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Erste Arbeitswoche: 1 mal begrapscht und zwei mal zur Schnecke gemacht worden

csab8362

437 Aufrufe

Ja, ich habe eine Stelle gefunden. Sie ist befristet und läuft über August und September. Irgendwie komisch, finde es für mich eher beruhigend, dass sie nicht fix ist, so habe ich nicht den Druck, dass ich super sein muss damit ich übernommen werde, oder die Angst gekündigt zu werden. 

Nun hatte ich meine erste Arbeitswoche und zwei Personen (Kunden) haben mich total runtergemacht. Einer davon sprach kein Wort Deutsch, wollte nicht zahlen und machte mich fertig, weil ich nicht seine Sprache spreche und als Frau habe ich ihm schon gar nichts zu sagen. (Das Problem war, dass ich seine Sprache sehr gut verstand nur eben nicht gut in dieser Sprache sprechen kann, jetzt habe ich die ganzen Beschimpfungen natürlich voll mitbekommen.) 

Der andere häuselte aus, nachdem ich eine für ihn unpassende Gegenfrage stellte, damit man nach einem 10 minütigen Monolog  endlich zum Punkt kommt.

Aber das schlimmste war, dass ich (meiner Meinung nach) sexuell belästigt worden bin. Und zwar hat mir jemand (auch ein Kunde) auf Po und Busen gegrapscht und ich weiß nicht wie ich mich deswegen verhalten sollte. Es ist mir so unangenehm, irgendwie war ich überrumpelt. Vielleicht hat es derjenige ja nicht so gemeint. Angeblich macht der das öfter, aber es traut sich keiner etwas sagen, weil er sehr bekannt ist. 

Ansonsten habe ich ganz tolle Kollegen und viele, sehr viele liebe und nette Kunden. Vielleicht ist es ja nur das heiße Wetter, welches die Leute so aggressiv macht.

Aber jetzt zu meinem Studium:

Ich habe noch immer vor 1b und 1d noch dieses Semester abzuschließen. Für die Prüfung bin ich angemeldet, obwohl ich neben der Arbeit nicht sonderlich viel zum Lernen komme.

Rückgemeldet für das nächste Semester habe ich mich auch schon, aber weil ich nicht genau wußte wie ich die Kurse weiterbelege (das Psychologiemodul wird mehr oder weniger durch ein Medienmodul ersetzt) hatte ich noch keine Kurse belegt. Daraufhin habe ich einen Brief von Hagen bekommen, dass ich noch keine Kurse belegt habe und die Erinnerung dass ich das machen sollte. Jetzt hab ich mal 1d als Wiederholer gesetzt das Psychologiemodul als neu und wenn ich 1b nicht schaffe belege ich es nach, denn die ändern das Modul und falls ich es doch schaffe möchte ich nicht nocheinmal den Modulbeitrag bezahlen.

Ja es ist alles im Wandel, nichts bleibt Ewig, das Leben ist Veränderung, man sollte halt schauen, dass man die Chancen zur richtigen Zeit nutzt.

Wünsche euch allen einen feinen Sommer und ein gutes Vorankommen beim Studium.



12 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hast du denn mit deinem/r Vorgesetzten gesprochen? In dem Moment muss man schlagfertig sein und auch dem Kunden eine klare Ansage machen.

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Nein, ich habe (noch) nicht mit meinem Vorgesetzten gesprochen. Weil ich mich deswegen sogar ein wenig schäme. 

Und ich bin absolut nicht schlagfähig, ich wünschte ich wäre es :61_sob:.

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Jetzt mal im Ernst, dass geht so überhaupt nicht. Du darfst da in keinem Fall Luft ranlassen. Geh zu Deinem Chef, besprich es mit ihr oder ihm sachlich unter vier Augen. Frag nach, wie Du zukünftig damit umgehen sollst, weil Du mit einer möglicherweise "falschen" Reaktion dem Unternehmen nicht Schaden möchtest. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, diesen Vorfall nochmal über die Videoanlage anzuschauen (sofern vorhanden), damit der Chef versteht um was und wen es geht.

 

Mach die Situation aber nicht kleiner als sie ist. Eine Frau sollte sich weder das eine noch das andere gefallen lassen. Beide Situationen solltest Du ansprechen. Der Monolog ist ja nicht schlimm, eher lustig.

 

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Forensiker

Geschrieben (bearbeitet)

Zum Busen- und Pograbscher:

Das ist m. E. ein Eingriff in deine sexuelle Selbstbestimmung und mindestens sexuelle Beleidigung. Kunde hin oder her.

Zum Schutz zukünftiger Opfer solltest Du das zur Anzeige bringen. Du kannst ja den Chef informieren. Aber das ist deine persönliche Angelegenheit, er hat dir in dieser Angelegenheit nichts vorzuschreiben. Du bist nicht Sklave der Firma und musst Dir von Kunden so etwas nicht gefallen lassen.

 

 

 

Bearbeitet von Forensiker

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Leider ist mir das auch schon passiert. Ein Kollege wollte mir den verspannten Nacken massieren und wanderte mit den Händen immer tiefer. Es war so unangenehm. Man verfällt regelrecht in eine Schockstarre. Habe es 2 vertrauten Kollegen erzählt und es dann auf sich beruhen lassen. Ein paar Monate später hatte ich eine andere Arbeit.

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Diese Situation bloß nicht ruhen lassen, schon zum Schutz zukünftiger Mitarbeiter. Deine Stelle ist eh befristet, also dann erst Recht Courage zeigen!

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Meine Vorgesetzten verhalten sich total super, als ich die Probleme mit den schwierigen Kunden hatte, übernahmen sie sofort und ließen mich nicht anrennen und danach bauten sie mich wieder auf.

Nur eben beim grapschen hab ich mich nicht getraut das anzusprechen. Nicht dass ich vielleicht überreagiere. Ich mag es überhaupt nicht, wenn mich Leute die ich nicht kenne berühren. Außerdem bin ich die Neue und möchte nicht gleich in der ersten Woche als Querulantin abgestempelt werden.

Bin gerade beim Überlegen wie ich das nächste mal reagieren sollte, denn beim ersten mal war ich überrumpelt, aber jetzt weiß ich Bescheid. Ich hoffe ich habe den Mut um zu sagen: Bis hierher, aber nicht weiter.

 

 

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vor 12 Minuten, csab8362 schrieb:

Bin gerade beim Überlegen wie ich das nächste mal reagieren sollte,

 

Nicht verkehrt, aber auch einfacher gesagt als getan, wäre ein lautes und gut zu vernehmendes: "STOP, ich möchte nicht, dass Sie mich...", o.ä.

 

Das Problem ist, wenn nicht reagiert wird, dass die handelnden Personen daraus einen Freibrief für sich und ihr Handeln ableiten und sich dieses dann in anderen Situationen und bei anderen Personen fortsetzt. 

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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

vor einer Stunde, csab8362 schrieb:

Meine Vorgesetzten verhalten sich total super, als ich die Probleme mit den schwierigen Kunden hatte, übernahmen sie sofort und ließen mich nicht anrennen und danach bauten sie mich wieder auf.

Nur eben beim grapschen hab ich mich nicht getraut das anzusprechen. Nicht dass ich vielleicht überreagiere. Ich mag es überhaupt nicht, wenn mich Leute die ich nicht kenne berühren. Außerdem bin ich die Neue und möchte nicht gleich in der ersten Woche als Querulantin abgestempelt werden.

Bin gerade beim Überlegen wie ich das nächste mal reagieren sollte, denn beim ersten mal war ich überrumpelt, aber jetzt weiß ich Bescheid. Ich hoffe ich habe den Mut um zu sagen: Bis hierher, aber nicht weiter.

 

 

 

Ich wüsste nicht, wieso jemand ein Querulant sein soll, der sich nicht an Brust und/oder Po anfassen lässt.. . Die Firma sollte dann mal Ihr Weltbild prüfen, sollte dahingehend so eine Reaktion erfolgen. Es sei denn natürlich, das Unternehmen ist in der "entsprechenden" Dienstleistungsbranche tätig.

 

Schon um das eigene Selbstwertgefühl oben zu halten, würde ich bei solche Unternehmen gar nicht arbeiten wollen. Dann lieber Hartz 4 (mal sehr deutlich ausgedrückt).

Bearbeitet von Muddlehead

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vor 15 Stunden, Muddlehead schrieb:

 

Schon um das eigene Selbstwertgefühl oben zu halten, würde ich bei solche Unternehmen gar nicht arbeiten wollen. Dann lieber Hartz 4 (mal sehr deutlich ausgedrückt).

 

Für einen nicht direkt beteiligten (Mann?) ist das natürlich immer leicht gesagt. 

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vor 22 Stunden, csab8362 schrieb:

Bin gerade beim Überlegen wie ich das nächste mal reagieren sollte, denn beim ersten mal war ich überrumpelt, aber jetzt weiß ich Bescheid. Ich hoffe ich habe den Mut um zu sagen: Bis hierher, aber nicht weiter.

 

Als ich das gelesen habe, kam mir spontan in den Sinn, dass ich ihm mal zaghaft zwischen die Beine fassen würde - oder auch etwas grober.

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Vica

Geschrieben (bearbeitet)

Es ist echt furchtbar, aber mir ist das auf eine meiner Nebenjobstellen vor Jahren auch passiert. Es handelte sich dabei um ein bekanntes Burgerbrat-Unternehmen. Der arbeitete auch schon 35 da und gehörte zu denen, die im gesamten Stab super beliebt waren. Anfangs wollte er immer meine Hand schütteln, angeblich zur Begrüßung. Erst morgens, dann plötzlich abends. Irgendwann waren es plötzlich Umarmungen (feste!) und Luftküsschen und Wange-an-Wange links und rechts. Ich stand da wie gelähmt, wenn das passierte. Mich würgt's selbst jetzt noch, wenn ich dran denke. 
Es war trotz allem subtil - man konnte es nie eindeutig negativ identifizieren. Und genau darauf spekulieren diese Typen! Sie riechen auch sehr genau, wer sich wehrt und wer nicht. 
War damals auch nicht schlagfertig und habe mich nicht getraut, darüber zu reden. Der erste Hilfe Trick war: 
- Erstens habe ich den gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Wenn er mir die Hand hinhielt, bin ich dran vorbeigegangen und habe nur kühl gegrüßt, nicht mal Blickkontakt hergestellt. 
- Nicht zu nett sein, nicht mehr Lächeln
- Wenn der in der Nähe war, habe ich megalaut angefangen, zu reden, so dass alle guckten und er nie "allein" war (und ich auch nicht)
- Sich möglichst immer bei anderen aufhalten
- Aufpassen, immer viel körperlichen Abstand herzustellen 

Danach habe ich übrigens Kickboxen und Krafttraining angefangen und dadurch einiges an Selbstbewusstsein gewonnen (nun schon seit 10 Jahren). Heute würde ich sofort in die Offensive gehen und auch mit dem Chef sprechen. Notfalls kann man ja auch sagen: Ich bin mir da nicht sicher - aber es gibt diese Situationen und ich fühle mich damit nicht sicher. 
Also traue dich auf jeden Fall :) 

Erstaunlicherweise tritt dieses Phänomen in meinem Freundeskreis sehr oft auf. Habe einige Freundinnen, die von Begrapsch-Erlebnissen berichteten :55_frowning:

Bearbeitet von Vica

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