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Selbststudium Heilpraktiker

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Irgendwann muss man den ersten Schritt machen...


Azurit

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Schon seit Jahren denke ich darüber nach, die Ausbildung zum Heilpraktiker zu machen. Im Endeffekt habe ich dann doch nie damit angefangen - keine Zeit, kein Geld, macht das überhaupt Sinn?

In spätestens drei Wochen ist die Sanierung meiner Wohnung endlich abgeschlossen - das heißt, es wird endlich wieder Zeit frei. Und die möchte ich natürlich nutzen.

Ich habe mich vorerst bewusst dazu entschieden, mich nicht in einen Fernlehrgang einzuschreiben. Das hat zwei Gründe. Erstens möchte ich die Zeit, die jetzt freigeworden ist, nicht komplett mit neuem Zeitdruck ausfüllen. Fristen, festgelegte Seminartermine und Ähnliches will ich vermeiden. Zweitens sind die Fernlehrgänge extrem teuer und die Durchfallquote in der staatlichen Prüfung trotzdem hoch.

Grundlage ist die Heilpraktiker-Akademie von Rudolf Schweitzer, die ich mir nun gebraucht gekauft habe. Auch die Entscheidung für dieses Lehrwerk habe ich bewusst getroffen. Die Standardwerke sind ja Naturheilpraxis heute von Elvira Bierbach und Lehrbuch für Heilpraktiker von Isolde Richter. Beide Bücher sind schon relativ teuer, dazu kommt, dass selbst die alten Auflagen gebraucht weiterhin teuer sind. Die alten Auflagen sind laut Internet zum Teil auch fehlerbehaftet und vor allem auch nicht aktuell, was den juristischen Teil angeht. Meiner Meinung nach noch ein Manko: Beide Autoren sind Heilpraktiker, die Prüfung wird jedoch von einem Arzt abgenommen. Zudem komme ich mit der ausschweifenden Schreibweise vieler weiblicher Autoren nicht zurecht. Rudolf Schweitzer ist ein Mann und Arzt, dementsprechend hat mir sein Werk besonders zugesagt. Außerdem ist es sehr viel ausführlicher als die anderen beiden Bücher, da es aus 14 Bänden besteht. Und noch ein Grund: Wer schleppt gerne einen riesigen Wälzer mit sich herum? Ich jedenfalls nicht, da bevorzuge ich schon die Art und Weise mit mehreren Büchern. Und sollte der juristische Teil nicht mehr aktuell sein, wenn ich meine Prüfung machen möchte, kann ich den juristischen Teil neu für 30 Euro nachkaufen.

In diesem Blog möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Heilpraktiker-Selbststudium mitteilen - und natürlich auch die, die ich mache, falls ich mich doch noch für einen Anbieter entscheide. Wie immer freue ich mich über eure Kommentare :)

Demnächst geht es los, die Bücher sollten diese Woche noch verschickt werden.

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28 Kommentare


Empfohlene Kommentare



psychodelix

Geschrieben

Was möchtest du nach der Prüfung machen? Meinst du, du kannst davon leben?

 

Ich behandel Mensch und Tier schon seit über 20 Jahren alternativmedizinisch und hatte auch mal über den HP nachgedacht - aber leben könnte ich davon hier auf dem platten Land sicher nicht. :sad:

 

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polli_on_the_go

Geschrieben

Hattest du nicht die Sprachen abgebrochen, weil alles zu viel wurde? So lange du noch überall hinterherkommst aber im Moment macht mein Kopf (der ist kreativ) einen geowissenschtlichen Patentanwalt spezialisiert auf Heilpraktiker mit agrarwissenschaftlich-betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt.

 

Bitte verzeihe es mir, der Kopf hatte gerade einen kreativen Kurzschluss.

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Ich bin HP für Psychotherapie und kann dir sagen, dass ich sowas nicht komplett alleine lernen würde. Auch wenn das, was bei der Überprüfung abgefragt wird, mit Arztwissen nicht wirklich  zu vergleichen ist, geht es teilweise doch schon sehr in die Tiefe und da ist es dann wichtig, jemanden zu haben, der Ahnung von der Materie hat. 

Vom HP-Beruf zu leben empfinde ich als sehr schwierig und das hat mehrere Gründe. 1. Zahlen die meisten Krankenkassen für gesetzlich Versicherte rein gar nichts bzw. erstatten meistens auch nichts, 2. gibt es gerade unter den "VollHPs" sehr viele Scharlatane, die meinen, schwerste Krankheiten mit hochdosierten Vitaminen, Klangschalentherapie, Aromatherapie, Homöopathie oder Erzengelenergien heilen zu können, weshalb viele Menschen unter HP so etwas wie esoterische Hokuspokusmedizinmänner verstehen, 3. obwohl immer mehr Menschen nach Alternativen zur Schulmedizin suchen, reicht er Zulauf nicht aus, um davon leben zu können, weil die Masse halt ausschließlich der Schulmedizin vertrauen- Auf der anderen Seite sollten diejenigen Personen, die gerne HP werden möchten, zusehen, dass sie den Stoff lernen und zur Prüfung gehen, denn es mehrt sich unter Medizinern, Pharmazeuten, Naturwissenschaftlern und Gesundheitswissenschaftlern die Meinung, dass der Beruf komplett abgeschafft werden sollte oder aber ein medizinischer Fachberuf als Voraussetzung für die HP-Prüfung eingeführt wird. Jüngst forderten Fachleute zudem auch, dass wenn man den HP-Beruf beibehält, man eine Art Heilpraktikerkammer als Aufsichtsbehörde einrichtet und Heilpraktiker eine Fachfortbildung, ähnlich wie bei Fachärzten, absolvieren sollen. Noch haben diese Forderungen keine Lobby, aber solange es die ganzen Esoteriker unter den Heilpraktikern gibt, deren Wirken für Patienten gefährlich bis lebensbedrohlich werden kann, wird diese Lobby irgendwann entstehen und wahrscheinlich wird das auch nicht mehr lange dauern. Und ich muss ehrlich sagen, dass es überfällig ist, dass die Politik eingreift und Behandlungs- und Diagnosemethoden verbietet, die aus dem Bereich der Esoterik bzw. esoterischer Medizin stammen. Dazu gehört auch Homöopathie.

Ich finde es interessant, dass ein Psychotherapeut wenigstens 10 Jahre Ausbildung hinter sich haben muss und ein Facharzt 10,25 bis 11,25 Jahre, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden und man als Heilpraktiker, wenn auch mit einigen Einschränkungen, die gesamte Heilkunde ausüben kann, nachdem man seine Überprüfung bestanden hat, wobei die Ausbildung nicht geregelt ist und jede Schule sein eigenes Süppchen kochen oder man sich auch alleine auf die Prüfung vorbereiten kann.

Aber wie viele Fernstudien und -kurse machst du eigentlich?

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KanzlerCoaching

Geschrieben

"Ich finde es interessant, dass ein Psychotherapeut wenigstens 10 Jahre Ausbildung hinter sich haben muss und ein Facharzt 10,25 bis 11,25 Jahre, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden und man als Heilpraktiker, wenn auch mit einigen Einschränkungen, die gesamte Heilkunde ausüben kann, nachdem man seine Überprüfung bestanden hat, wobei die Ausbildung nicht geregelt ist und jede Schule sein eigenes Süppchen kochen oder man sich auch alleine auf die Prüfung vorbereiten kann."

 

"Interessant" ist ein nettes Wort dafür, dass ein allein durch Bücher "ausgebildeter" Heilpraktiker das kann. 

 

Fragt sich also, warum jemand - warum Sie, Azurit - so eine "Ausbildung" machen will. Mögen Sie ein bisschen etwas zu Ihren Beweggründen schreiben?

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ClarissaD

Geschrieben

Ich sehe diesen Plan auch eher kritisch. Sowohl den Beruf Heilpraktiker als auch die Sinnhaftigkeit dieser Prüfung speziell für dich. Du hast doch wirklich schon viele andere Baustellen. Mich würde auch interessieren, was dich dazu bewogen hat und was du dir davon erhoffst.

 

vor 11 Stunden, DonGeilo schrieb:

 2. gibt es gerade unter den "VollHPs" sehr viele Scharlatane, die meinen, schwerste Krankheiten mit hochdosierten Vitaminen, Klangschalentherapie, Aromatherapie, Homöopathie oder Erzengelenergien heilen zu können, weshalb viele Menschen unter HP so etwas wie esoterische Hokuspokusmedizinmänner verstehen

 

vor 11 Stunden, DonGeilo schrieb:

Noch haben diese Forderungen keine Lobby, aber solange es die ganzen Esoteriker unter den Heilpraktikern gibt, deren Wirken für Patienten gefährlich bis lebensbedrohlich werden kann, wird diese Lobby irgendwann entstehen und wahrscheinlich wird das auch nicht mehr lange dauern. Und ich muss ehrlich sagen, dass es überfällig ist, dass die Politik eingreift und Behandlungs- und Diagnosemethoden verbietet, die aus dem Bereich der Esoterik bzw. esoterischer Medizin stammen. Dazu gehört auch Homöopathie.

 

Also ehrlich : Warum gehen Menschen denn zu einem Heilpraktiker? Doch gerade, weil sie dieses esoterische Hokus-Pokus-Zeug wollen. Welchen anderen Grund sollte es denn geben, einen Heilpraktiker, den ich auch noch selbst bezahlen muss, einem sehr viel besser ausgebildeten Arzt vorzuziehen? Was, außer Hokus-Pokus, können Heilpraktiker denn, was Ärzte nicht können? Meine Prognose ist, dass der Beruf des Heilpraktikers sehr schnell aussterben würde, wenn nicht-wirksame Behandlungsmethoden (=Esoterik) verboten wären.

 

vor 11 Stunden, DonGeilo schrieb:

Ich finde es interessant, dass ein Psychotherapeut wenigstens 10 Jahre Ausbildung hinter sich haben muss und ein Facharzt 10,25 bis 11,25 Jahre, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden und man als Heilpraktiker, wenn auch mit einigen Einschränkungen, die gesamte Heilkunde ausüben kann, nachdem man seine Überprüfung bestanden hat, wobei die Ausbildung nicht geregelt ist und jede Schule sein eigenes Süppchen kochen oder man sich auch alleine auf die Prüfung vorbereiten kann.

 

Da du ja selbst HP bist, würde mich interessieren, worin aus deiner Sicht denn der Mehrwert dieses Berufs liegt und wie er deiner Meinung nach reguliert sein sollte.

Sorry, falls das hier zu off-topic wird, können wir auch gerne nen eigenen Strang dafür aufmachen.

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vor 2 Stunden, ClarissaD schrieb:

Also ehrlich : Warum gehen Menschen denn zu einem Heilpraktiker? Doch gerade, weil sie dieses esoterische Hokus-Pokus-Zeug wollen. Welchen anderen Grund sollte es denn geben, einen Heilpraktiker, den ich auch noch selbst bezahlen muss, einem sehr viel besser ausgebildeten Arzt vorzuziehen? Was, außer Hokus-Pokus, können Heilpraktiker denn, was Ärzte nicht können? Meine Prognose ist, dass der Beruf des Heilpraktikers sehr schnell aussterben würde, wenn nicht-wirksame Behandlungsmethoden (=Esoterik) verboten wären.

Das ist aber nicht die Mehrheit. Die Mehrheit, die zu einem Heilpraktiker geht, vertritt die Meinung, dass gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen ist oder sieht in der Pharmaindustrie einen geldgierigen Sektor, der aufgrund von wirtschaftlichen Interessen einfache und effektive Behandlungsmethoden und Medikamente unterdrückt, weil damit kein Geld zu verdienen ist. In Teilen stimmt das ja auch. Viele verwechseln die Methoden eines Heilpraktikers auch mit wissenschaftlich begründeten Therapien, was sie meistens nicht sind. Diejenigen Heilpraktiker, die man aber in die Eso-Ecke stellen könnte, sind meistens auch die, die am hartnäckigsten Werben und als absolute Vollprofis rüberkommen. Ich muss gestehen, dass meine Familie auch gerne zu Heilpraktikern geht, ich auch. Aber wir beschränken uns tatsächlich auf die Kräuterheilkunde, also ein Tee gegen Erkältung, ein Aderlass bei Bluthochdruck neben der medikamentösen Therapie oder so, und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Einwände gibt es aber dann, wenn man die Angst und Hoffnungslosigkeit teils todkranker Menschen ausnutzt und ihnen die Hoffnung macht, Krebs, HIV, MS, ALS oder so, mit irgendwelchen Vitaminen heilen zu können. Heilversprechen sind vor allem in der Naturheilpraxis ein absolutes No-Go, aber es hält sich nicht jeder dran.

Der Grund für einen Heilpraktikerbesuch anstatt eines Arztbesuchs liegt meistens darin begründet, dass viele Menschen einen ganzheitlichen Ansatz in der Medizin vermissen. Als Beispiel: Wenn du andauernd Magenschmerzen hast, kann es sein, dass dich der Heilpraktiker am großen Zeh behandelt, der Schulmediziner hingegen die Ursache direkt am oder im Magen sucht. Viele Menschen, die einen Heilpraktiker aufsuchen, haben zudem Probleme, die die Schulmedizin nicht in den Griff bekommen hat. Dazu ann ich dir auch ein persönliches Beispiel nennen: Ich hatte vier Jahre lang heftigen Tinnitus. Alle möglichen Fachärzte untersuchten mich mit teils aufwändiger Diagnostik und haben nichts gefunden. Mein Heilpraktiker korrigierte meine Atlaswirbel und gab mir eine Misteltinktur (3 x 15 Tropfen täglich) mit. Seit zwei Jahren habe ich keine Ohrgeräusche mehr. Nicht alles, was ein Heilpraktiker macht, hat keinen Nutzen, aber leider färbt das, was die Hokuspokusmedizinmänner so treiben, färbt auf den gesamten Berufsstand ab. Leider!

 

Zitat

Da du ja selbst HP bist, würde mich interessieren, worin aus deiner Sicht denn der Mehrwert dieses Berufs liegt und wie er deiner Meinung nach reguliert sein sollte.

Ich habe die den Kurs gemacht, weil ich Altenpfleger bin, auf der geschlossenen gerontopsychiatrischen und teilweise auch auf der allgemeinpsychiatrischen Station gearbeitet habe, der Meinung bin, dass psychiatrische Krankheitsbilder in der Ausbildung nicht ausreichend behandelt werden und ich dadurch dieses Defizit ausgleichen wollte. Und um etwas in der Hand zu haben, habe ich die Prüfung gemacht.

Ich finde den Vorschlag mit einer Art Heilpraktikerkammer als Aufsichtsbehörde nicht schlecht, aber ob man die nun dem Gesundheitsamt oder der Ärztekammer angliedert oder was ganz eigenständiges daraus macht, ist mir persönlich egal. Weiterhin sollte man die Behandlungsverbote etwas erweitern. Genauso auch sollte es Therapieverbote geben. Gegen Kräuterheilkunde bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden usw. ist nicht viel einzuwenden, gegen Klangschalentherapie, Kinesiologie und Homöpathie hingegen schon. Bei ausleitenden Verfahren bin ich hin und her gerissen. 

Ich bin grundsätzlich für naturheilkundliche Behandlungen von Krankheiten, solange die Art und Weise Hand und Fuß hat und sie, zumindest bei schweren Erkrankungen, ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung erfolgt.

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polli_on_the_go

Geschrieben

Ich denke aber auch hier wird sich zukünftig noch einiges tun, da auch mehr und mehr der tatsächliche Bezug zu einem Gesundheitsberuf im Vordergrund steht. Zum Beispiel sehe ich jemanden mit Zugendiagnostik und Irislesen als äußerst kritisch. Anders aber zum Beispiel den Sektoralen Heilpraktiker für Physiotherapie, der nach einer fundierten Physiotherapeutischen Ausbildung und Berufspraxis erlangt werden kann und ja auch zur Diagnosestellung im Rahmen der Möglichkeiten befähigt. Aber eben auf den Bewegungsaparat bezogen und Fachgebietskonform.

 

Denn es ist ja nicht so, dass auch Pflegende oder sonst wer nicht in manchen Dingen Diagnosen stellen könnten (Beispiel Wundbehandlung), sondern es mit wenigen Ausnahmen in Deutschland nicht dürfen. Zugleich habe ich in der Notaufnahme in Kanada erst ganz am Ende einen Arzt gesehen die ganze Vordiagnostik war gelaufen und die Diagnose war auch vollkommen korrekt. Dort ist es aber gängige Praxis und im Rahmen der Interprofessionellen Zusammenarbeit normal. 

 

Ich denke, dass eine fundierte Ausbildung davor gehört und zwar mit Fachbezug. Alles andere finde ich einfach sehr schwierig.

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ClarissaD

Geschrieben

vor 2 Stunden, DonGeilo schrieb:

Ich muss gestehen, dass meine Familie auch gerne zu Heilpraktikern geht, ich auch. Aber wir beschränken uns tatsächlich auf die Kräuterheilkunde, also ein Tee gegen Erkältung, ein Aderlass bei Bluthochdruck neben der medikamentösen Therapie oder so, und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Einwände gibt es aber dann, wenn man die Angst und Hoffnungslosigkeit teils todkranker Menschen ausnutzt und ihnen die Hoffnung macht, Krebs, HIV, MS, ALS oder so, mit irgendwelchen Vitaminen heilen zu können. Heilversprechen sind vor allem in der Naturheilpraxis ein absolutes No-Go, aber es hält sich nicht jeder dran.

 

Ja, also bei letzterem stimme ich dir absolut zu. Ansonsten, vielleicht ist das ja naiv, aber ich gehe davon aus, dass alles, was tatsächlich wirksam ist, über kurz oder lang seinen Weg in die Schulmedizin findet, ob nun Naturheilkunde, traditionelle chinesische Medizin oder was auch immer. Ich wüsste auch nicht, wieso einem nicht auch ein Arzt einen Tee gegen Erkältung empfehlen kann, mein Hausarzt macht sowas.

 

vor 2 Stunden, DonGeilo schrieb:

Der Grund für einen Heilpraktikerbesuch anstatt eines Arztbesuchs liegt meistens darin begründet, dass viele Menschen einen ganzheitlichen Ansatz in der Medizin vermissen. Als Beispiel: Wenn du andauernd Magenschmerzen hast, kann es sein, dass dich der Heilpraktiker am großen Zeh behandelt, der Schulmediziner hingegen die Ursache direkt am oder im Magen sucht. Viele Menschen, die einen Heilpraktiker aufsuchen, haben zudem Probleme, die die Schulmedizin nicht in den Griff bekommen hat. Dazu ann ich dir auch ein persönliches Beispiel nennen: Ich hatte vier Jahre lang heftigen Tinnitus. Alle möglichen Fachärzte untersuchten mich mit teils aufwändiger Diagnostik und haben nichts gefunden. Mein Heilpraktiker korrigierte meine Atlaswirbel und gab mir eine Misteltinktur (3 x 15 Tropfen täglich) mit. Seit zwei Jahren habe ich keine Ohrgeräusche mehr. Nicht alles, was ein Heilpraktiker macht, hat keinen Nutzen, aber leider färbt das, was die Hokuspokusmedizinmänner so treiben, färbt auf den gesamten Berufsstand ab. Leider!

 

Solche persönlichen Geschichten werden ja immer angeführt, und es freut mich ganz ehrlich auch für dich, dass dir der Heilpraktiker helfen konnte. Wie gesagt, wenn die Behandlung wirksam war, dann kann man das nachweisen und dann gibt es keinen Grund, das nicht in die Schulmedizin aufzunehmen. In vielen Fällen ist es ja auch der Placebo-Effekt bzw. einfach die Tatsache, dass sich der Heilpraktiker viel Zeit nimmt und sich für den Patienten interessiert. An der Stelle sollte sich die Medizin tatsächlich was von Heilpraktikern abschauen.

 

vor 2 Stunden, DonGeilo schrieb:

Ich bin grundsätzlich für naturheilkundliche Behandlungen von Krankheiten, solange die Art und Weise Hand und Fuß hat und sie, zumindest bei schweren Erkrankungen, ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung erfolgt.

 

Da stimme ich dir zu. Es wäre mir aber neu, dass "Naturheilkunde" und "Schulmedizin" Gegensätze sind, schließlich werden Arzneipflanzen auch in ganz normalen Medikamenten verwendet und von ganz normalen Ärzten verschrieben. 

 

Dieses Bashing gegen die Pharmaindustrie finde ich immer sehr seltsam, sicher muss man da vieles kritisch sehen, aber Globuli und co. wachsen auch nicht auf Bäumen, da verdient die Pharmaindustrie auch gut dran. (Ich habe schon verstanden, dass du da die Meinung anderer Leute wiedergegeben hast, ich wollte trotzdem drauf antworten.)

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

keine Zeit, kein Geld, macht das überhaupt Sinn?

 

Und wie sehen deine Antworten auf diese Fragen aktuell aus - insbesondere auf die nach dem Sinn?

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Huch, da habe ich ja ganz schön was ausgelöst! Ich versuche jetzt mal, bestmöglich die Fragen zu beantworten und meinen Senf dazuzugeben.

Ich möchte später nicht von diesem Beruf leben.

Richtig, ich hatte die Sprachen abgebrochen, da das mit der Sanierung der Wohnung zu viel war. Dazu kommt, dass ich eher unregelmäßig Zeit habe (zumal mein Freund schichtet) - da waren wöchentliche Abgabetermine und Meetings zu viel. Aber die Sanierung der Wohnung ist demnächst abgeschlossen und ich setze mir ja keine wöchentlichen Ziele, sondern will es eher langsam angehen lassen. Gegen kreative Kurzschlüsse habe ich übrigens nichts, im Gegenteil, das amüsiert mich eher, weil es natürlich einen wahren Gehalt hat.

Der Ruf des Heilpraktikers als "Kräuterhexe", "gelangweilte Hausfrau" und "Esoteriker" kenne ich natürlich. Mich in eine solche Richtung zu bewegen, kommt nicht in Frage. Ich interessiere mich sehr für die traditionelle chinesische Medizin, vor allem Akupunktur, und ebenso Phytotherapie.

Ich studiere aktuell Agrarwissenschaften, Earth Science, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.

Für meine Entscheidung, jetzt endlich mal zu starten, war das Gemunkel über die Abschaffung oder Änderung des Berufs. Manch einer munkelt auch bereits vom Bachelor als Ersatz für den Heilpraktiker. Im Prinzip war das eine "Jetzt-oder-nie"-Entscheidung.

Medizinische Themen haben mich schon immer interessiert. In einer Apotheke wollte ich aber nicht arbeiten, daher habe ich mich gegen ein Pharmazie-Studium entschieden. Und für ein Medizin-Studium habe ich leider nicht das passende Abitur, da mir als Jugendliche andere Themen wichtig waren. Ebenso war ich schon immer fasziniert von China und habe daher auch International Business Management East Asia mit Schwerpunkt China studiert, leider war die Fachhochschule nicht das Richtige für mich. Ich habe daher schon einen vertieften Zugang zur chinesischen Kultur. Dazu kam dann noch, dass in meinem Bekanntenkreis einige mit Rückenproblemen große Erfolge mit Akupunktur feiern konnten. Das hat das Interesse an medizinischen Themen allgemein und Akupunktur wachsen lassen.

Und warum die Prüfung? Nun, vielleicht klingt das verwerflich oder verrückt, aber auch wenn ich freiwillig lerne, dann tue ich das gerne mit einem Ziel. Und ich bekomme gerne einen Zettel dafür - nicht, damit ich ihn anderen Leuten zeigen oder damit angeben kann. Das Problem ist eher, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Erfahrung und Wissen ohne Schein in Deutschland leider wenig zählen.

Fakt ist gerade: Zeit wird mehr, da ich die Sanierung der Wohnung beende, aber dennoch weiterhin eher unregelmäßig. Geld ist auch mehr, da ich mittlerweile noch einen Werkstudenten-Job habe. Und Sinn siehe oben ;)

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DonGeilo

Geschrieben (bearbeitet)

vor 4 Stunden, Azurit schrieb:

Ich studiere aktuell Agrarwissenschaften, Earth Science, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.

Sportlich! Ich will mir jetzt kein Urteil erlauben, aber wenn ich mitbekomme, dass die meisten Menschen, die nur ein Studium machen, vor allem gegen Ende des Studiums jede freie Minute ins Studium investieren müssen und trotzdem 24 Std. am Tag und sieben Tage in der Woche noch zu wenig sind, dann musst du entweder Hochbegabt sein oder verrückt oder beides. Wie viele Stunden in der Woche machst du bei deinen Werkstudentenjob? Wie klappt das alles? Pass bloß auf, dass du dir nicht zu viel zumutest, ein Burn-out kriegt man schneller, als man denkt. Vier Fächer zu studieren und das noch gleichzeitig, zieht sich wahrscheinlich extrem in die Länge. In welchen Semestern bist du?
 

Zitat

Das Problem ist eher, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Erfahrung und Wissen ohne Schein in Deutschland leider wenig zählen.

Das ist fast überall so. Ich finde aber auch, dass das hier in Deutschland extrem ist. Keine Prüfung heißt: Du kannst nichts! Auch wenn du schon Jahrzehnte etwas gemacht hast, ohne Prüfung ist es meistens für den Allerwertesten. Das sehe ich bei uns in der Altenpflege auch regelmäßig. Bei uns arbeiten einige ungelernte ältere Altenpflegehelferinnen seit vielen Jahren und die sind wirklich gut und haben auch Ahnung. Suchen sie aber eine Stelle in einem anderen Pflegeheim oder sollen ihre Qualifikationen und Kenntnisse irgendwo nachweisen, dann ist das dasselbe, als hätten sie nie in de Altenpflege gearbeitet. Ok, die Erfahrung macht sich bezahlt, aber wenn die mit jemanden konkurrieren müssen, der gerade erst von der Altenpflegeschule kommt, wo er seine einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer abgeschlossen hat, hat der häufig bessere Chancen, da er seine Kenntnisse beweisen musste und das durch das "kleine Examen" nachweisen kann. Im Vergleich finde ich es in den USA teilweise besser. Da kann man auch ohne Ausbildung in vielen Bereichen arbeiten und hat mit Erfahrung auch gute Chancen. Kannst du an Autos rumschrauben, kannst du als Mechaniker anfangen. Auf der anderen Seite reicht dort oftmals ein Bachelor auch nur für einen Hausmeisterjob.

 

Bearbeitet von DonGeilo
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ClarissaD

Geschrieben

@DonGeilo Azurits Werdegang haben wir hier schon häufiger diskutiert, ich erinnere mich an diese Threads:

 

 

 

Und, ich hoffe @Azurit nimmt mir das nicht übel, aber ich habe den Eindruck, dass es da nicht viel bringt, auf sie einzureden. In diesen Threads war fast jeder User kritisch gegenüber dem Plan mit 4 Studiengängen und das scheint sie nicht besonders beeindruckt zu haben. Sie zieht das wohl einfach durch wie sie es für richtig hält und das ist ja auch ok so.

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Ob ich hochbegabt bin, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. Ich habe als Kind mal einen IQ-Test gemacht und da mit 141 wohl hochbegabt abgeschnitten. Aber ob die Tests für Kinder wirklich aussagekräftig sind und ob das auch heute noch gilt, weiß ich nicht.
Meine Schwester ist hochbegabt im Bereich Kunst und Musik. Bei mir fehlt jeder Ansatz eines herausragenden Talents. Ich bin in allem nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Vielleicht ist das ja auch mein Talent. Oder die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte ganz einfach zu verstehen, sogar noch komplexer zu machen und sie dann trotzdem für jeden verständlich darzustellen. Verrückt bin ich aber definitiv!

Im Werkstudenten-Job arbeite ich 14 bis 17 Stunden die Woche, je nach Schicht - in der Prüfungszeit kann ich aber auch weniger arbeiten. Dann arbeite ich noch beim Ministerium, hier kommt es ganz auf die Nachfrage an, von kein Termin (z.B. in den Ferien und wenig nachgefragten Zeiträumen) bis hin zu 6 Termine à 2 Stunden plus Fahrtzeit ist alles drin. Und dann noch bei einem gemeinnützigen Unternehmen, da mach ich ein bis zweimal im Monat ein paar Stunden. Dann die Sanierung der Wohnung, da mach ich relativ viel mit meinem Vater in den Abendstunden und am Wochenende. Dann hab ich noch zwei Bands, also zweimal die Woche Probe. Meine eine Band ist semiprofessionell, d.h. ich bin am Wochenende viel unterwegs, zusätzlich nehmen wir gerade unser neues Album auf und ich bin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse zuständig. Dann sitze ich noch im Gesamtvorstand, im Hausvorstand und im Open-Air-Team vom hießigen Jugendhaus. Die Vorstände tagen insgesamt einmal pro Woche, Open-Air-Team bis Mitte Juni einmal pro Woche, danach auch jede Woche. Aufgrund der vielen Arbeit dieses Jahr habe ich aber beim Open Air kein eigenes Ressort übernommen, sondern mache nur Helferlein. Und dann eben noch die vier Studiengänge.

Wie das alles klappt, fragen mich viele Leute. Tatsächlich kann ich die Frage nicht wirklich beantworten. Zum Teil bin ich mein eigenes Gegenteil. Manchmal bin ich verpeilt, weil ich tatsächlich vergesse, irgendetwas Wichtiges mitzubringen o.Ä. Zeitlich bin ich aber top organisiert. Ich nutze auch jede Zeit, die mir irgendwie bleibt, für etwas Sinnvolles. Die Blog-Einträge sind quasi immer eine Wiederholung: Was habe ich in diesem Kapitel gelernt? Und helfen mir daher auch beim Studium. Auch in der Bahn sitze ich nie und schaue aus dem Fenster - ich lerne.

In welchen Semestern ich bin, lässt sich leider nicht so genau sagen. Ich musste immer wieder eine Pause einlegen. Als ich "nur" Chemie und Rechtswissenschaft studiert habe, ist meine Oma gestorben. Da ich bei ihr aufgewachsen bin, ist für mich eine Welt zusammengebrochen und an Lernen war nicht zu denken. Dann habe ich mich quasi vollkommen auf das Chemie-Studium konzentriert, um die Kurve noch zu kriegen - leider umsonst. Schnellstmöglich habe ich mich woanders eingeschrieben (Studentenstatus, Semesterticket, etc.), Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie. Da musste ich mich aber erstmal sammeln und überlegen, was ich denn überhaupt machen möchte. Dann nochmal umgeschrieben in Agrarwissenschaften (relativ ähnlich). Dann kam meine semiprofessionelle Band auf mich zu und hat gefragt, ob ich mitspielen möchte. Dafür musste ich natürlich auch sehr viel lernen (bestimmt 60 Songs), üben (nicht nur mein Instrument, auch Show und Tanzen), mich daran gewöhnen... Da war dann nicht viel mit Studium. Nebenbei ist der Erbschaftsstreit bezüglich dem Haus meiner Oma völlig eskaliert und meine Onkel wollten meinen Opa (nicht leiblich) rauswerfen, der dann auf der Straße gelandet wäre. War natürlich alles andere als schön, denn ich kenne nur ihn als meinen Opa. Und dann hat sich quasi gerade alles eingependelt gehabt, ich habe mit Geowissenschaften angefangen und dann kam Anfang letztes Jahr die Trennung von meinem damaligen Freund. Keine Trennung im Guten. Und fünf Jahre gemeinsame Zeit mit gemeinsamer Wohnung etc. steckt man halt auch nicht so einfach weg. Mit dem ganzen Mist im Hintergrund bin ich dann in Gefilde abgerutscht, in die ich nie abrutschen wollte. Aber das Blog-Schreiben hat mich zumindest insofern da rausgeholt, dass ich wenigstens in Earth Science weitergemacht habe. Zwar langsamer, aber dennoch mit sehr guten Ergebnissen.

Und seit Mitte letztes Jahr ist dann endlich wieder alles gut und das Studium läuft super. Ich bin nur durch die Mathe/Statistik-Prüfung gehagelt im 1. Prüfungszeitraum und wollte dann den Prüfungsanspruch auf keinen Fall riskieren, weshalb ich die Prüfungen an der FernUni abgemeldet habe, sonst hätte ich vermutlich über 100 ECTS geschafft. Dieses Semester sind 113,5 ECTS geplant. 10 ECTS fehlen, weil das entsprechende Modul in 2 Studiengängen Pflicht-Modul ist. Und 2,5 ECTS fehlen, weil die Exkursion in Geologie erst wieder im nächsten Jahr angeboten wird und ich nicht rechtzeitig die entsprechenden Module abschließen konnte.

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Naja, letztendlich musst du es ja selber wissen, aber ich würde zumindest irgendwo einen Kurs für Injektionstechniken machen, weil das kann man unmöglich nur aus Büchern lernen.

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polli_on_the_go

Geschrieben

vor 6 Stunden, DonGeilo schrieb:

Naja, letztendlich musst du es ja selber wissen, aber ich würde zumindest irgendwo einen Kurs für Injektionstechniken machen, weil das kann man unmöglich nur aus Büchern lernen.

Und genau hier hört für mich die Tätigkeit eines HP lange auf. Ich als PP lerne das in der Ausbildung und darf es trotzdem nur in einer rechtlichen Grauzone, weil es eine teilübertragene ärztliche Tätigkeit ist. Und dann bin ich Schornsteinfeger und kann es mit so nem Kurs ohne restliches fundiertes Verständnis machen.

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Warum Pflegekräfte nicht dieselben Dinge machen dürfen, wie Heilpraktiker, verstehe ich auch nicht, aber ich würde nicht so weit gehen und alle invasiven Maßnahmen verbieten. Alleine schon das blutige Schröpfen wäre dann verboten. Viel mehr sollten sie solche Kompetenzen auch an Pflegefachkräfte übertragen. 

Ein Verbot invasiver Maßnahmen ist aber nahezu wirkungslos. Als ich meinen HPpsych-Kurs machte, hatten wir zum Thema Haftungsrecht und Berufskunde einen Kurs mit einen Rechtsanwalt. Dieser gab den Tipp, dass ein Verbot invasiver Maßnahmen ähnlich umgangen werden kann, wie bei Tattoowierern und Piercern. Heißt: Man lässt sich eine schriftliche Einverständniserklärung bei gleichzeitigem Verzicht auf Schadensersatzansprüche mit Aufklärung möglicher Komplikationen o.ä. unterschreiben. Wobei wir dann auch beim nächsten Thema wären. Würde man einem Heilpraktiker alle invasiven Maßnahmen verbieten, würde das auch das Aus für Tattoowierer und Piercer bedeuten. Würde man einige alternativmedizinischen Behandlungsmethoden verbieten, wie z.B. Homöopathie und Eigenbluttherapie, dann würden auch viele Ärzte finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, denn nicht wenige Ärzte verdienen mit ähnlichen Mitteln eine Menge Kohle. Dann wären wir auch wieder beim größten Dilemma des Ärztestandes: Eine Aufwertung der Heilpraktikerausbildung durch staatlich geregelte Inhalte wollen die meisten Ärzte nicht, weil sie Konkurrenz befürchten - das hat man gerade erst auf dem 121. Ärztetag vernehmen können. Das betrifft dann gerade die Ärzte, die der alternativen Heilkunde auch nicht ganz abgeneigt sind. Dazu zählt z.B. auch meine Ärztin (Akupunktur, Ohrakupunktur, Homöopathie, Eigenbluttherapie....). Ich persönlich plädiere für eine Art Heilpraktikerkammer als eigenständige Aufsichtsbehörde beim Gesundheitsamt oder als Teilorganisation bei der Ärztekammer. 

Was ich interessant finde ist, dass es eigentlich bundeseinheitliche HP-Prüfungen gibt, die Bundesländer aber selber entscheiden können, ob sie daran teilnehmen oder nicht. Mein Bundesland nimmt nicht daran teil und erstellt die Prüfungsfragen selber. Die mündliche Überprüfung ist dann eine Art Rollenspiel unter amtsärztlicher Aufsicht mit Zwischenfragen. Beispiel: "Mann, 72 Jahre alt, rotes Gesicht, häufiger nächtlicher Harndrang, Nachtschweiß oder Frau, 40 Jahre, antriebslos, Schlafstörungen". Wozu also dann die bundeseinheitlichen Prüfungen, wenn jedes Bundesland selber über die Teilnahme daran entscheiden kann?

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DonGeilo

Geschrieben (bearbeitet)

Naja, dass Heilpraktiker kein fundiertes medizinisches Wissen haben, unterschreibe ich so nicht. Die Prüfungen sind schon anspruchsvoller, als viele denken. Es wird halt kein alternativmedizinischer Stoff abgefragt, sondern schulmedizinische Grundlagen und das teilweise auch ziemlich tiefgehend. Die alternative und volkstümliche Heilkunde wird nie aussterben, auch nicht mit staatlichen Verboten.

Bearbeitet von DonGeilo
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Irgendwie hat @Azurit mich angesteckt. bevor man den bruf des Heilpraktikers noch verbietet oder stark einschränkt, bin ich ernsthaft am überlegen, doch nochmal den "VollHP" zu machen.

@Azurit ich habe heute gelesen, dass noch in diesem Jahr eine Änderung bei der amtsärztlichen Überprüfung stattfinden soll. Die Vorführung diverser Injektionstechniken soll Teil der Prüfung werden.

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Oh, ich habe den Kommentar gar nicht gesehen. Ich habe die 2. Auflage, da ich gebraucht gekauft habe, neu war mir dann doch zu teuer. Die Inhalte im medizinischen Bereich ändern sich ja nicht. Und da ich nicht weiß wie lange ich brauche, kann ich mir die neueste Version des Teils zum Recht immer noch kurz vor Abschluss extra besorgen.

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Vor einiger Zeit hat mir ein bekannter Arzt erzählt, dass er für nicht chirurgische Eingriffe lieber zum Heilpraktiker und sich grundsätzlich differenziert positiv ausgelassen hat. Das hat mir doch sehr zu denken gegeben. Persönlich finde ich was in dieser Szene teilweise so abgeht nicht in Ordnung. Es bedarf sicherlich ein Neuausrichtung und Verschärfung des Berufsbildes, der Ausbildung und der praktischen Anleitung erfahrener Heilpraktiker/Mediziner. Schindluder und Mißbrauch wird auch in der Schulmedizin getrieben, so unschuldig wie tun sind sie nicht. Ich kann es verstehen, dass viele Menschen sich von der Schulmedizin abwenden. Heilung ist doch was ganzheitliches, ja auch was esoterisches (leider ist dieser Begriff extrem diffamiert und negativ konnotiert) mag dabei sein.

 

Wer sich mit dem Thema "Heilung" etwas mehr beschäftigen will, dem kann ich die Bücher von Joachim Faulstich empfehlen. Diese Bücher haben zumindest bei mir einen offeneren Blick auf dieses Thema bewirkt. Auch wenn ich schon immer irgendwie wusste, dass mehr dahinter diesem Thema steckt, als mir bewusst war. An der volkstümlichen Heilkunde ist mehr dran als die Schulmedizin und vom Materialistischen Weltbild geprägt Wissenschaft zu geben will.

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psychodelix

Geschrieben

Am 23.5.2018 um 00:14 , Azurit schrieb:

Für meine Entscheidung, jetzt endlich mal zu starten, war das Gemunkel über die Abschaffung oder Änderung des Berufs. Manch einer munkelt auch bereits vom Bachelor als Ersatz für den Heilpraktiker. Im Prinzip war das eine "Jetzt-oder-nie"-Entscheidung.

 

Ich habe das gegoogelt, aber nichts Konkretes dazu gefunden. Hast du da mehr gefunden?

Übrigens habe ich "Heilpraktiker Kompaktwissen pocket " mal ein einer Verlosung gewonnen. :wink:

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psychodelix

Geschrieben

Am 25.5.2018 um 22:30 , DonGeilo schrieb:

Irgendwie hat @Azurit mich angesteckt. bevor man den bruf des Heilpraktikers noch verbietet oder stark einschränkt, bin ich ernsthaft am überlegen, doch nochmal den "VollHP" zu machen.

 

Öhmmmmm........*meld*.......ich auch. Das habe ich schon vor gut 20 Jahren überlegt - dann kamen die Kinder...... :35_thinking:

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Hallo Azurit [mag mir jemand bei dieser Gelegenheit verraten, wie man User verlinkt?],
im Scanner-Persönlichkeiten-Threat habe ich gelesen, dass du nach wie vor für den HP lernst - würdest du eine kurze (oder lange) Zwischenbilanz deiner bisherigen Erfahrung mit dem Selbststudium ziehen?

Wie zufrieden bist du mit deinem Entschluss?

Bist du bei den Büchern von Rudolf Schweitzer geblieben?
Hast du dir eine Deadline gesetzt?
Wie viele Ressourcen nimmt das Lernen für die HP-Prüfung in deinem Alltag ein?

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psychodelix

Geschrieben

vor 1 Stunde hat AnnyOke geschrieben:

Hallo Azurit [mag mir jemand bei dieser Gelegenheit verraten, wie man User verlinkt?]

 

@ drücken und dann den Namen eingeben - wenn er eingeblendet wird auf "enter" klicken.

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