  :) Ob der Plan gut ist wird sich noch herausstellen. Aber ich bin sehr zuversichtlich und motiviert :)

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Ich drücke dir die Daumen, dass alles so klappt, wie du dir das vorstellst. ;)

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Es ist nie zu spät, um nochmal durchzustarten 

:thumbup:

 

Wo machst du deine Weiterbildung und wie ist das Ganze aufgebaut? Was kostet das? Bekommst du die Unterstützung durch den Arbeitgeber?

 

Beste Grüße 

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@Stefanie: leider bekomme ich vom AG keine Unterstützung und muss die gesamte Weiterbildung selbst bezahlen. Kostenpunkt: 3600 € allerdings habe ich bereits Meisterbafög beantragt und bin guter Dinge *Daumen drückt*

 

Meine WB absolviere ich bei der Höher Management GmbH - Akademie für Pflegeberufe. Das ganze ist modular aufgebaut, jedes Modul schließt mit einer Note ab und bildet die Vornote für die theoretische "Prüfung". Die WB schließt nicht mit einer klassischen Prüfung ab sonder mit einer Facharbeit, wobei der schriftliche Teil die theoretische Endnote ergibt und das Kolloquium die praktische Note. Zum Schluss gibt es ein Zertifikat und ein Zeugnis ( staatlich anerkannt und zertifiziert durch die ZFU). :thumbup:

 

Lg Robwood

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank, dass du uns deinen Weg und deine Ziele geschildert hast. Ich bin gespannt zu verfolgen, wie es bei dir weitergeht.

 

Einen Punkt verstehe ich nicht ganz:

Zitat

Meine Freundin ist selbst derzeit Studentin (Vollzeit) und befindet sich im 5. Semster, aus finanzieller Hinsicht ist daher ein Parallelstudium nicht so angebracht. Also werde ich die Zeit bis sie fertig ist überbrücken.

 

 

Ist deine jetzt geplante Weiterbildung wirklich (auch finanziell) so viel weniger aufwändig? - Hast du dich mal erkundigt, ob die du dort erbrachten Leistungen zumindest teilweise auch auf dein späteres Studium anrechnen lassen kannst? Denn sonst kommt dieser Aufwand ja quasi noch obendrauf.

 

Ich bin auch schon gespannt was, du von der Höher Akademie so berichten wirst. Davon gehört habe ich schon, bisher ist dazu hier im Forum aber kaum was zu finden.

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Gute Entscheidung. Dein Ausbildungsweg ist dann fast der gleiche wie meiner (schau in meinen 2. Blogartikel :-))

Hast du dir schon mal Gesundheitsmanagement bei der Diploma angeschaut?

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WillWasWerden

Geschrieben

Ich bin 27 Jahre alt und habe vor etwas in meinem Leben zu ändern.

Ich empfehle http://www.amazon.de/gp/product/3426657066/ref=s9_simh_gw_g14_i3_r?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=desktop-6&pf_rd_r=1BHVXX036HF620NS6F2K&pf_rd_t=36701&pf_rd_p=862821027&pf_rd_i=desktop

 

Nichts überstürzen !

 

Wie man dem Blog entnehmen kann bin ich ehemaliger Hauptschüler, ein fürchterliches Stigma in der heutigen Zeit und Gesellschaft.

 

Wie bitte ??? Die Hauptschule ist einfach eine Schulform neben der Förderschule, der Realschule und dem Gymnasium. Weder besser noch schlechter als die anderen, sondern einfach auf einen bestimmten Schülertypen "ausgelegt".

 

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Finde ich auch.

 

Leider zeigt die reale Welt halt ein anderes Bild.

 

Und das setzt sich immer so weiter fort... "Bachelor" als "akademischer Hauptschulabschluss".

 

FH-Abgänger als "Halbakademiker" 

Professoren von der FH sind für Uni-Profs keine echten Profs usw. usw.

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psychodelix

Geschrieben

Hallo Robwood,

 

deine Pläne hören sich für dein Alter erstmal gut an. :)

Ich bin selbst im Gesundheitswesen tätig und mag Medizin, bin aber inzwischen ernüchtert und habe keine Lust mehr darauf.

 

Wenn du später noch  Gesundheits u. Sozialmanagement oder etwas ähnliches studierst, solltest du darauf achten, es "breiter" anzulegen, falls du in 10 Jahren dem Gesundheitswesen den Rücken kehren möchtest - nur als Tipp am Rande.

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Das klingt alles ganz durchdacht und ich drücke dir die Daumen.

 

Gibt es eigentlich einen Grund, warum Du nicht die Fachweiterbildung in deinem Arbeitsbereich machst? In deinem Fall wäre die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege doch auch sehr interessant und würde doch bestimmt auch die Zungangsvorraussetzungen für das Studium erfüllen.

Aus meinem Bekanntenkreis weis ich auch, dass die Krankenhäuser sehr häufig die Weiterbildung fördern und diese Leute händeringend suchen. Auch der Sprung aus der Pflege z.B. in die Medizingerätebranche oder Pharmaindustrie (z.B. CRA) ist damit durchaus möglich. Ich glaube, dass die Krankenpflege einige Möglichkeiten bietet, die es früher vielleicht nicht gab.

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Pinguinchen

Geschrieben

Am 28.3.2016 at 15:31 , StefanMA sagte:

Gibt es eigentlich einen Grund, warum Du nicht die Fachweiterbildung in deinem Arbeitsbereich machst? In deinem Fall wäre die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege doch auch sehr interessant und würde doch bestimmt auch die Zungangsvorraussetzungen für das Studium erfüllen.

Hallo,

arbeitet Robwood überhaupt auf einer Intensivstation bzw. in der Anästhesie? Zwischen dem Stationsleiterkurs und der FWB An+Int liegen inhaltlich Welten. Falls Robwood in diesem Bereich arbeiten sollte, gehe ich ganz stark davon aus, dass er sich mit der FWB bereits auseinandergesetzt hat...ja, das bekommt man dort von Anfang an mit, dass die FWB An+Int sehr gerne gesehen wird - da setzt sich zwangsläufig jeder mit auseinander, der dort arbeitet. Diese FWB ohne Kenntnis in diesen Bereichen zu beginnen ist jedoch absolut nicht empfehlenswert. Das wollte ich nur mal so nebenbei erähnen.

Was ich aber auch noch schreiben wollte:

Ich kann schon nachvollziehen, dass "Hauptschulabschluss" ein persönliches Stigma bedeuten kann - ABER: welcher 16-jährige kennt denn schon seinen Weg? Den kannte ich damals in dem Alter auch nicht...und auch heute bin ich mir auch nicht immer wirklich sicher, ob das, was ich tue, wirklich richtig bzw. sinnvoll ist. Geh nicht zu hart mit Dir ins Gericht. Du warst jung - und das ist okay. Du hast die tolle Gabe, dass Du Dich weiterentwickeln möchtest und vor allem auch KANNST und tust. Das finde ich klasse!

 

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Leider gab es, ich nennen es mal,"Rationierungsmaßnahmen" was bedeutet Personal wurde umverteilt bzw. entfernt ( gekündigt). Ich konnte innerhalb der Klinik bleiben wurde allerdings in dem OP-Saal versetzt. Was im nachhinein einen großen Vorteil für mich hat, sehr gute Arbeitszeiten , perfekt für die Weiterbildung. Allerdings nicht in der Anästhesie was ja Aufgrund der ITS-Erfahrung naheliegend wäre. Nein ich bin jetzt OP-Pfleger und fange bei Null an 🙁 Von daher kommt eine Weiterbildung in der Anästhesie bzw. Intensivpflege erstmal nicht mehr infrage, aber ja ich hatte mich damit schon auseinander gesetzt !

 

Problem war einfach ich habe keine Klinik in der nähe gehabt, wo man sich neu bewerben hätte können. Außerdem musste ich mich aus finanziellen Gründen dafür entscheiden, da ich Alleinverdiener bin und meine Freundin Vollzeit studiert.

 

Jetzt heißt es erstmal erneut durchbeißen und mein Ziel nicht aus den Augen verlieren 💪

 

Und danke für soviel Mut und Zuspruch ! Ja ich weiß mit dem Hauptschulabschluss ist so ne Sache, aber es geht mir eher ums Prinzip. Ich will mir vorallem mir selbst etwas beweisen und auch anderen Mut machen das alles in Deutschland möglich ist wenn man es will 😎 !

 

Schönen Sonntag euch allen noch 😀

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.