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Vielleicht schon wieder vorbei?


paulaken

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Gerade erhielt ich eine Email, dass meine Immatrikulation abgelehnt wurde. Nicht, weil ich die Voraussetzungen nicht erfülle, sondern weil ich bereits neben meiner Berufstätigkeit studiere.

 

Im Baden-Württembergischen Hochschulgesetz heißt es:
§ 60 Zulassung; Immatrikulation

(2) Die Zulassung nach Absatz 1 Satz 3 ist zu versagen, wenn

4. die Person in einem Dienst-, Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis steht, sonst beruflich tätig ist oder gleichzeitig zu einem anderen Studiengang zugelassen ist oder zugelassen werden will, es sei denn, dass sie nachweist, dass sie zeitlich die Möglichkeit hat, sich dem Studium uneingeschränkt zu widmen, insbesondere die erforderlichen Lehrveranstaltungen zu besuchen; bei einem Parallelstudium ist auf Grund bisheriger Studienleistungen nachzuweisen, dass die Parallelstudiengänge innerhalb der Regelstudienzeiten erfolgreich beendet werden können; für Teilzeitstudiengänge gilt dies entsprechend oder

Quelle: https://www.uni-heidelberg.de/md/gsb/gesetze/lhg-bw.pdf

 

Ich lese es so, dass auch in Baden-Württemberg grundsätzlich möglich ist parallel zu studieren. Eine entsprechende Antwort habe ich schon geschickt und darauf hingewiesen, dass ich weiß, worauf ich mich einlasse ;)

 

Vielleicht hilft es ja. Hat jemand Erfahrungswerte zum Doppelstudium in Baden-Württemberg?

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44 Kommentare


Empfohlene Kommentare



Autsch, das ist bitter.

Hast du mal bei der AKAD nachgefragt, was sie von dir brauchen um diese Punkte ausreichend zu belegen?

Oder könntest du bei der AKAD als Gasthörer gelistet werden?

 

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Sie haben ja in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet, wie anstrengend und manchmal wenig produktiv das Studieren mit zwei Säuglingen ist. Vielleicht sollten Sie die Ablehnung mal unter diesem Gesichtspunkt betrachten?

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Vica

Geschrieben (bearbeitet)

Ich kenne das nur von Universitäten so und auch eher bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen, wo kein Platz verschenkt wird. Mich irritiert, das private Hochschulen das so handhaben.
Im Beispiel Universität wird idR in Semesterwochenstunden umgerechnet und du müsstest z.B. mittels:
- Arbeitsvertrag, ggf noch Nachweise des AGs
- Curriculum/Modulhandbuch aus dem anderen Studium mit genauer Einsicht der SWS 
- ggf erreichter Scheine 

- Betreuungsvertrag Kindergarten/Tagesmutter usw.  
- Motivationsschreiben
nachweisen, dass zeitlich zwei Studiengänge in Teilzeit neben Teilzeitberuf (+ Kinderbetreuung) sinnvoll sind.

Dann kommt es ja auch drauf an, was ein Teilzeitstudium ist. 
Laut meiner Krankenkasse gibts da nur zwei Möglichkeiten: 50% oder 66%, je nach ECTS. 
Wenn du dann bald wieder eine 62%-Arbeitsstelle hast PLUS zwei Teilzeitstudiengänge von je 50%, wird daraus schnell eine 162 % - Angelegenheit. Das Studienziel wäre sinnvollerweise nicht zu erreichen. 
Das Ganze kann man auch in Wochenstunden umrechnen. 

Aber wie gesagt, das wäre nur ein Model bei Versuch, sich an zwei Universitäten einzuschreiben bei gleichzeitiger Berufstätigkeit. 

Wie die AKAD das handhabt, kann sehr individuell sein.  

Es ist allerdings natürlich generell die Frage, wie sinnvoll das ist. 

Bearbeitet von Vica
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Ich kenne das auch nur von Präsenzunis, die diese Forderung stellen, da Präsenzunis ja vom Staat gefördert werden. Die Gelder sind meistens gebunden. Die erste Hälfte gibts bei Immatrikulation und die zweite Hälfte, wenn der Studi in Regelstudienzeit oder Regelstudienzeit + sinnvolle 1-2 Semester drüber dann auch den Abschluss macht. Für Dauerstudenten bekommen die Präsenzunis ihre restliche Förderung nicht und deswegen wollen sie sich Leute "vom Hals halten", die das absehbar nicht schaffen können. Da die AKAD ja aber eigentlich von dir privat finanziert wird, wundert es mich auch. Aber eventuell macht es schon Sinn, nur einen Studiengang neben Arbeit/Kindern zu verfolgen?

Andererseits frag ich mich, wie eine hier im Forum, deren Namen ich gerade vergessen habe, mitunter doch gleich 3 oder 4 gleichzeitig machen konnte 😄

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KanzlerCoaching

Geschrieben

vor 4 Minuten schrieb unrockbar:

Andererseits frag ich mich, wie eine hier im Forum, deren Namen ich gerade vergessen habe, mitunter doch gleich 3 oder 4 gleichzeitig machen konnte 😄

Sie hat mehreres parallel studiert, allerdings erinnere ich mich nicht daran, dass sie irgendetwas davon auch abgeschlossen hat.

 

 

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vor 19 Minuten schrieb unrockbar:

Andererseits frag ich mich, wie eine hier im Forum, deren Namen ich gerade vergessen habe, mitunter doch gleich 3 oder 4 gleichzeitig machen konnte

 

Das waren meines Wissens hauptsächlich Hochschulen, die nicht in Baden-Württemberg sind (bis auf die Präsenzhochschule) sowie sogar eine Hochschule im Ausland. Ich schätze, das andere (Bundes-)Länder das eben anders handhaben. 🤷‍♀️

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Muddlehead

Geschrieben

Da es privat finanziert wird, verstehe ich es auch nicht.

 

ansonsten halte ich mich zurück mit meiner meinung zu deiner situation. Bringt nix.

 

Viel Erfolg 🍀 

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Versteht mich nicht falsch, ich verstehe und teile eure Bedenken wirklich. Den Studienstart habe ich ja sehr bewusst erst auf den 31.12. gelegt um die nächsten Monate zu schauen, ob ich der Belastung wirklich standhalten kann. Aktuell plane ich bis zum Jahresende 32 ECTS abzulegen, eventuell auch 5 bis 10 mehr. Hier ist jedoch der Bottle-Neck, dass ich mir aktuell nicht vorstellen kann die Babys für eine Klausur bei anderen abzugeben. Bisher waren wir drei seit der Neo keine 3h getrennt und das auch nur zwei mal bisher (für Arzttermine). Und das, obwohl ich zuverlässige Babysitter in Form der Großeltern (beide Anfang 60) und einer Tante habe. Die Großeltern planen beispielsweise aktuell, dass sie die Babys nächsten Sommer für 4 Wochen mit in den Urlaub nehmen (wenn ich mich trennen kann).

Mein Vorteil ist, dass ich keine Fahrzeiten habe. Ich arbeite komplett im Homeoffice und werde es auch bleiben. Außerdem ist ein Teil der Hausarbeit ausgelagert, gegessen wird beispielsweise bei den Großeltern. Es ist, im Vergleich zu anderen, eigentlich eine sehr komfortable Situation. 

 

Dennoch weiß ich, dass es nicht immer so entspannt bleiben wird, wie es aktuell ist. Wir drei werden krank werden, mal schlafen sie besser, mal schlechter. Auch der Tagschlaf (bisher 3-4h auf 3 Schlafzeiten verteilt) wird weniger werden,...

Ich frage mich auch, wie viel Zeit ich täglich mit den beiden verbringen möchte und in welcher Form. Ich möchte nicht, dass sie irgendwann sagen, dass ich nur gearbeitet oder gelernt habe in ihrer Kindheit. Aktuell ist es ihnen egal, ob wir zum Einkaufen, für Besuche oder ähnliches das Haus verlassen. Sie brauchen keine Ausflüge oder ein besonderes Programm. So lange sie bei mir sind und ich ihnen Aufmerksamkeit widme, ist für sie die Welt in Ordnung. Aber auch das wird sich ändern. 

 

Vielleicht sollte ich einfach meinen Trotz zur Seite schieben und diese Absage als Wink des Schicksals nehmen. 

Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich nicht damit leben könnte, dass ich nicht alles versucht habe um zufrieden mit meiner beruflichen Stellung zu sein.

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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

Schau halt wies läuft, ich dachte nur an die 30k € wovon alles oder teilweise im worst case flöten geht. Ist ne Menge Holz womit man einiges  bei den kiddies finanzieren kann. Nen ego-trip in der kombination ist halt was anderes als alleine. Lieber 1 studiengang richtig als ein ewiges rungewürge. Und 4 wochen babies abgeben?! I dont know. 
 

brauchst du denn 2 studiengänge um deine berufliche stellung zu verbessern? Viel geht auch nach der nase/vitamine b/netzwerken/glück. Da helfen auch keine 10 Studienabschlüsse.


ich habe schon so ein schlechteste gewissen mit einem kind und wenigstens meine frau als stütze… . Spätestens mit 3+ ist nix mehr mit anspruchlos und vieles auf die Großeltern abschieben net so toll.  Daher lieber 1 studiengang jetzt voll gas geben. 

 

ist ja nur food for your brain, solll nicht falsch rüberkommen. Dein leben.

Bearbeitet von Muddlehead
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vor einer Stunde schrieb paulaken:

Ich frage mich auch, wie viel Zeit ich täglich mit den beiden verbringen möchte und in welcher Form. Ich möchte nicht, dass sie irgendwann sagen, dass ich nur gearbeitet oder gelernt habe in ihrer Kindheit. Aktuell ist es ihnen egal, ob wir zum Einkaufen, für Besuche oder ähnliches das Haus verlassen. Sie brauchen keine Ausflüge oder ein besonderes Programm. So lange sie bei mir sind und ich ihnen Aufmerksamkeit widme, ist für sie die Welt in Ordnung. Aber auch das wird sich ändern. 

 

Der Knackpunkt ist wahrscheinlich die Übergangszeit vom jetzigen Zustand bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie dann ggf. in die Krippe/Kindergarten gehen können. Wenn du den Punkt erreicht hast und dir zugestanden wird, sie trotz Teilzeitstelle in Vollzeit betreuen zu lassen, kannst du das Studium sicher tagsüber mit unterbringen, ohne dass es eure Beziehung belastet.

 

Aber genau diese Zeit vor der Betreuung ist ja schon ziemlich intensiv – und wichtig für die Kinder. Ich finde, man sollte sich auch währenddessen nicht vollständig aufopfern und irgendwo auch noch selbst wenigstens ein Stück weit seine eigenen Bedürfnisse im Blick behalten. Aber Arbeit plus zwei Studiengänge finde ich schon ziemlich krass, ganz gleich wie das einzeln gewichtet ist.

 

vor einer Stunde schrieb paulaken:

Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich nicht damit leben könnte, dass ich nicht alles versucht habe um zufrieden mit meiner beruflichen Stellung zu sein.

 

Wenn ich mich richtig erinnere, hast du schon einen Hochschulabschluss (FH-Diplom). Damit steigen andere bis in den Vorstand auf. Bist du dir sicher, dass das alles wirklich notwendig ist? In der ganzen Branche, oder nur in deinem Unternehmen? Und wenn im Unternehmen, gibt es zu diesem mögliche Alternativen?

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Könntest du denn deinen anderen Studiengang pausieren (zumindest formel oder real, je nach Zeitbudget)? Zum einen um durch die Einschreibung zu kommen, zum anderen um ggf den beruflich relevanten(relevanteren?) hochzupriorisieren?

 

vor einer Stunde schrieb paulaken:

Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich nicht damit leben könnte, dass ich nicht alles versucht habe um zufrieden mit meiner beruflichen Stellung zu sein.

gäbs da auch andere weniger auswendigere Wege als ein komplettes Studium.

Anders gefragt, wie fixiert auf Titel ist dein Arbeitgeber?

 

Du hattest in einem der vorhergehenden Posts geschrieben, dass deine niedrige Stundenzahl in der Elternzeit zu dem Job mit weniger Verantwortung geführt hat. Hast du mal die Variante kein Studium (oder nur das bestehende langsamer) und dafür Stunden ausstocken können mitbetrachtet?

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Also dass einen die paternalistische Formulierung des Gesetzes aufregt, kann ich gut nachvollziehen. Ich weiß selber auch am besten, was ich leisten kann, und wenn ich mich überarbeiten will, ist das auch mein Bier und nicht das der Hochschule. Das gilt auch für den Fall, dass ich scheitere. 

Warte mal ab, was da so vom Studienservice kommt. Ich kann mir schwer vorstellen, dass das bei einer privaten Hochschule greifen soll. Könnte ja sein, dass es ein unsicherer neuer Sachbearbeiter war, der das Gesetz als Orientierungshilfe genommen hat.

Mich interessiert wirklich, was da kommt.
Ansonsten hast du natürlich Alternativen. 

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Ich danke euch allen. 

Der Kitastart mit dem ersten Geburtstag in Vollzeit ist sicher. Ob ich es nutzen werde, ich denke nicht. Aktuell möchte ich durch die Kita nur meine eigene Arbeitszeit abdecken. Aber es ist natürlich eine Möglichkeit in Stresszeiten diese Option auch zu nutzen. Als Backup habe ich aber auch noch rund 300 Überstunden, die ich in freie Tage umwandeln kann, wenn es eng wird.

Aktuell bin ich gegen 12 mit meiner Arbeit und dem Haushalt durch. Bis ich ins Bett gehe, sind es noch 10h, wovon beide aktuell ca 5h schlafen. Diese nutze ich momentan für den Bachelor.  

 

Beruflich habe ich vor der Elternzeit Entwicklungsprojekte geleitet, meist 3 oder 4 parallel und hatte dafür 2 Assistenten, die mich unterstützt haben. Aktuell bestelle ich Material für meine Kollegen, bereite ihre Folien auf (nur optisch, nicht inhaltlich oder strukturell) oder schreibe mein Wissen für das Intranet nieder. Das wird sich auch, voraussichtlich, nicht ändern, bis ich wieder Vollzeit arbeite. Bis dahin sind es noch 5 Jahre. Und das sind im IT-Bereich sehr viele Jahre.

Über einen Wechsel habe ich nachgedacht, mag aber aktuell das Risiko nicht eingehen. 

 

Der Bachelor hat beruflich keinerlei Relevanz und es wird auch niemanden interessieren, dass ich ihn gemacht habe. Das ist ein reines Hobby. Der Master wäre, so denke ich, wenn ich ihn zum Start der Vollzeit abschließe ein Signal, dass ich an den IT-Themen dran geblieben bin und dort wieder eingesetzt werden kann. 

 

Ich merke einfach jetzt schon, dass ich beruflich gerade mit meinen Aufgaben extrem unzufrieden bin. Und dabei arbeite ich erst seit August wieder.

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vor 30 Minuten schrieb paulaken:

Der Master wäre, so denke ich, wenn ich ihn zum Start der Vollzeit abschließe ein Signal, dass ich an den IT-Themen dran geblieben bin und dort wieder eingesetzt werden kann.

 

Er würde signalisieren, dass du dich 4-5 Jahre lang theoretisch mit Dingen auseinandergesetzt hast, bei denen du vor der Geburt der Zwillinge schon praktisch bewiesen hast, dass du sie draufhast. Wem soll das Signal denn gelten und wen soll es beeindrucken?

 

Ich habe keine Ahnung von deiner Arbeitswelt, aber meine Vermutung wäre, dass es den Master nicht braucht, sondern eher Rückendeckung und Unterstützung durch deinen Manager, der/die dich auch in Teilzeit wieder auf ein anspruchsvolles Projekt bringt. 

 

Natürlich kannst du auch mit einer 50%-Stelle keine drei Projekte parallel wuppen (mir platzt bei zweien schon oft der Kopf), aber es gibt doch genügend Szenarien, in denen man sich so etwas teilen kann. Theoretisch jedenfalls.

 

tl;dr: Wenn du jetzt fünf Jahre lang Powerpoint-Folien begradigst, hast du  vielleicht einen Master, aber bei allen um dich herum sicher keine hohe Reputation. Wer weiß, ob sich das dann nicht in der Wirkung gar neutralisiert (wie gesagt, ich habe keine Ahnung wie deine Firma genau tickt).

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Nur slighly off-topic, mich hat das gerade an diesen Beitrag zur Bedeutung von Noten im Studium erinnert:

 

Zitat

Dazu ein kleiner Denkanstoß: Möchtest du für ein Unternehmen arbeiten, dass dich aufgrund einer einzigen Kennzahl auswählt? Ist es das, wofür du fünf Jahre lang studiert hast? Um dich dann für eine Zahl rechtfertigen zu müssen? Und falls du den Job bekommst: Bist du bereit, dieses Kennzahlenspiel deine gesamte Karriere mitzuspielen? Bei jedem Bonus? Bei jeder Beförderung? Bis zur Rente?

 

Ersetze Kennzahl (Note) mit Titel.

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Ihr habt mit allem Recht, was ihr schreibt. Es ist Wahnsinn und dazu ein sehr hohes (und teures) Risiko.

Und ich habe nicht damit gerechnet, dass ich nach 3 Jahren Höchsteinsatz, einer sehr guten Reputation im Job und vollen Rückhalt durch Kollegen und Vorgesetzte nun als (vielleicht) bestbezahlteste Pixelschubserin in PowerPoint ende. Mindestens 20 Monate wird dieser Zustand noch anhalten, weil ich vorher (wegen Elterngeldbezug) meine Stunden nicht anpassen kann/will.

Ein Wechsel ist da naheliegend, aber auch ein großes Risiko. Was ist, wenn ich beispielsweise wegen dauerndem Kind Krank in der Probezeit den neuen Job verliere? Wer ein Kind in der Kita eingewöhnt hat, weiß, dass das ein realistisches Szenario ist. Und ich habe zwei, die auch noch Viren-Pingpong spielen.

 

Mir ist auch bewusst, dass ich auf einem doch sehr hohen Niveau jammere, viele wären froh über meinen Job mit den Bedingungen und der Bezahlung. Es ist ein höchst entspannter Job, ohne Stress, kaum fristen und wenig geistiger Forderung. Eigentlich ideal, vor allem in der Elternzeit.

 

Finde ich mich nun damit ab die nächsten 20 Monate mein Hirn auf ein Minimum herunter zu fahren? Oder suche ich mir andere Wege um diesen Zustand zu verbessern, und wenn ja, welche?

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So, hab gerade dein Profil gestalked und gesehen, dass du vor nicht mal fünf Jahren das Diplom in Winfo abgeschlossen hast. Mal ganz im Ernst: Das ist nicht weniger Wert als der Akad-Master. Mach dich deshalb nicht verrückt! :-)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Wir hatten doch kürzlich die Diskussion, ob die Aktualisierung irgendwelcher Zertifikate keine Alternative wäre.

 

Wenn ich jetzt Ihre letzten Beiträge lese, dann erscheinen die mir sinnvoller als ein neues Studium.

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Hi Paulaken, 

 

Ich bewundere solche Leute wie dich, weil du gefühlt mehr Zeit am Tag hast wie ich ;-) Ich lese deine(n) Blog(s) erst seit kurzem. 
So wie ich es verstanden habe, hast du Zwillinge daheim und noch etwas Älteres. 

Ich würde dir raten dich für ein Studium zu entscheiden (das andere zu pausieren oder in den Gasthörerstatus zu gehen) und das in absehbarer Zeit zu meistern. Kinder sind anstrengend und du solltest schauen, dass du nicht zusammenbrichst. Ja, du schaffst das Pensum momentan, nein niemand sagt, du sollst für ewig pausieren aber tu dir selbst einen Gefallen und schaff dir Zeit für dich ohne Studium. Vielleicht willst du mal mit Freunden weggehen. 

Du wirst die Nerven später sicher für die Kids brauchen. Du hast doch auch einen Anspruch an deine Leistung im Studium, vielleicht auch wieviel Zeit du mit deinen Kids verbringen willst.

Ich habe zwei meiner 3 Kinder in der Selbstständigkeit bekommen und studiere jetzt auch mit einer 6 Monate alten Maus (ohne Selbstständigkeit). Es ist manchmal sehr anstrengend, trotz Teilung durch Partner. 
Die Zeit ist knapp. Ich ertappe mich manchmal einen kurzen Moment sauer aufs Kind zu sein, wenn es nach 45 min. schon aus ihrem Schlaf aufwacht und ich doch eigentlich die Zeit nutzen wollte. 
Wenn du trotzdem meinst das Pensum zu schaffen, dann erstelle vielleicht einen Plan wie du dir die Zeiteinteilung vorstellst. Wenn das passt, sollte dir keiner das Doppelstudium verwähren.

 

Ich drücke die Daumen. 

 

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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

(Nicht) lustiges und ironisches szenario wäre auch. Doppel-Studium geschafft, aber schön im Burnout und gar keine Kraft sich im neuen Job zu behaupten.  IT wissen ebenfalls total veraltet. Und da du im IT Umfeld unterwegs zu sein scheinst, müsstest du auf Frau Kanzlers raten hören und lieber zu sehen, dein Fachwissen aktuell zu halten, netzwerken mit IT-müttern und lieber mal passende berufsbezogene  peer groups besuchen.  Die Inhalte eines IT-Studiengangs begeistern keinen mehr nach 2-3 Jahren. Du hast die akademische Eintrittskarte mit dem Diplom abgehakt, ich halte den rest absolut für die Katz auf Kosten der Kinder und Zeit, die du nicht mehr wiederbekommst.

 

für mich wäre die entscheidung ein no-brainer.

Bearbeitet von Muddlehead
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vor 31 Minuten schrieb Muddlehead:

(Nicht) lustiges und ironisches szenario wäre auch. Doppel-Studium geschafft, aber schön im Burnout und gar keine Kraft sich im neuen Job zu behaupten.  IT wissen ebenfalls total veraltet. Und da du im IT Umfeld unterwegs zu sein scheinst, müsstest du auf Frau Kanzlers raten hören und lieber zu sehen, dein Fachwissen aktuell zu halten, netzwerken mit IT-müttern und lieber mal passende berufsbezogene  peer groups besuchen.  Die Inhalte eines IT-Studiengangs begeistern keinen mehr nach 2-3 Jahren. Du hast die akademische Eintrittskarte mit dem Diplom abgehakt, ich halte den rest absolut für die Katz auf Kosten der Kinder und Zeit, die du nicht mehr wiederbekommst.

 

für mich wäre die entscheidung ein no-brainer.

Muddlehead ... da muss ich dir etwas widersprechen bzw. man muss es differenzieren. Ein Mann ist keine 5 Jahre auf Teilzeit, deswegen betrifft sowas hauptsächlich Frauen. Mein Mann erzählt mir manchmal wie über Frauen gesprochen werden, die Kinder bekommen und dann doch mal über 1 Jahr weg sind. Nett ist was anderes. 

Meinem Mann wurde damals gesagt, wenn er auf Teilzeit für die Elternzeit geht, schließen sich Türen. 

 

Es kommt also drauf an was man will. Wenn man in der Firma bleiben möchte, in der man vorher gearbeitet hat, kann man sich nach der Elternzeit oder Teilzeit wieder zurückkämpfen. Man hat eben nur die Kinder versorgt und laut Arbeitgeber nichts für die Firma gemacht. 

Möchte man also am Ball bleiben und interessant für andere Arbeitgeber bleiben, muss man sich zwangsläufig durch Zertifikate oder anderen Dinge interessant halten. 

 

Also ich finde ein Studium nicht verkehrt, weil die Eintrittskarte von der du sprichst, schwindet jedes Jahr immer mehr. Unternehmen suchen Leute, die am Ball bleiben, am besten in Vollzeit. Unser System ist nicht auf Teilzeit ausgelegt und schon garnicht bekommt man Verantwortung damit. 

 

Ich sehe nur die 3-fach Belastung (Doppelstudium und Kinder) als Problem. 

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Bei Zertifikaten ist das Problem, dass ich da keine passenden finde.

Ich arbeite zwar in der IT, habe aber mit aktuellen Entwicklungen wenig zu tun.

Meine Aufgabe ist es beispielsweise Anforderungen zu definieren und diese dann an einen Lieferanten zu beauftragen. Ich muss also beispielsweise grundsätzlich wissen, wie Daten über ein Datennetz übertragen werden und wie ich das absichere (mögliche Angriffsszenarien, rechtliche Probleme -> DSGVO, Datenschutz etc), aber mir ist es letztendlich egal, wie ein Hersteller es dann umsetzt. Da habe ich a) weder die vertraglichen Kompetenzen um da etwas entscheiden zu können, noch ist es mein Job dem Entwickler eines Lieferanten zu sagen, wie er seinen Job zu machen hat. Ich komme erst wieder ins Spiel, wenn der Lieferant mir ein Ergebnis liefert. Das muss ich dann prüfen lassen. Dazu brauche ich fundierte Kenntnisse aus dem Test-Bereich. Ich muss ja die Arbeit des Testteams beurteilen können. Aber ich schreibe nicht selbst die Testfälle oder führe sie gar durch. Dafür habe ich ein Team, was ich aussteuere. 

ISTQB, Six Sigma Green Belt und demnächst auch einen aktuellen Scrum-Master (geplant für November, die Prüfung ist nicht sonderlich Aufwendig aber auch nicht anspruchslos) habe ich. 

Was ich brauche ist ein breites Überblickswissen über verschiedenste Themen und vor allem Methodenkompetenz im Bereich IT.

Herstellerzertifikate oder Entwicklerzertifikate bringen mich da nicht wirklich weiter, vor allem, da es eine speziellere Branche mit eigenen Protokollen und Normen ist (da habe ich auch die entsprechenden Scheine für - Automobilbranche).

 

Und mein Eindruck ist, ähnlich wie  @Nanischees beschreibt. Ich habe es gewagt Kinder zu bekommen, und das in einer Männerdomäne, welch Frevel.

 

Ja, ich habe drei Kinder, eins davon 17 und frisch an den Schulort gezogen, die anderen beiden sind 8 Monate alt. 

Die Große braucht mich kaum noch, sie kommt am Wochenende her, lässt sich die Wäsche waschen, plündert den Kühlschrank, bringt das Wlan zum Glühen und trifft sich mit Freunden. Ich darf regelmäßig Geld überweisen und Mathe Nachhilfe geben. Teenager eben.

Die Babys brauchen mich noch deutlich mehr. Und das noch einige Jahre. Sie sind auch der Grund, warum ich noch einige Jahre Teilzeit arbeiten werde. (Elternzeit geht bis zum 6. Geburtstag, Elterngeld endet knapp nach dem 2. Geburtstag der beiden). Während des Elterngeldbezugs werde ich keine Stelle wechseln. Danach muss ich mal in mich gehen, ob ich die Teilzeit wirklich aufgeben will, oder ob ich nicht lieber die noch verbleibenden fünf Jahre nutze, um mich entsprechend für entweder meinen alten Arbeitgeber oder einen anderen neu aufzustellen.

Das Diplom in Wirtschaftsinformatik hatte einen technischen Schwerpunkt (Operations Research, Künstliche Intelligenz etc), der hier gewählte Master einen eher methodischen.

 

Meine Überlegung war, dass ich den Master in den nächsten fünf Jahren realistisch abschließen kann (Strech-Variante sind 4 Jahre plus 1 Jahr Puffer, Vollzeit wären 2 Jahre), hätte ich einen aktuellen Nachweis, dass ich in der Elternzeit nicht nur Pixel geschubst und sonst das "Diplom der guten Hausfrau mit Schwerpunkt kochen und putzen" gemacht habe.

 

Aber sicherlich übersehe ich etwas und nur in meinem Kopf macht dieses Vorgehen Sinn.

 

Aber welche Alternativen habe ich?

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