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Ernüchterung


Anyanka

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Jetzt bin ich tatsächlich in einer Stimmung, in der ich nie sein wollte, wenn ich was in mein Blog schreibe. Aber was nützt es, das soll hier ja ein realistischer Rückblick auf mein Studium werden, und da gehören wohl offensichtlich auch Frust und Enttäuschung dazu.

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Gestern habe ich das Ergebnis meines Widerspruchs gegen die Bewertung meines Pädagogik-Workbooks erhalten - und dieser wurde, wie ich es bereits erwartet hatte, abgelehnt. Das alleine kommt für mich nicht überraschend, und (das mag man jetzt glauben oder nicht) da ich das Ding ja immerhin bestanden habe, kann ich damit leben. Was mir allerdings nicht gefällt, ist die Art und Weise, wie Widersprüche an der IUBH bearbeitet werden: das Workbook wurde mitsamt meinem 3-Seiten-Einwand zurück an die gleiche Tutorin geschickt, die bereits die Erstkorrektur vorgenommen hatte. Es gab also keine objektive Zweitmeinung und die jetzige Rückmeldung liest sich für mich eher wie "Ich habe Recht, denn ich weiß, was ich als Antwort lesen wollte, und das hätte man ja so schreiben können. Haste aber nicht." Etwas überspitzt, ok, aber ich kann hier ja schlecht wörtlich aus der Rückmeldung zitieren.
Man erhebt also Einspruch, dieser wird ausschließlich von der gleichen Person bearbeitet, die korrigiert hat, und dann bekommt man die Ablehnung mit dem Vermerk, dass damit jetzt alles erledigt ist und kein erneuter Einspruch möglich sei. Das wird rechtlich wasserdicht sein, da mache ich mir keine Illusionen, aber fair und objektiv fühlt sich das für mich einfach nicht an. 
Am meisten geärgert habe ich mich aber tatsächlich nicht über die Ablehnung. Ich hatte in meinem Einwand zusätzlich vermerkt, dass die Bewertung der Workbooks sehr knapp ausfällt und man aus dem Feedback kaum etwas erfährt, was einem bei Vorbereitung auf die spätere Bachelor-Arbeit hilft. Auf diese Anmerkung erhielt ich die Rückmeldung, dass Workbooks halt keine wissenschaftlichen Arbeiten seien - und auf keinen Fall als Vorbereitung für die Thesis genutzt werden sollten. Das hat mich echt desillusioniert - seit einem Jahr lege ich also offensichtlich Prüfungsleistungen ab, die nicht mal dafür GEDACHT sind, mir etwas beizubringen, was mir beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit hilft. Man denke sich bitte seinen Teil. (Und ja, mir ist das auch klar, dass ein Workbook schon eine Sonderform der Prüfungsleistung ist - aber hat man da denn so gar keinen Anspruch?)

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Zu diesem etwas enttäuschenden Fazit zum Nutzen von Einwänden (kurz: kann man sich schenken), kommt die Tatsache, dass die Stimmung innerhalb der Studentenschaft generell zur Zeit etwas ambivalent ist, weil es sehr viel Stress um das neue (oder auch nicht so neue, je nachdem wer darüber redet) Medienkonzept der IUBH gibt. Im Prinzip: Abschaffung der Live-Tutorien und Ersetzung dieser durch Q&A-Sessions (die aber nicht aufgezeichnet werden) und Kurzvideos. Für den einen oder anderen mag das ok sein, ich persönlich halte das für den falschen Weg und für kein Konzept, dass die Qualität der Lehre an der IUBH aufwertet - eher im Gegenteil. Ich unterstütze daher seit einigen Wochen die "Initiative Hochschulentwicklung - Unabhängige Studierendenvereinigung", die meiner Meinung nach auf sehr wertschätzende und kooperative Art und Weise die Meinungen und Ideen der Studenten vertritt. Ein gutes Beispiel dafür, wie man es schafft, aus Frust nicht nur Gemaule und Kritik, sondern echt produktive Vorschläge zu erschaffen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das im weiteren Verlauf entwickeln wird. Die IUBH hört zu, das muss man klar sagen - ob sie allerdings die Kritik berücksichtigen werden, wird sich zeigen. 

 

Nach all dem "Depri-Gesabbel" vielleicht auch noch was Positives: ich bearbeite ja immer noch das Modul Public und Nonprofit Management, in dem ich eigentlich die Klausur schreiben wollte, für die ich mir auch schon einen Termin gemacht hatte. Auf halbem Wege habe ich mich umentschieden und zur Prüfungsform "Hausarbeit" gewechselt. Hier hätte mir die Hochschule einen Strich durch die Rechnung machen können, weil ich eben den Klausurtermin schon hatte - haben sie aber nicht, ein kurzes, sehr nettes Telefonat und schon wurde ich ganz problemlos umgebucht. Manche Dinge funktionieren dann doch. Mit der Hausarbeit bin ich sehr glücklich, ich tippe richtig euphorisch vor mich hin (und das zum Thema Managementkonzepte - ich glaube es selbst kaum!) und hoffe, in den nächsten Tagen abgeben zu können. Und eine Hausarbeit darf ich ja dann wohl mit Fug und Recht als wissenschaftliche Arbeit bezeichnen, oder? Das fühlt sich dann nämlich tatsächlich ein bisschen nach "Studieren" an, und nicht nur nach "Fächer schnellstmöglich irgendwie abhaken". 

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In diesem Sinne - immer positiv denken, auch wenn es manchmal schwerfällt. Ich zum Beispiel denke gerade, dass das Wochenende schon gar nicht mehr so weit weg ist und auch noch genug Schokolade in meiner Tardis. Vielleicht hilft es ja!

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21 Kommentare


Empfohlene Kommentare

luigia.lsw@gmail.com

Geschrieben

Das tut mir sehr leid! Doch nicht nur im Fernstudium ist es so, sondern leider auch an Präsenzhochschulen. Mir ging es so mit meiner Diplomarbeit. Hätte man mich nicht im Prüfungsausschuss, wo ich Widerspruch gegen meine Bewertung einlegte, darauf hingewiesen, mir die Stellungnahme des bewertenden Dozenten noch einmal genau (!!!) durchzulesen, wäre ich gar nicht darauf gekommen, dass er sich meine Diplomarbeit gar nicht richtig durchlas, wie ich an seiner Stellungnahme im Vergleich mit der Diplomarbeit sehen konnte. Das was er bewertete hatte ich so gar nicht geschrieben! Er hat etwas komplett anderes bewertet. Das hat mich echt schockiert damals. Bin halt immer davon ausgegangen, dass Dozenten "neutral" bewerten. Tun sie leider nicht. Auch hier war es so: Der Dozent war absolut beleidigt. Einer weiteren Studienkollegin hat besagter Dozent die Endnote "1" verunmöglicht. Auch hier hatte man damals den Eindruck, er war beleidigt und gekränkt. Auch hier gab es dann Gespräche. Ich war nur froh, um die Stellungnahme des Prüfungsausschusses, die wenigstens in Bezug auf Diplomarbeitsthema etc. sehr wertschätzend war. Geändert hat die Note leider nicht. Da gibt man alles und ist oft leider in der Bewertung oft ausgeliefert. Ist leider so. Bewertung ist, neben der Leistung, die man zu erbringen hat, auch manches Mal mit einem kleinen "Quentchen" Glück verbunden. Daran hab ich auch lange geschluckt. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du wieder aus dem Motivationstief rauskommst!!!! Und leider ist es nicht nur im Fernstudium so, sondern leider auch an Präsenzhochschulen. Der Fehler liegt manches Mal im System. Wie gut, dass Du/ihr euch in der "Inititative Hochschulentwicklung" diesbezüglich engagiert, dass es anders wird. 

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vor 28 Minuten hat Vica geschrieben:

Ich würde mir echt mal überlegen, das vielleicht einfach mal unverbindlich - nur als Feedback - dem Studienservice so mitzuteilen. Es kann doch nicht Sinn der Sache sein, seine Studis so zu desillusionieren nach dem Motto: "Was Sie hier lernen, ist nichts wert, also halten Sie die Füße still". 

Es gibt ja immer wieder Evaluationen der Hochschule, sodass wir regelmäßig zu unserer Meinung befragt werden. Lustigerweise kam so eine Umfrage nur 30 Minuten nach der E-Mail mit der Ablehnung. Ich hab dann den ersten Ärger verrauchen lassen und dann ganz nüchtern geschrieben, was mich derzeit stört. Ob ich zusätzlich noch an das Qualitätsmanagement herantrete (die Möglichkeit gibt es in MyCampus, so eine Art Feedback-Formular) habe ich noch nicht entschieden.
 

vor 27 Minuten hat TomSon geschrieben:

Man hat an der SRH aber offensichtlich dann noch die Möglichkeit, an den Prüfungsausschuss heranzutreten, wenn der Einspruch negativ beschieden wird.

Und genau das ist der Punkt: mir wurde mitgeteilt, dass ich keine weitere Möglichkeit des Widerspruchs habe. Es wird also überhaupt nicht überprüft, was da passiert. Eine totale Einbahnstraße. Und das finde ich einfach nicht zielführend.
 

vor 8 Minuten hat luigia.lsw@gmail.com geschrieben:

Da gibt man alles und ist oft leider in der Bewertung oft ausgeliefert.

Ausgeliefert ist das passende Wort - genauso fühlt sich das an. Ich würde mir einfach eine Zweitmeinung wünschen, um wenigstens einen Hauch Objektivität in der Beurteilung des Einwands zu haben. Dann würde es mir leichter fallen, das Ganze zu akzeptieren. Aber nun denn, vielleicht ist es auch Quatsch, so viel Aufheben um die Bewertung eines einzelnen Moduls zu machen, bei dem man nicht mal durchgefallen ist. Nur wenn das Bauchgefühl halt Richtung "unfair" tendiert, dann ist es schwer, den Kopf vom Gegenteil zu überzeugen.

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luigia.lsw@gmail.com

Geschrieben

Bei mir gab es damals, nachdem ich in einer Gegendarstellung konsequent und detailliert aufzeigte, dass besagter Dozent sich die Diplomarbeit noch nicht mal richtig durchlas,  eine "Zweitmeinung" durch einen Dozenten des Prüfungsausschusses, der meine Diplomarbeit las und dann in seiner Stellungnahme schrieb, mein Diplomarbeitsthema hätte "über den Tag hinausgewiesen" und unter den gegebenen Umständen (siehe Benotungstendenz des damaligen Dozenten) wäre es leider zu dieser Bewertung gekommen. Das hat, auch wenn es die Note nicht änderte, wenigstens getröstet. Ich dachte mir dann, wenigstens lagst du nicht komplett falsch! Aber ist leider so: Eine Krähe ... der anderen ... Doch es ging mir damals um die Würde und aus diesem Ohnmachtsgefühl herauszukommen. Und dafür zu kämpfen lohnt sich immer! Darum: Es ist nie "Quatsch"! Du hast das Richtige getan!

 

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Gibt es an der IUBH im Fernstudium eine Studierendenvertretung? Oder ist diese Initiative, die sich da gerade bildet, der erste Versuch von den Studierenden, Mitspracherecht in den Gremien o.Ä. zu erhalten? Ich finde den Versuch zumindest super spannend und aus der Außenperspektive sehr professionell organisiert. Ich bin gespannt, inwieweit die IUBH da für Zugeständnisse bereit ist.

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Deine Enttäuschung kann ich absolut verstehen. Du hast sicherlich eine Menge Arbeit und Zeit investiert.  Ich drücke dir weiterhin die Daumen und hoffe, dass du noch etwas bei der IUBH bewegen kannst.

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developer

Geschrieben (bearbeitet)

Über die Sache mit der Einsicht würde ich mich auch ärgern. Aber da ist es halt wie auf hoher See und vor Gericht ... insofern ist "Mund abputzen, aufstehen, weitermachen" vielleicht die bessere Strategie. Und soweit ich das Konzept verstehe, gibt es ohnehin keine Note.

 

Was ich allerdings definitiv gegenüber der Hochschule ansprechen und wofür ich die Tutorin auch "hinhängen" würde, ist diese Antwort bzgl. des wissenschaftlichen Anspruchs. Mich würde stark überraschen, wenn das die Position der Hochschule wäre.

 

Bzgl. der Medienstrategie habe ich nicht alle Details im Blick, kann aber aus der Erinnerung heraus sagen, dass ich einige Module dabei hatte, in denen die "Vorlesungen" oft schlecht besucht waren. Ich hatte dann tatsächlich Mitleid mit den engagierten Modulbetreuern/Tutoren, die dann einmal in der Woche voller Enthusiasmus vor 2, 3, oft auch gar niemandem für anderthalb Stunden ins Mikrofon sprachen. Dazu kam, dass sie sich dann häufig anhand des Skripts durch den Stoff gearbeitet haben. Was absolut nicht zur Flexibilität des Studiums gepasst hat: Ich hatte 4, maximal 8 Wochen pro Modul eingeplant. Wenn in der Zeit Vorlesungen zu den Kapiteln 1-2 von 10 gehalten wurden, war das für die Prüfungsvorbereitung eher von überschaubarem Wert.

 

Umgedreht habe ich in meinen Mathe-Modulen an der IUBH enorm stark von Prof. Spannagel von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg profitiert. Der hat nämlich für sich irgendwann das Prinzip des Flipped Classrooms entdeckt, seine Vorlesungen einmal gehalten und dabei aufgezeichnet und die Vorlesungszeit für alle folgenden Semester für Q&A-Sessions genutzt. Die Aufzeichnungen hat er bei YouTube veröffentlicht – womit ich dann zur Prüfungsvorbereitung wunderbar arbeiten konnte (die Inhalte haben sich teilweise stark überschnitten).

 

Das ist das, was ich jetzt auch unter dem neuen Konzept der IUBH verstehe. Insofern hätte ich das zu meiner Zeit wahrscheinlich sogar sehr begrüßt.

Bearbeitet von developer
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Zitat

Das ist das, was ich jetzt auch unter dem neuen Konzept der IUBH verstehe. Insofern hätte ich das zu meiner Zeit wahrscheinlich sogar sehr begrüßt.

So wie du es beschrieben hast, habe ich es mir bisher auch vorgestellt. (Ich habe mir das neue Konzept allerdings noch nicht genauer angesehen.)

In manchen Modulen ist so ein Vorgehen auch dringend zu empfehlen. Allein in der "Einführung Wissensch. Arbeiten" erzählt die Dozentin ja jeden Monat wieder die gleichen Dinge zu den gleichen einzelnen Lektionen. Das dauert jeweils mindestens 15 Minuten eh es dann in die Frage-Antwort-Runde übergeht.

Allein diese 15 Minuten kann man ja eigentlich anhand von Aufzeichnungen sparen... und hat so die doppelte Zeit um Fragen zu beantworten. Und für die Studenten ist es ja auch entspannter, weil sie sich die Aufzeichnungen bereits vor den Tutorien X mal ansehen können und vielleicht nicht nochmal fragen müssen "Können Sie das wiederholen? Ich habe gerade zu laut gekaut."

 

Zitat

das Workbook wurde mitsamt meinem 3-Seiten-Einwand zurück an die gleiche Tutorin geschickt, die bereits die Erstkorrektur vorgenommen hatte.

Jup. An der Stelle ist das Konzept nicht wirklich durchdacht.

Wenn die Erst-Korrektur von jemand anderen vergenommen worden wäre, würde es nach Einwand wohl an die Kurs-Verantwortlichen gehen... wenn das aber eben die gleiche Person ist... Objektiv sieht dann wirklich anders aus.

Da sollte es wirklich nochmal eine andere Instanz geben, zumindest wenn man mit dem "Ton" der Antwort nicht zufrieden ist und man nicht sachlich überzeugt wurde.

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Spannagel ist super. Empfehlen kann ich auch noch Jörn Loviscach, Professor an der FH Bielefeld, mit seinen mittlerweile über 1000 Videos.

 

Dass ein Widerspruch nicht zu einem Zweitkorrektor geht, empfinde ich persönlich als Unding. Das erinnert mich so an das Problem mit Anzeigen gegen Polizisten, die dann inhouse (nicht) bearbeitet werden. Eine Berufung oder Revision vor Gericht findet ja schließlich auch nicht vor dem Richter der ersten Instanz statt.

Kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass diese Verfahrensweise rechtlich okay ist.

 

Bei der Thematik mit den Videos und Videovorlesungen sind wir wohl wieder beim Thema Profit. Wenn man keine Live-Vorlesungen halten muss braucht man halt weniger Dozenten. Die Videoschnipsel produziert man einmal und dann kann man sie jahrelang unverändert lassen...

 

Und dass das Workbook (hab mir gerade mal durchgelesen, was das bei der IUBH ist) nicht dazu dient wissenschaftliches Arbeiten zu erlernen und auf Hausarbeiten und die Thesis vorzubereiten widerspricht vollends der Modulbeschreibung. Vielleicht sollte sich die Tutorin die mal durchlesen?!? 🤔

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Werden die alten bereits aufgezeichneten Vorlesungen eigentlich gelöscht und durch die kurzen Videoschnipsel ersetzt oder bleiben die online? 🤔

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Anyanka

Geschrieben (bearbeitet)

vor 3 Stunden hat developer geschrieben:

Und soweit ich das Konzept verstehe, gibt es ohnehin keine Note.

Das einzige Workbook, bei dem es keine Note gibt, ist Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Alle anderen werden ganz normal benotet.

 

vor 3 Stunden hat developer geschrieben:

Mich würde stark überraschen, wenn das die Position der Hochschule wäre.

Das kann ich mir tatsächlich auch nicht vorstellen. Dass ein Workbook was anderes ist als eine Hausarbeit, völlig klar. Aber jede schriftliche Ausarbeitung sollte doch letztendlich das wissenschaftliche Arbeiten verbessern. Wenn ich sowas höre, frage ich mich tatsächlich warum ich mir immer so viel Mühe gebe.

 

vor 3 Stunden hat developer geschrieben:

Der hat nämlich für sich irgendwann das Prinzip des Flipped Classrooms entdeckt, seine Vorlesungen einmal gehalten und dabei aufgezeichnet und die Vorlesungszeit für alle folgenden Semester für Q&A-Sessions genutzt.

Genau sowas in der Art möchte auch die Initiative erreichen. Einmal aufgezeichnete Tutorien, die man sich jederzeit anschauen kann. Es muss nicht jede Woche ein neues gehalten werden, aber so wie es jetzt ist, gibt es nur kurz Videos (wenn überhaupt, in manchen Modulen nicht mal das), in denen nichts anderes passiert als das Skript vorzulesen, und Q&A Sessions, die man sich aber im Nachhinein nicht anschauen kann (was meines Erachtens nach nicht zum Flexibilitätskonzept der IUBH passt).

 

vor 2 Stunden hat pfhler geschrieben:

Und dass das Workbook (hab mir gerade mal durchgelesen, was das bei der IUBH ist) nicht dazu dient wissenschaftliches Arbeiten zu erlernen und auf Hausarbeiten und die Thesis vorzubereiten widerspricht vollends der Modulbeschreibung.

Ja, sehe ich ähnlich. Da besteht offensichtlich Uneinigkeit ... sollte es nochmal zu einer Rückmeldung kommen, werde ich das auf jeden Fall mal anbringen.

 

vor 2 Stunden hat pfhler geschrieben:

Werden die alten bereits aufgezeichneten Vorlesungen eigentlich gelöscht und durch die kurzen Videoschnipsel ersetzt oder bleiben die online?

Die sind wohl zum größten Teil bereits gelöscht, selbst in Modulen, wo es noch keinen Ersatz in Form von Kurzvideos gibt. So wurde es zumindest von vielen kommuniziert. Mir persönlich ist auch schon lange kein aufgezeichnetes Tutorium mehr begegnet. 

 

Bearbeitet von Anyanka
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vor 4 Minuten hat Anyanka geschrieben:

Die sind wohl zum größten Teil bereits gelöscht, selbst in Modulen, wo es noch keinen Ersatz in Form von Kurzvideos gibt. So wurde es zumindest von vielen kommuniziert. Mir persönlich ist auch schon lange kein aufgezeichnetes Tutorium mehr begegnet. 

 

Hm. Nur um mal eine These in den Raum zu werfen: Wenn ich mir mittels eines Testzugangs oder im Probemonat den Webcampus (heißt das so bei der IUBH?) anschaue, dann einen Vertrag mit Kündigungsfristen eingehe respektive den Vertrag nach dem Probemonat weiterlaufen lasse und es dann auf einmal anstatt (aufgezeichneter) (Live-)Tutorien nur noch Videoschnipsel und nicht aufgezeichnete Q&A-Sessions gibt, könnte man den Testzugang bzw. den Probemonat schon als irreführende Werbung ansehen. Folgen wären dann Sonderkündigungsrecht, evtl. sogar Schadenersatzpflicht.

 

Klar wird im Vertrag nicht explizit festgeschrieben sein was in welchem Modul an Materialien zur Verfügung gestellt wird; sicher wird auch irgendwo ein Passus zu finden sein, dass sich die IUBH Änderungen vorbehält. Aber irgendwo gibt es da auch gesetzliche Grenzen. Man kann nicht gezielt mit Live-Tutorien, die sogar aufgezeichnet werden, werben und das dann einfach mal so streichen. Werbung wird in gewissem Maße auch immer Vertragsbestandteil. Wenn man sowas elementares einfach streicht - und das auch noch rückwirkend, indem man bereits vorhandene Aufzeichnungen einfach löscht - stellt das für mich einen Vertragsbruch dar.

 

Macht es jetzt natürlich nicht besser, hilft wahrscheinlich auch niemandem, aber ich hatte irgendwie das Bedürfnis, das hier mal festzuhalten, dass das nicht gerade seriös ist, was die IUBH da veranstaltet.

Für meinen kommenden Master ist die IUBH mittlerweile jedenfalls definitiv aus dem Rennen. Die SRH erscheint mir da doch um einiges verlässlicher und seriöser.

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vor 2 Stunden hat Anyanka geschrieben:

Das einzige Workbook, bei dem es keine Note gibt, ist Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Alle anderen werden ganz normal benotet.

 

Ach, das wusste ich nicht. Na dann: Attacke! ;-)

 

vor 2 Stunden hat Anyanka geschrieben:

Genau sowas in der Art möchte auch die Initiative erreichen. Einmal aufgezeichnete Tutorien, die man sich jederzeit anschauen kann. Es muss nicht jede Woche ein neues gehalten werden, aber so wie es jetzt ist, gibt es nur kurz Videos (wenn überhaupt, in manchen Modulen nicht mal das), in denen nichts anderes passiert als das Skript vorzulesen, und Q&A Sessions, die man sich aber im Nachhinein nicht anschauen kann (was meines Erachtens nach nicht zum Flexibilitätskonzept der IUBH passt).

 

Okay, jetzt verstehe ich den Unmut. Das ist wirklich ... na ja. Kuchen! ;-)

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Muddlehead

Geschrieben

Das Wegfallen von den Aufzeichnungen ist ein echter Rückschritt. Es bedarf ja nicht zwingend, dass es ständig aufgezeichnet werden soll, aber zumindest der 2 Durchlauf, nach dem der Tutor routiniert ist, sollte den Weg in das Archiv finden. Ich bin froh, dass ich auf diese Umstellung nicht mehr vollends angewiesen bin.

 

Und sonst so @IUBH Fernstudium , gibt es ein Kommentar zum dem Blogbeitrag?

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Markus Jung

Geschrieben

In meinem aktuellen Video habe ich mich ja mit dem Thema Klausureinsicht beschäftigt. Das Feedback zunächst an denjenigen geht, der die Klausur (oder andere Prüfungsleistung) korrigiert hat, ist üblich und fast überall so. Ich finde das auch fair, denn wenn er zum Beispiel einen rechnerischen Fehler gemacht hat, vergessen hat etwas zu bewerten oder es zu Missverständnissen gekommen ist, kann er diese dann auch selbst korrigieren und wird nicht bloßgestellt.

 

Und auch von der Effizienz her kann ich es verstehen, dass sich dann nicht bei jedem Widerspruch noch ein Dritter in die Thematik einarbeiten muss.

 

Oft gibt es dann aber auch noch eine Eskalationsinstanz, an die sich gewendet werden kann, wenn es zu keiner Einigung kommt. Das ist dann häufig der/die Studienbereichsleiter:in oder der/die Dekan:in. Und so finde ich es auch sinnvoll.

 

 

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vor 52 Minuten hat Markus Jung geschrieben:

Oft gibt es dann aber auch noch eine Eskalationsinstanz, an die sich gewendet werden kann, wenn es zu keiner Einigung kommt. Das ist dann häufig der/die Studienbereichsleiter:in oder der/die Dekan:in. Und so finde ich es auch sinnvoll.

An der IUBH anscheinend nicht, zumindest steht in der E-Mail mit der Ablehnung dass damit alles erledigt ist und kein weiterer Einspruch möglich. 

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