Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Der richtige Weg !?

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HannoverKathrin

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Bekanntlich hat die Präsenzzeit wieder begonnen. Freitag habe ich 3 stolze Doppelstunden nur mit Mathe verbracht. Der neue Prof. ist soweit sehr nett und erklärt alles sehr gut. Er behandelt viele Beispiele und hakt nach, wenn sich keiner traut zu sagen "ganz klar ist es irgendwie noch nicht". Soweit war das also ein positives Erlebnis.

Was mich aber stark ins Grübeln und Staunen gebracht hat, ist die Herangehensweise meiner Kommilitonen. Grundsätzlich hat kaum jemand überblickt dass wir für die Präsenz die SB 5 und 7 :confused: (nicht 5 und 6 ) vorbereitet haben sollten. Außerdem wurde sich vollkommen planlos schon WIG angesehen, obwohl dass erst in 3 Wochen dran ist. Eine strukturierte Herangehensweise habe ich bei niemanden gehört, wobei sich aber auch nur wenige zu dem Thema geäußert hatten...

Der wirkliche Kracher ist aber, dass die meißten sich fast 2 Monate Semesterferien gegönnt haben. "Ich habe Montag angefangen und habe für dieses Wochenende alle nötigen SB gelesen". Hm... sein Lesen hat sicherlich eine andere Qualität von meinem Lesen (und zusammenfassen), aber sowas macht einen schon neidisch :blushing:. Ich habe schon 5 Wochen vor allen anderen wieder die Hefte in die Hand genommen und mich Woche für Woche auf einen halbwegs vorzeigbaren Workload gequält. Und ich hab sogar ein Modul weniger als alle anderen!!! Kann das sein? :cursing:

  • Bin ich zu verbissen?
  • Nehme ich das Studium zu ernst? (Bis Freitag dachte ich nicht dass sowas möglich wäre)
  • Wieso muss ich soviel tun um gute Noten zu schaffen, und warum schaffen die es mit weniger Aufwand?

Ich hoffe dass es im Oktober, November, Dezember zum Zahltag kommt. Dann sollte meine Strategie aufgehen (= keine große Ballungsphase und trotz Prüfungshagel genügend Zeit für Privates).

Klagen die anderen dann aber nicht über zu wenig Zeit und zu viel Stoff, muss ich mal überlegen wie es weitergehen soll. Ein lari-fari-Student will ich nicht werden, aber eigentlich studier ich "auf Titel" und nicht "auf Note". Wobei ich natürlich nun auf den Geschmack gekommen bin... Der Neid auf die Freizeit ist aber natürlich auch sehr groß.

Ich denke bald bin ich wieder vernünftig und erkenne dass meine Strategie die Richtige ist. Aber im Moment, überwiegt der Schock und der Neid auf die anderen. Daher musste das erstmal raus, liegt mir seit Freitag auf dem Herzen...


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9 Kommentare


Mach Dir da mal keinen Kopf - mit dieser Verwunderung bist du nicht allein.

Was ich bisher schon an Erzählungen erlebt habe, wundere ich mich schon das nicht mehrere durchgefallen sind. In WPR hat mir jemand erzählt keinen einzigen SB gelesen zu haben - nach der Klausur hat die Person dann aber herumgeflucht ... Altklausuren sind eben nicht alles.

Zudem hab ich schon Koms erlebt die einen SB zum ersten mal in der Präsenz aufschlagen und dann noch nicht mal Notizen machen. Alles schon dagewesen (letzterer war auch noch jemand der das Fach nachgeholt hat).

Und dazu passend noch mein Lieblingsspruch den ich nur nebenbei mitbekommen habe "Wer das Studium über nur 1en oder 2en schreibt hat weder Job noch Familie" ... 5 Min. später hörte ich die beiden dann jammern wie viel man doch für das Studium machen muss, während der Präsenz saßen sie aber nur da und meckerten darüber das sie nichts verstanden und es so schwierig sei (Mathe).

Es gibt eben solche und solche Studenten - ich persönlich komme nur durch meinen Ehrgeiz voran. Wenn ich mich weniger bemühen würde, hätte ich die Befürchtung es so stark schleifen zu lassen, dass ich gar nicht mehr voran käme.

Bin ich zu verbissen?

Nein, zielstrebig!

Nehme ich das Studium zu ernst? (Bis Freitag dachte ich nicht dass sowas möglich wäre)

Kann man es zu ernst nehmen? Du nimmst es überhaupt ernst, würde ich sagen.

Wieso muss ich soviel tun um gute Noten zu schaffen, und warum schaffen die es mit weniger Aufwand?

Sind die anderen denn so gut wie du? Guck dir nochmal die Notenstatistik an und rechne mal aus wieviel % Deutschlandweit eine solche Note erhalten haben wie Du!

Die Strategien der anderen können für einen selbst nicht funktionieren, erst wenn du dich selbst überzeugen würdest es langsamer anzugehen könnte es klappen.

Ich ärgere mich auch oft über die Leute die fremde Zusammenfassungen lernen und Altklausuren pauken, 1 Woche vor er Klausur im Webcampus nach Schwerpunkten fragen usw. um dann einfach so durchzukommen, wobei ich mir wirklich den hintern Aufreisse und mit 1,x dastehe. Da aber die erstere Gruppe dennoch mit 2,x-3,x bestehen kann (was m.M. möglich ist), wenn sie es konsequent durchhält finde ich das System teilweise schon ungerecht - wirklich Leistung wird bei der HFH durch die vielen Altklausrenpauker zu guter Leistung heruntergepegelt, vielleicht auch etwas ein Grund warum ich dieses Semester so halbherzig herangehe.

Unterm Strich sollte man sich aber als Fernstudenten manchmal doch auch auf den eigenen Egoismus berufen - immerhin feilt man ja auch alleine am Abschluss und bekommt den, den man sich verdient hat.

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Ich seh das wie chillie:

Nein, du machst nichts falsch! Ich kann dieses "mal sehen wie ich durchkomme, wenn ich nur die Übungsklausuren pauke und die Zusammenfassung ausm OC runterziehe" auch nciht leiden. Bisher habe ich auch immer die SBs gelesen und zumindest meine eigenen Lernkarten erstellt. Ich lerne zwar viel mit einem Kommilitonen gemeinsam (Austauschon von Lernkarten und Fragen gemeinsam klären) - dennoch halte ich viel davon, sich die Sachen selbst zu erarbeiten.

Ich kenne aber auch einige, die sich eben so durchmogeln. Da wird dann sogar angegeben mit "ich hab nur das REP genossen und ne 3,X geschrieben" ... was weiss der aber denn von den Kleinigkeiten, die im REP nicht drangekommen sind?

Ich für meinen Teil lerne nicht ausschließlich für die Noten, sondern finde, es sollte noch etwas mehr beim Studieren rauskommen als gute Noten (wobei eine 3,X für mich keine erstrebenswerte Note ist)

Also weiter so!

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ich denke auch, dass es eine Frage der Herangehensweise ist...

chillies System hat einiges für sich - ich muss aber zugeben, dass ich auch nicht immer so viel mache und gemacht habe (mir fehlt gelegentlich die Disziplin :mad:, was ich dann aber mit Durchhaltevermögen und mit Zielstebigkeit ausgeglichen habe :cool:)...bin daher aber auch schon durch Klausuren durchgerasselt.

Allerdings dann ohne darüber zu jammern, dass alles so viel ist und so schwer ist - ich bin der Meinung, man sollte sich nicht beschweren, wenn's an der eigenen Faulheit liegt.

mich nerven aber die Fragen zum auswendiglernen und die Fragen, die bereits bei mehreren Altklausuren gestellt wurden, auch. Es ist nicht ok, wenn jemand nur Altklausuren lernt und damit durchkommt - damit wird nämlich meine Leistung (nicht so sehr auswendig lernen, sondern versuchen zu verstehen) geschmälert :thumbdown:.

Und letztendlich schadet sich die HFH damit nur selbst - aber ich glaub, dass Thema hatten wir schon mehrmals

Kathrin, bleib bei deínem Weg und lass dich nicht von anderen beeindrucken oder irritieren. Jeder muss letztendlich wissen, was er macht und wie er es macht. Und glaub mir: einige von denen, die jetzt noch dabei sind, wirst du im nächsten oder übernächsten Semester nicht mehr sehen...:lol:

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Es ist nicht ok, wenn jemand nur Altklausuren lernt und damit durchkommt - damit wird nämlich meine Leistung (nicht so sehr auswendig lernen, sondern versuchen zu verstehen) geschmälert

Aber wehedem der Klausurmodus wird mal geändert - dann hagelts Proteststürme im WebCampus :cool:

Und glaub mir: einige von denen, die jetzt noch dabei sind, wirst du im nächsten oder übernächsten Semester nicht mehr sehen...

So ist es!

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Michael Knight

Geschrieben

wirklich Leistung wird bei der HFH durch die vielen Altklausrenpauker zu guter Leistung heruntergepegelt,

Da stimme ich Dir zu 100% zu!

Es ist nicht ok, wenn jemand nur Altklausuren lernt und damit durchkommt - damit wird nämlich meine Leistung (nicht so sehr auswendig lernen, sondern versuchen zu verstehen) geschmälert

Ich schreibe es immer wieder und kann mich nur wiederholen. Für mich ist das einer der unschönsten Zustände an der HFH. Es wird einfach zu viel Wert auf Fleiß und zu wenig Wert auf Verständnis gelegt. Das ist weniger eine Sache des Stoffs sondern vielmehr ein Problem der einfachen Klausurfragen, die in den seltensten Fällen prüfen, ob man was verstanden hat sondern meist eben, ob man fleissig war.

Vollkommen absurd wird es, wenn man bedenkt, dass Studenten, die nur aus den Altklausuren lernen möglicherweise sogar besser abschneiden, eben weil sie die Antworten aus den Musterlösungen auswendig können und daher die Antwort "perfekt" treffen. Ich nehme mich da übrigens keineswegs raus. Wenn mich allerdings ein Thema interessiert, versuche ich schon die Hintergründe zu verstehen. Wenn es aber um die Prüfungsvorbereitung geht, ist einfach effizienter, sich die alten Fragen anzusehen und gezielt das zu lernen. Sonst ist der Stoff auch enorm umfangreich bei den HFH-Detailfragen.

Es ist definitiv möglich, nur mit den Altklausuren die Prüfungen zu bestehen. Vielleicht nicht mit einer Fabelnote und natürlich gibt es Ausnahmen, aber vielen reicht das. Ein beliebte Strategie ist es auch, sich zuerst die Altklausuren vorzunehmen und danach nur diese Kapitel in den SBs nachzulesen. Auch das funktioniert ziemlich gut, hat aber herzlich wenig mit einem Studium zu tun.

Man kann das niemanden übel nehmen. Ist einfach eine Frage was man möchte. Klausuren bestehen und Abschluß schaffen oder etwas von BWL verstehen. Fakt ist auch, dass eine derartige Heransgehensweise wohl nur an Fernhochschulen möglich ist. Den Studenten wird durch die Herausgabe von ausformulierten Studienunterlagen und Altklausuren (mit Musterlösungen!) eben sehr viel Eigeninitiative abgenommen, die eigentlich für ein "normales" Studium erforderlich ist.

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Was mich aber stark ins Grübeln und Staunen gebracht hat, ist die Herangehensweise meiner Kommilitonen

Also ich habe mich das bei den Präsenzen im Zertifikatsstudium bzw. meiner ersten Prüfung auch irgendwie gefragt. Bei den Präsenzen haben viele die SB noch nie gelesen und bei der Prüfung haben wir auch gesprochen, wie lange wir dafür gelernt haben. Einer meinte er hat „nur“ 2 Wochen gelernt, hofft aber es schaffen zu können. Ich hatte geschlagene 6 Wochen für die Prüfungsvorbereitung investiert! Letztendlich hat er auch die Prüfung geschafft.

Ich habe mich auch gefragt, ob ich irgendetwas falsch mache?

Ich bin aber dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich es eigentlich nicht anders kann. Ich muss mich gut für die Prüfungen vorbereiten, ich will einen guten Abschluss machen und auch etwas fürs Leben lernen und nicht nur für die Prüfung!

Wichtig ist, dass man einen für sich guten Weg findet, das Studium und das Private zu vereinbaren. Ich denke, dass ich das inzwischen gut hinbekomme und bei dir habe ich auch nicht den Eindruck, dass dich das Studium (bzw. die Zeit die du dafür benötigst) extrem belastet. Also weiter so wie bisher!

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und auch etwas fürs Leben lernen und nicht nur für die Prüfung!

es ist wohl auch eine Frage der Einstellung und des Zieles: will ich nur einen gutklingenen Titel vor meinem Namen? oder möchte ich was lernen und mich tatsächlich weiterentwickeln? reicht es mir, durchzukommen oder möchte ich noch was mitnehmen, was ich nicht in der nächsten Woche schon wieder vergessen habe?

ich denke, in einem Fernstudium kann man mehr lernen, als nur den Stoff: Zeitmanagement und Organisation, Durchhaltevermögen auch und vor allem wenn's mal nicht so klappt, sich selbst mit komplexen Problemen auseinandersetzen usw. - und dass kann nicht aus Altklausuren lernen

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HannoverKathrin

Geschrieben

Hui, ich gebe zu, ich freue mich über so viele Kommentare. Die Diskussion in der HFH-Gruppe ist auch eine nette gewesen, danke.

In einem wurde ich auf jeden Fall überzeugt:

einige von denen, die jetzt noch dabei sind, wirst du im nächsten oder übernächsten Semester nicht mehr sehen

ging mir ebenfalls durch den Kopf.

dass ich es eigentlich nicht anders kann.
Dies ist bei mir ebenso. Ich muss gute ZF haben (selbst erstellen!) um lernen zu können. Und das kostet nunmal einfach Zeit.

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Da geb ich doch auch glatt mal meinen Senf dazu.

Im Onlinestudienzentrum gibts bei uns auch jede Woche so nen Motivationsthread. Ich staune da immer wieder was die Leute so in einer Woche schaffen und dann auch noch mit 1,x - 2,x. Die schreiben dann aber auch keine Zusammenfassungen oder lesen sich groß durchs Internet. Da frag ich mich auch wie die das machen und finde das teilweise ganz schön unfair. Entweder bin ich schwer von Begriff oder einfach net Intelligent genug. Naja, ich halte aber weiter an meiner Strategie mit den ZF's fest. Für mich ist das einfach eine gute Möglichkeit mit intensiver mit dem Stoff zu beschäftigen. Meine Freundin macht keine ZF's mehr aus Zeitgründen. Ok, es ist wirklich sehr Zeitaufwendig, aber man sieht doch durchaus einen Unterschied zu den Noten wobei ich ja auch net so die Überfliegerin bin. ;)

Deinen Neid kann ich durchaus verstehen, aber ganz ehrlich. Es soll dir doch auch Spaß machen und was bringen. Auswendig gelernte Antworten bringen einen später doch nicht weiter. Mach weiter so wie bisher, hat doch auch ganz gut geklappt bis jetzt. :)

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!