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Neuer Arbeitsplatz + Tagesablauf


Vica

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Seit letztem Mittwoch bricht für mich eine neue Ära an, obwohl ich im letzten Studiendrittel bin :D Erstmals sind nun beide Kids im Kindergarten, so dass der Vormittag bis frühe Nachmittag wieder mir gehören. Nun verlassen wir alle gemeinsam um 7.30 das Haus, und wenn jedes Kind bei seinem Kindergarten ist (sie sind in zwei verschiedenen, darum teilen mein Mann und ich uns das Hinbringen auf) geht's für mich auf direktem Wege zu meinem neuen Lernort: Der Uni Münster.

Zu Hause ist das vernünftige Studieren einfach nicht möglich: Zu wenig Platz, Spielsachen und Kinder-Kunstwerke mischen sich unter meine Lernsachen, meine Stifte verschwinden oder Arbeitsblätter werden "verschönert" usw., Kakao-Finger auf meinen Karteikarten (wenn diese nicht eh spurlos verschwinden), Ablenkungen ohne Ende und unruhige Wohnungseinrichtung... usw.

 

Interessanterweise wurde ich an der Uni MS als externe Studentin akzeptiert, weswegen ich auch eine Mensa-Karte bekommen konnte, mit der ich alle Mensen der Stadt, den Kopier- und den Ausleihservice benutzen kann. 
Also erstmal die Mensa-App der Uni MS runtergeladen und erstmal das Wichtigste klargemacht: Die Speisepläne der verschiedenen Mensen abgeklappert :thumbup:

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Ein Blick über den Laptop

 

Ich sitze hier von ca. 8 Uhr bis 12 Uhr mit vielen anderen fleißigen Menschen in der Bibliothek zusammen (wer früher kommt, bekommt natürlich die besseren Plätze. Jeder einzelne Tisch hat einen Laptop-Steckplatz) und widme mich gerade der Klausurvorbereitung. Die nächsten sind zwar Ende Oktober erst, aber ich bin sehr gespannt, was dabei herumkommt, wenn man sich so frühzeitig und konzentriert darum kümmert. 


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Bücher für jedes Thema vorhanden! 

 

Es sind zwar eine Menge andere Studis dort (und ja, ich finde es furchtbar interessant zu sehen, wie andere so lernen...wie viel Platz brauchen sie? Welche Sachen haben sie mitgenommen? Was sind das generell so für Leutchen?) Aber eines herrscht dort trotzdem vor: Absolute Ruhe.

Obwohl ich mich natürlich schon lange nach dieser sehne, stelle ich fest, dass ich tatsächlich mal wieder lernen musste, bei Ruhe zu lernen :blink: Das hat mich besonders erstaunt. Die ersten zwei Tage fand ich es aber schwierig, mal konzentriert und mit Gemach meine Sätze zu Ende zu lesen. In den letzten Jahren habe ich mir bedingt durch konstantem Zeitmangel, für mich suboptimalen Lernzeiten und innerhalb unserer recht lauten 4 Wände zu viel Speedreading angewöhnt. Das hat Vorteile, wenn man schnell machen muss, aber auch Nachteile, dass man eben zu viel übersieht und nur noch auf Stichworte achtet (ist mir auch beim Klausurenschreiben schon aufgefallen). 
Da musste ich mich echt selber entschleunigen. 

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Ich steh total auf solches Essen! 


Um 12 gehe ich dann also in eine der Mensen zum Essen und dann war's das auch schon mit dem Lerntag. Habe echt das Gefühl, das reicht. Ich habe dann noch etwas Zeit zur Verfügung, um etwas für mich zu tun - beispielsweise Sport. Im Augenblick bin ich noch bei Gymondo und kann zu Hause qua App mitturnen, habe aber nächste Woche ein Probetraining in einem wahnsinnig tollen Fitnessstudio, das einzige, welches auch tolle Kinderbetreuung anbietet. Da bleibt kein Wunsch offen, und ich möchte so langsam was gegen meinen Fernstudium-Rücken tun. Da ich aber meine...hä-ähm...Disziplin bei sowas kenne, will ich auf keinen Fall den Jahres oder gar Zwei-Jahresvertrag wählen, obwohl diese günstig wäre. 
Der 3-Monatsvertrag wäre besser, aber der ist endlos teuer :( Dilemma!
Dennoch finde ich Sport so wichtig in unserer sitzenden Welt.
Doch auch für Hobbys habe ich jetzt wieder Zeit. Ich würde gerne wieder das Malen anfangen (wie früher schon) oder einfach mal rumgammeln und irgendeinen Mist auf YouTube anschauen. 

Danach bleibt Zeit für alles andere: Kids abholen, Spaß mit Kids, etwas Haushalt oder Homeoffice. 

Tja, so sieht der Alltag derzeit aus und ich merke schon, wie die Zufriedenheit wächst :) Ich fühle mich gerade produktiv und habe erstmals das Gefühl, richtig zu studieren (außerhalb der Blockseminar-Wochen zumindest). Besser spät als gar nicht! 

LG


Feature Foto: pixabay.com

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das hört sich super an, vor allem wenn man eine Uni vor Ort hat. Das ist echt Luxus und ich wünsche dir viel Erfolg für die Prüfungsvorbereitung.

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flowergarden

Geschrieben (bearbeitet)

Das hört sich gut an! Ich müsste mir auch mal eine Bib suchen. Allerdings genieße ich die Vorteile zu Hause zu lernen, da ich beim lernen gerne esse 😅 oder zwischendurch wild durch die Wohnung tanze, um den Stress abzuschütteln..wenn ich mir die Aufgabe auf dem ersten Bild durchlese, dann wird mir ganz anders.. 😃

 

Nachtrag: @Vica du meintest in einem vorigen Post mal dass du die Loci Methode zum lernen verwendest, dazu fände ich einen Beitrag super spannend :) 

Bearbeitet von flowergarden
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Das ist echt super mit der Uni. Ich würde unsere auch super gerne zum Lernen nutzen, um so einigen Ablenkungen zu entgehen. Leider ist der geplante Eduroam-Zugang der IUBH immer noch nicht umgesetzt, und die Uni-Bibliothek hier ist so gut abgeschirmt, dass ich dort null mobiles Internet habe. Keine besonders guten Voraussetzungen also -  bleibt zu hoffen dass Eduroam nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. 🙄

Fitnessstudio mit Kinderbetreuung wäre übrigens mein Traum! 

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psychodelix

Geschrieben

@Vica

 

Toll, dass sich für dich diese Möglichkeit eröffnet hat.

 

Ich bin lieber zu Hause bei meinen Hunden - die Kinder sind schon aus dem Haus.

Aber ich weiß noch gut, wie das mit kleinen Kindern war - irgendwas war immer zu tun.

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Toll - ich liebe es auch, wenn ich mir die Zeit nehmen kann, in einer UniBib zu lernen. Besonders jene der TU Wien hat es mir angetan, aber auch in der Österreichischen Nationalbibliothek bin ich gerne. Ich liebe die Atmosphäre... die Ruhe... und bring dort sehr viel weiter. Bibliotheken haben einfach ein ganz eigenes Flair, das total zum Lernen motiviert... man fühlt sich alleine durch das Betreten gleich um ein paar IQ-Punkte gescheiter, oder? :D

 

Leider schaffe ich das zeitlich aber nicht mehr, neben Vollzeitjob und Kindern und Beziehung.

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Ich finde aus deinem Text liest man schön heraus, was für eine Lernoase die Bib für dich darstellt. Ich finde es auch immer spannend zu sehen wie Studenten aus unterschiedlichen Bereichen lernen; Mediziner haben meiner Erfahrung nach Ohren wie ein Luchs (wahrscheinlich weil das Nervensystem vollkommen überreizt ist), Juristen sind sehr kommunikativ, Sportstudenten hibbeln viel rum - jaja ich weiß, stark überzeichnete Klischees.... dennoch muss ich jetzt unbedingt noch ein paar Psychologiestudenten beobachten.

 

So einen Ort wie die Bib mit einem gewissen Lerndruck zu haben ist natürlich optimal wenn man sehr eng getaktet lernen will und sonst höchstens supoptimale Lernverhältnisse hat.

Ich komme mit diesem Lerndruck nicht so gut klar und lerne eigentlich lieber zuhause, in letzter Zeit habe ich aber Museumsbibliotheken für mich entdeckt: oft sehr schön eingerichtet, kaum bis keine Leute und weil der Museumsbesuch der ständigen Sammlung hier kostenlos ist schau ich mir im den Pausen dann Van Gogh & Konsorten an :D

 

Zum Sport: Vielleicht findest du im Hochschulsport noch Kurse mit freien Plätzen? Als Mitglied im Förderverein hat man dann vergünstigte Konditionen, wenn ich mich recht erinnere.

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Boah hört sich das Entspannt an. Ich wünsch mir manchmal auch irgendwo anders ein Büro oder einen Lernort, aber das ist nicht drin. Zweieinhalb Jobs und dazu Vollzeitstudium geht nicht wenn man auch noch lange Fahrtwege zu einer Uni oder auch nur zu einer Bibliothek mit einplanen muss.

 

Genieße deine Möglichkeiten solange du kannst. Meinen Neid hast du ;) 

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