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paulaken

Einen neuen Versuch wagen (Wirtschaftspsychologie)? - Oder auf spannende Jobs konzentrieren?

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Hallo,

vor kurzem bin ich darauf Aufmerksam geworden, dass die Wings (wo ich auch das Erststudium abschloss) einen  Bachelor in Wirtschaftspsychologie anbietet.

Soweit so gut, ich bin am überlegen, ob ich mich einschreiben sollte.

 

Dagegen spricht auf jeden Fall:
1. beruflich keinerlei Relevanz, es wäre also ein reines Hobby

2. ich habe vor einer Weile schon mal ein Wirtschaftspsychologie-Studium abgebrochen, ohne auch nur eine Prüfung abzulegen. Spannend war es schon, zeitlich ging es aber einfach nicht auf.

Hier hat sich die Lage nur wenig entspannt. Aktuell habe ich genug Zeit, aber ein weiteres Bauprojekt steht in den Startlöchern und wird sicher noch einige Wochen dauern

3. Die Kosten sind auch nicht ganz ohne. rund 160€ pro Monat wären es letztendlich nach der Anerkennung und mit dem entsprechenden Rabatt für die nächsten 4 Jahre (rund 7500€/gesamt)

 

Dafür spricht eigentlich nur, dass es mich wirklich interessiert.

 

Sinnvoller und stringenter wäre vermutlich ein passender Master in Wirtschaftsinformatik. Aber da reizt mich bisher kein Studiengang, der auch nur annähernd in meine finanzielle Planung passt.

 

Wie würdet ihr entscheiden und habt ihr vielleicht noch Denkanstöße?

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Hallo!

Ich habe den Studienplan bei der Wings gerade mal überflogen und habe den Eindruck, dass der Studiengang eher eine Mischung aus Psychologie-Fächern (Allgemeine und biologische Psychologie, Sozialpsychologie etc.) und BWL-Fächern (Personalwirtschaft, Unternehmensführung...) ist. Wirklich integrierende Module sehe ich da nicht so viele. So was wie "Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie" gibt es ja auch in normalen Psychologiestudiengängen und so was wie "Personalführung und Change Management" auch in BWL-Studiengängen. Was genau interessiert dich denn an dem Studiengang?

Mir persönlich wären die Kosten für ein reines Interessens-Studium zu hoch, aber das hängt natürlich von deinen Möglichkeiten und Prioritäten ab... Willst du denn zwingend auch einen Abschluss machen? Wenn ja, müsstest du ja sicher auch durch ein paar Inhalte durch, die dich nicht brennend interessieren, die gibt es ja immer. Wie sieht es da mit deiner Motivation aus?

Ansonsten gäbe es neben dem reinen Selbststudium ja auch noch die FernUni Hagen, an der du Psychologie und/oder Wirtschaftswissenschaft mit deutlich geringeren Kosten belegen könntest. Wenn du nicht unbedingt den Abschluss brauchst, könntest du dort auch nur die Module belegen, die dich interessieren.

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Die Psychologie-Fächer sind die, die mich interessieren. Der Wirtschaftsteil wird eher die Qual, wobei ich da 6 von 8 Modulen anerkannt bekommen würde. (Stand im Kontakt mit der Studienberatung)

Nur Personalwirtschaft und Unternehmensführung würde ich noch belegen müssen.

 

Der Abschluss reizt mich schon, bin aber nicht darauf angewiesen. Ich könnte, theoretisch, alle halbe Jahre neu entscheiden, ob ich weitermachen möchte.

 

Ein Wirtschaftsstudium reizt mich gar nicht, Psychologie schon, aber nicht in Hagen (ich mag MC-Klausuren gar nicht)

 

Die Kosten könnte ich schon aufbringen, aber es ist auf der anderen Seite trotzdem sehr viel Geld...

 

Beruflich interessant wären für mich Module wie Changemanagement, Konflikt und Mediation und Organisationsentwicklung. Auch mit Prozess- und Projektmanagement beschäftige ich mich täglich im Beruf.

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Hast Du Dir mal den Master Wirtschaftspsychologie der KMU / Middlesex University angesehen? Der M.Sc. hat fast nur psychologiesche Module. Schau mal hier!

 

Auf dieser Seite gibt es auch noch Unterlagen zum reinschnuppern.

 

Ansonsten bieten ja auch andere Hochschulen einen Master in Wirtschaftspsychologie an. Ist vielleicht eine Alternative zum Bachelor.

Bearbeitet von anjaro

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vor 5 Stunden, paulaken schrieb:

Wie würdet ihr entscheiden und habt ihr vielleicht noch Denkanstöße?

 

Du hast es schon mal probiert, aus gutem Grund abgebrochen, gehst mit dem Gedanken aber noch immer schwanger und hast nun sogar diesen Post hier verfasst. Also, was soll das denn: Wenn's irgendwie ins Budget passt, mach es ;-).

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vor 6 Stunden, paulaken schrieb:

Dafür spricht eigentlich nur, dass es mich wirklich interessiert.

 

Sinnvoller und stringenter wäre vermutlich ein passender Master in Wirtschaftsinformatik. Aber da reizt mich bisher kein Studiengang, der auch nur annähernd in meine finanzielle Planung passt.

 

 

Spulen wir kurz mal vor in eine hoffentlich noch sehr, sehr ferne Zukunft und stellen uns vor, was deine Hinterbliebenen sagen könnten: "Sie handelte stets sinnvoll und stringent und hörte immer auf die rationalen Empfehlungen ihrer Mitmenschen." oder "Sie hat auch mal was getan, was sie gereizt hat, auch wenn's Außenstehende nicht verstanden haben."

 

Mach es doch. Und wenns doof ist, lass es halt wieder.

 

Ich kann solche Neigungen mehr als gut verstehen, ich leiste mir ja auch ein Hobbystudium, obwohl es im Moment weder gesundheitlich, noch zeitlich, noch finanziell irgendwie besonders gut passt. Es geht irgendwie nicht voran, aber trotzdem gehen die ganzen rational sehr wohl begründeten Vorschläge meiner Umgebung "Lass es doch, du brauchst es doch nicht!" total zum einen Ohr rein, und zum anderen wieder raus. Es gibt schon 100 Gründe, die dagegen sprechen, aber einer spricht dafür: es reizt mich halt...

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Danke für die Gedankenanstöße, ich denke, mir wird gerade deutlich, worum es mir eigentlich geht und warum ich diesen Gedanken an Wirtschaftspsychologie nicht loswerde...

 

Schon länger beobachte ich an mir, dass ich sehr schnell anfange mich zu langweilen. Vor 16 Monaten habe ich den Job gewechselt. Die ersten 6 Monate waren anstrengend, aufreibend, aber eben auch kognitiv auslastend. Dann kamen sechs Monate, die gut liefen, Anerkennung brachten, aber eben kognitiv nicht mehr so fordernd waren. Zeitlich war ich gut ausgefüllt, kognitiv nicht. Dann erfolgte ein Seitwärtsschritt. Seit ein paar Monaten bearbeite ich nun ein verwandtes, aber inhaltlich neues Thema. Inzwischen bin ich wieder im Modus "ausgelastet, aber mit beginnender Langeweile".

Im letzten Job habe ich dieses Stadium 6 Monate ertragen und dann erleichtert gekündigt. Bis zum Wechsel waren es also 9 Monate. Und diese 9 Monate waren viel zu lang.

 

Aber kann es auf Dauer wirklich die Lösung sein, wenn ich mir den kognitiven Anspruch, den ich offensichtlich brauche, privat zu suchen?

Wäre es nicht sinnvoller einen Schritt zurück zu gehen und zu schauen, wohin ich mich beruflich entwickeln muss, damit ich eben nicht mehr in diesen Modus gelange? Und erst danach zu schauen, was dafür notwendig ist, um dieses Ziel zu erreichen?

Oder gibt es das gewünschte gar nicht? Besteht nicht jeder Berufsalltag irgendwann aus gewohnten Routinen und ich bin einfach nicht dafür gemacht 30 Jahre lang den gleichen Job zu machen, sondern muss eben regelmäßig wechseln?

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vor 10 Stunden, paulaken schrieb:

Aber kann es auf Dauer wirklich die Lösung sein, wenn ich mir den kognitiven Anspruch, den ich offensichtlich brauche, privat zu suchen?

 

Für viele Menschen ist das so. Ich denke, es gibt immer Raum für Kompromisse. Wenn der Job bestimmte Sachen mit sich bringt (etwa Sicherheit für die Familie, hohes Einkommen, etc.) halte ich es für plausibel, darüber nachzudenken. Zumindest für eine bestimmte Zeit.

 

Gleichzeitig bin ich für mich davon überzeugt, dass mich das unglücklich machen würde. Immerhin geht in unseren besten Lebensjahren mindestens rund 1/3 unserer Zeit dafür drauf.

 

vor 10 Stunden, paulaken schrieb:

 Wäre es nicht sinnvoller einen Schritt zurück zu gehen und zu schauen, wohin ich mich beruflich entwickeln muss, damit ich eben nicht mehr in diesen Modus gelange? Und erst danach zu schauen, was dafür notwendig ist, um dieses Ziel zu erreichen?

 

Das wäre zumindest mutig, und ich denke du bist schon auf dem Weg dorthin :-).

 

vor 10 Stunden, paulaken schrieb:

 Oder gibt es das gewünschte gar nicht? Besteht nicht jeder Berufsalltag irgendwann aus gewohnten Routinen und ich bin einfach nicht dafür gemacht 30 Jahre lang den gleichen Job zu machen, sondern muss eben regelmäßig wechseln?

 

Beides ist plausibel, aber je nach Berufsfeld und Typ wird es mit zunehmendem Alter wahrscheinlich irgendwann mal schwierig, sich positiv zu verändern. Insofern lohnt der Gedanke sicher, vielleicht noch mal etwas anderes zu probieren.

 

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